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Thema: Latosa-Escrima, ETF & Co

  1. #136
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    Zitat Zitat von Dorschbert Beitrag anzeigen
    Woran machst du das alles fest - z.B. das mit der Deeskalationsfähigkeit? Ich würde das den Berlinergeplaenkel-Jungs sicherlich nicht absprechen wollen, aber das geht doch aus den Clips/Shorts gar nicht hervor...

    VG Dorschi
    Hallo Dorschbert,

    gerne schreibe ich zu Deiner Frage der Deeskalationsfähigkeit etwas ausführlicher, weil diese Fähigkeit absolut entscheidend ist für das Leben und Überleben. Ich habe mir den YouTube Verlauf von Berliner Geplänkel angeschaut und nur auf dessen Basis habe ich meine Wahrscheinlichkeitsrechnung vorgenommen.
    Wer ein solches Video auf YouTube einstellt mit dem Titel „Nothing else matters“ https://youtube.com/shorts/w_n4VxSpu...tFxxxaG6Tf-wPL
    dann führt meine Wahrscheinlichkeitsrechung dazu, dass eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür spricht, dass der Trainer von Berliner Geplänkel nicht wegschaut, wenn Schwächere auf der Straße angegriffen werden, sondern gerne wegen seines großen Herzens mit seinem Escrima den Schwächeren hilft. Wenn ich mir die Videos anschaue habe ich ferner den Eindruck, dass der Trainer von Berliner Geplänkel sich stets bemüht, seine Fähigkeiten auch an seine Schüler weiterzugeben. Ich habe mir jetzt nicht die Mühe gemacht, die einzelnen Schüler von Berliner Geplänkel auf YouTube anzuschauen und zu analysieren, da er aber nach meinem YouTube Eindruck sein Können auch bestmöglich an seine Schüler weitergibt, spricht eine Wahrscheinlichkeit dafür, dass die nachfolgenden Qualitäten auch seine Schüler aufweisen oder in Zukunft haben werden, wenn sie genug Trainingsfleiß aufbieten. Im Einzelnen:

    1) Deeskalationsfähigkeit durch verbale Stärke, Selbstkontrolle und innere Größe. Auf dem YouTube Kanal des Trainers von Berliner Geplänkel gibt es die im Internet und im echten Leben häufig anzutreffenden bedauernswerten Menschen, die unverschämte oder unpassende Kommentare absondern und andere Menschen beleidigen oder Lügen verbreiten, um damit ihr eigenes bedauerliches Ego aufzubauen. Was macht der Trainer von Berliner Geplänkel, wenn man ihn auf YouTube beleidigt oder Lügen erzählt? Er lässt die Leute reden, weil ihnen das vermutlich bei ihrer Selbsttherapie hilft und weil er wahrscheinlich Mitleid mit ihnen empfindet, er fängt keine nutzlosen Diskussionen an die keinem etwas bringen, sondern nur negative Emotionen schaffen, er reagiert auf Beleidigungen nicht mit Gegenbeleidigungen, er zeigt stoische Gelassenheit, er zeigt innere Größe. Wenn jemand auf YouTube stoische Gelassenheit und innere Größe zeigt, dann spricht eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, dass diese Person auch im echten Leben mit stoischer Gelassenheit und innerer Größe auf die Beleidigungen und andere Fehltritte von bedauernswerten Menschen reagiert und schon dadurch viele Situationen erfolgreich deeskalieren kann. Auf dem Kanal von Berliner Geplänkel verwendet soweit ich beim Überfliegen gesehen habe auch kein einziger seiner Schüler eine unangemessene Wortwahl oder zeigt irgendwelche Ego-Probleme, offenbar kommt sein Vorbild auch bei seinen Schülern gut an.
    Der Kanal des Escrima Trainers heißt „Berliner Geplänkel“: Das spricht mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Trainer eher bescheiden ist und dass er über sich selbst auch lachen kann. Über sich selbst lachen zu können und andere zum Lachen bringen zu können ist unerlässlich für eine hohe Deeskalationsfähigkeit.

