Vollständige Version anzeigen : Wahrscheinliche Gesetzesänderung bei Messern
Little Green Dragon
20-05-2019, 10:06
Oder seid ihr narzisstisch so gekränkt dass der Staat Euch bevormunden will?
Klar, es macht wenig Sinn die Dinger zu verbieten, aber: so what?
Geht das, was ihr erledigen wollt nicht mit 6cm Klappmessern?
Wurde hier glaube ich schon mehrfach angesprochen:
Ich (persönlich) fühle mich nicht gekränkt - sehe nur überhaupt keinen Sinn darin, dass ich mein bislang legales Messer (keine 12 cm ;) ) dann zukünftig einmotten / wegschmeißen muss um mir ein neues "legales" zu besorgen und das nur aufgrund einer Regelung von der sich eigentlich alle Beteiligten einig sind, dass sie überhaupt nichts bringt.
Finanziell wird es mich nicht umbringen und funktionieren wird auch das Messer mit der kürzeren Klinge. Insofern geht es hier schon eher ums Prinzip.
"Wenn es nicht notwendig ist, ein Gesetz zu machen, dann ist es notwendig, kein Gesetz zu machen."
Charles Baron de Montesquieu
Der Staat kann, darf und sollte dort gesetzgeberisch tätig werden wo es geboten und notwendig ist. Im vorliegenden Fall handelt es sich zweifelsfrei um Symbolpolitik um dem potentiellen Wähler zu zeigen: Schau wir tun doch was. Derartige "Gesetze" braucht kein Mensch. Und es besteht hier auch schon ein gewisses Potential, dass das eben erst der Anfang ist. Ich sehe das (noch) zwar nicht ganz so drastisch wie rambat, aber von der Tendenz her gibt es da genügend Bereiche in denen man als kreativer Politiker schon noch auf die Idee kommen könnte zum "Schutz von wausauchimmer" irgendwelche eigentlich sinnfreien Regelungen einzuführen.
Und da stellt sich schon die Frage bis zu welchem Punkt man bereit ist derartigen Kokolores mitzumachen bzw. ab wann man auch mal sagt: "Stop - so bitte nicht..."
Wenn wir alles hier diskutieren wollen würden was „sinnvoll“ ist was die Politik sich so überlegt, dann würden wir uns vor Themen nicht retten können.
Waffenverbotsszonen erhöhen das SUBJEKTIVE Sicherheitsgefühl von sehr vielen Menschen, da ist es wurscht ob es auch in der Realität so ist, zumal es, wie gesagt, auch keinen rationalen Grund gibt ein Messer mit 12 cm Klinge bei sich zu führen.
Der Glaube an den „Leviathan Staat“ (wie Pinker es ausdrückt) ist eine der essentiellsten Dinge in der aufgeklärt-humanistischen Gesellschaft. Dieses Gesetzespaket soll den Glauben stärken, bzw. wieder herstellen. Ich halte es für sehr viel wichtiger zu diskutieren dass der Leviathan auch genug Zähne hat um dieses Verbot auch wirklich durchzusetzen, bzw. auch den Willen dazu hat.
WENN die Bevölkerung entwaffnet wird, dann muss man auch dafür Sorge tragen dass es für alle gilt und durchgesetzt wird. Das sie es sollte steht für mich außer Frage, denn Waffen in privater Hand im öffentliche Raum braucht kein Schwein.
Ich finde jeder sollte mit jeder Art von Waffe im privaten Gelände üben dürfen (ggf. nach vorheriger Überprüfung der Eignung), aber eben dort und nicht woanders.
Antikörper
20-05-2019, 10:35
sehe nur überhaupt keinen Sinn darin
...
Der Staat kann, darf und sollte dort gesetzgeberisch tätig werden wo es geboten und notwendig ist. Im vorliegenden Fall handelt es sich zweifelsfrei um Symbolpolitik um dem potentiellen Wähler zu zeigen: Schau wir tun doch was. Derartige "Gesetze" braucht kein Mensch.
Also ich finde es schon Sinnvoll, wenn bei der Kontrolle derartige Klingen sicher gestellt werden dürfen. Warum muss jemand mit einer 12cm Klinge in der Öffentlichkeit rum rennen? "Aus Prinzip" ist da einfach eine schlechte Argumentation. Als "Werkzeug" tut es ein Schweizer Taschenmesser absolut. Jemand der zur "SV" eine Klinge mit nimmt ist in meinen Augen eh nicht mehr ganz sauber (Pfefferspray ist da die wesentlich bessere Alternative).
Vermutlich hat der Gesetzgeber entschieden, dass durch einschlägige Vorkommnisse es halt eben doch notwendig ist, die Gesetzeslage diesbezüglich zu verschärfen. Eine "zweifelsfreie Symbolpolitik" kann ich hier nicht erkennen, bei allen sinnlosen Gesetzten die es so gibt ist das doch eines der sinnvolleren. Es ist halt die Frage wie findet das Gesetz nun Anwendung.
Oder seid ihr narzisstisch so gekränkt dass der Staat Euch bevormunden will?
Ich glaube das könnte auf mich durchaus zutreffen. Wobei es da nicht nur um die Messer geht, dass ist eher noch einer oben drauf.
Ich liege da vmtl. ziemlich auf Eskrima-Düsseldorfs Linie, es ist eher die Gängelung im privaten Bereich aber auch im beruflichen.
Dann muss man so etwas, damit es Wirkung entfalten kann auch kontrollieren. So kommt man dann mal eben zu "anlaßlosen bzw. ethnisch motivierten Kontrollen".
Zum Thema Trainingsverbot:
Das kann man für weit weg halten, und die welche von einem Führverbot auf ein Trainingsverbot schließen für paranoid halten.
Allerdings halte ich mich durchaus für leicht paranoid und kann mir ein Trainingsverbot (für Klingeneinsatz) durchaus vorstellen, jedoch glaube ich nicht dass mich das zu Leb(Trainings)zeiten noch treffen wird.
Ist eher ein "wehret den Anfängen".
Ansonsten weisst du ja, das ich nicht mehr mit Klinge laufe (Lebensumfeld geändert inkl. Umzug), es sei denn ich muss (konnte ich die letzten 4 Jahre vermeiden) in einen Brennpunkt. Aber da interessiert mich das Verbot dann auch nicht wirklich.
Oder in kurz, 3 cm reichen auch, Aber die Einmischung des Staates in mein Leben wird für mich langsam schwer zu ertragen und ich fürchte damit bin ich nicht wirklich allein. Ist aus meiner Sicht eher ein Aufhänger zum aufregen als ein Aufreger.
Hoffe das war nicht zu wirr.
Liebe Grüße
DatOlli
@Panspiens
Sorry, für die viele Mühe die du dir aufgrund meines Posts gemacht hast.
Mir ging es eigentlich nur darum aufzuzeigen dass "sich informieren" ziemlich schwierig ist.
Alle Artikel die ich finden konnte waren subjektiv bis polemisch, egal ob Pro oder Contra.
Keine einzige Statistik, die ich finden konnte war belastbar oder gar umfassend.
Die Links sollten nur exemplarisch dafür sein.
Wer sich also zu dem Thema eine Meinung bilden, oder eine bestehende verändern möchte, kommt da nicht wirklich weit, jedenfalls nicht in einem vertretbaren Zeitrahmen.
Liebe Grüße
DatOlli
Bücherwurm
20-05-2019, 11:09
:gruebel:
Ich schreibe die meisten meiner Beiträge um dieses Zeit und kann nicht sehen, wie sich das widersprechen soll.
Das kann ich dir sagen. Du schreibst selbst:
Falls Du in Deutschland lebst, dann lebst Du zur Zeit in einem sehr friedlichen Land. …
Das hängt IMO eher mit der wirtschaftlichen Lage zusammen und dem Sozialsystem, als mit den Waffengesetzen.
und bringst dann:
Und natürlich mit der Demografie. Gewalt geht vor allem von jungen Männern aus. Besonders wenn die sich sozial ausgegrenzt fühlen und/oder nichts zu verlieren haben.
… und dann als „Beleg“ den Heinsohn, der nun gar nichts mehr von der sozialen Lage schreibt, sondern die Aggressionsbereitschaft ausschließlich von der Anzahl der Söhne in der Familie festmachen möchte. Stoßrichtung ist klar.
Dass, wenn Krieg geführt werden soll, junge Männer geschickt werden, ist eine Trivialität. Wen soll man sonst schicken? Die Omas?
Wenn die Kriege von Ländern ausgehen, in denen „Überschuß“ an jungen Männern in den Familien herrscht, müssen viele Kriege der letzten 100 Jahre irgendwie Ausnahmen gewesen sein. M.W. gingen z.B. die beiden Weltkriege und auch die Große Revolution nun nicht gerade von Ländern aus, in denen der o.g. Jungmännerüberschuß herrschte.
Spätestens seit der vollen Entfaltung des kapitalistischen Wirtschaftssystems um 1900 kann man davon ausgehen, dass es systeminterne Spannungen sind, insbesondere ökonomische, in der Folge politische, die über Kriege abgebaut werden. Ein neues Beispiel ist grade in Vorbereitung. (https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/fight-club)
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/wie-eine-kernschmelze
Bücherwurm
20-05-2019, 11:10
Der Glaube an den „Leviathan Staat“ (wie Pinker es ausdrückt) ist eine der essentiellsten Dinge in der aufgeklärt-humanistischen Gesellschaft. Dieses Gesetzespaket soll den Glauben stärken, bzw. wieder herstellen. Ich halte es für sehr viel wichtiger zu diskutieren dass der Leviathan auch genug Zähne hat um dieses Verbot auch wirklich durchzusetzen, bzw. auch den Willen dazu hat.
Wessen Interessen dieser dann vertritt ist scheinbar völlig wurscht.
Er vertritt die Interessen der Mehrheit, zumindest solange die Regierung demokratisch gewählt wird.
Das Deine Interessen nicht die der Mehrheit sind, dafür kann die Mehrheit ja nix :D
Wenn Dich etwas so fundamental stört steht es dir frei z.B. in die USA auszuwandern wo du dann ganz legal ne verdeckte Schusswaffe tragen kannst. Wie gesagt, jedem steht es frei die BRD zu verlassen.
Bücherwurm
20-05-2019, 11:39
Er vertritt die Interessen der Mehrheit, zumindest solange die Regierung demokratisch gewählt wird.
Das bezweifle ich.
Und auch das
Der Glaube an den „Leviathan Staat“ (wie Pinker es ausdrückt) ist eine der essentiellsten Dinge in der aufgeklärt-humanistischen Gesellschaft. , wenn ich es mir nochmal recht überlege. Das scheint mir sogar ein Widerspruch zu sein.
Das scheint mir sogar ein Widerspruch zu sein.
Das solltest du dann besser mit Steven Pinker (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Steven_Pinker) diskutieren. :D
Little Green Dragon
20-05-2019, 12:45
Also ich finde es schon Sinnvoll, wenn bei der Kontrolle derartige Klingen sicher gestellt werden dürfen.
Und wird denn auch kontrolliert? Lt. Entwurf des Gesetzes entstehen keine Mehrkosten, d.h. verstärkte Kontrollen sind nicht vorgesehen.
Messer bei öffentlichen Veranstaltungen kann man auch heute im Rahmen der Gefahrenabwehr schon einziehen - egal wie lang oder kurz die sind.
Es gäbe problemlos andere Möglichkeiten den gewünschten „Effekt“ zu erzielen - dafür braucht es das Gesetz in der derzeitigen Form nicht. Und deshalb ist und bleibt es Symbolpolitik.
Billy die Kampfkugel
20-05-2019, 13:02
Ich werde mir ein robustes abschließbares Behältnis kaufen und dann ist das Ganze für mich abgehakt. Den Bahnhof kann ich nicht immer meiden. Man muss auch mit Werkzeug zu jeder Zeit von A nach B kommen können. Hoffe so vernünftig ist man dann vor Ort.
Antikörper
20-05-2019, 13:35
Und wird denn auch kontrolliert? Lt. Entwurf des Gesetzes entstehen keine Mehrkosten, d.h. verstärkte Kontrollen sind nicht vorgesehen.
Vlt. geht es ja darum bei aktuellen mehr Handhabe zu haben bei gleich bleibender Kontrolldichte
Messer bei öffentlichen Veranstaltungen kann man auch heute im Rahmen der Gefahrenabwehr schon einziehen - egal wie lang oder kurz die sind.
Und das ist auch gut so. Aber darum geht es ja auch nicht, sondern Kontrollen an öffentlichen Plätzen wie Parks, U-Bahn, Bahnhofsvorplatz etc...
Es gäbe problemlos andere Möglichkeiten den gewünschten „Effekt“ zu erzielen - dafür braucht es das Gesetz in der derzeitigen Form nicht. Und deshalb ist und bleibt es Symbolpolitik.
Wo wird denn diese Symbolik deiner Meinung nach ausgetragen und welche Partei möchte damit für sich werben? Also da gibt es doch wahrlich bessere und Effektivere Bereiche
Willi von der Heide
20-05-2019, 13:53
Wenn Dich etwas so fundamental stört steht es dir frei z.B. in die USA auszuwandern wo du dann ganz legal ne verdeckte Schusswaffe tragen kannst.
Da muß man gar nicht über den großen Teich ... in Tschechien, Nordirland ( Ja, richtig gelesen ) und einem Kanton in der Schweiz ist bzw. war das auch möglich. Warum nicht bei uns ?
Ich befürchte halt, daß es bei einer einmaligen " Verschärfung " nicht bleiben wird. Auch wenn man hauchdünne Scheiben von einer Salami abschneidet ist sie irgendwann weg. Nur kommt man jetzt an einen Punkt der Diskussion wo man nicht mehr recht weiterkommt ... es bleibt nur das Verständiß für die Position der jeweils anderen Seite.
Willi, was würdest du denn gerne in der Öffentlichkeit tragen und warum?
Bücherwurm
20-05-2019, 14:17
Willi, was würdest du denn gerne in der Öffentlichkeit tragen und warum?
Ich meine, das die leute, die das Gesetz für falsch halten, schon zigmal dargestellt haben, dass es ihnen nicht darum geht, bestimmte Messergrößen in der Tasche zu haben, sondern dass andere Gründe zu ihrer ablehnenden Haltung führen. Scheinbar hast du keine besseren Argumente, wenn du immer wieder darauf abstellst.
Also der narzisstische Aufschrei wegen der „Entmündigung“ durch den Staat?
Um Gottes Willen, am Ende wird es auf der deutschen Autobahn noch eine Geschwindigkeitsbegrenzung geben? :ups:
Willi von der Heide
20-05-2019, 14:38
Willi, was würdest du denn gerne in der Öffentlichkeit tragen und warum?
Um mich persönlich geht es dabei gar nicht. Ich würde allerdings das Waffengesetz deregulieren und neben Schießsport, Jagd, Sammeln explizit den Punkt Selbstverteidigung als Bedürfnis anerkennen. Ich führe im Alltag auch kein Messer ... noch nicht einmal mein " Schweizer Taschenmesser " ( Klingenlänge 6cm ) habe ich regelmäßig dabei.
Trotzdem bin ich gegen eine Verschärfung, ich möchte nicht eines Tages in einem absoluten Nanny-Staat aufwachen. Ich möchte nicht, daß mir jede Form von Verantwortung für mein eigenes Leben sukzessive genommen wird. Und nein, daß ist keine Paranoia.
Man schaue sich nur unsere Medienlandschaft an, wie sie finanziert wird ( Zwangsabgabe ), wer dort das sagen hat und wer dort gepuscht wird ... Ein Blick auf die Ereignisse auf unser Nachbarland Österreich und die momentanen Vorgänge - warum taucht ein zwei Jahre altes Video gerade jetzt auf, kurz vor einer wichtigen Wahl ? - helfen beim verstehen. Da muß man ja schon von betreutem Denken sprechen. Am Ende haben eben die Leute das sagen, die fest daran glauben man kann uns mit Verboten, Geboten, Steuern und Anreizen in ihre gewünschte Richtung lenken ... Brrr ... Eine gruselige Vorstellung.
Am Ende haben eben die Leute das sagen, die fest daran glauben man kann uns mit Verboten, Geboten, Steuern und Anreizen in ihre gewünschte Richtung lenken ... Brrr ... Eine gruselige Vorstellung.
Wieso am Ende? Das ist doch schon längst so.
Brot und Spiele haben wir mehr als genug und einen Lebensstandard der alle ruhig hält. De facto leben wir in der besten Gesellschaft seit Menschengedenken. In vielen sozialen Eigenschaften sind wir entweder führend, oder zumindest sehr weit oben dabei. Es gibt kaum ein Land auf der Welt in dem du besser leben kannst als aktuell hier.
„Die Deutschen“ sind satt und zufrieden und haben sehr viel Angst. Dieser Angst wird mit solchen Gesetzen begegnet.
Eskrima-Düsseldorf
20-05-2019, 15:23
Um Gottes Willen, am Ende wird es auf der deutschen Autobahn noch eine Geschwindigkeitsbegrenzung geben? :ups:
Im Gegensatz zu diesem Messerquatsch sterben auf Autobahnen tatsächlich Menschen wegen Unfällen die auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen sind. Ein Tempolimit würde absolut Sinn machen. Ich wäre für 120 km/h.
Am Ende haben eben die Leute das sagen, die fest daran glauben man kann uns mit Verboten, Geboten, Steuern und Anreizen in ihre gewünschte Richtung lenken ... Brrr ... Eine gruselige Vorstellung.
Naja, nun, "diese Leute", vulgo: Politiker, sind ja keine Sonderzüchtung des Homo Sapiens oder sowas. Das sind Leute, die sich irgendwann gedacht haben, dass sie Einfluss nehmen wollen auf Dinge, die ihnen nicht gefallen. Und dann sind sie in die Politik gegangen. Steht jedem frei, der unzufrieden ist, etwas ändern will.
Übrigens auch dir.
Little Green Dragon
20-05-2019, 16:07
...und welche Partei möchte damit für sich werben?
Ohne das es jetzt zu sehr in politische abgleitet:
Ist also alles "reiner Zufall" das so ein Vorschlag 2,5 Wochen vor der Bremer Bürgerschaftswahl auf den Tisch kommt, und dann noch von einer Partei initiiert die um ihre einstige Hochburg fürchten muss und sich daher an jeden noch so kleinen Strohhalm klammert um irgendwas (und genau darum geht es ja in dem Gesetz "Hauptsache irgendwas...") vorweisen zu können?
An so viel Zufall mag ich da irgendwie nicht so recht glauben...
Willi von der Heide
20-05-2019, 16:11
„Die Deutschen“ sind satt und zufrieden und haben sehr viel Angst. Dieser Angst wird mit solchen Gesetzen begegnet.
jepp ... " german angst " ist halt eine kulturelle Geschichte und die kann man nicht so ohne weiteres ändern. Manchmal mache ich mir den Spaß und sage Leuten, daß ich Aktien kaufe ... :ups: sind die Reaktionen ... Die Aktie an sich macht den Leuten auch Angst ... Unbegreiflich.
Naja, nun, "diese Leute", vulgo: Politiker, sind ja keine Sonderzüchtung des Homo Sapiens oder sowas. Das sind Leute, die sich irgendwann gedacht haben, dass sie Einfluss nehmen wollen auf Dinge, die ihnen nicht gefallen. Und dann sind sie in die Politik gegangen. Steht jedem frei, der unzufrieden ist, etwas ändern will.
Übrigens auch dir.
Ich versuche durch Graswurzelarbeit etwas zu verändern. Wenn man mal hinter die Kulissen geschaut hat, wie " Politik " funktioniert ist man gar nicht mehr so begeistert von der Materie. Und von wegen, wegen Veränderung geht man in die Politik ... bist du ersteinmal angekommen in dem " Betrieb " wirst du ganz schnell eingenordet und rundgelutscht, so daß du schön auf Linie getrimmt bist. Für manche Leute gibt es ja auch nix anderes ... Nach 20 Semestern Sozialpädagogie und ohne Abschluß ... da kann man noch Fahrradbeauftragter in Freiburg werden ... Hohe Intelligenz und hohes Einkommen korrelieren positiv miteinander. Und so kommt es, daß Leute mit einem hohen Einkommen sich nicht für ein politisches Amt interessieren, weil sie dann ja Einkommensverluste hinnehmen müßten. Und so kommt es, daß eine bestimmte Schicht nach oben kommt.
Von daher sollte man die Bezüge erhöhen, dann würden sich auch andere Schichten vermehrt einbringen.
Und jeder sollte sich vorher mal mit Physik und VWL beschäftigt haben ... dann gäbe es manche Auswüchse schlicht und ergreifend nicht.
Bücherwurm
20-05-2019, 16:39
Im Gegensatz zu diesem Messerquatsch sterben auf Autobahnen tatsächlich Menschen wegen Unfällen die auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen sind. Ein Tempolimit würde absolut Sinn machen. Ich wäre für 120 km/h.
Ne!! Das geht ja nun überhaupt nicht! Wie lange soll ich denn da brauchen eh ich mal irgendwo bin!
Freie Fahrt für freie Bürger!
Eskrima-Düsseldorf
20-05-2019, 17:48
Freie Fahrt für freie Bürger!
Unheimlich frei, so ein Stau [emoji6]
Gesendet von meinem moto g(6) play mit Tapatalk
Willi, was würdest du denn gerne in der Öffentlichkeit tragen und warum?
Ich bin zwar nicht gefragt, aber meine Präferenz wäre einhändig feststellbar bis ca. 9 cm Klingenlänge. Entsprechend einem grösseren Leatherman-Multitool oder dem Victorinox One Hand Trekker / Soldatenmesser 08 (deckt sich auch mit den Bestimmungen hier in der Schweiz - ab 9 cm Einhand kann ein Messer als "gefährlicher Gegenstand" eingestuft und nach Ermessen eingezogen werden). Der Grund für einhändig feststellbar ist, dass ich des Öfteren mal auf einer Leiter eine Klinge gebraucht habe. Und ja, ich habe mich dabei auch schon mal tüchtig geschnitten, weil in Deutschland und gesetzeskonform nur ein einhändig zu öffnendes, nicht feststellbares Messer dabeigehabt und verwendet... Muss echt nicht sein. Der Grund für die 9 cm ist, dass ein Messer mit weniger Schneidenlänge als Jausenmesser (Brotlaibe aufschneiden) schwächelt. Dass man für einen dieser Einsatzbereiche das Messer unterwegs wegschliessen muss, finde ich zu viel des Verwaltungsaufwands. Natürlich könnte es auch schlimmer sein, wenn man sich die britische oder dänsiche Gesetzeslage anschaut zum Beispiel...
Mich betrifft das ja inzwischen nur mehr periphär, also wenn ich dienstlich oder privat nach bzw. durch Deutschland fahre. In dem Fall kommt dann halt ein Victorinox Spirit (Multitool mit Zweihand feststellbarer Klinge) und ein Victorinox Obstmesser (54 mm Klinge feststehend) mit Taschenscheide mit. Die Klingenlängenreduzierung beim Feststehenden trifft mich persönlich nicht wirklich, nachdem das normalerweise nicht mein Präferenz ist.
Beste Grüsse
Period.
Unheimlich frei, so ein Stau [emoji6]
Gesendet von meinem moto g(6) play mit Tapatalk
Dann fährst du zur falschen Uhrzeit! Und wenn eh Stau ist, wozu dann ein Limit? Nene die elektronischen Regelungen, die sich der Verkehrssituation anpassen können wären viel sinnvoller als ein starres Limit.
Offtopic zuende, bin wieder raus.
shinken-shôbu
21-05-2019, 10:58
Ich werde mir ein robustes abschließbares Behältnis kaufen und dann ist das Ganze für mich abgehakt. Den Bahnhof kann ich nicht immer meiden. Man muss auch mit Werkzeug zu jeder Zeit von A nach B kommen können. Hoffe so vernünftig ist man dann vor Ort.
Ich dachte es geht um ein generelles Verbot, also dass allein schon der Besitz strafbar werden soll, da wären dann doch den Ordnungshütern die Hände völlig gebunden, also nichts mit irgendwie Auslegen?
Habe mal eben meine Taschenmesser (die nur Zuhause liegen) ausgemessen, mein recht kleines hat ja schon 7 cm Klingenlänge und die empfinde ich als gerade noch so akzeptabel. Klar, selbst mit einer 1cm-Klinge ließen sich Dinge schneiden aber will man das?
Ich dachte es geht um ein generelles Verbot, also dass allein schon der Besitz strafbar werden soll
Nein.
(Mit ganz wenigen Ausnahmen.)
Mehrfach dargelegt.
Bücherwurm
21-05-2019, 11:54
Unheimlich frei, so ein Stau [emoji6]
Gesendet von meinem moto g(6) play mit Tapatalk
Jahrelang bin ich unter Tempo 100 geknechtet worden! Jetzt bin ich in ner freien Gesellschaft!
shinken-shôbu
21-05-2019, 12:05
Nein.
(Mit ganz wenigen Ausnahmen.)
Mehrfach dargelegt.
Mir war so, als sei das anders auch schon mehrfach dargelegt worden, vielleicht habe ich vor lauter Darlegungen aber einfach ein bisschen den Überblick verloren. :o
Geht es nur um das Vermeiden des problemlosen, sofortigen Zugriffs auf die Klinge, empfände ich das "Verbot" nur als halb so schlimm. Ein Handgriff mehr, damit sollte man doch leben können. Anderenfalls sähe ich es ähnlich wie Eskrima-Düsseldorf, denn in einer Welt der Freiheit Aller und des freien Willens (insbesondere des Einzelnen) hat die Bevormundung nunmal einfach weniger Platz zu beanspruchen als in Diktaturen und ähnlich restriktiven Systemen.
denn in einer Welt der Freiheit Aller und des freien Willens (insbesondere des Einzelnen) hat die Bevormundung nunmal einfach weniger Platz zu beanspruchen als in Diktaturen und ähnlich restriktiven Systemen.
Ach so, ist das das Problem? Sehr ihr Deutschland also allen Ernstes wegen des Verbotes auf dem Weg in eine Diktatur???
Gilt das auch für die Anderen, die sich hier aufregen? Habt ihr tatsächlich Angst dass „der Staat“ Euch bevormunden möchte um Euch zu entwaffnen. Meint ihr ernsthaft dass dies ein Schritt auf dem Weg in eine Diktatur ist?
Leben könnte ich mit einem Messerverbot, wenn es auch für Körperverletzungsdelikte endlich MASSIVE Strafen gibt. Und zwar nicht 47 mal Bewährung, dann 2 Sozialstunden, und beim 20. Toten dann langsam mal eine "harte" Strafe von 3 Jahren. Wenn es Leute mit "subsidiärem Schutz" sind dann sofort raus, und zwar egal ob die gerade ihre Papiere in den Gully geworfen haben. Alternativ eine Unterbringung auf einer Nordseeinsel.
Solange das nicht der Fall ist, möchte ich einen Plan B in der Tasche haben. Mir sind 7 Fälle im Jahr 7 zuviel.
Billy die Kampfkugel
21-05-2019, 13:11
Man kann alles überspitzt darstellen und dann sagen man stelle sich nur künstlich an. Wenn ich mir das Bahnreisen so ansehe, kamen im Laufe der Zeit mehr und mehr Einschränkungen hinzu. Manche betreffen mich, manche wie das Rauchen nur noch im Karree nicht. Jetzt noch neben dem Rucksack einen verschließbaren Koffer mitzunehmen im Gedränge ist nicht der Weg in die Diktatur, es schränkt einfach meinen Komfort ein. Und bevor jetzt das Gesetz beschlossen wird, kann man doch darauf hinweisen. Die Politik bekommt das dann mit, wenn Parteimitglieder die Kommentare unter den Onlineartikeln der Zeitschriften lesen. Vielleicht überlegt man sich dann nochmal ob das wirklich so im Sinne der Erfinder ist, oder ob man das nochmal anpasst. Dafür ist der öffentliche Diskurs eigentlich da.
