da nummeriere ich es zur ordnung durch.
1)Die sog. Universallösung ist vorgehen mit Hand und Fuß. (Das ist nicht verkehrt und dazu muss man keine großen Voraussetzungen mitbringen.)
so wie ich es verstanden hatte, ging es darum, einem angreifenden gegner entgegenzugehen oder auch einen gegner anzugreifen, der nicht nach hinten weg kann, beides mit dem ziel möglichst schnell und geschützt in die günstigste wt-distanz zu gelangen (und bestenfalls dort bis zum sieg zu bleiben):
a)
in "vom zweikampf" ergibt sich das m.E. zb aus den kapiteln "die aggressive verteidigung", "wie schützt man sich vor langstreckenwaffen", "noch nicht gekommenem ist leicht zuvorzukommen", "wt-kampfprinzipien", in denen stets von einem angriff ausgegangen wird, dem man entgegengeht bzw. zuvorkommt.
b)
auch die o.g. erklärung sifu grusdats hatte ich so verstanden.
2)
danach wäre es in erster linie eine art konterangriff.
möglicherweise ist die idee der "universallösung" falsch verstanden worden?Was in der deutschen WT-Szene eine Zeitlang passiert ist und auch noch in den Köpfen einiger Schüler dieser Periode drinsitzt ist die Idee eines Ablaufplanes (quasi wie ein Datenflussdiagramm). Dieser Datenfluss beginnt bei diesen Schülern mit 1.Ist der Weg frei . Da sie in diesem Moment noch keinen Kontakt haben, folgt sofort 1a. Stoß vor.
denn mit gewicht auf dem hinteren fuß einen beweglichen gegner, der genug platz zum ausweichen hat, über eine größere distanz hin anzugreifen, ist m.W. gefährlich für den angreifer, jedenfalls wenn der gegner entsprechend was drauf hat.
die magnettheorie besagt m.W., dass man blitzschnell (und möglichst geschützt) auf den gegner zufahren soll, wenn dieser eine gewisse distanz unterschreitet, um so in die bevorzugte wt-distanz zu kommen.Sie sind aufgrund der Magnetzonentheorie mit der Universallösung auf den Gegner zu.
soweit dies zutrifft, wäre die "univerallösung" doch richtig angewendet?
also in den o.g. kapiteln von "vom zweikampf" werden dazu m.E. ausführungen gemacht.Was in der damaligen Zeit gefehlt hat, war das "Wann" sollte sie das machen.
das ist doch aber m.W. die idee dahinter:Also passierte nach 1.Ist der Weg frei? häufig direkt 2.bleib kleben! Weil der Weg NUR BIS zum Kontakt frei war aber nicht bis zum gewünschten Ziel (Nase oder so).
wenn man direkt nicht trifft, kommen die chisao-fähigkeiten zum einsatz, um dadurch eine treffermöglichkeit zu schaffen.
um in den dafür notwendigen abstand zu gelangen, wird (bevorzugt) die "universallösung" eingesetzt.
welches wäre denn Deiner meinung nach der richtige moment gewesen?Es wurde im falschen Moment 1a.Stoß vor! eingesetzt.
damit wird doch nach der wt-theorie von anfang an gerechnet:Es konnte kein "Entscheidungs-Schlag" eingesetzt werden.
wenn man glück hat, trifft man (beim vorstoßen/"univerallösung" etc) gleich entscheidend, ist aber unwahrscheinlich.
man befindet sich jedoch, auch für den fall, dass das nicht klappt, durch das vorstoßen, in der distanz, für die man eigentlich trainiert ist?
hatte es so verstanden, dass der wt-kämpfer jetzt in der idealdistanz ist, in der er seine durch (wt-/chisao-holzpuppen- etc.-)training erzielten stärken einsetzen kann.Jetzt stand der Schüler nah an seinem Gegner und stellte in sehr vielen Fällen fest, dass die 3te Frage "Ist der Gegner stärker?" zutreffend war. Und nun? In der Kernspecht-Zweikampftheororie folgt "Gib nach!"
