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Thema: Kickboxer vor Gericht

  1. #1
    samabe Gast

    Standard Kickboxer vor Gericht

    Heute steht der folgende Artikel im Bonner General-Anzeiger:
    Weltmeister im Kickboxen droht das Aus als Polizist

    Brühler Beamter schlug Partygäste krankenhausreif


    Von Rita Klein

    Bonn. Der Mann auf der Anklagebank ist nicht nur als Bereitschaftspolizist in Brühl aufgerufen, seine Gefühle zu kontrollieren. Als dreifacher amtierender Weltmeister im Kickboxen sollte ihm der kontrollierte Körpereinsatz in Fleisch und Blut übergegangen sein. Doch am 7. April 2002 verlor der 33-Jährige auf einer privaten Party in Waldbröl jede Kontrolle - und muss nun um seinen Job als Polizist bangen.

    Im Verlauf eines Streit, in den seine Freundin verwickelt war und in dem er provoziert worden sein will, setzte er seine Kampfkunst rücksichtlos ein: Er brach einem 16-Jährigen zweifach den Kiefer, durchschlug dessen Schwester die Unterlippe und verletzte einen 29-Jährigen über dem Auge. Der 16-Jährige konnte monatelang nicht essen und verlor 15 Kilo Gewicht, seine Schwester muss mit einer sichtbaren Narbe leben. Obwohl der Polizist im Herbst vor dem Amtsgericht Waldbröl versicherte, in Notwehr gehandelt zu haben, wurde er wegen Körperverletzung zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt, was automatisch die Entlassung aus dem Polizeidienst nach sich zieht.

    Nun kämpft er in der Berufung vor dem Bonner Landgericht um seinen Job, gibt erstmals die Vorwürfe zu, äußert erstmals Bedauern, bietet den Opfern erstmals Schmerzensgeld an und hofft auf eine mildere Strafe. Zwar ist das Gericht gewillt, über eine andere Form der Strafe, nämlich eine hohe Geldstrafe nachzudenken, die dem bisher unauffälligen Polizeimeister nicht die Existenz ruinieren würde. Doch dabei stößt die Kammer auf erbitterten Widerstand bei Staatsanwalt Patrick Wilhelm, der dem Angeklagten nicht nur den Gewaltausbruch ankreidet, obwohl er gerade als Polizist deeskalierend wirken sollte.

    Er wirft ihm auch vor, sich nie bei den Opfern entschuldigt, sondern sie statt dessen seinerseits wegen Körperverletzung angezeigt zu haben. Und die plötzliche Reue nimmt ihm der Ankläger nicht ab: "Das ist nur Taktik, um möglichst günstig rauszukommen."

    Auch die beiden Schöffen sind nicht sicher, was von einem solchen Polizisten zu halten ist, und Kammervorsitzender Hinrich de Vries bringt das Problem nach einer Beratungspause auf den Punkt: "Wir stellen uns die Frage: Ist jemand, der einmal derartig über das Ziel hinausschießt, für den Polizeidienst geeignet?" Eine Frage, die weiterer Aufklärung bedarf. Der Prozess wird vertagt, weil nun doch alle Zeugen gehört werden sollen.

    Nach der Verhandlung stellt sich in der Tat die Frage, was es mit der Reue des Angeklagten auf sich hat: Als der Opfer-Anwalt den Verteidiger auf das Schmerzensgeld anspricht, muss er hören: Das ist nun nicht mehr selbstverständlich.
    Das ist ja wieder mal was für unser Kampfsportler-Image.

  2. #2
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    Thumbs down Eigenverantwortung

    Tja,

    da hat sich wohl einer nicht richtig unter Kontrolle (und bei der ersten Verhandlung auch noch einen schlechten Anwalt mit falscher Verhandlungsstrategie).

    Ich kann nur auf Meister Kim Sou Bong (Hapkido-Meister) verweisen; Zitat aus seinem Buch von 1976:

    Hap Ki Do darf nicht bei aggressiven Handlungen und Spielereien angewendet werden, sondern nur zum Schutz von Leib und Leben.

    Dies gilt wohl grundsätzlich im KK-Bereich.
    Hap Ki Do - Schule Frankfurt - eMail - 합기도 도장 프랑크푸르트 - Daehanminguk Hapkido - HECKelektro-Shop
    ...Dosenbier und Kaviar...