    2) Deeskalationsfähigkeit durch körperliche Präsenz: Wenn ich mir den Trainer von Berliner Geplänkel anschaue, dann spricht eine Wahrscheinlichkeit dafür, dass er, wenn z.B. zwei Menschen gerade in der Straßenbahn überlegen einen Schwachen anzugreifen und er diesen in die Augen schaut und sie anlächelt, diese oftmals ihren Angriffsplan über Bord werfen werden. Wenn der Trainer von Berliner Geplänkel sieht, wie zwei auf einen einprügeln und er zu ihnen rennt um dem Schwachen zu helfen, dann spricht eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass die beiden dann wegrennen werden, weil sie keine Lust haben, sich auf eine körperliche Auseinandersetzung einzulassen. Ich vermute wenn ich mir die YouTube Videos von Berliner Geplänkel anschaue nicht, dass er seine Muskeln nur für sein eigenes Ego trainiert oder um seine Partnerin zu beeindrucken, sondern eben auch, um mit körperlicher Präsenz ohne körperliche Aktionen erfolgreich deeskalieren zu können.

    3) Deeskalationsfähigkeit durch einen Latosa Escrima Push mit der offenen Hand auf harmlose Körperstellen des Angreifers oder einen Latosa Escrima Schulterstoß. Wenn ich mir auf YouTube den Trainer von Berliner Geplänkel anschaue und wie viel Energie er erzeugen kann, dann spricht eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Escrima Trainer sehr viele körperliche Angriffe durch einen Latosa Escrima Push mit der offenen Hand oder einen Latosa Escrima Schulterstoß deeskalieren kann, ohne dass es danach irgendwelche Verletzungen gibt, die nachher mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu einem Schadensersatzprozess und Strafprozess führen würden. Dass der Trainer von Berliner Geplänkel auf YouTube viele Shorts einstellt ist für mich auch ein positives Indiz: Meine Wahrscheinlichkeitsrechnung ergibt, dass in Nothilfe der Trainer von Berliner Geplänkel bei den meisten Nothilfesituationen nur wenig Zeit benötigt, um mit einem harmlosen Push die meisten Angriffe abzuwehren und hierdurch die Angreifer zu deeskalieren. Short and sweet!! Der Trainer von Berliner Geplänkel hat auf YouTube geschrieben, dass fleißig geübt wird, die Trainingsfreunde freundlich und nett aus einem 1 Quadratmeter großen Kreis herauszuschubsen. Kling logisch für mich, so etwas intensiv und durchdacht mit „learn to think“ und Freundlichkeit und Nettigkeit zu trainieren. Short and sweet!!

    4) Deeskalationsfähigkeit durch eine Latosa Schlag Nummer 1 Ohrfeige: Ich gehe davon aus, dass der Escrima Trainer Berliner Geplänkel seine Power mit Präzision gut dosieren kann und sein Ego gut im Griff hat und daher wenn der Angreifer seinen Angriff körperlich startet durch eine wohl dosierte Nummer-1-Schlag-Ohrfeige, sofern die o.g. harmloseren Deeskalationsmethoden nicht genügen zur Deeskalation, sehr viele Situationen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit erfolgreich und im Rahmen der Vorgaben der Notwehr deeskalieren kann.

    Natürlich sind das alles nur Wahrscheinlichkeitsrechnungen auf Basis von YouTube Videos. Wie jemand im echten Leben reagiert weiß man nie. Ob jemand das Herz hat, anderen in Not beizustehen, zeigt sich immer nur im echten Leben und nicht im Training.

    Baumgarten

  2. #137
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    Ich habe jetzt nur ca. die ersten 15 Minuten geschaut aber da sind auch Aussagen gefallen, die hier schon getroffen wurden. Alex Herz erzählt, Latosa wollte keine identischen Schüler erschaffen, die alle das Gleiche machen, sondern dass man seine Sachen nutzt, um sich individuell zu entwickeln. Latosa hat Alex dann zu Heiko geschickt.


  3. #138
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    Zitat Zitat von FireFlea Beitrag anzeigen
    Ich habe jetzt nur ca. die ersten 15 Minuten geschaut aber da sind auch Aussagen gefallen, die hier schon getroffen wurden. Alex Herz erzählt, Latosa wollte keine identischen Schüler erschaffen, die alle das Gleiche machen, sondern dass man seine Sachen nutzt, um sich individuell zu entwickeln. Latosa hat Alex dann zu Heiko geschickt.

