Das hängt vom Interessenten ab. Unterschiedliche Menschen sind in unterschiedlichem Maß für verschiedene didaktische Mittel zugänglich. ;)
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Sie ist Überbringerin der Essenz der Kampftheorie? Was ist denn die Essenz von Kampftheorie, wenn nicht Anwendbarkeit?
Das hast du richtig erkannt. Und am Feedback der Magic-Hands-Lehrangsteilnehmer erkennt man das viele der Meinung sind theoritisch wie praktisch einen Mehrwert erhalten zu haben.
Schau dir den Erfahrungsbericht von Gibbon Diete an: https://www.facebook.com/stefan.diete.1
Ich lese da das heraus, was schon weiter oben geschrieben wurde, nämlich dass sich Schrön für die Praxis verantwortlich zeichnet. Die Aussage hier war ja nicht, dass irgendwelche Teilnehmer nicht irgendwelche Mehrwerte mitgenommen hätten (zudem ist der Bericht gemischt - Manche haben Mehrwerte erkannt, manche nicht), sondern warum es noch jemanden anderen benötigt, die Anwendungen zu demonstrieren. Wenn doch die Essenz, deren Vermittlerin sie ist, aus Anwendbarkeit bestehen soll.
das stelle ich nicht in frage. ich fänd es aber um so beeindruckender, wenn ein "einfacher" schüler es auch begreifen und damit schon was praktisch anfangen könnte, weil ein ganz normaler, durchschnittlicher schulleiter die ärmel hochkrempelt (oder halt die chefin, die ja höchstgraduiert ist).
Da stimme ich dir zu , nur das ein Meistergrad für gewöhnlich nicht für didaktische Mittel vergeben wird , sondern für Einsicht , Verständnis und Können in einem System.
Was die Didaktik selbst angeht , überzeugt mich zumindest, kein Video von KRK oder der Natalie. Das klingt wie ein Sammelsorium an östlichen Phrasen mit bissel yin hier und bissel yang dort , dann was von Balance und Leere und drück mal dort und schieb mal da. Die Sphären nicht zu vergessen. Nicht ein Video wo der Gegenüber mal in Struktur , in Schritt , in Verbund von Oberkörper zu Unterkörper , von Extremitäten zu Rumpf , von Beine zu Hüfte usw. korrigiert wird . Immer nur ein Spiel der Arme und Hände und maximal ein "geh mit dem Rumpf aus der Linie" . Ganz zu schweigen , dies dann mit Dynamik und Explositivät zu verbinden , mit der dich ein Kampf oder eine physische SV Situation garantiert konfrontiert.
Wegen den unterschiedlichen Menschen und wie sie lernen., was du angesprochenn hast. Ich benötige beispielsweise ganz stark den Körperabdruck . Ich muss ihn sehen , ihn fühlen , wie ein Aktion startet . Physisch . Wie Kräfte generiert werden , Vektoren wirken und Winkel benutzt werden . Wann wird gehemmt und vor allem , wann wird tatsächlich beschleunigt um mit Impakt zu starten , und WIE wird beschleunigt. Also welche körperlichen Strukturen werden herangezogen in der jeweiligen Konstellation . Oder nenne es halt am Kontaktpunkt oder what ever.
Bei Natalie ist nichts für mich was anwendungstechnisch interessant wäre zu übernehmen als Körperabdruck. Sie steht nicht mit ihren kompletten Körper hinter den angedeuteten Angriffen . Es gehen nur die Hände zum Anderen und berühren ihn , das wars. Kein Aufbau an zumindest einer sinnvollen "Spannungsbereitschaft" als GANZES , um wenn notwendig wirklich durchstarten zu können. Sie stolpert hinter dem anderen hinterher , wenn sie ihn in kooperativer Situation bewegt. Mir geht es nicht darum , daß sie sich dann auch mit bewegt , sondern das sie dabei sichtbar ihre Balance kurzzeitig verliert , garantiert nicht mehr in der Mitte ist und ihre Arme/Hände als "Bewegung" stoppen. In anderen Worten , die Kommunikation zw. den 2 Körpern , welche in so einem spiel so wichtig ist , geht jedesmal verloren ... Der Bruch zw.Oberköper und Becken ist deutlich wahrnehmbar . tatsächlich Kraft aufbauen , wenn sie benötigt wird , ist so kaum möglich . Die Millisekunden die sie mit den MH sich erarbeiten will, nehme ich ihr soo nicht ab. Und DAS bei kooperativer Arbeit .