Ich fand das Rauchverbot damals schon mit heißer Nadel gestrickt und auf einmal kam man auf eine ultrastrenge Regelung. Die Gesetzesgebung neigt leider in den letzten Jahren dazu übers Ziel hinauszuschießen. Das mit den Messern wird wieder so ein überperfektes Ding.
Willi, was würdest du denn gerne in der Öffentlichkeit tragen und warum?
Das ist die falsche Frage. Du musst rechtfertigen warum Du es Ihm verbieten möchtest.
So zumindest ist das eigentlich in einer freiheitlich, demokratischen Gesellschaft vorgesehen.
Leider wird dieses Prinzip immer mehr absudum geführt.
Der Gipfel sind dann Aussagen das diejenigen, die ein Verbot in Frage stellen, nicht geeignet sind
z.B. ein Messer zu führen nur weil Sie das möchten....
Das ist die falsche Frage. Du musst rechtfertigen warum Du es Ihm verbieten möchtest.
Tut die Politik ja. Sie will nicht dass die Menschen mit potentiell tödlichen Waffen rumlaufen. Dazu gehören „lange“ Messer, Schusswaffen etc.
Es soll den Bürgern „das Gefühl“ geben sicher zu sein. Das subjektive Empfinden der Mehrheit ist das, was zählt. Da „die Deutschen“ halt mehrheitlich sehr viel Angst haben reagiert die Politik.
Jetzt ist es halt so dass die Meisten eben nicht den Impuls haben sich selber zu bewaffnen, sondern lieber eine Entwaffnung der Anderen fordern.
Angst haben beide Seiten...
Die narzisstische Entmündigung oder die Angst vor einer drohenden Diktatur ist natürlich auch nicht zu unterschätzen :D
Willi von der Heide
21-05-2019, 14:08
Ach so, ist das das Problem? Sehr ihr Deutschland also allen Ernstes wegen des Verbotes auf dem Weg in eine Diktatur???
Gilt das auch für die Anderen, die sich hier aufregen? Habt ihr tatsächlich Angst dass „der Staat“ Euch bevormunden möchte um Euch zu entwaffnen. Meint ihr ernsthaft dass dies ein Schritt auf dem Weg in eine Diktatur ist?
Nein, keine Diktatur ... aber ein Nanny-Staat der einem jede Verantwortung für sich selbst, abnimmt. Und es gibt genügend Kräfte die ein völliges Verbot von Waffen wollen, obwohl mehrfach erwiesen wurde, daß von privat besessenen Waffen keine nennenswerte Gefahr ausgeht.
Mit den Messern fängt es an ... irgendwann wird auch KK/KS dran sein ...
Mit den Messern fängt es an ... irgendwann wird auch KK/KS dran sein ...
Woran machst du das fest? Hast du schon jemals einen Politiker fordern hören man solle die Schützenvereine verbieten, oder die Boxvereine, oder die Ringervereine?
Wie kommst du auf den Gedanken dass „Kampfsport“ verboten werden sollte?
Sind das deine Ängste und Fantasien, oder gibt es dafür konkrete Belege?
Hast du schon jemals einen Politiker fordern hören man solle die Schützenvereine verbieten, oder die Boxvereine, oder die Ringervereine?
Bisher nicht. Aber es gibt Menschen die sich das Wünschen. Und früher oder später gibt es dann auch Politiker die das fordern. Ob sich dafür jemals eine Mehrheit finden wird dürfte Spekulation sein.
Mir gefällt die Zunahme von Verboten aber auch nicht.
Eskrima-Düsseldorf
21-05-2019, 14:29
Wie kommst du auf den Gedanken dass „Kampfsport“ verboten werden sollte?
Na, wenn Leute, die jetzt Angst vor bösen Springmessern haben, irgendwann spitz kriegen dass man da töten übt [emoji6] kann ich mir schon vorstellen, dass man das irgendwann fordern wird - braucht ja schließlich keiner außer ein paar Spezialisten unter staatlicher Kontrolle.
Ich meine, ein MMA Verbot stand schon einmal zur Debatte.
Wie gesagt, die Messer sind scheißegal, die unbegründete Angst die zu Gesetzen wird, ist ein Problem und man muss nicht paranoid sein um das zu sehen ^^
Gesendet von meinem moto g(6) play mit Tapatalk
kann ich mir schon vorstellen, dass man das irgendwann fordern wird -
Also hast du Angst davor dass man Dir eines Tages vielleicht Dein Hobby verbieten könnte und möchtest deswegen dass man in der Öffentlichkeit potentiell tödliche Waffen führen darf?
Bücherwurm
21-05-2019, 14:35
Na, wenn Leute, die jetzt Angst vor bösen Springmessern haben, irgendwann spitz kriegen dass man da töten übt [emoji6] kann ich mir schon vorstellen, dass man das irgendwann fordern wird - braucht ja schließlich keiner außer ein paar Spezialisten unter staatlicher Kontrolle.
.. dann gehn wir (wieder) in den Untergrund .. "da unten in der Kanalisation, da üben schon wieder die Ratten Karate..."
Eskrima-Düsseldorf
21-05-2019, 14:37
Also hast du Angst davor dass man Dir eines Tages vielleicht Dein Hobby verbieten könnte und möchtest deswegen dass man in der Öffentlichkeit potentiell tödliche Waffen führen darf?
Sag mal, schreibe ich hier mit Homer Simpson? Dreh mir doch nicht immer die Worte auf der Tastatur um. Ich werde meinen Standpunkt jetzt nicht zum x-ten Mal darlegen.
Willi von der Heide
21-05-2019, 14:37
Hast du schon jemals einen Politiker fordern hören man solle die Schützenvereine verbieten
Nicht die Vereine ... aber die Waffen.
https://www.youtube.com/watch?v=A99GRpkH1u8
https://www.youtube.com/watch?v=_3AATKHcw9k
https://www.youtube.com/watch?v=DgmTQx7ysNQ
Warum nicht auch gleich Kampfsport verbieten bzw. regulieren ?
Verbot von Heizpilzen, Motorrollern, Plastiktüten, Dieselmotoren, Langstreckenflüge ....
shinken-shôbu
21-05-2019, 14:50
Ach so, ist das das Problem? Sehr ihr Deutschland also allen Ernstes wegen des Verbotes auf dem Weg in eine Diktatur???
Gilt das auch für die Anderen, die sich hier aufregen? Habt ihr tatsächlich Angst dass „der Staat“ Euch bevormunden möchte um Euch zu entwaffnen. Meint ihr ernsthaft dass dies ein Schritt auf dem Weg in eine Diktatur ist?
Kannst oder WILLST Du mich und ein paar Andere trotz regelmäßign wiederholter Erklärungsversuche missverstehen? Nicht jedem von uns geht es explizit um's Messerchen tragen (meine liegen einfach nur Zuhause in einer Schublade herum), sondern darum, dass man immer mehr bevormundet werden soll - nicht nur bezüglich irgendwelcher Waffen/Werkzeuge.
Natürlich wäre so ein Verbot allein nicht gleichbedeutend mit der Einführung einer Diktatur auf deutschem Boden, da wurde wohl eine überspitzte Formulierung nicht richtig erkannt.
Einer Denk-Diktatur nähern wir uns aber tatsächlich, wenn man selbst in den Wissenschaften heutzutage schon gar nicht mehr über Inhalte diskussiert, sondern darüber wer sich wie zu einem Thema geäußert hat und ob das überhaupt erlaubt ist, wenn nicht Jedem genehm. Es gibt da (in erster Linie auf die USA bezogen) einen schönen Artikel, der (klar, subjektiv) beleuchtet, wie die Situation in den Wissenschaften vor ca. 20 Jahren war und wie traurig sie heute ist. Es darf auch bitte Niemand kritisiert werden, weil man immer den versteckten Rassismus/Sexismus/you name it dahinter erkennt. Es gibt nur eine einzige erlaubte Ausnahme davon und zwar folgende Kombination: weiß, alt, männlich - das passt immer, DIE haben es nämlich wirklich verdient runtergeputzt zu werden, da ist man auf der sicheren Seite.
@ Thema KS/KK:
also mir sind schon öfter Leute begegnet, die sich sehr erwärmen könnten für ein Verbot von KK/KS generell, denn sie wollen in einer friedlichen Welt leben. Okay, teilt man deren Ansichten (zu Politik, Familie, usw. usf.) nicht, werden ausgerechnet diese Leute nicht selten recht aggressiv, wie ich finde aber hey, was weiß ich Rowdie schon von harmonischem Zusammenleben?:rolleyes:
Kanken, wäre es für Dich okay, wenn man KK komplett verböte, weil das ja nun wirklich niemand braucht - insbsondere in der recht speziellen "gemeingefährlichen" Ausprägung, wie Du sie gelegentlich vorgestellt hast? Ich meine alternativ könnte man ja zur Güte noch ein bisschen Standardjûdô zulassen, damit das alles nicht ganz so restriktiv rüberkommt. Alles andere als ein ehrliches "Ja." auf meine Frage hätte für mich ein klein wenig den Beigeschmack von Heuchlerei, muss ich gestehen.
edit: da waren andere etwas schneller....
Kanken, wäre es für Dich okay, wenn man KK komplett verböte, weil das ja nun wirklich niemand braucht - insbsondere in der recht speziellen "gemeingefährlichen" Ausprägung, wie Du sie gelegentlich vorgestellt hast? Ich meine alternativ könnte man ja zur Güte noch ein bisschen Standardjûdô zulassen, damit das alles nicht ganz so restriktiv rüberkommt. Alles andere als ein ehrliches "Ja." auf meine Frage hätte für mich ein klein wenig den Beigeschmack von Heuchlerei, muss ich gestehen.
Nein, es wäre für mich nicht in Ordnung wenn man mir mein Hobby verbieten würde, das ich im PRIVATEN Rahmen ausübe.
Darum geht es aber nicht, denn es besteht ein himmelweiter Unterschied ob man das ÖFFENTLICHE FÜHREN eines potentiell tödlichen Gegenstandes verbieten will, der sonst KEINEN weiteren Nutzen hat, oder ob man das PRIVATE Hobby verbieten möchte, was man unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausübt.
In der Messeranalogie müsstest du dann sagen man würde die privaten Kochmesser verbieten wollen, das wäre in etwa das Gleiche zum Verbot eines Hobbys.
Jahrelang bin ich unter Tempo 100 geknechtet worden! Jetzt bin ich in ner freien Gesellschaft!
Dann fahr mal auf der A40 durchs Ruhrgebiet, durchgängig Tempo 80! Übrigens auf 1700 km Autobahnen in NRW gibt es Tempolimit, das sind etwa 40%, Deutschlandweit sind es 30 % des Autobahnnetzes.
Im Vergleich schneiden die Abschnitte mit Tempolimit laut ADAC nicht besser ab als die ohne.
60 % der tödlichen Unfälle passieren auf Landstraßen. Im Vergleich mit Ländern die Tempolimit haben, schneidet die BRD besser ab. Kleinere Autos kauft deswegen dort auch niemand.
obwohl mehrfach erwiesen wurde, daß von privat besessenen Waffen keine nennenswerte Gefahr ausgeht.
Mit welchen Waffen werden denn dann Gewaltdelikte verübt, wenn nicht mit privat besessenen? Sind die etwa in staatlicher Hand?
Also hast du Angst davor dass man Dir eines Tages vielleicht Dein Hobby verbieten könnte und möchtest deswegen dass man in der Öffentlichkeit potentiell tödliche Waffen führen darf?
Das ist weder Angst noch Narzissmus. Das ist Extrapolation!
Bücherwurm
21-05-2019, 15:13
Nicht die Vereine ... aber die Waffen.
...
Verbot von Heizpilzen, Motorrollern, Plastiktüten, Dieselmotoren, Langstreckenflüge ....
Kann man nicht gleichsetzen.
Das ist weder Angst noch Narzissmus. Das ist Extrapolation!
Du extrapolierst aus dem Verbot von potentiell tödlichen Waffen im öffentlichen Raum auf ein Verbot eines privaten Hobbys?
Anders: Du hältst es für möglich dass man deine privaten Kochmesser verbieten will? (Siehe Analogie in meinem vorherigen Post)
Münsterländer
21-05-2019, 15:15
Mit welchen Waffen werden denn dann Gewaltdelikte verübt, wenn nicht mit privat besessenen? Sind die etwa in staatlicher Hand?
Er meinte wohl die legal privat besessenen Waffen.
Mit denen passiert in der Tat ziemlich wenig.
Grüße
Münsterländer
Willi von der Heide
21-05-2019, 15:17
Mit welchen Waffen werden denn dann Gewaltdelikte verübt, wenn nicht mit privat besessenen? Sind die etwa in staatlicher Hand?
Mit illegalen Waffen ... die sind nämlich das Problem. Einfach mal durch die Statistiken des BKA arbeiten, da ist das alles fein säuberlich ausgearbeitet.
Du extrapolierst aus dem Verbot von potentiell tödlichen Waffen im öffentlichen Raum auf ein Verbot eines privaten Hobbys?
Anders: Du hältst es für möglich dass man deine privaten Kochmesser verbieten will? (Siehe Analogie in meinem vorherigen Post)Ich extrapoliere die sinnlose Verbotswut.
Und deine Analogie passt eh nicht. Kochen ist nicht für jeden ein Hobby. Nahrungsaufnahme ist aber für jeden zwingend notwendig. Und irgendwie muss die Nahrung ja zubereitet werden.
Tut die Politik ja. Sie will nicht dass die Menschen mit potentiell tödlichen Waffen rumlaufen.
Die Argumente der Politik sind aber sehr dünn und nicht nachvollziehbar.
Selbst die Gewerkschaften der Polizei sagt das die Verschärfung in der Form
keinen Sinn macht.
Und es trifft mal wieder die falschen. Beim Führverbot von Einhandmesser hat es auch nicht
die Zielgruppe erwischt. Betroffen waren Handwerker & Co.
Nein, es wäre für mich nicht in Ordnung wenn man mir mein Hobby verbieten würde, das ich im PRIVATEN Rahmen ausüb
Das private Training befähigt Dich aber Gewalt auszuüben... Das braucht niemand
Nur verantwortungsvolle Mitarbeiter von Behörden sollen das dürfen...
Ist zugespitzt, aber genauso wird man argumentieren
Darum geht es aber nicht, denn es besteht ein himmelweiter Unterschied ob man das ÖFFENTLICHE FÜHREN eines potentiell tödlichen Gegenstandes verbieten will
.
Das ist doch nur eine Scheibe der Salami...
Wo ist das Problem wenn unbescholtene Bürger potentiell tödliche Gegenstände bei sich tragen.
Jenmand der das als Werkzeug dabei hat wird das auch nur so nutzen. Er wird nicht auf die Idee kommen:" Oh.. ich habe ein Messer dabei
also steche ich jetzt mal jemanden ab."
Ein Mensch mit bösen Absichten wird immer einen Weg finden...
Vielleicht wäre es eine Lösung, das von dem Verbot Personen ausgenommen sind, die den kleinen Waffenschein haben.
So hat man mehr Kontolle darüber und jeder unbescholtene Bürger hat die Möglichkeit sich den zu besorgen.
Wäre ein Mittelweg...
Mit illegalen Waffen ... die sind nämlich das Problem.
Also illegal ist doch das, was nach dem Gesetz verboten ist. Und wenn jetzt das Verbot sich auf weitere Waffen ausdehnt, sind die illegal (vorher privat). Dann würde das doch bedeuten, dass dann mit diesen Waffen Straftaten verübt werden. Also besser nicht verbieten.
Das private Training befähigt Dich aber Gewalt auszuüben... Das braucht niemand
Nur verantwortungsvolle Mitarbeiter von Behörden sollen das dürfen...
Ist zugespitzt, aber genauso wird man argumentieren
Nein, ist ganz einfach. Jemand der im privaten gelernt hat, wie man schnell und lautlos Menschen tötet, darf halt in der Öffentlichkeit nicht mehr herumlaufen. Das wäre die Analogie.
shinken-shôbu
21-05-2019, 15:59
Sag mal, schreibe ich hier mit Homer Simpson?
:D:D:D
Auch so kann man es natürlich formulieren.
Nein, es wäre für mich nicht in Ordnung wenn man mir mein Hobby verbieten würde, das ich im PRIVATEN Rahmen ausübe.
Soweit erstmal nachvollziehbar, ginge mir nicht anders.
es besteht ein himmelweiter Unterschied ob man das ÖFFENTLICHE FÜHREN eines potentiell tödlichen Gegenstandes verbieten will, der sonst KEINEN weiteren Nutzen hat, oder ob man das PRIVATE Hobby verbieten möchte, was man unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausübt.
In der Messeranalogie müsstest du dann sagen man würde die privaten Kochmesser verbieten wollen, das wäre in etwa das Gleiche zum Verbot eines Hobbys.
Eine Killermaschine auf der Straße bleibt eine Killermaschine auf der Straße, egal ob auf Arbeit oder im privaten Rahmen ausgebildet. Was spricht also dagegen tödliche Künste komplett zu verbieten oder wenigstens durch stark entschärfte Sportarten zu ersetzen?
Vielleicht verwechsle ich Dich mit Carstenm, ich kann Euch immer nicht so richtig auseinanderhalten? Aber irgendjemand lernt und lehrt doch wohl so krass, dass bleibende psychische Schäden zurückbleiben könnten, wenn man das Gehen an die Grenzen und darüber hinaus nicht richtig angeht. Solch eine extreme Vorbereitung auf SEHR UNWAHRSCHEINLICHE Ernstfälle birgt doch u.U. mehr Gefahren als dem Gutmenschentum lieb sein kann? Überhaupt ist Gewalt - und sei es auch nur ein Hobby - böse und somit verdammenswert.:p
In der Messeranalogie müsstest du dann sagen man würde die privaten Kochmesser verbieten wollen, das wäre in etwa das Gleiche zum Verbot eines Hobbys.
Das Küchenmesser kann man Zuhause lassen, gerne auch gesetzlich vorgeschrieben falls mal notwendig Transport solcher Werkzeuge nur im verschlossenen Behältnis, gar kein Problem. Soll man die Killermaschine/Dich jetzt aber dann nur noch gefesselt oder im abschließbaren Rollcontainer von A nach B tragen dürfen, um dem Sicherheitsbedürfnis der vermeintlichen Mehrheit nachzukommen?
Was ist außerdem mit dem mehrfach wiederholten Argument, dass die Straftaten in erster Linie sowieso mit illegalen Waffen erfolgen und eben nicht mit den derzeit erlaubten?
Was ist auch mit dem Argument, dass ein Verbot an bestehenden Verhältnissen imgrunde gar nichts ändern würde, man nur etwas Gefühlsshaping betreiben würde?
Wie gesagt, es geht hier nicht um objektive Fakten. OBJEKTIV macht so ein Verbot keinen Sinn, habe ich auch nie behauptet.
Es geht um die SUBJEKTIVE Angst der Bevölkerung/Wähler und die wird durch die Politik bedient.
Hier zu extrapolieren man müsse das Verbot der Ausübung einer Kampfkunst fürchten halte ich schon für arg übertrieben, aber das scheinen hier ja in der Tat einige zu fürchten, denn narzisstische Bevormundung wurde ja vehement als Grund der Aufregung verneint.
flashbeck
21-05-2019, 16:11
Wenn jetzt schon mit "Gutmensch" um sich geworfen wird - irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Fraktion "Wir sind auf dem Weg in eine Diktatur" ganz anders argumentieren würde, wenn es um Migranten, deren Waffenbesitz und das sich daraus ergebende subjektive Sicherheitsempfinden gehen würde.
Kann ich mich aber auch täuschen :engel_3:
Wie kommt das nur, dass mich eure Argumente an die der NRA in den USA erinnern?
q.e.d.
Selbst die ... Aufgeregtheit und die ganz spezielle "Logik" sind exakt identisch.
Little Green Dragon
21-05-2019, 16:27
Nein, es wäre für mich nicht in Ordnung wenn man mir mein Hobby verbieten würde, das ich im PRIVATEN Rahmen ausübe.
Du verlierst also alle Deinen erworbenen Fähigkeiten, sobald Du Dich in der Öffentlichkeit bewegst?
Denn sonst würdest Du ja auch eine potentiell tödliche „Waffe“ permanent mit Dir rumtragen.
Ist kein Problem sagst Du, weil Du nicht vor hast Deine privat erworbenen Fähigkeiten in der Öffentlichkeit auszuleben bzw. sie nicht als Waffe einsetzen willst?
Das ist natürlich ein riesiger Unterschied im Vergleich mit jemandem der ein privat erworbenes Messer dabei hat, aber dies nicht als Waffe sondern als Werkzeug verwendet. Das heißt ... Moment mal... [emoji2][emoji2][emoji2]
Eskrima-Düsseldorf
21-05-2019, 16:34
Wenn jetzt schon mit "Gutmensch" um sich geworfen wird - irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Fraktion "Wir sind auf dem Weg in eine Diktatur" ganz anders argumentieren würde, wenn es um Migranten, deren Waffenbesitz und das sich daraus ergebende subjektive Sicherheitsempfinden gehen würde.
Kann ich mich aber auch täuschen :engel_3:
Was mich betrifft täuschst Du Dich auf jeden Fall, ich unterscheide nicht zwischen Bio-Deutsch und Migrant sondern zwischen ********* und Nicht*********.
Anders: Du hältst es für möglich dass man deine privaten Kochmesser verbieten will? (Siehe Analogie in meinem vorherigen Post)
Das wäre ja auch mal eine interessante Idee... ich glaube mich zu erinnern, dass Kochmesser in den Statistiken immer ziemlich weit vor Multitools mit Einhandklinge rangiert sind... Und mehr Messerangriffe in den eigenen vier Wänden als in der Öffentlichkeit erfolgt seien...
Beste Grüsse
Period.
Eskrima-Düsseldorf
21-05-2019, 16:37
Hier zu extrapolieren man müsse das Verbot der Ausübung einer Kampfkunst fürchten halte ich schon für arg übertrieben, aber das scheinen hier ja in der Tat einige zu fürchten, denn narzisstische Bevormundung wurde ja vehement als Grund der Aufregung verneint.
Wenn man das so nennt, wenn man nicht sinnlos bevormundet werden möchte, dann bin ich halt ein Narzisst - das ist schon OK für mich und "extrapolieren" müsste ich erst googeln ;)
ch glaube mich zu erinnern, dass Kochmesser in den Statistiken immer ziemlich weit vor Multitools mit Einhandklinge rangiert sind... Und mehr Messerangriffe in den eigenen vier Wänden als in der Öffentlichkeit erfolgt seien...
Absolut korrekt, vor allem sind es sehr häufig Männer mit Alkohol im Blut die Bekannte/Verwandte/Partner angreifen, zumindest bei den tödlichen Attacken.
Wenn man das so nennt, wenn man nicht sinnlos bevormundet werden möchte, dann bin ich halt ein Narzisst - das ist schon OK für mich ;)
Hey, ich nenne dich nicht Narzisst, ich sage es triggert deinen narzisstischen Persönlichkeitsanteil, das ist ein himmelweiter Unterschied und ein absolut legitimer Antreiber in einer Diskussion. Man muss halt immer nur reflektiert schauen warum man reagiert, wie man reagiert. Das nennt man objektivieren.
Eskrima-Düsseldorf
21-05-2019, 16:40
Absolut korrekt, vor allem sind es sehr häufig Männer mit Alkohol im Blut die Bekannte/Verwandte/Partner angreifen, zumindest bei den tödlichen Attacken.
Gut, wir verbieten einfach Wände und Alkohol - Problem gelöst :biglaugh:
Du verlierst also alle Deinen erworbenen Fähigkeiten, sobald Du Dich in der Öffentlichkeit bewegst?
Denn sonst würdest Du ja auch eine potentiell tödliche „Waffe“ permanent mit Dir rumtragen.
Ist kein Problem sagst Du, weil Du nicht vor hast Deine privat erworbenen Fähigkeiten in der Öffentlichkeit auszuleben bzw. sie nicht als Waffe einsetzen willst?
Das ist natürlich ein riesiger Unterschied im Vergleich mit jemandem der ein privat erworbenes Messer dabei hat, aber dies nicht als Waffe sondern als Werkzeug verwendet. Das heißt ... Moment mal... [emoji2][emoji2][emoji2]
Du würdest dich also zu der Fraktion zählen die Angst hat dass man ihr Hobby verbietet?
Eskrima-Düsseldorf
21-05-2019, 16:41
Hey, ich nenne dich nicht Narzisst, ich sage es triggert deinen narzisstischen Persönlichkeitsanteil, das ist ein himmelweiter Unterschied und ein absolut legitimer Antreiber in einer Diskussion. Man muss halt immer nur reflektiert schauen warum man reagiert, wie man reagiert. Das nennt man objektivieren.
Alles Gut - ich finde die Diskussion hier sehr interessant, mache aber jetzt erst einmal Feierabend :beer:
Münsterländer
21-05-2019, 16:42
Gut, wir verbieten einfach [...] Alkohol - Problem gelöst :biglaugh:
:ups:
also, bis eben war es ja noch lustig.
Aber einer muss immer übertreiben!:mad:
:D
Ich hätte ja jetzt basierend auf der vereinfachten Statistik daran gedacht, Männer zu verbieten ;)
Period.
Little Green Dragon
21-05-2019, 16:53
Du würdest dich also zu der Fraktion zählen die Angst hat dass man ihr Hobby verbietet?
Auch wenn Du die immer gleiche Frage in abgewandelter Form stellst - die Antwort bleibt die gleiche. [emoji6]
Ich zähle mich zu der Fraktion die es für sinnlos hält sinnlose Gesetze zu erlassen.
Warum, wieso und weshalb wurde hier ja nun schon ausführlich dargelegt.
Das Du diese Einstellung nicht verstehen kannst oder willst ist dann wohl eher Dein Problem.
Als Nachtrag: ich bin kürzlich über einen Fall aus dem 15. Jahrhundert in Nürnberg gestolpert, wo die persönlichen Rechte einer Einzelperson aufgrund von gesellschaftlichem Fehlverhalten massiv beschnitten werden sollen. Man verbietet dem guten Mann das Tragen von reicher Kleidung und Messern in der Öffentlichkeit, MIT AUSNAHME eines Essmessers (= zu der Zeit ca. 8-12 cm Klinge, feststehend) ;)
Beste Grüsse
Period.
Little Green Dragon
21-05-2019, 17:00
(= zu der Zeit ca. 8-12 cm Klinge, feststehend) ;)
Damals lagen die Vitalpunkte ja auch noch viel tiefer, da konntest Du mit 12 cm nicht viel beschicken.
Eskrima-Düsseldorf
21-05-2019, 17:00
Ich hätte ja jetzt basierend auf der vereinfachten Statistik daran gedacht, Männer zu verbieten ;)
Period.Noch werden wir zur Erhaltung der Art benötigt [emoji41]
Gesendet von meinem moto g(6) play mit Tapatalk
So, jetzt schmeiß ich auch noch meinen Senf rein, weil das hier ja auch angesprochen war:
"German Angst" und überhaupt die Angst der Deutschen - scheinen mir nicht wirklich solide Hypothesen zu sein. Ob es so was wie einen National- oder Volkscharakter gibt, ist meines Wissens nach doch sehr fraglich (und gibt es meiner persönlichen Meinung nach nicht wirklich). Worauf sollte das auch basieren? Vererbung, genetische Disposition, Konditionierung? Und wie soll das seriös festgestellt werden? (Alles bezogen auf heutige "Pass-Deutsche"...)
