Kampfkünste sind ein Hobby, d.h. sie haben heute keinen konkreten Nutzen außer „Freizeitaktivität“. Mit der Anwendung der KK kann man heutzutage kein Geld mehr verdienen, allerhöchstens mit dem Unterricht, dazu muss man aber die Massen erreichen und die wollen etwas anderes, als das, wofür es früher mal gedacht war.
Klar, es gibt ein paar wenige „Spinner“ die viel Zeit und Mühen investieren um „authentische“ Kampfkunst zu lernen, da geht es aber primär um historisches Interesse und darum etwas möglichst originales zu erhalten. Dazu gehört dann aber auch mehr als nur Übung, dann muss man das in den Kontext setzen können, Kultur und Geschichtge verstehen etc.. Da fängt es aber dann aber auch an kompliziert zu werden, denn es schwirrt da draußen sehr viel Unwissenheit, Unkenntnis und Mystik bzgl. dieser Themen rum.
Gute Quellen muss man erst einmal erkennen und dann auch lesen und einordnen können, das alleine setzt schon viel Verständnis der Materie voraus und kostet viel Zeit. Zeit die jemand, der „nur“ trainieren will, mit Sicherheit nicht investieren will.
Solche Bücher kosten nun einmal Geld, da sie oft genug selbstveröffentlichte Dissertationen sind oder eben Fachbücher.
Lieschen Müller und Hans-Uwe aus dem Verein oder der Schule um die Ecke glauben da lieber die Legenden, die dort erzählt werden, das ist einfacher, schneller und kostet nix. Da man das, was man da lernt eh nicht einer realen Überprüfung unterziehen muss, ist das doch auch verständlich. Klar, die beiden wissen es nicht besser, aber sie wollen auch nichts anderes hören.
Problematisch wird es immer nur dann, wenn man von der KK leben will (oder muss). Voller Idealismus hat man sein Leben zum Beruf gemacht und muss dann feststellen dass die Leute die eigene Begeisterung nicht teilen und eben nicht mehr zahlen wollen als maximal die Fitnessbude um die Ecke verlangt.
Der Nutzen bestimmt den Preis, den man aufrufen kann. Wenn ich beruflich auf eine Seminar fahre, zahle ich auch ohne Probleme 2500 Euro für 3-5 Tage. Ich brauche aber auch beruflich das Zertifikat, das ich am Ende erhalte. Urkunden von KK Seminaren kann ich mir in die Haare schmieren.
Schlaue Menschen haben sich dann ein Schneeballsystem ausgedacht um den Wert solcher „Zertifikate“ in ihrem eigenen Universum zu steigern und die Leute bei der Stange zu halten. Bei einigen hat es ja auch gut funktioniert…
Ich persönlich bin immer gut damit gefahren meine Kampfkunst und Geldverdienen strikt zu trennen, denn dann kann ich nicht enttäuscht werden und erwarte auch nicht.
Ich zeige alles immer gerne und völlig kostenlos, ohne dass ich irgendeine Gegenleistung erwarte und bin nicht auf irgendwelche Einnahmen aus Unterricht angewiesen,



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