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Rebel till i die
30-12-2008, 12:22
Hallo zusammen,
gestern Abend im TV hab ich den Jahresrückblick 08 gesehn.
Schon komisch was so alles in einem Jahr passiert und man denkt, was das war dieses Jahr, so schnellliebig die Zeit.
Na ja und gegen Ende kam dann auch wieder wer so alles gestorben ist diese Jahr. Und da kam dieses Gefühl, diese nackte Angst die einem durch den Körper fließt, das Bewußtsein das man vergänglich ist, eines tages macht man die Augen zu und nie wieder auf. Ich habe große Angst vor dem Moment, es war mal soweit das ich abend´s im Bett lag darüber nachgedacht hab und einen Heulkrampf bekommen hab (jetzt bitte nicht lachen :o).
Dazu muß ich sagen das ich vor ein paar jahren meinen Bruder verloren habe, mit 36 an Herzinfakt, und ich mich auch freue ihn eines tages wieder zu sehn, jedoch hab ich auch Familie die ich dann zurück lasse.
Kurz ich habe Angst vorm sterben!
wie sieht´s mit euch aus?

Gruß
(trauriger) Rebel

shuuz
30-12-2008, 12:28
Auch wenns leicht naiv und kindisch klingt, ich mach mir um dieses Thema keine Gedanken. Ist vllt das Beste, sowas einfach so gut es geht auszublenden. Dass es nicht immer geht und gehen kann ist klar aber solang man nicht gezwungen ist sich über sowas nen Kopp zu machen sollte man froh sein.
Einige meiner nächsten Verwandten sind auch schon an Krebs verstorben, zum Teil als ich noch recht klein war. Dadurch lernt man mit den Thema vielleicht auch etwas besser oder zumindest anders umzugehen.
Gedanken bringen ja eh nix, unsterblich machen sie dich nicht und sterben musst du schließlich trotzdem. Eigentlich sinnlose Worte die dir wahrscheinlich auch nicht weiter helfen wenn du dir gerade solche Gedanken machst aber in meinen Augen ist das einfach die optimale Möglichkeit damit umzugehen.

noppel
30-12-2008, 12:32
schlechte nachrichen für dich: wir sterben alle irgendwann mal.

es gibt allerdings unterschiedlich schöne todesarten und zeitpunkte

Rebel till i die
30-12-2008, 12:38
schlechte nachrichen für dich: wir sterben alle irgendwann mal.

Nicht schlecht, gut geraten.:mad:

[/QUOTE]es gibt allerdings unterschiedlich schöne todesarten und zeitpunkte[/QUOTE]

Kann ich dir nen Lied von singen, die Oma meiner Frau war 89, da rechnest du mit jeder Krankeit die sie ins Grab bringt, und was passiert, sie wird vom LKW überfahren, meinst du sowas?

Da Mo
30-12-2008, 12:56
Interessantes Thema wirklich.

Ich habe ja seit geraumer Zeit sehr viel mit dem Tod zu tun und dies hat meine Sicht darauf schon etwas verändert zumahl ich sie schon immer eine etwas differenzierte Sicht auf das Thema hatte.

Das Leben ist wie die Jahreszeiten. Im Frühjahr beginnt das Leben von neuem, im Sommer steht es voll in Blüte, im Herbst beginnt es zu vergehen und im Winter legt sich der eisige Hauch wie ein Leichentuch über alles.
Doch wer länger als ein Jahr lebte der weiß auch. Selbst aus dem Allerkältesten allerlängsten Winter beginnt irgendwann ein zartes Blümchen im Frühling zu blühen.

Auch aus deinem eigenen Leben, seien es deine Nachkommen, sei es dein materrielles oder geistiges Erbe, erwächst irgendwann etwas neues, gleich dem Keimling der auf dem vermoderden Stamm wächst.

Ich weiß nicht was nachher mit deinem indivuellen Ich passiert. Ob irgendeine Religion Recht behält weiß man immer nachher.
Aber selbst wenn nicht.
Man lebt weiter in dem was man getan, indem was man ausgelöst hat.

Manche sagen, das Leben sei ein ewiger Kreislauf und so ist es auch.
Es endet niemals einfach so. Es beginnt alles immer wieder von vorne.

Ich finde deshalb sollte man sein eigenes Ich in einem größeren Zusammenhang sehen.
Es ist daher nicht nur sinnlos sondern auch vollkommen gegen die Natur ein ewiges indivuelles Leben anzustreben.
Ewiges Leben existiert. Seit anbeginn des Lebens war stets alles in einem Fluss und wird es bis ans Ende der Welt.

Desweiteren ist es auch beruhigend zu wissen dass es etwas gibt dass uns alle verbindet.
Niemand kann dem Tod entkommen.
Kein Reichtum, keine Macht, nichts und niemand.

Oder wie mir eine alte Frau auf dem Friedhof treffend sagte:

Ob arm ob reich, ob klug ob dumm
Das Leben bringt uns alle um


Das wars von mir

peace:)

dermatze
30-12-2008, 13:03
Gut heulen tue ich nicht, aber seit meine Cousine mit 18 an Leukämie gestorben ist mache ich mir darum auch genug Sorgen, dass es mich in schwächeren Momenten ernsthaft um den Schlaf bringt.
So stelle auch ich mir die Frage, ob das Bewusstsein weiterlebt, wenn es der Körper nicht mehr tut.

Rene Descartes sagte er könne sich alles mögliche vorstellen (selbst keinen Körper zu haben), außer nicht mehr zu denken, weil selbst das eine Art Gedanke sei. Er folgerte daraus sein berühmtes: Ich denke also bin ich.

Zu dem auf anderes konzentrieren bzw. nicht drüber nachdenken:
Ja, das klappt wohl leider nicht immer so ohne Probleme, und zuweilen empfindet man ein "sich ablenken" als ein beruhigt ins Wohnzimmer gucken, während die Küche brennt.
Trotzdem sollte man tunlichst schauen, dass sich solche Gedanken nicht zu sehr automatisieren. Dann wird das nämlich dumm. Ich persönlich trainiere dann, oder gehe laufen. Ach, laute Musik geht auch.
Aber Angst vorm Sterben habe ich nicht.

Blu-kay
30-12-2008, 13:05
Auch wenns leicht naiv und kindisch klingt, ich mach mir um dieses Thema keine Gedanken. Ist vllt das Beste, sowas einfach so gut es geht auszublenden. Dass es nicht immer geht und gehen kann ist klar aber solang man nicht gezwungen ist sich über sowas nen Kopp zu machen sollte man froh sein.
Einige meiner nächsten Verwandten sind auch schon an Krebs verstorben, zum Teil als ich noch recht klein war. Dadurch lernt man mit den Thema vielleicht auch etwas besser oder zumindest anders umzugehen.
Gedanken bringen ja eh nix, unsterblich machen sie dich nicht und sterben musst du schließlich trotzdem. Eigentlich sinnlose Worte die dir wahrscheinlich auch nicht weiter helfen wenn du dir gerade solche Gedanken machst aber in meinen Augen ist das einfach die optimale Möglichkeit damit umzugehen.
Ich stimme zu.Wir können nicht bestimmen, ob wir sterben oder nicht, nur wie.
Ein alter Freund sagte mal, wenn der Tod lächelt,ist das einzige was ein Mann tun kann, zurück zu lächeln.
(vllt kennt ihr den auch )

noppel
30-12-2008, 13:08
Ich stimme zu.Wir können nicht bestimmen, ob wir sterben oder nicht, nur wie.

die meisten konnten das nicht. sicher kann man sich mit krebs im endstadium noch ne packung valium einschieben, aber wenn der LKW mal wieder zu schnell um die kurve gefahren kommt, wird die auswahl an todesarten schon eng...

zum thema mal ein zitat aus ulks sig:

"Wisst ihr, dass Klagelieder vor dem Tod
Niemals ein Ende fänden, wenn sie nützten?" - Kreon

hatter recht. also warum drüber nachdenken, wenn es noch kein anzeichen für baldiges ableben gibt?

Da Mo
30-12-2008, 13:15
hatter recht. also warum drüber nachdenken, wenn es noch kein anzeichen für baldiges ableben gibt?

->



[...] aber wenn der LKW mal wieder zu schnell um die kurve gefahren kommt, wird die auswahl an todesarten schon eng...

;)
Es kann einen immer treffen ;)

Rebel till i die
30-12-2008, 13:17
die meisten konnten das nicht. sicher kann man sich mit krebs im endstadium noch ne packung valium einschieben, aber wenn der LKW mal wieder zu schnell um die kurve gefahren kommt, wird die auswahl an todesarten schon eng...


Ha der gefällt mir :), Humor ist wenn man trotzdem lacht :o

Iron-Man
30-12-2008, 13:20
Vor dem Tod muss man keine Angst haben, nur vor dem Sterben.

Ich find den Tod eher spannend und aufregend als das ich mich davor fürchten würde. Danach wird bestimmt irgendetwas sein wozu es unendlich viele verschiedene Meinungen gibt, und was aber eigentlich keiner wirklich wissen kann.

Es wird aber weitergehe, irgendwie. Man sollte davor keine Angst haben.

Genieße das Leben und fürchte dich nicht vor dem Tod.

Ich habe vor kurzem diese mehr als interessanten Artikel im Internet gefunden.
Sehr lesenswert:

Kann die Wissenschaft einen Brückenschlag zur Religion anbieten? Diese Frage haben sich bereits Generationen von Naturwissenschaftlern und Philosophen ergebnislos gestellt. Neueste Ergebnisse aus der modernen Quantenphysik lassen jedoch darauf schließen, dass menschliches Bewusstsein auch außerhalb des Körpers existiert, was wiederum ein Hinweis auf eine unsterbliche Seele ist. Führende Physiker sprechen von einem Paradigmenwechsel, der unser Weltbild bereits in den nächsten Jahren von Grund auf revolutionieren könnte.

„Du kannst nicht von Gott reden, weil Gott eigentlich das Ganze ist. Und wenn er das Ganze ist, dann schließt es Dich mit ein.“ Dieses Zitat stammt von keinem Theologen, sondern von dem Physiker Professor Dr. Hans-Peter Dürr, einem Schüler des Nobelpreisträgers Werner Heisenberg. Dürr, der langjähriger Direktor des Max-Planck-Instituts für Physik in München war, zieht heute Bilanz über die Ergebnisse der modernen Quantenphysik und die daraus resultierenden Konsequenzen für unser gesamtes Weltbild. „Was wir Diesseits nennen, ist im Grunde die Schlacke, die Materie, also das was greifbar ist. Das Jenseits ist alles Übrige, die umfassende Wirklichkeit, das viel Größere“, zeigt er sich überzeugt.

Die Basis für die atemberaubende These liefert das quantenphysikalische Phänomen der Verschränkung. Bereits Albert Einstein ist auf diesen seltsamen Effekt gestoßen, hat ihn aber als „spukhafte Fernwirkung“ später zu den Akten gelegt. Das Verschränkungsprinzip besagt Folgendes: Ändert ein Teilchen seinen Zustand, so erfolgt diese Änderung wie durch Geisterhand zum exakt gleichen Zeitpunkt auch bei dem anderen. Diese Verschränkung bleibt auch dann erhalten, wenn die wenn die Wechselwirkung weit in der Vergangenheit stattgefunden hat und die beiden Teilchen weit voneinander entfernt sind. Die moderne Wissenschaft geht seit kurzem davon aus, dass große Teile des Universums seit dem kosmischen Urknall vor 13.7 Milliarden miteinander verschränkt sind.

Das Gehirn als Welle

Diese fundamentale Eigenschaft des Universums hat wiederum dramatische Auswirkungen auf jedes einzelne Individuum. Das liegt daran, dass der menschliche Körper aus Organen, Zellen und Molekülen besteht, die ihrerseits von atomaren Teilchen gebildet werden. Da diese Teile auch Wellencharakter haben, lässt sich wiederum folgern, dass auch unser Gehirn über Welleneigenschaften verfügt. Dies führt zu der Schlussfolgerung, dass Teile der belebten und der unbelebten Welt miteinander verschränkt sind und auf subtile Weise miteinander kommunizieren.

Ein Physikerteam aus Genf unter der Leitung von Professor Nicolas Gisin hat im August 2008 erstmals die Geschwindigkeit des Informationsaustausches zweier miteinander verschränkter Teilchen messen können. In einer komplizierten Berechnung kamen sie zu dem Ergebnis, dass die Ausbreitungsgeschwindigkeit der spukhaften Fernwirkung mindestens 100.000mal größer sein muss als die Lichtgeschwindigkeit. Demnach scheint sich die Theorie zu bestätigen, dass die „wahre“ Ausbreitung der Information unendlich schnell – also simultan erfolgt.

Tief beeindruckt zeigte sich der englische Quantenphysiker Terence Graham Rudolph vom Londoner Imperial College. Die Nachricht aus Genf kommentierte er wie folgt: „Das Ergebnis zeigt, dass in der Quantenmechanik das in unserer Vorstellungskraft herrschende Raum-Zeit-Gefüge überschritten wird.“ Mit anderen Worten: Die Konsequenzen des Versuches könnten die Fugen unseres Weltbildes nicht minder dramatisch erschüttern, wie zur Zeit der kopernikanischen Wende. So wird bereits darüber spekuliert, dass das Verschränkungsprinzip der Quantenphysik eine Pionierbrücke zwischen der Wissenschaft und der Spiritualität schlagen könnte.

Zusammenbruch eines Paradigmas

Für den amerikanischen Physiker Jack Sarfatti ist die Quantenverschränkung der Beweis dafür, dass Geist und Seele den Körper überdauern können. Der 1939 in New York geborene Wissenschaftler hat sich auch als Autor von populären Werken über Quantenphysik und Bewusstsein einen Namen gemacht. Sarfatti ist davon überzeugt, dass das Paradigma, welches Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften trennt, in Kürze zusammenbrechen wird. „Nichts geschieht im menschlichen Bewusstsein, ohne dass irgendetwas im Universum darauf reagiert. Mit jedem Gedanken, jeder Handlung beschreiben wir nicht nur unsere eigene kleine Festplatte, sondern speichern auch etwas im Quantenuniversum ab, das unser irdisches Leben überdauert“, lautet sein Credo.

Sollten sich die Theorien der Quantenphysiker in weiteren Versuchen bestätigen, dann würden sich auch Naturwissenschaft und Religion fortan nicht mehr als Gegensätze gegenüberstehen. Vielmehr könnten sie sich komplementär ergänzen – geradewegs wie die zwei Seiten ein und derselben Münze.

Rebel till i die
30-12-2008, 13:26
Ich versuchs mal so.
Als kleines Kind am Strand hast du deine Sandburg gebaut, mit rießen freuden und viel Fantasie, du hast nie drüber nachgedacht das sie zerbricht wenn du weg bist. Wie das Leben. Warum habe ich Angst das meine Burg zerbricht bevor ich sie überhaupt erst fertig hab, wieso hab ich Angst zu sterben, wenn ich mein Leben noch nicht gelebt hab? Rein Statistisch gesehn hab ich noch ein paar Jahre, also warum aufregen! Woher kommt die Angst, weil man nicht weiß was danach kommt??

shuuz
30-12-2008, 13:31
Ich versuchs mal so.
Als kleines Kind am Strand hast du deine Sandburg gebaut, mit rießen freuden und viel Fantasie, du hast nie drüber nachgedacht das sie zerbricht wenn du weg bist. Wie das Leben. Warum habe ich Angst das meine Burg zerbricht bevor ich sie überhaupt erst fertig hab, wieso hab ich Angst zu sterben, wenn ich mein Leben noch nicht gelebt hab? Rein Statistisch gesehn hab ich noch ein paar Jahre, also warum aufregen! Woher kommt die Angst, weil man nicht weiß was danach kommt??

Als Kind hättest du draus gelernt und wärst einfach ein paar Meter vom Wasser weg gegangen und hättest dort deine neue Burg gebaut. Wieso machst du das mit dem Leben nicht genauso? Hab Spaß während du den Sand aufeinander schüttest und wenns nicht klappen sollte fängst du eben nochmal an und bist ein wenig schlauer.
Ich weiß auch nicht wirklich was ich von der Theorie halten soll, mMn wird das schon wieder ziemlich religiös und jeder Mensch sollte selbst wissen ob das das richtige für ihn ist.
Ich denke deine Angst ist einfach nur Verlustangst wie sie die meisten Menschen haben-Essen, Geld, Auto und am Ende eben auch das Leben könnte ihnen weggenommen werden.

Iron-Man
30-12-2008, 13:34
Woher kommt die Angst, weil man nicht weiß was danach kommt??

Das ist eine gute Frage.

Ich denke sie entspringt der gleichen Quelle, aus der auch die Angst vor der Dunkelheit entspringt, die wahrscheinlich jeder kennt aus der Zeit wo man noch klein war.

Es ist einfach die Angst vor dem Ungewissen. Nicht zu wissen was mit einem passiert. Genaus wie du nich weißt was in der Dunkelheit ist.

Dieses Gefühl verfliegt aber beim Älterwerden.

Es ist nur eine Frage der Perspektive. Wie gehst du mit der Ungewissheit um.
Es ist eine Frage deiner Einstellung gegenüber dem was nach dem Tod kommt, ob es nun nichts ist, oder alles.

Da Mo
30-12-2008, 13:48
...

Ich finde den Beitrag auch sehr interessant und eigentlich bestätigt er nur was jeder Mensch bereits im Gefühl hat wenn er unvoreingenommen an die Sache dran geht.

Aber ich fürchte dieser Artikel wird die Hardcore Atheisten und daraufhin die Gegenfraktion auf den Plan rufen, die dann den Thread kaputtmachen.

Von daher sollten wir vielleicht im Diesseitigen Bereich des todes bleiben.
auch wenn das schon eine schwammige Angelegenheit ist.

edit:
kannst du vielleicht die Quelle angeben wo du den Artikel her hast??

Rebel till i die
30-12-2008, 13:55
mMn wird das schon wieder ziemlich religiös und jeder Mensch sollte selbst wissen ob das das richtige für ihn ist.


Deswegen hab ich´s auch im Esoterikbereich gepostet und nicht im Off Topic:rolleyes:;)

noppel
30-12-2008, 13:58
Ich versuchs mal so.
Als kleines Kind am Strand hast du deine Sandburg gebaut, mit rießen freuden und viel Fantasie, du hast nie drüber nachgedacht das sie zerbricht wenn du weg bist. Wie das Leben. Warum habe ich Angst das meine Burg zerbricht bevor ich sie überhaupt erst fertig hab, wieso hab ich Angst zu sterben, wenn ich mein Leben noch nicht gelebt hab? Rein Statistisch gesehn hab ich noch ein paar Jahre, also warum aufregen! Woher kommt die Angst, weil man nicht weiß was danach kommt??

du weißt doch auch nicht, was du träumst, wen du abends einschläfst, oder was am nächsten tag passieren wird.

so gesehen ist die angst vor dem tod, die eigentlich die angst vor dem ungewissen ist, letztlich die angst vor dem leben.

Iron-Man
30-12-2008, 14:01
ne tut mir leid, ich hatte den Artikel vor ein paar wochen gefunden ( bei shortnews.de) und fand den so interessant, dass ich den sofort gespeichert hab.

Da die bei shortnews auch nur Sachen zusammentragen und da sehr viele Nachrichten am Tag reinkommen kann ich den besagten Artikel-link leider nicht mehr finden. Hab nur den gespeicherten Text und da ist auch kein Link bei.

Happy Umbarian
30-12-2008, 14:10
So stelle auch ich mir die Frage, ob das Bewusstsein weiterlebt, wenn es der Körper nicht mehr tut.

Hm, da finde ich kommt's drauf an wie man sich und sein Bewusstsein definiert. Bin ich was ich wahrnehme und damit dem Wandel unterworfen, oder der unwandelbare Punkt am Ende der Leitung, dort wo die Wahrnehmungen zusammen laufen?

Im Hinduismus (?) gibt es ein Bild in dem Krishna einen Streitwagen steuert, der von fünf Pferden gezogen wird, die jeweils einen der Sinne symbolisieren. Der Mensch, die Seele, oder das Bewusstsein (wie auch immer) befindet sich dabei im hinteren Teil des Wagens und muss hilflos mit ansehen, dass er keinen Einfluss auf die Richtung der Fahrt hat.

Interessanter Gedanken irgendwie.



Mehr auf den Tod bezogen, finde ich diesen irgendwo sinnvoll, weil er dem Leben einen gewissen Punkt gibt. Hm, das kann ich schlecht beschreiben und hört sich vielleicht etwas merkwürdig an, aber ich versuchs trotzdem:

Ich kenne jemanden der nach dem Verlust seiner Arbeit lethargisch am Bahngleis stand und nicht mehr wusste was er machen sollte. Und so wie er da stand dachte er darüber nach, wie es denn wohl wäre, wenn er sich einfach vor den Zug schmeißen würde.
Während die Bahn dann rauschend einfuhr, soll sich sein Leben so irrsinnig kurz angfühlt haben, dass seine ganzen Problemchen nur noch halb so schlimm waren. Er beschreibt's als einen melancholichen Moment, im Sinne geliebter Traurigkeit. Irgendwann geht alles vorbei, aber eben alles zu seiner Zeit.


Weiß nicht ob das so viel Sinn macht,
das Leben ist was subjektives.

Grüße!

Rebel till i die
30-12-2008, 14:11
du weißt doch auch nicht, was du träumst, wen du abends einschläfst, oder was am nächsten tag passieren wird.

so gesehen ist die angst vor dem tod, die eigentlich die angst vor dem ungewissen ist, letztlich die angst vor dem leben.

Ok hört sich ja irgendwie plausiebel an und wenn mein Leben scheiße wäre und ich so nen deprie Type wäre, würde ich dir Recht geben.
Aber mein Leben is Ok, hab keine Jobangst, ne gesunde Familie, läuft!
Der Tod hat so was entgültiges.
Was ich träume is vorbei wenn ich aufgestanden bin, und wann es passiert mit dem sterben, hinsichtlich was am nächsten Tag passiert, is mir auch schnuppe!
Der Tod an sich macht mit Angst! ob danach noch was is!
Somit haste Recht, geht richtung Religion.
So ne Frage kann man ja mal stellen in der besinnlichen Zeit :D

Sven K.
30-12-2008, 14:18
Ich habe auch keine Angst vor dem Tod. Nur vor dem Sterben.
Ich bin mittlerweile in einem Alter, in dem ich ziemlich viel erreicht haben.
Ich habe ne liebe Frau. Meine Firma läuft nicht ganz schlecht. Ich habe ne
wunderbare Tochter, die aus dem Gröbsten raus ist.
Also wegen mir könnte es morgen vorbei sein. Es würde mir nur um die
Schmerzen, die meine Angehörigen erleiden, leid tun. Da ich nicht weiß was
noch kommt kann ich auch nichts verpassen.


Meine 2 ct.

Robb
30-12-2008, 14:29
Mein Vater hatte am Sterbebett gesagt "Junge du brauchst keine Angst vor dem Tod haben. Es lohnt sich nicht."

noppel
30-12-2008, 14:29
Der Tod an sich macht mit Angst! ob danach noch was is!
Somit haste Recht, geht richtung Religion.
So ne Frage kann man ja mal stellen in der besinnlichen Zeit :D

ok... 3 mögliche szenarien:

-danach ist nix mehr

-danach kommt irgendn religiöses gedöns... himmel, wiedergeburt, nirvana oder was auch immer. allen gemein ist, dass es den guten menschen danach besser als zu lebzeiten ging :rolleyes:


warst du so ein schlechter mensch, dass du dich vor einem der szenarien fürchten müsstest?

-was ganz anderes

aber egal was danach kommt, es kann dir mal einfach nichts mehr passieren. was soll schon sein? nochmal sterben kannste nicht und alle anderen scheiß dinge, die es gibt sind letztlich nur gewöhnungssache... man hat ja auch die ewigkeit zeit, sich dran zu gewöhnen... :cool:

Robb
30-12-2008, 14:32
Du wirst Blumenerde. Und die wahrscheinlichkeit das Genetische Doppelgänger oder ähnliche Menschen auf der Welt herumlaufen ist gut.

dermatze
30-12-2008, 14:46
Hm, da finde ich kommt's drauf an wie man sich und sein Bewusstsein definiert. Bin ich was ich wahrnehme und damit dem Wandel unterworfen, oder der unwandelbare Punkt am Ende der Leitung, dort wo die Wahrnehmungen zusammen laufen?

Im Hinduismus (?) gibt es ein Bild in dem Krishna einen Streitwagen steuert, der von fünf Pferden gezogen wird, die jeweils einen der Sinne symbolisieren. Der Mensch, die Seele, oder das Bewusstsein (wie auch immer) befindet sich dabei im hinteren Teil des Wagens und muss hilflos mit ansehen, dass er keinen Einfluss auf die Richtung der Fahrt hat.

Interessanter Gedanken irgendwie.



Mehr auf den Tod bezogen, finde ich diesen irgendwo sinnvoll, weil er dem Leben einen gewissen Punkt gibt. Hm, das kann ich schlecht beschreiben und hört sich vielleicht etwas merkwürdig an, aber ich versuchs trotzdem:

Ich kenne jemanden der nach dem Verlust seiner Arbeit lethargisch am Bahngleis stand und nicht mehr wusste was er machen sollte. Und so wie er da stand dachte er darüber nach, wie es denn wohl wäre, wenn er sich einfach vor den Zug schmeißen würde.
Während die Bahn dann rauschend einfuhr, soll sich sein Leben so irrsinnig kurz angfühlt haben, dass seine ganzen Problemchen nur noch halb so schlimm waren. Er beschreibt's als einen melancholichen Moment, im Sinne geliebter Traurigkeit. Irgendwann geht alles vorbei, aber eben alles zu seiner Zeit.


