
Zitat von
Baumgarten
Es ist auch hier wieder interessant, wie sich jeder individuelle Szenarien vorstellt. Offenbar sah die Mehrheit vor dem geistigen Auge, wie der trainierte 100 Kilo Mann mit voller Wucht zum Kopf der wenig trainierten 50 Kilo Frau schlägt. Da ich es für wahrscheinlicher hielt, dass der 100 Kilo Mann die Frau greift und zu sich herzieht, um danach weitere Straftaten zu begehen, hatte ich seitens des Angreifers eher ein Greif-Zieh-Szenario vor den Augen; und bei dem Greif-Zieh-Szenario wäre das Überraschungsmoment mit einer höheren Wahrscheinlichkeit bei der 18 jährigen Frau als bei dem 100 Kilo Angreifer, sofern die Frau ihrerseits das Ziehen ihres spitzen Kajalstifts n
Der fiktive 100kg Mann muss nicht "volle Wucht" zuschlagen um eine Wirkung zu erreichen die das Mädel aus der Bahn werfen kann. Das ist ja das Problem mit zu grossen Gewichts-und Kraftunterschieden. Er muss noch nicht einmal gut Speed haben. Deshalb schrieb ich ja , eine Ohrfeige kann da schon reichen.
Die Mädels die ich erlebt hatte (z.b. auf Freisitzen wo es eskalierte ) waren nach einem solchen Hieb (Ohrfeige die sie wirklich umgeworfen hat ) erstmal Momente lang fertig mit sich und der Welt und brauchten eine Weile um sich wieder zu sammeln. Sprich gezielte Handlungen vorzunehmen. Das meinte ich mit Handlungs-und-Orientierungfähigkeit. Da war dann das Glück das wir als Security dawischen gehen konnten . Nachts in dunkler Gasse und keinerlei Hilfe wird es schwer sich den Folgeangriffen zu entziehen oder gezielt zu wehren mit Kubotan z.b. dazu kommt das bei ungeübten/unerfahrenen die eigene Kraft ganz schnell in den Keller geht und die Arme sich wie Puddung anfühlen .. sicherlich bekannt.
Und manche sind übrigens schon mit dem Push überfordert der sie durch den Raum treibt den du als "mildes Mittel" betrachtest. Der Punkt ist immer , wirklich immer, was die einzelne Aktion die auf einen einbricht im Kopf anrichtet.
Gleiche Aktionen in verschiedenen Umständen und schon bekommst du verschiedene Reaktion/Antworten im Kopf desjenigen.
Wenn du als Szenario erstmal ein Ziehen-Greifen vor Augen hast , ja gut , dann kommt wieder die Frage ins Spiel ab wann denn nun wirklich ein konsequenter Messerangriff als Antwort zu rechtfertigen ist . Jetzt sprichst du von Kajalstift der dann ja eher als Kubotan wirkt und definitiv mehr abverlangt als nur ein Ziehen Üben vor dem Spiegel um damit bei ernsten Attacken , vor allen bei solcher fiktiven körperlichen und technischen Überlegenheit , Wirkung zu erzielen um ein Fluchtfenster zu erarbeiten.
Überraschungsmoment spielt natürlich eine grosse Rolle , da stimmt dir glaube jeder zu. Nur das bei plötzlichen Attacken seitens des 100 kg Mannes , auch ein heftiges Ziehen und Greifen , einen Überraschungsmoment darstellt den das Mädel ebenfalls erstmal zu verdauen hat .
Also bricht alles wieder auf die individuelle psychische Stabilität runter , wieviel das "Opfer" aushalten/überstehen/nehmen kann ohne diese Handlungsfähigkeit zu verlieren .
Ausgangspunkt der Diskussion (bei mir ^^) war übrigens dieses "ich fürchte mehr ..." Zitat , was irgendwie suggeriert das diese 5 minuten vor dem Spiegel all das mitliefern was wir hier gerade als fehlend bemängeln .
Das bedeutet nicht das so ein Üben nutzlos ist , im Gegenteil, aber es bedeutet das es solche gravierende Abstände in Kraft und Masse nicht so einfach kompensiert werden wie es im Zitat anklang.
Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)