Zitat Zitat von Cam67 Beitrag anzeigen
Bitte period.
Das Äquivalent bezog sich nur auf dieses "praktische Erfahrung" , was mit "Nach hause kommen" beschrieben wurde .Dort lag der Kontest . bei der praktischen erfahrung. Die sportliche Seite hattest du eingebracht , weshalb ich es zur Verdeutlichung alsa Anknüpfungspunkt weiter benutzt habe . Der Punkt ist , egal wie man es dreht , praktische erfahrung und eine darin erarbeitete Kompetenz , wäre für mich als Meisterbeschreibung zu wenig. Sowohl im Sport (auch Titel sind kein echtes kriterium je nach Organisation die eine Titelvergabe ausrichtet) als auch in einer KK.
Im Sport werden die Erfolge für die Definition des Meisters herangezogen, somit die demonstrierte Kompetenz bzw. erfolgreich angewandte Erfahrung - nicht die Anzahl der Kämpfe, und nicht wen man trainiert hat. Dass die Meistertitel unterschiedlichen Wert haben, brauchen wir so m.E. nicht zu diskutieren. Aber es bleibt aus meiner Sicht dabei: im Sport ist der Meistertitel grundsätzlich mit Erfolg verknüpft, nicht mit Lehrbefähigung oder Charaktereigenschaften.

Zitat Zitat von Cam67 Beitrag anzeigen
sehe ich ganz anders.
In der KK schon garnicht , weil es eben nichts aussagt über technisches Können , über ein intaktes Lehrgebäude das an Schüler weiter gegeben werden kann ...
Im sport würde es bedeuten das du es nur an Titel festmachen würdest ohne den Wert der einzelenn Titel mit einzubeziehen und ohne den wert der einzelnen Sportler mit einzubeziehen . Wäre ein errungener titel nicht von belang , sondern nur die praktische erfahrung , dann würde sich gerade in den Grapplingstilen die meister nur so tummeln. Das kann es irgendwie nicht sein .
Na ja, die Schwarzgurte bzw. deren Äquivalente tummeln sich ja auch wirklich in den Grapplingstilen, viele ein Leben lang. Manche davon sind gute Trainer, manche weniger. Einige wenige davon würde man als "Ausnahmetalente" bezeichnen, mein Freistiltrainer spricht von "Genies". Ich habe nur zweimal gehört, dass er den Begriff für jemand verwendet hat, nämlich für Buvaisar Saitiev (möglicherweise der beste Freistilringer des letzten Jahrhunderts) und Yuri Shahmuradov (Nationaltrainer).

Zitat Zitat von Cam67 Beitrag anzeigen
Nimmt man die Titel als Wertemaß dann blieben alle technisch hervorragende Leute bei der Bewertung auf der Strecke , weil sie ev. immer wieder nur einen 2. platz gemacht hatte. nur mal so als Beispiel Und es würde nur das Kämpferische bewerten aber nicht den kompletten Athleten mit all seinen Fähigkeiten über eine Wettkampfkonstellation hinaus.
Ich habe nicht gesagt, dass die Definition besonders fair ist, und auch nicht, dass sie sämtliche Aspekte abdeckt. "Ein guter Ringer/Boxer etc.", "ein technischer... " oder "ein ... mit viel Kampfgeist / Herz" kann auch jemand sein, der nie einen Titel geholt hat (wobei man in Deutschland m.W. auch von "2. Deutscher Meister", "3. Deutscher Meister" etc. spricht). Aber egal, welche Vorzüge er sonst so haben mag, er wird im sportlichen Kontext nicht als "Meister" bezeichnet werden, wenn er nicht die einschlägigen Erfolge holt.