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Vollständige Version anzeigen : fragen zu schusswaffen in deutschland



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Willi von der Heide
11-10-2016, 22:10
Also 100 Asoziale gegen 2 Polizisten - da könnte man ja drüber nachdenken.

Sind den Straftaten begangen worden, oder steht es kurz davor ? Auf dem Bürgersteig stehen und böse kucken ... Ist nicht verboten. Ich bin nicht dabei gewesen und kenne die genauen Umstände nicht.

Schnueffler
11-10-2016, 22:19
Ich persönlich kenne niemanden persönlich, der eine Schusswaffe führt und sich noch nie die Gedanken dazu gemacht hat, wann kann ich für mich vertreten die Waffe zu ziehen und ggf. auch zu schießen.

Willi von der Heide
11-10-2016, 22:24
Ich persönlich kenne niemanden persönlich, der eine Schusswaffe führt und sich noch nie die Gedanken dazu gemacht hat, wann kann ich für mich vertreten die Waffe zu ziehen und ggf. auch zu schießen.

... und der der geschoßen hat, redet nicht drüber und der der noch nie geschoßen hat, weiß alles darüber.

Schnueffler
11-10-2016, 22:33
... und der der geschoßen hat, redet nicht drüber und der der noch nie geschoßen hat, weiß alles darüber.

Auch genügend Leute die noch nicht geschossen haben, aber lange eine Waffe führen und viel dienstlich erlebt haben, reden nicht darüber.

Willi von der Heide
11-10-2016, 22:38
Auch genügend Leute die noch nicht geschossen haben, aber lange eine Waffe führen und viel dienstlich erlebt haben, reden nicht darüber.

" Die Stille nach dem Schuß " oder auch " Die erste Leiche vergißt man nicht ".

Das sind die Dinge auf die man sich nicht vorbereiten kann, wie man damit umgeht und sie verarbeitet ist immer individuell.

Schnueffler
11-10-2016, 22:44
" Die Stille nach dem Schuß " oder auch " Die erste Leiche vergißt man nicht ".

Das sind die Dinge auf die man sich nicht vorbereiten kann, wie man damit umgeht und sie verarbeitet ist immer individuell.

Ganz dumme Sprüche, die aber auch schon mal an mein Ohr gedrungen sind.

Gast
11-10-2016, 23:03
Also 100 Asoziale gegen 2 Polizisten - da könnte man ja drüber nachdenken.

Wieviel Munition führt denn so ein Polizist mit?

Schnueffler
11-10-2016, 23:07
Wieviel Munition führt denn so ein Polizist mit?

Unterschiedlich je nach Bundesland oder auch auf Bund/Land Ebene, sowie Behörde.

Terao
11-10-2016, 23:21
Und, hab ich was anderes behauptet? Das es Waffengesetze gibt heißt nicht das man Waffenbesitzern gegenüber negativ eingestellt ist. Aber wenn man schaut welche Regierungen am liebsten überhaupt keine Waffen im Volk haben wollen sind es fast immer Diktaturen. Naja, die Engländer Achso. Die bekannte englische Diktatur. :cool:


Das wäre als müssten Autofahrer nachweisen dass sie im Jahr mindestens 2000km machen, ansonsten bestünde kein Bedürfnis für Führerschein und Auto. Beim Flugschein etwa muss man tatsächlich auch regelmäßige Flugstunden nachweisen. Ob sich über diese skandalös diktatorische Maßnahme auch regelmäßig Flieger und Nichtflieger bitterlich im Internet beschweren?


Dann so Ideen wie Waffensteuern, Blockiersysteme, neue Sicherheitsstufen bei Waffenschränken. Damit will man es den Leuten nur vermiesen und hofft sie geben ihren Kram freiwillig ab.... und Steuern und Sicherheitsvorschriften gibts auch bei so ziemlich allem, vom Hundebesitz bis zur Inbetriebnahme eines Kamins. Bloß, nur und ausgerechnet bei Waffen, speziell Schusswaffen, stellt sich ein bestimmtes Klientel immer total auf die Hinterbeine und schreit "Diktatur!".
Was steckt da dahinter? Kastrationsangst? Oder vielleicht die heimliche Phantasie, es denen da oben mal so richtig mit der eigenen Waffe...?

Silberpfeil
12-10-2016, 00:54
Beim Flugschein etwa muss man tatsächlich auch regelmäßige Flugstunden nachweisen. Ob sich über diese skandalös diktatorische Maßnahme auch regelmäßig Flieger und Nichtflieger bitterlich im Internet beschweren?
Ja. Das war der Grund, wieso mein Kumpel sich mit seiner Frau dann schlussendlich für die Sportbootfahrerei entschieden hat; die dortigen Lizenzen gelten nämlich lebenslang.


... und Steuern und Sicherheitsvorschriften gibts auch bei so ziemlich allem, vom Hundebesitz bis zur Inbetriebnahme eines Kamins. Bloß, nur und ausgerechnet bei Waffen, speziell Schusswaffen, stellt sich ein bestimmtes Klientel immer total auf die Hinterbeine und schreit "Diktatur!".
Was steckt da dahinter? Kastrationsangst?
Nö, im Gegensatz zu den Außenstehenden kennen wir nämlich die Steuern, Gebühren und Sicherheitsvorschriften, unter denen wir Waffenbesitzer leben müssen. Wir erfahren sie am eigenen Leib. Und es wird alle 2 Jahre noch was draufgepackt, seit Erfurt in schöner Regelmäßigkeit, bei jedem Amoklauf noch mal mehr. Noch eine zusätzliche Gebühr hier und noch eine zusätzliche Überprüfung da. Und jetzt nicht mehr alle 4 Jahre sondern alle 2 Jahre. Keine Waffenschränke der Klasse B mehr, sondern jetzt bitte gleich Stufe 0. Ich hab die Nase voll von der Gängelei. Es reicht. :narf:

musclesnatch
12-10-2016, 08:07
Natürlich. Registrationspflicht wird an Restriktivität (oder Restriktivitation?) nur noch von der Erlaubnispflicht und dem totalen Verbot übertroffen.
Trotzdem muss ich meinen Schnaps nicht registrieren lassen.
Auch meine Axt und meine Motorsäge muss ich nicht registrieren lassen.

Da zwischen Schnaps bzw. Motorsäge auf der einen und einer Schusswaffe ja doch ein kleiner Unterschied besteht, findest Du nicht? Registrationspflicht bedeutet keine Einschränkung des Waffenerwerbs. Der Erwerb ist nur der zuständigen Behörde anzuzeigen. Wer die Waffe nicht zu illegalen Zwecken erwirbt, sollte damit überhaupt kein Problem haben.



Korrekt erkannt.

Was is los??:ups: Ich glaub, es hackt!
Sag mal, jetzt im Ernst, Du bist doch noch ein Kind, oder? Bist Du noch nicht volljährig?
Dann lass Dir von dem Onkel musclesnatch mal erzählen, dass reale Gewalt -mit Schusswaffen begangene als auch ohne- anders ist, als Du es aus Deinen Ego Shootern (oder was Ihr heutzutage zockt) und aus den Filmen kennst, die Du dir so anschaust. Und nein, Du und auch kein anderer Mensch, der alle Tassen im Schrank hat, kann wollen, dass psychisch gestörte oder gewaltbereite Personen Zugang zu frei erwerbbaren Schusswaffen haben.



Naja, wir sind uns wohl alle einig, dass du mir nicht nur ironisch, sondern ironischerweise auch tatsächlich Recht gibst.

Mein Eindruck verstärkt sich, dass Du ein jugendlicher User bist. Das klingt sehr nach dem, was links-grün angehauchte Pädagogen heutzutage in die Köpfe von Schülern hämmern: Opfer sind Täter, Täter sind Opfer, das Opfer von Gewalt ist selbst schuld, weil es sich "provozierend" verhalten hat, nicht genug Unterwerfungsbereitschaft gegenüber dem Agressor gezeigt hat usw. usw. Gehörst Du auch zu denen, die den Vergewaltigungsopfern vom Kölner Hauptbahnhof selbst die Schuld an der Tat geben, weil diese sich nicht züchtig genug gekleidet haben?



Naja, Flüchtlinge dürfen normalerweise eh keine Feuerwaffen erwerben. Weiss da jemand genaueres?

Oh Mann, es wird immer schlimmer. Für Dich gibt es also nur "Deutsche" und "Flüchtlinge" in diesem Land? Etwas anderes gibt es nicht?



Oder welche Bevölkerungsschicht macht dir denn besonders Angst?

Ich muss Dir ehrlich sagen, mir gefällt Deine wiederholte Tendenz nicht, mich als Angsthase, Hemdpisser u.ä. hinzustellen, weil ich den von Dir befürworteten schrankenlosen Zugang zu Schusswaffen für Jedermann ablehne. Bezeichnenderweise kommt das von einem offenkundig minderjährigen, der vermutlich nie eine scharfe Waffe auch nur in der Hand hatte und keine Ahnung hat, was eine solche anrichten kann.
Wenn Du mich fragst, von welchen Gruppen meines Erachtens das höchste Gewaltpotential ausgeht: Besuche die von mir bereits erwähnten Stadtteile! Selbst ein Bild machen ist besser als sich mein Geschwafel anhören.



Ungefähr so. Zugegeben, wir haben Probleme. Bestimmte Probleme sind im Wachstum befindlich aus so richtig dämlichen Gründen die einigen Leuten eigentlich mal so richtig was über ihre im Elfenbeinturm erblühten politischen Ansichten beibringen sollte.

Aha....vielleicht ist bei Dir ja doch nicht Hopfen und Malz verloren.



So deutschlandweit, von der eingesessenen Bevölkerung, die ja immernoch eine deutliche Mehrheit stellt, wie viele ernsthafte Schlägereien gibts da so heute, im Vergleich zu vor 50 oder 100 Jahren?
Wie sind so die Zustände im Vergleich zu.... kurz nach der Wende? Kurz vor der Wende? Während des kalten Krieges? Nach dem 2. Weltkrieg (Trümmerhaufen)? Während, nein vor dem 2. Weltkrieg? 1. Weltkrieg? Wie sahs in Deutschcland so während des 19. 18. 17. Jahrhunderts aus?

Zu den von Dir aufgeworfenen Fragen in dieser Komplexität wirst Du im Leben kein belastbares statistisches Material finden. Zumal in den von Dir genannten Epochen solche Delikte gar nicht statistisch erfasst wurden.
Ich kann daher nur anekdotenhaft aus meiner eigenen Biographie antworten:
In musclesnatches Jugend....in grauer Vorzeit....Mitte der 1980er Jahre.....gab es durchaus noch selbstverständliche Regeln, die von allen beachtet wurden (Ausnahmen bestätigen immer die Regel!). Leute, die auf Gewalt aus waren, suchten sich Gegner, keine Opfer. In der Regel gab es 1:1. Wenn einer am Boden lag, war die Sache vorbei. Natürlich gab es da schon immer welche, die es übertrieben haben oder einfach kein Unrechtsbewusstsein besaßen. Die waren dann aus dem Schulumfeld auch schnell verschwunden und verschwanden in irgendwelchen Erziehungs- oder auch Strafvollzugsinstitutionen, weil sie sich noch andere Sachen zuschulden kommen ließen. Der junge musclesnatch blieb damals von Prügeleien verschont. Denn er war ein schmächtiger Nerd und mit solchen wollte sich keiner prügeln. Manchmal wurde er ein wenig rumgeschubst, aber dabei blieb es dann. In späteren Jahren übte der junge musclesnatch dann gewisse Sportliche Aktivitäten aus, wodurch er enorm an Gewicht zunahm. Da wollten sich dann auch wenige mit ihm prügeln, allerdings aus anderen Gründen:D
Was damals nicht oder nicht im heutigen Ausmaß üblich war, ist die heute typische Art der kriminellen Gang Attacke. Von hinten anschleichen, umhauen, dann mit 10 Mann 5 Minuten lang den Kopf des Bewusstlosen zu Brei treten. Die Verachtung des Lebens, die in solchem Verhalten zutage tritt. Das gleichgültige bzw. billigende Einkalkulieren des Todes des Opfers als selbstverständliche Grundhaltung. Die demonstrativ zur Schau getragene rotzige Verachtung bzw. Respektlosigkeit gegenüber gesellschaftlichen (Ältere Personen, Eltern, Lehrer) wie auch staatlichen (Polizei, Behörden, Richter) Autoritäten. Die durchdringende, unterschwellige, aggressive Grundhaltung, die sich durch alle(!) Lebensbereiche zieht: Hinterherspucken, Anrempeln, Spruch hinterherwerfen, auf Lautstärke getunte Autos und Motorräder, die man im Vorbeifahren schön Aufheulen lässt, Autoaufkleber, Kleidungsstücke mit aggressiven, Drohung vermittelnden Botschaften (ACAB ist da noch das harmloseste, wenn auch schon eine strafbare Beleidigung, die meist ungeahndet bleibt), Randale/Sachbeschädigung in öffentlichen Verkehrsmitteln.....die überall erlebbare und spürbare Tendenz zur gesellschaftlichen Verrohung und Rücksichtslosigkeit, von der die tatsächliche Gewaltkriminalität eben nur die Spitze darstellt.



Also ich sehe da eher wenige so lange Friedenszeiten überhaupt.

Um Gewalt in der Form einer kriegerischen Auseinandersetzung geht es hier auch nicht. Was den Frieden IN der Gesellschaft betrifft, den sehe ich heute mehr bedroht als in den letzten 70 Jahren.


Und vor allem so geschichtlich und anhand der mir vorliegenden Informationen gehe ich davon aus, dass die früher allesamt kranke Kerle waren und sich wegen jedem Scheiss die Rüben eingeschlagen haben.

"So geschichtlich" gehst Du davon aus....soso. Hat Dir das Dein Geschichtslehrer erzählt?:rolleyes:

dwaye3344
12-10-2016, 09:14
Also zum Thema Sturmgewehre.

Im zivilen Bereich unterliegen jegliche Art von Sturmgewehre die eine Funktion namens Feuerstoß haben unter das Kriegswaffen recht und sind damit höchst illegal. Die Bundeswehr hat zum Beispiel das G36 mit der Funktion Feuerstoß aber im zivielen Bereich wie gesagt verboten.

Wenn du einen Waffenschein oder Waffenbesitzkarte hast, dann darfst du in Deutschland Waffen besitzen. Wenn du dir zum Beispiel ein G36 Kaufen möchtest ist das grundsätzlich erst einmal zulässig. Wichtig ist dann nur, dass du dir die zivile Version kaufst die nur eine Einzelschuss Funktion besitzt.

hand-werker
12-10-2016, 09:15
Wieviel Munition führt denn so ein Polizist mit?

Wohl genug, dass ich mich doch frage, warum man scheinbar Polizisten bedrohen und mit Flaschen bewerfen kann, ohne das großartig was passiert. Knüppel und Pfeffer habe sie ja auch noch. Da frage ich mich dann schon, wie die konkreten Vorschriften für die Beamten für den Fall aussehen, dass sie einer aggressiven Übermacht gegenüberstehen.

@ musclesnatch:

Kraken ist erwachsen und Schweizer, seine Identität ist hier im Forum eigentlich bekannt. So weit ich weiß, ist er auch Besitzer legaler Schusswaffen.

edit:
@ dwaye3344: hast Du den Thread gelesen?

musclesnatch
12-10-2016, 09:39
Da frage ich mich dann schon, wie die konkreten Vorschriften für die Beamten für den Fall aussehen, dass sie einer aggressiven Übermacht gegenüberstehen.

Konkrete Vorschriften wird es da weniger geben. Evtl. gibt es eine Verfügungslage nach besonderen Vorfällen. Was es auch gibt, sind aber z.B. Rollenspiele in der Ausbildung, die Beamten den Umgang mit unterschiedlichen Situationen vermitteln sollen. Im Übrigen haben die beiden Polizisten bei dem beschriebenen Vorfall vollkommen korrekt gehandelt. Niemand ist letztlich zu Schaden gekommen. Es blieb bei der Bedrohung und Sachbeschädigung am Auto. Ob der Gebrauch der Schusswaffe (das muss nicht zwingend Schussabgabe oder gar scharfe Schussabgabe bedeuten) in der Situation angemessen wäre, da müsste man mehr über die näheren Umstände wissen. Solche Entscheidungen sind im Nachhinein immer äußerst schwierig, wie hier von anderen schon angemerkt wurde. Was ich persönlich für bedenklich halte, dass die begangenen Straftaten in solchen Fällen zumeist ungeahndet bleiben. Die Menge zerstreut sich, das Gesindel nimmt aber ein "Erfolgserlebnis" mit, es "den Bullen" jetzt mal gezeigt zu haben und dabei straflos geblieben zu sein.


@ musclesnatch:
Kraken ist ERWACHSEN und Schweizer, seine Identität ist hier im Forum eigentlich bekannt. So weit ich weiß, ist er auch BESITZER LEGALER SCHUSSWAFFEN.

Dann finde ich die von ihm gezeigte Einstellung umso unreifer und bedenklicher.

Willi von der Heide
12-10-2016, 11:29
Konkrete Vorschriften wird es da weniger geben.

In NRW ( ich kann nur für das Bundesland sprechen, da ich die Vorschriften der anderen Länder nicht kenne ) ist z. Bsp. der Einsatz der Taschenlampe als Schlagwaffe nicht erlaubt.

Ich muß jeden Einsatz von Spray ( RSG = Reizstoffsprühgerät ) ans Ministerium melden, da es sich um einen Waffeneinsatz handelt.

Kraken
12-10-2016, 11:41
Da zwischen Schnaps bzw. Motorsäge auf der einen und einer Schusswaffe ja doch ein kleiner Unterschied besteht, findest Du nicht?

Doch. Hat aber nichts mit der Feststellung von Tatsachen zu tun.

Verstehst du, dass ich gesagt habe, dass ich meinen Schnaps NICHT registrieren muss und keine Aussage darüber getätigt habem WIESO das so ist?

Scheinbar hast du nicht verstanden, worums bei der Feststellung von verschiedenen Stufen der Einschränkung des Erwerbs gegangen ist.

Das ist ja auch nicht so schlimm. Aber dann solltest du davon absehen, anderer Leute Reife in Zweifel zu ziehen und stattdessen aufmerksam zuhören.


Registrationspflicht bedeutet keine Einschränkung des Waffenerwerbs. Der Erwerb ist nur der zuständigen Behörde anzuzeigen.

Natürlich ist jede Hürde, die auf dem Weg zu irgendeinem bestimmten Ziel zu nehmen ist, eine Einschränkung. Illegale Einwohner und andere können damit keine Waffe kaufen. Es ist eine gute Einschränkung.


Wer die Waffe nicht zu illegalen Zwecken erwirbt, sollte damit überhaupt kein Problem haben.


Jein. Wer zu Recht befürchtet, dass sein legaler Zweck zukünftig illegal sein könnte, der kann damit durchaus ein Problem haben.

Die Volkszählung in den Niederlanden hat den Nazis sehr geholfen bei der Verfolgung der Juden:
https://www.uni-muenster.de/NiederlandeNet/nl-wissen/geschichte/vertiefung/judenverfolgung/beginn.html

Die EU übt jetzt schon grossen Druck auf uns Schweizer aus.

Wenn also das Waffengesetz verschärft wird und mir plötzlich nicht mehr erlaubt ist, eine Waffe zu besitzen, dann werden alle registrierten Waffen eingezogen.

Waffenbesitzer könnten als "Gefahr für den Staat" betrachtet werden. Wäre ja nicht das Erste Mal.


Was is los??:ups: Ich glaub, es hackt!
Sag mal, jetzt im Ernst, Du bist doch noch ein Kind, oder? Bist Du noch nicht volljährig?
Dann lass Dir von dem Onkel musclesnatch mal erzählen, dass reale Gewalt -mit Schusswaffen begangene als auch ohne- anders ist, als Du es aus Deinen Ego Shootern (oder was Ihr heutzutage zockt) und aus den Filmen kennst, die Du dir so anschaust. Und nein, Du und auch kein anderer Mensch, der alle Tassen im Schrank hat, kann wollen, dass psychisch gestörte oder gewaltbereite Personen Zugang zu frei erwerbbaren Schusswaffen haben.

Ach, so willst du dich unterhalten? Na, das kann ich aber auch. Wenn du es im nächsten Post schaffst, dich wie ein mündiger Erwachsener zu artikulieren werde ich wieder lieb mit dir reden.

Vielleicht bin ich ein Kind. Aber ich gebrauche Argumente, wo du nur Gelaber zu bieten hast, welches ich von Leuten oberhalb von 2 Promille gewohnt bin.

Lass dir mal von Onkel Kraken erzählen, dass deine Einbildungen nicht zwingendermassen die Realität darstellen.

Ich weiss, für Menschen mit deinem "aussergewöhnlichen" Intellekt ist so ein Konzept ausserordentlich schwierig zu fassen.

Ich bezweifle aber dringend, dass du mir was Neues über Gewalt erzählen kannst

Ich habe kein Problem mit der schweizer Gesetzgebung. Angst habe ich schon gar keine.



Mein Eindruck verstärkt sich, dass Du ein jugendlicher User bist. Das klingt sehr nach dem, was links-grün angehauchte Pädagogen heutzutage in die Köpfe von Schülern hämmern: Opfer sind Täter, Täter sind Opfer, das Opfer von Gewalt ist selbst schuld, weil es sich "provozierend" verhalten hat, nicht genug Unterwerfungsbereitschaft gegenüber dem Agressor gezeigt hat usw. usw. Gehörst Du auch zu denen, die den Vergewaltigungsopfern vom Kölner Hauptbahnhof selbst die Schuld an der Tat geben, weil diese sich nicht züchtig genug gekleidet haben?

Mein Eindruck verstärkt sich, dass du nicht sehr klug bist. Ich möchte um Entschuldigung bitten, dass ich deinen Denkapparat dermassen überfordert habe.
Es wird Alles gut mein Lieber. Tief einatmen und sich dreimal sagen: "Jeder, der eine andere Meinung hat, ist ein Idiot."

Danach gehts dir vielleicht besser.

Links-grün... sind das nicht diejenigen, die in die gleiche Kerbe schlagen von wegen Registrierung, Überwachung, Einschränkung der Waffen?



Oh Mann, es wird immer schlimmer. Für Dich gibt es also nur "Deutsche" und "Flüchtlinge" in diesem Land? Etwas anderes gibt es nicht?

Tut mir leid für die schwierigen Worte, die ich benutze. Ich weiss wirklich nicht, wie ich mich artikulieren soll, damit du mich verstehst.

Vielleicht sagst du mir dein liebstes Malbuch und ich versuche deren Sprachstil zu imitieren. :)

lol, von "unreif" faseln aber einfache Sätze nicht verstehen.



Ich muss Dir ehrlich sagen, mir gefällt Deine wiederholte Tendenz nicht, mich als Angsthase, Hemdpisser u.ä. hinzustellen, weil ich den von Dir befürworteten schrankenlosen Zugang zu Schusswaffen für Jedermann ablehne.

Mir gefällt es schon, dich als Angsthasen hinzustellen, weil du dich als aggressiven Angsthasen gebährdest, der sich von Allen und Jedem bedroht fühlt.


Bezeichnenderweise kommt das von einem offenkundig minderjährigen, der vermutlich nie eine scharfe Waffe auch nur in der Hand hatte und keine Ahnung hat, was eine solche anrichten kann.

Oh, jetzt hast du mich erwischt, ich dachte, wir reden hier von FeuerWAFFELN und habe mich von meinem Hunger leiten lassen.


Wenn Du mich fragst, von welchen Gruppen meines Erachtens das höchste Gewaltpotential ausgeht: Besuche die von mir bereits erwähnten Stadtteile! Selbst ein Bild machen ist besser als sich mein Geschwafel anhören.

Weisst du, ich bin immer mal wieder in solchen Stadtteilen, bin ja des Öfteren in Deutschland. Aber ich fand dort nie einen Grund mich zu bepissen.



Zu den von Dir aufgeworfenen Fragen in dieser Komplexität wirst Du im Leben kein belastbares statistisches Material finden. Zumal in den von Dir genannten Epochen solche Delikte gar nicht statistisch erfasst wurden.

Ach, plötzlich zählt die Statistik doch? Hast du die nicht vorhin noch verächtlich betrachtet?

Also wenn man die Statistik betrachtet, bestätigt sich mein Eindruck, soweit die Statistik zurückliegt.



Ich kann daher nur anekdotenhaft aus meiner eigenen Biographie antworten:
In musclesnatches Jugend....in grauer Vorzeit....Mitte der 1980er Jahre.....gab es durchaus noch selbstverständliche Regeln, die von allen beachtet wurden (Ausnahmen bestätigen immer die Regel!).
Leute, die auf Gewalt aus waren, suchten sich Gegner, keine Opfer. In der Regel gab es 1:1. Wenn einer am Boden lag, war die Sache vorbei.

Eben, du bestätigst meine Aussage: Deine Ansicht basiert auf deinem Vergleich mit deiner Jugendzeit und deiner Erfahrung als Erwachsener.

Diesen Fehler begehen viele, welche nicht geschult sind im Umgang mit subjektiven Informationen und deren Abgleich zu objektiven solchen.