„Die Deutschen“ bezog sich auf die Mehrheit der Wählerschaft ;)
Billy die Kampfkugel
21-05-2019, 17:39
Zum Thema Kampfsport verbieten:
"Fechten spielte seit je her in Deutschland eine große Rolle. Nur nach den beiden Weltkriegen gab es in Deutschland eine Unterbrechung. Die Siegermächte verboten den Sport, weil sie befürchteten, Fechten könnte als militärische Ausbildung betrieben werden. Vier Jahre dauerte es, bevor die Alliierten einsahen, dass Fechter mit ihren abgestumpften Waffen keine angriffslustigen Krieger sind, und das Verbot aufhoben.
...
Eigenmächtig, also ohne Genehmigung der Alliierten, nahmen sie den Wiederaufbau des DFB in Angriff. Dazu wurde am 27. November 1949 eine Gründungsversammlung im Plenarsaal des Bundesrates in Bonn einberufen, zu der Vertreter aus 157 Fechtclubs und -abteilungen erschienen. Erst ein halbes Jahr später billigte die Alliierte Hohe Kommission indirekt dieses Vorpreschen, indem sie das Fechtverbot offiziell aufhob."
http://www.fechten.org/der-verband/historie/
Ab und zu braucht es im Kampfsport etwas Mut.
„Die Deutschen“ bezog sich auf die Mehrheit der Wählerschaft ;)
Ah, okay - das ist ja dann nochmal ein spezieller Anteil = die Mehrheit von den 76% die bei der Bundestagswahl 2017 gewählt haben? (Oder der Wahlberechtigten? Aber dann würden ja alle unter 18 fehlen, und diverse andere Gruppen/Grüppchen.) Aber wieso sollten die jetzt durch die Bank besonders viel Angst (und wovor genau) haben?
Eskrima-Düsseldorf
21-05-2019, 18:01
Ach, ein Großteil der FMA geht mittlerweile als Stagefighting und Stuntkoordination durch...
Gesendet von meinem moto g(6) play mit Tapatalk
Ah, okay - das ist ja dann nochmal ein spezieller Anteil
Der Einzige, der die Politiker interessiert. Es gab vor ein paar Jahren mal ne Umfrage zur öffentlichen Sicherheit und da gab die Mehrheit an sich unsicherer zu fühlen. Vor allem durch Halbstarke und Messer.
Finde die spezielle Umfrage nicht wieder, aber diese hier:
https://www.infratest-dimap.de/typo3temp/_processed_/f/8/csm_Folie12_10_6212edaeed.png
Insgesamt fühlen sich „die Deutschen“ aber anscheinend recht sicher:
https://www.infratest-dimap.de/typo3temp/_processed_/f/2/csm_Folie3_85_710646cbf8.png
als Politiker muss man halt schauen dass es so bleibt, gerade vor einer Wahl.
Das Thema „Ausländer“ und „Messer“ kommt da halt vielen Parteien und Politikern gelegen, auch wenn „die bösen, messerstechenden, Ausländer“ natürlich nicht explizit von den Parteien (mit Ausnahme der AfD, die will aber kein Messerverbot) genannt werden.
https://www.infratest-dimap.de/typo3temp/_processed_/8/4/csm_Folie14_03_7d9517e0ab.png
Wer sagt was, wann, wie und warum...
https://www.ruv.de/static-files/ruvde/downloads/presse/aengste-der-deutschen/grafiken/StaticFiles_Auto/ruv-aengste-plaetze-1-10.jpg
Fakten interessiert bei dem Spiel mit der Angst doch keinen. Die GdP will auch kein Messerverbot, aber die gewählten Volksvertreter sind dennoch der Meinung man müsse den öffentlichen Raum mehr befrieden um das Sicherheitsgefühl zu stärken.
So kann man halt medienwirksam beweisen dass man etwas tut und sowohl die Politiker, als auch die öffentliche Meinung „fühlt sich gut“. So etwas nennt sich halt Politik.
Die wenigsten Leute verstehen ja leider die psychologischen Mechanismen warum sie für (oder gegen) ein Messerverbot sind.
@Kanken: Jo, Zustimmung.
Aber (darum ging es mir ja eher) ob und inwieweit das auf eine spezifisch deutsche Angst schließen lässt, scheint mir doch fraglich (von den einzelnen Statistiken mal abgesehen, da könnte/müsste man natürlich auch immer noch mal genauer hinschauen...).
Wenn ich mal auf die Schnelle bisschen "die größten Ängste der ..." google, kommt da doch alles mögliche zutage. Und dann müsste man ja noch die Auswertungen der einzelnen Länder sinnvoll aufeinander beziehen...
Pansapiens? :D
Und dann müsste man ja noch die Auswertungen der einzelnen Länder sinnvoll aufeinander beziehen...
Die OECD macht ja regelmäßig internationale Umfragen dazu. 2018 diese hier:
http://www.oecd.org/berlin/presse/studie-zur-wahrnehmung-sozialer-und-wirtschaftlicher-risiken-18032019.htm:
(Berlin/Paris, 19.03.2019) - Menschen in Deutschland und Österreich sehen Gewalt und Kriminalität häufiger als Bedrohung als Menschen in den meisten anderen OECD-Staaten und das, obwohl die beiden Länder zu den sichersten der Welt zählen.
Etwa drei von vier Deutschen sagen, dass die Regierung mehr tun sollte, um ihre wirtschaftliche und soziale Sicherheit zu gewährleisten.
Die Ergebnisse zum Download:
http://www.oecd.org/els/soc/Risks-That-Matter-2018-Main-Findings.pdf
„Die Deutschen“ haben also fast so viel Angst vor Kriminalität wie Mexikaner und 3/4 wollen das „der Staat“ mehr für die soziale Sicherheit unternimmt.
Pansapiens
22-05-2019, 05:16
Hey, ich nenne dich nicht Narzisst, ich sage es triggert deinen narzisstischen Persönlichkeitsanteil, das ist ein himmelweiter Unterschied und ein absolut legitimer Antreiber in einer Diskussion. Man muss halt immer nur reflektiert schauen warum man reagiert, wie man reagiert.
Darin bist Du ja sicher gut:
Wie sieht es denn mit Dir aus, was treibt Dich an, friedliche Bürger entwaffnen zu wollen, hast Du Angst?
Ich finde es auch etwas merkwürdig, das Bedürfnis nach Selbstbestimmung als "narzisstische Kränkung" zu bezeichnen.
Welche Definition von "Narzissmus" liegt dem denn zu Grunde?
Ist es narzisstisch, wenn ich mein persönliches Wohlergehen für wertvoller halte, als der Staat?
Oder dass ich mir nicht gerne von Leuten, die dümmer sind, als ich, sagen lasse, was ich tun soll?
Wenn das narzisstisch ist, bin ich narzisstisch.
Falls ich mich bewaffne, um in einer, wie mir Medien und Politik vermitteln, unsicher werdenden Umgebung im Notfall etwas besser gerüstet zu sein, habe ich Angst?
Habe ich Angst, wenn ich mich beim Autofahren anschnalle, oder einen Regenschirm mitführe, für den Fall, dass es regnet?
Echt?
Na, sei's drum, dann habe ich Angst.
Und nun?:)
Tanzt Du nun um mich herum, zeigst mit dem Finger auf mich und rufst "narzisstischer Feigling, narzisstischer Feigling, narzisstischer Feigling.."?
Toll: Allein bei der Vorstellung habe ich gleich viel weniger Angst... :blume:
...Nein nicht wirklich, ich glaube, bei Leuten, die aufgrund eines mehrheitlich oder autoritären negativen moralischen Urteils bezüglich einer Emotion, die sie wegen einer subjektiv empfundenen Bedrohung empfinden, entschließen, diese Emotion zu verleugnen, steht diese Emotion in Konflikt zu einer stärkeren Emotion: Soziale Angst.
Gürteltier hat ja in der Serienkillerdiskussion darauf hingewiesen, dass die Angst vor sozialer Ausgrenzung ein sehr starker Antreiber ist.
Kleine Jungs machen ja teilweise lieber dumme Sachen ("Mutprobe") als als "Feigling" zu gelten und ausgegrenzt zu werden.
Das nutzen dann andere kleine Jungs, um die dazu zu bewegen (manipulieren), dumme Sachen zu machen.
narzisstische Bevormundung wurde ja vehement als Grund der Aufregung verneint.
Narzisstische Bevormundung?
Wäre das nicht eher, wenn derjenige, der andere bevormunden will, narzisstische Motive dafür hat?
Das wären dann eher Entscheider, Journalisten, etc. die aufgrund der Falscheinschätzung ihrer Kompetenz meinen, es besser zu wissen, als die andere und diese dann, wie unmündige Kinder, erziehen wollen, ihnen kritische Informationen vorenthalten und in der Handlungsfreiheit einschränken...
Wie gesagt, es geht hier nicht um objektive Fakten. OBJEKTIV macht so ein Verbot keinen Sinn, habe ich auch nie behauptet.
Es geht um die SUBJEKTIVE Angst der Bevölkerung/Wähler und die wird durch die Politik bedient.
Nennt man das nicht "Populismus"?
Jetzt ist es halt so dass die Meisten eben nicht den Impuls haben sich selber zu bewaffnen, sondern lieber eine Entwaffnung der Anderen fordern.
Ist das in Bezug auf Messer so?
Gab es dazu eine Volksbefragung oder eine repräsentative Umfrage?
Zeigt diese, von Dir verlinkte Grafik nicht etwas anderes?:
https://www.infratest-dimap.de/typo3temp/_processed_/f/8/csm_Folie12_10_6212edaeed.png
Da lese ich: 63% der Befragten trugen in den letzten zwei Jahren vor 2017 häufiger Reizgas oder eine Waffe bei sich, um sich zu verteidigen.
Da hatte doch wohl die Mehrheit der Befragten den Impuls, sich selbst zu bewaffnen.
Wahrscheinlich weil die den Glauben verloren hatten, dass der "Leviathan" Staat sie wirkungsvoll beschützen könne oder wolle.
"German Angst" und überhaupt die Angst der Deutschen - scheinen mir nicht wirklich solide Hypothesen zu sein. Ob es so was wie einen National- oder Volkscharakter gibt, ist meines Wissens nach doch sehr fraglich (und gibt es meiner persönlichen Meinung nach nicht wirklich). Worauf sollte das auch basieren? Vererbung, genetische Disposition, Konditionierung?
Vererbung natürlich.
Timor teutonicus war schon von den Römern gefürchtet.
Man denke nur an die germanischen Stämme, die vor den Hunnen flohen.
Dem germanischen "Narzissmus" haben Nationalromantiker gar ein überlebensgroßes Denkmal gesetzt:
https://www.express.de/image/5796306/max/1920/1080/b9f3e1d5e8ad8018999b6bfd9155fda1/ha/13-statuen-hermmansdenkmal-dpa-030513-jpg.jpg
wie man in der Detailansicht sieht, hält der Hermann ein Messer, dessen feststehende Klinge deutlich länger ist, als 6cm in der Hand:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/16/Hermannsdenkmal_160707-007.jpg/260px-Hermannsdenkmal_160707-007.jpg
ich höre förmlich, wie er sagt:
https://www.youtube.com/watch?v=WTdO-w3xnpw
Dann gab es natürlich zwei große Kriege Anfang des letzten Jahrhunderts, die eventuell zu einer negativen Selektion von wagemutigen Männern führten.
Und zu einer Traumatisierung der Mehrheitsbevölkerung durch Bombardierung und Hungersnöte.
Das könnte schon zu einem im kollektiv erhöhten Sicherheitsbedürfnis führen, das sich kulturell niederschlägt.
Du würdest dich also zu der Fraktion zählen die Angst hat dass man ihr Hobby verbietet?
Teile meiner KK wurden bereits verboten. Also so völlig aus der Luft gegriffen finde ich das nicht.
Wie sieht es denn mit Dir aus, was treibt Dich an, friedliche Bürger entwaffnen zu wollen, hast Du Angst?
Ich halte jegliche Art von Waffen im öffentlichen Raum schlicht und ergreifend für überflüssig, außer in den Händen der Exekutive. Keiner braucht im umbauten Gebiet eine Waffe. Im Wald etc. gerne, ansonsten einfach überflüssig. Bei der Arbeit? Völlig OK, berechtigtes Interesse halt.
Ist es narzisstisch, wenn ich mein persönliches Wohlergehen für wertvoller halte, als der Staat?
Oder dass ich mir nicht gerne von Leuten, die dümmer sind, als ich, sagen lasse, was ich tun soll?
Wenn das narzisstisch ist, bin ich narzisstisch.
Falls ich mich bewaffne, um in einer, wie mir Medien und Politik vermitteln, unsicher werdenden Umgebung im Notfall etwas besser gerüstet zu sein, habe ich Angst?
Ich habe das Entscheidende mal fett markiert :D
Noch mal zur Klarstellung: narzisstische Anteile hat jeder von uns und ich halte sie nicht für negativ. Eine narzisstische Persönlichkeitsstörung (umgangssprachlich „Narzisst“) ist etwas ganz anderes.
Man muss sich halt immer selber fragen wann treiben mich meine narzisstischen Anteile an, wann meine Ängste etc. Wenn man die Antreiber kennt, dann kann man objektiv an eine Sache rangehen.
ThomasL oder Period haben ja ganz klar dargelegt dass sie sich über die Bevormundung durch den Staat ärgern, der Ihnen im Alltag Schwierigkeiten macht. Da spricht ihr „gesunder“ narzisstischer Anteil, der nicht bevormundet werden möchte. Das ist weder abwertend noch negativ gemeint.
Klaus gibt an Angst zu haben und will deshalb ein Messer zur Selbstverteidigung. Ist doch völlig in Ordnung, ist erst einmal, aus Klaus Sicht, ein völlig legitimer Grund.
Du hast anscheinend auch Angst und möchtest nicht bevormundet werden. Auch gut. Warum kann man das nicht einfach klar sagen?
Lustig ist zu sehen wie einige hier getriggert werden wenn man ihnen „narzisstische Bevormundung“ vorhält. Sag einem Narzisst er sei Narzisst und dann geht die Post ab :D
Ich lebe hier im KKB meine histrionisch-narzisstischen Anteile aus, so wie viele Andere auch. ;)
Au backe. Jetzt läuft die Wikipedia aber heiß...
Ich halte jegliche Art von Waffen im öffentlichen Raum schlicht und ergreifend für überflüssig, außer in den Händen der Exekutive. Keiner braucht im umbauten Gebiet eine Waffe.
Also dürften Frauen, nach Deiner Auffassung, auch kein CS-Gas mehr in der Stadt führen...
Noch mal zur Klarstellung: narzisstische Anteile hat jeder von uns und ich halte sie nicht für negativ. Eine narzisstische Persönlichkeitsstörung (umgangssprachlich „Narzisst“) ist etwas ganz anderes.
Man muss sich halt immer selber fragen wann treiben mich meine narzisstischen Anteile an, wann meine Ängste etc. Wenn man die Antreiber kennt, dann kann man objektiv an eine Sache rangehen.
ThomasL oder Period haben ja ganz klar dargelegt dass sie sich über die Bevormundung durch den Staat ärgern, der Ihnen im Alltag Schwierigkeiten macht. Da spricht ihr „gesunder“ narzisstischer Anteil, der nicht bevormundet werden möchte. Das ist weder abwertend noch negativ gemeint.
Klaus gibt an Angst zu haben und will deshalb ein Messer zur Selbstverteidigung. Ist doch völlig in Ordnung, ist erst einmal, aus Klaus Sicht, ein völlig legitimer Grund.
Nun ja, habe bereits mehrfach zugegeben, dass meine "narzisstischen Anteile" zusammen mit einer leichten Paranoia meine Position ergeben.
Allerdings bin ich mir dessen bewusst... ...was rein gar nichts an meiner Haltung ändert.
Auch möchte ich diese Persönlichkeitsanteile gar nicht ändern, sie haben sich für mich als sinnvoll erwiesen.
Zum Thema "wehret den Anfängen" und KK/KS-Verbot wollte ich eigentlich nicht mit dem Filmzitat aus "Fletcher's Visionen" kommen: "Nur weil ich paranoid bin bedeutet dass nicht, dass nicht hinter mir her sind".
Aber im Prinzip ist es doch so, dass Gewalt in unserer Gesellschaft absolut "Pfui-Bäh" ist.
Wenn also demnächst, weil ja keine Klingen mehr im "Spiel" sind mehr Leute ins Koma geschlagen oder getreten werden und der Wähler nun davor Angst hat, wird es wohl ganz ähnlich aussehen wie jetzt mit den Messern.
Paranoid? Kann sein.
Aber wie schon geschrieben, Gesetze können nur ahnden, jedoch nicht verhindern. - Von daher... ...egal.
Liebe Grüße
DatOlli
Also dürften Frauen, nach Deiner Auffassung, auch kein CS-Gas mehr in der Stadt führen...
Seit wann ist CS Gas eine potentiell tödliche Waffe?
Oder meinst du die Frauen sollten das hier mit rumschleppen:
https://www.welt.de/img/geschichte/zweiter-weltkrieg/mobile152792080/5771621067-ci23x11-w1600/Auschwitz-I-Zyklon-B-Foto-1995.jpg
Wäre für sie aber auch eher ungesund...
concrete jungle
22-05-2019, 10:49
Na da kommen wir des Pudels Kern doch sehr nah!
Narz, Histrio, Bliner als lebhafte Teilnehmer und dann noch AS / Dissoziale als unbelehrbare Trolle hier ;-)
Allgemein geht es beim Messerthema hier immer am wildesten ab.
Allgemein geht es beim Messerthema hier immer am wildesten ab.
Die Form des Messers symbolisiert ja nicht umsonst den Phallus :D
Alles Verlustängste... :biglaugh:
concrete jungle
22-05-2019, 11:03
Die Form des Messers symbolisiert ja nicht umsonst den Phallus :D
Alles Verlustängste... :biglaugh:
Von 12 auf 6 cm ... Kürzung, Beschneidung, Verstümmelung gar!
Von 12 auf 6 cm ... Kürzung, Beschneidung, Verstümmelung gar!
Und dann darf man es nicht mal mehr einhändig hart machen und feststellen, sondern nur mit zwei Händen und labbrig.
Echt ein heikles Thema für das Unterbewusstsein...:rolleyes:
Wenn dann noch die objektive Wahrheit (Angst) nicht mit dem subjektiven Selbstbild (narzisstischer Persönlichkeitsanteil) übereinstimmt dann kommt schnell der emotional instabile Anteil hervor und es wird mit dem histrionischen Anteil der objektive blinde Fleck übertönt.
Spud Bencer
22-05-2019, 11:30
Und dann darf man es nicht mal mehr einhändig hart machen und feststellen, sondern nur mit zwei Händen und labbrig.
Echt ein heikles Thema für das Unterbewusstsein...:rolleyes:
Wenn dann noch die objektive Wahrheit (Angst) nicht mit dem subjektiven Selbstbild (narzisstischer Persönlichkeitsanteil) übereinstimmt dann kommt schnell der emotional instabile Anteil hervor und es wird mit dem histrionischen Anteil der objektive blinde Fleck übertönt.
Und was sagt es aus, wenn jemand alles auf Geschlechtsteile reduzieren muss? :D
Das Problem ist einfach, dass diese Gesetze Nachteile haben, aber keine Vorteile. Siehe UK, wo schon rostige Löffel als Waffen von der Polente eingesackt werden, aber wirklich viel gegen Messereien bringt es nicht.
Und was sagt es aus, wenn jemand alles auf Geschlechtsteile reduzieren muss? :D
In meinem Fall: Ich musste mich zu viel mit Freud auseinander setzen und verarbeite das hier über mein Verhalten :biglaugh:
Das Problem ist einfach, dass diese Gesetze Nachteile haben, aber keine Vorteile.
Welchen Vorteil siehst du denn darin mit einer 12cm Klinge als Privatmann in der Stadt rumzulaufen?
Zum eigentlichen Thema habe ich ja schon alles gesagt. Nur ein paar Anmerkungen zu Punkten die mir hier aufgefallen sind.
Zum Thema Kampfsportverbot. Ein paar Fakten (weitestgehend) ohne Wertung:
- Es gab diesbezüglich tatsächlich in der Vergangenheit schon Forderungen und Diskussionen (kann mich u.a. an eine Talkshow erinnern). Blieb aber immer eine Randerscheinung.
- Es wurde bereits das Training eine Waffenkampfkunst verboten: Kampfmässiges Schießen (zugegeben, damals aus guten Grund, auch wenn es nichts geholfen hat)
- Bereits verhängte Waffenverbote limitieren bereits jetzt schon das Training in bestimmten Kampfkünsten (Nunchaku, etc…)
- Schwertverbote waren ebenfalls schon in Diskussion (würde das Training in allen historischen KKs betreffen)
Aber: Ich denke nicht, dass mir meine KK/KS während der mir verbleibenden Restlaufzeit verboten werden.
Bzgl. Gesetze um der Bevölkerung ein besseres Gefühl zu geben (allgemein, Bezug zum Thema wurde meiner Meinung nach bereits ausreichend und kontrovers diskutiert). Wenn es nur dadurch begründet ist, dann:
- Ist es für mich sehr gefährlich, jedes Gesetz sollte sinnvoll begründet werden. Es ist die Aufgabe der gewählten Volksvertreter sich mit dem entsprechenden Thema intensiv zu beschäftigen um den Sinn prüfen und erläutern zu können.
Dazu gehört es auch, zu erläutern warum manche Probleme nicht einfach zu lösen sind und im Nachgang zu prüfen was ein Gesetz gebracht hat.
- Gefährlich deshalb, weil damit verhindert wird, dass wirklich Verbesserung gefordert, beschlossen und umgesetzt werden (ist wie wenn man einem heilbaren Krebs mit Opiaten anstelle einer echten Therapie behandelt) – man siehe dazu auch den hier verlinkten Gesetzesentwurf
Ein kleiner Versuch in die Zukunft zu blicken:
Im ersten Schritt wird das Gesetz durchgewunken
Im zweiten Schritt wird man feststellen, dass es nicht bringt und die Regeln weiter verschärfen (totales Führungsverbot unabhängig vom Messertyp, sehr enge Ausnahmen mit hohen Risiko, für den der eins benötigt)
Im dritten Schritt wird man erkennen, dass beides nichts gebracht hat und mit viel Glück wirkungsvoller Maßnahmen angehen
Die dabei mit Schritt 1 und 2 verlorene Zeit wird vielen Menschen das Leben kosten. Ein Teil davon vermeidbar, wenn man das Problem bereits jetzt in seiner ganze Komplexität betrachten und Wirksame Maßnahmen ergreifen würde. Das wäre dann aber nicht kostenneutral wie es im Gesetzesentwurf gefordert wird.
Der Blick in die Zukunft fällt relativ leicht, den man muss sich nur die Entwicklung in anderen Ländern vor Augen führen.
Was mich betrifft täuschst Du Dich auf jeden Fall, ich unterscheide nicht zwischen Bio-Deutsch und Migrant sondern zwischen ********* und Nicht*********.
1+
Letztlich ist das Hauptproblem, dass ein so vielseitiges Werkzeug auch gleichzeitig auch die effizienteste Nahkampfwaffe ist (Achtung Vorlage).
Seit wann ist CS Gas eine potentiell tödliche Waffe?Gar nicht ist aber auch irrelevant, denn du hast das Tragen "jeglicher" Waffen verurteilt.
Es könnte hilfreich sein, wenn man versucht das was der andere sagt zu verstehen und nicht nach Formulierungsschwächen zu suchen. Ist auch ein Zeichen von Charakter
Also halten wir fest:
Das Gesetz ist Quatsch, weil vermutlich wirkungslos. Ich persönlich gehe davon aus, dass die Zielgruppe i.S. "subjektives Sicherheitsempfinden" bei 60+ liegt. Gepaart mit den täglichen Horrornachrichten der BLUP-Zeitung über die schlimmen Flüchtlinge, wird die vermutliche Reaktion auf so einen Gesetzesvorschlag sein: "Ja, wurde aber auch Zeit, ich trau mich vor lauter messerschwingenden Fremden schon gar nicht mehr in den Garten."
Auch wird voraussichtlich fast keiner von denen den Vorschlag genau durchlesen, geschweige denn kontrollieren, ob von dem Staat geeignete Maßnahmen getroffen werden, um das umzusetzen. Und wenn das Gesetz keine Wirkung zeigt, ist es eine "gute" Begründung, um sagen zu können "Es ist ja noch schlimmer, als wir dachten, da müssen noch härtere Maßnahmen her".
Wenn ich also eine Partei wäre, die dringend Stimmen braucht, würde ich genau so ein Gesetz vorschlagen - bringt nix, kostet nix, bleibt in den Köpfen.
Die Bevormundung durch den Staat halte ich persönlich aber für rein subjektiv - dem Staat ist es völlig Wumpe, ob ich jetzt aus meiner Komfortzone muss, weil mein Leatherman-Tool mit Einhandklinge beim Transport in die Kiste gehört - daran wird niemand gedacht haben, solche Fälle interessieren den Gesetzgeber gar nicht. Was ihn interessiert sind die Wählerstimmen und mit etwas Glück der halbwegs stabile soziale Frieden, der aber nicht besonders detailliert gestaltet wird. Der Staat hat sich also nicht zum Ziel gesetzt, uns mündige Bürger zu braven Schafen zu erziehen - zumindest nicht bewusst.
Wenn ich das für Bevormundung hielte, müsste ich alle Gesetze in Frage stellen - was fällt dem Staat ein, mir vorzuschreiben, auf welcher Straßenseite ich fahren soll, oder wie viele Steuern ich abzuführen habe? Arrrrgghh!!11!
Also die Bevormundung ist (wahrscheinlich) nur in euren/unseren Köpfen. Wenn jemand mit dem Vorschlag nicht zufrieden ist, dann kann man auch an den Abgeordneten seines Vertrauens schreiben, ihm die Gründe verklickern und ihn bitten sich dazu (und am besten auch im Bundestag) zu äußern. Mir persönlich geht es noch nicht nah genug an die Cohones, um das zu tun - vor allem auch, weil mir keine plausible Antwort auf Kankens "Wozu brauchst du 12 cm?" eingefallen ist.
Zum Thema "Kampfsport/KK-Verbote":
Gab es im Ostblock für das Karate, hat nicht lang gehalten, die Leute haben trotzdem (im Geheimen) weiter trainiert und komischerweise war überall Boxen, Judo, Ringen, Sambo völlig legal (zumindest in der Sowjetunion) - und haben wir nicht alle gelernt, dass es DIE Badass-Sportarten sind? Ausgerechnet die waren frei...
Wie auch immer - ein komplettes Verbot wird es in meinen Augen nicht geben, weil man dann niemanden mehr hätte, der z.B. als Polizist u.ä. was taugen würde. Das wäre erst überflüssig, wenn Boston Dynamics und Co. krasse Entwicklungssprünge vollziehen würden und dann wäre eine KK/KS für den Staat eh keine Gefahr mehr.
Sollte es doch kommen, dann bliebe uns noch Capoeira, Zwinkersmilie.
Eine ernstgemeinte Frage, an diejenigen, die ein KK-Verbot befürchten - habt ihr bereits etwas aktiv dagegen unternommen, bzw. plant ihr das? Wenn ja, in welcher Form?
Gar nicht ist aber auch irrelevant, denn du hast das Tragen "jeglicher" Waffen verurteilt.
Stimmt, hatte ich nicht genau definiert. Unter „Waffe“ verstehe ich „potentiell tödlich“. Sprays fallen für mich nicht in die Kategorie „Waffe“.
