Was genau will ich eigentlich können – und warum? Will ich mich messen, mich fordern, eine Überlieferung/Tradition bewahren, mich entwickeln, mich ausdrücken? Oder glaube ich, mich auf Situationen vorzubereiten, die ich weder kenne noch realistisch simulieren kann? Und passt das Werkzeug, das ich dafür benutze, wirklich zu diesem Ziel –
oder gefällt mir nur die Geschichte, die ich mir darüber erzähle?
Da stimme ich am meisten zu. Tue es aber auch generell zum Gedachten. Danke.
Was ich bei mir selber beobachte :
Als junger Mensch studierte ich bestimmte Gewalttaktiken in einer Art Gegenkultur.
Heute benutze ich die dort benutzten Strategien und Grundmentalität in der gesellschaftlichen Form von Gewaltmonopol, also der kulturellen.
Ich habe gegen mich geplante gesellschaftlich gekleidete Gewalt früh entdeckt, die richtigen Leute zusammengebracht und die schrittweise Eskalation - m.E. eines der Kernmerkmale von GKG ( Gesellschaftskonformer Gewalt) so weit möglich kontrolliert.
Erst nur als mitgedachte Option, dann zentral.
War hart und von Rückschlägen begleitet. Musste z.B. Rechtsberatungen und Anwaltssuche für mich erst mal in den Grundzügen erforschen. Bin auf diesem interessanten Gewaltweg auch noch am Anfang.
Nach Verwaltungs- und Arbeitsgerichtsklagen kommt nun wohl auch die Strafanzeige als mein Mittel hinzu. Das über Monate in Interaktion mit den Protagonisten vorzubereiten, war interessant.
Ich bot auch immer den Einigungsweg. Aber dahinter lag eine unvermutete Konsequenz. Die kommt innerlich glaube ich von früher.
Schlimm war - und ist phasenweise - die körperliche Komponente der Nichtentladung. Der Dauerstress, der reduzierte Schlaf.
Das gab es früher nicht.
Dachte, ich würde im Alter mit Tai-Chi anfangen.
Aber das ist viel spannender. Und auch nur die Geschichte, die ich mir lieber über mich erzähle.
"We are voices in our head." - Deadpool