Der junge musclesnatch blieb damals von Prügeleien verschont. Denn er war ein schmächtiger Nerd und mit solchen wollte sich keiner prügeln. Manchmal wurde er ein wenig rumgeschubst, aber dabei blieb es dann. In späteren Jahren übte der junge musclesnatch dann gewisse Sportliche Aktivitäten aus, wodurch er enorm an Gewicht zunahm. Da wollten sich dann auch wenige mit ihm prügeln, allerdings aus anderen Gründen:D

Ach, so ein schöner Ponyhof..... und der will mir ernsthaft was von Gewalt erzählen? :rofl:



Was damals nicht oder nicht im heutigen Ausmaß üblich war,


Was also bei Musclesnatch in seiner nerdigen Ponyhof-Welt "nicht im heutigen Ausmass üblich war" davon geht Musclesnatch aus, dass es für die ganze Welt, zumindest für ganz Deutschland gilt?

Oder wieso sollte relevant sein, was auf deinem Schulhof passiert ist?



Die demonstrativ zur Schau getragene rotzige Verachtung bzw. Respektlosigkeit gegenüber gesellschaftlichen (Ältere Personen, Eltern, Lehrer) wie auch staatlichen (Polizei, Behörden, Richter) Autoritäten.

Stimmt, frühere Generationen von Jugendlichen haben sich stets durch eine respektvolle Haltung der Authorität gegenüber hervorgetan.... wers glaubt wird selig.


Die durchdringende, unterschwellige, aggressive Grundhaltung, die sich durch alle(!) Lebensbereiche zieht: Hinterherspucken, Anrempeln, Spruch hinterherwerfen, auf Lautstärke getunte Autos und Motorräder, die man im Vorbeifahren schön Aufheulen lässt, Autoaufkleber, Kleidungsstücke mit aggressiven, Drohung vermittelnden Botschaften

Das ist der Wandeln in der Wahrnehmung während des älter werdens.

So ist dir vielleicht auch aufgefallen, dass die heutige Mode "unmöglich" ist und dass früher "echte Musik" gespielt wurde und nicht so ein "Krach" wie heute.

Ich machs einfach für dich (muss ich ja) DU hast dich verändert.

Ausserdem wurde die Gewalt verschoben.

Aber wer glaubt, seine subjektive Wahrnehmung in seiner eigenen Stadt liesse sich als allgemeingültige Wahrheit auf dem Gesamtzustand der Menschheit übertragen, dessen geistiger Horizont lässt mich erschaudern.


(ACAB ist da noch das harmloseste, wenn auch schon eine strafbare Beleidigung, die meist ungeahndet bleibt),

Nope. ACAB als Kleideraufkleber ist meiner Erinnerung nach nicht strafbar.



...die überall erlebbare und spürbare Tendenz zur gesellschaftlichen Verrohung und Rücksichtslosigkeit

lol.... "Verrohung" während andere über Verweichlichung klagen, redest du von Verrohung. :D

Während Kinder nicht mehr draussen spielen dürfen. Nicht mehr dreckig werden dürfen. Während Kinder beim kleinsten Anlass zum Psychologen geschickt werden, während keine Toleranz mehr besteht für Gewalt und Verletzung redest du ernsthaft von Verrohung?

Du hast wirklich sowas wie paranoide Wahnvorstellungen, oder auf gut Deutsch: Muffensauen.


Um Gewalt in der Form einer kriegerischen Auseinandersetzung geht es hier auch nicht. Was den Frieden IN der Gesellschaft betrifft, den sehe ich heute mehr bedroht als in den letzten 70 Jahren.

Ach, und wieso soll es nicht darum gehen?

Würdest du denn diesen Zustand als friedlicher und weniger "verroht" betrachten, wenn ihr einen Kriegszustand hättet?

Weisst du, ich finde Frieden schon prinzipiell friedlicher als Krieg.... aber das ist nur meine persönliche Ansicht.




"So geschichtlich" gehst Du davon aus....soso. Hat Dir das Dein Geschichtslehrer erzählt?:rolleyes:

Letztens hatten wir auch ne lustige Geschichte.... ging um Leute, denen Fakten egal sind und die sich selbst in eine ausgewachsene Psychose steuern unter Ignoranz tatsächlicher Fakten.

Es ging um Leute, die einfach irgendwelche Behauptungen über ihre Gesprächspartner aufstellen. Dabei wurde bemerkt, dass man früher solchen Leuten eins aufs Maul gegeben hat für ihre Frechheit, aber dass sich diese Leute heute hinter ihrem Computer verstecken.

Messerjocke2000
12-10-2016, 11:42
Für einen Privatmann gibt es keinen vernünftigen Grund, eine Waffe besitzen zu wollen, da das Gewaltmonopol beim Staat liegt..
Was hat denn das Gewaltmonopol mit Waffenbesitz zu tun?
Gewaltmonopol heisst, dass nur der Staat das Recht mit Gewalt durchsetzen darf.
Das darf ich als Privatmensch weder mit noch ohne Waffe, außer bei Selbstverteidigung.






Bin auch froh, dass das Gesetz hier so restriktiv ist.
Will jetzt nicht jedes Mal Angst auf der Straße haben müssen, dass ich oder einer meiner Familien-Angehörigen Jemanden mit Waffe begegnen, der ihnen oder mir gefährlich werden kann..
Ich verstehe das Gefühl, ich teile es allerdings nicht. Jetzt musst Du ja auch Angst haben, das jemand mit einem Messer, einer Machete oder Kampfkunstkentnissen rumläuft.


Ja, das Gefühl zur Realität zu adeln, ist zur Zeit weit verbreitet.
Wars doch schon immer. MMA verroht die Jugend, Gung-Fu Filme führen zu Straßenkämpfen und Ballerspiele mahcen Amokläufer.

Hab ich was vergessen?
Achja, Rollbretter werden uns alle ins Verderben führen...:D

Messerjocke2000
12-10-2016, 11:46
Jaja, wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten.


Da kann ich ehrlich gesagt die Aufregung nicht so ganz nachvollziehen.
Mein Auto melde ich auch an und gebe an, wenn ich es verkaufe. Bzw. der Käufer meldet es um.

Das die gegenwärtige technische Umsetzung in Deutschland mangelhaft ist, steht ja auf einem anderen Blatt.

Aber nach einer Straftat nachvollziehen zu können, wo eine Schusswaffe herkommt, finde ich schon hilfreich.

Verhindert zwar erstmal nix, kann aber beim Aufklären helfen.

Mr.Fister
12-10-2016, 11:52
ACAB ist da noch das harmloseste, wenn auch schon eine strafbare Beleidigung, die meist ungeahndet bleibt,
Nope. ACAB als Kleideraufkleber ist meiner Erinnerung nach nicht strafbar.
kraken hat recht. zumindest, was die deutsche rechtslage angeht:


Die Kundgabe der Buchstabenkombination „ACAB“ im öffentlichen Raum ist vor dem Hintergrund der Freiheit der Meinungsäußerung nicht ohne weiteres strafbar.

https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2016/bvg16-036.html

Messerjocke2000
12-10-2016, 11:56
Ich kann daher nur anekdotenhaft aus meiner eigenen Biographie antworten:
In musclesnatches Jugend....in grauer Vorzeit....Mitte der 1980er Jahre.....gab es durchaus noch selbstverständliche Regeln, die von allen beachtet wurden (Ausnahmen bestätigen immer die Regel!). Leute, die auf Gewalt aus waren, suchten sich Gegner, keine Opfer.
Halte ich für ein Gerücht.
Ansonsten bitte eine Quelle. Ich kenne das aus meinem persönlichen Umfeld auch so, allerdings bin ich auch in einer "guten Gegend" aufgewachsen und bin mir bewusst, dass meine Erfahrungen nicht die Gesamtsituation widerspiegeln.


die überall erlebbare und spürbare Tendenz zur gesellschaftlichen Verrohung und Rücksichtslosigkeit, von der die tatsächliche Gewaltkriminalität eben nur die Spitze darstellt.

Erlebt und gespürt kann das durchaus so sein.
Das hängt ja u.A. vom Erlebenden, der derzeitigen Umgebung usw. ab

Ich ertappe mich durchaus auch dabei, "Die Jugend von heute" zu denken. Wenn ich aber mal genauer drüber nachdenke, waren wir damals genauso Kackbratzen oder Schwiegermütterträume wie heute.

Außer der Musik, die WAR früher besser!:D

Die Statistik sagt aber was anderes. Die Gewalt geht seit etwa Mitte der 90er zurück. Unsere Jugendzeit war also faktisch wesentlich "schlimmer" als heute...

Mr.Fister
12-10-2016, 12:07
die überall erlebbare und spürbare Tendenz zur gesellschaftlichen Verrohung und Rücksichtslosigkeit, von der die tatsächliche Gewaltkriminalität eben nur die Spitze darstellt.
Erlebt und gespürt kann das durchaus so sein.
Das hängt ja u.A. vom Erlebenden, der derzeitigen Umgebung usw. ab

Ich ertappe mich durchaus auch dabei, "Die Jugend von heute" zu denken. Wenn ich aber mal genauer drüber nachdenke, waren wir damals genauso Kackbratzen oder Schwiegermütterträume wie heute.


man darf was "unsere" altersklasse angeht eines nicht vergessen:

wir hatten damals kein internet, viele sachen haben wir damals schlicht nicht in dem maße mitbekommen, wie das heute der fall ist.

allein aufgrund des heutigen informationsangebots hat man im vergleich zu früher beinahe automatisch den eindruck, heute gäbe es viel mehr gewalt und alles sei krasser... egal, was die statistik so sagt.

Kraken
12-10-2016, 12:13
Da kann ich ehrlich gesagt die Aufregung nicht so ganz nachvollziehen.
Mein Auto melde ich auch an und gebe an, wenn ich es verkaufe. Bzw. der Käufer meldet es um.

Aber nach einer Straftat nachvollziehen zu können, wo eine Schusswaffe herkommt, finde ich schon hilfreich.

Verhindert zwar erstmal nix, kann aber beim Aufklären helfen.

Ich bin übrigens auch Befürworter einer Registrationspflicht für Schusswaffen.

Gewisse Restriktionen sind sinnvoll.

Ich befürworte auch eine mündliche, schriftliche und praktische Prüfung und unter Umständen eine psychologische Abklärung.



kraken hat recht.

So läufts im Leben... man diskutiert und diskutiert und am Ende habe ich Recht. :D



Erlebt und gespürt kann das durchaus so sein.
Das hängt ja u.A. vom Erlebenden, der derzeitigen Umgebung usw. ab

Ich ertappe mich durchaus auch dabei, "Die Jugend von heute" zu denken. Wenn ich aber mal genauer drüber nachdenke, waren wir damals genauso Kackbratzen oder Schwiegermütterträume wie heute.


Die Statistik sagt aber was anderes. Die Gewalt geht seit etwa Mitte der 90er zurück. Unsere Jugendzeit war also faktisch wesentlich "schlimmer" als heute...

Danke.



Außer der Musik, die WAR früher besser!:D


Natürlich!

Sehe ich nämlich auch so. Wir sind uns aber unserer persönlichen Prägung bewusst.

Hat mir mal einer ins Gesicht geschmissen, als ich mich darüber ausgelassen habe, dass die Disney-Filme früher viel viel besser waren und das begründet habe, sagte er nur:

"Ja, ich fand auch, dass die Filme noch viel besser waren, als ich noch eine funktionierende Fantasie hatte und in den Filmen versinken konnte."

Kraken
12-10-2016, 12:14
man darf was "unsere" altersklasse angeht eines nicht vergessen:

wir hatten damals kein internet, viele sachen haben wir damals schlicht nicht in dem maße mitbekommen, wie das heute der fall ist.

allein aufgrund des heutigen informationsangebots hat man im vergleich zu früher beinahe automatisch den eindruck, heute gäbe es viel mehr gewalt und alles sei krasser... egal, was die statistik so sagt.

Auch darf man nicht vergessen:

Als Teenager haben wohl die Meisten wenig Zeitung gelesen, wenig Nachrichten im TV gesehen und äusserst wenige dürften Freunde gehabt haben, die als Polizisten und Ähnliches arbeiten.

Als Kind bekommt man einfach ne Menge gar nicht mit.

Ich z.B. habe erst als Erwachsener gecheckt, dass wir gar nicht reich waren. :D

Silberpfeil
12-10-2016, 12:56
Wars doch schon immer. MMA verroht die Jugend, Gung-Fu Filme führen zu Straßenkämpfen und Ballerspiele mahcen Amokläufer.
Wir verstehen unter "immer" verschiedene Dinge. Ich hab Abitur gemacht, da gabs die DDR noch und Internet war unbekannt. Und obwohl das Ende des kalten Krieges und die Wiedervereinigung hochemotionale Jahre waren, haben sich diese Gefühle nicht so in die Entscheidungsfindung gedrängt wie heute.

Keiner, der von uns Wessis drüben war und den schmierigen Braunkohlendreck um Erfurt und Dresden oder die bröckelnden Fassaden abseits der Hauptstraßen gesehen hat, hat Kohl seine blumigen "blühenden Landschaften im Osten" ernsthaft abgekauft. Wir waren keine demokratischen Anfänger, wir kannten die Bedeutung des Wortes "Wahlversprechen". Diese Worte waren an die neuen Bundesländer gerichtet, wo man idealistisch im Aufbruch-Rausch war, träumen wollte und empfänglich war für solche rosaroten Luftschlösser.

Messerjocke2000
12-10-2016, 14:02
allein aufgrund des heutigen informationsangebots hat man im vergleich zu früher beinahe automatisch den eindruck, heute gäbe es viel mehr gewalt und alles sei krasser... egal, was die statistik so sagt.
Stimmt, das kommt auch noch dazu!

Ich bin übrigens auch Befürworter einer Registrationspflicht für Schusswaffen.

Gewisse Restriktionen sind sinnvoll.

Ich befürworte auch eine mündliche, schriftliche und praktische Prüfung und unter Umständen eine psychologische Abklärung.

Ja, so analog zum Führerschein.


Natürlich!

Sehe ich nämlich auch so. Wir sind uns aber unserer persönlichen Prägung bewusst.

Mein Kind gibt mir recht. :cool:



"Ja, ich fand auch, dass die Filme noch viel besser waren, als ich noch eine funktionierende Fantasie hatte und in den Filmen versinken konnte."
Jo, wenn ich mir einige Filme ankucke, die ich früher UNBEDINGT sehen wollte und TOTAL cool fand...
Topgun ist das beste Beispiel für mich.:ups:
sooo schlecht...


Wir verstehen unter "immer" verschiedene Dinge. Ich hab Abitur gemacht, da gabs die DDR noch und Internet war unbekannt. Und obwohl das Ende des kalten Krieges und die Wiedervereinigung hochemotionale Jahre waren, haben sich diese Gefühle nicht so in die Entscheidungsfindung gedrängt wie heute.
Das war nicht mein Punkt.
Mein Punkt, war, dass immer schon die Tendenz da war, die eigenen Erfahrungen und Gefühle als Maß der Realität zu nehmen.

"Die Jugend von heute" "Es wird ja immer schlimmer"
Die Realität sieht halt anders aus, zumindest im Durchschnitt und für ganz Deutschland.

Ich war auf dem Gymnasium in einem "guten" Stadtteil, meine Mutter war Lehrerin an einer Hauptschule in einem sozialen Brennpunkt.

Da lagen Welten zwischen im Umgang auf dem Schulhof. Gleiche Stadt, gleiche Zeit, komplett andere Erfahrungen.

Von daher spreche ich auch niemandem seine Erfahrungen und Gefühle ab. Nur sollten Gesetze halt nicht auf Basis von Gefühlen gemacht werden, sondern rein rational (soweit Menschen dazu in der Lage sind)

Jetzt bin ich eh eher liberal unterwegs und denke, es sollte alles erstmal erlaubt sein, wenn nicht nachweislich ein signifikanter Schaden entsteht.

Und dann sollte nur soweit das Recht des Einzelnen eingeschränkt werden ,wie nötig, um das Risiko für die Allgemeinheit auf ein vertretbares Maß zu senken.

Da sind wir mMn beim Waffenrecht in Deutschland schon drüber weg.

Und daran ändert es halt grad nix, wenn jemand sich von Waffen bzw. deren Besitzern bedroht fühlt. Analog Kampfsport, analog Messer, analog Computerspiele.
Und es ist auch komplett Wurst, wozu ein Gegenstand ursprünglich mal gedacht war. Wie gesagt, Kampfkunst war auch nur für Zerstörung und Töten gedacht.

Silberpfeil
12-10-2016, 16:21
Mein Punkt, war, dass immer schon die Tendenz da war, die eigenen Erfahrungen und Gefühle als Maß der Realität zu nehmen.

Das sehe ich anders. Und ich glaube, du auch, weil...


"Die Jugend von heute" "Es wird ja immer schlimmer". Die Realität sieht halt anders aus, zumindest im Durchschnitt und für ganz Deutschland.[...] Da lagen Welten zwischen im Umgang auf dem Schulhof. Gleiche Stadt, gleiche Zeit, komplett andere Erfahrungen.

.. du es selbst sagst, dass schon damals Welten zwischen dem Umgang untereinander existierten. Das die bildungsferneren Schichten schon immer schnelle und einfache Lösungen bevorzugt haben, ist ja bekannt und auch naheliegend. Sie stehen aber nicht für ganz Deutschland. Sie stehen nur gerade (im Moment noch) mit ihren Transparenten allein auf der Straße. Was vielleicht auch daran liegt, dass das andere Deutschland Vertrauen in die Fähigkeit der Demokratie hat, solches Geblöke in den Griff zu kriegen?

Schwammal
12-10-2016, 17:07
Achso. Die bekannte englische Diktatur. :cool:

Beim Flugschein etwa muss man tatsächlich auch regelmäßige Flugstunden nachweisen. Ob sich über diese skandalös diktatorische Maßnahme auch regelmäßig Flieger und Nichtflieger bitterlich im Internet beschweren?

... und Steuern und Sicherheitsvorschriften gibts auch bei so ziemlich allem, vom Hundebesitz bis zur Inbetriebnahme eines Kamins. Bloß, nur und ausgerechnet bei Waffen, speziell Schusswaffen, stellt sich ein bestimmtes Klientel immer total auf die Hinterbeine und schreit "Diktatur!".
Was steckt da dahinter? Kastrationsangst? Oder vielleicht die heimliche Phantasie, es denen da oben mal so richtig mit der eigenen Waffe...?

Ich hab geschrieben dass meist die Diktaturen scharfe Waffengesetze haben, England hab ich nur erwähnt um zu zeigen wie viel Sicherheitsgewinn sie bringen. War das wirklich so unverständlich?

Was sind das bitte für Vergleiche mit Fliegern und Schusswaffen? Logisch muss man im Übung bleiben wenn man fliegt, ein Fehler kann man sich kein zweites mal leisten. Beim Auto wäre es eigentlich auch so, es reicht nicht zu wissen wo die Bremse ist. Bei Schusswaffen dagegen reicht es schon zu wissen was man darf und was nicht, geht man mal ne Zeit weniger schießen gehen halt die Streukreise auf, das wars.
Nochmal, da werden Äpfel mit Birnen verglichen, bei Flugstunden geht es darum wenigst wenige Unfälle zu haben, den vorgeschriebenen Schießstandbesuchen soll die Zahl der Waffenbesitzer verringert werden. Die die weniger schießen gehen meist sogar übervorsichtiger mit ihren Waffen um weil sie keine Routine haben.

Und, so wie welche für die Inbetriebnahme eines Kamins zahlen zahlen wir für jeden Waffeneintrag, Verlängerung des Jagdscheins, ausstellen einer WBK. Ist auch in Ordnung so. Und Sprüche wie "Kastrastionsangst" und "denen da oben mal so richtig zeigen" kann sich ein außenstehender sparen. Waffenbesitzer haben nun mal viel Geld in ihr Hobby gesteckt und haben Spaß daran. Warum fängt dieses "Klientel" dann mit Diktatur an? Vielleicht weil man völlig Grundlos schikaniert wird und nicht nachvollziehen kann warum? Der private Waffenbesitz hat mit der Kriminalitätsrate nichts zu tun, Waffenbesitzer sind welche der Gesetzestreusten Bürger. Natürlich gibt es Vorfälle welche durch Hervorhebung der Medien ins Auge stechen. Aber bevor mich Nachbar Sportschütze erschießt werd ich wahrscheinlich 10 000 mal überfahren, erstochen und im Urlaub von Kokosnüssene erschlagen.

musclesnatch
12-10-2016, 18:19
Scheinbar hast du nicht verstanden, worums bei der Feststellung von verschiedenen Stufen der Einschränkung des Erwerbs gegangen ist.

Das wird's sein. Ich bin einfach zu dumm, Deine geistigen Ergüsse nachzuvollziehen. Vielleicht liegts aber auch daran, dass die innere Logik fehlt?


Das ist ja auch nicht so schlimm. Aber dann solltest du davon absehen, anderer Leute Reife in Zweifel zu ziehen und stattdessen aufmerksam zuhören.

Mein Gott, Du hast Recht! Wie konnte ich so anmaßend sein, die Worte von Kraken in Zweifel zu ziehen. Das grenzt an Blasphemie. Ich sollte mich besser in Demut üben und ihm einfach nur zuhören. Hai, Sensei!


Natürlich ist jede Hürde, die auf dem Weg zu irgendeinem bestimmten Ziel zu nehmen ist, eine Einschränkung. Illegale Einwohner und andere können damit keine Waffe kaufen. Es ist eine gute Einschränkung.

Wo soll da die Hürde sein? Dass man evtl. 2 Tage länger warten muss, bevor man sich seine Knarre abholen kann? Und wenn die Einschränkung gut ist (was sie natürlich ist) warum kritisierst Du das dann überhaupt?


Jein. Wer zu Recht befürchtet, dass sein legaler Zweck zukünftig illegal sein könnte, der kann damit durchaus ein Problem haben.

Die größte Angst in deinem Leben scheint zu sein, dass jemand kommt um Dir Deine Schießeisen wegzunehmen.


Die Volkszählung in den Niederlanden hat den Nazis sehr geholfen bei der Verfolgung der Juden:
https://www.uni-muenster.de/NiederlandeNet/nl-wissen/geschichte/vertiefung/judenverfolgung/beginn.html
Die EU übt jetzt schon grossen Druck auf uns Schweizer aus.

:ups:Das hab ich jetzt wieder nicht wirklich gelesen, oder?!:(
Um das mal auf der Zunge zergehen zu lassen: Du vergleichst die Registrierungspflicht für Schußwaffenbesitzer mit der Judenverfolgung durch die Nazis!! You made my day, Kleiner!


Wenn also das Waffengesetz verschärft wird und mir plötzlich nicht mehr erlaubt ist, eine Waffe zu besitzen, dann werden alle registrierten Waffen eingezogen.

Ja und? Dann werden sie eben eingezogen, wenn es das Gesetz so will. Springst Du dann von der Brücke? Hat Dein Leben ohne Knarre keinen Sinn mehr?


Waffenbesitzer könnten als "Gefahr für den Staat" betrachtet werden. Wäre ja nicht das Erste Mal.

Und wieder kommt Deine größte Angst durch. Der böse Nazi Staat will mir meine Knarren wegnehmen, die ich brauche, um mich...wovor auch immer...zu schützen und meine Freiheitsrechte zu verteidigen. Wer von uns beiden hat paranoide Wahnvorstellungen?


Ich habe kein Problem mit der schweizer Gesetzgebung. Angst habe ich schon gar keine.

Deine obigen Aussagen bezeugen das Gegenteil.


Mein Eindruck verstärkt sich, dass du nicht sehr klug bist. Ich möchte um Entschuldigung bitten, dass ich deinen Denkapparat dermassen überfordert habe.

:rolleyes:


Tut mir leid für die schwierigen Worte, die ich benutze. Ich weiss wirklich nicht, wie ich mich artikulieren soll, damit du mich verstehst.
Vielleicht sagst du mir dein liebstes Malbuch und ich versuche deren Sprachstil zu imitieren. :)
lol, von "unreif" faseln aber einfache Sätze nicht verstehen.

:rolleyes:



Mir gefällt es schon, dich als Angsthasen hinzustellen...

Das sagt immerhin manches über Deinen Charakter aus.


Eben, du bestätigst meine Aussage: Deine Ansicht basiert auf deinem Vergleich mit deiner Jugendzeit und deiner Erfahrung als Erwachsener.
Diesen Fehler begehen viele, welche nicht geschult sind im Umgang mit subjektiven Informationen und deren Abgleich zu objektiven solchen.

Wer sagt eigentlich, dass subjektive Eindrücke automatisch falsch sein müssen.? Das ist so ein automatischer Reflex in Diskussionen geworden. Beobachten, Empirie, eigene Wahrnehmung des (hier) gesellschaftlichen Umfeldes ist in den Sozialwissenschaften eine anerkannte Methode des Erkenntnisgewinns.


Was also bei Musclesnatch in seiner nerdigen Ponyhof-Welt "nicht im heutigen Ausmass üblich war" davon geht Musclesnatch aus, dass es für die ganze Welt, zumindest für ganz Deutschland gilt?
Oder wieso sollte relevant sein, was auf deinem Schulhof passiert ist?

Vom Speziellen auf das Allgemeine schließen ist eine anerkannte wissenschaftliche Mehode des Erkenntnisgewinns, zumal in den Sozialwissenschaften. Sprich: Wenn es auf "meinem" Schulhof in den 80ern so war, dann wird es vermutlich auch auf anderen westdeutschen Schulhöfen und Städten der 80er so gewesen sein.



