Geändert von ThomasL (20-01-2026 um 14:06 Uhr)
Viele Grüße
Thomas
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The reality is, you can say ANYTHING you want. You just have to be willing to face the consequences of your choice.
Ich mag da ja etwas naiv sein, aber ich denke nicht, dass Plünderungen und Marodeure ein gravierendes Problem darstellen würden. Unser Denken ist hier, glaube ich, etwas stark vom Amerikanischen Individualismus und den vielen Endzeitszenarien der US-Medien geprägt.
Menschen sind aber in erster Linie sozial, und Gesellschaften helfen einander in Notsituationen. Klar, wenn sich jeder daheim einschließt, der Vorräte hat, und keiner keinem hilft, bricht alles schnell zusammen und die eigenen Vorräte helfen dir nicht lange, weil du nicht ewig gegen den Ansturm der Hungernden ankommst.
Aber Menschen sind sehr gut darin, zusammenzuarbeiten, Ressourcen zu poolen und alternative Versorgungswege zu finden und zu etablieren, wenn erstmal klar ist, dass die etablierten Systeme versagen.
Die beste Chance in solchen Situationen haben diejenigen, die friedvoll kooperieren, anstatt zu konkurieren und zu isolieren.
Aber ich mag falsch liegen, ich habe keinerlei Erste-Hand-Erfahrungen in diesen Dingen.
Das passt schon, das zeigen viele Erfahrungen aus einer Vielzahl von Ländern. Plünderungen im größeren Ausmaß sind primär ein Problem bei verlassenen Gebäuden (siehe USA).
Viele Grüße
Thomas
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Supermärkte und shops sind wohl nicht gemeint. Also ich erinner da nicht nur Bilder aus USA, auch GBR. Ich glaube dass hier in DE genug Potential für Chaos und asoziales Verhalten ist, vor allem in (größeren) Städten. Wenn dann noch die richtigen Aufwiegler und Organsiatoren wirken plus soziale Medien... .
Stimmt, Supermärkte und andere Geschäfte sind nicht gemeint. Man kann spekulieren oder auf Erfahrungen aus anderen Ländern zurückgreifen. Letzteres ist die Basis meiner Annahme. Ich beziehe mich dabei auf weit verbreitete Plünderung und Überfälle auf in einer Krise weiterhin bewohnte Stadtwohnungen. Ausschließen würde ich es auch nicht, aber ich denke dieser Punkt wird gerne überbewertet.
Geändert von ThomasL (21-01-2026 um 07:58 Uhr)
Viele Grüße
Thomas
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Ich gehe davon aus, dass gerade in der Stadt nicht alle vorsorgen. Dass das eine Wir-Oase entsteht, in der sich alle unterstützen halte ich für naiv. Auch wenn da sicherlich derlei kleine Oasen entstehen würden. Zunächst würde ich zudem von eienr relativ ordentlich funktionierenden Notversorgung seitens des Staates ausgehen. Wenn es die aber nicht gäbe, gäbe es sicher auch eine Menge Gruppen von Menschen, die sich organisieren und zum Überleben auf Plündern geradezu angewiesen wären*. Die Wahrscheinlichkeit, dass dabei auch Wohnung geplündert werden halte ich ebenfalls für gering aber nicht ausgeschlossen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es gerade meine trifft dementsprechend für noch geringer.
Summa summarum halte ich jedoch das Szenario von marodierenden Banden, die durch die Stadt ziehen, wenn die öffentliche Ordnung und Versorgung zusammengebrochen sind, für recht wahrscheinlich. Umgekehrt, wenn sie das nicht sind, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es , gerade in der Stadt, eine funktionierende Notversorgung geben wird, so dass man hier nicht unbedingt derart viele Vorräte horten. muss. oOmmt halt auf das Szenario an.
