
Zitat von
amasbaal
du sagst: 0% bei Afrikanern.
nein, ich sagte, von Dir zitiert: 0% bei "Afrikanern, deren Vorfahren noch nie mit Neandertalern in Kontakt kamen".
Es sollte klar sein, dass das nicht auf alle Afrikaner zutrifft.
Und das war eine Feststellung, nicht die eigentliche Frage.

Zitat von
amasbaal
Ich reagiere mit: stimmt nicht, siehe artikel.
Im Artikel steht nirgends, dass "Afrikaner, deren deren Vorfahren noch nie mit Neandertalern in Kontakt kamen" Neandertalergene aufweisen. Vielmehr wird auf der Basis einer Untersuchungen an
2.504 Menschen, von denen einige auch aus Nordafrika stammen gezeigt, dass auch bei Afrikanern Neandertalergene vorkommen.
Was nun inbesondere bei Nordafrikanern nicht verwunderlich ist.
Aber selbst diese Menschen haben im Schnitt weniger Neandertalergene, als Europäer und Asiaten:
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Afrikaner im Schnitt 17 Millionen Neandertaler-Basenpaare haben. Das ist etwa ein Drittel der Menge, die das Team bei Europäern und Asiaten fand – und deutlich mehr als die meisten vorherigen Schätzungen.
in Zusammenschau mit dieser Aussage aus dem Artikel:
Die Genome von Europäern und Asiaten gehen zu etwa zwei Prozent auf Neandertaler zurück. Asiaten tragen zusätzlich noch Denisova-DNA in sich – bei den Melanesiern sind es bis zu sechs Prozent.
stelle ich eben die Frage, wie es sein kann, dass alle Menschen zu 99.9% genetisch identisch sind?
Wenn ein Melanesier 6% Denisova-DNA hat, und ich habe keine, sollte er sich nicht um diese 6% von mir unterscheiden?
Der Artikel stellt ohnehin die Aussagekraft der Behauptungen um Neandertalergene in Frage, da er die Existenz eines Referenzmodells (Menschen ohne Neandertalergene) anzweifelt und dazu noch darauf hinweist, dass vermeintliche Neandertalergene in Wirklichkeit Sapiens-Gene einer früheren Auswandererwelle sein könnten, die diese im Neandertalergen hinterließen.

Zitat von
amasbaal
was die schimpansen angeht: passt nicht, denn die 1-3% neander-anteile bei uns sind indviduell verschieden, soll heißen, dass jeder verschiedene genetische teile des neander-genoms in sich hat, also von denen weitaus mehr, wenn nicht gar fast alles (zahl hab ich nicht im kopf. ist jedenfalls erheblich mehr als die paar prozent) im menschen "an sich" enthalten ist, nur eben so unterschiedlich verteilt, dass pro individuum 1-3% (in einzelnen ethnien ja anscheinend bis zu 6-8%) vorhanden sind. das ist unstrittig.
Soll das heißen, dass man sich aus den verschiedenen Neander-Anteilen der menschlichen Population ein fast ein "reines" Neandertalgenom zusammen stellen könnte, dass sich zu 100% von einem reinen Sapiens-Genom unterscheidet?