    Vielen Dank, lieber FireFlea für das sehr schöne Ultimate Close Combat Video, in dem viele kluge Aussagen und echte Lebenserfahrungen der beiden hervorragenden Latosa Escrimadore Heiko Lempio und Alexander Herz enthalten sind. Das Video zeigt nochmals wunderbar die hier im Thread von allen Latosa Ausbildern schon oft gepriesene Freiheit im Latosa Escrima (die im Übrigen auch dazu führt, dass jeder Fortgeschrittene seine eigenen individuellen Lieblingswaffen wählt) und die Individualität und das Selbstdenken, die René Latosa immer von seinen Schülern forderte. „Learn to think, not follow“ war eine seiner Lieblingsweisheiten.

    Wie schon ganz am Anfang von mir betont: Ich mache hier im KKB keine Politik! Daher versuche ich auch im Folgenden so neutral und objektiv wie möglich zu bleiben und mehreren individuellen Latosa Escrima Auslegungen die Ehre zu erweisen. Ich werde im Folgenden neben dem hier im Thread bereits erwähnten sehr guten Latosa Escrima von Kai Kühn, dem sehr guten Latosa Escrima Harburg und dem sehr guten Latosa Escrima von Berliner Geplänkel und dem sehr guten Latosa Escrima von Heiko Lempio noch drei weitere Latosa Escrima Auslegungen als Beispiele zeigen, damit die Leser zum Selbstdenken diverse Beispiele vor Augen haben, die die Unterschiedlichkeit des Latosa Escrimas, die oben abstrakt beschrieben wurde, auch praktisch zeigen.

    Heiko Lempio und Alexander Herz betonen in dem Video sehr zutreffend, dass René Latosa das Latosa Escrima von Heiko Lempio exzellent fand. Das kann ich als neutraler unpolitischer Beobachter bestätigen, das habe ich auch von René Latosa gehört. Und ich kann auch bestätigen, dass René Latosa Schülern empfohlen hat, die Latosa Escrima Interpretation von Heiko Lempio auszuprobieren bzw. zu lernen.
    Genauso ist richtig, dass René Latosa das nachfolgende Latosa Escrima exzellent fand, das einen unmittelbaren Bezug hat auf die in Minute 20:10 getroffene Aussagen des Latosa Escrima Instructors, dass die Balance im Latosa Escrima das Wichtigste aller Konzepte ist:
    https://youtu.be/4Zi2FxZLs4g?si=I2pcvlEw0KKYE2EI
    Wie schon oben geschrieben: Der individuelle Kampfsporthintergrund wurde von René Latosa immer berücksichtigt. René Latosa fand es großartig, wenn jemand mit dem boxerischen Können wie Heiko Lempio unter anderem auch seine Konzepte und Techniken vom Boxen in das Latosa Escrima überträgt. René Latosa fand es großartig, wenn jemand mit dem ringerischen Können wie Stefan Born seine Konzepte und Techniken vom Ringen in das Latosa Escrima überträgt.

    Auch die Latosa Escrima Interpretation von Emin Boztepe fand René Latosa exzellent. Auch hier sieht man wunderbar, wie Emin Boztepe seine Stärken in sein Latosa Escrima eingebracht hat, was René Latosa super fand.
    https://www.youtube.com/watch?v=_iH43J4yQsI
    Auch die Latosa Escrima Interpretation von Bill Newman fand René Latosa exzellent. Im folgenden Video sieht man hervorragend, wie Bill Newman seine Stärken in sein Latosa Escrima eingebracht hat, was René Latosa hervorragend fand.
    https://youtu.be/SOMIOMG3xG0?si=0pcrPEFPl3sxYYa4

    Der Geschmack ist immer verschieden. Daher ist es großartig, dass René Latosa so viele verschiedene Latosa Escrima Geschmacksrichtungen förderte und forderte. Und wie schon geschrieben: Eine Technik oder ein Konzept, das Latosa Escrimador A als Fortschritt ansieht könnte Latosa Escrimador B als Rückschritt betrachten. Alles eine Frage der Perspektive, alles eine Frage der persönlichen Erlebnisse in Notwehr oder Nothilfe.

