
Zitat von
Gürteltier
Das sind zwei Sachen. Das Einschätzen erörtere ich hier nicht wirklich.
Wenn der andere mich überrollt, bin ich überrollt worden. Das er besser ist, denke ich seit längerem nicht mehr. Habe ich über die Wettkampfjahre gelernt. Zu Anfang dachte ich, man, die Schnellkraft oder diese Technik hab ich nicht auf dem Level. Später war mir klar, dass es für mich ums Neutralisieren geht. Nicht ums Übertreffen. Also dachte ich : Versuch das mal mit mir. Da bin ich auch nicht von weg. Meine eigene Denke war es IMMER, die mich, wenn, besiegt hat.
Und in freier Wildbahn ist im Auftakt auch manchmal einfach Pech dabei. Und die Sache dann eh durch. Hatte dafür meist die Gruppe im Hintergrund. Gutes Lernumfeld.
Wenn ich es richtig verstehe , geht es dir dabei dann vor allem darum, sich nicht von dem Anderen "beeindrucken " zu lassen , damit keine Selbst generierte Bremse in sich entsteht . Da stimme ich dir zu , das ist ein wichtiger Punkt , der schon Einige hat einfrieren lassen.
Manche können das von Natur aus , einfach weil denen im entscheidenden Moment alles egal ist oder ihr Fokus überwiegt , andere lernen es über Erfahrung .
Es gab ja mal die Diskussion hier, "was ist wichtiger , Technik oder Kopf. ?." ..Ergebnis war, Es ist keine Waage ala , ich nehme hier ein paar Prozente weg und lege dort welche drauf , sondern ... Der Kopf entscheidet , was man an Physis noch abrufen kann , egal wie gut die Technik ist . Fällt der Kopf, fällt der Körper .
Mich hatte das "unterlegene ..." als Rat , als Tip , etwas gestört , da so ein inneres Bild als Vorgabe , A) mit etwas runtergefahrenen Mustern , auch in eigener Verteidigung einher geht und B) bei Fehleinschätzung einem nur wenig zeit gibt sich vom Überrollen zu erholen.....Aber wenn das Überrollen als möglicher Part der Situation einkalkuliert und akzeptiert ist , dann ist es wieder ein ganz anderes Blatt. Dann kann ich von dieser Einstellung (innerem Bild ) gut profitieren ...
Nur genau dieses Akzeptieren ist aber in der TE-Fragestellung nicht vorhanden , denn es ist ja das vorausschauende Denken an ein mögliches "ungutes" Ende , was die eigene Unruhe bis hin zur Panik , auslöst . Und so dreht es sich ein wenig im Kreis . Bleib ich in diesem Denken stecken , (trotz innerem Bild ) bleibt auch die Unruhe .Kann ich es ablegen , kommt die Ruhe , aber dann brauche ich auch diese Vorgabe mit "unterlegenen " Gegner nicht mehr .
Deswegen halte ich die innere Akzeptanz von A) jedem Ergebnis , wenn es physisch wird und B) die Akzeptanz einer physischen Weiterführung , wenn es noch im Verbalen Abschlag ist , für so wichtig , um in "Ruhe " zu bleiben , also unbeeindruckt und damit handlungsfähig.
Nebeneffekt ist ,...diese "Bereitschaft" wird auch vom Gegenüber realisiert , und er spürt auch , das eine Weiterführung auch ihn etwas kosten wird.
Ein Denken in Kategorie "da ist ein unterlegener Gegner" , kann/wird ebenfalls wahrgenommen und eine etwas verächtliche , geringschätzende Attitude ausstrahlen , was selten zur Eskalation beiträgt . DAS sollte man sich erstmal leisten können , und genau diesen Eindruck machte der TE nicht mit seiner Frage . ^^
schöne Pfingsten
Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)