  3. #3
    arnisador Gast

    Standard

    Ich kann nur hoffen, das der Typ tatsächlich aus dem Polizeidienst rausgeworfen wird. So einer hat da nichts zu suchen.
    Gruß
    Martin

  4. #4
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    Standard

    Hi,
    interessante Geschichte!
    Das er über das Ziel hinaus geschossen hat, denke ist ziemlich klar.
    Das er in seinem Vorgehen, wie ein Rüpel handelt, zeigt sich aus seinem Vorgehen vor Gericht.
    Das er ganz aus dem Polizeidienst raus soll halte ich für fragwürdig. Da gibt es doch sicher auch Jobs im Büro, oder ähnliches. Also eine Strafversetzung sozusagen und dann hat er auch Zeit darüber nachzudenken und daraus was zu machen.
    Wenn er rausgeschmissen wird, ist der nur wütend und lernt nichts dazu und unsere Gesellschaft hat wieder eine Chance verpasst.
    Liebe Grüße Dao

  5. #5
    Xiaoshi Gast

    Standard

    Stimmt, er muss eigentlich nur aus dem Straßeneinsatz raus, also irgendwohin, wo er nichts mehr mit Menschen zu tun hat

  6. #6
    arnisador Gast

    Standard

    Da ja manche Polizeileute schon über die Wiedereinführung der Folter spekuliert haben, wüßte ich da auch schon etwas...
    Gruß
    Martin

  7. #7
    Harrington Gast

    Standard

    Wieviele Polizisten gibt es die jeden Tag über "das Ziel hinausschießen"?Endlos viele,glaubt das mal...

    Andererseits muß man manches auch verstehen,im Einsatz..Man kennt manche Hintergründe nicht..

    Aber das war eindeutig zu krass..

  8. #8
    Tony Gast

    Standard

    Hi,

    der Mann lies sic halt a bisserl gehen.

    Ich kann mir hier kein Urteil erlauben, da ich die Hintergründe der Geschicht nicht kenne.

    Schon etwas eigenartig, dass sich ein über 30 Jähriger mit so einer KK-Karriere hinreissen lässt, ein Bubi und dessen Schwester zu vermöbeln...

    Hätte der Bubi so zugelangt hätte evtl kein Hahn danach gekräht.
    Schon besch... wenn die Leute wissen, dass man eine KK ausübt. In einer Notwehrsituation wird einem dies sicherlich immer angelastet. Man hätte den Angreifer nicht so zurichten müssen etc.

    Bevor man einer Person die Existenz zerstört, sollte man doch mal klären wieso es zu einer Handgreiflichkeit kam.
    Zu einer Schlägerei gehören doch immer mindestens Zwei !?

    Gruß
    Tony

  9. #9
    Dr. Ralf Gast

    Standard

    Die Leute die hier schnell mal mahnend den Finger heben möchte ich mal fragen wie ein Kickboxer denn kontrolliert vorgehen soll? Was hat denn ein Kickboxer gelernt? Er hat gelernt zuzuschlagen und zwar mit Kontakt? Und gegen wen hat er das geübt? Gegen andere ebenfalls kampferfahrene und durchtrainierte Personen. Auf was ist dieser Kickboxer also konditioniert im Kampf??? Woher soll er denn die Erfahrung haben wie Schläge bei Laien wirken??? An wem soll er denn bitteschön austesten wie viel Power er bei Laien einsetzen kann um eine gewisse Wirkung zu erzielen??? Und was heißt denn in dem Zusammenhang überhaupt kontrolliert??? Wann ist denn ein Schlag kontrolliert, wer will denn wirklich behaupten, dass er kontrolliert zuschlagen kann, vor allem in der SV?
    Was bei einer Person nur zu einem Stirnrunzeln führt bewirkt bei einem anderen evtl. schon einen gebrochenen Kiefer. Und wie sieht es mit der Kontrolle bei unvorhersehbaren Reaktionen gerade bei Laien aus.
    Natürlich hat der Bursche wahrscheinlich überreagiert aber dieses Gelaber über die Kontrolle beim Schlagen geht mir ehrlich gesagt auf den Geist.
    Wenn man berücksichtigt, dass einem erfahrenen Autofahrer bei dem einfachen Sachverhalt des Bremsens eine Reaktionszeit von 0,2 Sekunden zugestanden wird obwohl er diese Aktion schon tausend Mal gemacht hat so kann man doch bei einer SV Situation mit dem Argument der Schlagkontrolle wirklich nicht mehr kommen.
    Bei einer optischen Reaktionszeit von 0.15 bis 0.2 Sekunden kann man schlicht und einfach nur im Voraus des Schlages abschätzen wie sich der Mensch gegenüber verhalten könnte. Wenn er sich aber anders bewegt, dann bewegt man sich doch sehr schnell zwischen den Extremen daneben zu schlagen oder jemandem den Kopf herunterzuhauen.. Wenn man bedenkt, dass sich ein Menschlicher Körper in dieser Zeit durchaus um die Distanz von einem Meter bewegen kann, dann ist die Geschichte mit dem kontrollierten Zuschlagen doch nur noch ein reines Glücksspiel. Wenn man ferner berücksichtigt, dass auch ein Kickboxer in einer solchen Situation der Wirkung von Adrenalin ausgesetzt ist, welches das Zielen und das Einschätzen der Schlagstärke noch weiter erschwert, dann ist das Argument Kontrolle doch schlicht und einfach lächerlich.
    Für diesen Kandidaten hat es ehrlich gesagt doch nur zwei Möglichkeiten gegeben. Entweder sich nicht zu wehren und alles zu erdulden bzw. gar die Flucht zu ergreifen, oder aber sich zu wehren, was einem Glücksspiel gleichkommt, welches er in diesem Falle verloren hat.