Stimmt, frühere Generationen von Jugendlichen haben sich stets durch eine respektvolle Haltung der Authorität gegenüber hervorgetan.... wers glaubt wird selig.

Phänomene wie versuchte Gefangenenbefreiung im Gericht und auf Polizeirevieren durch Clans/Großfamilien/Gangs würde ich als neues Phänomen bezeichnen. Hast Du Belege, dass sowas gehäuft auch vor 30 Jahren schon vorgekommen ist? Dasselbe gilt für die bereits von mir genannten Attacken mit Todesfolge.


Aber wer glaubt, seine subjektive Wahrnehmung in seiner eigenen Stadt liesse sich als allgemeingültige Wahrheit auf dem Gesamtzustand der Menschheit übertragen, dessen geistiger Horizont lässt mich erschaudern.

Siehe oben. Induktion ist grundsätzlich ein zulässiges Mittel des Erkenntnisgewinns. Sofern gewisse Rahmenbedingungen beachtet werden.


Nope. ACAB als Kleideraufkleber ist meiner Erinnerung nach nicht strafbar.

....und vermutlich findest Du es auch "cool" und in Ordnung, oder?


lol.... "Verrohung" während andere über Verweichlichung klagen, redest du von Verrohung. :D

"Verrohung" und "Verweichlichung" in der Gesellschaft verstehe ich in diesem Zusammenhang nicht als Gegensatzpaar.


Du hast wirklich sowas wie paranoide Wahnvorstellungen, oder auf gut Deutsch: Muffensauen.

Wer hier Paranoid ist (Hilfe, hilfe, der böse Staat will das Waffengesetz ändern mir meine Knarren wegnehmen:( ) haben wir ja weiter oben schon gesehen.


Ach, und wieso soll es nicht darum gehen?

Würdest du denn diesen Zustand als friedlicher und weniger "verroht" betrachten, wenn ihr einen Kriegszustand hättet?

Nochmal: Hier geht es um Gewaltkriminalität, nicht um organisierten Krieg zwischen Staaten.


Letztens hatten wir auch ne lustige Geschichte.... ging um Leute, denen Fakten egal sind und die sich selbst in eine ausgewachsene Psychose steuern unter Ignoranz tatsächlicher Fakten.

Was ist mit Deiner(!) Psychose, dass ein Buhmann kommt, um Dir Deine geliebten Knarren wegzunehmen und nur deswegen eine Registrierungspflicht besteht?


Dabei wurde bemerkt, dass man früher solchen Leuten eins aufs Maul gegeben hat für ihre Frechheit, aber dass sich diese Leute heute hinter ihrem Computer verstecken.

Spiel bitte mit Leuten in Deiner Altersklasse, Kleiner!
Weisst Du....diese Worte zeigen mir deutlich, dass Du charakterlich ungeeignet bist, Waffen zu besitzen. Du bist das beste Argument FÜR ein restriktives Waffenrecht.

musclesnatch
12-10-2016, 18:32
Was hat denn das Gewaltmonopol mit Waffenbesitz zu tun?

Was ist Zweckbestimmung einer Schusswaffe? Ein Haus zu bauen? Nägel in die Wand kloppen? Essen zubereiten?
Nein.....
zu zerstören und zu Lebewesen zu verletzen.
Damit also das Ausüben von Gewalt.
Auch das Argument des sportlichen Einsatzzwecks lasse ich nur bedingt gelten. Wenn ich sportlich schießen will, kann ich das auch mit Luftgewehren oder maximal Kleinkaliber. Dazu brauche ich keine Glock, keine Desert Eagle, keine SIG P 229. Die genannten sind Waffen! 9mm Luger oder .357 Magnum lässt sich als Patrone nicht sportlich begründen. Es handelt sich um Munition für combative Zwecke.

Daher finde ich es nachvollziehbar, davon auszugehen, dass sich unter Personen, die bestrebt sind, in den Besitz solcher rein combativer Schusswaffen zu kommen, verstärkt auch solche befinden, die.....sagen wir mal, nicht bereit sind, das Gewaltmonopol des Staates ohne Wenn und Aber zu akzeptieren.

Mr.Fister
12-10-2016, 19:00
Was ist Zweckbestimmung einer Schusswaffe?

eine schußwaffe ist ein werkzeug. wie ein schlachtermesser oder eine harpune oder ein ... alligator (frei nach dem berühmten alltagsphilosophen homer jay simpson)!! :D

Schnueffler
12-10-2016, 19:22
Was ist Zweckbestimmung einer Schusswaffe?...

IPSC ist kein Sport?
Dann würde uns sowas verwehrt bleiben:
NMl0xXRskc0

Silberpfeil
12-10-2016, 19:59
Was ist Zweckbestimmung einer Schusswaffe? Ein Haus zu bauen? Nägel in die Wand kloppen? Essen zubereiten?
Nein.....
zu zerstören und zu Lebewesen zu verletzen.

Unter anderem. Aber unter anderem auch Löcher irgendwo reinzustanzen. Zum Beispiel in Pappscheiben. Und zwar bitteschön reproduzierbar möglichst auf den mm genau. Das sind die Zweckbestimmungen meiner Schußwaffen. Damit wird auch klar, worin der Unterschied von LP, KK und .357 besteht. Zerstören und Lebewesen verletzen kannst du mit allen dreien, mit abnehmender Schwierigkeit. Aber damit auf den mm genau Löcher stanzen wird umso schwieriger, je größer die E0.

Messerjocke2000
13-10-2016, 07:40
Was vielleicht auch daran liegt, dass das andere Deutschland Vertrauen in die Fähigkeit der Demokratie hat, solches Geblöke in den Griff zu kriegen?
Wir reden anneinander vorbei, glaube ich.


Was ist Zweckbestimmung einer Schusswaffe? Ein Haus zu bauen? Nägel in die Wand kloppen? Essen zubereiten?
Nein.....
zu zerstören und zu Lebewesen zu verletzen.
Damit also das Ausüben von Gewalt.

Selbst wenn dem so wäre, beeinträchtigte das nicht zwingend das Gewaltmonopol des Staates.
Kampfkünste sind dem ursprünglichen Zweck nach auch dazu bestimmt, Gewalt auszuüben.
Beeinträchtigt das deiner Meinung nach auch das Gewaltmonopol?
Sollte z.B. Krav Maga oder Systema verboten werden, weil die zur Gewaltausübung gedacht waren / sind?


Daher finde ich es nachvollziehbar, davon auszugehen, dass sich unter Personen, die bestrebt sind, in den Besitz solcher rein combativer Schusswaffen zu kommen, verstärkt auch solche befinden, die.....sagen wir mal, nicht bereit sind, das Gewaltmonopol des Staates ohne Wenn und Aber zu akzeptieren.
OK, dein Standpunkt ist demnach, das Waffenbesitzer grundsätzlich eher ihr Recht mit Gewalt durchsetzen (das ist das Gewaltmonopol), richtig?

Hast Du dafür irgendeine Quelle, die dieses Bauchgefühl unterstützt? Also, das Besitzer von Schußwaffen, meinetwegen auch Besitzer von rein "combativen" Schusswaffen, das Gewaltmonopol eher untergraben als nicht-Schußwaffenbesitzer?

Gilt das deiner Meinung nach nur für Schußwaffen, oder auch für Blankwaffen und Kampfkünste?

Messerjocke2000
13-10-2016, 07:56
Das sehe ich anders. Und ich glaube, du auch, weil...
Nope. Sehe ich ganz genau so.
Die Tendenz, die eigene Erfahrungen und Gefühle als die Realität zu sehen, gab es immer schon.






.. du es selbst sagst, dass schon damals Welten zwischen dem Umgang untereinander existierten.
Richtig. Und das erklärt, warum z.B. meine Mutter das Gefühl hatte, dass Schüler tendenziell Kackbratzen sind (mal gaaaanz vereinfacht und über einen Kamm geschoren), mein Vater, der an einer Gesamtschule war, ein anderes Bild hatte und ich, als Jugendlicher am Gymnasium wieder ein anderes Bild hatte.


KEINE dieser Erfahrungen spiegelt aber die volle Realität wieder!
Sondern immer nur einen Teil und den auch noch subjektiv gefärbt.
Und darum sollte man darauf keine Gesetze basieren (darum geht´s ja hier).

Z.B. sollte es für das Waffengesetz völlig irrelevant sein, ob jemand beim Anblick einer Barrett Angstausbrüche oder einen Ständer bekommt.

Silberpfeil
13-10-2016, 10:53
KEINE dieser Erfahrungen spiegelt aber die volle Realität wieder! Sondern immer nur einen Teil und den auch noch subjektiv gefärbt.
Das ist richtig. Aber wenn du sie alle zusammennimmst, hast du einen umfassenden Querschnitt der deutschen Jugend betrachtet. Es fehlen nur noch die Förderschulen und Schulverweigerer, wenn man vollständig sein will. Deine Mutter war Hauptschullehrerin in einem Brennpunkt. Natürlich bezieht sie die Bezeichnung auf ihre Klientel, wenn sie solche "Liebesbezeichnungen" für ihre SuS finden kann. Das macht jeder Lehrer.

Gesetze basieren auf den Anforderungen des gesamten deutschen Volkes. Steht über dem Bundestag.


Z.B. sollte es für das Waffengesetz völlig irrelevant sein, ob jemand beim Anblick einer Barrett Angstausbrüche oder einen Ständer bekommt.
Du betrachtest eine Grenze von 1. Das ist ungefährlich. Wie sieht es aus bei 1000, 10.000, 100.000 Menschen in diesem Land? Ab welcher Messlatte werden Emotionen denn relevant? Es gibt einen Grund für die niedrige Wahlbeteiligung der letzten Jahre.

Messerjocke2000
13-10-2016, 11:32
Deine Mutter war Hauptschullehrerin in einem Brennpunkt. Natürlich bezieht sie die Bezeichnung auf ihre Klientel, wenn sie solche "Liebesbezeichnungen" für ihre SuS finden kann. Das macht jeder Lehrer.
Die Bezeichnung kam von mir.:D
*********kinder war glaube ich von ihr oder meinem Vater...
War auch nicht auf alle bezogen.



Du betrachtest eine Grenze von 1. Das ist ungefährlich. Wie sieht es aus bei 1000, 10.000, 100.000 Menschen in diesem Land? Ab welcher Messlatte werden Emotionen denn relevant? Es gibt einen Grund für die niedrige Wahlbeteiligung der letzten Jahre.
Emotionen sollten für Gesetze irrelevant sein. Sollten.
Selbst wenn 60 Millionen im Land sich von Waffen (oder Flüchtlingen oder Chemtrails) bedroht fühlen, sollte das nicht zu einem Verbot bzw. Gesetzesverschärfungen führen.

Die niedrige Wahlbeteiligung liegt sicher auch an einem Gefühl der Ohnmacht und der gefühlten Wahl zwischen Pest und Cholera.

Wenn man sich aber arg nach den Gefühlen der Mehrheit richtet, wirds halt rational gesehen eher nicht besser.
Stichwort freundlicher Polizeistaat.

Da hilft mMn primär Bildung. Staatsbürgerkunde z.B.
Nach meinem Austauschjahr in den USA wusst ich zumindest, wie da gewählt wird und wie Gesetze erlassen werden (zumindest grob).

Diskussionskultur und logische "Beweisführung" sind auch keine Unterrichtsfächer.

Silberpfeil
13-10-2016, 11:47
Emotionen sollten für Gesetze irrelevant sein. Sollten.Selbst wenn 60 Millionen im Land sich von Waffen (oder Flüchtlingen oder Chemtrails) bedroht fühlen, sollte das nicht zu einem Verbot bzw. Gesetzesverschärfungen führen.
Warum nicht? Sind diejenigen, die sich von Gefühlen leiten lassen, weniger stimmberechtigt?


Wenn man sich aber arg nach den Gefühlen der Mehrheit richtet, wirds halt rational gesehen eher nicht besser.
Und wenn man sie ignoriert, wundert man sich über das Aufstiegspotential von Parteien, die exklusiv darauf aufgebaut sind.


Diskussionskultur und logische "Beweisführung" sind auch keine Unterrichtsfächer.
Das stimmt nicht.

Hundertzehn
13-10-2016, 12:41
Warum nicht? Sind diejenigen, die sich von Gefühlen leiten lassen, weniger stimmberechtigt?

Wir leben in einer Republik. Das ist nicht das Gleiche wie "Herrschaft der Mehrheit".

Silberpfeil
13-10-2016, 12:52
Die Frage steht unbeantwortet.

Terao
13-10-2016, 12:54
Du betrachtest eine Grenze von 1. Das ist ungefährlich. Wie sieht es aus bei 1000, 10.000, 100.000 Menschen in diesem Land? Ab welcher Messlatte werden Emotionen denn relevant? Es gibt einen Grund für die niedrige Wahlbeteiligung der letzten Jahre.Postfaktisches Zeitalter. :p

Kraken
13-10-2016, 12:58
Moderne Demokratie:

1. Jeder hält sich selbst für den Klügsten.

2. Jeder, der eine andere Meinung hat, ist im besten Falle ein Dummkopf, im schlimmeren Falle die Ausgeburt des Bösen-

3. Die Meinungen und Gefühle von als dumm klassifizierten Menschen sind unwichtig.

4. Unser Zweck heiligt die Mittel. Wir handeln quasi aus Notwehr, die anderen sollen sich zuerst unseren moralischen Ansichten unterjochen bevor sie gehört werden. Wir müssen uns aber nicht an unsere moralischen Standarts halten, weil unser Zeck die Mittel heiligt.

hand-werker
13-10-2016, 13:42
Ich sehe, Du hast es verstanden. Jetzt gib mir bitte deine Waffen, ich verwahre sie für Dich. :D

Kraken
13-10-2016, 13:53
Ich sehe, Du hast es verstanden. Jetzt gib mir bitte deine Waffen, ich verwahre sie für Dich. :D

Klingt nach dem fairen Deal.... was könnte schon schief gehen? :D

Messerjocke2000
14-10-2016, 08:48
Warum nicht? Sind diejenigen, die sich von Gefühlen leiten lassen, weniger stimmberechtigt?
Habe ich nicht gesagt.
Nur, das Gesetze nicht auf Emotionen basieren sollten.
Gesetze werden nicht per direkter Wahl bestimmt.
Die Legislative muss ggf. halt erklären können, warum die Gefühle nicht die Realität widerspiegeln und daher eben ein Verbot von Kampfsport nicht sinnvoll oder hilfreich ist.




Und wenn man sie ignoriert, wundert man sich über das Aufstiegspotential von Parteien, die exklusiv darauf aufgebaut sind.

Von ignorieren habe ich auch nix gesagt.
Man muss seine Politik schon verkaufen können, das ist aber auch nichts Neues, Lincoln musste die Befreiung der Sklaven verkaufen, Roosevelt den Eintritt in den Krieg, Kohl die Deutsche Einheit usw. usf.

Ich gebe dir recht, wenn man die Emotionen ignoriert, unterstützt man indirekt populistische Parteien und Politiker.

Siehe USA, wo alle Kandidaten eigentlich völlig glattgespült und damit nicht mehr glaubwürdig waren. Bis auf einen Spinner, der aber sagt, was viele fühlen...

Meiner Meinung nach nicht erstrebenswert.



Das stimmt nicht.
Ich channel mal Loriot: ACH?

In der Gesamtschule in NRW steht es meines Wissens nicht auf dem Lehrplan.

Wenn das anderswo unterrichtet wird ist das super und sollte überall passieren. Genau wie Staatsbürgerkunde...

Silberpfeil
14-10-2016, 11:21
Habe ich nicht gesagt.
Nur, das Gesetze nicht auf Emotionen basieren sollten.
Gesetze werden nicht per direkter Wahl bestimmt.
Spielt es dafür denn eine Rolle, dass wir eine repräsentative Demokratie sind? Oder verzögert es nur den Prozess? Glaubst du, AfD-Abgeordnete wandeln sich alle zu rationalen Entscheidern, wenn sie an die Macht kommen sollten? Oder hoffst du darauf, dass der Wähler deren Aufstieg zuvor beendet und die "Volksparteien" sich an ihrem Erfolg kein Beispiel nehmen? Du wohnst nicht zufällig in Bayern?


Ich channel mal Loriot: ACH?

In der Gesamtschule in NRW steht es meines Wissens nicht auf dem Lehrplan.

Wenn das anderswo unterrichtet wird ist das super und sollte überall passieren. Genau wie Staatsbürgerkunde...
Ohne "Diskussionskultur" kann kein Unterricht stattfinden, egal welches Fach, egal welche Schulform. Unterricht funktioniert nur über Kommunikation. Sowas wird gelehrt ab dem ersten Schultag.
"Logische Beweisführung" ist Kerninhalt der Mathematik. Auch das zwingend ab Klasse 1 im Sachrechnen enthalten.
Warum glaubst du, gibt es die Schulpflicht? Damit wir Humanressourcen für die Wirtschaft heranziehen? Sind wir hier in China?

D_LU
14-10-2016, 13:46
Was ist Zweckbestimmung einer Schusswaffe?

Ohh, das hängt sehr stark von den Eigenschaften, unabhängig vom Kaliber, der Schusswasffe ab.

z.B:
Eine IPSC-Racegun ist dafür gebaut um bei IPSC-Wettkämpfen dem Benutzer möglichst hohe Chancen auf das Siegertreppchen zu ermöglichen.

Eine Walther GSP im Kaliber 32 ist dafür gebaut um in der Disziplin Großkaliber zu gewinnen.

So kann man noch etliche Beispiele nennen wo die Waffen auf sportliche Belange spezialisiert sind, totz Großkaliber.

Und wir können uns gerne mal treffen das Du unter Wettkampbedingnen die
Disziplin Supermagnum schießt... dann wirst Du schon feststellen das es eine sehr hohe sportliche Herausforderung ist diese Waffen zu beherschen.



Daher finde ich es nachvollziehbar, davon auszugehen, dass sich unter Personen, die bestrebt sind, in den Besitz solcher rein combativer Schusswaffen zu kommen, verstärkt auch solche befinden, die.....sagen wir mal, nicht bereit sind, das Gewaltmonopol des Staates ohne Wenn und Aber zu akzeptieren.

Krass, was Du für einen Generalverdacht und Misstrauen Deinen Mitmenschen gegenüber hegst.

Was bedeutet für Dich eigentlich Gewaltmonopol des Staates?

Messerjocke2000
14-10-2016, 14:25
Spielt es dafür denn eine Rolle, dass wir eine repräsentative Demokratie sind? Oder verzögert es nur den Prozess? Glaubst du, AfD-Abgeordnete wandeln sich alle zu rationalen Entscheidern, wenn sie an die Macht kommen sollten?
Den Konjunktiv hast Du aber gesehen, oder?
SOLLTE.
Das das in der Realität anders ist, sehen wir z.B. fürs Waffenrecht nach jeder spektakulären Tat.


Ohne "Diskussionskultur" kann kein Unterricht stattfinden, egal welches Fach, egal welche Schulform. Unterricht funktioniert nur über Kommunikation. Sowas wird gelehrt ab dem ersten Schultag.
"Logische Beweisführung" ist Kerninhalt der Mathematik. Auch das zwingend ab Klasse 1 im Sachrechnen enthalten.
Das meinte ich nicht, ist aber auch sowas von weit vom Thema ab...
Wenn das gelehrt WÜRDE, HÄTTEN wir doch deutlich weniger emotionale Diskussionen, sondern man könnte sich auf rationaler Ebene über die positiven oder negativen Wirkungen eines Gesetzes unterhalten.

Silberpfeil
14-10-2016, 15:25
Den Konjunktiv hast Du aber gesehen, oder?
SOLLTE. Das das in der Realität anders ist, sehen wir z.B. fürs Waffenrecht nach jeder spektakulären Tat.
[...]
Wenn das gelehrt WÜRDE, HÄTTEN wir doch deutlich weniger emotionale Diskussionen, sondern man könnte sich auf rationaler Ebene über die positiven oder negativen Wirkungen eines Gesetzes unterhalten.
Du siehst die Verbindung nicht. Kann auch sein, du verwechselst gelehrt mit gelernt. Aber auch etwas zu können ist zuerstmal nur notwendige, aber keine hinreichende Bedingung einer Ausübung. Es wird gelehrt. Und dennoch haben wir emotionale Diskussionen, nicht nur bei bildungsschwachen Schichten, die nicht anders können.

Rational ist nicht menschlich. Wir sind keine Vulkanier.

Auch Berufspolitiker lassen sich von Gefühlen leiten, teilweise aus niedrigsten Beweggründen (zB. aus reinem Machtstreben bzw. Machterhalt). Macht korrumpiert. Immer. Man erfindet und lügt sich jahrzehntelang den eigenen Lebenslauf in die Tasche, um als respektierter MdB zu gelten. Man spielt "kill the messenger", um Kritik und Fehlverhalten unter dem Teppich zu halten, man redet schön, man wiegelt ab, man biegt sich die Dinge zurecht, wie man sie gerne hätte, man wirft mit Dreck auf die Umgebung, so daß man nicht als einziger Dreckspatz dasteht, usw. Nichts davon ist rational. Es sei denn, aus egoistischer Sicht.

musclesnatch
14-10-2016, 20:12
Selbst wenn dem so wäre, beeinträchtigte das nicht zwingend das Gewaltmonopol des Staates.

Wenn sie entsprechend eingesetzt werden, schon.



Kampfkünste sind dem ursprünglichen Zweck nach auch dazu bestimmt, Gewalt auszuüben.
Beeinträchtigt das deiner Meinung nach auch das Gewaltmonopol?

Wenn sie entsprechend eingesetzt werden, schon.


Sollte z.B. Krav Maga oder Systema verboten werden, weil die zur Gewaltausübung gedacht waren / sind?

Hier ausgerechnet Systema als Beispiel anzuführen, ist.... na ja...hihi....ist irgendwie....*prust*grins......ähhm..hihi:D
Kampfsportarten zu verbieten, halte ich für sinnlos bzw. unmöglich. Ungefähr so, wie ein Verbot, sich zu Hause einen runterzuholen.


OK, dein Standpunkt ist demnach, das Waffenbesitzer grundsätzlich eher ihr Recht mit Gewalt durchsetzen (das ist das Gewaltmonopol), richtig?

Nein, das war nicht meine Aussage. Sie lautete: Der Staat kann (richtigerweise) davon ausgehen, dass unter Leuten, die versuchen, an für Combatzwecke konstruierte Waffen zu kommen, gehäuft Leute sind, (im Vergleich zur Normalbevölkerung), die das Gewaltmonopol des Staates nicht akzeptieren. Die Aussage bezog sich also auf die Einstellung eines Teilds der Waffenkäufer. Nicht auf gewalttätiges Verhalten als Solches.


Hast Du dafür irgendeine Quelle, die dieses Bauchgefühl unterstützt? Also, das Besitzer von Schußwaffen, meinetwegen auch Besitzer von rein "combativen" Schusswaffen, das Gewaltmonopol eher untergraben als nicht-Schußwaffenbesitzer?

Meine Lebenserfahrung....
ehrlich gesagt, nervt es mich etwas, dass jedwede Behauptung, zu der nicht mindestens eine offizielle Untersuchung des statistischen Bundesamtes zitiert werden kann, reflexartig als "subjektiv", "Bauchgefühl" und "Wahnvorstellung" abgetan wird (natürlich nur, wenn sie nicht zur eigenen Meinung passt ;) ). Ich sag mal so, ohne überheblich klingen zu wollen: Lebensältere Leute, die viele Menschen kennengelernt haben, wissen einfach gewisse Dinge. Auch, wenn sie darüber keine Statistik führen. Quantive Erhebungen sind ja gut, aber man sollte sie nicht als das alleinige Kriterium des Erkenntnisgewinns missverstehen. Zudem ist es bekanntlich nicht so, dass man mit ihnen nichts verfälschen könnte ;)


Gilt das deiner Meinung nach nur für Schußwaffen, oder auch für Blankwaffen und Kampfkünste?

Kommt auf die Art an: Was Vollkontakt KS betrifft, finden sich hier schon mehr Leute, die der Gewalt zugeneigt sind. Einfach mal in die nächste Thaibox oder MMA Veranstaltung gehen, z.B. hier im Pott, sich das Publikum ansehen und dann vergleichen mit der Aikidogruppe! War nicht kürzlich sogar ein Thread bzgl. gegenseitige Überfälle in MMA Gyms?
Bei den Blankwaffen gibt die Gruppe, die eher aus der Fantasy Rollenspielecke kommen. Sind erfahrungsgemäß dem europäischen Schwertkampf zugeneigt, also HEMA u.ä. Und dann gibt es die...ääähh...ich nenne sie mal....Messerjockel;)

musclesnatch
14-10-2016, 20:34
So kann man noch etliche Beispiele nennen wo die Waffen auf sportliche Belange spezialisiert sind, totz Großkaliber.

Kann ich mit einer IPSC Waffe niemanden verletzen oder töten?? Sogar besser als mit der Standardversion, da diese präziser ist?


Und wir können uns gerne mal treffen das Du unter Wettkampbedingnen die
Disziplin Supermagnum schießt... dann wirst Du schon feststellen das es eine sehr hohe sportliche Herausforderung ist diese Waffen zu beherschen.

Danke, aber ich brauch meine Handgelenke noch....



