Habe das Interview auch gelesen. Finde es sehr schön auf den Punkt gebracht.
Allerdings stoße ich mich an dieser Aussage:
Es ist doch auch eine Technik jemandem in den Schritt zu treten. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass der Stellenwert einer Technik sinken soll (der Aussage nach), je grausamer sie ist.Jemandem mit dem Finger mit aller Kraft in die Augen zu stechen oder sich mit dem Daumen in der Augenhöhle des Angreifers festzukrallen, funktioniert zwar, ist aber keine Technik. Dem Angreifer das Ohr abzureißen oder ein Stück Hals abzubeißen auch nicht. Und trotzdem ist das Selbstverteidigung.
Auf einem Zivil-SV-Lehrgang vor etwa 12 Jahren habe ich gelernt, wie man richtig zubeißt, wenn man im Bodenkampf nicht weiter weiß. Dieses Beißen, und auch das Stechen von Fingern in Augen oder Nasenlöcher, sind meines Erachtens auch Techniken, selbst wenn sie grausam/eklig erscheinen mögen, oder das Tor zu erheblichen Straftaten eröffnet, was die Rechtfertigung dann erschwert... für mich bleiben solche Dinge aber Techniken.
Ich habe das auch so in unserer Familie verbreitet.
Ja ich weiß, dass Hundebisse weniger gefährlich sind als Menschenbisse, wegen der Bakterien etc. Aber wenn meine Frau überfallen wird, würde ich ihr nie übel nehmen, wenn sie eine fremde Gurke abgebissen hat und dadurch fliehen konnte.





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