Ganz interessante Gedanken, ich möchte allerdings ein paar Punkte dagegen halten.

1. Zuerst Pin-escapes lernen war auch 2009 nicht unumstößliche Lehrmeinung. Das haben einige Schulen verfolgt, andere nicht. Ich würde gefühlsmäßig zustimmen, dass das heute weniger machen als damals, trotzdem bleibt das anecdotal evidence. Du hast eben in einer Schule angefangen die darauf großen Wert gelegt hat, ich zb (in 2014) nicht.

2. Liegt es in der Natur der Sache, dass Weißgurte und besonders natürlich Anfänger in den allerersten Monaten nur sehr kleine Inseln des Könnens aufbauen und die erst im Lauf der Monate und Jahre zu einem kohärenten System zusammenfügen können. Dementsprechend sind diese Anfänger naturgemäß in den Sachen besser die sie schon kennen und zwischen diesen Inseln am ertrinken. Ich würde dem keine so große Bedeutung beimessen wo diese Inseln jetzt liegen, wenn der Ozean dazwischen so weit und groß ist.

(Grund-)Fähigkeiten sind wie Perlen auf einer Schnur, es ist mehr oder weniger egal in welcher Reihenfolge man diese aufsammelt, eine Perlenkette wird erst draus wenn man genug davon aneinandergereiht hat.

3. Ich finde die Einschränkung auf "Sport" BJJ an dieser Stelle nicht gut. Wenn Schläge eine Rolle spielen ist ein Verständnis der Positionshierarchie das A und O um sich schützen, bzw. aus der Schusslinie bringen zu können. Das ist mit pin-escapes zuerst imho nicht besser (oder schlechter) erreichbar als mit irgend einem anderen sinnvollen Ansatz.