Krass, was Du für einen Generalverdacht und Misstrauen Deinen Mitmenschen gegenüber hegst.

Du empfindest es als krass, ich empfinde es als naheliegend und folgerichtig. Wenn ich Drogenfahnder wäre, würde ich auch eher in der Ballermann Disco Kontrolle machen als im Altersheim. Da würde man auch kein krasses Misstrauen und Generalverdacht gegenüber 16-22 jährigen Jugendlichen vorwerfen.


Was bedeutet für Dich eigentlich Gewaltmonopol des Staates?

Ich beantworte ungerne solche offen gestellten Fragen. Nicht, weil ich dazu keine Meinung hätte, sondern weil sowas in aller Regel ausartet. Bei Interesse empfehle ich die einschlägige Rechtsliteratur oder Wikipedia.

Schnueffler
14-10-2016, 20:58
...
Du empfindest es als krass, ich empfinde es als naheliegend und folgerichtig. ...

Du weißt aber schon, welche Hürden es bedarf, um Waffenbesitzer zu werden?
Es sprach hier auch niemand davon, Waffen in jedem Discounter frei zu verkaufen, wobei ich glaube, dass du sowas allen unterstellst, die ein liberaleres Waffenrecht befürworten.
Ich lasse ja auch niemanden ohne Prüfung Auto fahren.

musclesnatch
15-10-2016, 08:44
Es sprach hier auch niemand davon, Waffen in jedem Discounter frei zu verkaufen, wobei ich glaube, dass du sowas allen unterstellst, die ein liberaleres Waffenrecht befürworten.

Wenn ich mir die Aussagen von z.B. Kraken so ansehe, scheint genau so etwas seine Vorstellung von einem liberalen Waffenrecht zu sein (siehe diverse Zitate von ihm, auf die ich eingegangen bin). Selbst die reine Registrierungspflicht wurde von ihm ja als unerträgliche Gängelung beschrieben. Wer den freien Waffenverkauf für gefährlich hält, ist ein Angsthase und Hemdpisser.....
In manchen Bundesstaaten der USA ist übrigens genau das (Verkauf von assault rifles als Discountware im Supermarkt) Realität.

Schnueffler
15-10-2016, 11:06
Dann solltest du seine Beiträge nochmals lesen.
Er schreibt sogar ausdrücklich, das die Registrierung begrüßt wird, nur das es halt eine Einschränkung sei.
In welchem Bundesstaat denn?
Ich kenne bisher nur, das man Waffen wie Einzellader und Repetierer in einigen Bundesstaaten direkt mitnehmen kann, Kurzwaffen, Halb- und Vollautomaten (wo sie legal sind) bekommt man nur nach einer Prüfung des Ausweises, was mindestens drei Werktage dauert.

D_LU
15-10-2016, 11:45
Kann ich mit einer IPSC Waffe niemanden verletzen oder töten?? Sogar besser als mit der Standardversion, da diese präziser ist?

Deine Argumentation für ein Totalverbot für Privatpersonen war, das Schusswaffen ausschließlich zum Töten/Verletzen von Menschen gebaut werden.

Ich habe Deine unwahre Behauptung widerlegt.




Danke, aber ich brauch meine Handgelenke noch....


Siehst Du...



Du empfindest es als krass, ich empfinde es als naheliegend und folgerichtig.

Wenn ich es richtig verstanden habe bist Du im Polizeidienst.
Sehr bedenklich wenn Personen mit Deiner Geisteshaltung, kein Vertrauen in dem normalen Bürger gegenüber, so einen Dienst verrichten.




Ich beantworte ungerne solche offen gestellten Fragen. Nicht, weil ich dazu keine Meinung hätte, sondern weil sowas in aller Regel ausartet. Bei Interesse empfehle ich die einschlägige Rechtsliteratur oder Wikipedia.

Mich interessiert nicht die Rechtsliteratur oder Wikipedia sondern Deine Auslegung.
Wenn Diese in Richtung der Grünen geht das der nomale Bürger sich in keiner Weise bewaffnen dürfen sollte um ggf einen gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriff von sich oder anderen abwehren zu können dann bist Du einer derjenigen die das Gewaltmonopol des Staates nicht verstanden haben.

Wenn Du aber in die Richtung tendierst das man auf Demos keine Streifenwagen anzündet, Polizisten mit Steine bewirft oder Wahlplakate missliebiger Parteien abreißen darf, dann sind wir in dem Punkt eher auf einer Linie.

musclesnatch
15-10-2016, 12:43
Deine Argumentation für ein Totalverbot für Privatpersonen war, das Schusswaffen ausschließlich zum Töten/Verletzen von Menschen gebaut werden.
Ich habe Deine unwahre Behauptung widerlegt.

Ist IPSC nicht erfunden worden, um ein reales Feuergefecht zu simulieren? Auch, wenn es sich von diesen Ursprüngen ein wenig entfernt hat: IPSC Waffen sind "echte" Waffen. IPSC und ähnliche Ausprägungen im Schießsport sind wohl in Wahrheit eher als "Vorbereitungstraining" für den Ernstfall zu verstehen. Auch wenn dies kein IPSC Ausübender natürlich so zugeben würde.
Was spräche dagegen, ein IPSC mit...sagen wir Airsoftwaffen auszuüben?



Siehst Du...

Sehe ich was? Dass man durch .45 Winchester Magnum und ähnliche Großwild Fangschuß Patronen ein Aua Handgelenk bekommt?



Wenn ich es richtig verstanden habe bist Du im Polizeidienst.
Sehr bedenklich wenn Personen mit Deiner Geisteshaltung, kein Vertrauen in dem normalen Bürger gegenüber, so einen Dienst verrichten.

Sagen wir mal so: Die Erfahrungen, die ich im öffentlichen Dienst mit "Publikumskontakt" gemacht habe, haben mich geprägt. Da ich dort erst festgestellt habe, wie erschreckend hoch die Quote an Spinnern, Verantwortungslosen und Radikalen unter "normalen Bürgern" tatsächlich ist. Häufig sind das grade solche, bei denen man es am wenigsten vermutet.


Wenn Diese in Richtung der Grünen geht...

Ich soll gemeinsame Auffassungen mit den Grünen vertreten? Danke, jetzt muss ich kotzen:flop:


...das der nomale Bürger sich in keiner Weise bewaffnen dürfen sollte UM ggf einen gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriff von sich oder anderen abwehren zu können

Wozu dient denn jetzt die Bewaffnung? Zum Sport machen oder doch zur Verteidigung (s.o.)? Sind es also doch Waffen und keine Sportgeräte??
Das Recht auf Notwehr vertrete ich uneingeschränkt. Das Notwehrrecht ist aber kein Türöffner für Waffenbesitz. Es darf nicht missbraucht werden, um darüber in den Besitz von Schusswaffen zu gelangen.


dann bist Du einer derjenigen die das Gewaltmonopol des Staates nicht verstanden haben.

Wenn Du meinst.....


Wenn Du aber in die Richtung tendierst das man auf Demos keine Streifenwagen anzündet, Polizisten mit Steine bewirft oder Wahlplakate missliebiger Parteien abreißen darf, dann sind wir in dem Punkt eher auf einer Linie.

Wenn es nach mir ginge, würde jemand, der Polizisten mit Steinen bewirft (was ich als versuchten Totschlag an Beamten einstufe) innerhalb von Sekunden als Sieb enden....

Schnueffler
15-10-2016, 12:53
Nach deiner Argumentation wäre Biathlon ja auch eine Vorbereitung für den Winterkampf.

Und IPSC ist eben kein Verteidigungs- oder Angriffsschießen, weil dort ganz andere Regeln gelten.

Eine Schusswaffe kann wie vieles mehrere Zwecke haben, sei es ein Sportgerät oder auch ein Mittel zur Selbstverteidigung.

Meine Fragen zu den Bundesstaaten hast du nicht beantwortet.

Warum ist es auch für einen Berufswaffenträger so ein großes Problem und Aufwand um an eine private Schusswaffe zu kommen? Ist er nicht vertrauenswürdig genug? Warum sollte er nicht die Möglichkeit haben, auch privat die selbe Waffe zu besitzen, um sich mit seinem Arbeitsgerät vertraut zu machen?

musclesnatch
15-10-2016, 12:56
In welchem Bundesstaat denn?
Ich kenne bisher nur, das man Waffen wie Einzellader und Repetierer in einigen Bundesstaaten direkt mitnehmen kann, Kurzwaffen, Halb- und Vollautomaten (wo sie legal sind) bekommt man nur nach einer Prüfung des Ausweises, was mindestens drei Werktage dauert.

Eine eingehende Analyse des US Waffenrechts ist nicht ganz einfach, da man anders als in der BRD Gesetze auf Bundes- Staats- und kommunaler Ebene berücksichtigen muss, also extrem uneinheitliches Bild besteht. Ich beneide niemanden, der sich als Anwalt dort mit Waffenrechtsfällen auseinandersetzen muss, da schon zwischen Kauf- und Wohnort völlig abweichende Regelungen bestehen können. Tendenziell gehört Texas anscheinend zu den liberalsten Staaten. Hier ein paar Eindrücke. Alles gezeigte ist völlig legal.

Schnueffler
15-10-2016, 13:00
Ja, in Texas ist es verboten seine Waffe verdeckt zu tragen.
Du musst sie öffentlich tragen.
Kaufen kannst du in Texas zu der Zeit, als ich damals da war maximal Halbautomaten.
Für jede Waffe musste man seinen Ausweis vorlegen, der wurde kopiert und an das ATF gefaxt. Wenn von dort grünes Licht kam, konnte man auch als Deutscher (mit entsprechender staatlichen Genehmigung) 2 Kurz- und 5 Langwaffen nach einer Woche erhalten.

musclesnatch
15-10-2016, 18:02
Kaufen kannst du in Texas zu der Zeit, als ich damals da war maximal Halbautomaten.

Offensichtlich hat sich das geändert.
Heute darf man nicht nur Vollautomaten besitzen, sondern sogar Maschinengewehre!

https://www.youtube.com/watch?v=kNlPsupx6Ks


Warum ist es auch für einen Berufswaffenträger so ein großes Problem und Aufwand um an eine private Schusswaffe zu kommen? Ist er nicht vertrauenswürdig genug? Warum sollte er nicht die Möglichkeit haben, auch privat die selbe Waffe zu besitzen, um sich mit seinem Arbeitsgerät vertraut zu machen?

Ich sehe keinen triftigen Grund, warum ein Polizist im privaten Leben waffenrechtlich anders behandelt werden sollte als andere Bürger.


Nach deiner Argumentation wäre Biathlon ja auch eine Vorbereitung für den Winterkampf.

Das wäre der Biathlon heute auch noch, im Sinne von Schießen und Skilanglauf unter körperlichen Erschöpfungsbedingungen. Allerdings besteht zwischen IPSC und Biathlon der feine Unterschied, dass Biathleten KK Waffen benutzen, die für combative Zwecke ungeeignet sind.

Schnueffler
15-10-2016, 18:05
Offensichtlich hat sich das geändert.
Heute darf man nicht nur Vollautomaten besitzen, sondern sogar Maschinengewehre!

https://www.youtube.com/watch?v=kNlPsupx6Ks

Für Vollautomaten brauchte man eine extra Genehmigung.

Was ist mit den Sachen bzgl. Berufswaffenträgern?

Und wenn würde Junkie XY wohl eher überfallen und mit dem Messer bedrohen um seine Sucht zu finanzieren? Den Mann der unbewaffnet ist oder den, an dessen Hüfte eine 45acp hängt?

musclesnatch
15-10-2016, 18:23
Für Vollautomaten brauchte man eine extra Genehmigung.

Na wenigstns etwas. Wäre ja noch schöner, wenn man nicht mal die bräuchte.



Und wenn würde Junkie XY wohl eher überfallen und mit dem Messer bedrohen um seine Sucht zu finanzieren? Den Mann der unbewaffnet ist oder den, an dessen Hüfte eine 45acp hängt?

Was wäre, wenn Junkie xy kein Messer, sondern eine .45 ACP hätte, um jemanden zu überfallen?

Schnueffler
15-10-2016, 18:27
Na wenigstns etwas. Wäre ja noch schöner, wenn man nicht mal die bräuchte.




Was wäre, wenn Junkie xy kein Messer, sondern eine .45 ACP hätte, um jemanden zu überfallen?

Junkie XY wäre ja kein unbescholtener Bürger, da er ja sicherlich schonmal mit dem Gesetz in Konflikt getreten ist und dürfte keine Waffe mehr besitzen. In Texas z.B. wenn du betrunken Auto fährst, eine Anzeige wegen BtM hattest, KV Delikte oder auch sonst gegen andere Auflagen verstößt, bist du die Waffen los.

Was ist mit dem Rest der Fragen?

musclesnatch
15-10-2016, 18:41
Junkie XY wäre ja kein unbescholtener Bürger, da er ja sicherlich schonmal mit dem Gesetz in Konflikt getreten ist und dürfte keine Waffe mehr besitzen.

Soweit die Theorie. Wenn Schusswaffen aber erst mal flächendeckend in der Bevölkerung sind, werden sie auch auf dem Schwarzmarkt zu haben sein. Oder xy fälscht Dokumente. Oder xy beauftragt seinen nicht vorbestraften Cousin mit dem Waffenkauf oder...oder...oder...



Was ist mit dem Rest der Fragen?

Welche Frage meinst Du? Das mit den Berufswaffenträgern hatte ich schon beantwortet. Im Übrigen darf man von mir -wie von anderen Thread-Teilnehmern- hier keine Lösung für alles und Paradeantworten auf Max-Planck-Instituts-Niveau erwarten.

BTW:
Unabhängig von meiner persönlichen waffenrechtspolitischen Auffassung dürften die Prognosen für legale Waffenbesitzer übel sein. So manches an Entwicklungen lässt sich schon jetzt erahnen/bzw. liegt gewissermaßen in der Luft. Was passiert wohl nach noch ein paar Amokläufen (die kommen bestimmt), nach noch ein paar Attentaten ala Paris (die kommen GANZ bestimmt, diese Geißel kriegen wir aus Europa nicht mehr weg)? Was, wenn Islamisten mit legalen Waffen einen Anschlag begehen, die sie als Sportschützen erworben haben? Welche Außenwirkung wird das wohl haben? Terroristen werden jeden(!) erdenklichen Weg nutzen, legal oder illegal, um an Waffen zu kommen. Das europaweite Totalverbot auf EU-Ebene kommt sowieso in den nächsten Jahren.

Schnueffler
15-10-2016, 18:49
Soweit die Theorie. Wenn Schusswaffen aber erst mal flächendeckend in der Bevölkerung sind, werden sie auch auf dem Schwarzmarkt zu haben sein. Oder xy fälscht Dokumente. Oder xy beauftragt seinen nicht vorbestraften Cousin mit dem Waffenkauf oder...oder...oder...

...

Ich weiß gerade echt nicht, ob ich lachen oder weinen soll.
Wie viele Legalwaffen landen denn auf dem Schwarzmarkt oder werden für Verbrechen genutzt?
Fast jede Waffe, die bei inkriminierten Delikten eine Rolle spielt, stammt aus dem Ostblock oder wurde bei Einbruchsdiebstähle erbeutet. Das eine Legalwaffe "verschwindet" kann man an einer Hand abzählen.

Da du das andere nachträglich erst geschrieben hast:
Warum will ein Polizist z.B. auch privat eine P99 besitzen und damit trainieren? Vielleicht will er sein Arbeitsgerät beherrschen und auch damit sicher umgehen können. Wenn ich bei Bekannten höre, das die teilweise 2x im Jahr dienstliche schießen und dabei auch nur 15 Schuss abgeben, Handlingstraining gar nicht durchgeführt wird, kann ich es verstehen, wenn ich es anderweitig trainieren will.

Ist der Polizist nach Dienstende nicht mehr so Vertrauenswürdig, das ihm da der Umgang mit einer Waffe nicht mehr zugetraut werden kann?
Oder darf er ggf. seine Dienstwaffe mit nach Hause nehmen?
Oder hat er die Möglichkeit jederzeit da ran zu kommen?

Terao
15-10-2016, 19:00
oder wurde bei Einbruchsdiebstähle erbeutet. Wär das nicht`n Argument für die besseren Tresore?

Schnueffler
15-10-2016, 19:14
Wär das nicht`n Argument für die besseren Tresore?

Richtig!

hand-werker
15-10-2016, 20:41
Offensichtlich hat sich das geändert.
Heute darf man nicht nur Vollautomaten besitzen, sondern sogar Maschinengewehre!

https://www.youtube.com/watch?v=kNlPsupx6Ks
.

Das wurde weiter vorne im Thread schon geklärt. Die Tatsache, dass man die US amerikanischen Regelungen dazu relativ leicht im Netz findet, die deutschen aber nicht, war einer der Gründe, diesen Thread zu starten.

PS: private Gatling Gun d84r8gMGxFQ

Tyrdal
15-10-2016, 21:32
Fast jede Waffe, die bei inkriminierten Delikten eine Rolle spielt, stammt aus dem Ostblock oder wurde bei Einbruchsdiebstähle erbeutet.Aha, das bedeutet also je mehr legale Waffen desto mehr potentielle illegale Waffen!

Schnueffler
15-10-2016, 21:37
Aha, das bedeutet also je mehr legale Waffen desto mehr potentielle illegale Waffen!

Wie kommst du da drauf?

Tyrdal
15-10-2016, 21:41
Ist das nicht offensichtlich? Je mehr legale Waffen existieren desto mehr können bei Einbrüchen erbeutet werden.

Außerdem sind die im Ostblock, was auch immer das ist, auch nicht alle illegal.

hand-werker
15-10-2016, 21:43
Wenn 1000 Waffen in Privatbesitz sind, kann man maximal 1000 Waffen klauen. Wenn 100000 Waffen in Privatbesitz sind, kann man theoretisch 100000 Waffen klauen.
Edit: Tyrdal war schneller

Schnueffler
15-10-2016, 21:44
Ist das nicht offensichtlich? Je mehr legale Waffen existieren desto mehr können bei Einbrüchen erbeutet werden.

Außerdem sind die im Ostblock, was auch immer das ist, auch nicht alle illegal.

Klar, nur mittlerweile sind die Anforderungen der Aufbewahrung höher geworden.

Das meiste sind ehemalige Militärwaffen, sprich hauptsächlich die Pistolen.

Tyrdal
15-10-2016, 21:46
Klar, nur mittlerweile sind die Anforderungen der Aufbewahrung höher geworden..
Und da halten sich natürlich alle alle dran ...

Schnueffler
15-10-2016, 21:57
Und da halten sich natürlich alle alle dran ...

Sollten sie, denn ansonsten ist die Erlaubnis weg.

Tyrdal
15-10-2016, 22:34
Das hat die Amoktäter noch nie abgehalten die Waffen ihrer Eltern zu nehmen. Außerdem könnte man man dann die Waffen erst nach dem Unglück entziehen.

Schnueffler
15-10-2016, 22:52
Das hat die Amoktäter noch nie abgehalten die Waffen ihrer Eltern zu nehmen. Außerdem könnte man man dann die Waffen erst nach dem Unglück entziehen.

Deswegen sollte man seine Waffen auch entsprechend wegschließen und die Schlüssel auch aufbewahren.

Tyrdal
15-10-2016, 22:58
Tun aber halt nicht alle. Und je mehr Waffenbesitzer, desto mehr Leute die dies nicht tun.

Wer Sport damit treiben will braucht die Dinger trotzdem nicht zu Hause. Im Verein könnte man den Wegschluß vermutlich besser regeln.

Schnueffler
15-10-2016, 23:03
Gerade im Verein nicht, da Schützenvereine lange das Ziel von Einbrüchen war, um in Waffenbesitz zu gelangen. So gelangte die RAF an ihre Waffen.

Tyrdal
15-10-2016, 23:09
Aha, also werden doch legale Waffen zu illegalen. Und Mißbrauchspotential gibts überall.

Silberpfeil
15-10-2016, 23:19
Kommt jetzt wieder das Argument der zur ignorierenden Verhältnismäßigkeit?:)

Schnueffler
15-10-2016, 23:22
Aha, also werden doch legale Waffen zu illegalen. Und Mißbrauchspotential gibts überall.

Da ist die Gefahr eines Amoklaufs mittels zweier Macheten größer.

Willi von der Heide
16-10-2016, 00:05
Wer Sport damit treiben will braucht die Dinger trotzdem nicht zu Hause. Im Verein könnte man den Wegschluß vermutlich besser regeln.

Wie soll das praktisch gehen ?

Vereinshäuser haben meistens gar nicht die Kapazitäten um soviele Schränke aufzustellen. Außerdem müßten die meisten Schützenhäuser dann zu regelrechten Festungen ausgebaut werden, was die Kosten für alle Mitglieder in die Höhe treiben würde.
Und was ist, wenn man die Waffe(n) mal richtig reinigen will ? Wo soll man das machen ? Im Vereinsheim ist doch gar nicht genug Platz.

Wer die Auflagen erfüllt, sollte die Sachen auch zuhause haben.

Silberpfeil
16-10-2016, 00:16
Ganz abgesehen davon, dass sich die örtliche Polizeidienststelle bedanken wird, dass sie jeden Monat zweimal wegen Alarm rausfahren darf um Einbrecher davon abzuhalten, den dann notwendigen Waffenraum zu knacken.

Gast
16-10-2016, 00:27
Wer Sport damit treiben will braucht die Dinger trotzdem nicht zu Hause. Im Verein könnte man den Wegschluß vermutlich besser regeln.

Das übliche Argument dagegen ist, dass so viele Waffen/Munition auf einem Haufen Begehrlichkeiten wecken, bei Leuten, die an Waffen kommen wollen.
Man denke an den Soldatenmord von Lebach (https://de.wikipedia.org/wiki/Soldatenmord_von_Lebach).
Daher war ich etwas verwundert, zu hören, dass Privatpersonen bis zu 10.000 Schusswaffen lagern und frage mich, wie das gesichert ist.

Schnueffler
16-10-2016, 00:40
... und frage mich, wie das gesichert ist.

Du brauchst einen entsprechenden Safe und der muss auch entsprechend verbaut/gesichert sein.

Silberpfeil
16-10-2016, 02:03
Wie bereits angedeutet, Panzerraum mit Standleitung der Alarmanlage zur nächsten Polizeidienststelle, wie es jeder Waffensammler ab bestimmter Sammlungsgröße zur Auflage gemacht bekommt.

Privatpersonen und tausendfacher Waffenbesitz, klar. Die Leute dieser Republik, die das allein schon finanziell gestemmt kriegen würden, kannst du an einer Hand abzählen. Inwiefern ist das ein Argument für irgendwas?

Schnueffler
16-10-2016, 02:23
...
Daher war ich etwas verwundert, zu hören, dass Privatpersonen bis zu 10.000 Schusswaffen lagern und frage mich, wie das gesichert ist.

Persönlich kenne ich nur den Raum einer Person mit den 10.000+ Schusswaffen.
Um da rein zu kommen sind mehrere Schlüssel, Fingerprint und Irisscan notwendig.
Seine Kellerbereich hat nach seiner Aussage mehrere 100.000 € gekostet.

musclesnatch
16-10-2016, 07:56
Fast jede Waffe, die bei inkriminierten Delikten eine Rolle spielt, stammt aus dem Ostblock oder wurde bei Einbruchsdiebstähle erbeutet.

Was damit zu erklären ist, dass eben relativ wenig Legalwaffen im Umlauf sind. Bei einer Liberalisierung des Waffenrechts würde es für Straftäter auch leichter, auf legal in Deutschland erworbene Waffen zurückzugreifen. Der Gesamtbestand an Waffen ist entscheidend, weniger, wieviele davon legal oder illegal sind. Dies wurde ja schon von anderen ausgeführt. Je mehr Waffen da sind (legal oder illegal) desto mehr werden auch für Straftaten gebraucht.


Wenn ich bei Bekannten höre, das die teilweise 2x im Jahr dienstliche schießen und dabei auch nur 15 Schuss abgeben,....

Tja, das altbekannte Problem. Die Lösung ist ja offensichtlich: Mehr Zeiten auf dem Schießstand für Waffenträger. Für jeden Sch**** ist Geld da, aber dafür seltsamerweise nicht. Es scheint in der Verwaltung die Vorstellung zu herrschen, dass der Beamte seine Waffe ja "sowieso nie" braucht. Irgendwie gibt's da in D nur Extreme: Die SE, die jeden zweiten Tag Schieß- und Einsatzübungen haben und den Rest, der das 2 mal im Jahr macht. Ein Mittelweg wäre evtl. besser.


Ist der Polizist nach Dienstende nicht mehr so Vertrauenswürdig, das ihm da der Umgang mit einer Waffe nicht mehr zugetraut werden kann?

Warum soll ein Polizist außerhalb des Dienstes "mehr" Rechte haben als andere Bürger? Ist für mich keine Frage der Vertrauenswürdigkeit, sondern der Notwendigkeit.


Oder darf er ggf. seine Dienstwaffe mit nach Hause nehmen?

Bei manchen Behörden gibt es das doch. Die BPol der Flughafeninspektionen hab ich früher häufiger mit Waffe zum Dienst, fahren sehen, die haben sie also zuhause. Wo ich grad drüber schreibe, hab ich allerdings länger nicht mehr beobachtet. Vielleicht wurden die diesbzgl. Anweisungen geändert.