* Wer sich humorvoll literarisch dem Thema nähern möchte, wie Menschen in so einer Situation agieren könnten, dem empfehle ich die Lektüre von T.C. Boyles Drop City. Das hat jedenfalls nix mit Hollywood zu tun.
„Grau teurer Freund, ist alle Theorie. Und grün des Lebens goldner Baum.“
Mit dieser Einschätzung kann ich mitgehen und sie passt auch zu dem was ich so bisher an Erfahrungsberichten gehört habe. Viele Lehren kann man nebenbei aus Sarajevo ziehen.
Als Landei ist meine persönliche Situation natürlich etwas anders.
Viele Grüße
Thomas
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Wenn wirklich irgendein ein worst-case Szenario eintrifft wird irgendwann schlicht alles geplündert was nicht erkennbar komplett leer gefleddert wurde. Und selbst dann gehen vielleicht nochmal welche durch...
Ich z.B. würde während andere sich im Supermarkt verkloppen mich lieber in Bürogebäuden um die dortigen Süßwarenvorräte kümmern. Eine ausgewogene Ernährung braucht auch viel Vitamin K wie Kekse.![]()
Kämpfe nicht gegen jemanden oder etwas -
kämpfe für jemanden oder etwas.
Schön, dass Du so denkst; wirklich.
Nur: in einem richtig üblen wort-case-Szenario kannst Du der Zivilisation aber im Zeitraffer beim erodieren zusehen. Ich glaube nicht, das die Filme und Bücher diesbezüglich übertrieben sind sondern würde eher damit rechnen, das es *mindestens* so schlimm kommt.![]()
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Thomas
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Es ist nicht so das ich viel Zeit darauf verwende, mir genaue Szenarien auszudenken, Pläne dafür zu erstellen usw. Ich treffe eher ein paar allgemeine Vorkehrungen (paar Vorräte mehr als Otto Normal, etwas Notfallsvorsorgeausrüstung und wenn ich mal dazu käme auch entsprechende Skills aneignen / schärfen). Survial & Prepping ist über ein allgemeines mich fit halten und ein paar Vorkehrungen treffen für mich nicht im Fokus. Aber ich bin ja auch nicht relevant.
Relevant war die Frage, ob in einem Worst case Szenario mit plündernden Horden zu rechnen sei. Und zwar egal ob Dorf oder Stadt; wobei ich Großstädte in dem Fall für den schlechtestmöglichen Aufenthaltsort halte. Meine Antwort ist ganz klar: ja. Nach nur wenigen Tagen wenn die Leute merken das keine Hilfe kommt geht es ab. Und das "Worst case" Szenario könnte eben auch ein totaler, langanhaltender Ausfall moderner Gesellschaft, ihrer Infrastruktur und Ordnung beinhalten. Es vertraut doch hoffentlich niemand wirklich darauf, das ausgerechnet dann der Staat als glänzend vorbereiteter Retter in der Not parat steht?
Weil Du mich nach meinem Worst Case Szenario fragst, erlaube ich mir erst mal noch ein paar Gegenfragen:
- Hättest Du vor sagen wir mal 10 Jahren gedacht, dass etliche Länder weltweit und auch in Europa eine mehrwöchige, teilweise ziemlich strikte Ausgangssperre verhängen?
- Hättest Du vor sagen wir mal 5 Jahren gedacht, dass am Rande Europas ein richtiger Krieg - oh, sorry, militärische Spezialoperation - ausbricht?
- Hättest Du vor ein paar Jahren geglaubt - sagen wir vor Trumps 1. Amtszeit ^^, dass ein US Präsident laut und leider ernstzunehmend darüber nachdenkt, Grönland zu annekt... kaufen...?
Wie, bitteschön soll man sowas vorhersehen / planen können?
Ein theoretisch mögliches Worst Case Szenario - und das ist dann eben wirklich ziemlicher worst case - wäre z.B. ein Atomschlag oder ein Angriff der mittels EMP sehr große Regionen lahmlegt.
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