Weiß nicht ob das so viel Sinn macht,
das Leben ist was subjektives.

Grüße!

Ich kenne das Bild. Anhand diesen Bildes wurden mir die Gunas erklärt. Ich teile die hinduistische Sichtweise nicht. Ich bin mal der Wagenlenker, manchmal auch die Person, hinter dem Lenker, die so voller Begeisterung den Mund verzieht.:rolleyes:
Es gibt eine ähnliche Sichtweise im Buddhismus, der so das Anhaften an den Sinnen umschreibt, also, der Mensch als Geisel der Sinne.
Beide Sichtweisen teile ich nicht uneingeschränkt, wobei ich das Ziel des Buddhismus darin sehe den Wagen komplett zu verlassen. Für mich undenkbar.

spassamleben
30-12-2008, 14:54
wenn ich sanft einschlafen würde wäre es mir wurscht ob es gleich passieren würde nur dat glück hat kaum jemand !
durch krankheiten langsam weg sterben und qualvoll im bett dahin vegetieren...nö davor habe ich angst !

nessuno
30-12-2008, 15:04
ppe!
Der Tod an sich macht mit Angst! ob danach noch was is!


denn arbeite mit dem gedanken und verdränge und überspule ihn lieber nicht so oft sonst kommt er halt immer wieder zu dir zurück. mit angst macht nicht der tod sondern nur der gedanke oder geist der sich bei dir manifestiert falls du wirklich damit ein problem haben solltest in deinem hier angegebenen alter. der satz von noppel: "so gesehen ist die angst vor dem tod, die eigentlich die angst vor dem ungewissen ist, letztlich die angst vor dem leben." wenn man sich denn vor augen hält und in sein bewußtsein integriert sind wir ganz gut gewappnet vor möglichen angst attacken. so schön ist das leben als existenz mensch doch auch nicht das es ein so beängstigt, wie was wer wird.... heißt nicht das ich nicht frei davon bin vom was wäre wenn?.(einer unserer häuptlingskonflikte) was wäre wenn ich morjen nichts mehr zu essen hätte... was wäre wenn...
ein buch ganz gut zum arbeiten für die thematik tod ist von jiddu krishnamurti über leben und sterben.:)

Happy Umbarian
30-12-2008, 15:05
Ich kenne das Bild. Anhand diesen Bildes wurden mir die Gunas erklärt. Ich teile die hinduistische Sichtweise nicht. Ich bin mal der Wagenlenker, manchmal auch die Person, hinter dem Lenker, die so voller Begeisterung den Mund verzieht.:rolleyes:
Es gibt eine ähnliche Sichtweise im Buddhismus, der so das Anhaften an den Sinnen umschreibt, also, der Mensch als Geisel der Sinne.
Beide Sichtweisen teile ich nicht uneingeschränkt, wobei ich das Ziel des Buddhismus darin sehe den Wagen komplett zu verlassen. Für mich undenkbar.

Wie meinst du das mit dem undenkbar? Weil man nicht will, oder weil man nicht kann?

dermatze
30-12-2008, 15:07
Aus momentaner Sicht nicht erstrebenswert. Ich lebe gerne.:)

Nymphaea Alba
30-12-2008, 15:17
Angst? Nein. Mag sich kurz vor dem Erlöschen meiner Existenz aber auch schlagartig ändern.

Es klingt lustig, aber ich habe durch die Figur "Death" aus Neil Gaimans Sandman-Reihe relativ früh einen höchst positiven Blick auf Tod bekommen. Dabei geht es mir weniger um eine, wohlgemerkt gut dargestellte, Comicfigur, als um das was sie verkörpert bzw. was einem die Geschichte hinter der Sandman-Reihe sagen will. Die Gedanken dazu haben mich relativ früh geprägt und sicherlich auch in einer Zeit, in der das Thema ohnehin eine größere Rolle gespielt hat.

Das andere ist, dass ich viel zu häufig mit Tod zu tun hatte. Beruflich wie privat. Ich kenne die Male, als mich fremdes Dahinscheiden fast in die moralische und gedanklich kaum einzugrenzende Verzweiflung trieb, und die Male, als Todesfälle im nahen Verwandten-/Bekanntenkreis mich kaum oder nur sehr wenig tangierten. Es ist zwar nach wie vor frappierend, in einem Moment noch mit jemanden gesprochen zu haben, im nächsten ist diese Möglichkeit endgültig passe...oder dass die Person dann noch minutenlang gleiche Gesichtsmimik und Körperwärme beibehält und man zuschauen kann, wie sich nach dem offiziellen Todeszeitpunkt das alles weiter verändert.. aber es beunruhigt mich in meiner eigenen Existenz nicht mehr. Ich kann es, als fremd- und eigenreflexives Wesen zwar nicht nachvollziehen und damit nicht wirklich vollständig in seiner Bedeutung begreifen, aber ich meine es ziemlich gut akzeptieren zu können.

Zu dir...vielleicht solltest du dir überlegen, was genau deine Angst vor dem Tod ist? Die Art des Sterbens, das nicht sein..?
Es gibt einen netten, lateinischen Text der übersetzt ungefähr folgendes bedeutet:

Folgende Vorschrift gebe ich dir: nicht vor der Zeit unglücklich zu sein, da jenes, vor dem du dich wie vor etwas Drohendem entsetzt, vielleicht niemals eintreten wird, bestimmt nicht eingetreten ist. Gewisse Dinge quälen uns mehr, als sie müssen, gewisse früher, als sie müssen, gewisse quälen uns, obwohl sie uns überhaupt nicht quälen müssen. Auch wenn es in Zukunft ein Übel geben wird, was bringt es dann, dem Schmerz entgegen zu eilen. Du wirst schnell genug leiden, wenn er gekommen ist. In der Zwischenzeit stell dir besseres in Aussicht. Welchen Gewinn wirst du dabei machen? Zeit. Auch Unglück hat Unbeständigkeit in sich: vielleicht wird es eintreten, vielleicht auch nicht; dazwischen gibt es nichts, stell dir einfach besseres vor!

In dem Sinne. :)

Happy Umbarian
30-12-2008, 15:20
Aus momentaner Sicht nicht erstrebenswert. Ich lebe gerne.:)

Ok, das macht Sinn. Der Gedanke ist mir nicht wirklich gekommen ;)

manu1979
30-12-2008, 15:42
Kurz ich habe Angst vorm sterben!
wie sieht´s mit euch aus?

ich nich, ich glaub an jesus: Joh 11,25 Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; 26und wer da lebet und glaubet an mich, der wird nimmermehr sterben:engel_3:

spreCo
30-12-2008, 15:53
Ich bin mit leben so beschäftigt das ich mir erst Gedanken mit dem sterben mache wenn's soweit is'.

Da Mo
30-12-2008, 16:03
ich nich, ich glaub an jesus: Joh 11,25 Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; 26und wer da lebet und glaubet an mich, der wird nimmermehr sterben:engel_3:

Schön dass es dir so leicht fällt.

Ich würde auch gerne fest an irgendwas glauben, aber ich habe immer diese Zweifel.

Rebel till i die
30-12-2008, 16:46
Ok, es gibt die Theorie, das meine Angst vor dem Tod meine Angst vor dem Leben ist?:gruebel:
Kann ich nicht bestätigen.
Wie einer meiner Vorredner.
Ich habe eine wunderbare Frau, ein gesundes Kind und ein zweites ist auf dem Weg, beruflich brauch ich keine Angst haben die Finanzkrise geht mir am A... vorbei, und gesund bin ich soweit ich weiß auch.
Meine Angst beruht sich auch nicht auf die Art wie ich sterbe, außer es ist so nen beschissenen Tod wie in Final Destination.
Ich finde das Leben schön, gerade deswegen hab ich Angst vorm Tod, das alles vorbei ist. Das ich alle die Dinge die ich gerne mache, auch die die ich nicht geren mache, nicht mehr machen kann.
Wie gesagt durch den Beitrag von gestern hab ich mir halt Gedanken gemacht und wollte mal hören wie ihr so drüber denkt.
Das es unvermeidlich ist war mir vorher schon bekannt und das keiner weiß was danach kommt auch und das meine Angst bleibt egal was geschrieben wird auch.
Der Tod ist halt ein unendliches Thema, wie der Tod an sich.
In der Hinsicht gefällt mir was in der 13te Krieger gesagt wird, als sie ihren toten verbrennen, irgendwie sowas wie ich werde zu meine Ahnen kehren ....
In dem Sinne

Colorpainter
30-12-2008, 17:26
Gedanken über den Tod oder das sterben mach ich mir eigentlich kaum.
Es erwischt jeden mal.
Allerdings kenne ich Leute die sich von schweren Krankheiten erholt haben und lebensfroh sind.
Eine Bekannte die eine Herzoperation hatte meinte mal das die Leute an ihrer Beerdigung sagen sollen : - sie hat ihr Leben genossen -.
Die lässt nichts aus, feiert was das Zeug hält, unternimmt viel, ist für jeden Spaß zu haben usw.
Man sollte sich sein Leben so gut und solange es geht schön machen und sich nicht darüber reinsteigern das man mal, oder wie man sterben muß. Ändern kann man eh nichts daran. Da ich an ein Leben nach dem Tod glaube würde es mich interessieren ob es im sogenannten Himmel jemanden gibt der einem sein ganzes Leben erklärt z.B. warum manche Sachen passiert sind für die man keine Erklärung gefunden hat. Oder wo solche Leute hinkommen die ihr ganzes Leben nichts anderes gemacht haben als andere hintenrum zu verkaufen und zu verteufeln.....Solche Leute werden oft steinalt....
Bis jetzt ist mein Leben zum Guten verlaufen da ich mich immer selber aus dem Dreck gezogen habe (Arbeit, Partnerschaft usw.).

Viele Grüße und einen guten Rutsch
Andreas

vakuum
30-12-2008, 18:00
ich möchte nur zu bedenken geben, dass man sich gewöhnlicherweise unter 'tod' eine leiche vorstellt und man sich selbst als 'dann mal auch so' denkt.

dabei passiert aber ein denkfehler!

die betrachtung einer leiche kann nur lebendig erfolgen, sagt also nichts über den 'tod' an sich aus!



viele grüsse

vakuum

Nymphaea Alba
30-12-2008, 18:14
ich möchte nur zu bedenken geben, dass man sich gewöhnlicherweise unter 'tod' eine leiche vorstellt und man sich selbst als 'dann mal auch so' denkt.

dabei passiert aber ein denkfehler!

die betrachtung einer leiche kann nur lebendig erfolgen, sagt also nichts über den 'tod' an sich aus!



viele grüsse

vakuum

Finde die Angst des TE aber auch etwas abstrakter als die Beschreibung von dir jetzt.

@rebel: Letztlich schade, Angst ist ein Energiefresser. Wenn es nicht so makaber wäre, würde ich sagen, dass du ne Weile ehrenamtlich beim Hospizdienst arbeiten könntest oder solltest....aber am Ende verstärkt das vielleicht sogar nur deine Furcht, wer weiß.

vakuum
30-12-2008, 18:17
ich habe aber gar keine angst, denn eine leiche zu werden ist nur ein glaube.
weiterzuleben freilich auch.

d.h. ich weiss nicht, was kommt.

aber das weiss ich 'hier' ja auch schon nicht.

wo ist also der wesentliche unterschied?


viele grüsse
vakuum

Da Mo
30-12-2008, 18:21
Finde die Angst des TE aber auch etwas abstrakter als die Beschreibung von dir jetzt.
Letztlich schade, Angst ist ein Energiefresser. Wenn es nicht so makaber wäre, würde ich sagen, dass du ne Weile ehrenamtlich beim Hospizdienst arbeiten könntest oder solltest....aber am Ende verstärkt das vielleicht sogar nur deine Furcht, wer weiß.

Chillen aufm Friedhof ist viel besser.

Da kann Mann noch ganz Kind sein, mit Löcher buddeln und allem drum und dran inclusive Probeliegen in 2 Meter Tiefe.
Mit dem richtigen Ganja durchaus spirituell fördernd. :D

edit: Wenn das meine vorgesetzen lesen würden:ups::ups::p

edit2: Und man fdinet beim Buddeln allerlei schöne Sachen ;)

Nymphaea Alba
30-12-2008, 18:22
ich habe aber gar keine angst, denn eine leiche zu werden ist nur ein glaube.
weiterzuleben freilich auch.

d.h. ich weiss nicht, was kommt.

aber das weiss ich 'hier' ja auch schon nicht.

wo ist also der wesentliche unterschied?


viele grüsse
vakuum

Der Rest meines Absatzes sollte dem TE gelten :o
Aber ich kann deine Haltung gut nachvollziehen. :)

Nymphaea Alba
30-12-2008, 18:24
Chillen aufm Friedhof ist viel besser.

Da kann Mann noch ganz Kind sein, mit Löcher buddeln und allem drum und dran inclusive Probeliegen in 2 Meter Tiefe.
Mit dem richtigen Ganja durchaus spirituell fördernd. :D

edit: Wenn das meine vorgesetzen lesen würden:ups::ups::p

edit2: Und man fdinet beim Buddeln allerlei schöne Sachen ;)

:D wie gut, dass ich mich verbrennen lasse. :p

Rebel till i die
30-12-2008, 18:24
Wenn es nicht so makaber wäre, würde ich sagen, dass du ne Weile ehrenamtlich beim Hospizdienst arbeiten könntest oder solltest....aber am Ende verstärkt das vielleicht sogar nur deine Furcht, wer weiß.

Ach ich war Zivi, in der Altenpflege (da sind in der ersten Woche direkt 3 gestorben) und hatte nachher ne Wachkomapatienten :o
hab also schon ein kleinens bißchen Erfahrung.

Da Mo
30-12-2008, 18:29
:D wie gut, dass ich mich verbrennen lasse. :p

Ich weiß aus erster Hand das die Asche nachher nach, Goldzähnen, Protesen, Künstlichen Gelenken, und Piercings abgesucht wird.

Also je nach Materialwert bringst du mir ein schönes Sümmchen ein ;)

noppel
30-12-2008, 18:30
:D wie gut, dass ich mich verbrennen lasse. :p

wie gut, dass goldzähne so nen hohen schmelzpunkt haben :p

Colorpainter
30-12-2008, 18:30
Mein ehemaliger Arbeitgeber meinte mal er lässt sich plastinieren (hoffe das ist richtig geschrieben).
Ich meinte dann das wir ihn an die Eingangstüre der Firma stellen könnten, da bekommt er seinen Kittel an, wird einmal die Woche abgestaubt und gut ist es.
:D:D

Nymphaea Alba
30-12-2008, 18:31
Ach ich war Zivi, in der Altenpflege (da sind in der ersten Woche direkt 3 gestorben) und hatte nachher ne Wachkomapatienten :o
hab also schon ein kleinens bißchen Erfahrung.

Die spreche ich dir auch nicht grundsätzlich ab. :o Der Gedanke war, dass eine direkte /gezielte Betreuung von Sterbenden etwas anderes ist, als als Zivi unfreiwillig in den Versorgungsprozess evtl. Präfinaler miteingebunden zu werden. Rum wie num, eigentlich besser man hat nicht unbedingt sowohl mit dem einen als auch dem anderen zu tun.

Da Mo
30-12-2008, 18:37
Die spreche ich dir auch nicht grundsätzlich ab. :o Der Gedanke war, dass eine direkte /gezielte Betreuung von Sterbenden etwas anderes ist, als als Zivi unfreiwillig in den Versorgungsprozess evtl. Präfinaler miteingebunden zu werden. Rum wie num, eigentlich besser man hat nicht unbedingt sowohl mit dem einen als auch dem anderen zu tun.

Nee ist schonmal gut soetwas aus erster Hand mitzuerleben.

Heutzutage wird der Tod ja mehr und mehr tabuisiert. Die Menschen wissen gar nicht mehr, was das bedeutet, sterben und Tod.
Dieser eigentlich sooo natürliche Prozess wird derart entfernt dass die Menschen, wenn es sie denn dann doch mal im Familien/Bekanntenkreis trifft, oft gar nicht mehr vernünftig damit umgehen können.

Wohlgemerkt oft und nicht immer.

manu1979
30-12-2008, 18:51
Schön dass es dir so leicht fällt.

Ich würde auch gerne fest an irgendwas glauben, aber ich habe immer diese Zweifel.

zweifel sind im grunde auch ein bestandteil des glaubens, wenn nicht sogar eine seiner grundmauern. es geht ja darum, an etwas zu glauben, das man berechtigterweise anzweifeln kann, und das man nicht beweisen kann. wäre es unzweifelhaft oder beweisbar, gäbs den glauben für 1.99 bei aldi in vier geschmacksrichtungen. da er aber zweifelhaft ist, wird der weg des glaubens schwer.

ich musste erst durch sehr schwere zeiten gehen (auch nah am tod vorbei), bis mein glaube den heutigen zustand erreicht hat, an dem ich tatsächlich überhaupt keine angst mehr vor dem tod verspüre.

Iron-Man
30-12-2008, 18:58
Das es unvermeidlich ist war mir vorher schon bekannt und das keiner weiß was danach kommt auch und das meine Angst bleibt egal was geschrieben wird auch.


Ich denke die Angst wird irgendwann weichen. Wenn man sich eine Zeit lang mit dem Thema auseinandergesetzt hat, dann fängt man an den Tod und das was eventuell danach kommen könnte aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten.

noppel
30-12-2008, 19:03
Dieser eigentlich sooo natürliche Prozess wird derart entfernt dass die Menschen, wenn es sie denn dann doch mal im Familien/Bekanntenkreis trifft, oft gar nicht mehr vernünftig damit umgehen können.

Wohlgemerkt oft und nicht immer.

zustimmung. wobei es eigentlich ne feine sache ist, nicht jeden tag mit dem Sterben konfrontiert zu sein.

justizia
30-12-2008, 19:05
Ich denke die Angst wird irgendwann weichen. Wenn man sich eine Zeit lang mit dem Thema auseinandergesetzt hat, dann fängt man an den Tod und das was eventuell danach kommen könnte aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten.

Nicht nur die Zeit lenkt die Gedanken in eine völlig neue Bahn, nein auch der bereits erlebte Nahtod. Ich hatte bis zum Jahr 2000 panische Angst vor dem Sterben, wenn ich daran dachte, bekam ich Herzrasen, weil sich auf meine Fragen keine Antworten fanden.

November 2000 jedoch erlebte ich den Nahtod nach der Geburt meines zweiten Sohnes. 12 Stunden lag ich im OP, kämpften die Ärzte um mein Leben. Zu Beginn erlebte ich es noch mit, aufgrund immensen Blutverlustes jedoch glitt ich in die Bewußtlosigkeit.

Ich ging in dieses berühmte helle Licht, das ist aber nicht alles, was mich dort erwartete. Es war hell, leise, alles im Zeitlupentempo und wie aus Watte. Dieses Erlebnis gab meinem Leben eine Kehrtwendung. Ich bin dankbar dafür aber auch dankbar, dass ich noch leben darf.

Seither habe ich keinerlei Angst mehr vorm Sterben, höchstens vor dem Vorgang selbst (ob mit Qual oder ganz schnell).

Da Mo
30-12-2008, 19:06
zustimmung. wobei es eigentlich ne feine sache ist, nicht jeden tag mit dem Sterben konfrontiert zu sein.

Hihi irgendwann wirds einem egal, dann ist das einzig negative was man am tod sieht die Überstunden.:D

...Darum sag ichs nochmal... lasst euch verbrennen!!!

noppel
30-12-2008, 19:07
musst du die urne etwa nicht 2m tief einbuddeln?

vakuum
30-12-2008, 19:08
halli justizia,


toll, dass du dein erlebnis hier postest!

ich weiss ja nicht, was da ist (im nahtod), nehme aber mal die aussagen solcher menschen ernsthaft zur kenntnis.

hat dir dein erlebnis die identifikation mit dem körper 'gelockert' oder was wurde sonst 'anders'?


viele grüsse

vakuum

Da Mo
30-12-2008, 19:14
musst du die urne etwa nicht 2m tief einbuddeln?

Ne Mann, Scheisse da macht man mitm Spaten n 60 cm Loch und gut ist.

Halbe Stunde Arbeit. :D

verstreuen wäre natürlich noch geiler, aber dann könnte man Friedhöfe eh abreißen :p

justizia
30-12-2008, 19:22
halli justizia,


toll, dass du dein erlebnis hier postest!

ich weiss ja nicht, was da ist (im nahtod), nehme aber mal die aussagen solcher menschen ernsthaft zur kenntnis.

hat dir dein erlebnis die identifikation mit dem körper 'gelockert' oder was wurde sonst 'anders'?


viele grüsse

vakuum

@vakuum, Nahtod heißt, das man den Sterbevorgang erlebt, jedoch wieder zurückgeholt werden kann. Es gibt doch auch diese Aussage, dass im Todesvorgang das Leben noch einmal an einem vorüberzieht. Jenes stimmt.

Manche sehen sich "von oben" oder schon Verstorbene, das war bei mir wiederum nicht. Also zeigt es, dass jeder Sterbende anders "geht", gehen darf oder aber auch wieder ins Leben zurückgeholt werden kann.

Ich weiß nun, dass beim Sterben ein Punkt erreicht wird, an dem man keine Schmerzen mehr hat, an dem man losläßt. Als ich über vier Stunden das viele Blut verlor, hatte ich nicht nur Angst und Schmerzen, nein ich war auch stinke wütend, warum die Ärzte noch mit diesen blöden Akupunkturnadeln herumwurschtelten, anstatt mich in den OP zu schieben. Die OP Fahrt selbst bekam ich nimmer mit, weil ich immer schwächer wurde, mir die Kraft zur Beschwerde fehlte, die Schmerzen wichen bis hin zur Ohnmacht. Alles was danach geschah, wurde mir von meiner Hebamme zwei Tage später erzählt.

Ich möchte so gern allen, die Angst haben, diese nehmen. Gelingt nur nicht immer, Bestätigung erfahre ich meist nur von selbst Betroffenen.

Des weiteren finde ich das Leben hier auf Erden dolle anstrengender als "da oben". Dennoch möchte ich solange es geht, auf dieser Erde weilen. (muss mir ja noch Feinde schaffen:))

vakuum
30-12-2008, 19:27
danke für deine antwort

und alles gute 'hier', so gut das geht ;-)

vakuum

Phönix 86
30-12-2008, 19:34
Ich finde das Bewusstsein das man sterben muss birgt eine große Chance in sich. Nämlich die Chance das man sein Leben auch wirklich lebt.Es sollte weniger dazu führen das man Angst vorm sterben entwickelt , als vielmehr dazu das beste aus seinem Leben zu machen und glücklich zu werden.
Es geht nun mal nicht ewig daher kein Stress sonder strebe nach Zufriedenheit.

Meine Meinung ^^

Nymphaea Alba
30-12-2008, 20:33
Nee ist schonmal gut soetwas aus erster Hand mitzuerleben.

"Gut" je nachdem was du für dich selbst erreichen willst. Erfahrung, besseres Verständnis der Dinge, usw. usf. (Prioritätenüberordnung)


Heutzutage wird der Tod ja mehr und mehr tabuisiert. Die Menschen wissen gar nicht mehr, was das bedeutet, sterben und Tod.
Dieser eigentlich sooo natürliche Prozess wird derart entfernt dass die Menschen, wenn es sie denn dann doch mal im Familien/Bekanntenkreis trifft, oft gar nicht mehr vernünftig damit umgehen können.

Wohlgemerkt oft und nicht immer.

So habe ich das bisher auch erlebt. Aber pauschal zu sagen, dass jeder seine nahen Erfahrungen mit dem Tod sammeln oder sich tatsächlich damit auseinandersetzen sollte, finde ich auch nicht richtig. Es gibt Menschen, die das nicht können (sowohl auf kognitiver als auch emotionaler Ebene) und bei denen v.a.D. aber auch nicht die Notwendigkeit dazu besteht. Ihr Leben ist dadurch in kaum einer Weise beeinflusst. Bei manchen entsteht eben erst durch Auseinandersetzung eine Negativbeeinflussung. Wie man eben auch nicht jeden zur Selbsterkenntnis o.ä. zwingen sollte oder zwingen wollen sollte. ;)

Robb
30-12-2008, 20:55
Ich möchte so gern allen, die Angst haben, diese nehmen. Gelingt nur nicht immer, Bestätigung erfahre ich meist nur von selbst Betroffenen.

Dennoch möchte ich solange es geht, auf dieser Erde weilen. (muss mir ja noch Feinde schaffen:))



Nette Ansicht. Ohne Feinde wär es auch langweilig.;)

blauvogel
30-12-2008, 21:00
hi rebel,


....
Ich finde das Leben schön, gerade deswegen hab ich Angst vorm Tod, das alles vorbei ist. Das ich alle die Dinge die ich gerne mache, auch die die ich nicht geren mache, nicht mehr machen kann.


diese gefühl kenne ich - dabei ist es bei mir nicht mal so "idyllisch" wie bei dir.

genau das war meine angst, als ich einen positiven krebsbefund erhielt (der nach einem schlimmen wochenende und einer 2. histologie dann als "gerade mal noch gutartig" eingestuft wurde).


ich war überrascht über meine panik, weil ich mich von klein auf mit dem thema tod gedanklich beschäftigte und dachte, ich würde damit cooler umgehen.

ich war 6 jahre alt, als ich fast gestorben wäre. ich habe diese situation noch 30 jahre später in sehr klarer erinnerung, die auch meine denkweise sehr geprägt hatte.
selbst mit über 20 war ich überzeugt, dass das sterben letztendlich immer ein erstickungstod bedeuten muss. das fand ich grausam und hat mich unglaublich beängstigt.

irgendwann kam ich drauf, dass dem wohl nicht so ist :)

vor zig jahren beschäftigte sich ein "die zeit" - artikel mit beobachtungen von leuten, die oft miterleben wie menschen sterben.

ein abschnitt hat sich mir eingeprägt, in dem beschrieben wurde, dass sich viele beim sterben aufrichten und gehen wollen - also der situation entfliehen möchten. das geht in dem fall dann eben nicht.

das ist etwas, dass ich nicht erleben möchte. deshalb finde ich es auch gut, dass man sich mit dem sterben auseinandersetzt.

eine ärztin erzählte mir mal, dass sie einer sehr alten schwerkranken frau mitgeteilt hat, dass sie nicht mehr viel zeit hätte und diese zeit nutzen soll für das was ihr wichtig ist.
sie musste ihr das auch sagen, um ihr einverständnis zu bekommen für massnahmen, die den zu erwartenden sehr qualvollen tod erträglich zu machen.

diese kranke frau regte sich auf und beschwerte sich bei ihrem vorgesetzten über ihr verhalten.

das ist etwas, was ich mir eigentlich auch nicht wünsche für mich.

diesselbe ärztin erzählte mir, dass sie beobachtet hat, dass alle menschen eine art todeskampf erleben. manche wochen oder monate vorher.
das sind dann aber diejenigen, die einen relativ leichtes sterben erleben.

schlimm ist sei für diejenigen, die sich erst in den letzten minuten zwangsläufig damit auseinandersetzen.


