In der Studie, auf die ich mich berufe, wurden von einem Team mehrere hunderttausend Polizeiberichte ausgewertet mit der Zielsetzung, eine Ungleichbehandlung von Schwarzen seitens der Polizei mal empirisch festzustellen. Der Leiter der Studie war übrigens selber schwarz und hatte zunächst das erste Team ausgetauscht, weil er es nicht glauben konnte, dass kein Unterschied in der Behandlung seitens der Polizei im Hinblick auf tödliche Gewalt festzustellen war. Als Team Nummer zwei dann genau das gleiche Ergebnis lieferte, ging er damit an die Öffentlichkeit. Das war so vor 10 Jahren, glaube ich.
Bei der Anwendung nichttödlicher Gewalt wurde allerdings schon ein Ungleichgewicht festgestellt. D.h., Rassismus in den USA führt maximal zu einer Ungleichbehandlung im Hinblick auf nichttödliche Polizeigewalt, wenn man das Ungleichgewicht denn allein mit Rassismus erklären möchte, aber eben nicht zu einer Ungleichbehandlung im Hinblick auf tödliche Polizeigewalt.
Wer sich bilden möchte, der findet. Wer nicht, der nicht.
Schönen Abend.
P.S.: Das gesagt, würde ich aus dem Bauch heraus sagen, dass die Polizei bei dem Mädchen überreagiert hat.
Geändert von egonolsen (26-11-2025 um 20:08 Uhr)
"man ist keine elitäre gruppe, die den richtigen weg bestreitet, und die wahrheit für sich in anspruch nehmen kann, weil man eine minderheitenmeinung vertritt." - Marq Aurel