    Die Nagelprobe ist im Latosa Escrima immer die Selbstverteidigung. Latosa Escrima soll nach dem Willen von René Latosa wie oben bereits geschrieben und wie von allen hier mitschreibenden Latosa Escrima Ausbildern bestätigt die Wahrscheinlichkeit erhöhen, eine Selbstverteidigungssituation erfolgreich zu bewältigen, d.h. auf der Straße nicht zu verlieren und auch den anschließenden Strafprozess und Zivilprozess nicht zu verlieren. Das ist der Dreiklang des Latosa Escrima. Kluge fortgeschrittene Latosa Escrimadore nutzen daher das „learn to think“ Konzept von René Latosa nach selbst erlebten Selbstverteidigungssituationen, um genau zu überlegen, wie sie ihr Latosa Escrima Training auch weiterhin so gestalten können, dass sie es in der Selbstverteidigung auch in Zukunft bestmöglich anwenden können, um sowohl die Selbstverteidigungssituation als auch die anschließenden Gerichtsprozesse mit einer höheren Erfolgswahrscheinlichkeit zu gewinnen. „There are no guarantees“, das hat René Latosa immer betont: Es gibt im Latosa Escrima weder eine Garantie für das Gewinnen von Selbstverteidigungssituationen noch eine Garantie für das Gewinnen von Strafprozessen noch eine Garantie für das Gewinnen von Zivilprozessen, aber die klugen Techniken und Konzepte von René Latosa können die Erfolgswahrscheinlichkeit erhöhen. Gerade weil es keine Garantien gibt, sollte jeder fortgeschrittene Latosa Escrimador intensiv darüber nachdenken: Ob beim Schlag Nummer 1 die offene Hand, die Faust oder der Unterarm (oder ein Gegenstand) das Ziel treffen und welchen Körperteil des Angreifers die offene Hand, die Faust oder der Unterarm (oder ein Gegenstand) treffen kann nachher einen riesigen Unterschied ausmachen, sowohl in der Selbstverteidigung als auch beim Strafprozess und Zivilprozess. Es wird von Escrima Anfängern oft unterschätzt, wie teuer es werden kann, wenn man die Krankenhauskosten bezahlen muss bzw. lebenslang den Verdienstausfall der Angreifer finanzieren muss, weil die Notwehr überschritten wurde. Und manche Anfänger überschätzen auch wie lange die liebe Freundin Geduld mit ihrem Partner hat und wie lange die Freundin ihm Proteinriegel mitbringt in das Gefängnis, während der Partner wegen Notwehrüberschreitung ein paar Jahre hinter Gittern verbringt.

    Heiko Lempio spricht bei Minute 42 die Marketingfalle an. Und wir wollen ja alle Marketingfallen vermeiden. Um allen Lesern, die Latosa Escrima lernen wollen, ein paar mögliche Marketingfallen zu ersparen folgender Hinweis:
    Wer mit einem Latosa Escrima Nummer-5 Push mit offener Hand, Faust, Unterarm und Taschenlampe und einem Latosa Escrima Schlag Nummer 1 und Schlag Nummer 2 mit offener Hand, Faust, Unterarm und Taschenlampe nicht genug Energie erzeugen kann und nicht präzise genug ist, der sollte ganz dringen daran trainieren, in diese Techniken hinreichend Energie und Präzision übertragen zu können.
    Je mehr Energie erzeugt werden kann und je mehr Präzision im Stress abgerufen werden kann, umso freundlicher und netter kann man in der Nothilfe sein. Aus großer Energie folgt große Freundlichkeit und Nettigkeit. Wie Heiko Lempio in einem seiner letzten Videos sehr richtig betonte: Freundlichkeit spiegelt sich immer wieder zurück.


    Baumgarten

  4. #139
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    Wichtigkeit von Aufmerksamkeit, Nettigkeit und guter Laune erklärt vom Latosa Escrima Experten Heiko Lempio: https://youtu.be/gG2D2J0pXGU

    Wer Latosa Escrima betreibt und eine Denksportaufgabe machen möchte, kann darüber nachdenken, welches Latosa Escrima Konzept für eine Frau oder einen Mann neben Aufmerksamkeit am Wichtigsten ist, um nicht von Angreifern auf Gleise gezogen zu werden.

    Baumgarten

  5. #140
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    Aus gegebenem Anlass hier eine kleine Rückschau zum Seminar von Kai Kühn vergangenes WE:

    https://www.kampfkunst-board.info/fo...#post3942866VG

    VG Dorschi

  6. #141
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    @Baumgarten:

    Vielen Dank mal wieder für deinen umfangreichen/gehaltvollen Beitrag bzw. die Infos zur Haltung von Latosa zum Thema, die sich ja auch mit den Aussagen von Heiko und Alex im Clip decken.