über die weihnachtsfeiertage habe ich ein buch von einem japanischen autor durchgelesen, der sich anscheinend auch einige gedanken übers sterben macht.
das buch ist schon ein roman, aber das thema ist der tod.

es ist kein düsteres buch - eher nüchtern, was irgendwie alles so normal erscheinen lässt.

falls es dich interessiert : "der weisse buddha" von hitonari tsuji
(es geht nicht um religion :) - der buddha ist kulturbedingt)


ich habe jetzt nur mal meine gedanken aufgelistet, die vielleicht etwas chaotisch wirken.
aber eine atwort habe ich nicht.

gruss
blauvogel

bluemonkey
30-12-2008, 21:29
nizieren.

Ein Physikerteam aus Genf unter der Leitung von Professor Nicolas Gisin hat im August 2008 erstmals die Geschwindigkeit des Informationsaustausches zweier miteinander verschränkter Teilchen messen können. In einer komplizierten Berechnung kamen sie zu dem Ergebnis, dass die Ausbreitungsgeschwindigkeit der spukhaften Fernwirkung mindestens 100.000mal größer sein muss als die Lichtgeschwindigkeit. Demnach scheint sich die Theorie zu bestätigen, dass die „wahre“ Ausbreitung der Information unendlich schnell – also simultan erfolgt.


Da würde mich doch ein Link auf die entsprechende Arbeit interessieren.

Ich hab noch keine seriöse Quelle gehört, dass jemand eine Informationsübertragung schneller als Lichtgeschwindigkeit gemessen hätte.
Die "spukhafte Fernwirkung" zwischen zwei verschränkten Teilchen eignet sich nicht zur (überlichtschnellen) Informationsübertragung.

Iron-Man
30-12-2008, 22:04
Da würde mich doch ein Link auf die entsprechende Arbeit interessieren.




Wie ich schon erwähnt habe, befindet sich der Link zu dem Originalartikel leider nicht in meinem Besitz und dazu, ob das worauf du dich beziehst machbar ist oder nicht kann ich leider nicht viel sagen, sorry.

dermatze
30-12-2008, 22:23
@link:
klingt zumindest verdächtig nach "what the bleep do we know".

noppel
30-12-2008, 22:37
Da würde mich doch ein Link auf die entsprechende Arbeit interessieren.


googeln?

ich bin mal so frei:
http://www.news4press.com/Paradigmenwechsel-in-der-Physik_416811.html
Echo Online - 100 000-mal flinker als das Licht (http://www.echo-online.de/treffpunkt/template_detail.php3?id=648021)

bluemonkey
31-12-2008, 08:32
Wie ich schon erwähnt habe, befindet sich der Link zu dem Originalartikel leider nicht in meinem Besitz und dazu, ob das worauf du dich beziehst machbar ist oder nicht kann ich leider nicht viel sagen, sorry.

Hab's gefunden:

http://www.gap-optique.unige.ch/Publications/PDF/SalartBellNature.pdf


In both of these analyses we
termed the hypothetical supra-luminal influence, the speed of quantum information, to stress that it is not a classi-cal signaling.
We shall keep this terminology, but we liketo emphasize that this is only the speed of a hypothetical
influence and that our result casts very serious doubts on its existence.
Still, it is useful to give names to the objects under study, even when their existence is hypothetical.

Es handelt sich also um die Geschwindigkeit der Beeinflussung der Quantenzustände untereinander, um die Übertragung von "Quanteninformation", nicht um die Übertragung von klassischer Information.

Wenn man zwei Münzen hat, die nach einem Wurf jede entweder Kopf oder Zahl zeigen, kann man sagen, dass, solange man nicht guckt (misst), beide Münzen im unentschlossenen Kopf-oder-Zahl-Zustand sind.
Wenn ich gucke, dann wird aus dem Kopf-oder-Zahl-Zustand entweder Kopf oder Zahl.
Sind die Münzen verschränkt, dann würde eine Messung an Münze A mit dem Ergebnis Kopf beispielsweise dazu führen, dass ich an Münze B nur noch das Ergebnis Zahl messen kann, egal wie weit die Münzen voneinander entfernt sind.
Umgekehrt würde eine Messung (gucken) an Münze B dazu führen, dass das Messergebnis an Münze A festgelegt ist.
Wenn Münze A auf der Erde ist und Münze B auf dem Jupiter, dann würde sich dieser Einfluss von A auf B oder umgekehrt sehr schnell, eventuell unendlich schnell in Bezug auf Geschwindigkeit im Raum auswirken.

Leider kann ich nun aber nicht bestimmen, was bei der Messung rauskommt.:(

Wenn jemand auf der Erde auf Münze A guckt, dann sieht er in 50% der Fälle Zahl und in 50% der Fälle Kopf.
Das heißt, derjenige, der auf dem Jupiter, nachdem jemand auf der Erde auf Münze A geguckt hat, auf die verschränkte Münze B guckt sieht in 50% der Fälle Kopf und in 50 % der Fälle Zahl, abhängig davon, was A gesehen (gemessen hat).
Wenn man auf der Erde nicht auf die Münze A geguckt hat, dann sieht man auf dem Jupiter ebenfalls in 50% der Fälle Kopf und in 50% der Fälle Zahl.
Es ist für die Wahrscheinlichkeit des Messergebnisses (und damit in Quantensystemen für das Messergebnis) unerheblich, ob man auf der Erde auf die Münze geguckt hat oder nicht, d.h. ob die Quanteninformation geflossen ist, oder nicht.

Edit: Nun könnte man sagen, dass doch die Information, was denn die Messung an Münze A ergeben hat, übertragen wurde.

Dazu folgendes Modell:

A und B sind auf zwei Planeten, zwei Lichtjahre auseinander.
Auf halben Weg zwischen A und B befindet sich ein Stern, der explodiert.
Ein Jahr später sieht B den Stern explodieren und weiß sofort, dass auch A den Stern gerade explodieren sieht, obwohl Informationen von A zu B 2 Jahre unterwegs wären.
Falls A inzwischen gestorben ist, oder gerade nicht guckt, hat sich B geirrt.

Genauso gibt es keine Möglichkeit, auf dem Jupiter festzustellen, ob man auf der Erde tatsächlich auf die Münze geguckt hat oder nicht, außer auf klassischem Weg der Informationsübertragung.

bluemonkey
31-12-2008, 08:56
googeln?


hättest Du vor 20 Jahren gesagt:

"Bibliothek?" ?

Wird es in Zukunft nur noch einen einzigen universellen Quellenverweis geben?: Google ist dein Freund - (http://www.gidf.de/) :rolleyes:

aber danke für die Links:)

Rebel till i die
31-12-2008, 10:58
hi rebel
.....
gruss
blauvogel

Danke, pass auf dich auf :o

@ Justizia, heftige Geschichte, hoffe (ersetzt den Glauben) du hast Recht.

Brezlmeier
31-12-2008, 11:10
Ein alter Freund sagte mal, wenn der Tod lächelt,ist das einzige was ein Mann tun kann, zurück zu lächeln.
(vllt kennt ihr den auch )

der is aus dem film gladiator

ich finde man sollte keine angst vor dem tod haben, da wir wiegesagt alle irgendwann früher oder später sterben.

also glücklich und lange leben und sich deswegen keine sorgen machen

Rebel till i die
31-12-2008, 11:39
der is aus dem film gladiator

ich finde man sollte keine angst vor dem tod haben, da wir wiegesagt alle irgendwann früher oder später sterben.

also glücklich und lange leben und sich deswegen keine sorgen machen

Stimmt deine Altersangabe?
Wenn ja "Gladiator" is erst ab 16 :p

Primo
31-12-2008, 11:41
Was haltet ihr von dieser weisse Tunnel Geschichte ? Viel deuten dies als einen Übergang ins Jenseits oder in eine andere Welt oder eine andere Bewusstsseinsform.

Ich bin der Meinung das diese Illusion/Halluzination durch bestimmte körpereigene Hormone hervorgerufen wird , die quasi zum Zeitpunkt des Todes oder kurz davor ausgeschüttet werden.

Gruss

Rebel till i die
31-12-2008, 11:49
ich kann mir vorstellen das das irgendeine Reaktion des Körpers ist und nichts mit Gott und in den Himmel fahren zu tun hat.
Ich würde mich aber auch sehr gerne irren :D

Da Mo
31-12-2008, 11:58
Was haltet ihr von dieser weisse Tunnel Geschichte ? Viel deuten dies als einen Übergang ins Jenseits oder in eine andere Welt oder eine andere Bewusstsseinsform.

Ich bin der Meinung das diese Illusion/Halluzination durch bestimmte körpereigene Hormone hervorgerufen wird , die quasi zum Zeitpunkt des Todes oder kurz davor ausgeschüttet werden.

Gruss

Und warum sollte der Organismus der auf pure Effiezienz getrimmt ist, zum Zeitpunkt des Todes, de facto also wenn es sowieso keinen Sinn mehr hat, noch Hormone ausschütten die so eine Halluzination hervorrufen??

Ginger
31-12-2008, 12:18
Und warum sollte der Organismus der auf pure Effiezienz getrimmt ist, zum Zeitpunkt des Todes, de facto also wenn es sowieso keinen Sinn mehr hat, noch Hormone ausschütten die so eine Halluzination hervorrufen??

Genau das habe ich mich auch immer gefragt. Wäre doch pure Energieverschwendung.

Selber mache ich mir übers Sterben keine Gedanken. Das Leben ist anstrengend genug, da muss ich nicht auch noch über den Tod nachdenken. Zudem weiss sowieso keiner, was danach kommt, welchen Sinn hätte es also?

Ich kann aber nicht glauben, dass ich Angst davor haben sollte. Der Tod ist so natürlich wie das Leben, also kann es so schlimm nicht sein. Ausserdem habe ich immer angenommen, dass ich dann die Leute wieder sehe, die ich hier gekannt habe. Das habe ich getan, seitdem ich ein kleines Kind war. Ich freue mich schon auf meine kleine Schwester, es gibt viel zu erzählen, oder vielleicht weiss sie es schon?

dirkdeus
31-12-2008, 12:29
Ich habe mir da nie Gedanken drüber gemacht! Bis unser erstes Kind da war! Da sieht man einiges anders.

Ich werde, falls mir etwas passiert, versuchen so zäh zu sein wie es nur geht, weil ich mir immer denke ich darf Frau und Tochter nicht alleine lassen!!

Ich kann mich nicht mit dem Gedanken anfreunden nicht zu sehen was aus unserer Tochter mal wird, wie sie aussieht, etc....

Klingt krank, aber vorher habe ich da nie einen Gedanken drann verschwendet.

Ich hatte immer so eine kleine Karte in meiner Geldbörse. Da stand ein toller Satz drauf:

"Meinen eigenen Tod bin ich nicht bang,
nur den Tod derer, die mir nah sind,
denn wie soll ich leben wenn sie nicht mehr da sind."


Ich bin einiges Umsichtiger geworden. Sei es beim Autofahren oder in der Garage beim Basteln.


Guten Rutsch.
Dirk

blauvogel
31-12-2008, 12:35
Was haltet ihr von dieser weisse Tunnel Geschichte ? Viel deuten dies als einen Übergang ins Jenseits oder in eine andere Welt oder eine andere Bewusstsseinsform.


ich habe mal gelesen oder gehört, dass die wahrnehmung von hellem licht beim sterben, auf reaktionen des gehirns zurückzuführen ist.
das werden nochmal jede menge (die letzten ?!) el. impulse im gehirn "geschossen".

für den "tunnel" gab es eine vergleichbare erklärung.

ich kenne die quellen nicht mehr

- vielleicht finde ich ja ähnliches im netz

gruss
blauvogel

noppel
31-12-2008, 12:41
Was haltet ihr von dieser weisse Tunnel Geschichte ? Viel deuten dies als einen Übergang ins Jenseits oder in eine andere Welt oder eine andere Bewusstsseinsform.

Ich bin der Meinung das diese Illusion/Halluzination durch bestimmte körpereigene Hormone hervorgerufen wird , die quasi zum Zeitpunkt des Todes oder kurz davor ausgeschüttet werden.

Gruss


bei leichter blutunterversorgung des hirns sieht man 'fliegen' die garnicht da sind, bei schwerer unterversorgung schränkt sich das sichtfeld ein, man verliert die farbwahrnehmung und es kommt zum 'tunnelblick'

kannste auch für nen kurzen moment provozieren, indem du heiß badest und plötzlich aufspringst oder in der saune schnell aufstehst.
ich wurde noch nie ausgechoked, aber der effekt müsste dabei auch auftreten.

sie war am verbluten. was ist also zu erwarten?

es gibt btw auch den gegenteiligen effekt: redout (http://de.wikipedia.org/wiki/Redout)

markus87
31-12-2008, 14:05
Hallo zusammen,
gestern Abend im TV hab ich den Jahresrückblick 08 gesehn.
Schon komisch was so alles in einem Jahr passiert und man denkt, was das war dieses Jahr, so schnellliebig die Zeit.
Na ja und gegen Ende kam dann auch wieder wer so alles gestorben ist diese Jahr. Und da kam dieses Gefühl, diese nackte Angst die einem durch den Körper fließt, das Bewußtsein das man vergänglich ist, eines tages macht man die Augen zu und nie wieder auf. Ich habe große Angst vor dem Moment, es war mal soweit das ich abend´s im Bett lag darüber nachgedacht hab und einen Heulkrampf bekommen hab (jetzt bitte nicht lachen :o).
Dazu muß ich sagen das ich vor ein paar jahren meinen Bruder verloren habe, mit 36 an Herzinfakt, und ich mich auch freue ihn eines tages wieder zu sehn, jedoch hab ich auch Familie die ich dann zurück lasse.
Kurz ich habe Angst vorm sterben!
wie sieht´s mit euch aus?

Gruß
(trauriger) Rebel

Ich glaube dass da jeder drüber nachdenkt. Ich persönlich habe keine Angst vorm Tod. Habe auch schon einen Autounfall gehabt wo es schnell vorbei sein hätte können (130km/h, 7x überschlagen). Dabei ist weder das Leben an mir vorbeigezogen, noch hatte ich Angst oder sonst was, aber es hat mich dazu veranlasst über den Tod nachzudenken. Du kannst sowieso nichts dagegen machen, nur hoffen dass es schnell geht und du nicht lange im Krankenhaus liegst oder so. Mein Großvater ist mit 83 Jahren gestorben. 3 Wochen bevor er starb ist er noch radgefahren. Dann ist er 2 Wochen im Krankenhaus gelegen. Er hat mich echt beeindruckt weil er keine Angst vorm sterben hatte. Er hat nur gesagt dass er ein schönes Leben hatte und wir uns keine Sorgen machen sollen. Jeder muss mal sterben, wichtig ist nur wie er gelebt hat und wie die Leute sich an ihn erinnern.

meridian9
31-12-2008, 17:16
Ich glaube dass da jeder drüber nachdenkt. Ich persönlich habe keine Angst vorm Tod. Habe auch schon einen Autounfall gehabt wo es schnell vorbei sein hätte können (130km/h, 7x überschlagen). Dabei ist weder das Leben an mir vorbeigezogen, noch hatte ich Angst oder sonst was, aber es hat mich dazu veranlasst über den Tod nachzudenken. Du kannst sowieso nichts dagegen machen, nur hoffen dass es schnell geht und du nicht lange im Krankenhaus liegst oder so. Mein Großvater ist mit 83 Jahren gestorben. 3 Wochen bevor er starb ist er noch radgefahren. Dann ist er 2 Wochen im Krankenhaus gelegen. Er hat mich echt beeindruckt weil er keine Angst vorm sterben hatte. Er hat nur gesagt dass er ein schönes Leben hatte und wir uns keine Sorgen machen sollen. Jeder muss mal sterben, wichtig ist nur wie er gelebt hat und wie die Leute sich an ihn erinnern.

Gut geschrieben, Respekt vor Deinem Großvater.

Die "Licht am Ende des Tunnels Geschichte" + wohliges Warmgefühl ist wohl die klassische Fehlinterpretation der ersten bewussten Gefühle beim Aufwachen...

Tunnelblick, das Licht der OP-Lampe, die wohlige Wärme kommt von den, auf Körperthemperatur gewärmten Infusionen die man reingepresst bekommt...
Das wurde alles schon analysiert :kaffeetri
(Wer jetzt nach Quellen fragt, darf selber googlen...)

Da Mo
31-12-2008, 17:38
Gut geschrieben, Respekt vor Deinem Großvater.

Die "Licht am Ende des Tunnels Geschichte" + wohliges Warmgefühl ist wohl die klassische Fehlinterpretation der ersten bewussten Gefühle beim Aufwachen...

Tunnelblick, das Licht der OP-Lampe, die wohlige Wärme kommt von den, auf Körperthemperatur gewärmten Infusionen die man reingepresst bekommt...
Das wurde alles schon analysiert :kaffeetri
(Wer jetzt nach Quellen fragt, darf selber googlen...)

Nahtod ist nicht nur für OPs vorenthalten.

meridian9
31-12-2008, 17:45
Nahtod ist nicht nur für OPs vorenthalten.

Na, von mir aus auch die Reanimation im RTW oder auf der Strasse, kommt aber letztendlich das Gleiche bei raus - aber komisch, meistens sind es die Leute die auf dem Tisch lagen... :rolleyes:

Da Mo
31-12-2008, 17:46
Na, von mir aus auch die Reanimation im RTW oder auf der Strasse, kommt aber letztendlich das Gleiche bei raus - aber komisch, meistens sind es die Leute die auf dem Tisch lagen... :rolleyes:

Hast du dafür verläßliche Zahlen??

meridian9
31-12-2008, 17:48
(Wer jetzt nach Quellen fragt, darf selber googlen...)

Hast Du welche, die mein Statement widerlegen?

Da Mo
31-12-2008, 17:58
Hast Du welche, die mein Statement widerlegen?

Wenn wir selber googeln sollen, heißt das du hast also keine ??

UlkOgan
31-12-2008, 17:58
kiste zu und schon is ruh!

hätte nur keinen bock auf einen qualvollen tod, dafür bin ich zu wehleidig. :ups:

Da Mo
31-12-2008, 18:00
kiste zu und schon is ruh!

hätte nur keinen bock auf einen qualvollen tod, dafür bin ich zu wehleidig. :ups:

Wie wärs mit implodieren, das ist wenigstens stylisch.


btw: ich dachte Götter und Weltherrscher sterben nicht ;)

bluemonkey
31-12-2008, 18:12
Nahtod ist nicht nur für OPs vorenthalten.

Der weiße Tunnel wird erklärt dadurch, dass alle Sinneszellen der Netzhaut gleichzeitig feuern, und da es in der Mitte mehr gibt, ist es dort heller als am Rand. Das Gehirn interpretiert das als Tunnel.

Ich erlebte schon mal bei einer Meditation, wo ich meine Körpervorstellung aufgelöst habe ein ziemliches Wohlgefühl.
Eventuell ist ein Wohlgefühl die Grundwahrnehmung und beim Sterben fallen dann einfach die ganzen Gründe dafür weg, warum wir uns meist nicht wohlfühlen:)

Eine mehr wissenschaftliche Diskussion:

http://www.minerva-kg.de/libraryonline/upload/files/file_5614...web.pdf




2.9 Out-of-body-Erfahrungen

Viele Menschen, die eine Nahtoderfahrung gemacht haben, berichten von so genannten Out-of-Body-Erlebnissen, bei denen sie glaubten, ihren Körper zu verlassen und, über ihrem Körper schwebend, diesen und ggf. die behandelnden Ärzte von oben zu sehen.
Diese Erfahrungsberichte werden von vielen als Beleg für eine vom Körper unabhängige Seele gesehen, die sich im Sterben vom Körper löst.
Auch Out-of-Body-Erfahrungen lassen sich künstlich hervorrufen.
Olaf Blanke und sein Team am Universitätskrankenhaus Genf haben bei einer Patientin gezielt eine Outof-Body-Erfahrungen hervorgerufen, während sie deren Epilepsie-Herd zu bestimmen versuchten. Dazu haben sie Elektroden auf die Hirnoberfläche der Patientin gelegt.
Während sie mit den Elektroden am hinteren Schläfenlappen den Gyrus angularis reizten, hatte die Patientin ein Out-of-Body-Erlebnis: Sie hatte das Gefühl, den eigenen Körper
zu verlassen, und sah sich selbst von oben auf dem Krankenhausbett liegen. Als die Ärzte sie währenddessen aufforderten, den Arm zu heben, hatte sie das Gefühl, der Körper würde nach ihr schlagen.
Blanke vermutet, dass im Gyrus angularis Eindrücke des Auges mit der Vorstellung des umgebenden Raumes verknüpft werden. Durch die Reizung über die Elektroden
sei dieses Zusammenspiel gestört worden, weshalb sich die Wahrnehmung der Patientin scheinbar vom Körper löste: Sie wusste noch, wo sie war und was mit ihr geschah, nahm die Szene jedoch aus einer Perspektive wahr, die der Gyrus angularis normalerweise
nicht zulässt.38

