Genau, ob du z.B. Buchstaben sauber schreibst. Oder eben Wörter fehlerfrei.
Das Diktat wäre hier das Wesentliche gewesen. Hast du wieder geflissentlich ausgeblendet um stattdessen lieber zu sticheln, gell?
Leseleistung kann vorlesen sein, im Sinne von fehlerfreiem und fließendem Lesen. Oder z.B. den Inhalt von Texten wiedergeben bzw. Fragen zu Sachtexten beantworten. Da gibt's jetzt nicht soviel Interpretationsspielraum. Entweder du verstehst die Aussagen, oder du verstehst sie nicht.
Was denn für eine "Interpretation durch Betonung"? Hast du da irgendwelche Arien vorgetragen? In den ersten Jahren geht es im Wesentlichen um Grammatik, Rechtsschreibung und Textverständnis. Da hast du z.B. Zeitformen und wandelst Sätze von einer in die andere um. Bestimmst Satzglieder, Wortarten usw. usf. Oder arbeitest eben Informationen aus Sachtexten heraus, um zu zeigen, dass du die verstanden hast.
Und wenn du einen Aufsatz schreibst, "Mein schönstes Ferienerlebnis...", dann zählst du anschließend die Wörter und solltest den möglichst Fehlerfrei niedergeschrieben haben. Was jetzt aber auch nicht heißt, dass da nicht auch mal Kreativität, Wortschatz oder Ausdruck mitbewertet werden.
Nein. Das würde bedeuten, dass ich Kinder bevorzugen würde. Wie sollte das gehen?
Es gibt sicher Schüler, mit denen ich mich besser verstehe als mit anderen, oder mit denen ich mehr auf einer Wellenlänge bin. Im Normalfall hat man zur eigenen Klassen ein besseres Verhältnis als zu anderen Klassen, klar. Aber Begriffe wie "Liebe" oder "Hass" haben in einem Lehrer-Schüler-Verhältnis, wie wir es in westlichen Kulturen praktizieren, nichts zu suchen. Also zumindest nicht von Seiten der Lehrkraft. Seitens der Schüler gibts das schon.
Das ist eine Frage der Professionalität, die aber auch junge Lehrer oft erst lernen müssen. Eine Seminarleiterin im Referendariat hat mal zu uns gesagt, "Sie sind nicht in der Schule, um Freund der Schüler zu sein. Merken Sie sich das."
Erst einige Zeit später habe ich verstanden, was sie damit meinte. Und heute schätze ich diesen Ratschlag und geb' den auch an junge Kollegen weiter.






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