    Wenn ich die Leute höre die immer von Kontrolle sprechen, muss ich immer an zwei meiner ehemaligen Karatelehrer denken, welche mir immer etwas von kontrolliertem Abstoppen erzählen wollten und dann in einem Endkampf zur Deutschen Meisterschaft so miteinander interagierten, dass einer der beiden sein halbes Gebiss verlor. Oder ich muss an Pat Mc Cay denken der nach eigenen Aussagen in einem WM Finale auch mal verlor und nur Vize wurde, weil er seinem Gegenüber per Halbkreiskick die Nase eingeschlagen hat. Wohlgemerkt deutsche Meister oder gar Weltmeister im traditionellen Karate sollten doch eigentlich Profis des kontrollierten Zuschlagens sein. Aber nicht einmal wenn sie unter sich sind schaffen sie es das einzuhalten, was da proklamiert wird. Wie also will man so etwas dann verlangen, wenn es in ungewohnter Umgebung zu Situationen kommt in denen evtl. die körperliche Unversehrtheit gefährdet ist?
    Gruß Ralf

  10. #10
    Dojokun Gast

    Standard

    Mich stören einige Dinge an dieser Geschichte:

    Wir haben einen 33-jährigen Kampfsportler.
    Er verprügelt einen Jungen, der sein Sohn sein könnte.
    Nebenbei verdrischt er noch eine Frau.
    Und ein weiterer bekommt auch noch sein Fett weg.

    Wie kommt jemand so in Rage?

    Wir wissen nicht sehr viel über den Kickboxer, oder?
    Hat er Anabolika geschluckt?
    Oder Hormone?
    Testosteron vielleicht?

    Sollten wir nicht auch mal darüber nachdenken, zu welchen Extremen man greift, um Erfolg zu haben?
    Und was das aus uns machen kann.

    Ich habe ähnliche Geschichten zu Hauf von Bodybuildern gehört.
    Und irgendwie fühle ich mich ungut an diese Geschichten erinnert.

    Auch sein Verhalten vor Gericht gibt mir Anlass zu dieser Vermutung.
    Taktik, Strategie, Lügen und Betrügen, um "Erfolg" zu haben....


    Ein nachdenklicher

    Dojokun

  11. #11
    Goshinsatori Gast

    Thumbs up ..

    HI,

    naja, Urteilen kann man da eigentlich nicht, dafür weiß man einfach zu wenig.

    @Dr. Ralph
    Ist es nicht etwas schönes, wenn man seine Techniken kontrollieren kann ?
    Jeder Hampelmann, der dir eine reinschlägt wird also von Dir gandenlos vertrimmt bis er sich nicht mehr bewegt ???

    Neeee
    Ich weiß nicht wieviel erfahrung du auf der Strasse hast, aber
    ich muß nicht wg. jedem Angriff (meisten nur spielerei) den Gegner völlig vernichten. Klar, bei einem Kampf wo es auf Leben und Tod geht, hast du völlig recht. Kontrolle ist sehr positiv, dadurch lerne ich meine eigene Kraft und die des Gegners einzuschätzen.
    Kontrolle lernt man nicht innerhalb von ein paar jahren Kampfkunst oder Kampfsport. Das ist auch klar. Es gehört eine lange Zeit des Trainings dazu.