Bücherwurm
22-05-2019, 13:52
Zum Thema "Kampfsport/KK-Verbote":
Gab es im Ostblock für das Karate, hat nicht lang gehalten, die Leute haben trotzdem (im Geheimen) weiter trainiert und komischerweise war überall Boxen, Judo, Ringen, Sambo völlig legal (zumindest in der Sowjetunion) - und haben wir nicht alle gelernt, dass es DIE Badass-Sportarten sind? Ausgerechnet die waren frei...
Nein,
gab es nicht. In Ungarn und Polen z.B., ich meine, auch in der SU, war Karate völlig unproblematisch, bei uns, wie schon mehrfach erwähnt, war es auch nicht verboten. Es wurde nicht gern gesehen, zum einen wegen der "Konkurrenz" zum Judo. Dort lag ganz eindeutig die Priorität, weil Judo eben olympisch war. Zum anderen waren in der Karateszene auch ein paar Leute drin, die mit der staatlichen Ordnung ihre Probleme hatten. Also die dann auch mit ihnen.
Bücherwurm
22-05-2019, 13:53
Au backe. Jetzt läuft die Wikipedia aber heiß...
:biglaugh:
Eskrima-Düsseldorf
22-05-2019, 14:01
Eine ernstgemeinte Frage, an diejenigen, die ein KK-Verbot befürchten - habt ihr bereits etwas aktiv dagegen unternommen, bzw. plant ihr das? Wenn ja, in welcher Form?
Wenn es soweit kommen würde, würde ich wohl entweder Demos organisieren und/oder an die Medien gehen aber man sieht ja bei Artikel 13/17 wie sehr das interessiert wenn man keine Lobby hat.
Jetzt sehe ich dazu noch keinen Grund und würde auch keine schlafenden Hunde wecken wollen.
Wenn es soweit kommen würde, würde ich wohl entweder Demos organisieren und/oder an die Medien gehen aber man sieht ja bei Artikel 13/17 wie sehr das interessiert wenn man keine Lobby hat.
Jetzt sehe ich dazu noch keinen Grund und würde auch keine schlafenden Hunde wecken wollen.
Hänge mich da mal so dran
Liebe Grüße
DatOlli
Nein,
gab es nicht. In Ungarn und Polen z.B., ich meine, auch in der SU, war Karate völlig unproblematisch, bei uns, wie schon mehrfach erwähnt, war es auch nicht verboten. Es wurde nicht gern gesehen, zum einen wegen der "Konkurrenz" zum Judo. Dort lag ganz eindeutig die Priorität, weil Judo eben olympisch war. Zum anderen waren in der Karateszene auch ein paar Leute drin, die mit der stattlichen Ordnung ihre Probleme hatten. Also die dann auch mit ihnen.
Also ich finde leider keine Original-Gesetzestexte, aber 1984 hat das Sportkomitee der SU per Erlass den Unterricht von Karate verboten und bereits 1981 ist das "gesetzwidrige Unterrichten von Karate" im SU-Strafkodex aufgenommen worden. Davor gab es so eine Art zwanghafte Kollektivierung, die Karate isoliert hat. Zeitweise haben auch andere "Asiaten" darunter gelitten. Erst ab 1989 ging es dann weiter. Falls du Russisch kannst, kann ich dir ein Paar Links schicken, u.a. eine relativ interessante Doku über damaliges SU-Karate und wie es sich in der Isolation entwickelt hat. Ist zwar etwas patriotisch gefärbt, liefert aber interessante Ansichten.
Stimmt, hatte ich nicht genau definiert. Unter „Waffe“ verstehe ich „potentiell tödlich“. Sprays fallen für mich nicht in die Kategorie „Waffe“.
Sprays ohne PTB-Zeichen fallen sehr wohl in diese Kategorie, wer sie besitzt, macht sich wegen illegalem Waffenbesitz strafbar.
,
Sprays ohne PTB-Zeichen fallen sehr wohl in diese Kategorie, wer sie besitzt, macht sich wegen illegalem Waffenbesitz strafbar.
Alter Erbsenzähler :biglaugh:
Ich definiere „Spray“: In Dtld. frei verkäufliches Abwehrspray.
Bücherwurm
22-05-2019, 15:32
Also ich finde leider keine Original-Gesetzestexte, aber 1984 hat das Sportkomitee der SU per Erlass den Unterricht von Karate verboten und bereits 1981 ist das "gesetzwidrige Unterrichten von Karate" im SU-Strafkodex aufgenommen worden.
Hm. Merkwürdig. Denn die Umstellung des MNK auf Karate kam ja wohl von dort. Aber da will ich nicht streiten. Polen und Ungarn ist ganz klar. Dziersk und etliche andere haben ihre ersten Graduierungen bei einem polnischen Dan-Träger gemacht. Und ich war stolzer Besitzer eines ungarischen Lehrbuchs. :D
Hm. Merkwürdig. Denn die Umstellung des MNK auf Karate kam ja wohl von dort. Aber da will ich nicht streiten. Polen und Ungarn ist ganz klar. Dziersk und etliche andere haben ihre ersten Graduierungen bei einem polnischen Dan-Träger gemacht. Und ich war stolzer Besitzer eines ungarischen Lehrbuchs. :D
Als Funfacts:
Habe dazu gelesen, dass das Sportkomitee bereits 1972 Bodybuilding, Karate, Frauen-Sambo und Bridge (Kartenspiel) verbieten wollte :D
Jemandem eine Brücke an den Kopf werfen ist auch potentiell tödlich!
Little Green Dragon
23-05-2019, 09:50
Wenn ich das für Bevormundung hielte, müsste ich alle Gesetze in Frage stellen - was fällt dem Staat ein, mir vorzuschreiben, auf welcher Straßenseite ich fahren soll, oder wie viele Steuern ich abzuführen habe? Arrrrgghh!!11!
Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. Zu regeln wie der Straßenverkehr ablaufen sollen hat für alle Beteiligten unbestrittene Vorteile bzw. macht Sinn. Hier reicht ein Blick in die Unfall und Todesstatistik von Ländern mit eher "lockeren" Vorgaben hinsichtlich der Verkehrsregeln. Insofern ist es sowohl im persönlichen Interesse aus auch im Interesse der Gemeinheit, dass es hier entsprechende Vorgaben gibt. Auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen bzw. nicht sehen, so profitiert eben nicht nur die Gemeinheit sondern jeder einzelne direkt wie indirekt davon, dass der Staat Steuern kassiert. Ob es nun allgemeine Infrastruktur betrifft, das städtische Schwimmbad oder was auch immer - ohne Steuern würde sich so mancher umschauen in was für einem Umfeld er dann leben müsste (das teilweise auch Steuergelder für unsinnige Dinge rausgeschmissen werden steht auf einem anderen Blatt und wird ja auch entsprechend oft gerügt). :D
Insofern ist das keine wirkliche "Bevormundung" durch den Staat, da es an der unberechtigten Beschränkung fehlt. Es ist eben genau auch der Job den der Staat auszufüllen hat. Ich hatte ja schon weiter vorn mal zitiert:
"Wenn es nicht notwendig ist, ein Gesetz zu machen, dann ist es notwendig, kein Gesetz zu machen."
Die Notwendigkeit dieses Gesetzentwurfs und den daraus entstehende Nutzen für die Allgemeinheit der über "Dann fühlt sich Oma O wieder besser... (auch wenn es eigentlich an der Situation nichts ändert)" hinausgeht konnte für mich bislang niemand plausibel darlegen.
Eine ernstgemeinte Frage, an diejenigen, die ein KK-Verbot befürchten - habt ihr bereits etwas aktiv dagegen unternommen, bzw. plant ihr das? Wenn ja, in welcher Form?
Ich fürchte in dieser Hinsicht eigentlich erst einmal gar nichts. Weil es schlicht und ergreifend - bezogen auf die Gesamtheit von KK - gesellschaftlich nicht akzeptiert werden würde. Olympische Sportarten wie Judo, Taekwondo, Ringen, Boxen und Fechten verbieten? Da traut sich kein Politiker ran bzw. hier ist nicht genug Wählerpotential zu holen, als das sie hier einer ernsthaft daran die Finger verbrennen würde.
Hier wäre wenn überhaupt nur die nächste Symbolpolitik zu befürchten, also das nur ganz bestimmte Sachen (die "bösen" KK oder der KS) in den Fokus rücken würden. Und hier wäre ein Verbot oder eine Einschränkung einfach nicht durchsetzbar, bzw. würde das dann eben hinter verschlossenen Türen (*geil - endlich mal closed door student sein...*) einfach so weiterlaufen wie bislang auch.
Insofern ist das keine wirkliche "Bevormundung" durch den Staat, da es an der unberechtigten Beschränkung fehlt. Es ist eben genau auch der Job den der Staat auszufüllen hat. Ich hatte ja schon weiter vorn mal zitiert:
"Wenn es nicht notwendig ist, ein Gesetz zu machen, dann ist es notwendig, kein Gesetz zu machen."
Die Notwendigkeit dieses Gesetzentwurfs und den daraus entstehende Nutzen für die Allgemeinheit der über "Dann fühlt sich Oma O wieder besser... (auch wenn es eigentlich an der Situation nichts ändert)" hinausgeht konnte für mich bislang niemand plausibel darlegen.
Das Zitat über die Notwendigkeit finde ich super und sehe es genau so. Den Knackpunkt hast du ja selbst dick hervorgehoben - unberechtigten - die Gesetze sind eigentlich sowas wie Gesellschaftsverträge, die in einem mehr oder weniger langwierigen Prozess entstanden sind. Die empfundene Sicherheit der Oma O. hat dabei die gleiche Daseinsberechtigung, wie mein Bedürfnis mein Leatherman Wave überall hinzunehmen. Was wiegt nun mehr: 10.000 Messerjockel oder ein Paar Millionen Omas?
Insofern:
Verlief die Entstehung des Gesetzesvorschlags suboptimal? Klar!
Finde ich den Vorschlag kagge? Aber sowas von!
Ist der Vorschlag unberechtigt? Hm...kann ich jetzt so auf Anhieb nicht sagen.
Welche Normalos die als Ultima Ratio ein Messer auch zur Verteidigung gegen einen lebensgefährlichen Angriff einsetzen wollen würden bedrohen Omas im Supermarkt ? Eine kleine Statistik oder Einzelfälle wäre hilfreich. Ich habe da mal nen Einzelfall eines Betroffenen der vermutlich noch leben würde: Brunner.
Du meinst also Brunner hätte ein Messer haben sollen?
ER hat die Jugendlichen zuerst körperlich angegriffen. Klar waren die nicht lieb und nett, aber er war es, der die Schlägerei angefangen hat. Außerdem ist er nicht an den Folgen der Schläge gestorben, sondern an einer Vergrößerung seines Herzens. Wer krank ist, der sollte keine Schlägereien anfangen, zumal eine derartige Eskalation zu dem Zeitpunkt eigentlich nicht mehr nötig gewesen wäre.
Wenn er jetzt ein Messer dabei gehabt hätte, dann würde er vlt. noch leben, 1-2 Jugendliche aber evtl. tot sein.
Wenn du „Brunner mit einem Messer“ sein willst, dann bin ich froh dass sie Dir das Messer in der Öffentlichkeit wegnehmen wollen.
Am 12. September 2009 wurden vier 13- bis 15-jährige Schüler von drei Jugendlichen (zwei 17-jährig, einer 18-jährig, einer davon betrunken)[3][4] am Münchener S-Bahnhof Donnersbergerbrücke bedroht. Sie verlangten 15 Euro, ansonsten würden sie Gewalt anwenden. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, schlug einer der Jugendlichen einem der Schüler ins Gesicht und trat einem anderen gegen den Oberschenkel. Der Schläger stieg dann in die S6 in Richtung Tutzing, die bedrohten Schüler sowie die beiden verbliebenen Jugendlichen stiegen wenig später in einen S-Bahn-Zug der Linie S7 in Richtung Wolfratshausen.[5] Im Zug unterhielten sich die beiden verbliebenen Jugendlichen provozierend weiter, ohne aber zu drohen; Dominik Brunner, der von dem Geschehen an der Donnersbergerbrücke nichts mitbekommen hatte (er saß bereits in der einfahrenden S-Bahn), schritt ein und alarmierte die Polizei. Brunner stieg zusammen mit den Schülern am S-Bahnhof Solln aus. Nach Aussage des Triebfahrzeugführers und der Schüler ist Brunner dann mit erhobenen Fäusten, „tänzelnd, in Boxhaltung“,[6] auf die beiden Angeklagten zugegangen, die den Bahnhof verlassen wollten,[7] und rief dem S-Bahn-Fahrer noch zu, „es passiere jetzt gleich etwas“.[6] Danach hat Brunner einen der Angeklagten mit der Faust ins Gesicht geschlagen.[7] Im Zuge der darauf folgenden Auseinandersetzung stürzte Brunner, die Täter schlugen und traten anschließend weiter auf den am Boden liegenden Brunner ein. Der jüngere der beiden ließ relativ schnell von Brunner ab und versuchte dann, den weiter auf Brunner eintretenden 18-Jährigen von Brunner wegzuziehen.[8] Innerhalb von einer Minute fügten sie ihm so laut Anklage 22 Schläge und Tritte zu.[9] Laut Obduktionsbericht führte keine dieser Verletzungen unmittelbar zum Tod Brunners.[8]
Beide Täter wurden noch am Bahnhof von der Polizei gestellt, die kurz nach dem Halt der S-Bahn eintraf. Sie versuchten zwar zu flüchten, konnten aber die Bahnhofsumzäunung nicht überwinden.[10] Brunner starb laut Obduktionsbericht wenig später im Klinikum Großhadern an einem Herzstillstand aufgrund eines vergrößerten Herzens.[11][12] Die Gerichtsprotokolle übernahmen die Feststellung, dass er nicht an den Verletzungen des Kampfes gestorben war, sondern an einem Herzstillstand.[13] Gegen den dritten beteiligten 17-Jährigen wurde ebenfalls ein Haftbefehl erlassen.[14] Allerdings gab es im Nachhinein auch Kritik an Brunners Vorgehen, das teilweise als Überreaktion in einer vermeintlich schon geklärten Situation beschrieben wurde.[15]
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dominik_Brunner
Little Green Dragon
23-05-2019, 11:31
Ist der Vorschlag unberechtigt? Hm...kann ich jetzt so auf Anhieb nicht sagen.
In der jetzigen Form im Hinblick auf das Sicherheitsempfinden von Oma O schon bzw. er ist herzlich wenig differenziert.
Über den modifizierten § 42 kann das führen von Messern - jeglicher Art (also auch von kleinen Taschenmessern) - in der Öffentlichkeit untersagt werden. Dies wäre vollkommen ausreichend für die Landesregierungen um eben für "öffentliche Räumen, in denen Menschenansammlungen auftreten können" entsprechende Verbote zu erlassen zu dürfen - und Oma O kann wieder ruhig schlafen, da sie nicht mehr befürchten muss auf dem Wochenmarkt niedergestochen zu werden.
Der Vorschlag zur Änderung des § 42 a, also dem generellen (öffentlichkeitsunabhängigen) Führen von Messern geht aber weit über das Sicherheitsbedürfnis von Oma O hinaus. Insbesondere wird die (willkürliche?) Reduzierung der Klingenlänge von 12 auf 6 cm überhaupt nicht begründet. Warum nicht 8 cm oder 4 cm? Reicht doch auch... Und das sich die Oma jetzt nur vor besonders langen Messern fürchtet kann man ja wohl auch nicht unterstellen. Dann doch lieber gleich ein komplettes Verbot.
Die "Krücke" mit dem berechtigten Interesse macht es nicht besser.
Oder macht es tatsächlich einen Unterschied ob ich z.B. mit einem Victorinox Alpineer (https://www.victorinox.com/de/de/Produkte/Schweizer-Taschenmesser/Grosse-Taschenmesser/Alpineer/p/0.8323#accordion-prod-details-2) mit einer Klingenlänge von 85mm durch die Gegend laufe oder eben mit einem dann zukünftig legalen Victorinox mit 60 mm Klinge?
(Selbst das Modell "Waiter" https://www.mein-taschenmesser.de/victorinox-waiter/a-96/ wäre mit 65 mm Klingenlänge dann schon unzulässig.)
Ich weiß ist jetzt ein konstruierter Fall, zeigt aber den eigentlichen "Irrsinn" der Regelung auf:
Ich möchte mit Bus / Bahn in den Wald zum Wandern fahren. Sobald ich den Wanderweg betrete darf ich also das Alpineer mit 85 mm Klinge als "allgemeinen Zweck" problemlos in der Hosentasche haben. Im Bus muss ich das Teil aber in einem abschließbaren(?) Behälter verstauen (die "Führungsthematik" richtet sich primär auf Schusswaffen - was das für Messer eigentlich heißt, darüber hat sich wohl bislang kaum einer Gedanken gemacht...). Nun vergesse ich auf der Rückfahrt das Messer aus der Hosentasche in den Behälter umzusiedeln, werde kontrolliert und habe *zack* einen Verstoß gegen das Waffengesetz begangen.
Ist damit Oma O jetzt wirklich geholfen?
Unabhängig von Klingenlänge und drohender Gesetzesänderung:
Ich könnte mir vorstellen, dass allein das Dabeihaben eines Messers zur Eskalation beitragen kann.
Wenn ich auf jemanden oder mehrere treffe, die mir überlegen sind, dann halte ich besser die Fresse. Ein Messer in der Tasche als Rückhalt lässt viele mutiger werden.
Das gilt übrigens auch mit Kampfkunsttraining.
Man könnte sagen, dass das dazu beiträgt, dass der Schwächere nicht immer dem Stärkeren und Recht nicht Unrecht weichen muss. Aber es kann der Gesundheit abträglich sein.
ThomasL oder Period haben ja ganz klar dargelegt dass sie sich über die Bevormundung durch den Staat ärgern, der Ihnen im Alltag Schwierigkeiten macht.
Eventuell ist da auch ein falscher Eindruck entstanden. Ich habe nichts gegen staatliche Regeln und Beschränkung so sie den erforderlich (und wirksam) sind. In einem Land mit einer so hohen Bevölkerungsdichte, gilt dies naturgemäß für viele Bereiche.
Ein Beispiel: Ich fände es schön, einfach in den Wald gehen zu können um zu fischen und zu jagen (und dabei die Fähigkeite in Eigenverantwortung im Vorfeld zu erwerben), ohne dafür Scheine zu benötigen oder Gebühren zu bezahlen. Ich käme aber nie auf die Idee diesbezüglich Einschränkungen in Frage zu stellen.
@Kannix: Ja, dieses Risiko besteht. Ich denke sogar für Kampfkunstraining ist das noch höher.
@Period: Da führe ich in Zukunft einen Ringer, der kann dann in die Brücke gehen und ich ihn dann dem Angreifer entgegen werfen. Hast Du am WE schon was vor?
Oder macht es tatsächlich einen Unterschied ob ich z.B. mit einem Victorinox Alpineer (https://www.victorinox.com/de/de/Produkte/Schweizer-Taschenmesser/Grosse-Taschenmesser/Alpineer/p/0.8323#accordion-prod-details-2) mit einer Klingenlänge von 85mm durch die Gegend laufe oder eben mit einem dann zukünftig legalen Victorinox mit 60 mm Klinge?
Für das Alpineer gilt das Führverbot doch gar nicht. ist weder ein feststehendes, noch ein einhändig zu öffnendes, feststellbares.
Münsterländer
23-05-2019, 13:05
[...]Ich fände es schön, einfach in den Wald gehen zu können um zu fischen und zu jagen (und dabei die Fähigkeite in Eigenverantwortung im Vorfeld zu erwerben), ohne dafür Scheine zu benötigen oder Gebühren zu bezahlen. Ich käme aber nie auf die Idee diesbezüglich Einschränkungen in Frage zu stellen.
Ich persönlich finde es schön, dass man dafür (insbesondere zum Jagen) eine recht umfangreiche Prüfung machen muss.:D
Da ist dann zumindest eine rudimentäre Sachkunde garantiert (wirklich jagen lernt man später, und ordentliches Verhalten ist natürlich auch personenabhängig. Aber Waffenhandling, Sicherheit, richtiges Verhalten etc. ist dann zumindest schon mal behandelt worden:D). Auf Eigenverantwortung würde ich da (leider) nicht so viel geben. Diesbezüglich hatte ich schon das eine oder andere Erlebnis...
Aber genug OT
Grüße
Münsterländer
Die "nicht netten Jugendlichen" haben vorher versucht im Zug ne Gruppe 13jähriger Mädchen auszurauben, da hat Brunner sich das erste Mal "eingemischt". Hätte er natürlich nicht tun sollen, sondern den Jugendlichen beim Tragen helfen. Als die dann am Bahnsteig auf ihn zugekommen sind, hat er beim Unterschreiten des Reaktionsabstands zugeschlagen. Ok, er hätte auch zunächst wegstossen können, hätte am Ergebnis aber auch eher nicht so viel geändert. Gestorben ist er an seinem "Herzproblem" unmittelbar nachdem die ihm mehrfach und hart gegen den Kopf getreten haben, also rein zufällig und weder beabsichtigt noch im Zusammenhang mit den Sockerkicks am Boden gegen den Kopf. Ich hätte in so einer Situation gerne einen Plan B der weder aus Beten noch aus pfeifend auf den Boden sehend an den Mädchen vorbeigehen besteht, gehe aber auch nicht hausieren wie ich Leute im kompromisslosen Töten mit dem Messer (gegen feindliche Kombattanten ? Weichziele ?) unterrichte. Pippi Langstrumpf gibt es gerade in einer gebundenen Sonderedition.
Doomster
23-05-2019, 13:25
Niemand hier war beim Brunner-Vorfall vor Ort, insofern sei mal dahingestellt, inwiefern er selbst zu einer Eskalation beigetragen hat. Es geht doch um die Grundsatzfrage: Ist Selbstverteidigung ein legitimer Grund, eine Waffe wie ein Messer zu führen. Und hier sagen ich und andere eben ganz klar: Ja, das ist es bzw. sollte es sein. Gerade für die Frauen-SV halte ich es für absolut legitim. Ich halte es nebenbei für weitaus hirnrissiger, das Führen einer Schreckschusswaffe mit kleinem Waffenschein zu ermöglichen. Hier ist ein komplettes Führungsverbot imho tatsächlich angebracht.
@Period: Da führe ich in Zukunft einen Ringer, der kann dann in die Brücke gehen und ich ihn dann dem Angreifer entgegen werfen. Hast Du am WE schon was vor?
Nur so lahmes Zeugs wie Reha und einen Vortrag für eine Historikertragung vorbereiten. Dein Vorschlag klingt viel spannender!
Beste Grüsse
Period.
Little Green Dragon
23-05-2019, 13:35
Für das Alpineer gilt das Führverbot doch gar nicht. ist weder ein feststehendes, noch ein einhändig zu öffnendes, feststellbares.
Diese Diskussion kannst Du dann ja gern mit der Ordnungsmacht führen...
Die legen die Vorschriften nämlich gern mal dahingehend aus, dass es ausreicht wenn die Klinge feststellbar ist und somit dann im ausgeklappten Zustand ein "feststehendes" Messer vorliegt.
Was genau ein "feststehendes Messer" im Sinne des Waffengesetzes nämlich sein soll hat man leider vergessen zu definieren - auch Anlage 1 mit den Begriffsbestimmungen schweigt sich hierüber aus.
Das Alpineer verfügt über eine Feststellklinge. Will man jetzt spitzfindig sein kann man sagen - führen im geschlossenen Zustand ist OK - in dem Moment wo man es - außerhalb allgemein anerkannten Zwecks - ausklappt hat mein ein feststehendes Messer und wäre nach dem neuen Gesetz dann dran.
Ob Du vor Gericht ggf. letztendlich recht bekommst - vor Gericht und auf hoher See bist Du in Gottes Hand... :D
Den Ärger oder die potentielle Anzeige hast Du trotzdem erst einmal am Hals.
Und allein das zeigt ja schon den gesamten Irrsinn wenn es um das Waffengesetz und Messer geht - da wurde an einem bestehenden Gesetz (das ursprünglich erst einmal auf Schusswaffen ausgelegt war) über die Jahre herumgedoktert, neue Vorschriften reingequetscht oder drangeklatscht ohne hier mal die Grundsystematik logisch zu überarbeiten. Und dann kommt da halt so ein Murks bei raus wie man ihn heute hat bzw. würde es durch die diskutierten Modifikationen nicht besser werden.
Als die dann am Bahnsteig auf ihn zugekommen sind, hat er beim Unterschreiten des Reaktionsabstands zugeschlagen. Ok, er hätte auch zunächst wegstossen können, hätte am Ergebnis aber auch eher nicht so viel geändert.
Nein, er ist hingegangen und hat zugeschlagen:
"Herr Brunner hätte mit den Schülern einfach weggehen können", sagt der Zeuge. Doch er sei ein Stück in Richtung des Lokführers gegangen und habe diesem laut zugerufen: "Jetzt gibt's hier Ärger!" Dann habe er Rucksack und Jacke abgelegt.
Laut Lokführer ist Brunner auf die Angeklagten zugegangen
"Verstanden Sie, warum?", fragt der Vorsitzende.
"Nein", antwortet der Zeuge.
"Hat sich da was angebahnt?"
"Nein, aus meiner Sicht nicht. Die Jugendlichen stiegen ganz normal aus. Sie wollten offenbar die Treppe benutzen."
"Die Angeklagten gingen nicht auf Herrn Brunner zu? Stand etwas im Weg?", insistiert der Vorsitzende.
"Nein", sagt der Zeuge. Nur der Herr Brunner habe im Weg gestanden.
Die beiden Angeklagten seien in Richtung Treppenaufgang gegangen. Als sie in der Nähe Brunners waren, sei dieser auf sie zugegangen und habe kräftig ausgeholt.
"Für mich war er der Angreifer", beschreibt der Zeuge die Situation. Dann habe Brunner gerufen: "Das klären wir jetzt mit der Polizei."
Nach dem Faustschlag - "getroffen hat er sehr gut" - sei laut diskutiert worden zwischen Brunner und den Angeklagten. "Klang Herr Brunner ängstlich?", will eine der beisitzenden Richterinnen wissen.
"Nee, ängstlich klang das nicht. Eher nach einer lauten Mitteilung."
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/s-bahn-schlaeger-prozess-fuer-mich-war-brunner-der-angreifer-a-707593.html
Er hat die Musik bestellt und konnte nicht tanzen. Hätte er das mit einem Messer gemacht, dann hätte er sich noch stärker gefühlt und wahrscheinlich die Jugendlichen abgestochen.
Kannix hat dazu ja schon alles Wesentliche gesagt.
@Münsterländer: Ich bin da ganz bei Dir, deshalb meinte ich ja: "Ich käme aber nie auf die Idee diesbezüglich Einschränkungen in Frage zu stellen". Ich habe z.B. auch mal einen Angler gesehen, der nicht wusste wie man einen Fisch richtig schlachtet - da könnte ich gerade...
@Period: Könnte wirklich interessant werden, ich soll einem Kumpel bei einem Fest bzgl. Security unterstützen. Ich bin mir aber nicht sicher wie sich so ein Wurfeinsatz auf deinen Reha auswirkt.
Messer für die SV: Da sind wir halt wieder bei dem Punkt, dass Dinge die für den einzelnen sinnvoll sein können, gesellschaftlich u.U. nicht wünschenswert sind. Schwierig da den richtigen Weg zu finden.
Münsterländer
23-05-2019, 14:41
@Münsterländer: Ich bin da ganz bei Dir, deshalb meinte ich ja: "Ich käme aber nie auf die Idee diesbezüglich Einschränkungen in Frage zu stellen"
:beer:
Spud Bencer
23-05-2019, 14:47
Gutmenschen-Relativierung
Ausrief da stracks Horatius,
Der am Tor der Wacht gebot:
"Jedwedem Mann auf Erden kommt
Früh oder spät der Tod.
