Mir ist immer noch nicht deutlich, warum ich etwas behaupten wollen soll?
Ich habe nicht das Interesse, wen auch immer von was auch immer zu überzeugen. (Das unterscheidet mich z.B. von dem Lehrer, von dem ich diese Übungen kennengelernt habe.)
Enstprechend habe ich nicht das Interesse, eine Aussage zu formulieren, die ich dann argumentiere. (Das kann ich aufgrund fehlender Fachkenntnis überhaupt nicht.)
Ich habe also auch nicht das Interesse, Gegenpositionen zu widerlegen.
Ich übe, was ich übe. Und ich erzähle davon.
Mit manchen Menschen komme ich darüber ins Gespräch.
Manche Menschen kommen sogar und wir teilen unsere Erfahrungen im gemeinsamen Üben.
Oder ich besuche Menschen, übe das, was sie üben und teile deren Erfahrung. (So bin ich damals zum nei gong gekommen.)
Mehr ist es nicht. - Aber eben auch nicht weniger.
Das ist im Übrigen nicht anders in meiner Tätigkeit als Theologe:
Ich behaupte nicht, es gäbe Gott und argumentiere von daher irgendwelche Glaubenssätze, wie denn es ihn wohl gibt.
Sondern ich erzähle von Erfahrungen. Und ich höre zu, wie andere von ihren Erfahrungen erzählen.
Auch da:
Mehr ist es nicht. - Aber eben auch nicht weniger.
Warum wäre dir meine Behauptung so wichtig?
Wozu braucht es die im Kontext unseres Gesprächs?
Oder umgekehrt formuliert: Was fehlt dir, wenn ich erzähle, dass es mir zunehmend besser gelingt, stehen zu bleiben, wenn ich im Parallelstand von vorne gegen den Bauch geschoben werde? Was brauchst du darüber hinaus von mir?





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