Auch solche Ausnahmefälle wie der Waffengutachter mit 10.000 Waffen und Hochsicherheitskeller, für 5 Mio. Euro, um die geht es nicht. Es geht darum, dass nicht jeder Dödel und Spacken problemlos an Waffen kommt, ob legale oder illegale (diese Unterscheidung interessiert Kriminelle nicht) die dann betrunken fahrlässig gehandhabt, irgendwo achtlos liegengelassen oder damit der Typ abgeknallt wird, der ihm gerade die Perle ausgespannt hat (die Mehrzahl der Schusswaffentoten in den US sind solche Fälle häuslicher und Beziehungstaten!).

Was die Macheten betrifft: Hätte der letzte Amokläufer in München auch 9 Menschen töten können, wenn er statt einer Pistole Macheten gehabt hätte? Vielleicht. Ich bezweifle es aber stark.

Tyrdal
16-10-2016, 08:24
Da ist die Gefahr eines Amoklaufs mittels zweier Macheten größer.Das wäre ja ein Fortschritt, da Macheten ein wesentlich gerigeres Schadenspotential haben. Ja man kann damit Individuen umbringen, aber halt weniger in derselben Zeit, man kann einfacher davor weglaufen und die Polizei hätte mit Schußwaffen noch einen Reichweitenvorteil.

Hundertzehn
16-10-2016, 08:46
Was die Macheten betrifft: Hätte der letzte Amokläufer in München auch 9 Menschen töten können, wenn er statt einer Pistole Macheten gehabt hätte? Vielleicht. Ich bezweifle es aber stark.

Die Terror-Tat in München ist ja TROTZ unseres restriktiven Waffengesetzes passiert. D.h. die interessantere ist die umgekehrte Frage: Wie viele entschlossene Terroristen/Amok-Täter/etc. lassen sich von diesen Waffengesetzen von ihrer Tat abhalten? Wie viele Taten dieser Art hätten wir MEHR, wenn die Gesetze nicht so restriktiv wären?

Und da ist meine Vermutung: Es gäbe über's Jahr gemittelt bestimmt mehr Tote, irgendwo im unteren einstelligen Bereich - dafür lohnt es sich nicht, die ganze Unterdrückungsmaschine zu fahren.

musclesnatch
16-10-2016, 09:24
Wie viele Taten dieser Art hätten wir MEHR, wenn die Gesetze nicht so restriktiv wären?
Und da ist meine Vermutung: Es gäbe über's Jahr gemittelt bestimmt mehr Tote, irgendwo im unteren einstelligen Bereich

Die Verhältnisse in den USA beweisen das Gegenteil!
Es würde zu einer massiven Zunahme der Delikte mit Schusswaffen kommen, damit auch zu Tötungsdelikten mit Schusswaffen.
Die meisten Toten kommen nicht von "kriminellen" Delikten (der klassische Tankstellenüberfall), sondern aus Beziehungstaten, Nachbarschaftsstreitigkeiten u.ä., die durch das Vorhandensein von Schusswaffen zu einem Blutbad eskalieren. http://www.faz.net/aktuell/politik/waffengewalt-in-amerika-die-ernuechternde-sprache-der-zahlen-13838146.html


dafür lohnt es sich nicht, die ganze UNTERDRÜCKUNGSMASCHINE zu fahren.

Ok. Ich denke, diese Wortwahl zeigt eindeutig, welches Verhältnis Du zu unserem Staat und zur Verwaltung hast.

Hundertzehn
16-10-2016, 10:46
Die Verhältnisse in den USA beweisen das Gegenteil!
Nein. Die Verhältnisse in den USA beweisen GAR NICHTS. Weil die USA nicht Deutschland ist.



Ok. Ich denke, diese Wortwahl zeigt eindeutig, welches Verhältnis Du zu unserem Staat und zur Verwaltung hast.

Wie viele Menschen sterben durch legale Schusswaffen in Privathand? Und wie viele Menschen sterben durch legale Schusswaffen in Staatshand? Aus dieser Diskrepanz darf jeder seine eigenen Schlüsse ziehen. :)

musclesnatch
16-10-2016, 10:59
Nein. Die Verhältnisse in den USA beweisen GAR NICHTS. Weil die USA nicht Deutschland ist.

Und warum genau würde Deiner Meinung nach ein liberales Waffenrecht (und damit einhergehend die massive Verbreitung von Schusswaffen in der Bevölkerung) sich in der BRD anders auswirken als in den USA? Sprich: Nicht -wie dort- zu einer massiven Zunahme der Tötungsdelikte mit Schusswaffen führen?



Wie viele Menschen sterben durch legale Schusswaffen in Privathand? Und wie viele Menschen sterben durch legale Schusswaffen in Staatshand?

Sprichst Du jetzt von USA oder BRD?
Unterstellst Du, dass die Polizei in unrechtmäßiger Weise von ihren Dienstwaffen Gebrauch macht? Oder welchen Sinn soll so ein Vergleich überhaupt haben?


Aus dieser Diskrepanz darf jeder seine eigenen Schlüsse ziehen. :)

Die Schlüsse, die Du offenbar so ziehst, halte ich für bedenklich, um nicht zu sagen, für verantwortungslos und gefährlich.

Schnueffler
16-10-2016, 14:14
Zu den Macheten:
Da ich niemanden auf dumme Ideen bringen will, schreibe ich dazu nichts.

Und das immer wieder eingeworfener Beispiel mehr Legalwaffen = mehr Waffengewalt ist absolut nicht haltbar. Es werden dann die USA als ganzes angegeben, aber andere Länder wie Kanada oder die Schweiz nicht genannt. Auch wenn sich Leute über die Art und Weise wie in einigen Bundesstaaten mit dem Waffenrecht umgegangen wird, sich echauffiert wird, sind es aber die Bundesstaaten mit den niedrigsten Verbrechensraten und den niedrigsten Gewalttaten mit Schusswaffen.

Und diese Aussage, das jeder Dödel und Spacken eine Waffe wie ein Kaugummi verlieren könne, zeigt mir doch sehr, wie manch User hier gestrickt ist. Bekommt denn jeder Dödel und Spacken einen Führerschein und darf ein Auto bewegen?

Ja, ich könnte meine Dienstwaffe auch mit nach Hause nehmen und in meinen Safe packen. Nur hilft es mir nicht, damit zu trainieren und noch sicherer im Umgang damit zu werden.
Somit wäre für mich auch eine Notwendigkeit gegeben eine Schusswaffe privat zu besitzen und auch Munition zu erwerben.

Für was sind denn dann Armbrüste bestimmt? Siehe den anderen Fred!

Hundertzehn
16-10-2016, 14:16
Und warum genau würde Deiner Meinung nach ein liberales Waffenrecht (und damit einhergehend die massive Verbreitung von Schusswaffen in der Bevölkerung) sich in der BRD anders auswirken als in den USA? Sprich: Nicht -wie dort- zu einer massiven Zunahme der Tötungsdelikte mit Schusswaffen führen?

Weil die Anzahl der Tötungsdelikte von unglaublich vielen Faktoren abhängt; das Waffengesetz ist da nur ein ganz, ganz kleiner, ganz weit hinten in der Liste. Das erkennt man schon ganz leicht daran, dass in Ländern mit ähnlichen Waffengesetzen die Anzahl der Tötungsdelikte trotzdem ganz unterschiedlich hoch ist.



Sprichst Du jetzt von USA oder BRD?

Das ist egal.



Unterstellst Du, dass die Polizei in unrechtmäßiger Weise von ihren Dienstwaffen Gebrauch macht? Oder welchen Sinn soll so ein Vergleich überhaupt haben?

Ich unterstelle, dass "Staatsdiener" völlig rechtmäßig (oder zumindest "rechtmäßig") von ihren Dienstwaffen Gebrauch machen.

Warum unterhalten wir uns über potentiell zehn Tote mehr im Jahr durch ein liberaleres Waffenrecht, wenn die deutsche Bundeswehr in Afghanistan jedes Jahr 1000 Tote "produziert"?

Macabre
16-10-2016, 14:44
Bekommt denn jeder Dödel und Spacken einen Führerschein und darf ein Auto bewegen?


Würde ich mit ja beantworten. :)

Macabre
16-10-2016, 14:49
Hier ist noch was lustiges:

Leipzig: Polizist muss verlorene Waffe wohl bezahlen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/leipzig-polizist-muss-verlorene-waffe-wohl-bezahlen-a-1116633.html)

https://www.polizei.sachsen.de/de/44406.htm

:D :ups:

Schnueffler
16-10-2016, 15:17
Würde ich mit ja beantworten. :)

Nö, dafür gibt es eine Fahrprüfung.

Gast
16-10-2016, 15:31
Nö, dafür gibt es eine Fahrprüfung.

Zu meiner Zeit musste man dazu lediglich einen Ankreuztest bestehen, dessen Fragen man vorher üben konnte und eine kurze Zeit zeigen, dass man das Auto bedienen und im Verkehr ohne gegen die Regeln zu verstoßen, bewegen kann.
Das hält vielleicht einige Extrem-Dödel ab (also darf es tatsächlich nicht jeder Dödel) aber es bleiben offensichtlich noch genügend übrig.

hand-werker
16-10-2016, 16:24
Hier ist noch was lustiges:

Leipzig: Polizist muss verlorene Waffe wohl bezahlen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/leipzig-polizist-muss-verlorene-waffe-wohl-bezahlen-a-1116633.html)

https://www.polizei.sachsen.de/de/44406.htm

:D :ups:

In Sachsen läufts halt gerade rund :D

musclesnatch
16-10-2016, 17:12
Zu den Macheten:
Da ich niemanden auf dumme Ideen bringen will, schreibe ich dazu nichts.

In der regel kommt die entsprechende Klientel auch von allein auf alle dummen Ideen, ohne dass man sie darauf extra bringen muss.


Auch wenn sich Leute über die Art und Weise wie in einigen Bundesstaaten mit dem Waffenrecht umgegangen wird, sich echauffiert wird, sind es aber die Bundesstaaten mit den niedrigsten Verbrechensraten und den niedrigsten Gewalttaten mit Schusswaffen.

Hmmmm....habe mir grade die offiziellen US-Statistiken aufgeschlüsselt nach Einzelstaaten angesehen und da spielte zumindest Texas (nach was anderem hab ich jetzt nicht geschaut) ziemlich weit vorne mit.


Bekommt denn jeder Dödel und Spacken einen Führerschein und darf ein Auto bewegen?

Wenn ich mir das Verhalten im Strassenverkehr so ansehe: JA! Was auch nicht verwundert, da die Führerscheinprüfung keinen Test der charakterlichen Integrität beinhaltet.



Für was sind denn dann Armbrüste bestimmt? Siehe den anderen Fred!

Habe im Armbrust-Thread was zu der Gleichsetzung Armbrüste (Mittelaltertechnologie)= automatische Feuerwaffen geschrieben.

musclesnatch
16-10-2016, 17:20
Weil die Anzahl der Tötungsdelikte von unglaublich vielen Faktoren abhängt; das Waffengesetz ist da nur ein ganz, ganz kleiner, ganz weit hinten in der Liste.

Aha.....ausgerechnet die Anzahl der verfügbaren Schußwaffen in der Gesamtbevölkerung soll also grade keine nennenswerte Auswirkung auf die Kriminalität mit Schusswaffen haben? Das klingt nicht gerade logisch, um es mal zurückhaltend zu formulieren.



Ich unterstelle, dass "Staatsdiener" völlig rechtmäßig (oder zumindest "rechtmäßig") von ihren Dienstwaffen Gebrauch machen.

Wenn das so ist, warum kritisierst Du es dann und bezeichnest Staatsdiener als Teil einer "Unterdrückungsmaschine"?


Warum unterhalten wir uns über potentiell zehn Tote mehr im Jahr durch ein liberaleres Waffenrecht, wenn die deutsche Bundeswehr in Afghanistan jedes Jahr 1000 Tote "produziert"?

Erst basht Du gegen Polizisten, jetzt gegen die Bundeswehr? Ich sage ja, Du hast ein gestörtes Verhältnis zu unserem Staat und seinen Institutionen. BTW: Wie kommst Du darauf, dass Bw-Soldaten jedes Jahr 1000 Menschen in Afghanistan töten? Hast Du dazu irgendwelche Belege? So wie ich die Bw einschätze, tun die eher alles, um ihre Angehörigen aus Kampfhandlungen rauszuhalten.

Schnueffler
16-10-2016, 17:23
...
Hmmmm....habe mir grade die offiziellen US-Statistiken aufgeschlüsselt nach Einzelstaaten angesehen und da spielte zumindest Texas (nach was anderem hab ich jetzt nicht geschaut) ziemlich weit vorne mit.

Wenn ich mir das Verhalten im Strassenverkehr so ansehe: JA! Was auch nicht verwundert, da die Führerscheinprüfung keinen Test der charakterlichen Integrität beinhaltet.

Habe im Armbrust-Thread was zu der Gleichsetzung Armbrüste (Mittelaltertechnologie)= automatische Feuerwaffen geschrieben.

Hast du mal den Link zu dieser Statistik?

Mh, du setzt also erstmal alle unter Generalverdacht und nur wer einen Test der charakterlichen Integrität überlebt, darf sich was erlauben? Sollte es nicht eigentlich umgekehrt sein? Erstmal sind alle als unschuldig zu betrachten, bis man das Gegenteil nachweisen kann?

Die ersten Feuerwaffen stammen auch aus dem Mittelalter. Und nun? In dem anderen Fred gab es auch Beispiele moderner Armbrustvarianten.

musclesnatch
16-10-2016, 17:38
Hast du mal den Link zu dieser Statistik?

Hab ich auf die Schnelle nicht mehr gefunden. Aber hier ist was anderes. Praktischerweise wird hier zu jedem der 20 "Top-Mord-Staaten" auch gleich die waffenrechtlichen Regelungen mit genannt. Bei den Staaten mit der höchsten Mordrate gilt durchgehend "No gun permit required", also Waffenkauf ohne Erlaubnis möglich.
1. Alaska - Death by gun: Top 20 states with highest rates - Pictures - CBS News (http://www.cbsnews.com/pictures/death-by-gun-top-20-states-with-highest-rates/21/)


es nicht eigentlich umgekehrt sein? Erstmal sind alle als unschuldig zu betrachten, bis man das Gegenteil nachweisen kann?

Das gilt im repressiven Bereich, also Strafverfolgung. Beim Waffenrecht geht es aber um Prävention. Also möglichst vermeiden, dass erst was schlimmes passiert.


Die ersten Feuerwaffen stammen auch aus dem Mittelalter. Und nun? In dem anderen Fred gab es auch Beispiele moderner Armbrustvarianten.

Eine Luntenschlosspistole aus dem 16. Jahrhundert (Replik) würde ich nun auch nicht mit Heckler&Koch vergleichen. In den USA gibt es ja übrigens die interessante Rechtsauffassung, dass der 2. Zusatzartikel zur US-Verfassung grade wegen der technischen Weiterentwicklung nur auf Waffen anzuwenden sei, wie sie zur zeit seiner Verfassung, also um 1780, existierten. Also nicht auf moderne Waffen mit ihrer massiven Zerstörungskraft. BTW: Mal abgesehen davon bezieht sich der 2. Zusatzartikel im Wortlaut eigentlich auf die Bewaffnung von "militias" (was auch immer genau darunter zu verstehen ist), also nicht auf Waffen, die man privat zu Hause hat.

Schnueffler
16-10-2016, 17:44
Wo ist denn da nun Texas ganz vorne mit dabei?
Und wenn du dir das doch vorhin erst angeschaut hast, schau doch einfach in deinem Verlauf nach.

Wenn es um die Prävention ginge, dann müsste man bei so vielen anderen Dingen auch was machen. Aber du willst dem mündigen Bürger verbieten einem Hobby/Sport oder Faszination nachzugehen.

Eine mittelalterliche Armbrust würde ich auch nicht mit den modernen Jagd- oder Tacticalarmbrüsten vergleichen.

Gast
16-10-2016, 17:51
Keine Diskussion über Schusswaffenrecht ohne General Verdacht. :hehehe:


Sollte es nicht eigentlich umgekehrt sein? Erstmal sind alle als unschuldig zu betrachten, bis man das Gegenteil nachweisen kann?


Es geht nicht um Schuld, sondern um Eignung.
Sollte jeder geeignet gelten, bis er praktisch nachweist, dass er ungeeignet ist?
Dann kann natürlich auch jeder Dödel und Spacken eine Waffe kriegen.

Schnueffler
16-10-2016, 17:56
Keine Diskussion über Schusswaffenrecht ohne General Verdacht. :hehehe:



Es geht nicht um Schuld, sondern um Eignung.
Sollte jeder geeignet gelten, bis er praktisch nachweist, dass er ungeeignet ist?
Dann kann natürlich auch jeder Dödel und Spacken eine Waffe kriegen.

Ich sprach nie davon, das man sich die Waffe ohne Überprüfung kaufen können sollte.
Eine sichere Aufbewahrung, eine sichere Handhabung und ein Verständnis dafür müssen gegeben sein.
Aber mir widerstrebt ein Totalverbot, weil es mich, meine Interessen und meinen Spaß einschränken würde.

musclesnatch
16-10-2016, 17:59
Wo ist denn da nun Texas ganz vorne mit dabei?
Und wenn du dir das doch vorhin erst angeschaut hast, schau doch einfach in deinem Verlauf nach.

Unter den Staaten mit den meisten Schusswaffenmorden finden sich nach oben hin immer mehr mit freien Waffenerwerb, wie man in der verlinkten Statistik klar erkennen kann.
Bei dem anderen wurden die Gun murders je 100.000 Einwohner aufgelistet nach Bundesstaat. Da lag Texas mit 5 komma nochwas ziemlich weit vorne. Das war auf einem anderen Rechner. Müsste ich erst wieder raussuchen.


Aber du willst dem mündigen Bürger verbieten einem Hobby/Sport oder Faszination nachzugehen.

Dass irgendwelche Bürger etwas als faszinierend empfinden, muss es daher erlaubt sein? Ungeachtet aller anderen Aspekte?

Was die Armbrüste betrifft: Diese spielen (anders als Feuerwaffen) in der Kriminalitätsstatistik bisher keine signifikante Rolle.

Schnueffler
16-10-2016, 18:39
Bloß weil du Angst davor hast, spielt es dann eine Rolle?

Schnueffler
16-10-2016, 18:46
...
Was die Armbrüste betrifft: Diese spielen (anders als Feuerwaffen) in der Kriminalitätsstatistik bisher keine signifikante Rolle.

Dann müssten aber auch ganz viele andere Dinge verboten werden, wenn man deiner Logik folgen will.

Kraken
16-10-2016, 19:23
Was die Armbrüste betrifft: Diese spielen (anders als Feuerwaffen) in der Kriminalitätsstatistik bisher keine signifikante Rolle.

Nun, Sport-Feuerwaffen spielen in der Kriminalitätsstatistik bisher keine signifikante Rolle.

Diese Rolle wird inne gehalten von anderen Vertretern der gigantischen Familie der Feuerwaffen.

Wenn du also fähig bist zur Differenzierung zwischen Feuerwaffen und Armbrüsten... warum möchtest du diese Differenzierung nicht auch auf andere Bereiche übertragen?

Hundertzehn
16-10-2016, 21:31
Aha.....ausgerechnet die Anzahl der verfügbaren Schußwaffen in der Gesamtbevölkerung soll also grade keine nennenswerte Auswirkung auf die Kriminalität mit Schusswaffen haben? Das klingt nicht gerade logisch, um es mal zurückhaltend zu formulieren.


Deswegen schrieb ich "Tötungsdelike", und nicht "Kriminalität mit Schusswaffen".

Wenn wir alle blau lackierten Gewehre verbieten, dann werden wahrscheinlich weniger Leute mit blau lackierten Gewehren erschossen. Werden durch so ein Verbot insgesamt weniger Leute erschossen? Was meinst du?



Wenn das so ist, warum kritisierst Du es dann und bezeichnest Staatsdiener als Teil einer "Unterdrückungsmaschine"?

Ich habe hier nie Staatsdiener als Teil einer Unterdrückungsmaschine bezeichnet.
Ich habe das Gefühl, du liest nicht, was ich schreibe, sondern registrierst ein paar Stichwörter und phantastierst dir den Rest dann zusammen.



Erst basht Du gegen Polizisten, jetzt gegen die Bundeswehr?

Ich bashe nicht, ich stelle nüchtern fest: Wenn ein deutscher Staatsbürger einen anderen Menschen mit einer legalen Schusswaffe erschießt, dann ist dieser Schütze höchstwahrscheinlich ein Staatsdiener und wird für seine Tat nicht belangt.

Wenn du willst, dass weniger Menschen erschossen werden, dann ist es sinnvoll, bei den großen Zahlen anzufangen, meinst du nicht? Oder geht es dir am Ende gar nicht darum, dass weniger Menschen erschossen werden? Das glaube ich nämlich: Dir geht es nicht um Menschenleben, dir geht es um Ideologie.


Wie kommst Du darauf, dass Bw-Soldaten jedes Jahr 1000 Menschen in Afghanistan töten? Hast Du dazu irgendwelche Belege?
Dazu gibt es keine Belege. Offizielle Zahlen werden nicht erhoben oder nicht veröffentlicht. Die Zahl tausend ist eine grobe Hausnummer und stammt aus einer Befragung von Bundeswehr-Soldaten von vor ein paar Jahren. Vielleicht sind es nur hundert. Vielleicht sind es auch zweitausend. Aber eines ist sicher: Bundeswehr-Soldaten erschießen Menschen.

Terao
17-10-2016, 00:53
Persönlich kenne ich nur den Raum einer Person mit den 10.000+ Schusswaffen.
Um da rein zu kommen sind mehrere Schlüssel, Fingerprint und Irisscan notwendig.
Seine Kellerbereich hat nach seiner Aussage mehrere 100.000 € gekostet.Nja, wer sich ne Waffensammlung im Wert von zig Millionen leisten kann...


Du brauchst einen entsprechenden Safe und der muss auch entsprechend verbaut/gesichert sein.Was ja hier massiv kritisiert wird, weils ja nur der Gängelung des armen Bürgers dient.

Schnueffler
17-10-2016, 01:17
Nja, wer sich ne Waffensammlung im Wert von zig Millionen leisten kann...

Vieles waren ja sichergestellte Waffen, die er nicht bezahlen musste.


Was ja hier massiv kritisiert wird, weils ja nur der Gängelung des armen Bürgers dient.

Manche lesen hier mMn sehr selektiv und sehen alles nur schwarz oder weiß!
Das einige hier, ich eingeschlossen, ein freieres Waffenrecht wünschen, aber nicht einen ungeprüften Zugang und ohne Auflagen fordern.

Silberpfeil
17-10-2016, 01:28
Nein, die Aufbewahrungsvorschriften dienen nicht der Gängelung des armen Bürgers. Es dient der Gängelung des armen Bürgers, diese in Jahresabständen immer wieder zu ändern. Ich bin jetzt Waffenbesitzer seit 17 Jahren. Seitdem habe ich 3 verschiedene Waffentresore/Munitionsschränke anschaffen müssen, nicht weil der Platz nicht mehr gereicht hätte, sondern weil die Verwaltungsvorschriften der Behörden alle paar Jahre verschärft wurden. Zuerst wurde die Munition aus dem Waffenschrank genommen und musste separat gelagert werden (= neuer Blechschrank). Dann wurde für Kurzwaffen ein Sicherheitsschrank Stufe B gefordert (= neuer Tresor). Jetzt ist die zugehörige DIN dieser Schränke ausgelaufen und wird daher durch eine EU-Norm (Stufe 0) ersetzt (= neuer Tresor). Verkauft wird es einem dadurch, dass man jetzt die Munition wieder im Waffenschrank (im separaten Fach) lagern können soll. Ob dieses Fach überhaupt Platz genug bietet ist völlig offen, aber dafür wird auf jeden Fall der Munitionsblechschrank wieder obsolet.

Natürlich wird mein Vermieter ein Wort mitreden wollen, ob der neue (noch sicherere?) Schrank überhaupt in meine Wohnung passt, bzw. nicht Gefahr läuft, meinem Mitmieter untendrunter irgendwann durch die Decke zu brechen. Soll ich jetzt auch noch ne andere Wohnung suchen?

Wie würdest du dich fühlen, wenn das Ordnungsamt zuerst für alle Autos in Privatbesitz einen Stellplatz abseits des Bürgersteigs vorschreiben würde, nach zwei Jahren eine Überdachung dafür fordert, dann doch bitte gleich die Überdachung durch eine Garage ersetzt haben will und dann fordert, dass diese bitte eine Hebebühne, bzw. alternativ eine Montagegrube (dann aber mit Ölabscheider) aufweisen muss. Das ist Gängelung.

Ich habe die Nase gestrichen voll von diesem ständigen, nicht endenwollenden Aktionismus übereifriger Innenpolitiker allein auf meine Kosten der Öffentlichkeit Scheinsicherheit zu verjucken. Bei mir ist noch nie eingebrochen worden. In die Liegenschaften aller meiner drei Schützenvereine aber wohl. Ich wohne in einer Nachbarschaft, wo jeder jeden kennt und geschaut wird, wenn ein neues Gesicht die Straße entlang kommt. Schützenhäuser stehen aufgrund ihrer Lärmemissionen mehrheitlich abseits bewohnter Gebiete, wo keine Menschenseele mehr ist, wenn es dunkel wird.