Und wie stirbt ein Mann denn besser,
Als im Kampf mit der Gefahr,
Für die Asche seiner Väter,
Für der Himmlischen Altar?"
Mein Vorbild !
https://media1.tenor.com/images/850790341c671143f908af7ec9321699/tenor.gif?itemid=5494180
@Period: Könnte wirklich interessant werden, ich soll einem Kumpel bei einem Fest bzgl. Security unterstützen. Ich bin mir aber nicht sicher wie sich so ein Wurfeinsatz auf deinen Reha auswirkt.
Sicher nicht gut :D Abgesehen davon, dass Security Arbeit ist, und meine Gehaltsforderungen für Anfahrt von Zürich etc. das mutmassliche Budget hoffnungslos überstrapazieren würden (wie war das in Roadhouse: "5.000 up front. 500 per night. You pay ALL medical expenses" :D Aber ich habe in Franken noch Kontakte zu diversen (Ex-) Ringern, die auch im Sicherheitsgewerbe tätig waren. Für deren Gehaltsforderungen bin ich aber nicht zuständig ;)
Beste Grüsse
Period.
Was genau ein "feststehendes Messer" im Sinne des Waffengesetzes nämlich sein soll hat man leider vergessen zu definieren - auch Anlage 1 mit den Begriffsbestimmungen schweigt sich hierüber aus.
Was fällt unter das Führverbot des § 42 a WaffG? Das lässt sich z.B. auf der Seite des BKA einsehen. Klappmesser die beidhändig zu öffnen sind, fallen nicht darunter, auch nicht Klappmesser mit Klingenarretierung, die keinen Mechanismus zum einhändigen Öffnen haben.
Feststehende Messer sind dort abgebildet, das sind eindeutig keine Klappmesser.
Ich denke das ist ziemlich eindeutig.
Von Victorinox wäre das "Locksmith" so ein Kandidat, das einhändig zu öffnen ist. Es findet sich bei der Beschreibung auch ein entsprechender Hinweis - im Gegensatz zu den anderen Messern die diesen Mechanismus nicht haben.
Ich schleppe ab und an ein "Forester" mit herum, brauche das aber vorwiegend zu Hause oder im Garten.
Ansonsten tut es auch ein Laguiole oder ein Opinel.
Für mich liest es sich im Gesetzentwurf so das ALLE Klingen größer als 6cm einem Führverbot unterliegen werden:
Das in § 42a Absatz 1 Nummer 3 zweite Alternative des Waffengesetzes (WaffG) normierte Führensverbot für Messer mit einer Klingenlänge über 12 cm wird erweitert und auch auf Messer mit einer Klingenlänge über 6 cm erstreckt.
Edit: anscheinend doch nicht:
§ 42a Verbot des Führens von Anscheinswaffen und bestimmten tragbaren Gegenständen
(1) Es ist verboten
1.
Anscheinswaffen,
2.
Hieb- und Stoßwaffen nach Anlage 1 Abschnitt 1 Unterabschnitt 2 Nr. 1.1 oder
3.
Messer mit einhändig feststellbarer Klinge (Einhandmesser) oder feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12 cm
Das in § 42a Absatz 1 Nummer 3 zweite Alternative des Waffengesetzes (WaffG) normierte Führensverbot für Messer mit einer Klingenlänge über 12 cm
... bezieht sich doch eindeutig auf feststehende Messer!
Messer mit einhändig feststellbarer Klinge (Einhandmesser) oder feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12 cm
Für mich liest es sich im Gesetzentwurf so das ALLE Klingen größer als 6cm einem Führverbot unterliegen werden:
Dieses Verbot bezog sich meines Wissens aber a priori nie auf Klappmesser, sofern zweihändig zu öffnen. Das ergäbe dann den kuriosen Fall, dass die grossen italienischen Klappmesser (auch die Duellmesser mit 30 cm Klinge) nicht per se unter dieses Verbot gefallen wären - was historisch gesehen deswegen lustig wäre, weil die eben genau wegen eines Verbotes von feststehenden Messern seinerzeit in Italien aufgekommen sind... die Klingenlängenbeschränkung von 12 cm war im deutschen Gesetz explizit nur für feststehende Messer festgelegt. Soweit zumindest mein Kenntnisstand, wobei ich das jetzt nicht mit einem Feststellungsbescheid des BKA untermauern kann.
Beste Grüsse
Period.
Little Green Dragon
23-05-2019, 17:18
Was fällt unter das Führverbot des § 42 a WaffG? Das lässt sich z.B. auf der Seite des BKA einsehen.
Hast Du Dir mal die diversen Feststellungsbescheide des BKA zu den verschiedenen Messern angeschaut? Die differenzieren da sehr wohl (wenn auch primär im Kontext mit einem anderen Messer) ob bei einem Taschenmesser die Klinge arretiert oder (selbstständig) einklappt. Darüber hinaus sind die Bescheide ja auch nur eine Interpretation Seitens des BKA - anhand der vorhandenen Rechtsvorschriften und in denen wird wie bereits erwähnt keine Legaldefinition von "feststehenden Messern" getroffen.
Und wirklich konsequent sind die da vom BKA in ihrer Auslegung auch nicht - da werden Dinge "durchgewunken" von denen der Laie sagen würde "Jau das ist ein Faustmesser..." (oder kann zumindest als solches verwendet werden) wogegen andere Messertypen dann als Waffe klassifiziert werden die dem (heutigen) Führungsverbot unterliegen. Muss man nicht verstehen, aber scheinbar ist es ja notwendig aus einem möglichen Messerkauf eine entsprechende Wissenschaft zu machen... :D
@Kanken
das "zweite Alternative" gibt den Ausschlage - das sind die feststehenden Messer
Hast Du Dir mal die diversen Feststellungsbescheide des BKA zu den verschiedenen Messern angeschaut?
Da geht es aber um die Zuordnung zu Begriffsbestimmung, also die Eigenschaften - Waffe, ja oder nein, und nicht um ein Führverbot.
Little Green Dragon
23-05-2019, 17:47
Da geht es aber um die Zuordnung zu Begriffsbestimmung, also die Eigenschaften - Waffe, ja oder nein, und nicht um ein Führverbot.
Ähm Nö - beim Böker Plus Griploc steht z.B. explizit dabei, dass es vorgelegt wurde um feststellen zu lassen ob es unter 42a fällt...
Chuck Chillout
23-05-2019, 21:49
Ähm Nö - beim Böker Plus Griploc steht z.B. explizit dabei, dass es vorgelegt wurde um feststellen zu lassen ob es unter 42a fällt...
Richtig, oder zum Beispiel auch beim PohlForce Bravo One - da wird dann explizit bescheinigt, dass es sich um ein bauarbedingtes Zweihandmesser ohne Öffnungshilfe wie z.B. Daumenpin oder Klingenheber handelt und es deswegen nach 42a geführt werden darf (obwohl man es auch ohne Pin/Heber locker einhändig öffnen kann).
Beim 42a im Bezug auf Klappmesser ist es in der bisherigen Form eigentlich recht einfach runterzubrechen:
Klappmesser, die verriegeln: wenn einhändig zu öffnen dann Führverbot, wenn nur zweihändig zu öffnen, dann führbar.
Klappmesser, die nicht verriegeln: führbar
Springmesser: nie führbar, Besitz bis 8,5cm Klingenlänger erlaubt außer OTFs (Klinge kommt gerade aus dem Griff)
Balisong: Besitz verboten
Daher darf man nach dem derzeitigen 42a mit 12cm feststehender Klinge, rumlaufen, mit einem 5cm Klappmesser, dass einhändig zu öffnen ist und verriegelt aber nicht:rolleyes:
Bei den feststehenden 12cm muss man aber durchaus auch aufpassen, Klingen die primär als Stichmesser dienen (z.B. tacticoole Tanto Kampfmesser) können durchaus auch als Waffe eingestuft werden und sind dann niemals führbar. Gleiches gilt für Karambits.
Pansapiens
23-05-2019, 22:09
Klappmesser, die verriegeln: [...] wenn nur zweihändig zu öffnen, dann führbar.
das ist also, auch nach der Gesetzesänderung, weiterhin führbar?
https://i.imgur.com/hVAXsKz.jpg
das ist also, auch nach der Gesetzesänderung, weiterhin führbar?
https://i.imgur.com/hVAXsKz.jpg
Jawoll, rein nach 42a ja. Was nicht heisst, dass das Riesen-Opinel nicht als gefährlicher Gegenstand eingestuft und eingezogen werden kann. In dem Zusammenhang gibt es noch ein paar Sonderregeln (v.a. bei öffentlichen Veranstaltungen oder Demos), die zusätzlich verschärfend wirken können.
Beste Grüsse
Period.
Schnueffler
23-05-2019, 23:55
Weiterhin bestehen in den jeweiligen Polizeigesetzen Abschnitte, die sich mit der Gefahrenabwehr beschäftigen, wonach so ziemlich alles erstmal eingezogen werden kann.
Pansapiens
24-05-2019, 05:03
Ich halte jegliche Art von Waffen im öffentlichen Raum schlicht und ergreifend für überflüssig, außer in den Händen der Exekutive. Keiner braucht im umbauten Gebiet eine Waffe. Im Wald etc. gerne, ansonsten einfach überflüssig. Bei der Arbeit? Völlig OK, berechtigtes Interesse halt.
Ich hatte nach Deinem Antrieb gefragt.
Den brauchen wir doch, um die Diskussion auf eine objektive Ebene zu bringen?
Auch wenn ich an das "Böse" im Menschen glaube, finde ich die Ansatz von Rosenberg in der Kommunikation ganz hilfreich:
Alle Menschen haben ähnliche grundlegende Bedürfnisse. Diese Bedürfnisse sind aufgrund einer Situation bzw. dem Handeln anderer Menschen erfüllt oder nicht erfüllt.
Erfüllte Bedürfnisse äußern sich in als angenehm empfundenen Gefühlen, nicht erfüllte Bedürfnisse in als negativ empfundenen Gefühlen.
"Gefühl" wird bei uns auch im Sinne von "vager Eindruck" oder für "subjektive Urteile" benutzt, z.B. "ich habe das Gefühl, Du willst mich veralbern" oder "fühlst Du Dich angegriffen?", diese Bedeutung von "Gefühl" ist nicht gemeint, daher werde ich im weiteren von Emotionen sprechen.
Weiter ist zwischen grundlegenden Bedürfnissen, die alle Menschen in verschiedenem Maße teilen und individuellen Strategien, diese Bedürfnisse zu erfüllen, unterschieden.
Ein Messer mitzuführen, ist in diesem Sinn kein Bedürfnis, sondern eine Strategie, ein grundlegenderes Bedürfnis zu erfüllen.
Z.B. das Bedürfnis nach Sicherheit.
Ist das Bedürfnis nach Sicherheit nicht erfüllt, zeigt sich das in der Emotion Angst oder Furcht.
Eine andere Strategie, dieses Bedürfnis zu erfüllen, wäre, alle anderen zu entwaffnen.
Wenn das wirksam geschähe, wäre man zumindest vor bewaffneten Übergriffen sicher.
Das, was Du bezüglich der vorliegenden Diskussion als Ausdruck des "narzisstischen Persönlichkeitsanteils" bezeichnest, wäre, wie schon erwähnt, das Bedürfnis nach Selbstbestimmung.
Kurz:
Bedürfnis nicht erfüllt => negative Emotion => Strategie zur Erfüllung des Bedürfnisses
Das nicht erfüllte Bedürfnis wäre das, was einem grundlegend antreibt und die Emotion wäre der Vermittler des Antriebes.
Meine Frage an Dich war:
Wie sieht es denn mit Dir aus, was treibt Dich an, friedliche Bürger entwaffnen zu wollen, hast Du Angst?
Da scheint mir der Hinweis auf Deine Einschätzung, dass man ein Messer in umbauten Gebiet nicht "brauche", nicht sehr erhellend.
Ich kann darauf weder ablesen, was Du empfindest, wenn Du daran denkst, dass Menschen - Deiner Einschätzung nach ohne berechtigtes Interesse - im öffentlichen Raum ein Messer mitführen, noch, welches Deiner Bedürfnisse durch dieses Strategie Du zu erfüllen trachtest.
Ich habe das Entscheidende mal fett markiert :D
Was hat die Dummheit anderer Leute mit meinen narzisstischen Anteilen zu tun?:gruebel::p
Wenn man Leute zutreffend als dumm bezeichnet, triggert das freilich eine starke Abwehrreaktion, die eher mit deren narzisstischen Anteilen zu tun hat.
Früher nannte man Letztere wohl "Eitelkeit", z.B. Schopenhauer:
wie Hobbes de Cive, Kap. 1, sagt: Omnis animi voluptas, omnisque alacritas in eo sita est, quod quis habeat, quibuscum conferens se, possit magnifice sentire de seipso. – Dem Menschen geht nichts über die Befriedigung seiner Eitelkeit und keine Wunde schmerzt mehr als die, die dieser geschlagen wird. (Daraus stammen Redensarten wie »die Ehre gilt mehr als das Leben« usw.) Diese Befriedigung der Eitelkeit entsteht hauptsächlich aus der Vergleichung Seiner mit Andern, in jeder Beziehung, aber hauptsächlich in Beziehung auf die Geisteskräfte.
In der christlichen Kultur ist Eitelkeit natürlich negativ belegt. Das gleiche gilt IMO in unserer Kultur für "narzisstisch".
Im vorliegenden Fall finde ich "Bedürfnis nach Selbstbestimmung" genauer und zielführender, wenn es darum geht, den "Antreiber" des Gegenüber zu ermitteln.
Selbstbestimmung ist ja in unserem Gesellschaftssystem durchaus etwas positives und weckt damit weniger Widerstände.
Ähnliches wie für Eitelkeit, gilt in manchen Kreisen für "Angst".
Da schwingt ja immer "Feigling", "Hosenscheißer", etc.. mit.
Man denke auch an den Verwurf der "*-Phobie".
(* steht hier als Platzhalter für Dinge, vor denen es nicht als schicklich gilt, Angst zu haben.)
Man muss sich halt immer selber fragen wann treiben mich meine narzisstischen Anteile an, wann meine Ängste etc. Wenn man die Antreiber kennt, dann kann man objektiv an eine Sache rangehen.
Ja, also: was treibt Dich an, ein Verbot zu fordern?:)
Meine Antreiber (für die Strategie, im öffentlichen Raum eine Klinge mitzuführen), kennen wir ja:
Ich schließe nicht aus, dass ich in eine Situation kommen kann, in der ich ein Messer zur Notwehr oder Nothilfe benutzen kann.
Du schließt das wohl aus.
Dann kann man objektiv nachdenken: Wenn ich mich irre, passiert niemandem was, falls ich eine Klinge mitführe.
Wenn Du Dich irrst, hab ich ein Problem wenn ich in eine solche Situation komme und keine habe.
ThomasL oder Period haben ja ganz klar dargelegt dass sie sich über die Bevormundung durch den Staat ärgern, der Ihnen im Alltag Schwierigkeiten macht.
Da könnte eventuell das Bedürfnis nach Autonomie oder Handlungsfähigkeit nicht erfüllt sein, was sich in der "Emotion" Ärger oder Wut ausdrückt.
Wut stellt ja Energie bereit, sich gegen Einschränkungen zu wehren.
Du hast anscheinend auch Angst und möchtest nicht bevormundet werden. Auch gut. Warum kann man das nicht einfach klar sagen?
Ich bin ein großer Freund von klarer Sprache.:)
Aber die muss halt auch passen, sonst ist es ja nicht klar.
Eventuell habe ich "Angst" und "Furcht" verwechselt.
Ich bin nun auf die Darstellung gestoßen, dass "Furcht" die starke Emotion bei einer konkreten Bedrohung meint und "Angst" eher eine vage Unsicherheit vor einer nicht akuten oder weniger konkreten Bedrohung.
In diesem Sinne ist natürlich "Angst" tatsächlich mein ursprünglicher Antreiber, mich beim Autofahren anzuschnallen (inzwischen ist es automatisiert), eine Versicherung abzuschließen, oder mich impfen zu lassen.
Die dahinter stehenden Bedürfnisse sind/waren wohl Gesundheit/körperliche Unversehrtheit.
Bei der Bevormundung kommt es, wie erwähnt, drauf an.
Bevormunden muss man Unmündige, denen man unvernünftige Entscheidungen in dem Ausmaß zutraut, dass die damit sich selbst oder andere stark schädigen.
Da ist es natürlich ganz objektiv nicht zielführend, wenn der Vormund unvernünftiger ("dümmer") ist, als das Mündel.
Ich habe weniger Probleme mit der "Bevormundung" durch Leute, die mir glaubhaft machen können, auf einem bestimmten Gebiet kompetenter zu sein als ich und dass ihnen mein Wohlergehen am Herzen liegt.
Das ist allerdings den Gesetzentwerfern im vorliegenden Fall nicht gelungen.
Lustig ist zu sehen wie einige hier getriggert werden wenn man ihnen „narzisstische Bevormundung“ vorhält. Sag einem Narzisst er sei Narzisst und dann geht die Post ab :D
Das konterkariert nun etwas Deine Beteuerung, Du würdest "narzisstische Anteile" meinen und nicht etwa die anderen "Narzissten" nennen.
Ich lebe hier im KKB meine histrionisch-narzisstischen Anteile aus
ist das Freudianisch für Trollen? :gruebel::p
Du meinst also Brunner hätte ein Messer haben sollen?
[...]
Außerdem ist er nicht an den Folgen der Schläge gestorben, sondern an einer Vergrößerung seines Herzens. Wer krank ist, der sollte keine Schlägereien anfangen,
Eventuell wäre eine Messerstecherei dann für Leute mit vergrößertem Herzen gesünder, insbesondere, wenn die das Messermonopol haben.
Jawoll, rein nach 42a ja.
da kommt meinem trotzigen inneren Kind eine Idee...:cool:
Aber öffnen darf ich es nicht in der Öffentlichkeit, sonst wäre es ja feststehendend?
Dann brauch ich noch ein Zweitmesser für die Äpfel...
...und Äpfel für das Zweitmesser.
Ziviler Ungehorsam kann anstrengend werden...:o
Weiterhin bestehen in den jeweiligen Polizeigesetzen Abschnitte, die sich mit der Gefahrenabwehr beschäftigen, wonach so ziemlich alles erstmal eingezogen werden kann.
Ich bin vollkommen ungefährlich. :)
da kommt meinem trotzigen inneren Kind eine Idee...:cool:
Aber öffnen darf ich es nicht in der Öffentlichkeit, sonst wäre es ja feststehendend?
Nein, festgestellt. Kleiner, aber feiner Unterschied, insbesondere bedeutsam, als dass es sonst ja auch legal wäre, ein Einhandmesser oder Springmesser mitzuführen, solange man es geöffnet in einer Scheide trägt... ist aber nicht so, die Gegenstände unterliegen - in welcher Trageweise auch immer - dem Führungsverbot nach 42a.
Ziviler Ungehorsam kann anstrengend werden...:o
Und teuer ;) Insbesondere falls man gezwungen sein sollte, das Opinel 13 mehrfach zu ersetzen oder vor Gericht zurückzufordern ;)
Beste Grüsse
Period.
Da scheint mir der Hinweis auf Deine Einschätzung, dass man ein Messer in umbauten Gebiet nicht "brauche", nicht sehr erhellend.
Ich kann darauf weder ablesen, was Du empfindest, wenn Du daran denkst, dass Menschen - Deiner Einschätzung nach ohne berechtigtes Interesse - im öffentlichen Raum ein Messer mitführen, noch, welches Deiner Bedürfnisse durch dieses Strategie Du zu erfüllen trachtest.
Warum sollte man nicht ein Schwert oder eine 9mm im öffentlichen Raum tragen dürfen? Oder einen Vollautomaten?
Wenn ich Angst habe vor „bösen Jugendbanden“ dann wäre doch ne 9mm viel besser, oder nicht?
Wie gesagt: ich verweise erneut auf den Post von Kannix, er hat es sehr schön zusammengefasst.
Angst ist die denkbar ungünstige Voraussetzung sich zu bewaffnen. Waffen potenzieren Angst. In sich und in den Anderen. Es ist ein Trugschluss zu glauben eine Waffe würde einem die Angst nehmen, im Gegenteil sie verstärkt sie nur noch, aber das würde hier zu weit führen.
Habe ich Messer? Sicher, einige sogar. Befürworte ich das Training mit Ihnen? Sicher. Ich halte das Messer für eine der effektivsten (zivilen) Waffen überhaupt. Aber genau deswegen halte ich das Führen in der Öffentlichkeit für absolut überflüssig.
Little Green Dragon
24-05-2019, 10:49
Nein, festgestellt. Kleiner, aber feiner Unterschied...
Gespräch aus dem RTW:
Patient: "Oh mein Gott - was ist passiert...?"
Sanitäter: "Sie wurden niedergestochen - allerdings mit einem Rettungsmesser das legal geführt werden darf."
Patient: "Na dann ist ja gut - wäre ja auch wirklich schlimm gewesen, wenn es ein illegal geführtes Messer gewesen wäre..."
Aber genau so etwas zeigt ja den gesetzgeberischen Irrsinn - ob ich mit einer feststehenden oder festgestellten Klinge attackiert werde macht doch 0,0 Unterschied.
Wenn man sich z.B. anschaut wie sich das BKA argumentativ die Ohren gebrochen hat um ganz bestimmte Rettungsmesser eben "legal" zu machen, wogegen fast baugleiche Messer dann als Waffe gelten - muss man nicht verstehen.
Insofern kann ich die Argumentation einiger Ordnungshüter die zwischen "feststehend" und "festgestellt" eben nicht differenzieren (wollen) durchaus verstehen. Das 13 cm Messer mit feststehender Klinge ist illegal, dass zweihändige (Klapp)Messer mit 13 cm und Feststellklinge aber nicht(?). Dabei ist das Klappmesser sogar noch unauffälliger zu transportieren und könnte daher für überraschende Messerattacken also noch "besser" verwendet werden. Die (möglichen) Unterschiede beim "Stechverhalten" von einem feststehenden Messer zu einem festgestellten Messer dürften - zumindest wenn das Objekt auf welches eingestochen wird ein Mensch ist - wenn überhaupt nur marginal sein.
Und gerade wenn man dann das Gesetz mit dem möglichen Schutz der Bevölkerung rechtfertigen will stellt sich dem geneigten Bürger doch schon die berechtigte Frage ob da überhaupt mal jemand von Seiten der Politik wirklich nachgedacht hat.
Befürworte ich das Training mit Ihnen? Sicher. Ich halte das Messer für eine der effektivsten (zivilen) Waffen überhaupt.
Was bedeutet das?
Das Training ist doch völlig überflüssig, denn Waffen haben doch in den Händen ziviler Personen nichts zu suchen.
Was bringt denn das Training, befriedigt es die narzisstischen Persönlichkeitsansteile?
Oder willst du derjenige sein, der es, obwohl er es anderen vorenthält oder darüber entscheiden möchte was andere brauchen oder nicht, alleine die Meisterschaft besitzt und so den anderen etwas voraus hat?
Was bedeutet das?
Das Training ist doch völlig überflüssig, denn Waffen haben doch in den Händen ziviler Personen nichts zu suchen.
Waffen in privater Hand haben in der Öffentlichkeit nichts verloren.
Das Training und der Umgang damit kann natürlich von jedem gerne gelernt werden. Es konfrontiert uns mit unseren Ängsten und hilft sie zu erforschen und mit Ihnen umzugehen, wenn es denn vernünftig gelehrt wird.
Ich empfehle da gerne Prof. Peterson.
@Period: Budget? Was ist das, es gibt Getränke für umme. In Franken kenne ich auch einige, eventuell sind es die selben
Die Diskussion hier zeigt schön wie absurd die aktuellen Regelung sind. Aber ihr habt mich auf eine Marklücke aufmerksam gemacht. Messerscheiden in denen man festgestellte Klappmesser offen führen kann :D
Erinnert mich an einen Biker-Kollegen, der hatte ein „Messerholster“ für sein Buck, dass diese beim ziehend automatisch öffnete.
@LGD:
Ich meine mich zu erinnern, dass die Unterscheidung zwischen den Messer (auch) daher kommt, wie schnell diese überraschen - ein Zweihand- Klapper mit Slipjopt kann nicht gut stechen und braucht Zeit, um aufgeklappt zu werden - ungefährlich. Ein Fixed ist schnell einsatzbereit und eignet sich am besten zum Stechen, kann aber nicht so einfach versteckt werden - gefährlich, aber auffällig. Ein festellbares Einhandmesser ist schnell gezogen, kann gut stechen und leicht versteckt werden - gefährlich und unauffällig. Von der Denke her, war die alte Regelung nicht ganz unlogisch - außer bei den Springmessern. Die neue Regelung ist die Verschärfung der alten + Bereinigung des Springmesserfehlers.
Bücherwurm
24-05-2019, 12:35
Von der Denke her, war die alte Regelung nicht ganz unlogisch - außer bei den Springmessern. Die neue Regelung ist die Verschärfung der alten + Bereinigung des Springmesserfehlers.
Boah - da entdeckt tatsächlich jemand eine Logik.
Schnueffler
24-05-2019, 12:44
Warum sehen fast alle in einem Messer eine Waffe?
Für mich ist es ein Werkzeug. Sei es im Dienst, sei es mit dem Hund und der Schleppleine im Wald, sei es bei dem letzten heißen Sommer mit dem Glasbrecher auf dem Supermarktparkplatz, sei es bei einem Unfall (Gott sei Dank einer bisher nur) als Gurtschneider.
Deswegen habe ich seit Jahr ud Tag ein Einghandmesser mit all diesen Funktionen dabei und bisher auch noch nie Probleme gehabt.
@Period: Budget? Was ist das, es gibt Getränke für umme.
So viel, dass sich die Fahrtkosten rechnen würden, könnte ich beim besten Willen nicht trinken :D
Dafür müsste ich ein Kamel sein. In Franken kenne ich auch einige, eventuell sind es die selben
Passend zum Thema würde ich sagen: eine gewisse Schnittmenge gibt es da möglicherweise ;)
Die Diskussion hier zeigt schön wie absurd die aktuellen Regelung sind. Aber ihr habt mich auf eine Marklücke aufmerksam gemacht. Messerscheiden in denen man festgestellte Klappmesser offen führen kann :D
Erinnert mich an einen Biker-Kollegen, der hatte ein „Messerholster“ für sein Buck, dass diese beim ziehend automatisch öffnete.
Ein paar Firmen machen das bereits, Extrema Ratio z.B. Aber nur für die schweren, grossen und Zivilisationsgefährdeten Einhandmesser in sehr taktischem Look. Vielleicht tatsächlich eine Marktlücke. Die Schnellzieh-Holster kenne ich, bin mir aber nicht sicher, was das BKA im Zweifelsfall dazu sagen würde. Na ja, wo kein Kläger...
Beste Grüsse
Period.
Waffen in privater Hand haben in der Öffentlichkeit nichts verloren.
Das Training und der Umgang damit kann natürlich von jedem gerne gelernt werden. Es konfrontiert uns mit unseren Ängsten und hilft sie zu erforschen und mit Ihnen umzugehen, wenn es denn vernünftig gelehrt wird.