    Auf heutigen Karate-Turnieren (gestoppte Techniken zum Kopf sind erlaubt) tun sich manche Kontrahente mehr schaden zufügen, als das Boxer tun. Das liegt aber nicht an Karate sondern an den Lehrern.

  12. #12
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    Unhappy Kontrolle

    @Dr. Ralf

    Kontrolle ist für mich:
    -Kontrolle über die Situation
    -Kontrolle über mein handeln

    Wenn ich eine Technik einsetze ist das das gleiche wie wenn ich den Abzug einer Waffe bediene. (Entweder ich tue es da ich es für notwendig erachte oder ich lasse es.) Aber ich muß ja nicht umbdingt wild um mich ballern bis das Magazin leer ist. Ich sollte in der Lage sein hier auch wieder zu stoppen und die Situation neu zu beurteilen. Das ist auch Kontrolle.

    Du hast mE schon recht, daß eine Technik voll durchgezogen wird und man da nicht nur ein bisschen schlagen, treten oder hebeln kann. Es ist aber hier eher unwahrscheinlich das er mit einer Aktion gleich DREI Personen stoppen mußte die ihn angegriffen haben. Und da hat halt seine Kontrolle versagt.
    Hap Ki Do - Schule Frankfurt - eMail - 합기도 도장 프랑크푸르트 - Daehanminguk Hapkido - HECKelektro-Shop
    ...Dosenbier und Kaviar...

  13. #13
    Goshinsatori Gast

    Thumbs up ....

    HI

    @Alfons Heck
    ja sehe ich auch so !!!

  14. #14
    Dr. Ralf Gast

    Standard Re: ....

    Nun die Frage ist doch vielmehr wie es wirklich abgelaufen ist. Hat er die Frau wirklich verprügelt oder ist sie in die Aktion hineingesprungen um ihrem Bruder zu helfen. Hat er bewusst eine Frau geschlagen oder hat er sich einfach gegen eine zweite Person gewehrt die plötzlich da war und in die dynamische Aktion hineingesprungen ist? Hatte er es vielleicht tatsächlich auf einmal mit drei Leuten zu tun die gleichzeitig auf ihn einwirkten.
    Wenn sich eine Frau auf mich stürzt während ihr Freund versucht mich zu schlagen glaube ich nicht, dass ich in der Lage wäre hier sehr differenziert vorzugehen, wenn ich das Gefühl habe, dass meine Gesundheit bedroht ist.
    Natürlich ist dies Spekulation, aber es ist genauso Spekulation von vornherein den prügelnden Kickboxer anzunehmen, der mit brachialer Gewalt alles niedermäht was ihm in die Quere kommt.
    Vor allem wenn man bedenkt dass Kampfsportler vor Gericht generell schon vorverurteilt sind und zwar auf der Basis haarsträubender Annahmen. Hier wird dann genau von dieser Kontrolle geredet, als wäre es tatsächlich möglich Schläge in dynamischen Stresssituationen so abzuschätzen dass sie genau das richtige Maß an Wirkung erzielen. Fakt ist dass dies unmöglich ist und somit ein Kampfsportler, der in einer Notwehrsituation einen anderen verletzt quasi schon verurteilt ist. Die Umsetzung des ausgeübten Rechtes bedeutet für den Kampfsportler, dass aufgrund dessen, dass er sich wehren kann er genau dieses eben nicht darf. Wenn er es tut spielt er mit seiner Zukunft und kann nur hoffen dass es bei der Aktion nicht zu schwereren Verletzungen bei der Gegenseite kommt, was letztlich auch mehr durch den Zufall bestimmt wird als durch die persönliche Fähigkeit.
    Deshalb wäre ich sehr vorsichtig mit Vorverurteilungen in solchen Fällen.

