Ja. Traditionell werden dafür Schwarzdornschösslinge samt dem Wurzelballen ausgegraben, der Wurzelballen bildet dann (nach angemessener Trockenzeit von Hausnummer zwei Jahren, mit oder ohne Räucherung im offenen Kamin) den Knauf; der Grund dafür ist, dass die Verbindung von Wurzel und Stamm viel stärker ist als von Ast und Stamm (Faserverlauf und so). Ich habe bisher ein paar selber gemacht und bin der Meinung, dass die Wurzel beim Schwarzdorn auch viel härter ist als der Rest (ist nicht bei allen Hölzern so). Die Schwarzdornstöcke, die man heute meist zu kaufen kriegt, bestehen aber in der Regel aus Ästen, der Knauf ist dann ein Stück vom Stamm. Wurzelgriffe findet man teilweise, aber nicht bei allen Herstellern und auch da sind es häufig nur wenige Prozent der Ware.
Was man noch erwähnen sollte: Schwarzdorn ist relativ hart - wenn auch weit davon entfernt, das härteste europäische Holz zu sein - aber bemerkenswert flexibel. Die trockenen Stöcke lassen sich z.T. immer noch anstandslos 90° biegen. Einige historische Quellen legen nahe, dass das in einigen Stilen gewünscht war, um "über den Block" schlagen zu können - Stock triff Block, Stock biegt sich, Knauf trifft Gegner. Damit das klappt sollte der Stock eher dünn sein - ca. 20-22 mm - und einen ordentlichen Klopper am Ende haben. Im Doyle-Stil dagegen scheint das nicht der Fall zu sein, da werden eher steife Stöcke verwendet, die auch als Ringhilfe etc. eingesetzt werden.






Mit Zitat antworten