Ich empfehle da gerne Prof. Peterson.
nur mal als Gedanke.
jeder Gegenstand kann als Waffe im Endeffekt genutzt werden , also ist diese Aussage irgendwie nichtssagend. es wurde nicht ohne Grund oft genug auf Werkzeuge hingewiesen . und die Unterschiede zur reinen waffe sind oft nur marginal . der Hinweis auf Öffentlichkeit ist da einfach nur halbherzig und geht am Problem vorbei . nämlich weshalb überhaupt das Thema aktuell modern ist . Pansapiens hat da sehr deutlich , wenn auch "umschreibend" darauf hingewiesen.
ist es dem Personenkreis die weniger skrupel haben Messer anzuwenden , sowas von shitegal ob erlaubt oder nicht , einfach weil ihnen es kulturell näher und vertrauter ist , und das wieder rauzubekommen bzw. gesellschaftlich zu bahnen , da gehört mehr als ein neu formuliertes Gesetz dazu.
was aber passiert , ist , das man die leute , welche sich doch einen Gleichmacher zulegen, aufgrund der veränderten momentanen Lage , einfach mal pauschal naksch macht , ohne sich vor Augen zu führen , welche Seite denn eher dazu neigt zum Messer zu greifen .
und das , wo du selber darauf hinweist das eben nicht soo einfach ist , es auch zu benutzen und im Ernstfall , sogar zur Handlungsunfähigkeit führen kann , da die eigene Angst vor der eigenen Anwendung einen stilllegt. kann es zu Überreaktionen kommen ? ... zu Mißbrauch aufgrund von Affekten ?
ja kann , wie kannix hinweist , eine KK und/oder Waffenbesitz , dazu führen , das Situationen bzw. der eigene Stand falsch eingeschätzt , werden und es zu Eskalierungen kommt ? ja natürlich .
da reden wir aber von Situation , wo ev. noch ein Strassenseitenwechsel , ein Umdrehen , ein Abbiegen geholfen hätte , statt dem Ego nachzugeben und ab durch die Mitte .
Was ist aber mit den Situation , wo genau DAS nicht mehr geht . hier hat derKK/KSler ja wenigsten noch seine antrainierte Sache um die Wahrscheinlichkeiten zu verbessern , aber was ist mit dem , der staatlich naksch gemacht wurde und nix an KK/KS hat. ,, den wie gesagt , die Aggressoren kümmert das Verbot herzlich wenig . (und da spreche ich nicht von den kriminellen Elementen, auf die auch Willi hingewiesen hatte , , die sehr genau aufs Gesetz im ALLTAG achten , um eben nicht aufzufallen . das ist eine ganz andere Sparte )
und nochmal zu Erinnerung. das Thema aktuell kommt ja nicht aus dem Nichts . egal was Statistiken suggerieren wollen. WEIL Waffen in privater Hand in der Öffentlichkeit sind , egal ob man mit erhobenen Zeigefinger ruft, "da gehören sie nicht hin" . die Kultur der Waffenträger schert das wenig. und genau da sollte angegriffen werden .
verbiete mal einen Deutschen im Ausland zu nörgeln. wird verdammt schwer ^^
Deswegen habe ich seit Jahr ud Tag ein Einghandmesser mit all diesen Funktionen dabei und bisher auch noch nie Probleme gehabt.So um 2010 rum wurde teilweise Soldaten, die auf der Heimfahrt waren, belangt wenn sie ihr Einhandmesser, welches zur Uniform gehört, geführt haben. Zumindest in einigen Bundesländern. Gab dann einen Streit zwischen BMVg und den Innenministerien. Am Ende hieß es dann, dass es geführt werden darf wenn der Chef die Heimfahrt in Uniform erlaubt, weil es in der ZDv als Uniformteil aufgeführt wird.
Stress gab es trotzdem und eine Zeit lang die Weisung, dass Einhandmesser in der Kaserne gelassen werden sollen.
Schnueffler
24-05-2019, 12:53
Dafür habe ich ja die grüne du darfst Karte.
Insofern kann ich die Argumentation einiger Ordnungshüter die zwischen "feststehend" und "festgestellt" eben nicht differenzieren (wollen) durchaus verstehen. Das 13 cm Messer mit feststehender Klinge ist illegal, dass zweihändige (Klapp)Messer mit 13 cm und Feststellklinge aber nicht(?). Dabei ist das Klappmesser sogar noch unauffälliger zu transportieren und könnte daher für überraschende Messerattacken also noch "besser" verwendet werden. Die (möglichen) Unterschiede beim "Stechverhalten" von einem feststehenden Messer zu einem festgestellten Messer dürften - zumindest wenn das Objekt auf welches eingestochen wird ein Mensch ist - wenn überhaupt nur marginal sein.
42a ist meines Erachtens ein Versuch, ein "präventives" Gesetz zu erlassen. Die Sinnhaftigkeit kann man natürlich in Hinblick auf den Werkzeugcharakter von den meisten handelsüblichen Einhandmessern und mehr noch Multitools sicher diskutieren (ich möchte auch anmerken, dass sich diverse Werkzeuge wie Schraubenzieher, Schlüsselfeilen etc ja auch im Prinzip dazu verwenden lassen, jemandem Schaden zuzufügen, analog zu einem feststehenden Messer wenns um Stiche geht, von Beilen etc. ganz zu schweigen). Im Prinzip geht es beim 42a ja darum, was mit einem Messer passiert, wenn es bei einer Kontrolle zufällig erfasst wird. Ist es legal und wird eingezogen, kann man es auf jeden Fall zurückfordern. Liegt kein berechtigter Führungsgrund für ein längeres Messer oder Einhandmesser vor, ist es nach aktueller Gesetzeslage eine Ordnungswidrigkeit, keine Straftat, daher geringes Strafmass (ich glaube Geldbusse). Ist es ein verbotener Gegenstand (Butterfly-Messer, OAF, Faustmesser, Fallmesser...), dann kann das per se schon eine Straftat sein (da Besitz verboten und das Führen sowieso), und da sind die Strafen ungleich höher. Wenn ein Gegenstand egal welcher Art bei einer Straftat zum Einsatz kommt, ist es primär eine Straftat, zu der dann noch die Ordnungswidrigkeit etc. erschwerend dazukommen können. Wie weit das für potentielle Opfer relevant ist, ist dann natürlich eine andere Frage, die die Diskussion natürlich im Einzelfall ad absurdum führen kann.
Beste Grüsse
Period.
ist es dem Personenkreis die weniger skrupel haben Messer anzuwenden , sowas von shitegal ob erlaubt oder nicht , einfach weil ihnen es kulturell näher und vertrauter ist , und das wieder rauzubekommen bzw. gesellschaftlich zu bahnen , da gehört mehr als ein neu formuliertes Gesetz dazu.
Und aus genau diesem Grund sage ich ja auch dass man diese Regeln für alle auch durchsetzen muss (wie es ja auch in Bayern oder Hamburg durchaus gemacht wird).
Es bringt nix zu zu sagen „du darfst das nicht haben“, es aber nicht zu kontrollieren und durchzusetzen, da bin ich absolut bei Dir.
Schnueffler
24-05-2019, 13:08
Und aus genau diesem Grund sage ich ja auch dass man diese Regeln für alle auch durchsetzen muss (wie es ja auch in Bayern oder Hamburg durchaus gemacht wird).
Es bringt nix zu zu sagen „du darfst das nicht haben“, es aber nicht zu kontrollieren und durchzusetzen, da bin ich absolut bei Dir.
Und da haben wir das große Problem.
Wie willst du ALLE Reisende an einem großen HBf kontrollieren?
Da kannst du nur auf stichpunktartige Kontrollen setzen und als kontrollierender Beamte kannst du dich dann auf extreme Wortwahlen einstellen.
Und aus genau diesem Grund sage ich ja auch dass man diese Regeln für alle auch durchsetzen muss (wie es ja auch in Bayern oder Hamburg durchaus gemacht wird).
Es bringt nix zu zu sagen „du darfst das nicht haben“, es aber nicht zu kontrollieren und durchzusetzen, da bin ich absolut bei Dir.
das ist ein heres Ziel , aber in meinen Augen nicht durchsetztbar/umsetzbar , wenn dann nur sporadisch oder als Woche der erhöhten Aktivität . ähnlich einer verstärkten Radarfallenwoche . schon aus personellen Gründen .
Die erhöhte Präsenz wird beim Ottonormalbürger eher als Belästigung als tatkräftige Unterstützung wahrgenommen und dem Zielgebiet/Zielgruppe ist es egal , weil an der nächsten Ecke , das nächste Ding eingesteckt wird . denn , Konsquenzen sind wenn eher minimal .
aber alles in Allem ist damit keine wirkliche Flächendeckende "Entwaffnung" umsetzbar. nicht jedenfalls dort wo es notwendig ist.
Da kannst du nur auf stichpunktartige Kontrollen setzen und als kontrollierender Beamte kannst du dich dann auf extreme Wortwahlen einstellen.
Das stimmt schon, ist halt die Frage wer den längeren Atem und den Willen hat. Es SOLLTE der Staat sein und mit der Schleierfahndung gibt es ja auch die Grundlage dazu.
Wenn ich mich zwischen öffentlich geführten Waffen und der Schleierfahndung (und deren konsequenter Umsetzung) entscheiden muss, dann nehme ich die Schleierfahndung in Kauf.
Warum sollte man denn die freien Waffen zur SV auf ein Messer begrenzen? Dann doch bitte richtig und Schusswaffen freigeben, verdeckt und offen getragen, haben die bösen Jungs doch auch!
Und Moment, warum denn nicht auch Nachbarschaftswachen mit Vollautomaten? Jugendbanden (oder Clans) mit Schusswaffen gibt es doch auch überall und die haben doch auch Schusswaffen.
Zur besseren Erkennung könnte man den Nachbarschaftswachen evtl. ja noch Hemden anziehen und Kappen aufsetzen, nicht das man den Falschen erschießt...
Immer diese Bevormundung durch den Staat, da kann man doch die Sicherheit besser selber in die Hand nehmen :cool:
Warum sollte man denn die freien Waffen zur SV auf ein Messer begrenzen? Dann doch bitte richtig und Schusswaffen freigeben, verdeckt und offen getragen, haben die bösen Jungs doch auch!
Und Moment, warum denn nicht auch Nachbarschaftswachen mit Vollautomaten? Jugendbanden (oder Clans) mit Schusswaffen gibt es doch auch überall und die haben doch auch Schusswaffen.
Zur besseren Erkennung könnte man den Nachbarschaftswachen evtl. ja noch Hemden anziehen und Kappen aufsetzen, nicht das man den Falschen erschießt...
Immer diese Bevormundung durch den Staat, da kann man doch die Sicherheit besser selber in die Hand nehmen :cool:
sinnfreie Ironie hilft da auch nicht weiter.
du bist es doch , der oft genug von Intent spricht. und darum geht es im Endeffekt hier auch . nenne es Bereitschat, nenne es Einstellung , oder kulturelle Prägung .
Der Griff zur Waffe , SELBST WENN VORHANDEN, ist in meinem Freundeskreis alles andere als Normal. und ihre Biographie war alles andere als bieder.
und auch alle Jäger , Outddor-Freunde oder schlicht Handwerker die gefährliches Gut im Gepäck haben . mal Hand aufs Herz, wann habt ihr ein Werkzeug oder Messer gezogen und benutzt , weil die Situation angespannt war und das Werkzeug zur Hand ?
das werden nicht viele , wenn überhaupt , sein.
mach mal sone Umfrage in den speziellen Kreisen , die Auslöser dieser Debatte sind . da wird die Umfrage ein etwas anderes Ergebnis haben. , weil der Umgang damit vertrauter , näher ist ... DAS ist das Problem
dieser Nachbarschaftshilfe-Klamauk ist da nicht Zielführend .
Für Verstöße gegen landesübliche Auflagen , egal ob Gesetz oder nicht , sollte es verstärkte Konsequenzen geben , wenn ich hier Gast bin . denn die Signale die sonst gesendet werden , heissen , "man hat narrenfreiheit"
mach mal sone Umfrage in den speziellen Kreisen
Wer sind denn die „speziellen Kreise“?
Billy die Kampfkugel
24-05-2019, 14:36
Weiterhin bestehen in den jeweiligen Polizeigesetzen Abschnitte, die sich mit der Gefahrenabwehr beschäftigen, wonach so ziemlich alles erstmal eingezogen werden kann.
Wenn ich das richtig verstehe, genügt das um an einem Brennpunkt was zu entschärfen, falls jemand nicht mehr zu einem verantwortungsvollem Umgang mit seinen Gerätschaften in der Lage scheint, was immer das auch letztlich ist. Zusammen mit den bisherigen Verboten, was braucht es da noch mehr? :confused:
Gut, wenn jemand seine Messerüberlänge im Holster spazierenführt könnte das gemeldet werden, aber ob es das ist auf das der beschäftigte Beamte vor Ort wartet bezweifele ich irgendwie. Mittelalterfest könnte man damit ad Absurdum führen.
Wer sind denn die „speziellen Kreise“?
wenn ich von kultureller prägung spreche , kannst du dir selbst 1 und 1 zusammenzählen . werd mich bestimmt nicht hinreissen lassen das noch deutlicher zu formulieren.
werd mich bestimmt nicht hinreissen lassen das noch deutlicher zu formulieren.
Angst zu deinen Ängsten zu Stehen? :D
All die bösen Nafri, Sinti & Roma, Albaner, Libanesen, Tschetschenen mit ihren Messern in den Taschen, die den aufrechten Deutschen in seiner Kernkultur bedrohen und ehrbare Deutsche überfallen, ausrauben und verängstigen?
Klar, „Deutsche bewaffnet Euch“ ist da ein absolut probates Mittel um einem etwaigen Problem Herr zu werden?
Der Staat ist schwach, die Bürger müssen sich stärken um die Bedrohung selber bekämpfen zu können.
Das hat in den 1920ern auch schon jemand gefordert und durchgesetzt. Damals wurden erst die Kommunisten und dann andere Teile der Bevölkerung durch die Straßen gejagt. Angefangen hat es auch mit einer Angst im Kopf, die zu einer immer größeren Spirale der verbalen und physischen Gewalt geführt hat.
Angst mit Waffen und (vorgestellter) Gewalt zu bekämpfen kann nicht funktionieren, das führt nur zu einer Eskalation.
Ich will gar nicht leugnen dass wir ein Problem mit männlichen, jungen Erwachsenen haben, die keine deutsche Staatsangehörigkeit haben, die PKS 2018 spricht da eine klare Sprache.
Die individuelle Bewaffnung kann jedoch nicht die Lösung des Problems sein, das führt nur zu einer Spirale der Gewalt.
Angst zu deinen Ängsten zu Stehen? :D
All die bösen Nafri, Sinti & Roma, Albaner, Libanesen, Tschetschenen mit ihren Messern in den Taschen, die den aufrechten Deutschen in seiner Kernkultur bedrohen und ehrbare Deutsche überfallen, ausrauben und verängstigen?
Klar, „Deutsche bewaffnet Euch“ ist da ein absolut probates Mittel um einem etwaigen Problem Herr zu werden?
Der Staat ist schwach, die Bürger müssen sich stärken um die Bedrohung selber bekämpfen zu können.
Das hat in den 1920ern auch schon jemand gefordert und durchgesetzt. Damals wurden erst die Kommunisten und dann andere Teile der Bevölkerung durch die Straßen gejagt. Angefangen hat es auch mit einer Angst im Kopf, die zu einer immer größeren Spirale der verbalen und physischen Gewalt geführt hat.
Angst mit Waffen und (vorgestellter) Gewalt zu bekämpfen kann nicht funktionieren, das führt nur zu einer Eskalation.
kannst du nur rumblödeln und dann auch noch so tun als wenn es tief psychologisch wäre ? nur das ?
es geht um Wahrscheinlichkeiten und Tendenzen . und die Wahrscheinlichkeit das Einer der kulturell mit Messer und Nutzung von Messer aufgewachsen ist , das auch in anderer Umgebung umsetzt , ist nunmal sehr viel höher als das einer der ein Messer sein Lebtag nur zum Schmieren der Stulle benutzt hat.
diese Prägungen spielen bei Anwendunden bzw. Häufigkeiten von Anwendungen ebenfalls eine Rolle , weil vertraut , weil normal , NUR das Umfeld ist eben nicht normal , weil jetzt in einem fremdes Land mit fremder Kultur .
da funktioniert nur Integration ... die aber braucht eine Bereitschaft , .. ist die Bereitschaft nicht vorhanden . kommt es zur Kollision . im Kleinen wie im Großen .
die Ergebnisse , kennst du genauso wie jeder andere .
also bitte bleib sachlich
mir geht es überhaupt nicht um Bewaffnung. lies richtig.
es geht darum das es zu Einschränkungen kommt bei Menschen , die nie etwas anderes als Stulle schmieren auf dem Schirm hatten wenn sie an Messer denken , egal ob nun 6 oder 12 cm oder festastehend oder nicht .
und diese Einschränkungen entstehen , weil ein anderer Teil der Bevölkerung eben ein anderes Verständnis von Messernutzung mit auf dem Weg bekommen hat , WEIL , WOANDERS entstanden. so simpel .
verbietete die Waffen , du wirst aber nicht das verständnis ZUR Waffe , damit umkrempeln . so funzt es nicht . das ist das Problem.
hier sinnlos auf Angst rumzureiten ist genau das . sinnlos.
spielt Sorge eine Rolle ? ja . aber auch Empörung , Missmut , generft sein , das Thema allein auf Angst festzunageln ist zu oberflächlich und lenkt nur ab.
hier sinnlos auf Angst rumzureiten ist genau das . sinnlos.
spielt Sorge eine Rolle ? ja . aber auch Empörung , Missmut , generft sein , das Thema allein auf Angst festzunageln ist zu oberflächlich und lenkt nur ab.
Natürlich ist es nicht Angst alleine, aber ANGST ist die primär treibende Kraft, wie man ja im Verlauf der Diskussion schön sieht.
Angst bei Pansapiens, Angst bei Klaus, Angst bei Dir.
Will natürlich keiner gesagt bekommen dass Angst sein Antreiber sei, da hält man sich viel lieber an anderen Gründen fest, die man vor sich selber viel besser vertreten kann als in das hässliche Gesicht der eigenen Angst zu schauen :rolleyes:
Ich finde man muss die Leute bei ihrer Angst abholen, nur müssen sie sie dazu erste einmal erkennen können. Pansapiens hat das ja schon geschafft, du und Klaus eher nicht :D
Wenn man die Angst akzeptiert, dann kann man sie objektivieren und dann kann man, wenn sie objektiv real ist, versuchen zu beseitigen. Bewaffnung des Einzelnen ist dazu aber nicht geeignet. Ein wehrhafter Staat wäre es schon eher (wie auch immer der dazu auszusehen hat).
Natürlich ist es nicht Angst alleine, aber ANGST ist die primär treibende Kraft, wie man ja im Verlauf der Diskussion schön sieht.
Angst bei Pansapiens, Angst bei Klaus, Angst bei Dir.
Will natürlich keiner gesagt bekommen dass Angst sein Antreiber sei, da hält man sich viel lieber an anderen Gründen fest, die man vor sich selber viel besser vertreten kann als in das hässliche Gesicht der eigenen Angst zu schauen :rolleyes:
halt doch mal inne.
klar ist Angst in jedem vorhanden , ist natürlich und sogar Überlebenswichtig .
doch bitte , tue nicht so als wenn du genau wüsstest was der KONKRETE ANTRIEB ist , für Post , für Gedanken zu einem Thema , für Meinungen.
ich hab nie ein Messer dabei. hab sogar mal nen kleines Springmesser in Thailand gekauft aber vergesse immer wieder wo ich es hingelegt habe, weil Messer mich nicht wirklich interessieren ) aber ich werd sauer wenn sich jemand selbstgerecht hinstellt und meint mir vorzuschreiben was zusätzlich zu den eh schon vorhandenen Rgelungen ,bräuchte und nicht bräuchte , weil ER ja so den Durchblick hat .
und dann auch noch genau weiss , das mein Unmut über diese selbstgerechte Einstellung , allein aus Angst geboren ist .
man , da gehen die Pferde mit dir durch.
Angst ist sicherlich ein spannendes Thema , nur bitte stülpe die Themen nicht so pauschal über . danke
aber ich werd sauer wenn sich jemand selbstgerecht hinstellt und meint mir vorzuschreiben was zusätzlich zu den eh schon vorhandenen Rgelungen ,bräuchte und nicht bräuchte , weil ER ja so den Durchblick hat .
Also doch der narzisstische Persönlichkeitsanteil :biglaugh:
Stell dich lieber zu Klaus und guck auf den Horizont, nicht dass du gleich noch explodierst :rolleyes:
Also doch der narzisstische Persönlichkeitsanteil :biglaugh:
Stell dich lieber zu Klaus und guck auf den Horizont, nicht dass du gleich noch explodierst :rolleyes:
danke das du es mir so leicht machst. also doch nur rumraten. ist es das Eine nicht dann eben das Andere , und falls das auch nicht , hab ich noch andere Anteile in Petto die ich bei Gelegenheit raushauen kann, gut gemacht .
was den narzististischen Anteil angeht, mal ernsthaft , da kann man garnicht falsch liegen . der ist ja wohl nun bei jedem im Alltag ersichtlich . und in Teilen auch gesund. ebenso wie Angst .
nur , WAS bitte schön ändert das nun am Thema ? ob Angst oder Narzistisch ? ausser Ablenkung ?
die Einschränkung sind immer noch ein Thema und v.a auch die Ursache .
zu Wiederholung. ein Verbot ändert nichts am Verständnis zur Waffe . weder beim Deutschen (Stichpunkt Stulle schmieren ) noch bei der kulturell geprägten lockeren hand . und nu?
WAS bitte schön ändert das nun am Thema ? ob Angst oder Narzistisch ?
Man muss es einfach klar benennen: Eine narzisstisch motivierte Diskussion wenn es um eine Bewaffnung aus Angst geht.
Willi von der Heide
24-05-2019, 15:55
Ich finde man muss die Leute bei ihrer Angst abholen, nur müssen sie sie dazu erste einmal erkennen können. Pansapiens hat das ja schon geschafft, du und Klaus eher nicht :D
:) Dann stell dich mal deiner " Angst " ... Warum hast du Angst vor der Freiheit ?
Ein bißchen mehr Vertrauen in die Menschen und in ihren gesunden Menschenverstand schadet bestimmt nicht.
.
und auch alle Jäger , Outddor-Freunde oder schlicht Handwerker die gefährliches Gut im Gepäck haben . mal Hand aufs Herz, wann habt ihr ein Werkzeug oder Messer gezogen und benutzt , weil die Situation angespannt war und das Werkzeug zur Hand ?
das werden nicht viele , wenn
Aber wie sieht es aus wenn jemand eine Waffe dabei hat um sich notfalls damit zu verteidigen?
Wenn eine Grundangst ihn zum Mitführen bewegt hat, kann diese leicht auch zum Überreagieren führen
:) Dann stell dich mal deiner " Angst " ... Warum hast du Angst vor der Freiheit ?
Ich habe keine Angst vor der Freiheit, ich lasse sie nur den Staat durchsetzen und nehme es nicht selber in die Hand.
Die Gründe dafür liegen im aufgeklärten Humanismus. Ich finde Prof. Pinker fasst das sehr gut zusammen, weitere Gründe liefert Dir Prof. Peterson.
Das Gewaltmonopol liegt beim Staat und nicht beim Bürger. Ist einer der Grundsätze unserer Demokratie. Damit das vernünftig klappt hat der Staat ja die Gewaltenteilung, um Missbrauch vorzubeugen.
Wer mehr Freiheit möchte, der kann ja in die USA ziehen, oder in die Schweiz. Auch alles Demokratien mit mehr Freiheit, wobei: Klauen die nicht gerade auch den Schweizern ihre Vollautomaten? :confused:
Freiheit bedeutet für mich auch dass ich den Umgang mit Waffen IM PRIVATEN üben darf, einschließlich den Umgang mit Schusswaffen (nach Feststellung der Eignung), auch Combatshooting. Ich finde aber auch das Sportschützen ihre Waffen nicht zu Hause lagern brauchen. Bei Jägern ist das was anderes, die können die Dinger auch zu Hause haben, da alles andere für sie unpraktikabel wäre.
Ich empfehle da gerne Prof. Peterson.
Der Mann ist doch die Angst pur.
Wer freiwillig zum Monster wird, kann sich wehren, wenn es darauf ankommt und so im Leben bestehen.
Wäre doch ein gutes Argument sich zu bewaffnen.
Wäre doch ein gutes Argument sich zu bewaffnen.
Stimmt, wäre es. Peterson leitet jedoch aus „the monster within“ andere Schlüsse ab. Er integriert es und befreit sich so von der Angst.
Wer mehr Freiheit möchte, der kann ja in die USA ziehen, oder in die Schweiz. Auch alles Demokratien mit mehr Freiheit, wobei: Klauen die nicht gerade auch den Schweizern ihre Vollautomaten? :confused:
Klauen ist vielleicht das falsche Wort... Es gab ja seitens der EU Druck, diese Regelung anzunehmen, weil sonst die Schweiz aus dem Schengen-Abkommen rausfallen würde. Aufgrund der damit verknüpften Problematik hat die hiesige Politik einen entsprechenden Kurs eingeschlagen, der dann auch durch die jüngst erfolgte Volksbefragung bestätigt wurde. Weiters kostet eine Ausnahmegenehmigung in Zukunft wohl 50 Franken... Soweit mein oberflächlicher Kenntnisstand. Eine solche direkte Demokratie gabs zu 42 a oder der geplanten Verschärfung meines Wissens nicht ;)
Man sollte aber auch anfügen, dass das Schweizer Waffengesetz gelegentlich ein etwas kurioser Fall ist. Beispielsweise scheinen Angehörige der ursprünglichen Schengen-Mitgliederstaaten recht wenige Einschränkungen in Hinblick auf Waffenbesitz zu haben, während er beispielsweise Serben und Kroaten dezidiert verboten ist (das inkludiert anscheinend auch die Ausbildung an Waffen bzw. die Benutzung des Schiessstandes). Hintergrund ist, dass die Schweiz sich seinerzeit das recht vorbehalten hat, für jeden neu in das Schengen-Abkommen aufgenommenenen Mitgliedsstaat individuelle Auflagen zu erlassen. Und dann gab es wohl Schweizer Dienstwaffen, die für den Einsatz im Balkan-Krieg erworben wurden und so... Trotzdem kann ich mir deartig herkunftsspezifische Auflagen innerhalb der EU ehrlich gesagt nicht vorstellen, da scheint mir die Schweiz wieder mal eine Ausnahmestellung zu haben.
Beste Grüsse
Period.
Ich frage mich wie jemand "vom Fach" hier seitenlang rumschwadronieren kann, und selbst nicht merkt wie der Narzissmus nur so aus ihm heraustrieft ? Ich würde mal die Dosierung erhöhen.
Ich frage mich wie jemand "vom Fach" hier seitenlang rumschwadronieren kann, und selbst nicht merkt wie der Narzissmus nur so aus ihm heraustrieft ?
Häh? Ich schrieb doch:
Ich lebe hier im KKB meine histrionisch-narzisstischen Anteile aus, so wie viele Andere auch. ;)
Weiß gar nicht was Du hast? Ich steh wenigstens dazu :D
Pansapiens
24-05-2019, 20:07
Nein, festgestellt. Kleiner, aber feiner Unterschied, insbesondere bedeutsam, als dass es sonst ja auch legal wäre, ein Einhandmesser oder Springmesser mitzuführen, solange man es geöffnet in einer Scheide trägt...
:biglaugh: so was gefällt mir,
Da stellt sich die Frage, ob man ein Klappmesser über 12cm, dass man geöffnet in einer Scheide trägt, führen darf...
Offenbar nicht nur mir:
ihr habt mich auf eine Marklücke aufmerksam gemacht. Messerscheiden in denen man festgestellte Klappmesser offen führen kann :D
Ein paar Firmen machen das bereits, Extrema Ratio z.B. Aber nur für die schweren, grossen und Zivilisationsgefährdeten Einhandmesser in sehr taktischem Look. Vielleicht tatsächlich eine Marktlücke.
