Danke marq, ich hatte darunter tatsächlich etwas anderes verstanden (ich definiere Abenteuer anders).
@Period: Schöne Geschichte und kaum (wenn überhaupt) ein Fehler darunter den ich nicht auch schon so oder in ähnlicher Weise gemacht habe. In Summe das alte Problem: Unterschätzung der Umstände (so kalt, weit,… ist das gar nicht) kombiniert mit Selbstüberschätzung („wird schon gehen“).
Analog zur Geschichte von Period. Ich habe mich mal zu Zivi Zeiten im Winter im verschneiten Odenwald aussetzen lassen um dort 2 Nächte zu verbringen und etwas zu trainieren. Ziel war es eine reine Kompasswanderung zu machen. Irgendwann wurde mir das marschieren nach Kompass aber zu aufwändig und ich folgte einem Weg der grob in die Richtung ging (1. Lehre: auch kleine Richtungsänderungen führen dazu, dass ein Weg am Ende ganz woanders hinführen kann). Zum Essen hatte ich nur Haferflocken dabei (2. Lehre, desto größer der Hunger desto eher will man etwas gescheites – ich habe die Haferflocken in den 24h nicht angerührt, also gar nichts gegessen). Nachts habe ich dann ein paar Tannenzweige ausgelegt und eine Zeltplane als Schutz darüber gespannt, diese war morgens dann komplett mit Tauwasser (in der Nacht zog eine Warmfront mit Eisregen durch) gefüllt, d.h. ich lag unter geschätzten 20l Wasser (3. Lehre: manchmal hat man einfach nur Glück). Gefroren habe ich dank US Army Extrem Cold Schlafsack nicht (4. Lehre: Ein guter Schlafsack / bzw. gute Ausrüstung ist nicht mit Gold aufzuwiegen).
Am nächsten Tag schmerzte die Achillessehne (5. Lehre: Dog Martens sind keine Wanderschuhe), der Hunger war kaum zu ertragen und dadurch war ich ziemlich schlapp. Zum Abbruch führte dann aber eher, dass ich mit der „Einsamkeit“ (Verstärkt durch Hunger und Schmerzen) damals nicht gut zurecht kam und einfach keine Bock auf eine weitere Nacht hatte (6. Lehre: meist scheitert man mental). Der Rückweg auf normalen Wegen lief aber problemlos (7. Lehre: Eine Wanderkarte und zu wissen wie man sie nutzt ist Gold wert).
Der Treffpunkt für die Rückkehr in die Zivilisation lag zwar auch im Wald (an einer Landstraße), aber zum Glück gegenüber einer Gaststätte. Der Hackbraten war das Beste was ich je gegessen habe. Wohl genährt stand ich dann ein Tag früher als geplant an der Straße und wartete bis die Kollegen auf ihre Tour vorbeifuhren. Und analog zu Period ging es dann zuhause erstmal in die warme Badewanne. Die Sehne war ordentlich entzündet, erst 6 Wochen später ging es zum Arzt der dies mit Bestrahlung ziemlich schnell beheben konnte.

Geplante Mini „Abenteuer“: Einfach mal spontan mit dem was gerade am Mann ist draußen übernachten. Weil du Kanu fahren sagst, Gewässerüberquerung steht auch noch auf der Liste, und natürlich Winterschwimmen.