der von mir vorgestellte fall hatte nichts mit sparring zu tun. da ging es nur um ein einfaches, abgesprochenes "hin und her", so in der art von: du gibst mir nen jab zum kopf, den ich meide oder parriere, ich geb dir nen jab zurück und du schlägst nach meidbewegung oder parry oder mit deckung aufnehmen frei, mit maximal 3 schlägen wiederum zurück. so ne art 1-1-1(bzw 2 oder 3). der hat sich weder ans vorgegebene tempo und timing des drills, noch an die vorgegbene art von schläge und eben erst recht nicht an die vorgegebene "härte" (nur antippen, wenns durchgeht) gehalten. das war noch nichtmal mit irgend einem bestimmten footwork verbunden. ein einfaches, ziemlich statisches und softes anfängerspiel. aber bei dem gabs nur "RummsBumms" aus allen möglichen winkeln, keinen rhythmus (nicht einmal im sinne von "du-ich-du... pause") und nur panisch wütende 100 kilo verkrampfte masse. als ich dann meinte "kannst du haben", wurde es dann ein 10 sekunden freies hauen.
im übrigen: sparring IST für mein verständnis auch ne partnerübung, nur ziemlich frei (immer noch mit klaren vorgaben und beschränkungen, je nach zu trainierendem "thema" der jeweils beteiligten). freies sparring ist auch noch "partnerübung", nur eben frei in den "aufgaben" und in der art, in der man vorgehen darf. auch da gibt es ja noch die ansage, mit welcher "härte" und intensität.
selbst bei wettkämpfern ist vorher klar, wie das aussehen soll. es ist ja eben kein wettkampf. es hat sinn und zweck: mit einem partner zu üben, so dass beide was draus lernen (es sei denn EINE person wird auf den wettkampf vorbereitet und DER ist dann natürlich derjenige, der davon profitieren soll und auf dessen bedürfnisse sich alles konzentriert)
wenn ich mal mit nem guten (besseren als ich, was bei "echten" boxern meist der fall war) zu tun hatte und mir der zu hart wurde, hat der das i.d.r. immer selbst bemerkt, denn man kriegt das ja mit, wenn man nach belieben dominieren kann. das hat denen meist gereicht und dann ging es wieder einen gang zurück und er hat das gemacht, was für ihn schwierig und noch zu üben war und nicht das, was mich am schnellsten umgehauen hätte. die power wurde dann auch rausgenommen.
am wenigsten "angst" braucht man vor den um längen besseren zu haben.






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