2.10 Nahtoderfahrungen

Nahtoderfahrungen werden von vielen Menschen als Beweis für ein Leben nach dem Tod angesehen.
Bei etwa zwei Dritteln der Menschen, die ein Nahtoderlebnis hatten,
nimmt danach der Glaube an ein Leben nach dem Tod zu; viele verlieren die Angst vor dem Tod, leben intensiver und werden teilweise weniger materialistisch.39
Nahtoderfahrungen werden von manchen Ärzten, z. B. von Niels Birbaumer, für
Träume oder Phantastereien gehalten, die Patienten erzählen, entweder weil sie an einLeben nach dem Tod glauben, oder weil sie einem Interviewer, der nach Nahtoderlebnissen forscht, erzählen, was dieser hören möchte.40 Andere Ärzte, z. B. Detlev Linke und
Michael Schröter-Kunhardt, nehmen diese Berichte ernst und verweisen auf wissenschaftliche
Untersuchungen mehrerer tausend Fälle aus verschiedenen Kulturen, die
bestimmte charakteristische Elemente in den Nahtoderlebnissen nachgewiesen haben:
„Zurückgekehrte berichten von einem Gefühl der Leichtigkeit, des Friedens und Glücks. Sie hatten denEindruck, den eigenen Körper zu verlassen und sich selbst von außen zu betrachten. Viele dem Tode nahe
Personen erleben sich in einer Art Übergangszone, meist in einem Tunnel oder vor einer Schwelle.
Auf der anderen Seite wartet ein helles, warmes Licht, das sie unwiderstehlich anzieht und einen Sturm positiver
Gefühle auslöst; auch ein Blick auf paradiesische Landschaften ist möglich. Manchmal begegnen sie leuchtenden
Wesen oder verstorbenen Verwandten, mit denen eine wortlose Kommunikation möglich ist; über-haupt scheinen die Grenzen zwischen Selbst und Umwelt zu verfl ießen und ein Gefühl des Einsseins mit
der Welt stellt sich ein.“41
Sowohl Linke als auch Michael Schröter-Kunhardt halten diese Erlebnisse für physiologisch erklärbar; sie ziehen daraus aber entgegengesetzte Schlussfolgerungen: Während Linke die typischen Erscheinungen wie Licht am Ende eines Tunnels, das Sehen des
eigenen Körpers von oben, die Rückschau auf das eigene Leben etc. auf bestimmte physiologische Prozesse und Reaktionen des Gehirns auf die lebensbedrohliche Situation zurückführt, zieht Schröter-Kunhardt daraus einen Schluss, der auf die naturwissenschaftliche
Erklärung noch eine religiöse Interpretation aufsetzt:
„Der Glaube an ein Leben nach dem Tod ist also letztlich biologisch vorprogrammiert. [...] Der Mensch ist
durch die Beschaffenheit seines Gehirns darauf ausgerichtet, mystische Erfahrungen zu machen. Er ist von vornherein ein religiöses Wesen.
Wenn Sie möchten, können Sie das Ganze mit einem Flugsimulator vergleichen, der den Piloten auf das wahre Fliegen vorbereitet. Der Sinn dieses biologisch initiierten Programms
ist es, den Leuten zu zeigen, dass der Tod nicht das Ende ist. Die Erfahrung ist so perfekt, dass man sich wohl kaum eine bessere Methode vorstellen kann, jemanden auf ein Leben nach dem Tod vorzubereiten.“
42
Aus wissenschaftlicher Sicht ist dieser religiöse Erklärungsüberhang überflüssig – mit Ockhams Rasiermesser sollte alles bis auf die sparsamste Erklärung abgetrennt werden.
Schröter-Kunhardts These beinhaltet drei unbewiesene Annahmen:
(1) Es gibt ein Leben nach dem Tod.
(2) Die Nahtoderlebnisse geben einen Ausblick auf dieses Leben nach
dem Tod.
(3) Das Gehirn ist (vom Schöpfer) so angelegt, dass der Mensch durch Nahtod -
erlebnisse auf seinen Tod vorbereitet wird.
Diese Annahmen sind allerdings entbehrlich, wie Linkes sparsamere Erklärung der Nahtoderlebnisse zeigt:
„Um die Vorgänge bei einer Nahtod-Erfahrung richtig zu deuten, muss man sich klarmachen, dass unser
Gehirn wie eine Vorhersagemaschine funktioniert. Es nimmt andauernd die Zukunft vorweg und gestaltet
die Gegenwart auf der Grundlage von Hypothesen über kommende Ereignisse. Dieser Apparat wird nun
urplötzlich mit einer Unmöglichkeit konfrontiert mit dem Gedanken: ‚Ich sterbe jetzt.‘
Um dieses zentrale Geschehen gruppieren sich die verschiedenen Nahtod-Erfahrungen. Die gesamte Zukunft schrumpft blitzschnell
auf einen einzigen Augenblick zusammen und es gibt plötzlich keine weiterführende Sequenz vonEreignissen mehr.
Der Fortlauf der Zeit bricht zusammen und die normalen Mechanismen, die unser Zeitgefühl erschaffen, können an dieser Stelle nicht mehr weiterarbeiten. Die auf Fortdauer angelegte Funktionsweise
unseres Gehirns kollidiert sozusagen mit dem unmittelbaren Ende seiner Existenz –
und es ist dieser Clash der Zeiten, der die Bilder und Vorstellungen bei einer Nahtod-Erfahrung erzeugt. [...] Unter
diesen Bedingungen machen sich aber besondere Prozesse im Gehirn bemerkbar, die sonst nur im Hintergrund ablaufen und erst in der Ausnahmesituation in den Vordergrund drängen.“43
Nahtoderfahrungen treten nach Linke bei Menschen auf, die plötzlich kurz vor dem Tod stehen (bzw. glauben, kurz davor zu stehen), die Angst haben und keine Handlungsoptionen zur Rettung ihres Lebens mehr sehen. Die Prozesse, die dabei eine Rolle spielen,
lassen sich zumindest teilweise physiologisch erklären:
Eine wichtige Rolle spielen hier offenbar Nervenzellen, die so genannte NMDA-Rezeptoren zur Übertragung neuronaler Signale verwenden. [...]
Zum einen hat sich gezeigt, dass die NMDA-Rezeptoren bei einer Narkose
durch die Substanz Ketamin verstärkt ansprechen.
Gleichzeitig treten bei einer Ketamin-Narkose oftnahtodesähnliche Erfahrungen auf. [...] Auch Sauerstoffmangel, der bei einer Nahtod-Erfahrung häufig mit im Spiel ist, kann über Botensubstanzen – vor allem Stickstoffmonoxid – auf die Rezeptoren wirken.
[...] Sie [die NMDA-Rezeptoren] werden aktiv, wenn innerhalb eines bestimmten Zeitfensters elektrische
Aktivität aus verschiedenen Hirnbereichen in ihrem Neuron zusammenläuft. Hierbei können diese Aktivitätsereignisse nach für Nervenzellen geltenden Begriffen relativ lange auseinander liegen, da NMDA-Rezeptoren
viel langsamer arbeiten als andere Transmitter-Rezeptorsysteme. So können sie eine ganze Reihe von Ereignissen aufeinander beziehen und sind in der Lage, den üblichen Zeittakt des Gehirns zu durchbrechen.
Genau hieran könnte es auch liegen, dass bei Nahtod-Erlebnissen das Gedächtnis mit einer Überfülle von Rückerinnerungen überflutet wird – weil die dann sensibilisierten NMDA-Rezeptoren viele Informationen
zusammenfassend verarbeiten können. [...] So stehen die NMDA-Rezeptoren mit dem Opioid-System in Verbindung [...]. Durch diese Verschränkung spielen die Rezeptoren beim Bekämpfen von
Schmerz eine besondere Rolle und könnten auch zur Entstehung von Gefühlen wie Friede, Freude und Glück in der Nahtod-Situation beitragen. Aber auch die Entgrenzung, von der Nahtod-Rückkehrer erzählen
[...] könnte durch die Aktivität der NMDA-Rezeptoren erklärt werden. Vermutlich verliert unser Gehirn die
Fähigkeit, Gegenstände als solche zu erkennen, wenn es plötzlich in einen größeren Zeittakt schaltet und
gleichzeitig der übliche Signalcode der Nervenzellen seine Bedeutung verliert. Bei diesem Phänomen spielt
aber möglicherweise auch die Amygdala eine Rolle – ein für Angst und Aggression zuständiges Zentrum
unseres Gehirns. So weiß man, dass einige Menschen unter Ketamin-Einfl uss ein positives Gefühl der Entgrenzung
erleben. Gleichzeitig zeigt ihre Amygdala geringere neuronale Aktivität als normalerweise. Auf die Nahtod-Situation übertragen könnte dies bedeuten: Wenn kein Gegenstand oder keine Möglichkeit
zum Handeln mehr existiert, kommt diese Hirnregion mit ihren Handlungsimpulsen nicht mehr zum Zuge
– und die eigenen Grenzen lösen sich auf.“44
Das häufig beschriebene „Licht am Ende des Tunnels“ führt Linke nicht nur auf eine
Minderdurchblutung des Gehirns, sondern auch der Augen zurück. Derartige Lichtphänomene
treten auch häufig auf, wenn jemand nach einem Ohnmachtsanfall wieder zu
sich kommt. Dabei werden die Augen wieder an das Gehirn „angekoppelt“, was nach
der Dunkelheit das Gefühl der Überhelle auslöst. Linke betont, dass sich hierin auch
die Eigenschaft des Gehirns als „Sinnerzeuger“ zeige: Das Gehirn versuche, alles Wahrgenommene
mit einer Bedeutung zu belegen. Also deute es eine plötzliche Helligkeit
beispielsweise als ein Heraustreten aus einem dunklen Tunnel.45
Wie Schröter-Kunhardt nimmt auch Linke an, dass alle Nahtodwahrnehmungen
schon in unserem Gehirn angelegt seien, aber im Gegensatz zu diesem führt er sie auf Prozesse zurück, die „schon für die Nutzung im Leben und nicht als Ausblick auf das Jenseits angelegt“ seien. Die Nahtoderlebnisse seien tatsächlich „außersinnlich“ – „allerdings
nur insoweit, als es sich bei ihnen um Selbstwahrnehmungen des Gehirns und
nicht um Eindrücke über die Sinnesorgane handelt“. Nahtoderlebnisse sind nach Linke wissenschaftlich interessant und können dabei helfen, bestimmte physiologische Phänomene zu erklären;
sie sollten aber nicht „auf die geheime Lust an einer biologischen
Rechtfertigung von Übernatürlichem“ lenken

meridian9
31-12-2008, 18:15
Wenn wir selber googeln sollen, heißt das du hast also keine ??

Ich bin nur zu faul, mann - wenns Dich so brennend interessiert mein Geschriebenes als falsch darzustellen, musst Du schon selbst was dafür tun.
Immer diese Wichtigtuer mit ihren Bewusstseinserfahrungen, das gabs schon zigfach... meinst Du ich speicher mir sowas ab?
Also, keine Gegenzahlen, ok - der Ausage von Notärzten, mit denen ich auf dem Auto geredet habe, glaube ich halt mehr als irgendwelchen Ausagen von Menschen die sich wichtig tun wollen.

Nachtrag: Danke, Blue Monkey.

bluemonkey
31-12-2008, 18:20
Wie wärs mit implodieren, das ist wenigstens stylisch.


Oder auf Pfirsichblütenblättern in das Nicht's marschieren, macht weniger Dreck für die Übriggebliebenen:rolleyes:

bluemonkey
31-12-2008, 18:38
Hast du dafür verläßliche Zahlen??

Hier ein Kritiker mit ein paar Zahlen:

Wissenschaftler kritisiert unseriöse Forschung: Nahtoderfahrung: Nicht immer "Licht am Ende des Tunnels" | RP ONLINE (http://www.rp-online.de/public/article/wissen/gesundheit/35117/Nahtoderfahrung-Nicht-immer-Licht-am-Ende-des-Tunnels.html)

er widerspricht auch der einheitlichen Struktur der Erlebnisse:


Das berühmte Licht am Ende des Tunnels ist nur eine von vielen Erfahrungen: "Entgegen der gängigen Behauptung einer gleich bleibenden Struktur zeigte sich eine sehr große Vielfalt, was die inhaltlichen Elemente angeht."

Universale, allgemein gültige Elemente konnte die Forscher kaum ausmachen, dagegen aber sehr spezifische kulturelle Motive: So trat bei manchen Betroffenen der Sensemann auf, bei anderen waren es Engel; manche begriffen die TNE als bedrohlich, andere als wunderbares, unbeschreibliches Erlebnis.

vakuum
31-12-2008, 22:42
die einzige 'verifikation' des nahtod-erlebnisses ist doch, wenn man selbst eines hat(te).

alles andere ist das urteilen über etwas, das man nicht kennt.

'wissenschaftlich' ist das nicht.


viele grüsse

vakuum

noppel
01-01-2009, 01:26
die einzige 'verifikation' des nahtod-erlebnisses ist doch, wenn man selbst eines hat(te).

alles andere ist das urteilen über etwas, das man nicht kennt.

'wissenschaftlich' ist das nicht.

genau. und alles was man nicht sehen, fühlen oder anfassen kann, existiert nicht... ;)

vakuum
01-01-2009, 01:30
...ja, oder exisitiert als vorgestelltes, geglaubtes, vermutetes, geschlussfolgertes, imaginiertes, fantasiertes, theoretisches etc.


die bandbreite des nicht-direkt-sinnlich erfahrbaren ist gross - braucht aber stets den bewussten geist, sonst ist da nix, siehe tiefschlaf.


viele grüsse

vakuum

k.surfer
01-01-2009, 03:15
Ohne mir die 94 Beiträge vorher durchgelesen zu haben, möchte ich jetzt auch meinen Beitrag zum Thema leisten:

Sinngemäßes Zitat von einem Menschen, den ich kenne, der Sterbebegleitung macht: "Wer gut gelebt hat, kann auch gut sterben; wer nicht gut gelebt hat, kann auch nicht gut sterben".

Mal drüber nachdenken und versuchen, das auf die jeweilige Situation, in der man sich befindet, zu übertragen.

Was unter "gut gelebt zu haben" zu verstehen ist, kann meines Erachtens nur das jeweilige Individuum für sich selbst definieren.

Der eine Mensch braucht dies, um zufrieden zu sein, der nächste Mensch braucht was ganz anderes.

Da Mo
01-01-2009, 04:00
Sinngemäßes Zitat von einem Menschen, den ich kenne, der Sterbebegleitung macht: "Wer gut gelebt hat, kann auch gut sterben; wer nicht gut gelebt hat, kann auch nicht gut sterben".



Ohne es als meine eigene Meinung darzustellen aber rein provokativ gefragt.

Der Jüdische Goldschmied der in allen Belangen ein hervorragendes Leben hatte, muss unverschuldet im KZ einen grauenvollen Tod sterben.

Kann das oben genannte da noch gelten??

Odysseus22
01-01-2009, 04:28
Ohne es als meine eigene Meinung darzustellen aber rein provokativ gefragt.

Der Jüdische Goldschmied der in allen Belangen ein hervorragendes Leben hatte, muss unverschuldet im KZ einen grauenvollen Tod sterben.

Kann das oben genannte da noch gelten??

Schon mal was von Theodizee gehört?

Abgesehen davon meinte er wohl, dass es einem guten Menschen leichter fällt, sein Schicksal anzunehmen. Das hat nichts mit dem Sterben an sich zu tun. Z.B. ein Flugzeugabsturz, bei dem der gute Mensch vielleicht eher die Ruhe bewahrt als andere. Nur das ist graue Theorie, wir sollten eher hoffen, dass wir niemals derart geprüft werden.

Rebel till i die
01-01-2009, 11:59
.....
Abgesehen davon meinte er wohl, dass es einem guten Menschen leichter fällt, sein Schicksal anzunehmen....

:gruebel:
heißt das jetzt ich bin schlecht :cussing:





;)

Odysseus22
01-01-2009, 12:52
:gruebel:
heißt das jetzt ich bin schlecht :cussing:





;)

Nujo....
nachdem es in der Bibel heißt: niemand ist gut...
tjo.
Trotzdem ein gutes neues Jahr! :D

Kraken
01-01-2009, 21:30
ich wüürde GUT durch ZUFRIEDEN ersetzen, und dann klappts schon eher;)

shuuz
01-01-2009, 21:34
Schon mal was von Theodizee gehört?

Mit Gott hat das an dieser Stelle aber gar nix zu tun.

meridian9
01-01-2009, 21:38
ich wüürde GUT durch ZUFRIEDEN ersetzen, und dann klappts schon eher;)

Niemand ist zufrieden :halbyeaha klasse, so passt der Schuh schon eher...;)

Shining
01-01-2009, 21:43
Ich denke wenn man alt schwach und krank ist und der Tod immer näher ist, dann hat man keine Angst mehr, weil es ganz normaler Lauf der Dinge ist. Das habe ich bei vielen alten Menschen beobachtet. Sie haben alle keine Angst vor dem Tod.
Wenn ich jetzt sterben müsste dann hätte ich auch Angst.

meridian9
01-01-2009, 21:56
Ich denke wenn man alt schwach und krank ist und der Tod immer näher ist, dann hat man keine Angst mehr, weil es ganz normaler Lauf der Dinge ist. Das habe ich bei vielen alten Menschen beobachtet. Sie haben alle keine Angst vor dem Tod.
Wenn ich jetzt sterben müsste dann hätte ich auch Angst.

Ich auch :(

Da Mo
01-01-2009, 22:12
Ich auch :(

Ich nicht, ernsthaft.

Es ist so eien gewisse Neugier bei mir da, was wohl kommen wird.

markus87
01-01-2009, 22:16
Ich nicht, ernsthaft.

Es ist so eien gewisse Neugier bei mir da, was wohl kommen wird.

Ich denke dass nichts kommen wird. Der Mensch (oder zumindest ein großer Teil der Menschen) kann sich mMn nicht wirklich vorstellen dass das Leben ohne ihm weitergeht und deshalb haben viele Angst vorm sterben und ich denke dass sich aus dieser Angst der Glaube an das Paradies und sonstiges entwickelt hat. Ich habe mich damit abgefunden dass es irgendwann aus ist und versuche lieber so zu leben dass es mir Spaß macht und wenn ich morgen gegen einen Baum fahre gibt es sicher Leute die sagen "er hat mir in der Uni geholfen" oder "ich hatte viel Spaß mit ihm" und mehr will ich gar nicht :)

Happy Umbarian
02-01-2009, 07:54
Hört sich jetzt ein biserl pseudo-philosophisch an, ist's wahrscheinlich auch, aber ich fühl mich grad danach zu sagen, dass das Leben wie eine Möbius-Schleife ist.

Geburt und Tod sind Teil eines unendlich fortlaufenden Bandes, dessen verschiedenen Seiten sich vorderläufig zu widersprechen scheinen, aber im Grunde eine Einheit bilden. Ne permante Wende um die eigene Achse, die nirgendwo anfängt oder endet.

Oder: Man ist zu Gast auf Krishnas fünf PS Wagen, der mit uns auf einer Art Möbius-Schleife aus Nullen und Einsen entlang schliddert, die sich immer um die gleiche Achse aus Hass, Gier und Verblendung zu drehen scheint, aber letztendlich doch nur Ausdruck eines einzigen Bewusstseins ist, dass sich selber subjektiv erlebt. Und wenn es keine Nullen und Einsen mehr gibt, bleibt der Bildschirm halt schwarz. Mu!


Ich wollte eigentlich nochwas zu den Tunnel-Erlebnissen schreiben, aber bevor ich hier komplett durch drehe hau ich lieber ab :horsie:

Kraken
02-01-2009, 15:34
huch, das mit der möbius schleife hab' ich noch nie gehört.


klingt gut, und echt philosophisch, mit wohl mehr als ienem funken wahrheit und tiefer erkenntnis:)

dermatze
02-01-2009, 15:47
Hört sich jetzt ein biserl pseudo-philosophisch an, ist's wahrscheinlich auch, aber ich fühl mich grad danach zu sagen, dass das Leben wie eine Möbius-Schleife ist.

Geburt und Tod sind Teil eines unendlich fortlaufenden Bandes, dessen verschiedenen Seiten sich vorderläufig zu widersprechen scheinen, aber im Grunde eine Einheit bilden. Ne permante Wende um die eigene Achse, die nirgendwo anfängt oder endet.

Oder: Man ist zu Gast auf Krishnas fünf PS Wagen, der mit uns auf einer Art Möbius-Schleife aus Nullen und Einsen entlang schlidert, die sich immer um die gleiche Achse aus Hass, Gier und Verblendung zu drehen scheint, aber letztendlich doch nur Ausdruck eines einzigen Bewusstseins ist, dass sich selber subjektiv erlebt. Und wenn es keine Nullen und Einsen mehr gibt, bleibt der Bildschirm halt schwarz. Mu!


Hi,
glaube wir haben mal ähnliches gelesen. Wurde noch erklärt, dass wir für gewöhnlich aus unserer Sicht die Schleife nicht perspektivisch von oben sehen, sondern von vorne, wodurch sie uns wie eine gerade Linie mit Anfang und Ende erscheint.


Ich wollte eigentlich nochwas zu den Tunnel-Erlebnissen schreiben, aber bevor ich hier komplett durch drehe hau ich lieber ab

Sehr schade.

Gruß

Happy Umbarian
02-01-2009, 19:15
@Kraken
Och, passt schon. Blindes Huhn und so hehe.

@Matze
Top! Solltest du den entsprechenden Link oder Ähnliches finden, würde ich mich freuen wenn du mich dran teilhaben lässt!


Ganz kurz zu den Tunnelerfahrungen:
Also teilweise wird DMT (ein starkes Halluzinogen) als Ursache für Nahtoderfahrungen gesehen, unter Anderem wegen einer Vergleichbarkeit der Erlebnisse und dem merkwürdigen Toleranzverhalten gegenüber der Substanz. Ums mal aus der Wiki zu klauen:

„DMT wirkt als Voll-Agonist am 5-HT2A-Rezeptor. Im Gegensatz zu typ-verwandten Halluzinogenen wie LSD, Psilocin und Meskalin bildet DMT keine Toleranz [jedenfalls keine langfristige, angeblich dennoch um die 4 Stunden] aus, der Grund dafür ist unklar. Dies wäre jedoch ein weiteres Indiz dafür, dass es als endogener Neurotransmitter eine wichtige Rolle spielt und aus diesem Grund auch nicht zur Ausbildung einer Toleranz führt.“

Schöner Artikel:
TP: Die Formel für den mystischen Durchblick (http://www.heise.de/tp/r4/html/result.xhtml?url=/tp/r4/artikel/17/17947/1.html&words=DMT&T=dmt)

dermatze
03-01-2009, 03:39
@Happy Umbarian
OFF-TOPIC
Guten Morgen,
erschtmal Danke für den Link.

So und jetzt möchte ich den Link direkt relativieren: Hätte ich keine Nachtschicht gehabt, hätte ich dieses Buch wohl nicht fertig gelesen, ich wurde durch das "philosophie" geködert.
Der Autor kommt über Umwege auf den Hinduismus zu sprechen, darunter auch dein erwähntes Beispiel bezüglich des Bildes mit dem Wagen, sowie der Schleife.
Der Autor belegt schon seine Aussagen mit Quellenangaben, diese sind so nur nicht nachvollziehbar. Es reicht zum Beispiel nicht, aus der Bibel zu zitieren und auf die Bibel zu verweisen. Die Veden sind wohl noch umfangreicher. Dessen wird sich der Autor bewusst sein.
Jetzt hatte ich durch Zufall aber die Möglichkeit in einem Forum über Muay und (besonders) thailändischen Buddhismus mich mit einem Hinduisten auszutauschen.
Der bestätigte mir auch, dass einige Aussagen, die im Buch getroffen werden so mit seinem Glauben vereinbar sind. Ein Beispiel dafür sind die im Buch erwähnten, sich wiederholenden "Zeitalter". (da ist deine Schleife, nur hier eben nicht bezogen auf eine Art Individuum sondern auf "das Ganze")
Anderes war mit seinem Glauben nicht kompatibel, sondern mit einer hinduistischen "Randgruppe", die sich um Sri Prabhupada entwickelt hat und auch Dinge vertritt, die so mit dem Hinduismus nichts zu tun haben. Leider konnte ich den Austausch nicht fortsetzen, weil das Forum in seiner damaligen Form nicht mehr existiert.

Auszug aus meinem P.M Verkehr mit dem Admin:


Hi Matthias
wie gehts?
the forum got destroyed! stupid it said "there is ann update! do you wish to update? so i clicked yes and it was destroyed.. i went to the homepage of the makers of the forum and their new forum version didnt work either! so a big #OOPS# up on their part.... usw usw.

Mein Profil existiert noch, Zugriff auf die Beiträge ist aber nicht möglich. Hätte sie dir sonst gerne zur Verfügung gestellt.

Wenn du selber schauen möchtest lasse ich dir den Link sowie meinen Nick+Passwort per P.M. zukommen, weil ein login erforderlich ist. Aber wie gesagt scheint alles weg zu sein, der gequotete Teil ist ja vom Admin.

Lange Rede, wenig Sinn: Ich betrachte dieses Buch mehr als kritisch, (sowohl durch den Bezug der Quellen, als auch logisch in sich) kannst dir ja deine eigene Meinung bilden.

Entschuldige bitte die Länge der Ausführung, aber ich wollte Missverständnisse vermeiden aber deiner Bitte um die Quelle nachkommen.

Gruß
matze

Happy Umbarian
03-01-2009, 16:29
@matze


Guten Morgen,
erschtmal Danke für den Link.

Tach,
kann ich nur erwidern, ein großes Dankeschön fürs raussuchen.




So und jetzt möchte ich den Link direkt relativieren: Hätte ich keine Nachtschicht gehabt, hätte ich dieses Buch wohl nicht fertig gelesen, ich wurde durch das "philosophie" geködert.

Mit „Reise zum Gipfel der Philosophie“ hat der gute Mann auch ziemlich auf die Kacke gehauen, ums mal blumig zu umschreiben.




Der Autor kommt über Umwege auf den Hinduismus zu sprechen, darunter auch dein erwähntes Beispiel bezüglich des Bildes mit dem Wagen, sowie der Schleife.

Komischer Weise hab ich das Buch selber einmal gelesen, hatte es aber beim Verfassen des Beitrags nicht wirklich im Hinterkopf. Schon interessant was sich so alles aus dem Unterbewusstsein hoch arbeiten kann.




Der Autor belegt schon seine Aussagen mit Quellenangaben, diese sind so nur nicht nachvollziehbar. Es reicht zum Beispiel nicht, aus der Bibel zu zitieren und auf die Bibel zu verweisen. Die Veden sind wohl noch umfangreicher. Dessen wird sich der Autor bewusst sein.

Stimmt! Das mit den Quellen ist so eine Sache, vor Allem im Bezug auf umfangreiche, stetig mutierende Schriften wie der Bibel, oder noch umfassenderen Texten wie den Veden. Wobei ich glaube dort hatte sich der Autor in erster Linie auf die Bhagavad Gita bezogen, oder?




Jetzt hatte ich durch Zufall aber die Möglichkeit in einem Forum über Muay und (besonders) thailändischen Buddhismus mich mit einem Hinduisten auszutauschen.
Der bestätigte mir auch, dass einige Aussagen, die im Buch getroffen werden so mit seinem Glauben vereinbar sind. Ein Beispiel dafür sind die im Buch erwähnten, sich wiederholenden "Zeitalter". (da ist deine Schleife, nur hier eben
nicht bezogen auf eine Art Individuum sondern auf "das Ganze")

So wie ich's verstehe sind sich wiederholenden Zeitalter generell beliebt im asiatischen Raum. Ob jetzt im Daoismus, Konfuzianismus, Hinduismus, oder eben dem Buddhismus. Dort gibt's das Rad des Lebens, in dessen Zentrum sich Hass, Gier und Verblendung gegenseitig in den Hintern beißen und das Ding erst in Bewegung versetzen.

http://www.netdotmusic.com/Bhavachakra.jpg




Anderes war mit seinem Glauben nicht kompatibel, sondern mit einer hinduistischen "Randgruppe", die sich um Sri Prabhupada entwickelt hat und
auch Dinge vertritt, die so mit dem Hinduismus nichts zu tun haben.

Aber nicht die bunt angezogenen Glatzköppe vom Flughafen?




Wenn du selber schauen möchtest lasse ich dir den Link sowie meinen Nick+Passwort per P.M. zukommen, weil ein login erforderlich ist. Aber wie gesagt scheint alles weg zu sein, der gequotete Teil ist ja vom Admin.

Also wenn du nichts dagegen hast, warum nicht. Wäre nett von dir.




Lange Rede, wenig Sinn: Ich betrachte dieses Buch mehr als kritisch, (sowohl durch den Bezug der Quellen, als auch logisch in sich) kannst dir ja deine eigene Meinung bilden.

Kann dir was dazu schreiben wenn du möchtest, aber erstmal werde ich den Kühlschrank plündern gehen.




Entschuldige bitte die Länge der Ausführung, aber ich wollte Missverständnisse vermeiden aber deiner Bitte um die Quelle nachkommen.