    Schade, dass Stefan Born sein Corto Mano Escrima soweit ich weiß nicht mehr unterrichtet (bzw. ist mir auch kein Schüler bekannt, der das System ggf. weiterführt).
    Das hätte ich mir in dieser ringerischen Interpretation auch gerne nochmal selbst angeschaut.

    VG Dorschi
    Geändert von Dorschbert (17-03-2026 um 12:45 Uhr)

  7. #142
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    Hallo Dorschbert,

    herzlichen Dank für den Seminarbericht über Kai Kühn. Dein Bericht ist sehr gut geschrieben und zeigt sehr guten Latosa Escrima Seminarunterricht.
    Genau wie Du bedauere ich sehr, dass das Corto Mano Escrima von Stefan Born vermutlich nicht mehr unterrichtet wird. Starkes Latosa Escrima und starkes Ringen: Das fand René Latosa ganz hervorragend! Eine tolle Kombination für die Selbstverteidigung!!

    Baumgarten

  8. #143
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    Schöner stilübergreifender Austausch m.E. - und der sympathische junge Mann offenbar ein ziemliches Talent mit hervorragendem technischen Boxverständnis.
    An Milos neuerdings als Matten-Träger muss ich mich allerdings noch gewöhnen...

    Geändert von Dorschbert (17-03-2026 um 13:07 Uhr)

  9. #144
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    Hallo Dorschbert,

    super, auch hier hast Du wieder eine sehr gute Analysefähigkeit bewiesen. Wegen meiner eigenen Analysefähigkeit sagte ich by the way schon vor Ewigkeiten zu René Latosa, dass das Latosa Escrima von Heiko Lempio sicher ganz nach seinem Geschmack ist. Ich kannte René Latosas Escrimageschmack und er zum Glück meinen. Niemand konnte besser analysieren als René Latosa.

    Beim von Dir gerade eben verlinkten Video sind die Kommentare in mehreren Videos auf dem Kanal sehr lustig. Da schreiben manche, das sei das Programm vom zweiten Latosa Escrima Schülergrad: Da fehlt leider jegliches Verständnis, dass gerade die Grundtechniken für die Notwehr wichtig sind. René Latosa betonte stets, dass die ständige Wiederholung der Grundtechniken das Entscheidende ist. Andere versuchen sich selbst aufzuwerten, indem sie auf viele Privatstunden mit René Latosa hinweisen. Arme Menschen: Mit René Latosa viele Jahre zu trainieren bedeutet gerade nicht, dass die Person die von René Latosa aufgezeigten Wege zum
    Selbstdenken, frei denken und hart schlagen und treten erfolgreich beschreiten kann. Genauso wenig wird jemand stark weil er täglich mit Arnold Schwarzenegger trainiert.

    Baumgarten
    Geändert von Baumgarten (17-03-2026 um 13:36 Uhr)

  10. #145
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    Hallo Dorschbert, vielen Dank auch für Folgendes: Du hast - weil Du nicht nur analysieren kannst, sondern offenbar auch höflich und freundlich bist - keines der unzähligen Videos gepostet, wo Latosa Escrima oder der Name eines darauf basierenden Systems darauf steht, aber weder Power noch Balance noch freies Denken noch analytisches Denken zu erkennen sind. Wegen des Dunning Kruger Effekts neigen ja gerade die Menschen die am wenigsten können oftmals dazu, sich zu überschätzen und das Nichtkönnen auf YouTube zu veröffentlichen.

    Baumgarten

  11. #146
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    Denn was hilft einer jungen Dame oder einem jungen Mann in Notwehr selbst ein Messer, wenn sie von einem körperlich überlegenen brutalen Angreifer oder von mehreren enthemmten Angreifern gleichzeitig angegriffen werden und keinerlei Balance haben und daher sofort am Boden landen würden?
    Das sehe ich anders.
    Mit minimalen Escrima-Techniken, wenige Unterricht (auch gerne in den Grundlagen des Boxens, pp.) aber einem passenden Mindset, "nicht auf das Leben des Angreifers achtend" und einem geeignetem Messer (vom 1 Euro Shop zum Custom Modell) geht das sehr wohl.