    @ Goshinsatori
    Das was du erzählst habe ich schon so oft von Karateleuten gehört. So z.B. von dem Trainer in dessen Schule du ja auch schon als Ausbilder tätig warst. Ich habe heftig mit ihm diskutiert dass diese angebliche Kontrolle schon aus Gründen der Reaktionszeit nicht funktionieren kann. Er hat dies heftig dementiert und gesagt ein guter Karateka kann kontrollieren. Bei seiner nächsten Vorführung im Seepark hat der dann einem anderen Ausbilder den du ebenfalls kennst (ist er nicht gar damals mit dir gegangen) per Kick eine deutlich sichtbare Kopfverletzung zugefügt. Ich finde es witzig dass man nun in realen SV Situationen das abverlangt was schon in einer viel lockereren Atmosphäre einer Vorführung nicht klappt.
    Ich behaupte noch mal: Die Wirkung eines Schlages ist gerade unter der Einwirkung von Adrenalin nicht gut einzuschätzen zumal ein normalsterblicher Mensch (dazu zähle ich auch langjährige Kampfsportler) überhaupt nicht die Erfahrung hat die Wirkung abzuschätzen, weil er dies im Trainingsalltag eben gar nicht machen kann.
    Woher willst denn du wissen wie stark du ein Gyaku Zuki bei einem beliebigen Menschen schlagen kannst. Weißt du ob sein Darm voll ist oder er eine volle Blase hat und es damit schon bei leichter Interaktion zu schweren Verletzungen kommt? Weist du ob er über perfekte Bauchmuskeln verfügt und du deshalb extrem zuschlagen musst um überhaupt Trefferwirkung zu erzielen. Du hast im SV Fall so gut wie keine Ahnung über die persönlichen Eigenschaften deines Gegenübers aber suggerierst hier alles im Griff zu haben und locker handhaben zu können?
    Ehrlich gesagt erscheint mir dein Kommentar in diesem Zusammenhang sehr arrogant aber wenig überzeugend.
    Gruß Ralf

  15. #15
    Goshinsatori Gast

    Thumbs up ....

    HI,

    mh, das die erste REAKTION im REALEN Kampf so nicht zu kontrollieren ist, stelle ich nicht in FRAGE, aber es gilt danach die Situation zu überdenken. Dabei kommt meistens heraus, daß es anders geht, als gandenlos draufzuhauen.

    ...was meinst du, warum ich da nicht mehr Ausbilder bin ???
    Da gab es auch heftige Differenzen......

    Wir üben bei uns zweierlei:
    Hart zuschlagen, aber auch Kontrolle. Also nicht nur das eine, sondern auch das andere. Daher weiß ich z.B. auch, was mein INCH-PUNCH alles anrichten kann...., obs denn gleich der Gyaku Zuki sein muß ?....
    Und in der REALITÄT ? Naja, durch meine Arbeit im Sicherheitsgewerbe kommt man manchmal in Situationen wo es nicht anders geht, auch daher weiß ich, wie gut die erlernten Techniken funktionieren.
    Vielleicht ist es der Grund, warum Kontrolle zu lernen so lange dauert. (IMMER BEIDE SEITEN BETRACHTEN)

    Kontrolle bedeutet aber auch sich selbst zu kontrollieren und nicht auszurasten, zumal ich behaupte, daß man in einer SV-Situation nicht ausrasten sollte, sondern einigermassen überlegt zu werken gehen soll. Dann werden auch die Techniken wesentlich schneller, weil man entspannt ist.
    Ich empfinde Kontrolle in den Techniken und im eingene Bewusstsein als einen sehr positiven Effekt der Kampfkünste.
    Das würde ich nicht als aroganz auslegen.
    Geändert von Goshinsatori (04-04-2003 um 14:52 Uhr)

  16. #16
    Hoppsinglebt Gast

    Standard

    Hi @Goshinsatori
    Neeee
    Ich weiß nicht wieviel erfahrung du auf der Strasse hast, aber
    ich muß nicht wg. jedem Angriff (meisten nur spielerei) den Gegner völlig vernichten. Klar, bei einem Kampf wo es auf Leben und Tod geht, hast du völlig recht. Kontrolle ist sehr positiv, dadurch lerne ich meine eigene Kraft und die des Gegners einzuschätzen.
    Kontrolle lernt man nicht innerhalb von ein paar jahren Kampfkunst oder Kampfsport. Das ist auch klar. Es gehört eine lange Zeit des Trainings dazu.
    Offensichtlich gibt es bei Dir eine andere Strasse als die, die ich kenne.
    Ich habe jetzt hier schon öfter von Kontrolle und angemessener Selbstverteidigung gelesen.
    Um keine Mißverständnisse entstehen zu lassen: ich bin kein Schläger, suche nicht die Konfrontation und vermeide diese soweit es geht. Bei guter Laune kannst du mir sogar eine Scheuern und ich gehe weg ohne das etwas passiert

    Wenn mich aber jemand angreifft gehe ich niemals das Risiko ein mich "kontrolliert" zu verteidigen, nach dem motto: mal schauen ob das gereicht hat. Von mir gibt es erst mal volle Breitseite und dann hau ich ab.
    So gut, daß ich einem ernsthaftem Angriff eine 2. Chance lassen kann bin ich nicht und werde es in 20 Jahren KK-Training nicht sein.
    Ein Gegner, der keine ernsthafte Gefahr für mich ist wird mich nicht angreiffen, wenn ich ihn nicht dazu bringe.
    Wenn sich sowas anbahnt, kann ich vorher einfach weggehen und er wird sich freuen, daß er der Held ist.