Kann das nicht mal aufhören? Muss das immer so weitergehen??

Messerjocke2000
17-10-2016, 08:14
Meine Lebenserfahrung....
ehrlich gesagt, nervt es mich etwas, dass jedwede Behauptung, zu der nicht mindestens eine offizielle Untersuchung des statistischen Bundesamtes zitiert werden kann, reflexartig als "subjektiv", "Bauchgefühl" und "Wahnvorstellung" abgetan wird (natürlich nur, wenn sie nicht zur eigenen Meinung passt ;) ).
Uuuund wir sind beim Kern des Problems.
Du stellst deine Lebenserfahrung über jegliche Statistik, die halt regelmäßig zeigt, dass die Gewaltkriminalität, in der "1.Welt" seit Jahren zurückgeht und das der Besitz von Schußwaffen keine signifikanten Probleme verursacht.





Ich sag mal so, ohne überheblich klingen zu wollen: Lebensältere Leute, die viele Menschen kennengelernt haben, wissen einfach gewisse Dinge. Auch, wenn sie darüber keine Statistik führen.
Ich bin 41.
Ist jetzt also nicht, so , dass ich keine Lebenserfahrung hätte.
Nur bin ich mir bewußt, dass die eben nur bedingt die Realität abbildet.

Messerjocke2000
17-10-2016, 08:22
Du siehst die Verbindung nicht. Kann auch sein, du verwechselst gelehrt mit gelernt. Aber auch etwas zu können ist zuerstmal nur notwendige, aber keine hinreichende Bedingung einer Ausübung. Es wird gelehrt. Und dennoch haben wir emotionale Diskussionen, nicht nur bei bildungsschwachen Schichten, die nicht anders können.
Ja, stimmt, ich behaupte aber mal, es wird auch noch zu wenig gelehrt. Dann noch weniger gelernt und am wenigsten ausgeübt.



Rational ist nicht menschlich. Wir sind keine Vulkanier.
Stimmt, manchmal denke ich leider, dann wäre die Welt friedlicher (allerdings wohl auch deutlich langweiliger)


Auch Berufspolitiker lassen sich von Gefühlen leiten, teilweise aus niedrigsten Beweggründen (zB. aus reinem Machtstreben bzw. Machterhalt). ... Nichts davon ist rational. Es sei denn, aus egoistischer Sicht.
Da würde ich sogar behaupten, die sind durchaus rational, aber eben, wie du sagst, egoistisch.

Wir sind so ziemlich einer Meinung glaube ich.

Ich wünsche mir, Menschen, auch Politiker würden Gesetze mehr auf Basis von belegbaren Fakten erlassen denn auf Basis von Emotionen. Sowohl ihrer eigenen als auch der des Volkes.

Messerjocke2000
17-10-2016, 08:32
Es geht nicht um Schuld, sondern um Eignung.
Sollte jeder geeignet gelten, bis er praktisch nachweist, dass er ungeeignet ist?
Dann kann natürlich auch jeder Dödel und Spacken eine Waffe kriegen.
Bei der "moralischen" Eignung würde ich sagen: ja, grundsätzlich ist erstmal jeder geeignet. Wie beim Führerschein.
Ist ja auch aktuell beim Jäger / Sportschützen so. Es sei denn, man hat schon "bewiesen" dass man ungeeignet ist.
Bei der "technischen" Eignung steht, wie beim Führerschein, ein Test davor. Das ist auch gut so, finde ich, alleine um Unfällen vorzubeugen und die völligen Vollhorste rauszufiltern.

Sichere Aufbewahrung ist auch sinnvoll, um Unfällen und Diebstählen vorzubeugen.

Aus der Aufbewahrung eine Wissenschaft für sich zu machen, bring dann aber keinen Sicherheitsgewinn mehr.

Flapsig würde ich sagen: lernt mit den Waffen sicher umzugehen und die Gesetze. Schliesst die Dinger weg, wenn ihr sie gerade nicht braucht. Und wenn ihr beweist, dass ihr unfähig dazu seid, dann sind die Dinger halt wieder weg.


Bloß weil du Angst davor hast, spielt es dann eine Rolle?
Ja, darum und nur darum geht es doch.

Terao
17-10-2016, 09:51
Es dient der Gängelung des armen Bürgers, diese in Jahresabständen immer wieder zu ändern.OK, dass die Änderungen nerven, kann ich allerdings verstehen.

Hug n' Roll
17-10-2016, 13:49
Ich bin jetzt Waffenbesitzer seit 17 Jahren. Seitdem habe ich 3 verschiedene Waffentresore/Munitionsschränke anschaffen müssen, nicht weil der Platz nicht mehr gereicht hätte, sondern weil die Verwaltungsvorschriften der Behörden alle paar Jahre verschärft wurden. Zuerst wurde die Munition aus dem Waffenschrank genommen und musste separat gelagert werden (= neuer Blechschrank). Dann wurde für Kurzwaffen ein Sicherheitsschrank Stufe B gefordert (= neuer Tresor). Jetzt ist die zugehörige DIN dieser Schränke ausgelaufen und wird daher durch eine EU-Norm (Stufe 0) ersetzt (= neuer Tresor). Verkauft wird es einem dadurch, dass man jetzt die Munition wieder im Waffenschrank (im separaten Fach) lagern können soll. Ob dieses Fach überhaupt Platz genug bietet ist völlig offen, aber dafür wird auf jeden Fall der Munitionsblechschrank wieder obsolet.

Natürlich wird mein Vermieter ein Wort mitreden wollen, ob der neue (noch sicherere?) Schrank überhaupt in meine Wohnung passt, bzw. nicht Gefahr läuft, meinem Mitmieter untendrunter irgendwann durch die Decke zu brechen. Soll ich jetzt auch noch ne andere Wohnung suchen?

Wie würdest du dich fühlen, wenn das Ordnungsamt zuerst für alle Autos in Privatbesitz einen Stellplatz abseits des Bürgersteigs vorschreiben würde, nach zwei Jahren eine Überdachung dafür fordert, dann doch bitte gleich die Überdachung durch eine Garage ersetzt haben will und dann fordert, dass diese bitte eine Hebebühne, bzw. alternativ eine Montagegrube (dann aber mit Ölabscheider) aufweisen muss. Das ist Gängelung.

Ich habe die Nase gestrichen voll von diesem ständigen, nicht endenwollenden Aktionismus übereifriger Innenpolitiker allein auf meine Kosten der Öffentlichkeit Scheinsicherheit zu verjucken. Bei mir ist noch nie eingebrochen worden. In die Liegenschaften aller meiner drei Schützenvereine aber wohl. Ich wohne in einer Nachbarschaft, wo jeder jeden kennt und geschaut wird, wenn ein neues Gesicht die Straße entlang kommt. Schützenhäuser stehen aufgrund ihrer Lärmemissionen mehrheitlich abseits bewohnter Gebiete, wo keine Menschenseele mehr ist, wenn es dunkel wird.

Kann das nicht mal aufhören? Muss das immer so weitergehen??

:rofl:
Hahahaha.......

Geht mir genau so - baugleich! Ich bin ebenfalls seit 17 Jahren "Opfer" dieser absurden staatlicher Willkür.
-Endlich hat mal wer diesen Wahnsinn zusammengefasst!:halbyeaha


Und zum Thema kann ich dem persönlichen Erfahrungsschatz des Herrn musclesnatch folgenden Erfahrungsschatz des Herrn Samuel L. Jackson entgegensetzen:
"I don´t think it´s about more gun control. I grew up in the South with guns everywhere and we never shot anyone. This [shooting] is about People who aren´t taught the value of life."

Im Kern geht es zudem um die Frage, was "Staat" ist, kann und dürfen soll.
Ist der Staat die Lösung für alles bzw. erwarten wir das? (....mehr die deutsche Mentalität)
Ist der Staat das Problem bzw. wird zunehmend dazu, wenn man ihn lässt? (...mehr die amerikanische Mentalität)

hand-werker
17-10-2016, 15:01
Macht sich Silberpfeil´s Nachbar eigentlich des unerlaubten Waffenbesitzes schuldig, wenn der Tresor (voller Waffen) durch die Decke bricht und in seiner Wohnung landet? Falls ja, zählt das dann zu den Straftaten mit illegalen Waffen?

Münsterländer
17-10-2016, 15:57
Macht sich Silberpfeil´s Nachbar eigentlich des unerlaubten Waffenbesitzes schuldig, wenn der Tresor (voller Waffen) durch die Decke bricht und in seiner Wohnung landet? Falls ja, zählt das dann zu den Straftaten mit illegalen Waffen?

Vermutlich nicht, da der Schrank ja im Idealfall weiterhin verschlossen ist, und er somit trotzdem nicht die Verfügungsgewalt über die Waffen hat. Wäre aber sicherlich ein Präzedenzfall:D

Nee, aber mal im Ernst:
Immer wieder schade, wie unsachlich und ausufernd diese Waffendiskussionen werden.

Als legaler Waffenbesitzer sehe ich das eigentlich sehr entspannt.

Waffen sind gefährlich, daher sollte Zugang zu Waffen begrenzt und mit Auflagen verbunden sein. Entsprechende staatliche Kontrolle ist nervig (und in Einzelfällen m.E. auch überzogen) aber vom Grundsatz her sehr sinnvoll.

Schusswaffen sind aber statistisch gesehen auch nicht so gefährlich, dass ein Totalverbot irgendeinen Sinn hätte. Die Fälle von Missbrauch sind (wohl auch dank der o.g. Regelungen) zum Glück sehr gering. Jeder einzelne Fall ist natürlich trotzdem bedauerlich, gehört m.E. aber zum allgemeinen Risiko namens Leben.

Motorräder sind da m.E. ein gutes Vergleichsbeispiel (um das ganze mal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen).
Grundsätzlich gefährlich bei unsachgemäßer Handhabung, absolut unnötig für unsere Gesellschaft, machen aber viel zu vielen Leuten viel zu viel Spaß, als dass irgendjemand ernsthaft ein Verbot fordern würde.

Zugegeben, Motorräder sind im Gegensatz zu Waffen nicht primär zum Töten konzipiert. Ich denke aber, sie werden (zumindest bezogen auf Menschen) deutlich öfter dafür benutzt als Schusswaffen (ob nun bewusst oder unbewusst). Da kann man durchaus mal nachdenken, was im Endergebnis gefährlicher ist.

Schlussendlich haben Waffen neben dem Freizeitaspekt Schießsport ja auch noch ganz praktische Anwendungen (Jagd z.B.). Über die Jagd bin ich nämlich zum Beispiel an Schusswaffen gekommen. Wäre ich nicht Jäger, hätte ich keine, denn Waffen per Se interessieren mich so gut wie gar nicht. So gesehen sind sie für mich in der Tat ein Werkzeug und (wenn man so will) notwendiges Übel.

Als solches finde ich sie mit entsprechender staatlicher Kontrolle aber auch unbedenklich. Ist das jetzt wirklich so schlimm, dass man bei dem Thema so eine Hasskappe bekommen muss?

Grüße

Münsterländer

Judoka70
17-10-2016, 16:25
Die USA sind wirklich eine andere Welt:

https://twitter.com/RalstonReports/status/787724819689197570/photo/1?ref_src=twsrc%5Etfw

musclesnatch
17-10-2016, 19:18
Bloß weil du Angst davor hast, spielt es dann eine Rolle?

Es geht eben nicht darum, wovor ich Angst habe, sondern um Fakten.
Die Statistiken -sowohl die in dem von mir verlinkten FAZ-Artikel, als auch in dem anderen geposteten Link- belegen eindeutig, dass freier Waffenverkauf eine höhere Anzahl an Schusswaffenopfern zur Folge hat.
Was auch der gesunde Menschenverstand schon sagt, dass Verbreitung von Waffen in der Bevölkerung nichts gutes bewirken kann.
Der Staat hat die Pflicht, Menschen vor solchen Gefahren zu schützen und entsprechende geeignete Maßnahmen zu treffen.
Wenn eine andere Maßnahme als ein verbot diesen Zweck ebenso erfüllt, soll mir das auch recht sein.

Die Hobbys und Privatinteressen einzelner müssen hinter dem Schutz der Bevölkerung zurückstehen.

musclesnatch
17-10-2016, 19:19
Nun, Sport-Feuerwaffen spielen in der Kriminalitätsstatistik bisher keine signifikante Rolle.

Wenn Du unter "Sport-Feuerwaffen" KK-Waffen verstehst, stimme ich Dir zu.

musclesnatch
17-10-2016, 19:31
Ich habe hier nie Staatsdiener als Teil einer Unterdrückungsmaschine bezeichnet.

Du hast den Begriff Unterdrückungsmaschine benutzt und Dich damit auf die Verwaltung bezogen, die waffenrechtliche Regelungen durchzusetzen hat. Somit auch auf die Polizei.


Ich bashe nicht, ich stelle nüchtern fest: Wenn ein deutscher Staatsbürger einen anderen Menschen mit einer legalen Schusswaffe erschießt, dann ist dieser Schütze höchstwahrscheinlich ein Staatsdiener und wird für seine Tat nicht belangt.

Und warum soll das ein Problem sein, wenn der "Staatsdiener" rechtmäßig von der Waffe Gebrauch macht? Was hat das überhaupt mit dem Thema privater Waffenbesitz zu tun? Der Staat steht nicht in "Konkurrenz" zu privaten Waffenbesitzern. Er ist ihnen übergeordnet! Oder was willst Du damit aussagen?


Wenn du willst, dass weniger Menschen erschossen werden, dann ist es sinnvoll, bei den großen Zahlen anzufangen, meinst du nicht?

So langsam schwant mir, aus was für einer Ecke du kommst. Offenbar willst Du den Staat/die Polizei entwaffnen, damit diese sich gegen Chaoten noch schlechter zur Wehr setzen kann. Ich sagte ja: Gestörtes Verhältnis usw.


Das glaube ich nämlich: Dir geht es nicht um Menschenleben, dir geht es um Ideologie.

Hmmm.....meine "Ideologie" ist unser demokratisches Grundgesetz. Auf das ich auch vereidigt bin. Was auch immer Deine Ideologie ist, mit unserem Grundgesetz hast Du mit Sicherheit ziemlich wenig am Hut, oder?



Dazu gibt es keine Belege. Offizielle Zahlen werden nicht erhoben oder nicht veröffentlicht. Die Zahl tausend ist eine grobe Hausnummer und stammt aus einer Befragung von Bundeswehr-Soldaten von vor ein paar Jahren.

Ok. Kann man diese Interviews zumindest irgendwo nachlesen?


eines ist sicher: Bundeswehr-Soldaten erschießen Menschen.

Was für ein SKANDAL :ups:
Ja, wenn sie gegen Islam-Terroristen vorgehen müssen oder sich gegen Angriffe verteidigen müssen, tun sie das wohl. Dürfen sie das Deiner Meinung nach nicht?

musclesnatch
17-10-2016, 19:35
Uuuund wir sind beim Kern des Problems.
Du stellst deine Lebenserfahrung über jegliche Statistik, die halt regelmäßig zeigt, dass die Gewaltkriminalität, in der "1.Welt" seit Jahren zurückgeht und das der Besitz von Schußwaffen keine signifikanten Probleme verursacht.

Messerjockel, Die von mir im verlauf des Thread geposteten Statistiken beweisen das genaue Gegenteil!
Siehe auch den verlinkten FAZ-Artikel!

musclesnatch
17-10-2016, 19:37
Macht sich Silberpfeil´s Nachbar eigentlich des unerlaubten Waffenbesitzes schuldig, wenn der Tresor (voller Waffen) durch die Decke bricht und in seiner Wohnung landet? Falls ja, zählt das dann zu den Straftaten mit illegalen Waffen?

Nein!
Da der Vorsatz fehlt.

Schnueffler
17-10-2016, 21:05
Es geht eben nicht darum, wovor ich Angst habe, sondern um Fakten.
Die Statistiken -sowohl die in dem von mir verlinkten FAZ-Artikel, als auch in dem anderen geposteten Link- belegen eindeutig, dass freier Waffenverkauf eine höhere Anzahl an Schusswaffenopfern zur Folge hat.
Was auch der gesunde Menschenverstand schon sagt, dass Verbreitung von Waffen in der Bevölkerung nichts gutes bewirken kann.
Der Staat hat die Pflicht, Menschen vor solchen Gefahren zu schützen und entsprechende geeignete Maßnahmen zu treffen.
Wenn eine andere Maßnahme als ein verbot diesen Zweck ebenso erfüllt, soll mir das auch recht sein.

Die Hobbys und Privatinteressen einzelner müssen hinter dem Schutz der Bevölkerung zurückstehen.

Klar, wenn man nur einseitige Links raushaut, dann kann man versuchen eine Bild zu schaffen, das Ängste schürt.
Aber was ist mit Ländern wie Kanada oder die Schweiz? Die werden von dir immer wieder gerne ignoriert.
Und ob es der gesunde Menschenverstand ist oder nur deine Meinung und Sichtweise sei mal dahin gestellt.
Der Staat hat aber auch die Pflicht den redlichen Bürger sich entfalten zu lassen.

Hundertzehn
17-10-2016, 21:17
So langsam schwant mir, aus was für einer Ecke du kommst. Offenbar willst Du den Staat/die Polizei entwaffnen, damit diese sich gegen Chaoten noch schlechter zur Wehr setzen kann. Ich sagte ja: Gestörtes Verhältnis usw.

Es wäre nett, wenn du deine wirren Phantastereien über meine Person einstellen würdest.

Von weiteren Antworten sehe ich ab, da ich dafür weit ins Politische abgleiten müsste, was hier meines Wissens nicht gerne gesehen ist.

Gast
17-10-2016, 21:34
Flapsig würde ich sagen: lernt mit den Waffen sicher umzugehen und die Gesetze. Schliesst die Dinger weg, wenn ihr sie gerade nicht braucht.


dieses Wissen hätte ich nun bei deutschen Waffenbesitzern vorausgesetzt



Und wenn ihr beweist, dass ihr unfähig dazu seid, dann sind die Dinger halt wieder weg.
.

und wenn's ganz blöd kommt, dann ist halt das eigene Kind tot, ihr seid wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung vorbestraft, Schadensatzforderungen im 7-stelligen Bereich sind zu bedienen und ihr müsst mit eurer Restfamilie unter anderem Namen woanders hinziehen...

hand-werker
17-10-2016, 21:59
Nein!
Da der Vorsatz fehlt.

Mein Gott bist du ernst ;)

Tyrdal
18-10-2016, 08:37
dieses Wissen hätte ich nun bei deutschen Waffenbesitzern vorausgesetzt



und wenn's ganz blöd kommt, dann ist halt das eigene Kind tot, ihr seid wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung vorbestraft, Schadensatzforderungen im 7-stelligen Bereich sind zu bedienen und ihr müsst mit eurer Restfamilie unter anderem Namen woanders hinziehen...Naja, üblicherweise erschießen eigentlich die Kinder unbeabsichtigt Elternteile oder andere Kinder.

hand-werker
18-10-2016, 08:59
Naja, üblicherweise erschießen eigentlich die Kinder unbeabsichtigt Elternteile oder andere Kinder.

Ach so, na ja dann ist´s ja nicht so schlimm :D

Messerjocke2000
18-10-2016, 09:53
Messerjockel, Die von mir im verlauf des Thread geposteten Statistiken beweisen das genaue Gegenteil!
Siehe auch den verlinkten FAZ-Artikel!

...dass freier Waffenverkauf eine höhere Anzahl an Schusswaffenopfern zur Folge hat...
Das bestreite ich auch nicht.
Ich sage nur, das die Anzahl an Schusswaffenopfern an der Gewaltkriminalität nicht relevant für die Einschätzung der Gefahr für die Bevölkerung ist.
Was relevant ist, ist die Anzahl an Tötungen bzw. Morden.
Das von Gewalttätern die verfügbaren Mittel genutzt werden, ist nachvollziehbar und auch nicht anders zu erwarten.

Was eben nicht dem Bauchgefühl entspricht ist, dass "mehr Waffen im Volk" eben nicht notwendigerweise zu mehr Gewalt führen.

Oder flapsig: mir ist egal, womit mich ein Täter ermordet oder verletzt, ich will möglichst wenig Täter in der Gesellschaft

dieses Wissen hätte ich nun bei deutschen Waffenbesitzern vorausgesetzt

Ich auch, das wären meine Anforderungen an die Auflagen für Waffenbesitzer.
Wie gesagt, flapsig formuliert.

Wieder Flapsig formuliert: mehr braucht´s meiner Meinung nach nicht, bzw. mehr bringt nicht mehr Sicherheit.

Hug n' Roll
18-10-2016, 09:57
Du hast den Begriff Unterdrückungsmaschine benutzt und Dich damit auf die Verwaltung bezogen, die waffenrechtliche Regelungen durchzusetzen hat. Somit auch auf die Polizei.

Jehova, Jehova.
.....und?





Der Staat [...] ist ihnen übergeordnet!


Schon im Ansatz falsch. Der Staat ist ein künstliches Gebilde, welches in meinem Auftrag handelt.
Souverän ist stets das Individuum, welches FREIWILLIG seine genuinen Individualrechte einschränkt und einem Gemeinwesen (vulgo "Staat") unterordnet.
Der Staat ist per se nichts und niemandem übergeordnet und hat keine Interessen, außer jene, welche wir als freie Individuen an ihn abtreten (sozusagen, womit wir ihn beauftragen).

Nächster Takt wäre die Erörterung der Frage, inwieweit der Mehrheitswille in einer Gesellschaft denn ausgeprägt sein muss, um dem "Staat" und seinen Exekutivorganen (boshaft "Unterdrückungsmaschine") ein Mandat zur Einschränkung von Individualrechten Einzelner oder kleinerer Gruppen gegen deren Willen zu geben.
-Und jetzt wird es erst interessant:
Da ergeben sich nämlich plötzlich schwierige Abwägungen, wenn man Rousseaus "volonté générale" betrachtet, der in einer Dikatur der Mehrheit mündet.
Ebenso spannend und keineswegs klar auf der Hand liegend wird es dann erst recht, wenn die Erkenntnis auf den Tisch kommt, dass im Gemeinwesen die Gleichheit stets der Gegner der Freiheit ist. -Und das, wo doch die Gleichheit ein Grundpfeiler des hiesigen Gemeinwesens ist, oder?!...

Nur mal ein paar Denkanstösse, die ja dazu führen könnten, das eigene -offenbar recht feste- Weltbild konstruktiv zu erweitern.

Um das klarzustellen:
Ich bin keineswegs ACAB-anarcho-Exekutivgegner und hab selbst lange Jahre das System in dem wir leben buchstäblich mit der Waffe in der Hand verteidigt. Aber trotzdem schadet es nichts, ALLES stets und ständig zu hinterfragen. Hierzulande ist es nämlich offenbar gang und gäbe, sich bequem in der eigenen Weltanschauung einzurichten und anders denkende Menschen (und sogar ganze Gesellschaften) von oben herab als unvernünftig und unaufgeklärt zu betrachten (z.B. D´land -> USA). Dabei ist es tatsächlich unaufgeklärt, die eigene Welt nicht kritisch zu hinterfragen....

Messerjocke2000
18-10-2016, 10:04
Naja, üblicherweise erschießen eigentlich die Kinder unbeabsichtigt Elternteile oder andere Kinder.

Das ist z.B. in den USA tatsächlich ein Problem, daher finde ich Aufbewahrungsvorschriften auch alternativlos.

Mr.Fister
18-10-2016, 11:21
nur mal so als einschub:

vor gar nicht allzulanger zeit hat ein durchgeknallter islamist in einem einkaufscenter in st. cloud, minnesota um sich gestochen. selbiger ist von einem polizisten ausser dienst (er war also als privatmann unterwegs!!) mit seiner legalen, verdeckt getragenen schußwaffe erschossen worden.

sowas ist dann die andere seite der medaille zu den üblichen einseitigen horrorstories in der deutschen berichterstattung zum thema schußwaffenbesitz in den usa... ist hier natürlich erstaunlicherweise komplett untergegangen.:ups:
nein sowas... :rolleyes:

Schnueffler
18-10-2016, 11:36
nur mal so als einschub:

vor gar nicht allzulanger zeit hat ein durchgeknallter islamist in einem einkaufscenter in st. cloud, minnesota um sich gestochen. selbiger ist von einem polizisten ausser dienst (er war also als privatmann unterwegs!!) mit seiner legalen, verdeckt getragenen schußwaffe erschossen worden.

sowas ist dann die andere seite der medaille zu den üblichen einseitigen horrorstories in der deutschen berichterstattung zum thema schußwaffenbesitz in den usa... ist hier natürlich erstaunlicherweise komplett untergegangen.:ups:
nein sowas... :rolleyes:

In diesem Zusammenhang das Video, welches Islamisten zeigte, welche Frauen durch Paris (?) getrieben haben mit Baseballschlägerm Macheten und mit Seinen beworfen haben, wo dann ein Staatsanwalt seine verdeckt getragene Waffe gezogen hat und so die Frauen in Sicherheit bringen konnte.

Terao
18-10-2016, 12:27
Jehova, Jehova.
.....und?