Kein Problem, bin ja dankbar dafür.


Grüße zurück,
Tom.

devzero
03-01-2009, 22:34
Oder: Man ist zu Gast auf Krishnas fünf PS Wagen, der mit uns auf einer Art Möbius-Schleife aus Nullen und Einsen entlang schliddert, die sich immer um die gleiche Achse aus Hass, Gier und Verblendung zu drehen scheint, aber letztendlich doch nur Ausdruck eines einzigen Bewusstseins ist, dass sich selber subjektiv erlebt. Und wenn es keine Nullen und Einsen mehr gibt, bleibt der Bildschirm halt schwarz. Mu!


Ich wollte eigentlich nochwas zu den Tunnel-Erlebnissen schreiben, aber bevor ich hier komplett durch drehe hau ich lieber ab :horsie:

Hiho,

kanns sein dass du da was verwechselst?
Auf dem 5-PS Wagen fährt nicht Shri Krishna selbst.

Das mit dem 5 PS Wagen sollte das sein oder?
http://www.prabhupada.de/bg/plate23.jpg

Beschreibung:
Bhagavad-gita 6.34 Der Wagen des Körpers. Die fünf Pferde repräsentieren die fünf Sinne (Zunge, Augen, Ohren, Nase und Haut). Die Zügel symbolisieren den Geist, der Fahrer ist die Intelligenz und der Passagier die spirituelle Seele.

Wo Shri Krishna fährt ist da:
http://www.prabhupada.de/bg/plate5.jpg
http://www.prabhupada.de/bg/plate44.jpg
Das war die Schlacht von Kuruksetra vor etwa 5000 Jahren[/QUOTE]

shuuz
03-01-2009, 23:12
Lange Rede, wenig Sinn: Ich betrachte dieses Buch mehr als kritisch, (sowohl durch den Bezug der Quellen, als auch logisch in sich) kannst dir ja deine eigene Meinung bilden.


Schon bei der Einleitung des Buches dreht sich mir der Magen um. Aber hey, solang der gute Mann die Wahrheit für sich gepachtet hat wird er ja wohl recht haben :ups:

dermatze
03-01-2009, 23:37
Hehe, ja denke ich auch, shuuz. Aber ich hatte Nachtschicht und war verzweifelt.:D:rolleyes:
Wobei mein Problem nicht ist, dass er etwas als Wahrheit verkauft, sondern, dass die Konsequenzen, die er zieht den Menschen entmündigen. Ich bin bestimmt nicht hier um Verantwortung nicht zu übernehmen. :)

Der Rest per P.M. weil es Off Topic ist und bestimmt nicht im Sinne des Threaderstellers.

Alles Gute... CIAO...:winke:

Happy Umbarian
04-01-2009, 01:13
@devzero

Jap, könnte sein, dass ich das verwechsele. Bin ja nicht perfekt hehe.
Danke für die Aufklärung!

Pewece
05-01-2009, 00:02
man möge mir verzeihen, dass ich nicht ALLE kommentare durchgelesen habe, aber eure argumente durchaus interessant fande.

Rebell, ich weiß nich was ich genau zu all dem sagen soll, ich weiß auch nich wie religiös du bist oder ob du eher atheistisch eingestellt bist, is ja auch egal, ich versuch mal mit einfachen worten dich zu trösten ;)
und dass es deinem Bruder (Rest in Peace) für immer gut gehen wird...

Dieses Leben ist nicht alles.
Das Leben auf der erde ist nur die generalprobe für die eigentliche auffürung.
du wirst weit mehr Zeit auf der anderen seite des todes - in der ewigkeit - verbringen als in dieser welt.
bestenfalls verbringst du 100 jahre auf dieser erde, aber du wirst unendlich viel zeit in der ewigkeit verbringen.
du bist dafür geschaffen, genau wie dein brother.

du hast einen angeborenen instinkt, der sich nach unsterblichkeit sehnt. das hängt damit zusammen, dass wir nun mal so geschaffen wurden, für ein Leben in der "ewigkeit".
obwohl wir wissen, dass jeder von uns einmal sterben wird, scheint uns der tod immer wieder unnatürlich und unfair zu sein.
wir haben das gefühl, dass wir für immer leben sollten, weil unser gehirn mit der sehnsucht danach ausgestattet ist.

eines tages wird unser herz afuhören zu schlagen. das wird das ende deines körpers und deiner zeit auf dieser erde sein, aber nicht das Ende für dich!!

die meisten menschen denken nur bei beerdigungen an die ewigkeit.
und dann ist dieses nachdenken oft oberflächlich, sentimental.
Vielleicht hast du das gefühl, dass es krank ist, über den Tod nachzudenken, aber im Grunde ist es äußerst ungesund, so zu leben, als gäbe es den Tod nicht, und nicht über das unausweichliche nachzudenken.
"Nur ein Narr geht durchs Leben, ohne sich auf das vorzubereiten, was uns alle einmal treffen wird"

du solltest deshalb lieber MEHR statt weniger über den tod nachdenken.

Rebel till i die
07-01-2009, 09:07
Ja is alles nich so einfach, liegt vielleicht auch an der Jahreszeit!
Wird Zeit das wieder Sommer ist, da sieht man wieder viele Dinge die einem zeigen wie schön das Leben doch eigentlich ist :rolleyes::D

Krümel2
07-01-2009, 10:28
Der Tod ist ein *********.

Zum Thema Angst, Sinnlosigkeit und der Frage nach dem Warum sagte ein Patient zu mir, den ich lange Zeit betreut habe und bei dem klar war, er verlässt die Klinik nicht mehr lebend:
"Mädel, du bist mein Sonnenschein, wenn du lächelst. Genieße den schönen Tag, es gibt so wenige davon."

Das ist wohl das vernünfstigste, was man tun kann.

Rebel till i die
07-01-2009, 10:36
Hey Krümmel, lange nichts von dir gehört!
Ja haste Recht

Lutador-MT
08-01-2009, 08:58
Ich habe keine Angst vor dem Tod, weil für mich der Tod nicht das Ende bedeutet. Selbst als anderer Mensch wiedergeboren zu werden halte ich für möglich.

Aber was mich extrem beschäftigt, ist die Tatsache, dass das Leben zu kurz ist.
Es gibt so viele Sachen im Leben die ich gerne machen würde aber Leider einfach keine Zeit dafür habe. Selbst wenn ich arbeitslos wäre.

Nicht der Tod sondern die Zeit ist mein Problem. Ich habe Angst vor dem älter werden. Ich möchte Jung bleiben. *Forever young ;) *

Und ja mich nervt es, dass ich bald 21 werde und kein weiteres jahr als 20 jähriger leben darf.

Wenn mich jemand nach dem Alter fragt, denke ich immer "18... ah ne du bis ja 20". Ich sag den Menschen die mich nicht kennen, nicht mein richtiges Alter, sondern so alt wie ich mich fühle.

Ehm wie nennt sich diese Krankheit :o ?

Rebel till i die
08-01-2009, 09:19
Ehm wie nennt sich diese Krankheit :o ?

:gruebel: Jugendwahn!
Du bist aber auch ein alter Sack :D :p

Lutador-MT
08-01-2009, 09:46
:gruebel: Jugendwahn!
Du bist aber auch ein alter Sack :D :p

Geht so bin erst 18 :p

Rebel till i die
08-01-2009, 09:52
Geht so bin erst 18 :p

:D
ich auch :rolleyes:

Pewece
08-01-2009, 11:29
ihr habt aber probleme ^^ :engelteuf

Kraken
08-01-2009, 18:47
kenn' ich, hab' auch immer das gefühl, dass mir die zeit davonrennt:ups:

Lucky 13
11-01-2009, 10:05
Ich habe keine Angst vor dem Tod, weil für mich der Tod nicht das Ende bedeutet. Selbst als anderer Mensch wiedergeboren zu werden halte ich für möglich.

Aber was mich extrem beschäftigt, ist die Tatsache, dass das Leben zu kurz ist.
Es gibt so viele Sachen im Leben die ich gerne machen würde aber Leider einfach keine Zeit dafür habe. Selbst wenn ich arbeitslos wäre.

Nicht der Tod sondern die Zeit ist mein Problem. Ich habe Angst vor dem älter werden. Ich möchte Jung bleiben. *Forever young ;) *

Und ja mich nervt es, dass ich bald 21 werde und kein weiteres jahr als 20 jähriger leben darf.

Wenn mich jemand nach dem Alter fragt, denke ich immer "18... ah ne du bis ja 20". Ich sag den Menschen die mich nicht kennen, nicht mein richtiges Alter, sondern so alt wie ich mich fühle.

Ehm wie nennt sich diese Krankheit :o ?

Wird schlimmer wenn du an der 30 kratzt, glaub mir :D

Brezlmeier
15-01-2009, 17:48
Stimmt deine Altersangabe?
Wenn ja "Gladiator" is erst ab 16 :p

hab meine eltern ganz lieb gefragt
(mit der begründung, dass ich latein lerne^^)
:D:D:D:D

J-def
16-01-2009, 14:57
Also meine Gedanken zu dem Thema sind wie kann ich vor etwas Angst haben von dem ich nichts weiß?Wir wissen doch nicht mal was nach dem Tod kommt oder was er ist,wie kann man davor Angst haben?

Ich habe vor dem Tod an sich aus diesem Grund keine Angst aber Angst habe ich trotzdem vor anderen Dingen,davor Menschen zu verlieren,selber vergessen oder "ersetzt" zu werden,alleine zu sein,mit den Menschen die ich liebe keine Zeit mehr verbringen zu dürfen,denn wenn ich mir das jetzt vorstelle wie das wäre zerreißt es mir beim Gedanken daran schon das Herz!

Das hört sich jetzt ein wenig schnulzig an :D aber ich denke der Liebe wegen haben die meisten Menschen Angst!

Ich kann mir vorstellen das wenn man jung ist sind diese Ängste noch ziemlich groß,ich war letztens im Krankenhaus,bei mir im Zimmer lag eine alte Dame die mir erzählte das sie keine Angst vorm sterben hätte,vor kurzen erst wieder ein Bekannte gestorben sei, sie kaum noch jemanden kennt,sehr einsam wäre da alle Leute von "damals" nicht mehr da wären,ich konnte das irgendwie gut nachvollziehen :)

Da Mo
16-01-2009, 14:59
Ich bin eh unsterblich.

MiNaSo
16-01-2009, 23:54
der körper ist sterblich, auch deiner ;)

Da Mo
17-01-2009, 09:47
der körper ist sterblich, auch deiner ;)

Nein :D

noppel
17-01-2009, 11:43
alkohol hat ihn konserviert

henry tschinewski
17-01-2009, 11:50
Ich bin eh unsterblich.

Oh je wie Grausam . Spinn den Gedanken mal weiter :)
Oder nehmen wir den Himmel : Alles Pausbackige Engel alles ist toll alle haben sich Lieb das Paradies eben . Manche kriegen schon die Krise wenn Sie 4 Wochen Urlaub machen müssen.

Tod passiert irgendwo ständig , die Zeit die während des Schreibens verstreicht ist vorbei odre? Tod
Was ist Zeit oder Leben . Zeit:Vergangenheit ist vorbei die Zukunft kenn ich nicht und die Gegenwart ist mit dem erleben auch schon irgendwie rum.
Sie hat weder Anfang noch Ende.
Sie ist gleich und doch verschieden.
Sie ist überall,und doch kann man sie nicht fassen.
Sie ist ohne selbst und weist uns doch die Schranken.
Die Verwirrung siegt über die Klarheit,wenn sie ihre Launen zeigt.Sie kann niemanden berühren,aber doch viele Wunden heilen.
So ist sie , die Zeit (Tobias Scheuerer)

Könnte man das nicht auf den Tod übertragen ?

Es gibt etwas was uns ALLE gleich macht.Das ist der Tod , vielleicht sollte mann mehr über den Tod sprechen solange mann noch lebt.Gedanken an den Tod lassen das Leben oder die Zeit kurz und damit vielleicht kostbarer erscheinen.Aus dem Tod kann mann einen grossen nutzen ziehen .Er ereilt uns alle und die wenigen Wissen wie und wann.
Schon alleine die Tatsache Zeit zu haben sich mit dem Tod zu beschäftigen und nicht ums überleben zu Kämpfen , ist ein grosses Privileg.


Leben und Tod gehören zusammen.Wie auch die Zeit dazwischen.
Tod ist eine Bewusstseinsveränderung ähnlich wie beim Einschlafen , Träumen.
Versucht mann sich des Einschlafens und Träumens Bewusst zu werden könnte mann seine Träume Steuern.Vielleicht hat ja einer schon mal erkannt das er träumt oder schläft ?

Vielleicht ist der Tod eine Phase des Einschlafens und die Geburt die des Erwachens und dazwischen das Träumen.
Und dann : The same Shit all over again :)

Grüssli henry . So jetzt Training und Arbeiten äusserst kostbar ;)

noppel
17-01-2009, 12:04
uuaahhh... wenn ich in den himmel komme und alle sprühen gute laune wie ein gülletraktor oder unendlich folgen der teletubbies.... ich würdn anfall kriegen...

oder in der hölle und überall heulen einem emo-mädchen die ohren voll...

grausam

UlkOgan
17-01-2009, 12:27
uuaahhh... wenn ich in den himmel komme und alle sprühen gute laune wie ein gülletraktor oder unendlich folgen der teletubbies.... ich würdn anfall kriegen...


d.h. frühaufsteher kommen in den himmel? :ups:

Schnabel
17-01-2009, 12:34
warum fürchten sich so viele vor dem tod?
es ist doch ne win/win situation
entweder man kommt in den himmel und alles was davor war ist einem scheiss egal oder man hört auf zu existiern und kann sich keine gedanken über sein leben mehr machen.
das einzigste was mich stört is, dass das leben zu schnell rumgeht. man wacht auf und denkt "is ja schon wieder wochenende und ob sich die woche überhaupt gelohnt hat oder nur vergeutet wurde"

henry tschinewski
17-01-2009, 13:18
Seh ich genauso . :D

Stell Dir mal Äonen von Fantastillionen von Zeiten Säuselmusik , immer freundlich und zuvorkommend , nix laut , alle Hübsch , kein Weizenbier ,
Geige find Ich eh Scheisse.

Stell Dir das mal vor.......

Ja ist den da nicht die schlägerei schon vorprogrammiert :rolleyes:



@ Schnabel Zeit ist flexibel , vielleicht mal nen Gang zurück und weniger tun ?
Odre Bewusster. Mit weniger meine ich nicht faul sein sondern den Dingen etwas mehr Achtsamkeit schenken.
Die Empfindung der Zeit ist schon Seltsam für mich auch meist zu schnell.

Yasha Speed
17-01-2009, 13:36
ich hab mir um meine geburt keine sorgen gemacht, also mach ich mir um meinen tod auch keine. ich hoff nur, daß ich ne gutaussehende leiche hinterlasse :D

Schnabel
17-01-2009, 13:42
ich hoff sobald ich im mai mein abi hat, dreht sich die welt wieder etwas langsamer
aber bis jetzt siehts verdammt scheisse aus: 6 aufstehn->schule->daheim essen->traning->ha->11uhr abends :P

aber so wie es aussieht hab ich auch eine andere vorstellung vom sterben. alle wünschen sich einen tod ohne viel schmerzen. warum eigentlich? mit dem tod verabschiedet man sich unwiderruflich von dieser welt. warum dann nicht noch ein letztes mal volles programm?
hört sich jetzt komisch an, aber ich will nicht an irgentwelchen maschinen hängen und vollgepumpt mit schmerzmitteln sterben; ich will in den letzten minuten meines lebens noch ein letztes mal die brutalität der welt mit all ihrem leiden zu spüren bekommen damit ich weiss, dass ich gelebt habe.

MiNaSo
17-01-2009, 13:47
woher weißt du, dass du unwiderruflich von der erde verschwindest?

die person die du heute bist, geht, dein körper, aber nicht deine seele.

noppel
17-01-2009, 13:57
ich hoff sobald ich im mai mein abi hat, dreht sich die welt wieder etwas langsamer
aber bis jetzt siehts verdammt scheisse aus: 6 aufstehn->schule->daheim essen->traning->ha->11uhr abends :P

aber so wie es aussieht hab ich auch eine andere vorstellung vom sterben. alle wünschen sich einen tod ohne viel schmerzen. warum eigentlich? mit dem tod verabschiedet man sich unwiderruflich von dieser welt. warum dann nicht noch ein letztes mal volles programm?
hört sich jetzt komisch an, aber ich will nicht an irgentwelchen maschinen hängen und vollgepumpt mit schmerzmitteln sterben; ich will in den letzten minuten meines lebens noch ein letztes mal die brutalität der welt mit all ihrem leiden zu spüren bekommen damit ich weiss, dass ich gelebt habe.

nochmal schnell beim bund melden und in afghanistan rumschweinern? :D

dermatze
17-01-2009, 14:03
woher weißt du, dass du unwiderruflich von der erde verschwindest?

die person die du heute bist, geht, dein körper, aber nicht deine seele.

Hi,
naja ich erinnere mich nicht an ein früheres Leben. Wenn du dir dich vorstellst, ohne all deine Erinnerungen, Erfahrungen, also das, was dich geprägt hat, was bleibt dann noch?
Wer bist du, wenn du morgen aufwachst und dich an deine Vergangenheit nicht erinnern kannst, auch nicht an dich selber?

noppel
17-01-2009, 14:14
recyclingmüll :D

MiNaSo
17-01-2009, 14:17
sagte ich, dass man sich dran erinnert?
man verschwindet nicht von der welt. wenn du dein beispiel nimmst: deine erinnerungen sind weg, alles ist weg, dennoch bist du da.

bluemonkey
17-01-2009, 14:27
aber so wie es aussieht hab ich auch eine andere vorstellung vom sterben. alle wünschen sich einen tod ohne viel schmerzen. warum eigentlich? mit dem tod verabschiedet man sich unwiderruflich von dieser welt. warum dann nicht noch ein letztes mal volles programm?
hört sich jetzt komisch an, aber ich will nicht an irgentwelchen maschinen hängen und vollgepumpt mit schmerzmitteln sterben; ich will in den letzten minuten meines lebens noch ein letztes mal die brutalität der welt mit all ihrem leiden zu spüren bekommen damit ich weiss, dass ich gelebt habe.

Bei einem Tod ohne Schmerzen geht es nicht um ein paar Minuten, sondern um Stunden, Tage, Wochen;)
Willst Du wirklich erleben, wie Dein Körper langsam vom Krebs aufgefressen wird?:cool:
Hattest Du schon mal richtig fiese Schmerzen? - ich mein jetzt keine Prellungen oder Brüche :sport069: - sondern eher Nierenkoliken, Wurzelbehandlung ohne Betäubung...:D

bluemonkey
17-01-2009, 14:31
sagte ich, dass man sich dran erinnert?
man verschwindet nicht von der welt. wenn du dein beispiel nimmst: deine erinnerungen sind weg, alles ist weg, dennoch bist du da.

Und wo ist der Unterschied zwischen einem, der beim Aufwachen neu entstanden ist, und einem der sich an nichts mehr erinnert, für ihn persönlich?

dermatze
17-01-2009, 14:34
recyclingmüll :D

Daher kommt der Begriff Kompostie.:D


sagte ich, dass man sich dran erinnert?
man verschwindet nicht von der welt. wenn du dein beispiel nimmst: deine erinnerungen sind weg, alles ist weg, dennoch bist du da.

Quengelmodus An:
Dann will ich aber nicht...:mad: :p
Quengelmodus Aus:

Ernsthaft,
ich glaube:narf: auch an eine Art unsterblichen Kern. Aber das ist für mich vollkommen bedeutungslos.
:)

MiNaSo
17-01-2009, 14:36
das ist schon ein unterschied, dennoch rein theoretisch das selbe!

bluemonkey
17-01-2009, 14:37
Und wo ist der Unterschied zwischen einem, der beim Aufwachen neu entstanden ist, und einem der sich an nichts mehr erinnert, für ihn persönlich?

Oder anders gefragt:

Wenn man Dir sagt, wenn Du einschläfst, und wieder erwachst, dann wirst Du in einer anderen Welt erwachen, die sich nicht an Dich erinnert, und Du wirst Dich auch nicht an die Zeit vor dem Einschlafen erinnern..

..Ist das dann anders, als wenn man Dir sagt, wenn Du einschläfst, wirst Du sterben, aber es werden andere geboren werden, die noch niemand kennt und die sich an nichts von vor Ihrer Geburt erinnern?

noppel
17-01-2009, 14:38
Und wo ist der Unterschied zwischen einem, der beim Aufwachen neu entstanden ist, und einem der sich an nichts mehr erinnert, für ihn persönlich?

der eine fängt bei null an, dem anderen fehlt vielleicht die kindheit o.ä.?

bluemonkey
17-01-2009, 14:47
der eine fängt bei null an, dem anderen fehlt vielleicht die kindheit o.ä.?

Ich hab ja nicht gesagt, dass der neu entstandene geboren wurde. Einfach im gleichen Zustand wie der Erinnerungslose mittels eines unendlichen Unwahrscheinlichkeitsgenerators erschaffen.;)

noppel
17-01-2009, 14:52
jetz wirds unrealistisch ;)

MiNaSo
17-01-2009, 14:53
bei dem einen ist man in derselben "hülle"
bei dem andren entsteht eine neue "hülle" und ein neues selbst....

wenn du stirbst wirst du in eine dieser neuen "hüllen" kommen

noppel
17-01-2009, 14:55
dann sind wir halt alle schon der 3000. aufguss derselben seele... dann spielt der eine tod mehr oder weniger auch keine rolle mehr

dermatze
17-01-2009, 15:01
das ist schon ein unterschied, dennoch rein theoretisch das selbe!

Bevor ich dich falsch verstehe, kannst du das vielleicht näher erklären, was du meinst?
:)

MiNaSo
17-01-2009, 15:05
es ist gefühlsmäßig ein unterschied... bei dem der aufwacht sich nichtmehr erinnert bekommt evtl seine erinnerung wieder durch familie/freunde oder sonst was

und der der neu geboren wird bekommt irgendwann erinnerungen.

gefühlsmäßig ein unterschied, weil man älter ist bei dem einen.

aber von der theorie her du kommst "neu" zu welt "unschuldig" ohne erinnerung und so etwas. bei dem einen hattest du schon erinnerungen, bei dem anderen noch nicht.

ich kann es nicht gut in worte fassen was ich mein, aber vlt ist es ein bisschen verständlich

bluemonkey
17-01-2009, 15:06
jetz wirds unrealistisch ;)

Es geht mir nicht um Realismus, sondern um ein Gedankenexperiment (der Laplacesche Dämon ist auch nicht realistisch;)), mit dem ich versuche zu verstehen, wo für mich der Unterschied liegt, ob ich zu bestimmten Teilen (Seele) wiedergeboren werde, oder ob ich sterbe und jemand anders geboren wird, der gar nichts (auch keine Seele) von mir enthält (außer vielleicht ein paar Molküle, weil seine Mutter Eier gegessen hat, die von Hühnern gelegt wurden, die die Würmer gefressen haben, die sich an meiner Leiche verlustiert haben...).
Genaugenommen stirbt (ändert sich) in jeder Sekunde ein Teil von mir. Das Ichbewußtsein konstruiert jedoch eine Kontinuität von mir als Kleinkind bis zu mir als Greis, gestützt Durch Erinnerungen und den Faden meiner persönlichen Geschichte.
Am Ende bin ich ziemlich umgebaut (auch wenn ich noch die gleichen Gene habe, aber das hat ein eineiiger Zwilling auch, ohne mit mir identisch zu sein).
Ich habe jede Nacht eine Phase ohne Bewusstsein, erwache am nächsten Tag und erinnere mich, was ich war.
Wenn ich sterbe, gibt es (aus meiner Perspektive) eine Phase ohne Bewußtsein, dann wird irgendjemand geboren, der sich nicht erinnert, und der entweder meinen unsterblichen Kern in sich trägt, oder eben nicht.
Wo ist der Unterschied?

noppel
17-01-2009, 15:10
Wo ist der Unterschied?

ist das jetz so n witz wie bei postal?


wo ist der unterschied zwischen einem huhn?man was anderes: wenn ein mensch geklont würde, und exakt die gleiche DNA, den gleichen körperbau etc hätte, könnte er sich immernoch an nix erinnern.

KickBoxCaro
17-01-2009, 15:11
Hallo zusammen,
gestern Abend im TV hab ich den Jahresrückblick 08 gesehn.
Schon komisch was so alles in einem Jahr passiert und man denkt, was das war dieses Jahr, so schnellliebig die Zeit.
Na ja und gegen Ende kam dann auch wieder wer so alles gestorben ist diese Jahr. Und da kam dieses Gefühl, diese nackte Angst die einem durch den Körper fließt, das Bewußtsein das man vergänglich ist, eines tages macht man die Augen zu und nie wieder auf. Ich habe große Angst vor dem Moment, es war mal soweit das ich abend´s im Bett lag darüber nachgedacht hab und einen Heulkrampf bekommen hab (jetzt bitte nicht lachen :o).
Dazu muß ich sagen das ich vor ein paar jahren meinen Bruder verloren habe, mit 36 an Herzinfakt, und ich mich auch freue ihn eines tages wieder zu sehn, jedoch hab ich auch Familie die ich dann zurück lasse.
Kurz ich habe Angst vorm sterben!
wie sieht´s mit euch aus?

Gruß
(trauriger) Rebel

So nen Nick und Angst vorm Sterben :D???

