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Thulsa Doom auf der Suche nach dem Geheimnis des Stahls...

Danke jedenfalls. Ich denke, dann ist doch das Tenacious eher meins. Der 8Cr13Mov soll ja auch gar nicht so übel sein. Ansonsten gebe ich Dir recht. Buck oder Victorinox mit ihren Einfachstählen machen dennoch bessere Klingen als manche dieser Stahlfetischproduzenten.

(Sieht man übrigens auch bei den traditionellen Solinger Rasiermessern mit ihrem recht billigen 1.2210 (sowei denen aus Sheffield mit 1.2510). Der Stahl ist überhaupt nichts besonderes. Die Messer jedoch unerreicht und Vintage meist noch besser als alles, was heute so produziert wird.)
So ungefähr

Mit Rasiermessern kenne ich mich nicht so wirklich aus, bei alten Taschenmessern gibts aber so ziemlich alles - von krass hoch gehärteten Klingen, wo man fast nur gebrochene Exemplare eines Herstellers findet, über absolut homogenes, feinkörniges und perfekt gehärtetes Zeugs bis hin zu grottenschlechtem Müll mit absurden Einschlüssen... und es gibt Hersteller, da sind die Rückenfedern immer top, und welche, da sind sie in jedem mir bisher untergekommenen Fall tot, manchmal auch so, dass die wohl nie richtig funktioniert haben. Manchmal scheint das sogar eine regionale Geschichte zu sein, wo man in einem gewissen Grossraum offenbar zumindest zeitweise keinen Zugang zu vernünftigem Material hatte. Da wundert es mich eigentlich gar nicht, dass sich friction folder (wie das piemontais oder das couteau corse de berger) stellenweise so lange gehalten haben - immer noch besser als ne labbrige, unzuverlässige Rückenfeder, oder eine, die einem auf kurz oder lang explodieren wird...