  12. #147
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    Zitat Zitat von Uruk Beitrag anzeigen
    Denn was hilft einer jungen Dame oder einem jungen Mann in Notwehr selbst ein Messer, wenn sie von einem körperlich überlegenen brutalen Angreifer oder von mehreren enthemmten Angreifern gleichzeitig angegriffen werden und keinerlei Balance haben und daher sofort am Boden landen würden?
    Das sehe ich anders.
    Mit minimalen Escrima-Techniken, wenige Unterricht (auch gerne in den Grundlagen des Boxens, pp.) aber einem passenden Mindset, "nicht auf das Leben des Angreifers achtend" und einem geeignetem Messer (vom 1 Euro Shop zum Custom Modell) geht das sehr wohl.
    im prinzip ja, aber das problem ist. dass das messer nicht immer schon einsatzbereit in weiter oder halbdistanz genutzt werden kann, sondern, dass es durch grapplingdistanz plus druck für ungeübte und durch die attacke überraschte schon problematisch ist, das messer überhaupt (und ohne eigenverletzung) in die hand und zugleich "in position" zu bekommen. danach wird es schwierig, wenn der gegner, zumal als körperlich deutlich überlegener, den einsatz des messers verhindert oder zumindest behindert, indem er nicht sofort zurückweicht, sondern anfängt um das messer zu ringen. mit übung oder bei zumindest halbwegs ausgeglichenem masse- und kraftverhältnis, sollte das i.d.r. für den angreifer übel ausgehen, aber bei leuten, die das nicht können (das muss jetzt nicht mal messerspezifisch sein. sie müssten aber wenigstens ansatzweise "kämpfen können") und die nur den "gegenstand" dabei haben und mit ihm evtl.mal auf einem seminar was rumgefuchtelt und die ein oder andere erklärung dazu erhalten haben, kann es sehr problematisch werden - bis hin zum abgestochen werden mit dem eigenen messer.

    mir fällt auf, dass die meisten aussagen, wenn es um sv mit oder gegen messer geht, irgendwie von dem bild ausgehen, dass es da eine art "schlagabtausch" aus weiter oder mittlerer distanz geben würde. ich gehe aber davon aus, dass diese distanz (aus der sicht des sich verteidigenden messerträgers, denn darum geht es gerade) erst geschaffen werden muss, dass man sich von griff/grappling/würgen/push&pull erst lösen muss. man will ja "raus" aus der situation, wenn man "SV betreibt". das messer eines verteidigers ist nicht mal einsatzbereit, wenn die lage so eskaliert ist, dass man dessen einsatz rechtfertigen könnte und wenn es kein "schlägerei"-duell szenario ist, dann wird gezogen, gedrückt, gerungen... und dann ist der boden leider auch recht nah. was derartige situationen angeht, hat Baumgarten m.e. durchaus recht: man sollte "was können", und gute balance unter druck ist zb. voraussetzung, nicht sofort zu fallen und das messer überhaupt WÄHREND eines angriffs ziehen zu können (im fall eines einhand-klappmessers dann auch zusätzlich noch recht feinmotorisch zu öffnen, was übrigens ein grund ist, warum viele messerinstructoren KEINE einhandöffnung unter starkem gegnerischen druck empfehlen)
    Geändert von amasbaal (17-03-2026 um 17:24 Uhr)

  13. #148
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    ...aber das problem ist...
    OK.
    Ich gehe natürlich davon aus, dass der grundlegende Unterricht auch umfasst, das das Messer so getragen wird, dass es in Sekundenbruchteilen gezogen und eingesetzt werden kann.
    (Spezialeinheiten, bei uns im Training - Ziehen der Schusswaffe, Einsatz und Treffer im gegn. Torso unter 1 Sekunde, gute Männer schaffen da 0,8 Sekunden)

    Ein gutes Holster ist wichtig, ebenso das Tragesystem (meist am Gürtel), ich habe da einige entwickelt in den letzten 20 Jahren.
    Die - ebenso wie meine Messer - bei SEn und im prof. Zivileinsatz sehr bewährt und wirklich erprobt sind.

    Das Ziehen wird mit Rechts (strong hand), als auch mit Links (weak hand) geübt, als auch mit einem schlechten Griff (emergency gripp).
    In potenziell gefährlichen Situationen wird bei uns im Unterricht generell empfohlen, die Waffe schon in einer verdeckten Bereitschaftshaltung (für den möglichen Angreifer oder unbeteiligte Spaziergänger) zu haben. Das schärft das Mindset und verringert die Reaktionszeit. (Natürlich sollte man es da nicht Übertreiben und zu einem Nervenbündel mutieren).