    Das ganze hat natürlich nichts mit dieser Geschicht zu tun

    Rick

  17. #17
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    Arrow Notwehr etcpp

    @Dr. Ralf

    was genau passiert ist können wir nicht nachvollziehen daher ist es sinnfrei darüber zu diskutieren. Ich verweise nochmal auf meine Aussage ganz am Anfagn des threads.
    Als KKler muß man mE verbale Angriffe und Drohgebärden wegstecken können und sich mit der Anwendung seines Könnens tatsächlich auf Notwehr beschränken. Dann sehe ich auch vor Gericht keine unüberwindbare Hürden. Es ist eben wie im Straßenverkehr: als Autofahrer stelle ich eine potentielle Gefahr dar und muß im Zweifelsfall nachweisen, daß der Fußgänger mutwillig in mein Auto reingelaufen ist.
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  18. #18
    Goshinsatori Gast

    Thumbs up ...

    HI,

    @Hoppsinglebt
    Also nur weil du dir mal eine eingefangen hast, (das passiert eben, da es die TAKTIK des heutigen Karate meiner Meinung nach nicht gibt: Block, schlag, kampf vorbei), hast du das Recht den Angreifer niederzuknüppeln ??? und ohne Überlegung eine Maschinengewehrsalve auf ihn abzufeuern ??? Tut mir leid, daß sehe ich anders.
    Und nur weil ich bei einer Auseinandersetzung mal eine gefangen hab, heist das noch lange nicht, daß es auf Leben und Tod geht.
    Klar darf es kein Zögern geben und kein großes Überlegen, jedoch sollte man der Situation angepasst reagieren. Das IST Kontrolle.....

    Das sagen wir mal Revierverhalten potenzieller Schläger kommt mir immer vor wie Kindergarten - Spiele. Wenn das bei dir nicht so ist, ok, aber meiner Meinung nach ist Kontrolle in jeglicher Situation wichtig.

  19. #19
    arnisador Gast

    Standard

    Also meiner Meinung nach spekulieren hier einige ein bischen viel. Dabei können wir doch nur den Sachverhalt, wie er uns hier geschildert wird betrachten. Alles andere ist Phantasie.
    Tatsache ist, der Typ hat einen 16- jährigen und ein Mädchen (schwer) verletzt. Ob das Mädel da nun reingelaufen ist oder nicht ist da völlig unerheblich. Hätte er nicht zugeschlagen, wäre es nicht passiert.
    Ich finde so wie Ihr hier teilweise den Typen rechtfertigt wird es in Deutschland viel zu poft getan. Der arme, arme Täter, hatte so einen schwere Kindheit. Wenn ich so etwas schon höre.
    Wer fragt denn nach den Opfern? Was haben die denn durch so eine Tat zu erleiden?
    Ob der Kickboxer nun seine Schläge kontrollieren kann oder nicht ist eine absolut überflüssige Diskussion. Er hat einfach nicht zuzschlagen, fertig. Er muß [B]sich[B] kontrollieren.
    Insbesondere ist der Mann Polizist, dürfte also einiges an Extremsituationen gewöhnt sein und dafür auch geschult sein. Weiterhin kommt hinzu, daß der eine 33 ist, also Erwachsen und der andere 16, also fast noch ein Kind.
    Gruß
    Martin

  20. #20
    Hoppsinglebt Gast

    Standard

    @Goshinsatori
    Wie finde ich den raus, daß es ernst für mich wird oder daß meine Gesundheit in Gefahr ist?
    Den ersten Schlag abwarten und gucken wie es wirkt?

    Das setzt doch voraus, daß ich meinen Gegner nicht ernst nehme und dann dürfte es überhaupt nicht zu Gewalt kommen.
    Tut mir leid, aber solche Art der Prügellei kenn ich nur vom Schulhof

    Wenn Du darauf vertrauen kannst die Schläge zu blocken und kontern wünsche ich mir solche Gegner oder Dein Können.

    Ganz abgesehen davon vertrete ich die Meinung, daß ich das Recht habe ohne Überlegung eine Maschinengewehrsalve abzufeuern, wenn ich schon eine eingefangen habe, die meine Chancen minimiert (Mein Prinzip ist der Erstschlag)


    Rick

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