Ersteres haben wir z.B. im BJJ ja schon längst - nur gibts da schon lang keine dezidiert "saubere" Klasse mehr.
Zweiteres liesse sich aus meiner Sicht - auch wenn man keine eigene "Stofferklasse" schafft - recht einfach erreichen mit ein paar richtig drakonischen Strafen - bei eindeutiger (!) Überführung lebenslange Sperre, rückwirkende Aberkennung aller (!) je erreichten Resultate, verpflichtende Rückzahlung sämtlicher Gagen, Preisgelder, Sponsorengelder etc., mit Zins und Zinseszins. Alternativ Haftstrafe wie bei jedem anderen Betrug mit potenzieller Körperverletzung von Unschuldigen - nur haben dann halt die Betrogenen wenig davon. Mal sehen, wie lang der Sch... dann noch gehen würde.
Ich bin der Meinung, das System ist diesbezüglich aktuell viel zu lasch und eher eine Alibi-Geschichte als sonstwas. Sagen wir mal, ich werde Olympiasieger, weil ich gestofft habe, Du wirst Vierter und warst komplett sauber. 12 Jahre später schaut jemand meine B-Probe nochmal an und überführt mich, und die Typen auf den Plätzen 2 und 3 gleich mit. Aktuell kommt dann irgendwer beim IOC bei Dir daheim vorbei und hängt Dir die Goldmedaille um, aber ich denke, wir sind uns einig, dass Dich das in keinster Weise vollumfänglich entschädigen wird - die Sponsorenverträge hab ich bekommen, den VIP-Status auch, und Du hast Dich vielleicht die letzten 12 Jahre beim Einschlafen und Aufwachen ständig gefragt, was Du hättest besser machen können. Oder nehmen wir an, ich wäre Brock Lesnar. Ich habe die letzten 15 Jahre in der WWE fröhlich vor mich hingestofft, jetzt setze ich grad so lange ab, dass ich rechtzeitig negativ teste und mache einen UFC Titelkampf. Frage: wird es einen Unterschied machen, dass ich 15 Jahre lang die Vorteile von Doping ausgenutzt habe? Tja...






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