Ich meinte letztens zu mienen Eltern, dass wenn ich mal aus irgendenem Grund nur noch von Maschinen am Leben erhalten werde, dass sie meine Organe zur Spende freigeben sollen und wenn der Stecker gezogen wird möchte ich "the final countown" gespielt haben.:D Meine Mutter hat den ganzen Abend nicht mit mir geredet und meinte ich hätte ne Macke...

bluemonkey
17-01-2009, 15:19
ist das jetz so n witz wie bei postal?


nein, das war eine ernst gemeinte Frage, leider ist es mir offenbar nicht gelungen Dir zu vermitteln worauf ich hinaus will.

Ist aber auch nicht wirklich wichtig:)

dermatze
17-01-2009, 15:38
es ist gefühlsmäßig ein unterschied... bei dem der aufwacht sich nichtmehr erinnert bekommt evtl seine erinnerung wieder durch familie/freunde oder sonst was

und der der neu geboren wird bekommt irgendwann erinnerungen.

gefühlsmäßig ein unterschied, weil man älter ist bei dem einen.

aber von der theorie her du kommst "neu" zu welt "unschuldig" ohne erinnerung und so etwas. bei dem einen hattest du schon erinnerungen, bei dem anderen noch nicht.

ich kann es nicht gut in worte fassen was ich mein, aber vlt ist es ein bisschen verständlich

Mmh, für das Beispiel, das ich genannt habe spielt es keine Rolle. Es ging um die Situation, in der man keine Erinnerung hat, weder an sich noch an andere. Man ist wieder ein weißes Blatt. Wie neu gebohren.
Ich habe das Beispiel so konstruiert um sich besser hineinversetzen zu können.

Es macht gefühlsmäßig einen Unterschied im Hier und Jetzt. Nicht aber, wenn man in der Situation ist bzw. sich hineinversetzt.

Das Problem, die richtigen Worte zu finden, habe ich auch. Letztendlich ist man bestimmt nicht nur ein verrottender Körper (außer DaMo) und erloschene Erinnerungen.
Gruß

edit: bluemonkey hat viel besser als ich ausgedrückt, worauf ich hinaus wollte.

bluemonkey:

Wo ist der Unterschied?
Macht es denn keinen?

bluemonkey
17-01-2009, 18:14
bluemonkey:

Macht es denn keinen?

Ich denke schon (das es einen macht):
Auch wenn ich sterbe, wird mein "innerstes Wesen" weiterleben und sich neu manifestieren, in einer neuen Existenz, aber mit einigen meiner Eigenschaften.
Dann kann ich meinen Körper als Gefäß für meine Seele ansehen.
Das mach eigentlich keinen Unterschied, wenn ich mich an frühere Leben nicht erinnere, aber die Vorstellung oder der Glaube wirkt sinngebend und befreiend.
Kommt dann natürlich darauf an, ob man das Leben als angenehm oder eher als Last empfindet, für Hindus und Buddhisten ist der Kreislauf der Wiedergeburt ja ein Kreislauf des Leids.

Im Buddhismus gibt es eigentlich keine unsterbliche Seele, man geht davon aus, dass das Bewusstsein dieser Existenz im Moment des Todes durch karmische Wirkung ein neues Bewusstsein in einer neuen Existenz anstößt, die nur karmisch mit der alten Existenz verbunden ist.
In diesem Fall könnte es mir natürlich egal sein, was mit irgendeiner anderen Existenz durch mein Karma passiert, weil das ist ja ein anderer?

Das erinnert mich an eine Kurzgeschichte, in der jemand einen Apparat erhält, mit dem er einen anderen Menschen töten kann, der ihn nicht kennt, den er nicht kennt, und von dem er nie erfahren wird, wer er war.
Falls er den Apparat benutzt, um den anderen zu töten, wird er eine verlockende Belohnung erhalten.
Nach einigem Hin und Her benutzt er den Apparat.
Die Auftraggeber übergeben ihm die Belohnung und nehmen den Apparat wieder mit.
Kurz bevor Sie weggehen, fragt er aus Neugierde:
"Was machen Sie jetzt mit dem Apparat"?
und bekommt die Antwort:
"Den bekommt nun ein anderer, aber seien sie unbesorgt, sie kennen Ihn nicht, und er wird nie erfahren, wer Sie sind!"

Da Mo
17-01-2009, 18:18
In anderen Ländern geht man anders mit dem tod um.:D

Kleine Anekdote aus meiner Heimat:

Klein Mo will mit seiner Oma Grabfplege auf Opas Grab machen und nebenan kommt ein Trauerzug an.
Trauerzug hält vor dem Grab an. Der Priester schaut erstaunt ins Loch und sagt:"Was ist das für ein Land in dem es nicht mal mehr Särge gibt??"

Nach kurzer Zeit sieht man einen Kopf aus dem Loch schauen. Kurz darauf steigt ein betrunkener und total überaschter Totengräber aus dem Loch und brüllt seinen Kollegen an der hinter dem Erdhaufen geschlummert hatte:rolleyes:, warum der Idiot nicht gesagt hat, dass die Beerdigung um 2 sei :D

Im Trauerzug machte sich plötzlich ein unglaubliches Gelächter breit :D

xPatrickx
17-01-2009, 18:53
beim thema "tod" und "schicksal/kharma" halt ich´s mit den japanischen lehren.

was passiert,passiert aus einem grund,ist oftmals eine prüfung der man begegnen muss um sich zu entwickeln.
wenn ich mal sterbe,dann ist meine zeit eben gekommen.der tod hat für mich auch nicht mehr so einen starken bitten aspekt,wie man es in westlich geprgten kulturen überwiegend erlebt.

mir hat das lesen des bushido(nein ,nicht der rapper) und des hagakure einen schönen einblick in die japanische lebensansicht gegeben und ich möchte es weiterempfehlen,zumindest um mal einen neuen blickwinkel zu bekommen..

LoneWolf
17-01-2009, 19:20
@bluemonkey


Ich denke schon (das es einen macht):
Auch wenn ich sterbe, wird mein "innerstes Wesen" weiterleben und sich neu manifestieren, in einer neuen Existenz, aber mit einigen meiner Eigenschaften.

Welche Eigenschaften sind das dann? Sind diese Eigenschaften denn so wichtig, dass sie mit in ein neues Leben genommen werden dürfen/müssen?


Kommt dann natürlich darauf an, ob man das Leben als angenehm oder eher als Last empfindet, für Hindus und Buddhisten ist der Kreislauf der Wiedergeburt ja ein Kreislauf des Leids.

Gibt es eigentlich auch Glaubensrichtungen oder Religionen die das anders sehen? Also quasi die Widergeburt als Geschenk und Belohnung?

bluemonkey
17-01-2009, 20:32
@bluemonkey

Welche Eigenschaften sind das dann? Sind diese Eigenschaften denn so wichtig, dass sie mit in ein neues Leben genommen werden dürfen/müssen?


das war eine reine Spekulation: falls es eine überdenkenswerte unsterbliche Seele gibt, dann drückt sie sich in Eigenschaften aus, die alle Inkarnationen dieser Seele aufweisen.



Gibt es eigentlich auch Glaubensrichtungen oder Religionen die das anders sehen? Also quasi die Widergeburt als Geschenk und Belohnung?

Christen glauben sogar an die fleischliche Auferstehung als Belohnung (warum muss ich jetzt an Zombifilme denken?)

Meistens besteht die Belohnung (oder Bestrafung) aber wohl aus einen Leben im Jenseits.
Gerade in der Vergangenheit war das Leben der meisten wohl doch eher mühselig als glückselig.

Manche glauben, dass wir Geistwesen sind, die sich aus irgendeinem Grund hier in der Verdichtung inkarniert haben. Vielleicht so eine Art Abenteuerspielplatz:). Leider haben die meisten vergessen, woher sie kommen.
Bei den meisten spirituellen Wegen ist das Ziel eine geistige Verfeinerung, nicht eine materielle Verdichtung.

Interessant finde ich folgende Vorstellung: Wir werden so oft wiedergeboren, wie es Wesen gibt, und erleben jedesmal die Welt aus dem Bewusstsein eines anderen Wesens. Dann sind wir einmal der Täter und ein andermal das Opfer...
Oder wie es Wilhelm Busch ausdrückte:


Jeder Jäger wird einmal ein Hase, früher oder später, denn die Ewigkeit ist lang.

Brezlmeier
17-01-2009, 21:04
Seh ich genauso . :D

Stell Dir mal Äonen von Fantastillionen von Zeiten Säuselmusik , immer freundlich und zuvorkommend , nix laut , alle Hübsch , kein Weizenbier ,
Geige find Ich eh Scheisse.

Stell Dir das mal vor.......

Ja ist den da nicht die schlägerei schon vorprogrammiert :rolleyes:


ich dachte im himmel wird man alles machen können, was man will?
(partys, gepflegte schlägereien und sehr viel spaß:D)


ich hoff sobald ich im mai mein abi hat, dreht sich die welt wieder etwas langsamer
aber bis jetzt siehts verdammt scheisse aus: 6 aufstehn->schule->daheim essen->traning->ha->11uhr abends :P

aber so wie es aussieht hab ich auch eine andere vorstellung vom sterben. alle wünschen sich einen tod ohne viel schmerzen. warum eigentlich? mit dem tod verabschiedet man sich unwiderruflich von dieser welt. warum dann nicht noch ein letztes mal volles programm?
hört sich jetzt komisch an, aber ich will nicht an irgentwelchen maschinen hängen und vollgepumpt mit schmerzmitteln sterben; ich will in den letzten minuten meines lebens noch ein letztes mal die brutalität der welt mit all ihrem leiden zu spüren bekommen damit ich weiss, dass ich gelebt habe.

also nochmal die sau rauslassen:D
würde (wenn ich könnte) aber genauso auch machen:cool:


nochmal schnell beim bund melden und in afghanistan rumschweinern? :D

des eher weniger^^

mfg

da_jojo95

Da Mo
17-01-2009, 21:06
Noch mal zur anmerkung, ich bin unsterblich:cool:

Trinculo
17-01-2009, 21:25
Noch mal zur anmerkung, ich bin unsterblich:cool:Wie viele Transsylvanier :p

Da Mo
17-01-2009, 21:38
Wie viele Transsylvanier :p

Ein Schelm wer, denken würde meine Zivistelle habe irgend eine Verbindung damit :p

LoneWolf
18-01-2009, 09:27
das war eine reine Spekulation: falls es eine überdenkenswerte unsterbliche Seele gibt, dann drückt sie sich in Eigenschaften aus, die alle Inkarnationen dieser Seele aufweisen.

und


Manche glauben, dass wir Geistwesen sind, die sich aus irgendeinem Grund hier in der Verdichtung inkarniert haben. Vielleicht so eine Art Abenteuerspielplatz . Leider haben die meisten vergessen, woher sie kommen.

Ist schon klar, dass wir nur spekulieren! Diese ganzen Reinkarnationstheorien stehen aus meiner Sicht auf sehr wackligem Fuße wenn man sie mal kritisch hinterfragt. Wie ernst das ganze doch erscheint und wie ungemein wichtig es ist ein guter Mensch zu sein um dann die Erlösung zu erfahren oder um aus dem Kreis der Widergeburten befreit zu werden.

Rein spekulativ: Vielleicht ist das alles gar nicht so bierernst sondern einfach nur ein Abenteuerspielplatz indem jedes Wesen seinen Platz hat und seine Rolle spielt. :) Vielleicht wurde es uns Geistigen Wesen einfach zu langweilig in unserer geistigen Existenz. *lach*


Interessant finde ich folgende Vorstellung: Wir werden so oft wiedergeboren, wie es Wesen gibt, und erleben jedesmal die Welt aus dem Bewusstsein eines anderen Wesens. Dann sind wir einmal der Täter und ein andermal das Opfer...
Oder wie es Wilhelm Busch ausdrückte:

Jeder Jäger wird einmal ein Hase, früher oder später, denn die Ewigkeit ist lang.




Ich fände es eher interessant wenn man nach seinem ableben irgendwie selbst entscheiden könnte was das nächste Leben bringt. Vielleicht gibt es aber auch gar keine Widergeburt. Vielleicht gibt es keinen Himmel und keine Hölle oder es gibt beides und man selbst hat jederzeit die Wahl. Tja wir werden es ja irgendwann sehen… ;)

MiNaSo
18-01-2009, 10:08
zum entscheiden über das was "danach" passiert:

jeder mensch kreiert sich seine umwelt durch seine gedanken, warum dann nicht auch das was nach dem tod kommt, wenn was kommt

Da Mo
18-01-2009, 10:10
zum entscheiden über das was "danach" passiert:

jeder mensch kreiert sich seine umwelt durch seine gedanken, warum dann nicht auch das was nach dem tod kommt, wenn was kommt

hmm weil vielleicht nichts mehr ist mit Gedanken??

LoneWolf
18-01-2009, 10:58
jeder mensch kreiert sich seine umwelt durch seine gedanken, warum dann nicht auch das was nach dem tod kommt, wenn was kommt

Vielleicht weniger durch seine Gedanken, sondern durch eine Art universelles Bewusstsein oder Urgeist welches einem erlaubt jederzeit neue Realitäten zu erzeugen. Tun wir ja eigentlich jeden Tag... Wir verändern mit unseren Absichten den Lauf der Dinge. Ich könnte mir vorstellen, dass das ganze dann nach dem Ableben automatisch abläuft. Gedankengänge brauchen wir dann keine mehr. Wozu auch denn Zeit existiert dann nicht mehr...

MiNaSo
18-01-2009, 15:49
so kann mans auch ausdrücken ;)

GGGJGO
08-02-2009, 22:41
Ich kann an dieser Stelle nur einmal sagen, dass ich mich nicht vor dem Tod fürchte. Vieleicht hat mich das Lesen im Bushido und im Hagakure in dieser Weise beeinflusst, aber ich lebe mein Leben jetzt und wenn für mich die Zeit kommt, dann werde ich sterben. Ich wäre einmal fast gestorben, aber hab überlebt und ich kann nur sagen, etwas intensiveres als ein nahtod Erlebnis kann man nicht haben. ich habe gespürt, dass es nun soweit sein könnte, doch dann habe ich mich dagegen gesträubt.

Meine Meinung dazu ist ganz klar, dass man wenn man den Tod verhindern kann, dies tun sollte, aber wenn es unausweichlich ist zu sterben, dann ist es so. Ich habe lange Zeit auch Angst vor dem Tod gehabt, aber jetzt weiss ich, dass man vom Tage seiner Geburt an zum Sterben verurteilt ist. Was ich nur geglaubt habe ist, dass alle anderen vor mir sterben müssen....doch irgendwann wird einem klar, dass dein Leben jeden Tag enden könnte. Deswegen lebe ich jeden Tag intensiv. Vieleicht hätte ich diese Einstellung nie bekommen wenn ich nicht kurz vor dem Tod gestanden hätte, aber im nachhinein bin ich dankbar dafür....:)

nessuno
11-02-2009, 22:49
...(aus einem brief vom 20.2.1917 von hermann hesse an walter schädelin)
ich sehne mich nach dem tod, aber nach keinem vorzeitigen und unreifen, und in allem verlangen nach reife und weisheit bin ich noch tief verliebt in die süße launige torheit des lebens. wir wollen beides gemeinsam haben, schöne weisheit und süße dummheit, mein lieber freund! wir wollen noch oft, oft miteinander schreiten und miteinander stolpern, beides soll köstlich sein.

captainplanet
11-02-2009, 23:41
Der Tod ist nichts was mir zu Lebzeiten widerfahren wird, warum also sollte ich ihn fürchten? Mein Leben ist so unbegrenzt wie mein Gesichtsfeld, obwohl es endlich und überschaubar ist kann ich die Grenze nicht wahrnehmen. Angst habe ich vielmehr vor den Dingen die mir im Leben zustoßen können!

LoneWolf
12-02-2009, 04:28
Ich glaube die Angst vor dem Tod findet ihren Ursprung in der Trennung von Körper, Geist und Seele. Ist das Bewusstsein da wo es hingehört, nämlich im Hier und Jetzt eines jeden Augenblickes dann gibt es diese panische Angst nicht mehr. Sie wird aufgelöst. Fängt das Ego aber wieder an die Oberhand zu gewinnen dann ist auch die Angst sofort wieder gegenwärtig.

Ich habe irgendwo mal gelesen: „Überwinde die Angst vor dem Tod und Du wirst unbesiegbar sein!“ Weiß jemand woher dieses Zitat stammt? Aus dem Bushido vielleicht?

bluemonkey
12-02-2009, 10:42
Ich glaube die Angst vor dem Tod findet ihren Ursprung in der Trennung von Körper, Geist und Seele. Ist das Bewusstsein da wo es hingehört, nämlich im Hier und Jetzt eines jeden Augenblickes dann gibt es diese panische Angst nicht mehr. Sie wird aufgelöst. Fängt das Ego aber wieder an die Oberhand zu gewinnen dann ist auch die Angst sofort wieder gegenwärtig.

Ich habe irgendwo mal gelesen: „Überwinde die Angst vor dem Tod und Du wirst unbesiegbar sein!“ Weiß jemand woher dieses Zitat stammt? Aus dem Bushido vielleicht?

Aus dem Bullshido vielleicht:p (kommt natürlich darauf an, wie man "unbesiegbar" auslegt:rolleyes:)

Die Angst vor dem Tod oder besser vor dem Sterben ist evolutionär leicht erklärbar.
Wem es egal ist, ob er stirbt oder nicht (fehlender Selbsterhaltungstrieb) wird nicht lange in einer feindlichen Umgebung überleben, weil er wenig Energie für das Überleben einsetzen und größere Risiken eingehen.
Von Toxoplasmose-Erregern befallene Mäuse haben weniger Angst vor Katzen und werden daher leichter von diesen verspeist, was einen Vorteil für die Erreger ist, aber ein Nachteil für die Mäuse:p.
Individuen die aus bestimmten Gründen (z.B. spezielle Jenseits-Erwartungen) bereitwilliger Sterben, können natürlich in kriegerischen Auseinandersetzungen gewinnbringend von den Mächtigen eingesetzt werden (Himmler hatte auch eine muslimische Abteilung in seiner SS, die er aufgrund ihrer Todesverachtung und Risikobereitschaft sehr schätzte)

Eine dauernde oder übertriebene Angst vor dem Tod ist natürlich patholgisch.

Papatom
12-02-2009, 11:10
Moin,

mir fehlen da irgendwie die nötigen philosophischen Kompetenzen :-)

Das Problem ist für mich, dieses Dilemma, sich als denkendes Wesen, mit den Mittlen des Denkens, ein potentielles "nichtmehr Denken" vorzustellen....

Ansonsten habe ich zu viel Gesehn...als Krankenpfleger jahrelang in der inneren und Chirugie...ein paar Unfälle....öffnet den Blick für das wesentliche. Familie, Gesundheit, Freunde, man selber :D:D Alles andere ist nicht wirklich wichtig für mich :rolleyes:;)

Grüße

Trinculo
12-02-2009, 12:05
Das Problem ist für mich, dieses Dilemma, sich als denkendes Wesen, mit den Mittlen des Denkens, ein potentielles "nichtmehr Denken" vorzustellen....

Das passiert jede Nacht, wenn Du einschläfst. Manchmal auch bei einem K.O. :D

bluemonkey
12-02-2009, 13:05
mir fehlen da irgendwie die nötigen philosophischen Kompetenzen :-)


Was soll das denn jetzt sein?



Das Problem ist für mich, dieses Dilemma, sich als denkendes Wesen, mit den Mittlen des Denkens, ein potentielles "nichtmehr Denken" vorzustellen....


dann versuch es mal mit den Mitteln der direkten Erfahrung. ;)

bluemonkey
12-02-2009, 13:07
Das passiert jede Nacht, wenn Du einschläfst. Manchmal auch bei einem K.O. :D

Und dabei schläft man so gerne und ist nur so ungern tot:gruebel:

Trinculo
12-02-2009, 13:25
Und dabei schläft man so gerne und ist nur so ungern tot:gruebel:

Wer weiß, vielleicht komme ich irgendwann auf den Geschmack :p

LoneWolf
12-02-2009, 13:38
Wer weiß, vielleicht komme ich irgendwann auf den Geschmack

Dann wirst Du unbesiegbar sein! :D

bluemonkey
12-02-2009, 14:10
Wer weiß, vielleicht komme ich irgendwann auf den Geschmack :p

Ja, das Gefühl (tot) soll süchtig machen:

Einmal probiert, für immer verführt! :rofl:

vakuum
12-02-2009, 20:53
was weisst du denn vom tod, bluemonkey?

nichts!

ich auch nicht, übrigens!


viele grüsse

vakuum

bluemonkey
12-02-2009, 21:06
was weisst du denn vom tod, bluemonkey?

nichts!

ich auch nicht, übrigens!


Bloß weil Du beschlossen hast, nicht über Dinge nachzudenken, Die Du nicht selbst erfahren hast, müssen das ja nicht alle tun;)

vakuum
12-02-2009, 21:59
macht es einen unterschied über leichen zu denken oder über den eigenen tod?

bluemonkey
12-02-2009, 23:17
macht es einen unterschied über leichen zu denken oder über den eigenen tod?

Denk mal drüber nach, mit etwas Glück kommst Du alleine drauf;)

vakuum
12-02-2009, 23:19
was ich darüber denke, weiss ich bereits.
nicht aber was andere dazu denken.

LoneWolf
13-02-2009, 04:30
macht es einen unterschied über leichen zu denken oder über den eigenen tod?

Ich persönlich würde mir kein Bild vom Tod oder was danach kommt machen wollen. Ich bin aber weit genug um zu erahnen wie das sein könnte... Wer einmal die Stille und die Leere erfahren hat sieht vieles in einem anderen Licht.

Denken ist allerdings schlecht denn das Sein reagiert nicht auf Schein! ;)

Nymphaea Alba
13-02-2009, 14:30
macht es einen unterschied über leichen zu denken oder über den eigenen tod?

Der Tod hat, wie so vieles im Leben ;), ja genügend Teilaspekte, die sich unserer direkten Betrachtung weniger entziehen, als der Aspekt der Nachvollziehbarkeit. Es kann und wird niemals um Vollständigkeit dabei gehen und ist, denke ich, auch vollkommen irrelevant.
Daher macht es also durchaus einen Unterschied, ob man über Leichen oder den eigenen Tod nachdenkt bzw. was man dadurch über Tod erfährt /weiß. :)

vakuum
13-02-2009, 22:00
ist es aber nicht so, dass man über den tod nur dann richtig sprechen kann, wenn man tot wäre?
oder allenfalls wenn man ein 'nahtoderlebnis' hatte?
denn alles andere ist doch die beobachterperspektive IM leben.

eine leiche ist etwas lebendig wahrgenommenes und hat in dem sinn gar rein nichts mit 'meinem tod' zu tun.

oft ist es aber erfahrungsgemäss so, dass menschen - die materialistisch orientiert (wurden... http://www.kampfkunst-board.info/forum/images/smilies/wink.gif) - in der leiche den eigenen tod meinen antizipieren zu können, was aber philosophisch schlichtweg falsch ist.

eine mit sinnesorganen wahrgenommene leiche ist eine bestätigung für das menschliche leben wie alles andere wahrgenommene auch und sagt eben gar nichts über das 'tatsächliche' tot-sein aus.

es ist auch nicht falsch zu sagen, dass 'ich' noch immer gelebt habe, mich noch immer in der gegenwart befunden habe und nirgends sonst.
insofern gibt es eine plausibilität des 'totalen endes' http://www.kampfkunst-board.info/forum/images/smilies/eek.gif gar nicht!!! http://www.kampfkunst-board.info/forum/images/smilies/rolleyes.gif
- respektive ist nichts anderes als ein gedanke IM leben. http://www.kampfkunst-board.info/forum/images/smilies/cool.gif

damit weiss ich aber dennoch nichts von meinem tod! http://www.kampfkunst-board.info/forum/images/smilies/redface.gif

aber nicht-wissen ist etwas anderes als sich mit einer künftigen leiche identifizieren. http://www.kampfkunst-board.info/forum/images/smilies/smile.gif




viele grüsse
vakuum

russell
13-02-2009, 22:54
Mir wäre es am liebsten, wenn ich 70 Jungfrauen bekomme!

Wir menschen sind sehr Ignorant denn, alle Lebewesen kommen einmal in den Himmel. Stellt euch doch mal einen Armeisenhimmel vor!

Die Geburt ist der Anfang, der Tod das Ziel. Wie ein Film. Die frage ist nicht was passiert, sondern wie es passiert.

Jedesmal wenn ich an den Tod denke, ist es unbewusst, und es überkommt mich ein schaudern.
Ich denke man sollte wirklich nicht drüber nachdenken, selbst nicht, wenn man im sterben liegt. Man sollte sich weise, mit seiner letzten Kraft, humorvoll von seinen nachkommen und evtl. den Rest seiner Familie verabschieden. Ich finde es sehr wichtig, das man sich von den Menschen, die man liebt, verabschieden kann.
Wer will schon alleine sterben?

Russel

vakuum
13-02-2009, 23:31
"Jedesmal wenn ich an den Tod denke, ist es unbewusst, und es überkommt mich ein schaudern."



ist dieses 'schaudern' etwas 'natürliches' oder etwas konditioniertes?

russell
14-02-2009, 00:20
Konditionierung im dem Sinne, hat damit weniger zu tun, wenn ich an das Glocke leuten-Futter-Prinzip denke. Wenn du mir die Frage richtig stellst werde ich gern näher drauf eingehen.

bluemonkey
14-02-2009, 07:21
Mir wäre es am liebsten, wenn ich 70 Jungfrauen bekomme!


weibliche oder männliche, Alter und Aussehen egal?
und was machst Du nach 70 Tagen?

Wieso überhaupt Jungfrauen? Scheust Du den Vergleich? Boxt Du auch lieber mit blutigen Anfängern?
Und was meinst Du mit "bekommen"? Sollen Die willenlos sein, oder Deine Sklaven?
Wäre Dein Himmel vielleicht die Hölle für die Jungfrauen?