Die Tatsache, dass Du`s hierzulande darfst, macht die Aussage ziemlich absurd. :cool:

Gast
18-10-2016, 12:52
In diesem Zusammenhang das Video, welches Islamisten zeigte, welche Frauen durch Paris (?) getrieben haben mit Baseballschlägerm Macheten und mit Seinen beworfen haben, wo dann ein Staatsanwalt seine verdeckt getragene Waffe gezogen hat und so die Frauen in Sicherheit bringen konnte.

Was hätte er gemacht, wenn die mit Schusswaffen bewaffnet gewesen wären?

Terao
18-10-2016, 12:56
Was hätte er gemacht, wenn die mit Schusswaffen bewaffnet gewesen wären?Dann hätte er halt seinen verdeckt getragenen Schützenpanzerwagen gezogen und die Frauen damit in Sicherheit gebracht.

Schnueffler
18-10-2016, 13:04
Was hätte er gemacht, wenn die mit Schusswaffen bewaffnet gewesen wären?

Schneller schießen und besser treffen!

Münsterländer
18-10-2016, 13:39
Schneller schießen und besser treffen!

Aber genau das ist meiner Meinung nach auch ein großes Problem der Polizei z.B. in den USA.

Aus "Schneller schießen" wird leicht "zu schnell schießen". Weil man Angst hat, gegen den potenziell bewaffneten Bürger nur den höchst tödlichen zweiten Platz zu belegen. Das eigene Leben zählt halt nachvollziehbar mehr.

Ist sicher nicht der einzige Grund, schlechte Ausbildung ist z.B. sicher auch ein Faktor. Aber m.E. wird ein Ordnungshüter automatisch nervöser, wenn er damit rechnen muss, dass sein Gegenüber vermutlich bewaffnet ist.

Ist zumindest ein Punkt, mit dem man sich auch auseinander setzen sollte, wenn man flächendeckenden Waffenbesitz befürwortet. Mit welchem Resultat auch immer.

OliverT
18-10-2016, 13:48
So lange du dich in den USA nicht in bestimmten Gegenden aufhältst musst du auch keine Angst haben.

Terao
18-10-2016, 13:55
Na, dann ist ja gut.

Schnueffler
18-10-2016, 14:45
Gerade das wird mMn durch eine ordentliche Ausbildung, Test und Kontrolle reduziert.
Sollte Person XYZ entweder den Test/Ausbildung nicht bestehen oder durch die Kontrollen auffällig gewesen sein oder auch mal werden, wären die Waffen ja weg.

Kraken
18-10-2016, 15:21
Was auch der gesunde Menschenverstand schon sagt, dass Verbreitung von Waffen in der Bevölkerung nichts gutes bewirken kann.
Der Staat hat die Pflicht, Menschen vor solchen Gefahren zu schützen und entsprechende geeignete Maßnahmen zu treffen.

Sind Soldaten und Polizisten nicht Teil der Bevölkerung?

Bewirkt die Verbreitung von Waffen unter Polizisten und Soldaten nichts Gutes?

Besteht der Staat nicht aus seinen Bürgern? Sind nicht sogar Kanzler und Beamte am Ende Bürger, wie du und ich?

Unterliegen Polizisten und Soldaten und Kanzler und Beamte nicht den Selben menschlichen Schwächen und Fehlern, wie du und ich?

Vertraust du diesen Personengruppen genug, um sie guten Gewissens mit Feuerwaffen hantieren zu lassen? Und falls ja, warum?




Die Hobbys und Privatinteressen einzelner müssen hinter dem Schutz der Bevölkerung zurückstehen.

Was genau verstehst du unter "Schutz"?

Du sprichst hier immer und ausschliesslich von "Schusswaffentoten" und ignorierst alle anderen Belange des Lebens.

"Erschossen werden" betrifft bei uns nur sehr Wenige (Gott und Staat sei Dank) Wir sind davor sehr gut geschützt zum jetzigen Zeitpunkt.



Und warum soll das ein Problem sein, wenn der "Staatsdiener" rechtmäßig von der Waffe Gebrauch macht? Was hat das überhaupt mit dem Thema privater Waffenbesitz zu tun?

Na, weil der "Staatsdiener" auch ein Bürger, ein Privatmann, ein Mensch ist.
Und das sogar den Grossteil seiner Zeit.




So langsam schwant mir, aus was für einer Ecke du kommst. Offenbar willst Du den Staat/die Polizei entwaffnen, damit diese sich gegen Chaoten noch schlechter zur Wehr setzen kann. Ich sagte ja: Gestörtes Verhältnis usw.

Könnte man dir ein gestörtes Verhältnis zum Privatmann vorwerfen?

Nicht böse gemeint, aber als Polizist hast du weitaus überproportional mit Chaoten und Verbrechern zu tun und könntest geneigt sein, die Kriminalität deiner Mitbürger zu überschätzen.

Denn: Entwaffnung des Privatmannes und Entwaffnung der sich im Amt befindlichen haben durchaus ziemlich viel miteinander zu tun.
Letzten Endes sind, ich erwähne es noch einmals, der Staat/Die Polizei auch nur Menschen, Bürger, Privatleute - mit denselben Stärken und Schwächen und Fehlern wie andere Berufsleute auch.




Was für ein SKANDAL :ups:
Ja, wenn sie gegen Islam-Terroristen vorgehen müssen oder sich gegen Angriffe verteidigen müssen, tun sie das wohl. Dürfen sie das Deiner Meinung nach nicht?

Und wenn ich mich gegen Angriffe verteidigen muss?


Das ist z.B. in den USA tatsächlich ein Problem, daher finde ich Aufbewahrungsvorschriften auch alternativlos.

Verständlicher Gedanke. Aber:

Was nützt mir eine Waffe im Tresor gegen einen Einbrecher?

In den USA (!!!) ertrinken übrigens mehr Kinder in Badewannen, als erschossen werden

Nur noch Duschen zukünftig? Mit gesetzlich vorgeschriebener Anti-rutsch Matte und vorschriftsgemäss immer mindestens eine Hand fest am vorgeschriebenen, an der Wand montierten, Haltegriff?

Little Green Dragon
18-10-2016, 15:25
So lange du dich in den USA nicht in bestimmten Gegenden aufhältst musst du auch keine Angst haben.

Dem möchte ich - unabhängig von der sonstigen Thematik - hier aber mal vehement widersprechen. Es sind nicht nur die "bösen" Großstädte sondern selbst im sonst so beschaulichen Vermont (Bundesstaat mit der geringsten crime rate in den US) saß gerade letzten Monat einem Polizisten der Finger locker.

Und im schönen Montana (dort gibt es quasi zur Geburt den Jagdschein) sind die Cops auch zunächst immer erst einmal relativ un-entspannt weil sie davon ausgehen müssen das fast jeder eine Schusswaffe dabei hat.

Münsterländer
18-10-2016, 16:15
[...]Verständlicher Gedanke. Aber:

Was nützt mir eine Waffe im Tresor gegen einen Einbrecher?

In den USA (!!!) ertrinken übrigens mehr Kinder in Badewannen, als erschossen werden

Nur noch Duschen zukünftig? Mit gesetzlich vorgeschriebener Anti-rutsch Matte und vorschriftsgemäss immer mindestens eine Hand fest am vorgeschriebenen, an der Wand montierten, Haltegriff?


Das Sicherheitsbedürfnis verstehe ich.
Man darf aber nicht vergessen, dass die Aufrüstung eben auch ihre Schattenseiten hat, bzw. dass die Sicherheit, die Waffenbesitz suggeriert, eine trügerische sein kann.

Heutzutage in Deutschland: Du hast als Normalbürger keine Waffe im Haus, der Einbrecher hat in der Mehrzahl der Fälle aber auch keine (unter anderem, weil er sie gar nicht braucht).
Erwischt du den Einbrecher, gibt er in der Regel Hackengas. Hat er doch ne Knarre, bist du in der Regel gaaaaaanz artig und versuchst nix heldenhaftes. Gefährlich und unangenehm genug, aber die Chance, dass keiner dabei liegenbleibt ist recht hoch. (gibt auch andere Szenarien, aber dieser Fall dürfte die Mehrheit bilden)

Wenn aber alle ne Waffe im Hause haben, kommt der Einbrecher garantiert auch nicht ohne, sondern setzt eher noch einen Drauf (Sturmgewehr oder so). Plötzlich stehen sich zwei Leute gegenüber, die a) selbst bewaffnet sind und sich deswegen stark fühlen, aber b) gleichzeitig ne Riesenangst haben, vom anderen abgeknallt zu werden.
Wie geht das Szenario wohl aus....

Ganz abgesehen davon, dass sich die Statistiken meines Wissens recht einig darüber sind, dass die Waffe im Haus eher die Hausinsassen verletzt, als den theoretischen Einbrecher (die sind ja auch viel öfter da*g*). Entweder, weil es zu Unfällen oder Verwechslungen kommt, oder weil sogar die Einbrecher in den Besitz der Waffe gelangen.

Insofern ist es meiner Meinung nach nicht so, dass eine Waffe unbedingt zu mehr Sicherheit führt.

Ich persönlich bin ganz froh, dass meine Waffe sich ausschließlich im Tresor befindet, wo sie mir keiner klauen kann. Das halte ich nämlich für wahrscheinlicher, als einen Bewaffneten Überfall in meinem Schlafzimmer.

Klar, wenn ich ganz viel Pech habe, passiert mir genau das. Aber für diesen theoretischen Fall möchte ich nicht 365 Tage im Jahr eine Waffe in unmittelbarer Nähe zu meiner Familie haben. Dafür habe ich vor Waffen viel zu viel Respekt.

musclesnatch
18-10-2016, 19:47
Es wäre nett, wenn du deine wirren Phantastereien über meine Person einstellen würdest.

Mach ich doch gerne, wenn Du Deine absurden Anschuldigungen und Hetzerei gegen unsere Polizisten und Soldaten einstellst ;)

musclesnatch
18-10-2016, 19:48
Mein Gott bist du ernst ;)

Wenn Du wüsstest.....
Ich bin von Leuten schon absurdere Sachen gefragt worden. Und die meinten das völlig ernst.

musclesnatch
18-10-2016, 19:58
Der Staat ist ein künstliches Gebilde, welches in meinem Auftrag handelt....
Der Staat ist per se nichts und niemandem übergeordnet...

Das nenn ich mal eine erschöpfende sozialphilosophische Betrachtung.
Ich will Deine Expertise in dem Bereich auch gar nicht in Frage stellen (tippe mal auf Philo- oder Sozialwissenschaftsstudium). Das Problem ist nur, dass der "Klientel" solche tiefschürfenden Erwägungen herzlich egal sind. Auch ist das schon sehr "Elfenbeinturm" und entsprechend weit von der Verfasungs-, Verwaltungs- und gesellschaftlichen Wirklichkeit entfernt.
Ich habe daher einen etwas pragmatischeren Ansatz: Die verfassungsmäßig beschlossenen Gesetze gelten für alle. Die Autorität des Staates kann nicht davon abhängig gemacht werden, dass jedes einzelne Individuum ihn akzeptiert. Daher handelt de Staat auch nicht im Auftrag einzelner Individuen. Er ist von diesen unterschieden und diesen übergeordnet (was im übrigen auch der herrschenden Auffassung in der Rechtslehre entspricht).

OliverT
18-10-2016, 20:01
Mach ich doch gerne, wenn Du Deine absurden Anschuldigungen und Hetzerei gegen unsere Polizisten und Soldaten einstellst ;)
Du bist ganz schön dünnhäutig.

musclesnatch
18-10-2016, 20:07
Schneller schießen und besser treffen!

Ich kann es drehen und wenden wie ich will, es kommt immer dasselbe dabei raus: Ich (und ich spreche da nur für mich) will in keinem Land leben, in dem schwer bewaffnete Wutbürger sich mit -dann ebenso bewaffneten- Kriminellen und Extremisten Feuergefechte auf offener Strasse liefern. Es gibt ein staatliches Gewaltmonopol! Es ist absolut Aufgabe des Staates, solche bürgerkriegsähnlichen Horrorszenarien präventiv zu verhindern und seinen Bürgern ein Leben in einigermaßen sicheren und gewaltfreien Umständen zu ermöglichen. Und zu diesem Zweck halte ich (fast) jede Maßnahme für gerechtfertigt, zur Not auch totales Waffenverbot sowie Vergrößerung und Ausweitung der Befugnisse der Polizei. Das wäre alles im Vergleich immer noch das kleinere Übel.

Terao
18-10-2016, 20:21
Und im schönen Montana (dort gibt es quasi zur Geburt den Jagdschein) sind die Cops auch zunächst immer erst einmal relativ un-entspannt weil sie davon ausgehen müssen das fast jeder eine Schusswaffe dabei hat.Ich jedenfalls würde in den USA kein Polizist sein wollen.

Schnueffler
18-10-2016, 20:27
Für dich gibt es nur schwarz oder weiß, kann das sein?
Aber da du mMn nur mit deinen Scheuklappen die Sache siehst, auf Sachen, die dir nicht in deine Argumentation passen, nicht eingehst, wilde Horrorgeschichten in deinem Kopf hast (was du mit deinen Erfahrungen in deiner Kindheit mal begründet hast, wo jeder nur beim anschauen dir eine verpassen wollte), ein vollkommen verdrehtes Bild von den Ballungsräumen hast (ja, ich wohne und arbeite mitten im Pott), komplett verallgemeinerst und lieber eine Big Brother Überwachungsstaat haben willst, werde ich meine Diskussion mit dir einstellen.

musclesnatch
18-10-2016, 20:29
Sind Soldaten und Polizisten nicht Teil der Bevölkerung?

Sind sie. Hier geht es aber um privaten Waffenbesitz. Die dienstliche Bewaffnung von Soldaten und Polizisten sind kein privater Waffenbesitz!


Bewirkt die Verbreitung von Waffen unter Polizisten und Soldaten nichts Gutes?

Tut sie! Jedoch machen Pol. und Sol. im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgaben Gebrauch von der Waffe. Das unterscheidet sie von anderen Bürgern.


Besteht der Staat nicht aus seinen Bürgern?

Siehe oben!


Vertraust du diesen Personengruppen genug, um sie guten Gewissens mit Feuerwaffen hantieren zu lassen? Und falls ja, warum?

Es geht bei diesen Personengruppen nicht um Vertrauen. Sie machen im Rahmen ihrer gesetzlich zugewiesenen Aufgaben Gebrauch von der Waffe. Um diese sachgerecht zu erfüllen, werden sie ausgebildet.


Was genau verstehst du unter "Schutz"?

Tja, wie definiere ich jetzt Schutz.....die Minimierung der Wahrscheinlichkeit, durch eine Schusswaffe verletzt zu werden oder ums Leben zu kommen. Zufrieden?


Du sprichst hier immer und ausschliesslich von "Schusswaffentoten" und ignorierst alle anderen Belange des Lebens

Ich dachte, darum geht es in diesem Thread. Aber wir können auch gerne über die aktuelle Wintermode diskutieren.


"Erschossen werden" betrifft bei uns nur sehr Wenige (Gott und Staat sei Dank) Wir sind davor sehr gut geschützt zum jetzigen Zeitpunkt.

Da stimme ich Dir ausnahmsweise zu und bin froh darüber. Eine Tatsache, die u.a. auf das restriktive Waffengesetz bei uns zurückzuführen ist.



Na, weil der "Staatsdiener" auch ein Bürger, ein Privatmann, ein Mensch ist.
Und das sogar den Grossteil seiner Zeit.

Wenn er in Dienstausübung von seiner Waffe Gebrauch macht, handelt er aber nicht als Privatmann. Er handelt ausschließlich als Organ, als ausführender Arm des Staates.


Könnte man dir ein gestörtes Verhältnis zum Privatmann vorwerfen?

Sehe ich nicht so.


Nicht böse gemeint, aber als Polizist hast du weitaus überproportional mit Chaoten und Verbrechern zu tun und könntest geneigt sein, die Kriminalität deiner Mitbürger zu überschätzen.

Denk auch an die Kriminalität, die gar nicht stattfindet, weil ihr durch geeignete Gesetze/Maßnahmen vorgebeugt wird!


Denn: Entwaffnung des Privatmannes und Entwaffnung der sich im Amt befindlichen haben durchaus ziemlich viel miteinander zu tun.

Es gibt keine "Waffen der im Amt befindlichen". Es sind Waffen des Staates!Beamte/Soldaten machen von Ihnen nicht Gebrauch, um sich selbst zu verwirklichen, sondern als Organ, als ausführender Arm des Staates.
Das ist der Unterschied zu den Waffen in Privathand. Der Staat MUSS bewaffnet sein, um sich und seine Bürger zu schützen.



Und wenn ich mich gegen Angriffe verteidigen muss?

Dann darfst Du das selbstverständlich auch. Daraus ist jedoch kein Recht auf Bewaffnung für den Privatmann abzuleiten.

musclesnatch
18-10-2016, 20:39
.....vollkommen verdrehtes Bild von den Ballungsräumen hast (ja, ich wohne und arbeite mitten im Pott)....

Ach ja, ich vergaß, ich wohne ja auf dem platten Land, fernab der bösen Zivilisation und habe noch nie eine Großstadt von innen gesehen.

Schnueffler
18-10-2016, 20:40
Ach ja, ich vergaß, ich wohne ja auf dem platten Land, fernab der bösen Zivilisation und habe noch nie eine Großstadt von innen gesehen.

Nur scheinst du alleine so extreme Erfahrungen gemacht zu haben.
Und wieder sehr selektiv und plakativ von deiner Seite.

Kraken
18-10-2016, 21:47
Sind sie. Hier geht es aber um privaten Waffenbesitz. Die dienstliche Bewaffnung von Soldaten und Polizisten sind kein privater Waffenbesitz!

Hat aber durchaus sehr viel miteinander zu tun. Weil es eben die genau gleichen Personen betrifft.

Wieso sollte ich jemandem den Umgang mit seiner Waffe im beruflichen Bereich zutrauen, und im privaten Bereich nicht?

Das wäre ja so ähnlich, als dürfte ein Arzt nur dann medizinischen Rat geben, wenn er seinen Kittel an hat.



Tut sie! Jedoch machen Pol. und Sol. im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgaben Gebrauch von der Waffe. Das unterscheidet sie von anderen Bürgern.

Und wenn die gleichen Personen mit der gleichen Ausbildung und dem gleichen Charakter die gleiche Waffe zum gleichen Zweck nutzen würden, während sie aber zu dieser Zeit nicht im Dienst sind.

Was denkst du zu dieser Situation?

Z.B. Wenn ein Polizist privat unterwegs ist, soll er dann seine Waffe tragen dürfen, um notfalls als Bürger und Organ des Staates dessen Interessen im Rahmen des Gesetzes zu verteidigen.



Siehe oben!

Die Kernfrage ist diese:

Wieso unterscheidest du zwischen "Privaten" und "Staat"?

wenn doch dieser Unterschied nur einer der Klassifizierung ist und so real nicht besteht.
Jedenfalls biologisch, physikalisch, medizinisch und wohl auch psychologisch lässt sich kein Unterschied zwischen "Bürgern" und "Staatsbeamten" feststellen, der solch eine Unterscheidung rechtfertigen würde.



Es geht bei diesen Personengruppen nicht um Vertrauen. Sie machen im Rahmen ihrer gesetzlich zugewiesenen Aufgaben Gebrauch von der Waffe. Um diese sachgerecht zu erfüllen, werden sie ausgebildet.

Natürlich müssen wir diesen Personen vertrauen, dass sie sich an die gesetzlichen Vorschriften halten.

Z.B. muss ich und der Staat und alle Bürger darauf vertrauen können, dass die Polizei ihre Waffen nur zum Schutz und nicht etwa zur Drangsalierung oder gar Exekution einsetzen.

Wir müssen darauf vertrauen, dass die Polizei keine "Gang" bildet, die sich als Gegner der Bürger ansieht oder ähnliches.


Tja, wie definiere ich jetzt Schutz.....die Minimierung der Wahrscheinlichkeit, durch eine Schusswaffe verletzt zu werden oder ums Leben zu kommen. Zufrieden?

Zufrieden. Genau so dachte ich mir das. Die Wahrscheinlichkeit durch ein Messer verletzt zu werden interessiert dich genau so wenig wie alle anderen Formen der Gewalt. ;)



Ich dachte, darum geht es in diesem Thread. Aber wir können auch gerne über die aktuelle Wintermode diskutieren.

Ich möchte ein anderes Thema vorschlagen:

Den Zusammenhang zwischen legalem privatem Waffenbesitz und der Häufigkeit von folgenden Verbrechen:

-Raubüberfall (bewaffnet/unbewaffnet)
-Vergewaltigung
-Totschlag
-Schwere/gefährliche Körperverletzung

Dies alles bitte unter Berücksichtigung sozialer Faktoren.

Also berücksichtigen, unter welchen Bedingungen die Leute leben. Soziale Gerechtigkeit, Kultur, Religion und Bildung, Einkommen etc.

Haben Waffen in der Zivilbevölkerung einen signifikaten Einfluss auf die Häufigkeit solcher Verbrechen, wenn man alle anderen Faktoren ausgleicht?



Da stimme ich Dir ausnahmsweise zu und bin froh darüber. Eine Tatsache, die u.a. auf das restriktive Waffengesetz bei uns zurückzuführen ist.

Zweifellos. Gewisse Restriktionen sind äusserst sinnvoll und empfinde ich als durchaus nötig.



Wenn er in Dienstausübung von seiner Waffe Gebrauch macht, handelt er aber nicht als Privatmann. Er handelt ausschließlich als Organ, als ausführender Arm des Staates.

Er ist aber immer noch ein Privatmann. Mit Gedanken und Gefühlen. Jemand der Feierabend hat, Frau und Kinder. Jemand der seinen Mitmenschen ins Gesicht sieht, lächelt und weint etc.

Er wird ja nicht plötzlich ein anderer Mensch, wenn er die Uniform anzieht und büsst auch keine Fähigkeiten ein, wenn er die Uniform auszieht.



Sehe ich nicht so.

ok.


Denk auch an die Kriminalität, die gar nicht stattfindet, weil ihr durch geeignete Gesetze/Maßnahmen vorgebeugt wird!

Natürlich. Ein besonders wichtiger Punkt.

Ohne stete Bedrohung durch den übermächtigen Staat würden Banden von lebensmüden Halbstarken ein schreckliches Bild zeichnen.

Letzten Endes meckern wir hier um Details.



Es gibt keine "Waffen der im Amt befindlichen". Es sind Waffen des Staates!Beamte/Soldaten machen von Ihnen nicht Gebrauch, um sich selbst zu verwirklichen, sondern als Organ, als ausführender Arm des Staates.
Das ist der Unterschied zu den Waffen in Privathand. Der Staat MUSS bewaffnet sein, um sich und seine Bürger zu schützen.

Aber die Bürger sind ja der Staat und der Staat besteht aus seinen Bürgern.

Eine Versammlung von Bürgern überlässt die Entscheidung über bestimmte Dinge einer bestimmten Gruppe von Bürgern und erfindet für diese Aufgabe eine spezifische Be-nennung: "Polizist" "Bundeskanzler" das alles sind ja auch nur Menschen.

Bestimmte Menschen tragen nun also für eine bestimmte Zeit eine Waffe, um ihre Aufgabe wahrzunehmen, die friedlichen Menschen vor den bösen Menschen zu schützen.



Dann darfst Du das selbstverständlich auch. Daraus ist jedoch kein Recht auf Bewaffnung für den Privatmann abzuleiten.

Wieso nicht? Der Staat muss sich mit Waffen verteidigen. Wieso ich nicht?

Wieso darf der Polizist eine Waffe tragen, und der Bauer nicht?

Messerjocke2000
19-10-2016, 09:05
Verständlicher Gedanke. Aber:

Was nützt mir eine Waffe im Tresor gegen einen Einbrecher?
Dann schlaf meinetwegen mit der Doppelläufigen unterm Kopfkissen :D
Nur schliess das Ding halt weg, wenn Du aufstehst. Ähnlich wie in Deutschland, zu Hause darfst Du deine Waffe ja führen, nur muss sie halt weggeschlossen werden, wenn du nicht die direkte Kontrolle ausübst.
Kinder sind nun mal neugierig.
Und selbst wenn deine Kinder wissen, wie sie mit Waffen umgehen müssen, gibt es auch Freunde.
Und in der Pubertät sind Kinder eh nicht zurechnungsfähig...



In den USA (!!!) ertrinken übrigens mehr Kinder in Badewannen, als erschossen werden

Nur noch Duschen zukünftig?
Nö, Aufsichtspflicht der Eltern...
Wie bei Waffen, Messern, Pool usw. usf.

Kann man Unfälle komplett verhindern? Nö. Man kann aber das schlimmste vermeiden, ohne den Bürger komplett zu gängeln.

Messerjocke2000
19-10-2016, 09:12
Gerade das wird mMn durch eine ordentliche Ausbildung, Test und Kontrolle reduziert.
Sollte Person XYZ entweder den Test/Ausbildung nicht bestehen oder durch die Kontrollen auffällig gewesen sein oder auch mal werden, wären die Waffen ja weg.
Und zwar auf beiden Seiten :D

Auch die Polizei hat in den USA massive Ausbildungsmängel, mMn.

Schnueffler
19-10-2016, 09:42
Und zwar auf beiden Seiten :D

Auch die Polizei hat in den USA massive Ausbildungsmängel, mMn.