    D.h. ich gehe davon aus, dass der erfahrene Anwender/in das Messer in der Hand hat, wenn es zum Angriff kommt. Es kann dann auch "beim ringen" (Schnitt über die haltenden Hände) eingesetzt werden. Oder wie oben (beispielhaft) gefordert lethal (für den Einsteiger: Seitlich in den Hals des Angreifers).
    Geändert von Uruk (17-03-2026 um 18:30 Uhr)

  14. #149
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    Zitat Zitat von Uruk Beitrag anzeigen
    ...aber das problem ist...
    OK.
    Ich gehe natürlich davon aus, dass der grundlegende Unterricht auch umfasst, das das Messer so getragen wird, dass es in Sekundenbruchteilen gezogen und eingesetzt werden kann.
    (Spezialeinheiten, bei uns im Training - Ziehen der Schusswaffe, Einsatz und Treffer im gegn. Torso unter 1 Sekunde, gute Männer schaffen da 0,8 Sekunden)

    Ein gutes Holster ist wichtig, ebenso das Tragesystem (meist am Gürtel), ich habe da einige entwickelt in den letzten 20 Jahren.
    Die - ebenso wie meine Messer - bei SEn und im prof. Zivileinsatz sehr bewährt und wirklich erprobt sind.

    Das Ziehen wird mit Rechts (strong hand), als auch mit Links (weak hand) geübt, als auch mit einem schlechten Griff (emergency gripp).
    In potenziell gefährlichen Situationen wird bei uns im Unterricht generell empfohlen, die Waffe schon in einer verdeckten Bereitschaftshaltung (für den möglichen Angreifer oder unbeteiligte Spaziergänger) zu haben. Das schärft das Mindset und verringert die Reaktionszeit. (Natürlich sollte man es da nicht Übertreiben und zu einem Nervenbündel mutieren).

    D.h. ich gehe davon aus, dass der erfahrene Anwender/in das Messer in der Hand hat, wenn es zum Angriff kommt. Es kann dann auch "beim ringen" (Schnitt über die haltenden Hände) eingesetzt werden. Oder wie oben (beispielhaft) gefordert lethal (für den Einsteiger: Seitlich in den Hals des Angreifers).
    ja. aber ich habe baumgarten so verstanden, dass er von ungeübten frauen mit messern gesprochen hat, die training bräuchten (beispiel: balance) und du ihm widersprochen hast mit (sinngemäß) "ein bischen basics reicht"... ist halt die frage, was diese basics beinhalten - klar.
    ich muss aber schon alles richtig gemacht haben (vorphase) und eben nicht überrascht werden. sonst hat nämlich niemand das messer schon in der hand, wenn der angriff startet (außer, der messermensch ist der angreifer). ich gehe davon aus, dass ungeübte/nicht-professionelle entsprechende "SV" aufmerksamkeitsfehler und fehleinschätzungen zu hauf begehen. die müssen dann sozusagen "zu spät" zur waffe greifen und es muss trotzdem funktionieren,

    das ist einer der gründe, warum messer nicht die top-lösung für SV ist (rechtlich-moralische und "mannstopp-problematik" bei nicht dafür extra trainierten mal ganz außer acht gelassen).
    ich mach das ja seit ewig sehr gerne (messertraining - auch in diesem sinne), aber das macht mich nicht blind gegenüber den negativen aspekten, die "messer für SV" hat. für mich gilt jedenfalls: ich würde es nur leuten empfehlen, die bereits übung im "kämpfen" haben und bereit sind, sich mit der materie über eine gewisse zeit hinweg intensiv übend zu befassen und die natürlich moralisch/ethisch "korrekt" drauf sind.
    Geändert von amasbaal (17-03-2026 um 18:55 Uhr)

  15. #150
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    https://spaces.toffolo.studio/e5fc87...26431635e.html
    Wer nochmal B. N. erleben möchte, hier wäre eine (der letzten?) Möglichkeiten.

    Zitat:
    50 Jahre EWTO (Mann wie die Zeit vergeht, bei der 25 Jahr Feier hatten wir einen super Auftritt)
    ��Wo? Stadthalle Hockenheim
    �� Wann? 23.–24. Mai 2026 (Pfingsten)
    Neben den Großmeistern der EWTO, dem Führungsteam von WTplus, internationalen Meistern und Dr. Natalie Kernspecht freuen wir uns auf besondere Ehrengäste:
    Grossmeister Bill Newman (Escrima) aus England und unseren Doktorvater Prof. Margaritov aus Bulgarien.

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