Und das geht durch?
Bücherwurm
24-05-2019, 21:00
Wenn man die Angst akzeptiert, dann kann man sie objektivieren und dann kann man, wenn sie objektiv real ist, versuchen zu beseitigen.
Es gibt also doch eine objektive Realität? :)
Das Gewaltmonopol liegt beim Staat und nicht beim Bürger. Ist einer der Grundsätze unserer Demokratie. Damit das vernünftig klappt hat der Staat ja die Gewaltenteilung, um Missbrauch vorzubeugen.
Ist ja toll. Dann darf ich also als Bürger mitentscheiden, wie und wann der Staat sein Gewaltmonopol einsetzt.
Pansapiens
24-05-2019, 21:14
Warum sollte man nicht ein Schwert oder eine 9mm im öffentlichen Raum tragen dürfen? Oder einen Vollautomaten?
Wenn ich Angst habe vor „bösen Jugendbanden“ dann wäre doch ne 9mm viel besser, oder nicht
ie gesagt: ich verweise erneut auf den Post von Kannix, er hat es sehr schön zusammengefasst.
.
Ich hatte Dich nach Deinen Antreibern gefragt, Deinen nicht erfüllten Bedürfnissen und die daraus folgenden Emotionen und das ist nun die Antwort?
Mir scheint, Du hast Du keine Ahnung, was sich hinter Deinem Wunsch, andere wehrlos zu machen, verbirgt und bemühst Dich sehr, dass das so bleibt.
Klar, „Deutsche bewaffnet Euch“ ist da ein absolut probates Mittel um einem etwaigen Problem Herr zu werden?
Der Staat ist schwach, die Bürger müssen sich stärken um die Bedrohung selber bekämpfen zu können.
Das hat in den 1920ern auch schon jemand gefordert und durchgesetzt. Damals wurden erst die Kommunisten und dann andere Teile der Bevölkerung durch die Straßen gejagt. Angefangen hat es auch mit einer Angst im Kopf, die zu einer immer größeren Spirale der verbalen und physischen Gewalt geführt hat.
Sprichst Du von dem kriminellen Ausländer, der für einen Umsturzversuch mit 21 Toten effektiv 9 Monate in Haft war und den man versäumte, abzuschieben?
Der hat sich dann für den politischen Weg entschieden und die Staatsmacht bzw. Waffengesetze dazu benutzt, politische Gegner und Angehörige von Minderheiten zu entwaffnen und wehrlos zu machen.
Mir scheint, Du hast Du keine Ahnung, warum Du andere wehrlos machen willst.
Ich schrieb Doch:
Das Gewaltmonopol liegt beim Staat und nicht beim Bürger.
Der hat sich dann für den politischen Weg entschieden und die Staatsmacht bzw. Waffengesetze dazu benutzt, politische Gegner und Angehörige von Minderheiten zu entwaffnen und wehrlos zu machen.
Das und die „Sturmabteilung (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sturmabteilung)“ (SA) der NSDAP, die sich auch bewaffnete und den politischen Gegner „bearbeitete“ weil der Staat ja schwach war.
:biglaugh: so was gefällt mir,
Da stellt sich die Frage, ob man ein Klappmesser über 12cm, dass man geöffnet in einer Scheide trägt, führen darf...
Offenbar nicht nur mir:
[....]
Und das geht durch?
In der Form von Extrema Ratio nicht (http://www.extremaratio.com/glauca-j1.html). Mit einem Opinel 13 würde man sich meiner Meinung nach allerdings innerhalb des Wortlauts (wenn auch nicht des Geistes...) des Paragraphen bewegen - allerdings gibt es ja noch andere, und recht wahrscheinlich kann das Ding in der Konfiguration als "gefährlicher Gegenstand" eingestuft werden, der nach einem berechtigten Führungsgrund verlangt (in dem Fall solltest Du sehr grosse Äpfel dabeihaben und Dir einen guten Anwalt besorgen, wenn Du es wieder sehen willst. Ein Feststellungsbescheid vom BKA schadet auch nicht). Aber hey, tut euch doch zusammen, produziert das in Serie und fragt vielleicht noch Jörg Sprave, ob er das zum Kampfpreis von 99.99 in sein Programm aufnehmen will. Ich hab das Gefühl die Idee könnte ihm gefallen :D Und dann lohnen sich die Anwaltkosten vielleicht ;)
Beste Grüsse
Period.
Vielleicht sollte man auch noch das Video bei den Gerichtsverhandlungen zeigen, damit man sich ein objektives Bild machen kann:
https://www.youtube.com/watch?v=xLkd61qew5g
xLkd61qew5g
Beste Grüsse
Period.
Eskrima-Düsseldorf
24-05-2019, 21:48
https://www.standard.co.uk/news/world/police-in-paris-arrest-man-wearing-mechanical-hidden-wrist-blades-a4146586.html
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Bücherwurm
24-05-2019, 21:50
Das und die „Sturmabteilung (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sturmabteilung)“ (SA) der NSDAP, die sich auch bewaffnete und den politischen Gegner „bearbeitete“ weil der Staat ja schwach war.
.. "der Staat" hat die SA wohlwollend gewähren lassen, aber nicht weil er schwach war.
Bücherwurm
24-05-2019, 21:51
https://www.standard.co.uk/news/world/police-in-paris-arrest-man-wearing-mechanical-hidden-wrist-blades-a4146586.html
Gesendet von meinem moto g(6) play mit Tapatalk
Da, siehste - überall Messerstecher! Zeit, dass da mal was passiert!
.. "der Staat" hat die SA wohlwollend gewähren lassen, aber nicht weil er schwach war.
Die Weimarer Republik war eine schwache Demokratie die den faschistischen Strömungen nichts entgegenzusetzen hatte und letztendlich durch eine Mischung aus äußeren Umständen, innerer Schwäche und radikalen Parteien unterging.
Das gehört hier aber nicht rein, kannste ja im OT-Bereich diskutieren.
Pansapiens
24-05-2019, 22:04
Ich schrieb Doch:
Das Gewaltmonopol liegt beim Staat und nicht beim Einzelnen!
Da kann ich jetzt weder ein Gefühl, noch ein Bedürfnis erkennen. :gruebel:
Das ist eine durch Menschen gemachte Regel...eventuell ist Dein Antreiber ja ein starkes Ordnungsbedürfnis?
Allerdings gibt es auch Ausnahmen der genannten Regel:
Die Rechtsordnung demokratischer Staaten kennt auch Ausnahmen vom Gewaltmonopol des Staates. Dazu zählt etwa das Recht, sich mit Gewalt gegen rechtswidrige Angriffe zu wehren (Notwehr) und sich vor sonstigen Gefahren zu schützen (Notstand).
Da kann ich jetzt weder ein Gefühl, noch ein Bedürfnis erkennen. :gruebel:
Mein Bedürfnis? Ein harmonisches Miteinander und das wird, in meinen Augen, besser durch den Staat durchgesetzt als durch bewaffnete Bürger.
Ich habe keine Angst vor der Freiheit, ich lasse sie nur den Staat durchsetzen und nehme es nicht selber in die Hand.
Was die Strafverfolgung angeht ja, was den Schutz des Einzelnen angeht kann das gar nicht funktionieren. Dazu müsste dann wohl an jeder Ecke ein Polizist stehen. Wie schon geschrieben wurde, gibt es das Notwehr und Notstandsrecht ja nicht ohne Grund.
Aber wie sieht es aus wenn jemand eine Waffe dabei hat um sich notfalls damit zu verteidigen?
Wenn eine Grundangst ihn zum Mitführen bewegt hat, kann diese leicht auch zum Überreagieren führen
das mit den Überreaktionen hatten wir doch schon . klar kann passieren . aber hey , das passiert sogar ganz ohne Waffe , wie letztens am Totschlag per Faust-Beispiel , zu sehen . . gibts nen ganzen Thread dazu. Sollen wir nun alle Fäuste verbieten ? die Hand darf nicht mehr geballt werden ?
Das ist jetzt übertrieben , aber spätestens hier werden die meisten wohl mitgehen , das eben die von mir angesprochenen Wahrscheinlichkeiten , die Tendenzen , das es so oft so weit geht , eher sehr klein ist. .. sogar minimal .
So wie Tendenz zum Messer zu greifen und zu benutzen , eher sehr hoch ist , wenn es mir kulturell schon als Kind gezeigt und gefördert wird .
zurück zur Überreaktion .
wenn es wirklich so weit kommt , ist aber meist schon im Vorfeld was Mieses passiert . meist . nicht immer , aber auch hier , Wahrscheinlichkeiten.
und nochmal zur Erinnerung , die Leute in meinem Freundeskreis mit gewalttätiger Vergangenheit , hatten trotz Waffenbesitz/Mitnahme , immer ne menge Skrupel die auch nur zu ziehen , da ist noch nicht mal von Benutzung die Rede. zum einen , weil sie genau wussten was dann abgeht (im Gegensatz zu Ottonormali) , aber auch weil , egal wie sie drauf waren , bestimmte Grenzen in jedem von uns drin sind und DIE sind eben auch kulturell vorgegeben , die nur schwer durchbrochen werden . zum Glück
und ja,, Affekte können das sehr leicht aushebeln , nur muss man dafür wiederum nicht in einer bestimmten Scene oder Gruppe sein , siehe häusliche Gewalt .
so , wie siehts denn nun aus , wenn sich jemand NOTFALLS mit Messer verteidigt.
Ist es angemessen , weil existenziell bedrohlich . .. wo ist das Problem . ? das Problem ist dann die Situation ansich , und weshalb sie zustande kam , NICHT das benutzte Messer.
eine Frau mit Gleichmacher ? bin ich immer dafür , egal wie der aussieht.
das Problem ist AUCH der Nutzer , da bin ich ganz bei dir . völlig richtig .
und jetzt die Frage : wieso kann es zu Überreaktion kommen ? .... weil unvertraut . sowohl die Situation , als auch die Waffe Messer .
warum unvertraut ? ... ja genau, weil es hier , normal zum Stulle schmieren benutzt , und es nicht als normale Handlung gilt es zu Ziehen , wenn Konflikte sich anbahnen .
es geht wieder um das Verständnis zur Waffe . nicht um die Waffe ansich.
die Debatte zeigt mir nur eines auf .... Hilflosigkeit von staatlicher Seite , .. also das ganze GEGENTEIL von wegen starker Staat und so .
ein starker Staat würde sich nicht so auf der Nase rumtanzen lassen . wenn Gastrecht missbraucht wird .
ein starker Staat würde nicht Einschränkungen pauschal auf die ganze Bevölkerung umschlagen , weil es anbestimmten Stellen die Ressourcen fehlen , sich als Staat zu behaupten
Hier ist Menschlichkeit leider mit einer gehörigen Portion Naivität vermischt wurden . und so die eigentlich zugrunde liegende Debatte hausgemacht .
da jetzt zu psychologisieren und Allen einfach mal Angst und Narzistische Anteile an den Kopf knallen , als Argumentation zu benutzen , sie zu bescheinigen , weshalb Unsinnige Reglements ( weil am Thema vorbei ) helfen sollen , ist genauso nur Ablenkung und kein Argument.
als ob es dem zukünftigen Teilnehmer geschärfter Gespräche irgendwas bringt , ihm zu sagen , "hey , du hast zwar jetzt nix in der Hand, aber das war eh nur Teil deiner Angst" .
verstehe mich nicht falsch . das mit der Angst ist richtig. nur .. als Argument für Waffenverbot ?
die Angst ist immernoch vorhanden, aber KEINE Lösung . denn das Verbot ist es nicht.
oder andersrum. nimm die Waffe weg (die eh kaum benutzt werden würde , siehe Wahrscheinlichkeit ) aber die Angst ist immernoch da . was nun? was kommt jetzt als Argument . einfach alle menschlichen Anteile durchgehen und spiegelnd hinhalten ? ähm , sehe ich immernoch nicht als Lösung , nur als Ablenkung .
Pansapiens
25-05-2019, 13:50
Mein Bedürfnis? Ein harmonisches Miteinander und das wird, in meinen Augen, besser durch den Staat durchgesetzt als durch bewaffnete Bürger.
Na, damit kann ich eher was anfangen :)
und das wird, in meinen Augen, besser durch den Staat durchgesetzt als durch bewaffnete Bürger.
Ich würde mich ja nicht bewaffnen, um ein harmonisches Miteinander durchzusetzen, sondern um meine Sicherheit zu erhöhen.
Wenn sich irgendwo irgendwelche Leute streiten, zieh ich ja nicht mein Messer und rufe: "Vertragt euch gefälligst, sonst stech ich euch alle ab".
Auch die Streithähne ohne Vorwarnung abzustechen, damit Ruhe ist, käme mir nie in den Sinn.
Ein Staat, der ein harmonisches Miteinander durchsetzen will, sollte IMO zu anderen Mitteln greifen, als zu Verboten oder Zwang.
Da wären die Themen soziale Gerechtigkeit und das Fördern von kommunikativen Kompetenzen, abbauen von Vorurteilen....
Da ich IMO ein sehr verträglicher Mensch bin, ist ein harmonisches Miteinander mit mir nicht sehr schwer, falls das ernsthaft gewünscht ist.
Um Deine Frage weiter vorne zu beantworten: Eine Schusswaffe halte ich meinem Alltag als SV-Mittel für übertrieben und auch gefährlicher für Kollateral- und Unfallschäden.
Ich habe noch eine kleine Frage in die Runde: wie viele Butterflys sind euch die letzten Jahre draußen unter die Augen gekommen?
Ausserhalb von Filmen habe ich sowas seit Jahren nicht gesehen. Ich wäre allerdings im Kölner Hbf gewesen als dort die Geiselnahme war, wenn ich an dem Tag nicht mit dem Auto gefahren wäre. Aber ok, das Gefühl man könnte auch im Alltag in Gefahr geraten ist völlig irrational, wenn man nicht im russischen Beirut in Münster leben muss.
Schnueffler
25-05-2019, 15:40
Ich habe noch eine kleine Frage in die Runde: wie viele Butterflys sind euch die letzten Jahre draußen unter die Augen gekommen?
Das ein oder andere.
Eskrima-Düsseldorf
25-05-2019, 15:44
Ausserhalb von Filmen habe ich sowas seit Jahren nicht gesehen. Ich wäre allerdings im Kölner Hbf gewesen als dort die Geiselnahme war, wenn ich an dem Tag nicht mit dem Auto gefahren wäre. Aber ok, das Gefühl man könnte auch im Alltag in Gefahr geraten ist völlig irrational, wenn man nicht im russischen Beirut in Münster leben muss.Da haben die Terroristen ja noch einmal Schwein gehabt [emoji123]
Gesendet von meinem moto g(6) play mit Tapatalk
Pansapiens
25-05-2019, 18:52
Ich habe noch eine kleine Frage in die Runde: wie viele Butterflys sind euch die letzten Jahre draußen unter die Augen gekommen?
keine
Hier ein emotionales Abschiedslied auf dem Treffen der gesetzestreuen Messerfreunde 2003:
https://www.youtube.com/watch?v=XGE_v-KMV-o
Pansapiens
25-05-2019, 19:14
wenn man nicht im russischen Beirut in Münster leben muss.
Das Münsterland ist nicht gänzlich ungefährlich...
Nach den Feststellungen des Gerichts war der Angeklagte schließlich mit einem Messer und einem großen Rollkoffer vor dem Haus der Flüchtlingshelferin aufgetaucht und hatte immer wieder auf sie eingestochen. Anschließend habe er versucht, die stark blutende Frau in den mitgebrachten Koffer zu drücken. Erst als mehrere Anwohner aufgetaucht seien, habe er die Flucht ergriffen
[...]
Einen Mord sah das Gericht in der Tat nicht
28-Jähriger zu langer Haftstrafe verurteilt (https://www.spiegel.de/panorama/justiz/muenster-fluechtlingshelferin-erstochen-lange-haftstrafe-a-1172478.html)
keine
Hier ein emotionales Abschiedslied auf dem Treffen der gesetzestreuen Messerfreunde 2003:
https://www.youtube.com/watch?v=XGE_v-KMV-o
Hier die Antwort von den gesetzestreuen Messerfreunden in Frankreich: https://www.youtube.com/watch?v=sYzEqwTTpqg
Die Aufnahmen von der Sicac 2008 sind übrigens meines Wissens die einzigen, wo man Fred Perrin (bekannt u.a. als Messermacher von La Griffe, Street Bowie, diversen Custom-Messern für das Schweizer Heer etc - sowie als Nahkampfausbilder bei der Légion Étrangère) mit einem Balisong spielen sieht (ab 1:50). Die Bewertung überlasse ich den geneigten Zuschauern. Perrin hat seinerzeit in Interviews übrigens hervorgehoben, dass seiner Einschätzung nach das Balisong die sicherste Form des Einhandmessers sei und ihm seine Fähigkeiten im Manipulieren des Balisongs geholfen hätten, diverse Konfrontationen gewaltlos zu vermeiden.
Beste Grüsse
Period.
Kohleklopfer
25-05-2019, 19:57
Wieder ein Gesetz für die Tonne...ein Schwachsinn der seines gleichen sucht. :D
Ausserhalb von Filmen habe ich sowas seit Jahren nicht gesehen. Ich wäre allerdings im Kölner Hbf gewesen als dort die Geiselnahme war, wenn ich an dem Tag nicht mit dem Auto gefahren wäre. Aber ok, das Gefühl man könnte auch im Alltag in Gefahr geraten ist völlig irrational, wenn man nicht im russischen Beirut in Münster leben muss.
Glaubt ihr, die Butterflys sind durch verstärkte und konsequente Kontrollen verschwunden, vor allem in den Kulturkreisen, wo man das Messer nicht zum Stullen schmieren benutzt? Oder hat das Verbot alleine langfristig eine Wirkung entfaltet? So in der Art: Verkauf verboten - niemand gibt sich Mühe das Verbot zu umgehen und alle steigen auf andere Messer um, die halt legal einfach zu beschaffen sind?
Wenn es ein Verkaufsverbot für alle Messer über 6cm gibt, werden die bis auf die die schon in Umlauf sind verschwinden. Wenn man das möchte kann man das gerne probieren, viel Spass mit dem ganz klein karierten Scheiss. Gerade eben wieder gelesen wie polizeibekannte jugendliche Intensivtäter einen 73jährigen total zusammengetreten haben dass der wenn er überlebt schwere bleibende Schäden behalten wird. Das ist aber nicht so schlimm, da müssten 10 Stunden Sozialarbeit reichen, wegen Erziehungsgedanke und so.
https://www.focus.de/panorama/welt/vorfall-in-wuppertal-als-gucci-gang-rentner-verpruegelt-bruellen-zwei-maedchen-den-schafft-ihr-doch_id_10759279.html
Schnueffler
25-05-2019, 22:18
Glaubt ihr, die Butterflys sind durch verstärkte und konsequente Kontrollen verschwunden, vor allem in den Kulturkreisen, wo man das Messer nicht zum Stullen schmieren benutzt? Oder hat das Verbot alleine langfristig eine Wirkung entfaltet? So in der Art: Verkauf verboten - niemand gibt sich Mühe das Verbot zu umgehen und alle steigen auf andere Messer um, die halt legal einfach zu beschaffen sind?
Da der Besutz ja achon verboten wurde, sind die nicht mehr verkauft wordem sprich keine neuen Messer auf legalem Wege. Also ist "man" auf was anderes umgestiegen oder bestellt fleißig bei internationeln Großkonzernen, die alles versenden. Was meinst du, wieviele da jeden Tag aus dem Verkehr gezogen werden???
Da der Besutz ja achon verboten wurde, sind die nicht mehr verkauft wordem sprich keine neuen Messer auf legalem Wege. Also ist "man" auf was anderes umgestiegen oder bestellt fleißig bei internationeln Großkonzernen, die alles versenden. Was meinst du, wieviele da jeden Tag aus dem Verkehr gezogen werden???
Denkbar ist natürlich auch, dass die aus dem Urlaub mitgebracht werden können. Im benachbarten Ausland (s. z.B. oben) kann man Butterflys ja ganz legal im Laden kaufen. Ob die Extraportion Posing das Strafmass fürs Mitführen bei einer Routinekontrolle rechnet, liegt wohl im Ermessen des Anwenders.
Period
Wenn es ein Verkaufsverbot für alle Messer über 6cm gibt, werden die bis auf die die schon in Umlauf sind verschwinden. Wenn man das möchte kann man das gerne probieren, viel Spass mit dem ganz klein karierten Scheiss. Gerade eben wieder gelesen wie polizeibekannte jugendliche Intensivtäter einen 73jährigen total zusammengetreten haben dass der wenn er überlebt schwere bleibende Schäden behalten wird. Das ist aber nicht so schlimm, da müssten 10 Stunden Sozialarbeit reichen, wegen Erziehungsgedanke und so.
https://www.focus.de/panorama/welt/vorfall-in-wuppertal-als-gucci-gang-rentner-verpruegelt-bruellen-zwei-maedchen-den-schafft-ihr-doch_id_10759279.html
Wieso hat er kein Fixed mit 12cm Klinge benutzt? Ist doch noch legal?
Ich stelle die Frage absichtlich so provokant, weil die Diskussion recht emotional und schwarzweiß geführt wird und der Komplexität des Themas nicht gerecht wird. Ein Messer ist nicht nur ein Werkzeug oder bloß ein Gleichmacher. Es kann eine Sache schnell beenden und sie aber genau so schnell übel eskalieren lassen. Und die Gesetze wirken nicht nur unmittelbar durch Kontrollen und Durchsetzung. Verkaufsverbote wirken hintenrum und wenn ich bei einer Straftat ein nichtkonformes Messer dabei habe, wirkt es sich negativ auf das Strafmaß aus.
Pansapiens
25-05-2019, 22:51
Perrin hat seinerzeit in Interviews übrigens hervorgehoben, dass seiner Einschätzung nach das Balisong die sicherste Form des Einhandmessers sei
.
Inwiefern, bzw. hat er das - im Vergleich zu anderen Einhandmessern - begründet?
und ihm seine Fähigkeiten im Manipulieren des Balisongs geholfen hätten, diverse Konfrontationen gewaltlos zu vermeiden.
in dem er damit Kunststücke vorgeführt hat, oder eher so verwendet wie Mr. Rose in "Gottes Werk & Teufels Beitrag" ("The Cider House Rules")?
https://www.youtube.com/watch?v=vQbhUyx8sEA
(Im Buch ist es nach meiner Erinnerung subtiler)
Glaubt ihr, die Butterflys sind durch verstärkte und konsequente Kontrollen verschwunden, vor allem in den Kulturkreisen, wo man das Messer nicht zum Stullen schmieren benutzt? Oder hat das Verbot alleine langfristig eine Wirkung entfaltet? So in der Art: Verkauf verboten - niemand gibt sich Mühe das Verbot zu umgehen und alle steigen auf andere Messer um, die halt legal einfach zu beschaffen sind?
Nur weil man Messer nicht mehr sieht, heißt das nicht, dass die (komplett) verschwunden sein müssen.
Dass nach einem Verbot damit nicht mehr offen rumgespielt wird, ist ebenso einleuchtend, wie ein Ausweichen auf legalere Messer.
Inwiefern, bzw. hat er das - im Vergleich zu anderen Einhandmessern - begründet?
Weil beim Balisong im geöffneten Zustand die Hand die Sicherung ist, und der Hebel der Griffe ist so lang, dass man es problemlos geschlossen halten kann, auch wenn der Klingenrücken wuchtig getroffen wird. Das heisst, in der Praxis ist die einzige Möglichkeit, dass sich ein Balisong bei Gebrauch (unsachgemässes Öffnen mal ausgenommen, aber da dürfte Herr Perrin keine Probleme haben...) um die Hand des Anwenders schliesst, dass der hintere Pin bricht. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist um ein Vielfaches geringer als dass sich ein Liner deformiert oder die Sicherung eines Backlocks bricht - mal abgesehen davon, dass die wahrscheinlichste Form des Versagens einer Sicherung darin liegt, dass das Messer verdreckt ist und sie nicht richtig einrastet. Ist mir z. B. bei einem Fallkniven U2 schon passiert - in dem Fall wars nur Staub in der Hosentasche (ok, bei meinem Beruf hat man manchmal mehr Staub in der Tasche als normal), der sich in der Vertiefung an der Klingenwurzel angesammelt hat. Auch das beim Balisong kein Thema.
in dem er damit Kunststücke vorgeführt hat, oder eher so verwendet wie Mr. Rose in "Gottes Werk & Teufels Beitrag" ("The Cider House Rules")?
Indem er es mehrfach geöffnet, geschlossen und geflippt hat ohne hinzuschauen, während er mit den Typen beschwichtigt hat - siehe Sicac-Video ;) Allerdings haben wir dafür nur Perrins Aussage. Wenns stimmt, ist es der einzige mir bekannte Fall, wo jemand ein Balisong bei sich anbahnender Konfrontation kunstvoll geöffnet hätte. Und das nicht irgendein Halbstarker, sondern ein Profi.
Perrins alte Messerreviews sind übrigens pure Messer-Comedy - meine Favoriten waren der Cold Steel Feldspaten (siehe Profilbild) und das total überspitzte Review zum Spyderco Military :D Zeitlos auch seine Aussage, warum die Klinge am La Griffe nur 5 cm kurz ist ("With more blade, I could kill too much easily. Sorry, but it's true!") oder sein Kommentar bei der Bladeshow, als jemand ein Messer mit 15 cm Klinge dabei hatte ("Philistine! If you want to kill someone, use a sharpened screwdriver!").
Beste Grüsse
Period.
Schnueffler
25-05-2019, 23:35
...
Indem er es mehrfach geöffnet, geschlossen und geflippt hat ohne hinzuschauen, während er mit den Typen beschwichtigt hat - siehe Sicac-Video ;) ...
Ab min 00:53
https://www.youtube.com/watch?v=jeF3k_Lc_TY
Pansapiens
25-05-2019, 23:49
Wieso hat er kein Fixed mit 12cm Klinge benutzt? Ist doch noch legal?
.
Damit hat er wohl nicht gerechnet und daher hatte er keine Angst
Weil beim Balisong im geöffneten Zustand die Hand die Sicherung ist, und der Hebel der Griffe ist so lang, dass man es problemlos geschlossen halten kann, auch wenn der Klingenrücken wuchtig getroffen wird. Das heisst, in der Praxis ist die einzige Möglichkeit, dass sich ein Balisong bei Gebrauch (unsachgemässes Öffnen mal ausgenommen, aber da dürfte Herr Perrin keine Probleme haben...) um die Hand des Anwenders schliesst, dass der hintere Pin bricht. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist um ein Vielfaches geringer als dass sich ein Liner deformiert oder die Sicherung eines Backlocks bricht - mal abgesehen davon, dass die wahrscheinlichste Form des Versagens einer Sicherung darin liegt, dass das Messer verdreckt ist und sie nicht richtig einrastet. Ist mir z. B. bei einem Fallkniven U2 schon passiert - in dem Fall wars nur Staub in der Hosentasche (ok, bei meinem Beruf hat man manchmal mehr Staub in der Tasche als normal), der sich in der Vertiefung an der Klingenwurzel angesammelt hat. Auch das beim Balisong kein Thema.
o.k. es geht um das unerwünschte Zuklappen...
Was ist mit Fallmessern?
Schnueffler
25-05-2019, 23:56
...
o.k. es geht um das unerwünschte Zuklappen...
Was ist mit Fallmessern?
Zumindest das alte der BW zu meiner Zeit:
Wenn du damit versucht hast was etwas stabileres aufzustechen, sei es nur die Dose mit den Bohnen, ist die Verriegelung entweder direkt gebrochen oder durchgerutscht.
