Im Sport werden die Erfolge für die Definition des Meisters herangezogen, somit die demonstrierte Kompetenz bzw. erfolgreich angewandte Erfahrung - nicht die Anzahl der Kämpfe, und nicht wen man trainiert hat. Dass die Meistertitel unterschiedlichen Wert haben, brauchen wir so m.E. nicht zu diskutieren. Aber es bleibt aus meiner Sicht dabei: im Sport ist der Meistertitel grundsätzlich mit Erfolg verknüpft, nicht mit Lehrbefähigung oder Charaktereigenschaften.
Na ja, die Schwarzgurte bzw. deren Äquivalente tummeln sich ja auch wirklich in den Grapplingstilen, viele ein Leben lang. Manche davon sind gute Trainer, manche weniger. Einige wenige davon würde man als "Ausnahmetalente" bezeichnen, mein Freistiltrainer spricht von "Genies". Ich habe nur zweimal gehört, dass er den Begriff für jemand verwendet hat, nämlich für Buvaisar Saitiev (möglicherweise der beste Freistilringer des letzten Jahrhunderts) und Yuri Shahmuradov (Nationaltrainer).
Ich habe nicht gesagt, dass die Definition besonders fair ist, und auch nicht, dass sie sämtliche Aspekte abdeckt. "Ein guter Ringer/Boxer etc.", "ein technischer... " oder "ein ... mit viel Kampfgeist / Herz" kann auch jemand sein, der nie einen Titel geholt hat (wobei man in Deutschland m.W. auch von "2. Deutscher Meister", "3. Deutscher Meister" etc. spricht). Aber egal, welche Vorzüge er sonst so haben mag, er wird im sportlichen Kontext nicht als "Meister" bezeichnet werden, wenn er nicht die einschlägigen Erfolge holt.






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