Auch da, je nach Bundesstaat.
Habe dort Ausbildungen von 3 Monaten für Ex-Militärangehörige mitbekommen, bis hin zu 6 Jahren, wenn sie in Sonderverwendung waren.

OliverT
19-10-2016, 14:24
Es geht bei diesen Personengruppen nicht um Vertrauen. Sie machen im Rahmen ihrer gesetzlich zugewiesenen Aufgaben Gebrauch von der Waffe. Um diese sachgerecht zu erfüllen, werden sie ausgebildet.

Bei der Bw und Polizei gibt es genauso Idioten wie in allen anderen Bevölkerungsgruppen.

Gast
19-10-2016, 14:28
Bei der Bw und Polizei gibt es genauso Idioten wie in allen anderen Bevölkerungsgruppen.

Das will ich bzgl. der Polizei jetzt mal nicht hoffen.
Oder wird bei der Polizei der letzte Dödel und Spacken angenommen, auch wenn er Islamist, Nazi und/oder Volltrottel ist?

OliverT
19-10-2016, 14:55
Das will ich bzgl. der Polizei jetzt mal nicht hoffen.
Oder wird bei der Polizei der letzte Dödel und Spacken angenommen, auch wenn er Islamist, Nazi und/oder Volltrottel ist?
Bei der Bw wäre es in Ordnung?

Kraken
19-10-2016, 14:57
wird bei der Polizei der letzte Dödel und Spacken angenommen, auch wenn er Islamist, Nazi und/oder Volltrottel ist?

Dieser Eindruck könnte sich einem manchmal durchaus aufdrängen.

Gewisse Personengruppen neigen dazu, die Qualifikation ihrer Mitmenschen im Staatsdienst erheblich zu überschätzen.

Manche neigen gleichzeitig dazu, die Qualifikation anderer Berufsleute zu unter-schätzen.

Münsterländer
19-10-2016, 15:21
Das will ich bzgl. der Polizei jetzt mal nicht hoffen.
Oder wird bei der Polizei der letzte Dödel und Spacken angenommen, auch wenn er Islamist, Nazi oder Volltrottel ist?

da könnte man sagen: grundsätzlich nein, aber....

ich erinnere mich an meine Berufsausbildung, bei der ich einige Kurse integrativ (ja, das hieß so) mit angehenden Polizisten im gehobenen Dienst hatte.
Da fielen schon Sprüche wie: "Boah geil, nach der Ausbildung ab in die Hundertschaft, Schalker verkloppen."
Ob des ernstgemeint war, oder ob der bewusste Kollege die Ausbildung erfolgreich absolviert hat, entzieht sich meiner Kenntnis.
Aber es sind halt auch normale Menschen, und hier und da fällt sicher auch mal ein Depp durchs Raster durch*g*

Silberpfeil
19-10-2016, 18:00
Gewisse Personengruppen neigen dazu, die Qualifikation ihrer Mitmenschen im Staatsdienst erheblich zu überschätzen.
Das würde ich mir mal soooo wünschen. Aber Lehrern wird ihre Qualifikation so gut wie nie geglaubt.:D

musclesnatch
19-10-2016, 18:21
Das Problem, das Kraken -aber auch andere hier im Thread- haben, ist wohl folgendes: Ihr seht einen bewaffneten Polizisten und denkt euch: Warum zum Teufel darf der und ich nicht....? Ist der etwa "besser" als ich?
Der Denkansatz ist aber schon falsch. Der Polizist trägt die Waffe nicht, weil er es DARF, sondern, weil er es MUSS. Er trägt die Waffe nicht als Recht, sondern als Bürde!
Versucht mal, den Polizisten nicht als "konkurrierenden" Bürger/Privatmann zu sehen, sondern als ausführendes Organ des Staates. Wenn der Polizist Euch eine Weisung erteilt -z.B. einen Platzverweis- erteilt in diesem Moment der Staat Euch diese Weisung. Der Staat bedient sich des Polizisten, um zu handeln, weil er -da er nur ein abstraktes Gebilde ist- aus sich selbst heraus natürlich nicht handeln kann. Der Polizist - grundsätzlich ein Bürger wie jeder andere- stellt sich selbst zu diesem Zweck dem Staat zur Verfügung. Dies ist das "Amt". Und so macht der Staat, wenn es erforderlich wird, eben auch von der Waffe -des Staates , nicht des Polizisten Waffe!- Gebrauch, um die innere Sicherheit und Ordnung, die bestehenden Gesetze durchzusetzen.
Wenn der Polizist nicht mehr im Dienst ist, fällt er wieder in die Rolle des Privatbürgers zurück. Er ist dann kein handelndes Organ des Staates mehr.
Dies ist auch der Grund, warum ich dagegen bin, dass Polizisten im Privatleben mehr Rechte bzgl. Umgang mit Waffen haben sollen als andere. Außer Dienst ist der Polizist -oder jeder andere Beamte oder Soldat- Bürger unter Bürgern.
Dass es Polizisten gibt, die ihr Amt nicht verstanden haben und Missbrauch mit ihren Befugnissen/mit der Waffe betreiben steht außer Frage. Dies sind jedoch Einzelfälle. Sie handeln dann natürlich auch nicht als Organ des Staates. Am Prinzip ändert das nichts.
Ich hoffe, an diesen Ausführungen wird verständlich, dass ein Vergleich zwischen Dienstwaffen von Beamten und privatem Waffenbesitz vollkommen an der Sache vorbeigeht. Statt den Beamten um seine Waffe zu "beneiden" und Euch ungleich behandelt zu fühlen, solltest ihr mal überlegen, ob ihr mit diesem wirklich tauschen und die dazugehörenden Verpflichtungen mit übernehmen möchtest. Seid lieber froh und dankbar, in einer einigermaßen(!) sichereren Gesellschaft mit einer halbwegs effektiven Polizei zu leben. Und nicht da, wo wirklich jeder an eine Waffe kommt und kein starker Staat da ist, der regulierend eingreift. Denn das würde Euren Wunschfantasien so gar nicht entsprechen.

Little Green Dragon
19-10-2016, 18:25
Und wenn man dann einem nicht mehr unbescholtenen Bürger die Waffen wieder abnehmen will kommt das bei raus:


http://n-tv.de/panorama/Reichsbuerger-schiesst-auf-Polizisten-article18887696.html

Willi von der Heide
19-10-2016, 18:30
@musclesnatch

Streich mich und Schnueffler mal von der Liste. Wir sind beides Berufswaffenträger und ich bleibe bei meiner Position. Es sollte grundsätzlich möglich sein, eine Schußwaffe zur SV zu führen.

musclesnatch
19-10-2016, 18:33
Ja, diese sog. "Reichsbürger"....
das weitet sich allmählich zur Pest aus.
Sowas kommt dabei raus, wenn Einzelne oder Gruppen meinen, sie könnten selbst darüber entscheiden, ob sie die Gesetze beachten müssen und sich über die staatliche Autorität hinwegsetzen.
Die Gewaltbereitschaft in diesen Kreisen steigt zusehends.
Das Vorbild sind die "souvereign citizens" in den USA. Dort hat es bereits Morde an Polizeibeamten gegeben. In der BRD wurden bisher vorwiegend Gerichtsvollzieher bei der Ausübung ihrer Aufgaben von diesen Durchgeknallten angegriffen und bedroht.

musclesnatch
19-10-2016, 18:34
@musclesnatch

Streich mich und Schnueffler mal von der Liste. Wir sind beides Berufswaffenträger und ich bleibe bei meiner Position. Es sollte grundsätzlich möglich sein, eine Schußwaffe zur SV zu führen.

Weder Du noch Schnueffler stehen bei mir auf irgendeiner Liste.

Schnueffler
19-10-2016, 18:57
Schusswaffe eine Bürde?
Und was macht der Polizist, der sich jederzeit in seinen Dienst zurückversetzen kann?

Kraken
19-10-2016, 19:12
Versucht mal, den Polizisten nicht als "konkurrierenden" Bürger/Privatmann zu sehen, sondern als ausführendes Organ des Staates.

Das ist einfach nur Neusprech.

Natürlich kann man Kriege auch als "bewaffneter Konflikt" bezeichnen.

Das ändert aber nichts an den faktischen Tatsachen.

Der Polizist wird kein anderer Mensch, egal wie du ihn nennst.

Benennungen sind nur Neusprech... "Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke."


Statt den Beamten um seine Waffe zu "beneiden" und Euch ungleich behandelt zu fühlen, solltest ihr mal überlegen, ob ihr mit diesem wirklich tauschen und die dazugehörenden Verpflichtungen mit übernehmen möchtest.


Naja, weisst du, an der Türe kommen dir auch Leute mit Messern und ein Türsteher sorgt auch für Sicherheit und setzt den Frieden und die Ordnung durch.

Sollten deiner Meinung nach:

a) Polizisten als Türsteher arbeiten

b) Türsteher verbeamtet werden

c) Türsteher sich wehrlos abstechen lassen, weils ja nur ein Privatmann ist und kein "Organ des Staates"

OliverT
19-10-2016, 19:14
Das Problem, das Kraken -aber auch andere hier im Thread- haben, ist wohl folgendes: Ihr seht einen bewaffneten Polizisten und denkt euch: Warum zum Teufel darf der und ich nicht....? Ist der etwa "besser" als ich?
Du hast es immer noch nicht verstanden.

Es ging allen darum dass du Polizisten und Soldaten zwar zusprichst im Dienst eine Waffe zu tragen, ihnen aber absprichst sie nach Dienst zu tragen.
Entweder jemand in geeignet eine Waffe zu führen, oder nicht. Da ist es egal ob er eine Uniform an hat oder nicht.

Kraken
19-10-2016, 19:16
Du hast es immer noch nicht verstanden.

Es ging allen darum dass du Polizisten und Soldaten zwar zusprichst im Dienst eine Waffe zu tragen, ihnen aber absprichst sie nach Dienst zu tragen.
Entweder jemand in geeignet eine Waffe zu führen, oder nicht. Da ist es egal ob er eine Uniform an hat oder nicht.

Danke. Ich dachte schon, das wäre ein unzumutbare Gehirnakrobatik, einzusehen, dass ein Polizist genau derselbe Mensch ist, ob er im Dienst ist, oder nicht und dass der MENSCH, nicht etwa die virtuelle Entität "Amt", der Mensch verfügt über Fähigkeiten.

Schnueffler
19-10-2016, 19:26
Du hast es immer noch nicht verstanden.

Es ging allen darum dass du Polizisten und Soldaten zwar zusprichst im Dienst eine Waffe zu tragen, ihnen aber absprichst sie nach Dienst zu tragen.
Entweder jemand in geeignet eine Waffe zu führen, oder nicht. Da ist es egal ob er eine Uniform an hat oder nicht.


Danke. Ich dachte schon, das wäre ein unzumutbare Gehirnakrobatik, einzusehen, dass ein Polizist genau derselbe Mensch ist, ob er im Dienst ist, oder nicht und dass der MENSCH, nicht etwa die virtuelle Entität "Amt", der Mensch verfügt über Fähigkeiten.

Ihr versteht das nicht. Eine Befähigung ist eindeutig mit der Uniform verknüpft. Wenn man sie auszieht, verliert man alle Eignungen und Fähigkeiten.

Ach Mist, was machen die dann von der Kriminalpolizei?
Die haben dann bestimmt im Dienst immer ihre Uniformsunterhose an.

Münsterländer
20-10-2016, 07:53
Das ist einfach nur Neusprech.
[...]


Entschuldigung, kleiner Einwand:
"Neusprech" ist das ganz sicher nicht.
Die Idee des "ausführenden Organ des Staates" ist so alt, wie das Berufsbeamtentum selbst.

Es ist im Gegenteil viel mehr so, dass die Idee des Polizisten und Soldaten als "Bürger in Uniform" eigentlich noch recht neu ist.

Es ist noch gar nicht so lange her, da war die die Geltung z.B. der Grundrechte für Soldaten juristisch noch höchst umstritten.

Nochmal Entschuldigung für den kleinen OT-Einschub.
Aber ich wollte klarstellen, dass diese Denkweise (was man auch immer von ihr halten mag) keine aktuelle Erfindung ist. Die wurde im Gegenteil von vielen Leuten durchaus schon sehr lange vertreten.

Grüße

Münsterländer

musclesnatch
20-10-2016, 19:17
Interessant.......erst versuchen die Waffenbefürworter über mehrere Threadseiten zu argumentieren, dass Feuerwaffen ja nur Sportgeräte sind, jetzt sind sie auf einmal wieder zur Selbstverteidigung gedacht. Immer so wies grad passt.

Ich denke mal, weitere Argumentation hat bei den Waffennarren hier keinen Zweck. Wenn ich das lese, kräuseln sich mir die Schamhaare: Der eine will Polizisten ent- und dafür Türsteher bewaffnen(!), der nächste den Waffenverkauf komplett freigeben, damit auch ja noch der allerletzte Durchgeknallte über ein Schießeisen verfügt. Das Gewaltmonopol des Staates und andere fundamentale Grundsätze unserer Rechtsordnung werden mal eben so in Frage gestellt bzw. rundheraus abgelehnt. Was dabei rauskommt, wenn solche Leute mit derartigen Auffassungen wie auch hier einige vertreten sind, in Aktion treten, hat man ja an dem oben geposteten Vorfall mit der "reichsdeutschen" Knallbirne unlängst gesehen. Solche Vorfälle und auch die hier geposteten Meinungsäußerungen bestätigen mich in meiner Auffassung, dass das Waffenrecht so restriktiv wie möglich sein muss, um den Knallköpfen jeglicher Art von vornherein den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Ein Wort an die Dienstwaffenträger, die hier so vehement den freien Waffenbesitz befürworten: Habt Ihr mal in Erwägung gezogen, dass mit einem liberaleren Waffenrecht auch das Risiko steigt, dass Ihr bei Eurer Dienstausübung auf so eine bewaffnete Knallbirne trefft und zum Opfer werdet? So mal ganz im Eigeninteresse....verlasst Euch besser nicht darauf, dass Ihr im Zweifel derjenige seid, der "schneller schießt".

Im Grunde kann ich insoweit beruhigt sein: Das Waffenrecht in der BRD wird mit Sicherheit nicht liberalisiert, eher dürfte in den nächsten Jahren mit einer immer weiteren Verschärfung zu rechnen sein. Und das ist gut so! Positionen, wie sie hier von Waffenbefürwortern vertreten werden, sind nicht die Meinung der Bevölkerungsmehrheit in diesem Land. Daher werden auch solche kra(n)ken Fantasien von ein paar Waffennarren, wie sie hier zu lesen sind, niemals Realität in unserem Land werden. Und darüber bin ich froh! Ich bin auch froh darüber, dass ich im Rahmen meiner dienstlichen Tätigkeit meinen kleinen, bescheidenen Teil dazu beizutragen konnte, dass die Verbreitung von Schusswaffen in Deutschland eingedämmt wird.

Da die Argumente offenbar ausgetauscht sind bzw. weitere Überzeugungsarbeit wohl keinen Sinn hat, darf ich mich damit aus dem Thread verabschieden.

Schnueffler
20-10-2016, 20:15
:rotfltota :rotfltota :rotfltota

Mr.Fister
20-10-2016, 20:40
gewisse dinge lohnen sich, aus mehreren perspektiven betrachtet zu werden. ich empfehle da zum waffenbesitz (nicht nur in den usa) gerne ein wenig historie zum 2. verfassungszusatz der usa, da reichen oftmals schon zitate der gründerväter:

Gun Quotations of the Founding Fathers | Buckeye Firearms Association (http://www.buckeyefirearms.org/gun-quotations-founding-fathers)

der rest ist dann transferleistung... ;)

Willi von der Heide
20-10-2016, 21:04
Im Grunde kann ich insoweit beruhigt sein: Das Waffenrecht in der BRD wird mit Sicherheit nicht liberalisiert, eher dürfte in den nächsten Jahren mit einer immer weiteren Verschärfung zu rechnen sein. Und das ist gut so! Positionen, wie sie hier von Waffenbefürwortern vertreten werden, sind nicht die Meinung der Bevölkerungsmehrheit in diesem Land. Daher werden auch solche kra(n)ken Fantasien von ein paar Waffennarren, wie sie hier zu lesen sind, niemals Realität in unserem Land werden. Und darüber bin ich froh! Ich bin auch froh darüber, dass ich im Rahmen meiner dienstlichen Tätigkeit meinen kleinen, bescheidenen Teil dazu beizutragen konnte, dass die Verbreitung von Schusswaffen in Deutschland eingedämmt wird.


Gehe ich auch von aus. Einen Sicherheitsgewinn wird es aber trotzdem nicht geben.

Dabei wird es nicht bleiben. Wir dürfen uns noch auf viele andere Dinge " freuen ". Sachen die heute noch undenkbar sind, werden schon morgen Realität. 1984 sozusagen ... und wir sind alle mittendrin !

Macabre
20-10-2016, 21:38
gewisse dinge lohnen sich, aus mehreren perspektiven betrachtet zu werden. ich empfehle da zum waffenbesitz (nicht nur in den usa) gerne ein wenig historie zum 2. verfassungszusatz der usa, da reichen oftmals schon zitate der gründerväter:

Gun Quotations of the Founding Fathers | Buckeye Firearms Association (http://www.buckeyefirearms.org/gun-quotations-founding-fathers)

der rest ist dann transferleistung... ;)



Hab ich alles schon gesehen, bin kein Waffenträger, hab aber beim Bund(P1, UZI, G3, MG) und danach auch privat viele Kaliber geballert.
Ich finde die Technik durchaus interessant.


Trotzdem, oder genau deshalb bin ich gegen eine Lockerung der Waffengesetze.
Ich finde die bestehenden Gesetze ganz gut*. :)

Und Schusswaffen in der Öffentlichkeit führen, verdeckt, oder offen find ich nicht anstrebenswert.

:)

* nicht die dauernd wechselnden Auflagen(Tresor), sondern die Verfügbarkeit.

Macabre
20-10-2016, 21:40
Gehe ich auch von aus. Einen Sicherheitsgewinn wird es aber trotzdem nicht geben.

Dabei wird es nicht bleiben. Wir dürfen uns noch auf viele andere Dinge " freuen ". Sachen die heute noch undenkbar sind, werden schon morgen Realität. 1984 sozusagen ... und wir sind alle mittendrin !

Willi, alter Schwarzmaler, hehe..... :D

OliverT
20-10-2016, 22:03
Der eine will Polizisten ent- und dafür Türsteher bewaffnen(!), der nächste den Waffenverkauf komplett freigeben, damit auch ja noch der allerletzte Durchgeknallte über ein Schießeisen verfügt. Das Gewaltmonopol des Staates und andere fundamentale Grundsätze unserer Rechtsordnung werden mal eben so in Frage gestellt bzw. rundheraus abgelehnt.

Lesen ist nicht so deine Stärke oder?

Hug n' Roll
20-10-2016, 22:21
Im Grunde kann ich insoweit beruhigt sein: Das Waffenrecht in der BRD wird mit Sicherheit nicht liberalisiert, eher dürfte in den nächsten Jahren mit einer immer weiteren Verschärfung zu rechnen sein.

Und das ist gut so!

Positionen, wie sie hier von Waffenbefürwortern vertreten werden, sind nicht die Meinung der Bevölkerungsmehrheit in diesem Land.

Daher werden auch solche kra(n)ken Fantasien von ein paar Waffennarren, wie sie hier zu lesen sind, niemals Realität in unserem Land werden.

Ich bin auch froh darüber, dass ich im Rahmen meiner dienstlichen Tätigkeit meinen kleinen, bescheidenen Teil dazu beizutragen konnte, dass die Verbreitung von Schusswaffen in Deutschland eingedämmt wird.


Ja.

Nein.

Ja.

Andere Meinungen -insbesondere Mindermeinungen- als krank zu bezeichnen, sagt viel über den Diskutanten aus.

Na dann:
Kauf Dir 'n Kecks und back 'n Ei drauf!:yeaha:

Messerjocke2000
21-10-2016, 08:43
Gehe ich auch von aus. Einen Sicherheitsgewinn wird es aber trotzdem nicht geben.
Ja und Ja.



Dabei wird es nicht bleiben. Wir dürfen uns noch auf viele andere Dinge " freuen ". Sachen die heute noch undenkbar sind, werden schon morgen Realität. 1984 sozusagen ... und wir sind alle mittendrin !

Wenn ich wetten würde, würde ich vermuten:

Weitere Messertypen werden verboten
weitere Auflagen für das Bedürfnis
vielleicht "Großkaliberverbot"
IPSC-Verbot
MMA-Verbot
mehr Nachschau beim Besitzer

hand-werker
21-10-2016, 09:37
Ich glaube, Willi meint mit "unvorstellbar" eher so was:
Totale Erfassung ab 2017: China will seine Bürger perfekt steuern - n-tv.de (http://www.n-tv.de/politik/China-will-seine-Buerger-perfekt-steuern-article15097486.html)
vielleicht etwas subtiler als in China, vielleicht nicht "von oben verordnet" wie in China, aber Dinge, die in diese Richtung gehen (analog z. B. zum Schufa-Score).

Willi von der Heide
21-10-2016, 16:17
Ich glaube, Willi meint mit "unvorstellbar" eher so was:
Totale Erfassung ab 2017: China will seine Bürger perfekt steuern - n-tv.de (http://www.n-tv.de/politik/China-will-seine-Buerger-perfekt-steuern-article15097486.html)
vielleicht etwas subtiler als in China, vielleicht nicht "von oben verordnet" wie in China, aber Dinge, die in diese Richtung gehen (analog z. B. zum Schufa-Score).



Wenn ich wetten würde, würde ich vermuten:

Weitere Messertypen werden verboten
weitere Auflagen für das Bedürfnis
vielleicht "Großkaliberverbot"
IPSC-Verbot
MMA-Verbot
mehr Nachschau beim Besitzer


Da wird noch einiges kommen ... wenn private Vereine hinter den Bürgern herschnüffeln um sie zu denunzieren - Prost Mahlzeit ! Alles von " oben " abgesegnet.

Heute lacht man noch über Genderismus, immerhin 60 verschiedene Geschlechter ... Donnerwetter ! Da hat sich einiges getan in der biologischen Entwicklung. Muß ich schon staunend feststellen. Mal schauen wann die ersten Prozesse stattfinden, weil jemand einen kritischen Kommentar abgegeben hat. " Sie sind ja ein schäbiger Lump ! " .... Dachte das hätten wir hinter uns. Und jetzt sollte ich besser die Finger von der Tastatur lassen ...

Lino
06-11-2016, 22:06
...
Heute lacht man noch über Genderismus, immerhin 60 verschiedene Geschlechter ... Donnerwetter ! Da hat sich einiges getan in der biologischen Entwicklung. ... ...

Das ist keine Biologische sondern eine kulturell-sprachliche Entwicklung. Aber das wollen die Leute, die das Wort "Generismus" in ihrer Propaganda nutzen nicht wahr haben, weil dann hängen ihre Verschwörungstheorien nicht mehr zusammen.

Willi von der Heide
20-02-2018, 19:08
Ich hole das Thema noch einmal hoch ...

Hier:https://www.hermann-historica.de/de/objekte?aid=156&Lstatus=0&ord=result_d&Accid=1112&cname=ordonnanzwaffen_bis_1945

Positionen 2214 und 2215 ... zwei voll funktionsfähige Waffen wurden im November letzten Jahres verkauft. An wen weiß man natürlich nicht, aber bei dem Aukionshaus kommen die ab und an unter den Hammer.

Klaus
20-02-2018, 20:48
Die werden aber sicher nur unter den entsprechenden Auflagen verkauft, an Sammler mit nachgewiesener Eignung und entsprechenden Vorrichtungen zur sicheren Verwahrung. Ich würde es nicht vorziehen wenn aus "Freiheitsgründen" Leute nur weil sie (noch) "unbescholten" sind ein funktionsfähiges Scharfschützengewehr kaufen könnten. Das ist für disziplinierte Leute auch so schon einfach genug.

Nite
20-02-2018, 21:18
Ich hole das Thema noch einmal hoch ...

Hier:https://www.hermann-historica.de/de/objekte?aid=156&Lstatus=0&ord=result_d&Accid=1112&cname=ordonnanzwaffen_bis_1945

Positionen 2214 und 2215 ... zwei voll funktionsfähige Waffen wurden im November letzten Jahres verkauft. An wen weiß man natürlich nicht, aber bei dem Aukionshaus kommen die ab und an unter den Hammer.
Wer ist "man"?
Die entsprechende Waffenbehörde die die Eintragungen vornimmt weiß bescheid. Und auch das Auktionshaus verkauft nur an berechtigte

Willi von der Heide
20-02-2018, 22:07
:biglaugh:

Bitte alle 30 Seiten durchlesen ... Es ging um Sammler, rote WBK´s, Vollautomaten und halt die üblichen KKB-Querschüsse ... deswegen ja " nur " 30 Seiten.

D_LU
09-03-2018, 07:35
Ich würde es nicht vorziehen wenn aus "Freiheitsgründen" Leute nur weil sie (noch) "unbescholten" sind ein funktionsfähiges Scharfschützengewehr kaufen könnten. Das ist für disziplinierte Leute auch so schon einfach genug.

Leider kann man nicht mehr erkennen um welche Waffen es ging.
Aber nach Deiner Aussage ist ja schon der Besitz eines 0815 Jagdgewehres ein Problem... denn nichts anderes ist ein ach so böses Snipergewehr....