Fiore ist ein weiterer interessanter Fall. Zum einen wissen wir ja nicht genau, wer Fiores schwäbischer Lehrer war. Seine Ringstücke zeigen grosse Ähnlichkeit mit der älteren Blume des Kampfes, aber nur mit den simpelsten Stücken dort - so, als hätte er die.schwierigeren vielleicht gar nicht mehr gelernt. Dafür sind sie didaktisch in Technikketten gegliedert, und zwar sehr systematisch. Und man findet viel mehr verschiedene Ringtechniken in der Dolchsektion als beim Ringen selbst, sodass der Eindruck entstehen könnte, dass ersteres nur ein Crashkurs sein sollte. Soll heissen: es ist für das frühe 15. Jh. schwer zu sagen, wer aus welcher Schule kommt, was persönliche oder didaktische Präferenzen sond etc.[/QUOTE]
Vielleicht zur Ergänzung zu dem, was ich geschrieben habe: Ich verstehe Liechtenauer so, dass es das Ziel sein sollte, den anderen mit dem Schwert zu treffen. Ringen und andere Waffen gehören in der Tat zum "fechten" dazu. Ich interpretiere die ihm zugeschriebenen Texte zum "Langen Schwert" so, dass es nicht sein Ziel ist, in eine Ringdistanz zu kommen, er jedoch Hinweise gibt, was man tun kann, wenn man in der Ringdistanz ist. Für mich ist das ein großer Unterschied.





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