Wir menschen sind sehr Ignorant denn, alle Lebewesen kommen einmal in den Himmel. Stellt euch doch mal einen Armeisenhimmel vor!


müssen die da nicht arbeiten?

Ich kann mir nicht mal einen Menschenhimmel vorstellen. Was soll das sein, Schlaraffenland? Freibier für alle?

vakuum
14-02-2009, 11:52
hallo russell


kleine kinder fragen interessiert und offen nach dem tod, sie können nicht verstehen, was die erwachsenen damit meinen.
sie schaudern dabei NICHT.

also ist das schaudern im zusammenhang mit dem an-den-tod-denken etwas konditioniertes - also etwas ohne entscheidungsfreiheit anerzogenes.

z.b. wenn ein kind mal eine leiche sieht, z.b. eine tierleiche, und die eltern oder lehrer sagen, 'siehst, das ist tot, so werden wir alle auch mal tot sein', dann ist es ja verständlich, dass einen da ein schaudern überkommt.

dummerweise ist aber die aussage der eltern/lehrer ungenau, respektive eine blosse spekulation aufgrund der identifikation mit dem körper.
letzteres wird einem auch 'beigebracht', da wir nach wie vor in einer vorwiegend materialistisch gedeuteten sozialen welt leben.



viele grüsse

vakuum

LoneWolf
14-02-2009, 11:54
müssen die da nicht arbeiten?

Ich kann mir nicht mal einen Menschenhimmel vorstellen. Was soll das sein, Schlaraffenland? Freibier für alle?

Dann bist Du besoffen, fängst Streit an, wirst bestrafft und kommst in die Hölle! ;)

Wir haben halt alle das Problem des materialistischen Denkens. Fragt unser Verstand also was nach dem Tode auf uns wartet dann erwartet er etwas an dem er sich festhalten kann. Darin liegt schon das Problem: Etwas was sich an irgendwas festhalten will ist begrenzt, hat Angst und wird nie frei sein.

Ich glaube das alles was wir brauchen gegenwärtig in uns schlummert aber wir müssen es entdecken, zulassen und dabei viele Dinge loslassen von denen wir glaubten, dass sie das wichtigste auf der Welt sind.

Ich glaube wer an der Unendlichkeit des Seins, der Leere oder der Stille auch nur ein einziges Mal geschnuppert hat der wird wie von einem Magnet angezogen bis er seinen wahren Ursprung erkennt und sich diesem hingibt. Erst dann wird sein Verstand schweigen und nicht mehr fragen was nach dem Tode wartet!

bluemonkey
14-02-2009, 12:23
z.b. wenn ein kind mal eine leiche sieht, z.b. eine tierleiche, und die eltern oder lehrer sagen, 'siehst, das ist tot, so werden wir alle auch mal tot sein', dann ist es ja verständlich, dass einen da ein schaudern überkommt.


Hat man das zu Dir gesagt, als Du ein Kind warst?:(

Die meisten sagen doch nicht: "Deine Oma ist jetzt tot, bald wird sie verfaulen, das wird mir und dir eines Tages auch so gehen", sondern erzählen irgendendetwas gefälligeres, wie die Oma ist jetzt im Himmel und guckt uns von oben zu?

Was sagst Du denn einem Kind, wenn seine Katze oder Oma gestorben ist?
vielleicht:
"Deine Oma ist nur tot, weil Du denkst, sie wäre tot, aber das soll jetzt keine Schuldzuweisung sein.." ?
:rolleyes:

Kann ein Kind überhaupt eine Leiche wahrnehmen, ohne gehirngewaschen zu sein?:gruebel:

bluemonkey
14-02-2009, 12:26
Dann bist Du besoffen, fängst Streit an, wirst bestrafft und kommst in die Hölle! ;)


manche fangen Streit an, weil sie nix zu trinken kriegen:

sQ_l2qA5bj0

vakuum
14-02-2009, 12:37
"Hat man das zu Dir gesagt, als Du ein Kind warst?"


alles in allem, eltern plus schule, ja! dahingehen bin ich eindeutig konditioniert worden und die meisten anderen, die ich kenne auch.


"Die meisten sagen doch nicht: "Deine Oma ist jetzt tot, bald wird sie verfaulen, das wird mir und dir eines Tages auch so gehen", sondern erzählen irgendendetwas gefälligeres, wie die Oma ist jetzt im Himmel und guckt uns von oben zu?"


das haut aber nur dann hin, wenn die eltern selbst das glauben!
ausserdem kommt dann die schule, und dort wird das nicht so erzählt, sondern dort gibt's biologieunterricht.


"Was sagst Du denn einem Kind, wenn seine Katze oder Oma gestorben ist?
vielleicht:
"Deine Oma ist nur tot, weil Du denkst, sie wäre tot, aber das soll jetzt keine Schuldzuweisung sein.." ?"


ich würde sagen, sie ist tot.
der körper ist offensichtlich tot.
wie es der katze aber geht, dem 'geist'/ der 'seele' der katze, wissen wir nicht.
ich würde eben sagen, dass eine leiche nichts über den eigenen tod aussagt, abgesehen von der endlichkeit des körpers.

was würdest du, bluemonkey, sagen?


viele grüsse

vakuum

LoneWolf
14-02-2009, 12:48
*lol* Daran sieht man mal wieder, dass ein jeder seine eigene Vorstellung von dem hat was man Himmel nennt! *g* Früher wäre es bei mir auch das Hofbräuhaus gewesen. *g*

bluemonkey
14-02-2009, 14:43
ich würde sagen, sie ist tot.
der körper ist offensichtlich tot.
wie es der katze aber geht, dem 'geist'/ der 'seele' der katze, wissen wir nicht.
ich würde eben sagen, dass eine leiche nichts über den eigenen tod aussagt, abgesehen von der endlichkeit des körpers.

was würdest du, bluemonkey, sagen?


So ungefähr das gleiche:) (würde ein Biologe was anderes sagen?)

Wichtig ist aus meiner Sicht, das Kinder einerseits den Kreislauf und die Vergänglichkeit irdischen Lebens erkennen können, andererseits aber keine dauernde Angst haben, dass sie oder ihre Eltern, Freunde tatsächlich bald sterben könnten.

vakuum
14-02-2009, 15:27
solange wissenschaftler nach dem geist in der materie suchen und die dazu notwenigen prämissen in den 'lehrplan' sickern, ist es logisch, dass viele angst ('schaudern') vor dem tod haben.
aufgeweckte kinder werden nicht an einen personifizierbaren 'lieben gott' glauben, den ein paar vertrauensunwürdige religionslehrer pathetisch preisen, sondern sich eher an den wissenschaftsfächern orientieren, weil dort angeblich 'nüchternheit' vorherrscht.

doch dort wird aber nicht gelehrt, dass materie im geist erscheint, und nicht umgekehrt.

warum?

weil viele lehrer und selbst berühmte bewusstseinsforscher wie metzinger das nicht begreifen.

suchen die doch tatsächlich nach den grundlagen des bewusstseins und übersehen, dass die grundlage das bewusste suchen danach ja schon ist!
alles, was als bewusstsein/'leben' irgendwo in materie (hirn z.b.) ausgemacht werden kann, ist ZWINGEND schon sekundär, da es ja im primären geist, der sich damit befasst, erscheinen muss.

sobald jemandem klar wird, dass welt und der jeweils eigene körper in ihm erscheint und nicht er in der welt ist, hat man automatisch ein anderes verhältnis zum sogenannten 'tod'.

mir wurde das aber erst nach dreissig klar und das trotz mittel- und hochschulen.



viele grüsse

vakuum

mantis.wilm
14-02-2009, 15:33
Das sehe ich genauso, Sam.

Der Geist sucht nach seinem Ursprung, kann aber auf das, was NACH dem Ursprung an Struktur alles kommt, nicht verzichten, um überhaupt suchen zu können.

Dass geistige Sub-Ebenen Voraussetzung dafür sind, überhaupt zu suchen, quasi mit Hilfe eines tieferliegenden Betriebssystems, macht deutlich, dass der Mensch sich nicht bis zu seinem Ursprung, was immer das ist, abbilden kann.

Es ist ein bisschen wie eine Datenbank: Hätte sie Bewußtsein und versuchte, sich selbst zu entschlüsseln, würde Sie alle Daten, die sie enthält, sortieren, kathegorisieren und würde irgendwann bei 0 ankommen. Dass sie selbst aber wieder auf tieferen Strukturen basiert, die wieder eine Art Datenbank darstellen, kann ihr nicht bewußt sein. Diesen Trugschluss sieht man aber nur von aussen, nicht von Innen, als Element der Datenbank.

vakuum
14-02-2009, 15:40
hallo wilm,


"Der Geist sucht nach seinem Ursprung, kann aber auf das, was NACH dem Ursprung an Struktur alles kommt, nicht verzichten, um überhaupt suchen zu können."



völlig richtig!
ich fasse diese suche am ehesten als 'spiel' auf! http://www.kampfkunst-board.info/forum/images/smilies/rolleyes.gif



"Dass geistige Sub-Ebenen Voraussetzung dafür sind, überhaupt zu suchen, quasi ein tieferliegendes Betriebssystem, macht deutlich, dass der Mensch sich nicht bis zu seinem Ursprung, was immer das ist, abbilden kann."



ja, denn im ausdruck 'der mensch' ist ja stets dessen körper mitgemeint!


viele grüsse

sam

bluemonkey
14-02-2009, 15:46
solange wissenschaftler nach dem geist in der materie suchen und die dazu notwenigen prämissen in den 'lehrplan' sickern, ist es logisch, dass viele angst ('schaudern') vor dem tod haben.
aufgeweckte kinder werden nicht an einen personifizierbaren 'lieben gott' glauben, den ein paar vertrauensunwürdige religionslehrer pathetisch preisen, sondern sich eher an den wissenschaftsfächern orientieren, weil dort angeblich 'nüchternheit' vorherrscht.

doch dort wird aber nicht gelehrt, dass materie im geist erscheint, und nicht umgekehrt.


Den meisten Wissenschaftlern ist wohl klar, dass ihre Wahrnehmung von der Welt in ihrem Geist erscheint.
Ob sich dieser Geist jetzt die Gehirne ausgedacht hat, oder selbst wiederum nur das Produkt einer komplexen Struktur ist, ist so leicht nicht entscheidbar, dass man jemanden, der das eine oder das andere glaubt, mangelndes Verständnis vorwerfen könnte.
Wenn man die Welt beobachtet findet man Gehirne ohne Bewusstsein, Gehirne mit Bewusstsein, aber selten Bewusstsein ohne Gehirn.
Daher liegt der Schluss, dass das Vorhandensein einer komplexen Struktur wie ein Gehirn eine notwendige, wenn auch keine hinreichende Bedingung für ein Bewusstsein ist nicht weit.

mantis.wilm
14-02-2009, 15:56
Hey, Bluemonkey, was hälst Du denn von der These, dass erst Hirn und Körper es einem Bewußtsein ermöglichen, von sich Kenntnis nehmen zu lassen?

Ist es nicht paradox, wenn Du sagst: "Selten ist Bewußtsein ohne Hirn"?

Wenn ich den Fernseher ausmache, also den Kommunikationsweg, ist der Sender dann mitverschwunden oder nehme ich nur keine Kenntnis mehr von ihm? Wir sind doch aufgrund unserer Form darauf angewiesen, ebenfalls Form vorzufinden, wenn wir kommunizieren wollen. Der Rückschluss, den Du ziehst, ist für mich aus der Luft gegriffen.

dermatze
14-02-2009, 15:57
Hi,
entschuldigt, dass ich hier kurz off topic dazwischenhaue. Ich wollte nur kurz, weil Vakuum :winke: wieder auf Prägung zu sprechen kam und weil eine Angstreaktion auf den Tod beschrieben wurde, diesen link hier reinwerfen.
http://www.lptw.de/archiv/vortrag/2003/gruen.pdf

So bin wieder raus.:)

Alles Gute, danke
ciao.

edit:
wilm:
genau meine Eindruck.

vakuum
14-02-2009, 16:03
hi bluemonkey


diese argumentationsart ist mir schon bekannt, stützt sich aber auf schlussfolgerungen, nicht auf primär erlebte wirklichkeit.



"Wenn man die Welt beobachtet findet man Gehirne ohne Bewusstsein, Gehirne mit Bewusstsein, aber selten Bewusstsein ohne Gehirn."



die alltägliche erlebenswelt ist frei von wahrnehmbaren gehirnen und dennoch bewusst.
auch muss ich nicht denken, meinem denken sei das hirn vorläufig, um denken zu können. ich kann dennoch denken.

ein 'gehirn mit bewusstsein' hat noch kein mensch gefunden, sondern höchstens 'bewusstsein' aufgrund von korrelation von beobachtetem verhalten mit gehirnmessungen geschlussfolgert.



viele grüsse
vakuum

vakuum
14-02-2009, 16:05
halllo dermatze!

warum so schüchtern?

bist doch hochwillkommen hier!

ich kenne gruen und werde das gerne lesen!


viele grüsse

sam

dermatze
14-02-2009, 16:09
Hi,
na schüchtern nicht, danke für die Einladung.:)
Muss aber passen, leider. Zu wenig Kapazitäten, für dieses Thema und parallel den Austausch mit Crassus und nessuno.
Auf zwei Hochzeiten kann ich leider nicht tanzen, zumindest nicht ernsthaft. Mitlesen tue ich aber gerne.:cool:

Grün ist sehr empfehlenswert.

Gruß
matze

mantis.wilm
14-02-2009, 16:17
Hey Matze, mal abgesehen von der schludrigen Sprache - aber es scheint eine Transskription eines Vortrags zu sein - interessanter Text.

Dieser Gehorsam unter Ausblendung eigener, autonomer Urteile findet gerade intensiv im Wirtschaftsleben statt. Viele sollten doch erkennen, dass dieses System tief ungerecht ist und nicht ewig funktionieren kann, aber ein jeder versucht, zu seiner Rettung beizutragen, selbst seine Opfer, die sich aber verleugnen und Unter-Opfer suchen.

bluemonkey
14-02-2009, 16:17
Hey, Bluemonkey, was hälst Du denn von der These, dass erst Hirn und Körper es einem Bewußtsein ermöglichen, von sich Kenntnis nehmen zu lassen?


Darüber habe ich auch schon intensiv nachgedacht, das halte ich durchaus für möglich.(Persönlich ziehe ich diese Möglichkeit sogar vor;))




Wenn ich den Fernseher ausmache, also den Kommunikationsweg, ist der Sender dann mitverschwunden oder nehme ich nur keine Kenntnis mehr von ihm? Wir sind doch aufgrund unserer Form darauf angewiesen, ebenfalls Form vorzufinden, wenn wir kommunizieren wollen. Der Rückschluss, den Du ziehst, ist für mich aus der Luft gegriffen.

Ich habe keinen absoluten Schluss gezogen, sondern nur eine Möglichkeit aufgezeigt. ;)
Es könnte also sein, dass der Film unseres Geistes nur von unserem Gehirn empfangen wird (Fernsehermodell) oder, dass unser Geist aus der Komplexität unseres Gehirns heraus entsteht (Computermodell).
Das Fernsehermodell hat aus wissenschaftlicher Sicht den "Nachteil", dass es zusätzliche Annahmen braucht (Existenz eines Senders).
Im Falle eines Fernsehers kann ich den Sender abschirmen, so dass trotz funktionierendem Apparat kein Empfang mehr möglich ist. Wurde so etwas schon beobachtet im Falle von Bewusstsein?

mantis.wilm
14-02-2009, 16:19
Also ich kenne sehr viele vom geistigen Sender abgeschirmte Empfänger...;)

mantis.wilm
14-02-2009, 16:23
Aber mal im Ernst: Dein Computermodell ist doch auch etwas zu verkürzt, oder?

Der Computer erstellt die Daten ja nicht, er bildet sie ab und bearbeitet sie, nach Vorgaben. Das heißt aber, der Inhalt ist schon vor erstmaligem Einschalten des Computers da, er ist nur Träger und Bearbeiter dessen, was er aufnimmt.

Übrigens bin ich in anderer Hinsicht ein großer Freund des Hirn-Computer-Vergleichs. Es gibt fast erschreckend viele Parallelen...

bluemonkey
14-02-2009, 16:26
hi bluemonkey


diese argumentationsart ist mir schon bekannt, stützt sich aber auf schlussfolgerungen, nicht auf primär erlebte wirklichkeit.


Auf Basis primär erlebter Wirklichkeit lässt sich nicht diskutieren oder argumentieren, weil sie eben subjektiv ist.
Wenn die primär erlebte Wirklichkeit eines Menschen darin besteht, dass er rosa Elefanten sieht, wie sollte ich mit meiner primär erlebten Wirklichkeit dagegenhalten außer "ich sehe aber keine!" - "ich schon!" - "ich nicht!"....?

Über den klassischen Weg der Logik ist die Bewusstseinsfrage aber nicht lösbar, weil der Beschreibende und das zu Beschreibende eins sind.
Daher sind alle entsprechenden Behauptungen Glaubenssätze, aber nichts, was man mit "haben noch nicht begriffen" angreifen kann.

bluemonkey
14-02-2009, 16:41
Aber mal im Ernst: Dein Computermodell ist doch auch etwas zu verkürzt, oder?

Der Computer erstellt die Daten ja nicht, er bildet sie ab und bearbeitet sie, nach Vorgaben. Das heißt aber, der Inhalt ist schon vor erstmaligem Einschalten des Computers da, er ist nur Träger und Bearbeiter dessen, was er aufnimmt.


Alle Modelle sind Vereinfachungen und können nur Teilaspekte veranschaulichen. Strapaziert man die Modelle zu sehr, um schlußzufolgern, kommt oft Mist raus.
Ein Computer kann mit einer Sensorik Verbunden sein, die ihm Daten übermittelt.
Im Gehirnvergleich wären das die Sinnesorgane.
Die Sinnesorgane nehmen nicht Daten eines Bewusstseinsenders auf, sondern Daten aus der Umgebung;).
Wie bestimmte Daten abgebildet werden ist durch die Hard- und Software vorgegeben.
Auch die Software wird dem Computer über materielle oder energetische Informationsträger zugeführt.
Der konkrete Inhalt ist nicht vor dem erstmaligen Einschalten des Computers da, lediglich die Möglichkeit.
Über eine Sensorik und entsprechende Programme könnte dem Computer eine Vorstellung von "zu mir gehörend" und "nicht zu mir gehörend" und damit "für mich schädlich" und "für mich nützlich" vermittelt werden. Eine entsprechende Programmierung könnte den Computer veranlassen, Handlungen, die zu seinem Schaden sind zu vermeiden, und Handlungen, die zu seinem Nutzen sind, zu suchen....
Vielleicht entsteht ab einer gewissen Komplexitätsstufe ja so etwas wie Schmerzempfinden, Lustempfinden und ein Bewusstsein?




Übrigens bin ich in anderer Hinsicht ein großer Freund des Hirn-Computer-Vergleichs. Es gibt fast erschreckend viele Parallelen...

Da es in beiden Fällen um Rechenmaschinen geht, ist das nicht verwunderlich, schließlich versucht man in gewissen Bereichen ja das Gehirn oder Nervensysteme nachzubilden.

mantis.wilm
14-02-2009, 16:54
Mit dem Inhalt meine ich die Daten, die anschließend eingegeben werden. Die sind durchaus schon vorher da.

Wenn aus Modellen Mist herauskommt, wenn man sie strapaziert, sind sie Mist(-;

"Die Sinnesorgane nehmen nicht Daten eines Bewusstseinsenders auf, sondern Daten aus der Umgebung."

Das ist absolut nicht geklärt. Es gibt mindestens eine Wechselwirkung, die Sinnesorgane transportieren auch ohne jeden Aussenreiz Informationen zur CPU(-;

vakuum
14-02-2009, 17:14
hallo bluemokey,



Auf Basis primär erlebter Wirklichkeit lässt sich nicht diskutieren oder argumentieren, weil sie eben subjektiv ist.


es lässt sich NUR auf der (subjektiven) basis von erlebter wirklichkeit diskutieren!
denn sprache IST erlebte wirklichkeit, egal ob sie 'sinnliches' thematisiert oder abstrahiertes.





Wenn die primär erlebte Wirklichkeit eines Menschen darin besteht, dass er rosa Elefanten sieht, wie sollte ich mit meiner primär erlebten Wirklichkeit dagegenhalten außer "ich sehe aber keine!" - "ich schon!" - "ich nicht!"....?



aber kommt das denn vor?




Über den klassischen Weg der Logik ist die Bewusstseinsfrage aber nicht lösbar, weil der Beschreibende und das zu Beschreibende eins sind.



ja!
ganz genau!





"Daher sind alle entsprechenden Behauptungen Glaubenssätze, aber nichts, was man mit "haben noch nicht begriffen" angreifen kann."



nein. dass bewusstsein ist, wenn ich bin, und alles (wahrnehmungen, gedanken, gefühle, empfindungen, erinnerungen, emotionen, ahnungen) dort ('darin') erscheint, ist kein glaubenssatz, denn nichts anderes ist erfahrbar.


viele grüsse

vakuum

vakuum
14-02-2009, 17:32
zitat wilm:



Dieser Gehorsam unter Ausblendung eigener, autonomer Urteile findet gerade intensiv im Wirtschaftsleben statt. Viele sollten doch erkennen, dass dieses System tief ungerecht ist und nicht ewig funktionieren kann, aber ein jeder versucht, zu seiner Rettung beizutragen, selbst seine Opfer, die sich aber verleugnen und Unter-Opfer suchen.



genau!
und das schmieröl für diese prozesse sind eben wieder mal schuldzuweisungen. wer das nicht glaubt, der gucke sich irgendeine tv-diskussion zu diesem bankentheater an.

wäre global erkannt, dass schuldzuweisungen nichts lösen, müssten SACHLICHE aspekte des 'kapitalismus' (z.b. die ressourcenländer, die 'gier' ohne vorwurf!!) in den vordergrund treten und somit auch die gewissensebene eines jeden aktiviert werden - aber ohne gesetzliche muster.

wenn's aber kriselt, so lautet das gewohnheitsbedingte verfahren immer: 'wir brauchen neue gesetze', was ja nichts anderes heisst als neue schuldzuweisungsgrundlagen.

und immer dort wo eine schuld 'dingfest' gemacht wird, wird nicht mehr weitergedacht/ - gespürt und die probleme werden verlagert oder scheinbehoben.


viele grüsse

sam

russell
14-02-2009, 17:46
weibliche oder männliche, Alter und Aussehen egal?
und was machst Du nach 70 Tagen?

Wieso überhaupt Jungfrauen? Scheust Du den Vergleich? Boxt Du auch lieber mit blutigen Anfängern?
Und was meinst Du mit "bekommen"? Sollen Die willenlos sein, oder Deine Sklaven?
Wäre Dein Himmel vielleicht die Hölle für die Jungfrauen?



müssen die da nicht arbeiten?

Ich kann mir nicht mal einen Menschenhimmel vorstellen. Was soll das sein, Schlaraffenland? Freibier für alle?

1 Von vorne anfangen denke ich!!!
2 Ich boxe gegen einen 130 Kilo ex Muay Thai Wettkampfwalross :D
3 Sklaven wären nicht schlecht, aber die Obersklavin sollte Charakter haben.
4 Gute Frage
5 Du bist ein Fantasieloser Mensch!


hallo russell


kleine kinder fragen interessiert und offen nach dem tod, sie können nicht verstehen, was die erwachsenen damit meinen.
sie schaudern dabei NICHT.

also ist das schaudern im zusammenhang mit dem an-den-tod-denken etwas konditioniertes - also etwas ohne entscheidungsfreiheit anerzogenes.

z.b. wenn ein kind mal eine leiche sieht, z.b. eine tierleiche, und die eltern oder lehrer sagen, 'siehst, das ist tot, so werden wir alle auch mal tot sein', dann ist es ja verständlich, dass einen da ein schaudern überkommt.

dummerweise ist aber die aussage der eltern/lehrer ungenau, respektive eine blosse spekulation aufgrund der identifikation mit dem körper.
letzteres wird einem auch 'beigebracht', da wir nach wie vor in einer vorwiegend materialistisch gedeuteten sozialen welt leben.



viele grüsse

vakuum

Du hast recht, dieses Schaudern, tritt ungewollt auf. Erst nach dem Tod meiner Schwester, die an Krebs mit 34 J. starb, fing das an.
Naja, kann man nichts machen. Sowas muss man ja auch erstmal verarbeiten.

Gruß Russell

bluemonkey
14-02-2009, 17:53
zitat wilm:





genau!
und das schmieröl für diese prozesse sind eben wieder mal schuldzuweisungen. wer das nicht glaubt, der gucke sich irgendeine tv-diskussion zu diesem bankentheater an.

wäre global erkannt, dass schuldzuweisungen nichts lösen, müssten SACHLICHE aspekte des 'kapitalismus' (z.b. die ressourcenländer, die 'gier' ohne vorwurf!!) in den vordergrund treten und somit auch die gewissensebene eines jeden aktiviert werden - aber ohne gesetzliche muster.

wenn's aber kriselt, so lautet das gewohnheitsbedingte verfahren immer: 'wir brauchen neue gesetze', was ja nichts anderes heisst als neue schuldzuweisungsgrundlagen.

und immer dort wo eine schuld 'dingfest' gemacht wird, wird nicht mehr weitergedacht/ - gespürt und die probleme werden verlagert oder scheinbehoben.


viele grüsse

sam

Kannst Du nicht den ultimativen Schuldzuweisungs-/Gehirnwäschethread aufmachen?
Ich glaube das hat mit dem Thema Tod nur sehr peripher zu tun;)

vakuum
14-02-2009, 18:21
ich glaub', du hättest ein talent zum moderator!

die vorstellungen zum thema tod und die ängste dazu, haben sehr wohl mit schuldzuweisungen zu tun.


hab aber keine zeit jetzt.

später! :-)


viele grüsse

vakuum

bluemonkey
14-02-2009, 20:01
später! :-)


das macht mir Angst:(:p

mantis.wilm
14-02-2009, 20:39
Brauchst Du nicht haben! Der tut nix, der will nur spielen ;)

dermatze
15-02-2009, 02:18
Dieser Gehorsam unter Ausblendung eigener, autonomer Urteile findet gerade intensiv im Wirtschaftsleben statt. Viele sollten doch erkennen, dass dieses System tief ungerecht ist und nicht ewig funktionieren kann, aber ein jeder versucht, zu seiner Rettung beizutragen, selbst seine Opfer, die sich aber verleugnen und Unter-Opfer suchen.