Dieses "Gib nach" wäre dann in der Kernspecht-Zweikampftheororie eine "Verformung" meines Armes in z.B. Bong Sau. Und dann? Ich habe doch gerade gemerkt, dass der Angreifer stärker ist.
nach meinem obigen verständnis muss der wt-kämpfer da doch gar nicht raus, sondern alles daransetzen, die sache in der für ihn günstigsten distanz schnellstmöglich zu beenden?Wie komme ich aus der Nummer wieder raus?
durch die "universallösung" soll doch erstens der angriff des gegners durch gegenangriff abgewehrt weden, zweitens die eigene sicherheit (bestmöglich) dadurch hergestellt werden, dass man möglichst geschützt und schnell in die für den wt-kämpfer günstigste (und den gegner damit oft ungünstigste) distanz gelangt und drittens die möglichkeit bestehen, bereits beim vorstoßen den gegner (entscheidend oder vorbereitend) zu erwischen?Sie versuchten direkt das Ziel zu erreichen anstatt sich um ihre eigene Sicherheit zu kümmern und erst den Angriff des Gegners abzuwehren.
das kapitel "wie man wt lernt" in "vom zweikampf" wurde m.E. von einem artikel in wt-welt 4 o.5. mit ganz wenigen änderungen übernommen.Die EWTO Truppe versucht seit über 40 Jahren Wing Tsun als Mittel zur Selbstverteidigung zu nutzen und stellt immer wieder fest, dass es nicht reicht.
dort wurde als (vorläufiges) grundziel der wt-ausbildung die freikampffähigkeit angegeben.
der"clou", mit dem sifu kernspecht m.E. (früher) geworben hatte, war, dass es um freikampffähigkeit unter "sv"-gesichtspunkten ging, sprich nicht durch (sportliche) wettkampfregeln eingeschränkt.
sein argument war ja immer, dass man durch kampfsporttraining zwar kämpferisch fit werden kann, aber alles "schmutzige" dort fehlt und umgekehrt, die sv-stile zwar verteidigung auch gegen üble angriffe unterrichten, dies jedoch nicht freikampfmäßig, wodurch dort der anwendungszusammenhang/das training der automatisierten anwendung im kampf etc. fehle.
die wt-idee war m.W., genau diese lücke zu schließen.
wenn man wt tatsächlich mit diesem (vorläufigen) grundziel unterrichtet hätte/unterrichten würde, wäre es m.E. zur "sv" bei erreichung dieses vorläufigen ("sv")freikampfziels absolut geeignet (gewesen).
das schließt sich m.E. gerade nicht aus (s.o.).Wie ich immer wieder betone! Selbstverteidigung ist das vorrangige Thema bei der EWTO - NICHT Wing Tsun.
das könnte ich nur unter dem von Dir oben erwähnten argument nachvollziehen, dass die wt-("sv")kampfmethode nicht notwehrrechtskonform sei.
in "vom zweikampf" wird wt doch gerade als praktisches gesamtsystem mit (vorläufigem) lernziel "("sv")freikampffähigkeit" ohne umwege und "firlefanz" dargestellt?Darum lernt man einen Riesen-Bunten-Strauß an SV Übungen - aus denen man sich das für sich passende raussuchen muss.
ein stück weit wird man diese mentalität bei wt als auf schlägen basierendem nahkampfsystem m.E. wohl zur erfolgreichen anwendung benötigen bzw. sich antrainieren müssen.Da kann man sehen, dass er ein Kamikaze-Bullterrier war.
dazu werden in den o.g. kapiteln von "vom zweikampf" m.E. ausführungen gemacht.Ich muss aber (siehe oben) wissen wann die Sicherheit am höchsten ist.
könnten vielleicht etwas umfangreicher sein.
basismäßig lernt man so was nach meiner erfahrung am besten im freikampf und dazu passenden vorübungen.
sogar als grundidee, soweit ich verstanden habe, mit dem ziel durch dieses training gerade auch einen körperlich stärkeren gegner (überraschungsartig) besiegen zu können.Ja, weil man das trainiert.
werden denn im wt noch andere kampfstrategien unterrichtet/ernstzunehmend trainiert?Bedeutet aber nicht, dass sich dort jede/jeder sicher fühlt. Ich mich nicht. Schon gar nicht, wenn mein "Gegner" größer und schwerer ist als ich.






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