...Im Prinzip eine Art unspektakuläres Intervalltraning, aber das seine gesundheitserhaltenden bzw verbessernde Wirkung hat.
Japanisches Gehen basiert auf einem Intervallprinzip: Drei Minuten langsames Gehen wechseln sich mit drei Minuten schnellem Gehen ab. Diese Phasen wiederholen sich mindestens fünfmal, bis insgesamt 30 Minuten erreicht sind. Insgesamt sollten die Probanden dieses Intervall-Gehen mindestens viermal pro Woche in den Alltag integrieren.
...Die Idee dahinter stammt von den Forschern Professor Hiroshi Nose und Shizue Masuki. Sie wollten ein Trainingsprogramm entwickeln, das ohne große Hürden im Alltag umsetzbar ist – und dennoch deutliche Effekte zeigt. Wichtig dabei: Das schnelle Gehen soll so intensiv sein, dass man außer Atem kommt und nicht mehr bequem sprechen kann. Das langsame Gehen dient der Erholung und soll leichtfallen....Die Vorteile dieses Intervall-Gehens wurden über die Jahre in mehreren Studien nachgewiesen. Bereits 2007 zeigten die Ergebnisse: Ältere Menschen (im Durchschnitt 63 Jahre), die regelmäßig nach dieser Methode gehen, senken ihren Blutdruck, verbessern ihre Ausdauer und ihre Muskelkraft in den Beinen erheblich. Verglichen wurden sie mit Menschen, die jeden Tag mindestens 8.000 Schritte normal gingen.
Besonders eindrucksvoll: Eine Langzeitstudie aus Japan aus dem Jahr 2018 hatte ältere Menschen über einen Zeitraum von zehn Jahren beobachtet. Das Ergebnis: Wer durchgehend Intervall-Gehen praktizierte, konnte seine körperliche Fitness auf hohem Niveau halten, während sich bei gleichaltrigen Kontrollgruppen die Beinkraft und die Ausdauerleistung altersbedingt stark verringerten. Nach zehn Jahren hatte die Intervall-Gruppe 20 Prozent mehr Beinkraft und eine um 40 Prozent bessere Ausdauer....Warum Japanisches Gehen besser ist als die 10.000-Schritte-Regel
Das Problem bei der 10.000-Schritte-Regel: Sie basierte nie auf einer wissenschaftlichen Untersuchung. Sie entstand ursprünglich 1964 im Rahmen einer Werbekampagne für einen japanischen Schrittzähler....