Kurz hierzu, weil ich mich ja doch "gereizt" fühle und eh nicht schlafen kann:

Ja ne. Du sprichst mir hier sowas von aus der Seele. Wie oft ich alleine höre, dass der Zweck die Mittel heiligt...usw. :(
Man verhökert doch nicht seine Werte für "Funktionalität", die oft zudem noch zweifelhaft ist. Ich denke, weil vielen das auch unterbewusst (mindestens) klar ist entstehen viele Probleme mit sich selbst erst. Dadurch, dass man gegen die eigenen Werte handelt. Wohl einer der größten Fehler die man machen kann. (denn daraus folgt, oder kann, eine Schuldzuweisung z.B. gegen sich selbst. Und was daraus folgen kann ist im schlimmsten Fall der Sprung von der Brücke)
Nur wenn man so argumentiert steht man als Nestbeschmutzer da.
Und das ein Stück weit auch noch zu Recht, wenn man Teil davon ist.
An der Wirkung sieht man die Widernatürlichkeit der Ursache...

bluemonkey:

Kannst Du nicht den ultimativen Schuldzuweisungs-/Gehirnwäschethread aufmachen?
Ich glaube das hat mit dem Thema Tod nur sehr peripher zu tun
Wozu? Es ist im Philo-Bereich doch sehr interessant zu sehen, wie sich die Themen entwickeln.
Warum das abschneiden? Ich sehe hier schon Zusammenhänge, außerdem beobachte ich die Entwicklung der Themen hier sehr gerne und finde in anderen Bereichen oft schade, wenn dieses unterbunden wird. Hängt doch alles irgendwie zusammen...

bluemonkey
15-02-2009, 07:54
-

blauvogel
15-02-2009, 14:15
hi,


kleine kinder fragen interessiert und offen nach dem tod, sie können nicht verstehen, was die erwachsenen damit meinen.
sie schaudern dabei NICHT.

hi, das deckt sich nicht mit meinen erfahrungen.
kinder wissen sehr wohl um die endgültigkeit des todes und dass sie auch als kind sterben können (auch wenn sie es unfair finden).

ich war als kind sehr krank und mir war bei massivster atemnot im alter von knapp 6 jahren sehr bewusst, dass ich sterben könnte.
in dem moment nicht, aber die tage danach hatte ich heftige todesängste.

kinder wissen enorm viel - unterschätzt sie nicht.

gruss
blauvogel

pilgrim
15-02-2009, 16:12
kinder wissen sehr wohl um die endgültigkeit des todes und dass sie auch als kind sterben können (auch wenn sie es unfair finden)Das ist richtig.
Etwa mit 4 Jahren ist die Vorstellung von "Tod" vollständig entwickelt.
Tod ist dabei als Ende von Beziehung verstanden. (Der Tote fehlt mir.)
Und als das Ende von (offensichtlicher) Handlungsmöglichkeit. (Der Tote kann nicht mehr.)

Kinder können heftig schaudern: Es gibt Phasen, in denen bewußt wird, daß die Eltern einmal Tod sein werden. Dieser Beziehungsabbruch ist auch gedanklich schwer auszuhalten in einer Zeit, in der diese Beziehung so stark prägend ist.
Die eigene Sterblichkeit macht ihnen - wenn nicht konkrete Gründe vorliegen, dann durchaus logischerweise - interessanterweise keine vergleichbare Angst.

Der Hinweis bei Ansicht eines Kadavers: Wir sterben auch einmal, löst eher keine Angst aus: Kinder finden den vom Hund totgebissenen Feldhamster eher hochspannend. Je nach Alter treten viel konkretere Mißverständnisse auf. So dachte meine Tochter lange, daß an allen Toten ein kleiner Faden hängt. (Bei jenem Feldhamster hing eine Sehne heraus.)

Unsere Tochter hat die ersten Lebensjahre auf dem Land verbracht und allerlei auf unterschiedliche Weise zu tode gekommenen Tiere gesehen. Bei mir war das damals ähnlich. Es gab z.B. noch Hausschlachtungen. Alles in allem ein recht ungezwungener Umgang mit dem Tod.
Macht so etwas einen Unterschied aus zu Kindern, die so etwas nicht erleben? Wenn ja, welchen?

Ob jemand Angst hat vor dem Tod hat, ob nun Kind oder Erwachsener, liegt vielleicht viel mehr daran, wie das Leben gestaltet und gelebt wird. Nicht so sehr daran, welche Vorstellungen man davon hat, ob und was danach sein wird.

Wenn man versucht, jeden Tag so zu leben, daß er in sich "richtig" ist und "gut" (im Sinne von schön, sinnvoll, reich), also so, daß er als ein letzter Tag gut taugen würde, dann kann einem der Tod eigentlich keine Angst mehr machen.

Grüße,
Carsten

Nymphaea Alba
15-02-2009, 20:25
Ob jemand Angst hat vor dem Tod hat, ob nun Kind oder Erwachsener, liegt vielleicht viel mehr daran, wie das Leben gestaltet und gelebt wird. Nicht so sehr daran, welche Vorstellungen man davon hat, ob und was danach sein wird.

Wenn man versucht, jeden Tag so zu leben, daß er in sich "richtig" ist und "gut" (im Sinne von schön, sinnvoll, reich), also so, daß er als ein letzter Tag gut taugen würde, dann kann einem der Tod eigentlich keine Angst mehr machen.

Grüße,
Carsten

Das wiederum deckt sich jetzt mit meiner Erfahrung nicht; ich gestalte mein Leben seit einiger Zeit relativ sinnfrei und über weite Strecken bin ich sehr unbefriedigt was das anbelangt. Für einen derartigen emotionalen Bezug wie Angst reicht es hinsichtlich Tod dennoch nicht. Ob es daher bei anderen die Hauptursache ist, bezweifle ich.
Ich denke, die Angst oder die furchtsame Haltung gegenüber dem Tod und seinen Folgen rührt aus der persönlichen Haltung heraus. Erfahrungswerte, Antizipation, dem generellen Umgang Anspruch an die Umwelt (was will ich, was meine ich was mir zusteht, will ich mich von bestimmten Dingen (also auch Alltagserfahrungswerte) lösen können oder bin ich gar nicht dazu in der Lage).
Soweit, so unkonkret. :o ;)

dermatze
16-02-2009, 00:20
:ups:
Hi,
jetzt mal ohne Schleimspur...warst du nicht Krankenschwester?:o

Zumindest beruflich fällt mir nicht viel ein, was sinnvoller sein könnte.
...
Gruß

vakuum
16-02-2009, 00:29
hi blauvogel,




hi, das deckt sich nicht mit meinen erfahrungen.
kinder wissen sehr wohl um die endgültigkeit des todes und dass sie auch als kind sterben können (auch wenn sie es unfair finden).


endgültig?
welches ende ist da aber für wen gültig?

kinder begreifen rasch das ende einer interkativen beziehung wenn ein teil stirbt.
DAS und das gefühl des 'fehlens', dass das auslöst, ist für sie 'der tod'.

ein eigenes 'ende' hingegen ist eh unvorstellbar, auch für erwachsene.
es ist lediglich ein abstrakter gedanke, der sich nur ausformen kann als g e d a c h t e negation zu bewusst-lebendig erfahrenem.

der tod des anderen, leichen und das fehlen von 'nahen' verstorbenen sind NICHT die todeserfahrung.
das ist eigentlich alles, worauf ich in diesem thread hinaus will.




ich war als kind sehr krank und mir war bei massivster atemnot im alter von knapp 6 jahren sehr bewusst, dass ich sterben könnte.


ja. aber sterben-können und wissen, was der tod ist, sind ja zwei paar schuhe.



in dem moment nicht, aber die tage danach hatte ich heftige todesängste.


mit 6 jahren ist man schon sehr stark konditioniert.
soziale ängste, auch aufgrund von blossen 'mitgekriegten' vorstellungen können schon im dem alter das leben zur hölle machen.



kinder wissen enorm viel - unterschätzt sie nicht.


ja. meine worte. aber leider wirkt sich sozialisierung, die unnötig hemmt und angst macht, auch schon sehr früh aus.


interessant ist es z.b. kinder zu fragen, woher sie kommen, solange sie noch nicht die materialistischen embryotheorien nachbeten.



viele grüsse

vakuum

pilgrim
16-02-2009, 11:31
der tod des anderen, leichen und das fehlen von 'nahen' verstorbenen sind NICHT die todeserfahrung.
das ist eigentlich alles, worauf ich in diesem thread hinaus will.Ist das nicht evident?

Ist es nicht gerade eine der Besonderheiten dieses Themas, daß die Erfahrung Tod nur immer nur individuell selbst gelebt werden kann, dieses Erleben aber im Gegensatz zu anderen Erfahrung nicht weitergegeben und zu einer kollektiven Erfahrung werden kann?
Auch Nahtoderfahrungen sind ja eben gerade keine Todeserfahrungen.







mit 6 jahren ist man schon sehr stark konditioniert.
soziale ängste, auch aufgrund von blossen 'mitgekriegten' vorstellungen können schon im dem alter das leben zur hölle machen.
Können vielleicht. Müssen aber glücklicherweise nicht.

pu soviel Angst.
Wenn ich dich recht verstehe, ist deiner Meinung nach "alles" auf Angst aufgebaut?
traurig


interessant ist es z.b. kinder zu fragen, woher sie kommen, solange sie noch nicht die materialistischen embryotheorien nachbeten.
Meine Tochter war nach eigener Aussage ein Funke.

Grüße,
Carsten

Nymphaea Alba
16-02-2009, 11:54
:ups:
Hi,
jetzt mal ohne Schleimspur...warst du nicht Krankenschwester?:o

Zumindest beruflich fällt mir nicht viel ein, was sinnvoller sein könnte.
...
Gruß

Das einzig nachhaltige und wirklich ausschlaggebende, was ich in meinem Berufe tue, ist diese widerwärtige Maschinerie (Krankenhausorganisationen /-systeme und Gesundheitsreformen) am Leben zu erhalten :o
Was weitaus sinnvoller wäre: Forschung z.B. ;)

mantis.wilm
16-02-2009, 12:11
Besser Forschnung...Sicher? Ich habe so einen "Gesundheitssystem-Forscher" gestern bei Anne Will erleben dürfen, den hätte ich durch die Glotze erschießen können...

Ich habe den leisen Verdacht, dass "Forschung" immer mehr dem Ökonomisieren wirtschaftlicher Abläufe dient (worunter die "Gesundheit" längst auch läuft) und nicht etwa die subjektive Lebensqualität erhöht. Darauf ist sie längst nicht mehr ausgelegt.

Nymphaea Alba
16-02-2009, 12:19
Besser Forschnung...Sicher? Ich habe so einen "Gesundheitssystem-Forscher" gestern bei Anne Will erleben dürfen, den hätte ich durch die Glotze erschießen können...

Ich habe den leisen Verdacht, dass "Forschung" immer mehr dem Ökonomisieren wirtschaftlicher Abläufe dient (worunter die "Gesundheit" längst auch läuft) und nicht etwa die subjektive Lebensqualität erhöht. Darauf ist sie längst nicht mehr ausgelegt.

Ich meinte eher die Richtung medizinisch / biologischtechnische /chemische Forschung.
Selbstverständlich hat das ganze ein weitaus größeren Hintergrund als den ethisch-moralisch-sozialen, allerdings wirft auch der nutzbringende Früchte ab.

Da Mo
16-02-2009, 12:38
Wenn wir hier schon bei Forschung etc sind.

Was haltet ihr davon in richtung Unterblichkeit zu forschen??

mantis.wilm
16-02-2009, 12:45
Ich meinte eher die Richtung medizinisch / biologischtechnische /chemische Forschung.
.

Genau die meine ich auch. Da forscht man z.B., wie man mit weniger Personal gleichzeitig weniger Pflegefälle verrecken lässt. Es aber hinzukriegen, der dritten Welt wirkungsvolle Medikamente produktionsgünstig zur Verfügung zu stellen, das ist der Forschnung noch nicht ganz gelungen. Warum auch? Zahlt ja keiner für!

vakuum
16-02-2009, 14:38
"Zitat von vakuum Beitrag anzeigen
der tod des anderen, leichen und das fehlen von 'nahen' verstorbenen sind NICHT die todeserfahrung.
das ist eigentlich alles, worauf ich in diesem thread hinaus will."
carsten."Ist das nicht evident?"


wenn ich offene türen einrenne, dann umso besser! :-)




"Ist es nicht gerade eine der Besonderheiten dieses Themas, daß die Erfahrung Tod nur immer nur individuell selbst gelebt werden kann, dieses Erleben aber im Gegensatz zu anderen Erfahrung nicht weitergegeben und zu einer kollektiven Erfahrung werden kann?"


völlig richtig.
ich begegne aber sehr oft der verwechslung von beobachter- und eigenperspektive. du nicht auch?




"Auch Nahtoderfahrungen sind ja eben gerade keine Todeserfahrungen."


das weiss ich nicht, vielleicht eben doch.
die, die das hatten, sprechen mit gewissheit von dem, was 'nachher' kommt,
dass die 'durchgeknallt' sind, glaube ich nicht.
allerdings bleibt alles in bezug zu deren aussagen ein g l a u b e , wenn man's nicht selbst erlebt hat.
aber ich kann dennoch die aussagen ernst nehmen.




"Zitat:
mit 6 jahren ist man schon sehr stark konditioniert.
soziale ängste, auch aufgrund von blossen 'mitgekriegten' vorstellungen können schon im dem alter das leben zur hölle machen."

"Können vielleicht. Müssen aber glücklicherweise nicht."


ja. kommt auf die eltern und deren ängste an!




pu soviel Angst.
Wenn ich dich recht verstehe, ist deiner Meinung nach "alles" auf Angst aufgebaut?
traurig


nein, das willst du mir immer wieder unterstellen, obschon ich explizit anderes geschrieben habe!
der grund dafür ist m.e. deine angst, es könnte mehr angst geben als du zu kontastieren bereit bist. http://www.kampfkunst-board.info/forum/images/smilies/wink.gif

nicht wahr? http://www.kampfkunst-board.info/forum/images/smilies/rolleyes.gif

auf jeden fall hab ich immer genau das gefühl, wenn ich deine postings lese!


das leben ist nicht angst, es ist im grunde liebe und freude mit ein paar problemen, die das 'schicksal' des einzelnen dann bestimmen und ausmachen.
könnte man alles mehr oder weniger spielerisch und/oder mitfühlend angehen, ohne schuldgefühle (=angst) sich und anderen zuzuweisen.
geht aber heute nicht, wegen der gesetzgebungen und all deren jahrtausendealten auswirkungen in absolut jedes lebensgebiet.
wer das nicht glaubt, gucke nur mal die täglichen nachrichten.

nur ein beispiel (von den abertausenden), das ich kürzlich erfahren habe:

bulgarien ist eines der grossen agrarländer in europa. bulgarien kennt 500 jährige unterdrückung durch die türken und kennt z.t. arme lebesnverhältnisse. die menschen haben sich unter schwierigen umständen zu helfen gewusst.
märkte, wo jeder seine lebensmittel und sonstigen erzeugnisse hintragen konnte um etwas geld zu verdienen sind eine wichtige tradition.
bulgarisch märke sind extrem reichhaltig an verschiedene gewürzen, obst und gemüse, eingemachtes, weinsorten etc.
da kommt lebensfreude, herzlichkeit, sinnlichkeit, kindlicher, grosszügiger stolz auf und nicht angst.

nun aber:

die EU hat das GESETZ verordnet, dass keiner als privater seine sachen auf den markt mehr tragen darf..... http://www.kampfkunst-board.info/forum/images/smilies/frown.gif

sowas bringt angst (=schuldzuweisungspotentiale, die als HEMMUNG gefühlt werden) in die welt und zerstört einfache, 'bodenständige' lebensfreude. wirkt sich dann u.u. aus bis in die erziehung von z.b. vierjährigen.

solche beispiele liessen sie HEUTE tausende aufführen (siehe gesetzgebungsbibliotheken)!
das sagt aber nichts über das menschliche zusammenleben an sich 'für alle zeiten' aus.

noch ein beispiel:

Das böse und das gute Blut (http://news.orf.at/090213-34994/?href=http%3A%2F%2Fnews.orf.at%2F090213-34994%2F34995txt_story.html)




Meine Tochter war nach eigener Aussage ein Funke.


echt?
ja!
prima! http://www.kampfkunst-board.info/forum/images/smilies/smile.gif


liebe grüsse

sam

dermatze
16-02-2009, 15:16
Jetzt schreib ich hier schon wieder, wo ich doch eigentlich gar nicht wollte..:rolleyes:
Geht bestimmt vielen so, dass ihr Beruf nicht (mehr) den Vorstellungen entpricht. Dann sollte man das ändern.:)

Ich sehe das Problem, was mantis.wilm anspricht auch. Man forscht ausschließlich im Sinne der Geldgeber. Ich empfinde zu mindest den moralischen Wert:rolleyes: (jaja ich weiß) den eine Krankenschwester erbringt als höher. Naja, halt nur so ein Gefühl...:) Wünsch dir trotzdem, dass das klappt wie du dir das denkst. Ist bestimmt auch körperlich schonender...
.

Gruß
matze

pilgrim
16-02-2009, 15:33
ich begegne aber sehr oft der verwechslung von beobachter- und eigenperspektive. du nicht auch?Ich habe ein Jahr als Seelsorger in der Onkologie der Heidelberger Uni gearbeitet. Viel Sterbebegleitung. Nach dem Vikariat dann vier Jahre lang als freiberuflicher Theologe. D.h. mein Geld habe ich hauptsächlich als Trauerredner verdient. Viel Arbeit mit Hinterbliebenen also. Jetzt arbeite ich sei acht Jahren als Pastor in einem Team in einer großen Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung. Sterbebegleitung, Hinterbliebenenarbeit, Trauerarbeit und auch Fortbildungen mit Kolleginnen und Kollegen.
Nach meiner Erfahrung ist diese Verwechslung von Beobachter- und Eigenperspektive eher die Ausnahme.


das weiss ich nicht, vielleicht eben doch.
die, die das hatten, sprechen mit gewissheit von dem, was 'nachher' kommt,
dass die 'durchgeknallt' sind, glaube ich nicht.
allerdings bleibt alles in bezug zu deren aussagen ein g l a u b e , wenn man's nicht selbst erlebt hat.
aber ich kann dennoch die aussagen ernst nehmen.Naja, ganz formatlistisch gedacht war es eben eine Erfahrung vor dem Tod. Wenn man denn den Tod nicht als Hirn- oder Herztod definiert, sondern als den Punkt, an dem eine Rückkehr endgültig nicht mehr möglich ist. Was in oder hinter dem Licht ist und wie es ist, dort zu sein, hat eben auch von diesen Menschen niemand erlebt.

Seit meiner Zeit in der Uni-Klinik führe ich persönlich abgesehen davon aber auch diese Phänomene auf ganz simpel somatische Vorgänge zurück.


nein, das willst du mir immer wieder unterstellen, obschon ich explizit anderes geschrieben habe!Dann hab ich dich mal wieder mißverstanden.


der grund dafür ist m.e. deine angst, es könnte mehr angst geben als du zu kontastieren bereit bist.Hm, warum sollte mir das Angst machen?
Ich erlebe viel Angst und Ängste. Bei den Menschen, mit denen ich arbeite und natürlich auch im privaten Umfeld. Das brauch ich nicht wegzureden.

Ich erlebe aber eben genauso auch, daß diese Welt, in der wir leben, so gestrickt ist, daß man sich von Angst oder Ängsten durch Lebensgestaltung und -einstellung nachhaltig befreien kann. Der eine leichter, die andere schwerer.


das leben ist nicht angst, es ist im grunde liebe und freude mit ein paar problemen, die das 'schicksal' des einzelnen dann bestimmen und ausmachen.So könnte man sagen. Ich würde inzwischen "Probleme" durch "Herausforderungen" oder besser noch "Aufgaben" ersetzen.


könnte man alles mehr oder weniger spielerisch und/oder mitfühlend angehen, ohne schuldgefühle (=angst) sich und anderen zuzuweisen.
geht aber heute nicht, Das eben sehe ich anders. Es geht durchaus.

Grüße,
Carsten

vakuum
16-02-2009, 16:30
hallo pilgrim,




"Naja, ganz formatlistisch gedacht war es eben eine Erfahrung vor dem Tod."

du kannst aber eine erfahrung, die ein anderer ohne dich macht, nicht beurteilen!
das ist unmöglich.


"Wenn man denn den Tod nicht als Hirn- oder Herztod definiert, sondern als den Punkt, an dem eine Rückkehr endgültig nicht mehr möglich ist."

die mächtigen haben eben definitionsmacht!


Was in oder hinter dem Licht ist und wie es ist, dort zu sein, hat eben auch von diesen Menschen niemand erlebt.

hier ergehst du dich in eigenen vorstellungen, von nicht-erfahrenem.



Seit meiner Zeit in der Uni-Klinik führe ich persönlich abgesehen davon aber auch diese Phänomene auf ganz simpel somatische Vorgänge zurück

das ist aber so gut wie widerlegt, durch tests, die die betreffende hirnregionen stimulieren und zwar ähnliche aber signifikant nicht identische erlebnisse zeitigen!
ausserdem nimmst du so die aussagen der betreffenden leute nicht mehr ernst, wenn du das als letztlich materialistisch determiniert abtust, was im klartext heisst: 'ihr 'nahtodler' irrt euch, ich, pilgrim (ohne eure erfahrung!!!), habe recht mit meiner somatiktheorie'!

merkst du das?


Ich erlebe aber eben genauso auch, daß diese Welt, in der wir leben, so gestrickt ist, daß man sich von Angst oder Ängsten durch Lebensgestaltung und -einstellung nachhaltig befreien kann. Der eine leichter, die andere schwerer.

ja. man kann vieles tun/abbauen, ich reduziere meine ängste auch deutlich.
dennoch ist das soziale leben nach wie vor vorwiegend von ängsten geprägt und das nimmt zu.
siehe nachrichten.



Zitat:
das leben ist nicht angst, es ist im grunde liebe und freude mit ein paar problemen, die das 'schicksal' des einzelnen dann bestimmen und ausmachen.
So könnte man sagen. Ich würde inzwischen "Probleme" durch "Herausforderungen" oder besser noch "Aufgaben" ersetzen.


mir zu moralisch formuliert.
wer gibt denn z.b. die 'aufgabe'?
im leben gibt es widerstände und schmerz, man kann sich gekünstelt einen reim darauf machen (mit dem abchecken von 'moralischen werten' z.b. ...hi dermatze http://www.kampfkunst-board.info/forum/images/smilies/biggrin.gif ) oder das so angucken/erspüren, dass plötzlich die dinge zusammenzuhängen beginnen, 'sinn' sich absichtlos, 'herausforderungslos' erschliesst durch ein immer 'durchgehenderes' gefühl ohne angst, das verbindende qualität hat und auch tiefer geht als der 'verstand'.

das leben wird dann (unkonditioniert) bedeutungsvoll, wenn erkannt wird, dass es nicht von meinem planen, meinen ideologien, meiner 'religion', meiner moral gesteuert werden muss. http://www.kampfkunst-board.info/forum/images/smilies/smile.gif

wenn das nicht 'erkannt' ist, so ist immer noch (mindestens 'leise') angst im spiel, weil dann ein ständiger abgleich von soll-zustand mit ist-zustand, der schuldgefühle (=angst) herstellt, vorgenommen wird, und zwar in bezug zu sich selbst, wie auch zu den anderen.



viele grüsse
vakuum

bluemonkey
16-02-2009, 19:47
interessant ist es z.b. kinder zu fragen, woher sie kommen, solange sie noch nicht die materialistischen embryotheorien nachbeten.


Die Schwangerschaftslüge? :ups:

dermatze
16-02-2009, 19:49
Hoi Sam,
na wenn ich so nett gebeten werde...hab eh grad Zeit. Kurzarbeit...juhu:sport146:...wird auch Zeit, dass ich von der Krise profitiere...:cooolll:

Du bezogst dich auf meine Aussage gegenüber Nymphaea, ne.
Mag sein, Moral ist ein Strickmuster, wie vieles andere auch. :) Dennoch scheint das mehr zu sein, als ein abchecken/gegeneinanderstellen von Werten, nur um sich dann für das zu entscheiden, was einen für sich oder andere auf bestimmte Art und Weise wirken lässt. Also letztendlich Ego gesteuert (ACHTUNG). Zumindest nicht wenn der Antrieb dazu aus einem Verständnis der Gleichheit gegenüber anderen Menschen entsteht=>MEIN Moralverständnis.:D

so long

Gruß
matze.

vakuum
16-02-2009, 19:53
ja bluemonkey, da müsste man eben das blosse körpersein in frage stellen können, sonst kommt man auf solche simplen gedanken. http://www.kampfkunst-board.info/forum/images/smilies/biggrin.gif