Außerdem konnte man mit dem Daumen, sobald es etwas rutschiger wurde und das ganze Messer in der Hand hin- und hergewackelt ist, auf den Sperr-/Löseknopf kommen und die Verrieglung war weg.
Sprich zu meiner Zeit war das Messer wenn überhaupt irgendwo im Rucksack.
Pansapiens
26-05-2019, 00:12
Zumindest das alte der BW zu meiner Zeit:
Wenn du damit versucht hast was etwas stabileres aufzustechen, sei es nur die Dose mit den Bohnen, ist die Verriegelung entweder direkt gebrochen oder durchgerutscht.
o.k., dann ist man eventuell verhungert, aber verletzt hat man sich nicht...:)
Schnueffler
26-05-2019, 00:15
o.k., dann ist man eventuell verhungert, aber verletzt hat man sich nicht...:)
Auch nicht verhungert, weil der erfahrene Soldat hatte ja noch was anderes dabei, womit er ja heute schwerst kriminell wäre. Ein gutes Buck mit 21cm Klingenlänge plus diversem anderen Werkzeug.
Pansapiens
26-05-2019, 00:29
Auch nicht verhungert, weil der erfahrene Soldat hatte ja noch was anderes dabei, .
Ja, Schokolade und Hartkekse.
An schwer zu öffnende Konserven kann ich mich nicht erinnern...
womit er ja heute schwerst kriminell wäre. Ein gutes Buck mit 21cm Klingenlänge plus diversem anderen Werkzeug.
ach so.
Schnueffler
26-05-2019, 00:35
Ja, Schokolade und Hartkekse.
An schwer zu öffnende Konserven kann ich mich nicht erinnern...
ach so.
Bei uns gab es immer was mehr, weil NATO Einheit und gemeinsame Verpflegung.
Pansapiens
26-05-2019, 08:56
Bei uns gab es immer was mehr, weil NATO Einheit und gemeinsame Verpflegung.
Eine multinationale Einheit?
Wenn es da Bohnen ist Dosen gab eher mit Engländern als Franzosen?
Da fallt mir ein: bei der BW gab es auch ein Essbesteck, da war doch ein Dosenöffner bei?
So was könnte eventuell auch das Bedürfnis von ThomasL nach Handlungsfähigkeit und Sauberkeit erfülllen, wenn er mit fies verpackter fettiger Fertigware konfrontiert ist:
(ob man das in UK noch führen darf, weiß ich allerdings nicht)
https://www.raeer.com/images/full/67140i-BW-Feldbesteck.gif
Bücherwurm
26-05-2019, 09:46
Ja, Schokolade und Hartkekse.
An schwer zu öffnende Konserven kann ich mich nicht erinnern...
Bei euch gabs Schokolade?!? :ups: Ich fass es ja nicht ... :D
Bücherwurm
26-05-2019, 09:55
Hier ein emotionales Abschiedslied auf dem Treffen der gesetzestreuen Messerfreunde 2003:
:biglaugh:
2003?
Pansapiens
26-05-2019, 10:41
2003?
damals wurden Butterfly-Messer verboten:
Verboten sind ab dem 1. April 2003 zum Beispiel alle Butterfly-, Faust-, Fall- und bestimmten Springmesser sowie Wurfsterne unabhängig von Größe und Form.
[...]
Personen, die bisher zulässige Waffen (also z. B. die genannten Butterfly-, Faust- oder Fallmesser) bereits bei Inkrafttreten des neuen Gesetzes besessen haben, werden dann nicht straf- oder bußgeldrechtlich verfolgt, wenn sie die Gegenstände bis zum 31. August 2003 unbrauchbar machen, einem Berechtigten (auch Polizeidienststellen) überlassen oder eine Ausnahmezulassung beim Bundeskriminalamt beantragen.
https://www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/2002/pressemitteilung.44964.php
Aus irgendeinem Grund, hat man damals Springmesser, bei der eine nicht zweiseitig geschliffene Klinge mit maximal 8,5 cm Länge seitlich rauspringt, nicht verboten, das will der neue Entwurf nun nachholen.
Super Famicom
26-05-2019, 11:01
Krass, wie es hier immer wieder einige wenige schaffen, wichtige und interessante Themen mit ihren Ergüssen in die Belanglosigkeit und auch ins off-topic zu labern.
Das KKB hat leider merklich an Substanz verloren und in der Art und Weise wie das geschieht macht es überhaupt keinen Sinn das durch Beteiligung zu ändern.
Ich habe mir die ganzen Ergüsse jetzt nicht zu Gemüte geführt und teile deshalb nur einen Link zum letzten mir bekannten Stand der Dinge.
https://knife-blog.com/protest-geht-weiter/#advgb-toc-333e2e1c-1483-44dc-a307-32de422abdb1
So long...
Pansapiens
26-05-2019, 11:35
teile deshalb nur einen Link zum letzten mir bekannten Stand der Dinge.
https://knife-blog.com/protest-geht-weiter/#advgb-toc-333e2e1c-1483-44dc-a307-32de422abdb1
...
das gibt doch einen etwas anderen Einblick in die politischen Hintergründe, als die weiter vorne geäußerte, in meinen Augen recht naive, Meinung, in einer repräsentativen Demokratie, noch dazu in einem föderalen System, spiegelten die Gesetzentwürfe (stets) die Mehrheitsmeinung der Wahlberechtigten wieder:
Ein Blick auf die aktuellen Mehrheitsverhältnisse zeigt, dass durch die klare Ablehnung weiterer Waffengesetzverschärfungen durch FDP, Linke und AfD kein Antrag ohne die Zustimmung von CDU/CSU mehrheitsfähig ist. Die C-Parteien werde es am Ende des Tages entscheiden.
Zu einem deutlichen Kontra gegenüber dem SPD Antrag kann sich die CDU bisher allerdings nicht durchringen. Man wolle prüfen, überlegen, erörtern und… man wolle die Interessen der Menschen berücksichtigen, die Messer nicht in „böser Absicht“ mitführen. Deutlich wird auch: Die Ablehnung des SPD-Vorstoßes scheint bei der CSU ausgeprägter zu sein, als in der Schwesterpartei.
Die Stimmverhältnisse im Bundesrat könnten sich durch die Bürgerschaftswahl in Bremen am 26. Mai 2019 verschieben. Nach aktuellen Wahlumfragen steht der SPD ein deutlicher Stimmenverlust bevor; die Fortsetzung der rot-grünen Koalition wäre nach allen derzeitigen Umfragen nicht möglich. Eine Regierungsbeteiligung der CDU in Bremen würde ermöglichen, Niedersachsen die Unterstützung für den Änderungsantrag zum Waffengesetz zu entziehen. Danach wäre das Projekt von Boris Pistorius und seinen Genossen tot und begraben.
Wieso hat er kein Fixed mit 12cm Klinge benutzt? Ist doch noch legal?
Ich stelle die Frage absichtlich so provokant, weil die Diskussion recht emotional und schwarzweiß geführt wird
Weil er sich wie die Reichsbedenkenträger hier darauf verlassen hat, dass alle sich so sozial verhalten wie er das aus seinem Dorf und von sich selbst gewohnt ist. Und da hat er mit Zitronen gehandelt und bezahlt jetzt den Preis für "ach da passiert schon nichts". Wobei, die echten Reichsbedenkenträger kommen natürlich mit "hätte der Alte einfach die Fresse gehalten und die Jungs da machen lassen wäre nix passiert, selber schuld".
In so einem Fall gibt es tatsächlich nur schwarz oder weiss. Du wirst angegriffen und schwer verletzt, oder nicht. Ich persönlich tue mich schwer damit, sofort in einen Messerkampf zu eskalieren, und würde es vermutlich erst mal ohne probieren. Die drei Stufen Reden-Defensive-Allin. Wenn man wie der Sohn aber sieht wie zwei stadtbekannte Ar$chgeigen einen alten Mann zusammentreten und von ihren ebenso bekloppten Ischen angefeuert werden den fertig zu machen, dann gibt es kein Reden mehr. Da muss er da rein, und wenn er nicht die Power dafür hat dann muss er das mit Werkzeug tun. Er hat es nicht getan, weil wegen Reichsbedenkenträgertum und überhaupt da kann man doch nicht gleich, und sein Vater wird deshalb entweder sterben oder mit schweren Hirnschäden im Heim vegetieren.
Hier in meinem aktuellen Wohnblock ist sowas in 40 Jahren nicht passiert. 500m die Strasse runter gab es Schiessereien zwischen Türken, einer hat seinen Bruder mit Eisenstangen zusammenschlagen lassen weil er dessen Kiosk wollte, schräg gegenüber im Park wurde jemand überfallen und zusammengeschlagen weil er sein iPad nicht in einer Mülltüte verborgen hat, die Pizzafahrer eines italienischen Freunds von mir wurden regelmässig für 20 Euro Wechselgeld bedroht. Wenn man weiter zurück geht in die 70er Jahre kommt man bei Serienvergewaltigern und alkoholisierten Gewaltexzessen aus.
Ich persönlich fühle mich nicht gut mit sowas, und hoffe dass ich nie mehr in die Situation komme. Ob ich dann richtig handle werde ich wissen wenn es passiert. In dem Moment hätte ich aber gerne die Optionen 2 und 3, falls Reden nix hilft.
Wer sind Reichsbedenkenträger?
MRWongFU
26-05-2019, 16:15
Als wuerde es auch nur einen Berufsrosettenschlecker...ich meine: gewaehlten Volksvertreter, einen feuchten Dreck scheren, ob wer ein Messer mit 20 oder 3cm langer Klinge bei sich fuehrt .
So wie es die Medien in der Vergangenheit fast nie scherte, ob mal wieder wer wo abgestochen wurde. Messerstechereien gab es schon zu der Zeit, als es noch Drachen gab - in einem Staat, in dem das Beisichfuehren einer Schusswaffe absoluten Seltenheitswert hat, ist eine hohe Zahl an Auseinandersetzung unter Verwendung einer andergefährlichen Waffe (Messer) fast schon obligatorisch - und genau deshalb wurde auch nur selten und an sich NIE ueberregional über solche Vorfälle berichtet. (das haette nie ein Ende gefunden).
Aber in einem Staat, in dem die Aufsichtsraete dieser o.g. Medien zu entscheidenden Anteilen aus den Menschen bestehen, ueber die diese Medien eigentlich wachen sollen (denn nur dafuer gibt es naemlich die Rundfunkgebuehren. Die Oeffentlichen Rundfunkanstalten sind nur dazu da, die Sicherung des ungehinderten Zugangs zu saemtlichen, fuer den Buerger entscheidungserheblichen Informationen zu gewaehrleisten - auch (und vor allem) wenn dies darin muendet, dass Fehlverhalten und Luegen gewaehlter Vertreter ans Licht kaeme und damit auch diesen Vertreter selbst schadet und dessen Kopf rollt und um diese Aufgabe ueberhaupt erfuellen zu koennen, absolute Unabhängigkeit von Politkern jeder Art zwingende Voraussetzung waere. )
...in einem solchen Staat arbeitet der Wachhund auch gern mal fuer den Einbrecher. (sorry fuer den ewig langen Nebensatz gerade)
Und so benutzt man (Politiker mit Ambitionen) seine eigenen Waechter, die mittlerweile zu Leibwächtern erzogen sind (s.o), um Interessen in der Art durchzusetzen, dass das Volk sogar applaudierend zustimmt, wenn ihm nach und nach jede Freiheit genommen wird - es denkt ja, die Medien wuerden ihren Auftrag erfuellen statt auf Befehl zu luegen.
Und wer jetzt denkt, dass ich mit dieser "Freiheit", das Recht, eine Messer bei sich tragen zu können und zu dürfen, meine, der irrt!
Ich sehe keinen sachlichen Grund für einen Menschen, ein Messer bei sich führen zu dürfen (so dieses Messer nicht aus beruflichen o. gleichgelagerten im Besitz dieses Menschen ist).
Es geht hier nicht um die Messer. Diese geplanten Regelungen dienen nicht der Strafverfolgung und die Prävention/Verhinderung einer Auseinadersetzung ist bestenfalls untergeordnetes Ziel. Denn bei all dem Gerede über die Zentimeter eines scharfen Gegenstandes vergisst man leicht, dass es nahezu nie so ist, dass der Besitz eines Messer von dessen Träger offen zu Schau gestellt wird - nur sehr wenige (z.B. Crocodile Dundee) haben ein sichtbare Lederscheide am Gürtel heften, in denen für jeden das Messer zu sehen ist. Und da kommt der Sinn dieses kleinen Manövers zum tragen:
Da in der Regel nicht ersichtlich ist, ob ein bestimmtes Individuum (oder eine Gruppe) im Besitz (bei sich führt) eines oder mehrerer Messer ist, aber den anwesenden Beamten aufgrund ihrer jahrelanger Erfahrung und weil -wer braucht denn wirklich einen Grund?!
Es ermöglicht faktisch überall anlasslose Personenkontrollen, d.h. ohne dass es einen objektiv nachprüfbaren Grund gab, wird den Behörden dadruch der vollständige Zugriff auf den am höchsten geschützten Lebensbereich, die Intimsphäre, eines jeden Bürgers (m/w) zu nahezu jeder Gelegenheit möglich - und vielleicht findet sich bei der Leibesvisitation ja auch irgendwas anderes (Zufallsfund) und wenn man schon wen begrabscht und der sich "doch ganz verdächtig benommen hat, als man (natürlich erfolglos) in seinem Darm nach einem 3cm-langen Messer oder dem Heiligen Gral gesucht...ja, so ein verdaechtiges Verhalten berechtigt dann ja auch zur Identitätsfeststellung. Gehört ja auch zum guten Ton, zu wissen, wem man gerade die verfassungsmäßigen Rechte nimmt.
Und wer das für Paranoia hält, der hat die 3 Wochen verpennt, in denen man in Berlins S-Bahnen schob mal dafür geübt hat. Dieses geplante Gesetz wurde einfach mal testweise in den Bereichen der S-Bahnen der Stadt für einen begrenzten Zeitraum "umgesetzt"
Es wurde tatsächlich viele Messer und Werkzeuge festgestellt und (nahezu) keiner von denen, den man sie dann abgenommen, hat sein Messer offen herumgetragen. Tja...unsere Freunde und Helfer sind nun auch noch Hellseher.
Ich danke auf diesem Wege auch dem BVerfG, dass seine Aufgaben ja nun schon seit langer Zeit nicht mehr für so wichtig erachtet, dass es ihnen noch nachginge.
Hoffentlich gibt es bald wieder Drachen in diesem Land
Pansapiens
26-05-2019, 16:36
Wenn man wie der Sohn aber sieht wie zwei stadtbekannte Ar$chgeigen einen alten Mann zusammentreten und von ihren ebenso bekloppten Ischen angefeuert werden den fertig zu machen, dann gibt es kein Reden mehr. Da muss er da rein, und wenn er nicht die Power dafür hat dann muss er das mit Werkzeug tun. Er hat es nicht getan, weil wegen Reichsbedenkenträgertum und überhaupt da kann man doch nicht gleich, und sein Vater wird deshalb entweder sterben oder mit schweren Hirnschäden im Heim vegetieren.
Nach dem Lesen des Artikels habe ich den Eindruck, dass der Sohn gar nicht dabei war. Er hat lediglich über die Vorfälle gegenüber der Bildzeitung berichtet, eventuell Hörensagen von seiner Mutter.
Man bekommt aber den Eindruck, dass sich der "Leviathan Staat" mit der Disziplinierung von Intensivtätern unter 14 Jahren schwer tut und das wird ja auch gezielt ausgenutzt:
Weiterhin berichtet die Zeitung, dass einer der Jugendlichen, ein Deutscher, bereits [B]160 Strafverfahren in seiner Polizeiakte hat. Der andere Jugendliche, ein Deutsch-Bulgare, käme auf 60 Einträge. Beide sollen Mitglieder der "Gucci-Gang" sein. Die Kinderbande, die sich nach einem Song des Rappers Lil Pump benannt hat, macht die Stadt bereits seit vergangenem Jahr unsicher. Die Vergehen reichen von Diebstahl und Einbruch bis hin zu Drogendelikten und Körperverletzung.
Oft bleibt das ohne Folgen. "Einige kommen aus schwierigen Verhältnissen, einige leben auf der Straße. Sie schicken gezielt Strafunmündige los, weil die Polizei denen nichts anhaben kann", zitiert die "Bild" einen Ermittler.
https://www.focus.de/panorama/welt/brutale-attacke-in-wuppertal-rentner-70-fast-tot-gepruegelt-pruegel-kids-gehoeren-beruechtigter-gucci-gang-an_id_10752715.html
Eskrima-Düsseldorf
26-05-2019, 19:26
Hier ein kleiner Tipp in Richtung "berechtigtes Interesse" [emoji6]https://uploads.tapatalk-cdn.com/20190526/4106f9e8d065bc1af0a55eeeed0a3808.jpg
Gesendet von meinem moto g(6) play mit Tapatalk
Dieses Thema gefällt mir.
Lieber Pansapiens, der Hinweis auf das Eßbesteck .. das war in jedem Sturmgepäck dabei.
Obwohl das Essen in der Kantine der BW doch um einiges besser war als das " Nato- Epa"
Eine multinationale Einheit?
Wenn es da Bohnen ist Dosen gab eher mit Engländern als Franzosen?
Da fallt mir ein: bei der BW gab es auch ein Essbesteck, da war doch ein Dosenöffner bei?
So was könnte eventuell auch das Bedürfnis von ThomasL nach Handlungsfähigkeit und Sauberkeit erfülllen, wenn er mit fies verpackter fettiger Fertigware konfrontiert ist:
(ob man das in UK noch führen darf, weiß ich allerdings nicht)
https://www.raeer.com/images/full/67140i-BW-Feldbesteck.gif
Wenn unsere Politiker ein Gesetz vorstellen, ist das nur eine Vorschrift.
Wir haben inzwischen einige Gesetzesänderungen, nur sollten zuerst diese durchgesetzt werden, bevor neue Änderungen vorgetragen werden.
Wie lange ist es schon verboten, sich auf einer Demonstration zu vermummen?
Welchen Erfolg bringen die neuen " Waffenverbotszonen " ?
Einfach mal warten.
Wer sich entscheidet einen Anschlag durchzuführen, der macht es.
Dann sind diese " Spielzeuge " immer noch zu einfach zu beschaffen.
44180
Natürlich ist diese Waffe auch verboten, durch ein Gesetz. Aber hat es was geholfen?
Es ermöglicht faktisch Überall anlasslose Personenkontrollen, d.h. ohne dass es einen objektiv nachprüfbaren Grund gab, wird den Behörden dadurch der vollständige Zugriff auf den am höchsten geschützten Lebensbereich, die Intimsphäre, eines jeden Bürgers (m/w) zu nahezu jeder Gelegenheit möglich - und vielleicht findet sich bei der Leibesvisitation ja auch irgendwas anderes (Zufallsfund) und wenn man schon wen begrabscht und der sich "doch ganz verdächtig benommen hat, als man (natürlich erfolglos) in seinem Darm nach einem 3cm-langen Messer oder dem Heiligen Gral gesucht...ja, so ein verdächtiges Verhalten berechtigt dann ja auch zur Identitätsfeststellung. Gehört ja auch zum guten Ton, zu wissen, wem man gerade die verfassungsmäßigen Rechte nimmt.
Bin also nicht als einziger paranoid. - thx
Liebe Grüße
DatOlli
@Eskrima-Düsseldorf
"berechtigtes Interesse" ... find' ich gut
Pansapiens
27-05-2019, 20:56
Wer sich entscheidet einen Anschlag durchzuführen, der macht es.
Dann sind diese " Spielzeuge " immer noch zu einfach zu beschaffen.
44180
Natürlich ist diese Waffe auch verboten, durch ein Gesetz. Aber hat es was geholfen?
Wann gab es einen Anschlag in Deutschland mit einer AK47?
Warum fahren denn die Arschlöcher mit LKW in Menschenmengen (Nizza, Berlin) und stechen mit Messern um sich (London, Hamburg), wenn Sturmgewehre so leicht zu beschaffen sind?
Weißt Du, wie viele Anschläge nicht durchgeführt wurden, obwohl sich jemand dazu entschieden hatte?
Klar, im KKB weiß jeder, wie er sich am nächsten Bahnhof oder im Darknet eine Nuklearwaffe besorgt....
Schnueffler
27-05-2019, 23:33
Vergiß bitte nicht das Attentat von Paris. Dort wurden AKs eingesetzt.
Sowie recht aktuell:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/116257/4236099
Die Waffengesetze wurden in Deutschland seit 1972 immer wieder verschärft, ohne dass das je positiven Einfluss auf die Kriminalstatistik hatte. Sind ja nur 45 Jahre Erfahrung der absoluten Wirkungslosigkeit einer grundfalschen Gesetzesdoktrin... für Politiker eindeutig zu kurz zum Begreifen.
Es kann doch nun wirklich niemand ernsthaft glauben, dass das Verbieten von potentiellen Tatwerkzeugen, Kriminelle davon abhält, Straftaten zu begehen, die ohnehin schon wesentlich strafbarer sind, als das ordnungswidrige Führen eines Messers. Mord und Totschlag sind schon verboten.
Bin also nicht als einziger paranoid. - thx
Hmm, vielleicht doch nicht paranoid.
Wer mag, kann ja mal - AKK / Rezo / Meinung regulieren - googeln.
Die entsprechende Weise zu denken, welche meine Paranoia zu einer realen Befürchtung macht, scheint ja wohl schon so tief in der "Führungsebene" verwurzelt zu sein, dass sie anscheinend nicht mal mehr merken, was die da raushauen.
Mehr schreibe ich (dazu speziell) nicht ,sonst wird das was für's Politikforum.
Liebe Grüße
DatOlli
Eskrima-Düsseldorf
28-05-2019, 08:25
Hmm, vielleicht doch nicht paranoid.
Wer mag, kann ja mal - AKK / Rezo / Meinung regulieren - googeln.
Ich musste auch direkt an diesen Thread denken...
Gesendet von meinem moto g(6) play mit Tapatalk
flashbeck
28-05-2019, 10:20
Hmm, vielleicht doch nicht paranoid.
Wer mag, kann ja mal - AKK / Rezo / Meinung regulieren - googeln.
Die entsprechende Weise zu denken, welche meine Paranoia zu einer realen Befürchtung macht, scheint ja wohl schon so tief in der "Führungsebene" verwurzelt zu sein, dass sie anscheinend nicht mal mehr merken, was die da raushauen.
Mehr schreibe ich (dazu speziell) nicht ,sonst wird das was für's Politikforum.
Liebe Grüße
DatOlli
Und dafür hat sie auch das entsprechende mediale Echo bekommen - jedes Medium hat darüber berichtet und sich kritisch positioniert, ich habe bisher auch von keinem anderen Politiker mitbekommen, diese Haltung zu unterstützen.
Ohne die Aussagen jetzt schönreden zu wollen, aber wenn da wirklich ein größerer Plan hinter stehen sollte der irgendwelche Paranoia rechtfertigt, glaubst du die Berichterstattung wäre so gelaufen wie in den letzten Tagen und du hättest überhaupt davon erfahren?
Eskrima-Düsseldorf
28-05-2019, 10:24
Ohne die Aussagen jetzt schönreden zu wollen, aber wenn da wirklich ein größerer Plan hinter stehen sollte der irgendwelche Paranoia rechtfertigt, glaubst du die Berichterstattung wäre so gelaufen wie in den letzten Tagen und du hättest überhaupt davon erfahren?
Niemand spricht von einem Plan oder gar einer Verschwörung. Überhaupt, dass so etwas gesagt werden kann - sie muss ja gedacht haben, damit auf Gegenliebe zu stossen ist bedenklich und eben genau dieser Reflex auf alles erst einmal mit einem Verbot zu reagieren.
Bücherwurm
28-05-2019, 11:11
Ohne die Aussagen jetzt schönreden zu wollen, aber wenn da wirklich ein größerer Plan hinter stehen sollte der irgendwelche Paranoia rechtfertigt, glaubst du die Berichterstattung wäre so gelaufen wie in den letzten Tagen und du hättest überhaupt davon erfahren?
Die Diskussion gehört zum Plan. ;)
flashbeck
28-05-2019, 11:32
Die Diskussion gehört zum Plan. ;)
Und der sieht wie aus?
Niemand spricht von einem Plan oder gar einer Verschwörung. Überhaupt, dass so etwas gesagt werden kann - sie muss ja gedacht haben, damit auf Gegenliebe zu stossen ist bedenklich und eben genau dieser Reflex auf alles erst einmal mit einem Verbot zu reagieren.
So ist es gemeint (ich muss mehr an meinen Kommunikationsskills arbeiten - danke für's "übersetzen") . Ich spreche übrigens scherzhaft von Paranoia, ich meine nicht wirklich die Krankheit.
Liebe Grüße
DatOlli
https://m.volksstimme.de/sachsen-anhalt/waffenrecht-spd-will-mehr-messer-verbotszonen
Ich bitte darum, den Artikel *erst* zu lesen und erst dann steil zu gehen.
Erben betonte, dass Menschen, die etwa aus Gewohnheit sein Schweizer Taschenmesser dabei haben oder mit Küchenmessern zum Kochen bei Freunden fahren, nicht von den verschärften Regelungen betroffen seien.
Dann sind wohl demnächst ein paar Leute mit Küchenmessern unterwegs... zu Freunden, zum Kochen - selbstverständlich.
Denke nicht, dass man in der "Messerverbotszone" erfolgreich auf diesen Artikel verweisen kann.
Liebe Grüsse
DatOlli
Billy die Kampfkugel
16-12-2019, 17:20
Ich packe ein rasiermesserscharfes etwa 20 cm langes Küchenmesser und einen Stollen ein und werde damit zur Vereinsweihnachtsfeier fahren... :muetze:
https://m.volksstimme.de/sachsen-anhalt/waffenrecht-spd-will-mehr-messer-verbotszonen
Ich bitte darum, den Artikel *erst* zu lesen und erst dann steil zu gehen.
Quelle aus dem Link: „ Künftig könne es etwa verboten sein in Einkaufszentren, Fußgängerzonen, an Bahnhöfen, in der Nähe von Schulen und bei Großveranstaltungen Springmesser und Messer mit langen Klingen bei sich zu tragen, heißt es in der SPD-Mitteilung.
Erben betonte, dass Menschen, die etwa aus Gewohnheit sein Schweizer Taschenmesser dabei haben oder mit Küchenmessern zum Kochen bei Freunden fahren, nicht von den verschärften Regelungen betroffen seien.“
Schweizer Taschenmesser reicht doch zum Äpfelchen schneiden...bin gespannt wie das in der Praxis handgehabt wird:rolleyes:
Willi von der Heide
16-12-2019, 18:57
Im Moment ( also bis Freitag, da ist die Abstimmung im Bundesrat ), haben wir noch:
- das " alte " Waffenrecht
- die Änderungen aus dem BmI
- die Vorschläge und Änderungsanträge aus den Ausschüssen
Der endgültige Gesetztestext liegt wohl erst am Freitag vor.
Bisher interpretiere ich es so, daß man in einer Waffenverbotszone nur noch ein Messer mit einer Klingenlänge ( also alles was aus dem Messerkörper herausschaut ! ) von 4 cm führen darf. Ausgenommen sind Menschen mit einer waffenrechtlichen Erlaubnis, also auch Inhaber eines " kleinen Waffenscheines " ! Mal schauen was das wird.
sind die waffenverbotszonen denn definiert und fix? oder wandeln die sich nach gutdünken der obrigkeit?
ist mein leathermen dann schon eine waffe?
muss ich mir schon wieder ein neues messer kaufen?
kann ich dann noch mit der bahn zum zelten fahren und dabei ein fahrtenmesser dabei haben?
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