Der erste Schritt ist doch schonmal zu überlegen wie groß das eigene Risiko ist. Und z.B. beim Erwerb von Grundstücken oder Gebäuden Risiken durch solche Ereignisse zu berücksichtigen (da kann der kleine Bach der durch Grundstück plätschert und in dem man sein Bier beim Grillen kühlen kann, dann plötzlich doch eher ein Grund sein ein Grundstück nicht zu kaufen).

Also ich selbst bin auch gerade am Überlegen (schon vor diesem Ereignissen). Die Wahrscheinlichkeit, dass unser Bach übertritt und das Wasser bis zu unserem Haus kommt ist extrem niedrig (sehr große Flächen die tiefer liegen). Aber neben dem Haus habe ich einen Abwassergraben an den in Kürze noch deutlich mehr Häuser angeschlossen werden sollen. Der könnte bei extremen, lang anhaltenden Starkregen durchaus überlaufen und dann auch den Garten und Keller fluten.

Hochwasserschutz Maßnahmen die ich aktuelle deshalb aktuell überdenke (bzw. schon durchführe):
-Anfrage bei der Gemeinde ob Extremereignisse bei der Planung des neuen Baugebiets berücksichtig wurden (falls die Aussage kommt, dass dies der Fall ist hebe ich mir den Schrieb sehr gut auf)
-Bei Starkregen den Wasserstand im Graben beobachten (um ggf. rechtzeitig Dinge aus dem Keller holen zu können). Achtung: An einem richtigen Fließgewässer an dem ein sprungartiger Anstieg möglich ist, sollte man diese Strategie nicht verfolgen. In so einem Fall würde ich versuchen möglichst wenig von Wert im Keller zu haben (gerade auch in Hinblick auf die Infrastruktur). Je nach dem wo man wohnt (eigenes Risikoprofil), könnte man entsprechend Dinge im Vorfeld (bei Warnlagen) in Sicherheit bringen, inklusive sich selbst.
-U.u. Möglichkeiten um die Kellerfenster abdichten zu können (in meinem Fall Stahlplatten um diese vor die Fenster schrauben zu können – plus Dichtmasse)
- U.u. Mauern an bestimmten Stellen (Wellenbrecher)
-Dazu kommen die ganzen Sachen die man auch für Feuer tun sollte (passende Versicherung, Sicherungskopien von allem was wichtig ist – inklusive Bilder – außerhalb des Hauses, ein kleiner BoB (ohne Knarre �� dafür aber mit Geld, Dokumenten und Ersatzklamotten, etc…) und natürlich die übliche Notfallvorsorge die wir im Urban Survival Thread schon besprochen haben (u.a. Vorräte und Wasser wenn man eben mal eine Zeit lang nicht aus dem Haus kann).

Andere Maßnahmen (der Gemeinde) sind Hochwasserschutzanlagen, diese sind teuer haben sich aber z.B. in einigen Gemeinden hier bei uns am (bayrischen) Untermain bewährt. Was bei uns in den letzten Jahren auch verstärkt geschaffen wird, sind Flutbereiche (also Flächen die viel Wasser aufnehmen können um damit einen zu starken Anstieg des Pegels zu verhindern).

Disclaimer weil es ein Forum ist: Natürlich hat jede Schutzmaßnahme, insbesondere die durch Hausbesitzer, auch Grenzen (Beispiele dafür gab es im aktuellen Fall leider genug).