Also was für eine Didaktik soll das sein ? Was kann sie einem körperlich vermitteln , was in einer SINNVOLLEN Anwendbarkeit endet ? Schlussendlich müsste ich bei ihr , all das was ich dann bräuchte , um mich damit behaupten zu können , dann doch in/bei mir finden . Das kann es doch nicht sein. Nicht wenn einer wirklich auf dem Level eines 7. Meistergrads steht.
Und nur für die Gesundheit und bissel mit den Händen rumspielen , wäre mir der Aufwand an Zeit und Energie zu gross. Das kann ich sinnvoller anderswo einbringen, um was zu lernen.
Ob es jetzt die Magic Hands of KRK, Zhong Xin Dao von Sam Chin oder I Liq Chuan von Jimmy Heow ist am Ende unterrichten sie oberfläches Zeug um Schüler mit Taschenspielertricks zu beeindrucken, die keinen Plan davon haben was sie damit am Ende anfangen wollen.
Es gibt Sektionen, Seminare, Prüfungen, Schärpen, Zertifikate, Titel etc. und am Ende ist man viel Geld für oberflächlichen Schwachsinn los, bei dem man sich aber wenigstens gut fühlt. Genau das was, die White Collar Fraktion gerne möchte. Elitär hört es sich auch noch an.
Das alles ist ein gutes Marketing Konzept das nur den Franchisenehmern und Gebern nutzt. Das Schlimme ist jedoch dass es in dem System Leute gibt, die tatsächlich meinen damit am Ende gegen jemanden bestehen zu können, der einem nur den Kopf weg******* will.
So etwas ist ein Tool in einer Toolbox. Zusammen mit den anderen Werkzeugen kann man damit tolle Sachen machen, aber alleine ist es eben nur eine Gelddruckmaschine.
Ich bin mir nur nicht sicher ob die Franchisegeber das auch wissen. Ich hab manchmal das Gefühl die glauben tatsächlich daran dass das das alleinige Allheilmittel für den Umgang mit realer Gewalt ist…
In gewisser Weise ja , aber dann auch wieder nein. Klar , ich muss es letztendlich umsetzen , es muss für mich passen , also muss ich es anpassen . Das ist ja oft das "Grundproblem , wenn es dann heisst "es funktioniert nicht bei mir und ich gebe dem Lehrer die Schuld"
Wenn aber der Lehrer etwas erzählt von SV , von Kampf und Natalie hat das in anderen Interviews getan und KRK auch . Krk hat sogar hübsche Bücher dazu verfasst , dann sollten sie auch Entsprechendes zu dem was sie bewerben , was sie thematisieren , abliefern . Und DAS passiert eben nicht.
Um anpassen zu können , z.b. an Kampf , an Chaos , an Gewalt ,muss ich eben auch erstmal was bekommen , das dann angepasst werden kann . Das sehe ich aber beim Thema Mh nicht . Weil so vieles schon grundlegend nicht stimmt.
Weder werden sinnvolle, Betonung auf sinnvolle, Übertragungen zu chaotischen Situationen vermittelt , noch wird irgendwo ein Verhalten , eine Dynamik , ein Kraftverlauf gezeigt die solchen chaotischen , ernsthaften Situationen gerecht wird.
So etwas findest man nur bei Lehrern (in der EWTO ) die entsprechende Erfahrung wirklich haben und komischerweise sieht deren Unterricht und Vorgehensweise ganz anders aus , wenn es um Anwendung geht , als das magic Händchen Spiel .
Die grundlegenden Sachen was in den MH steckt sind garnicht so verkehrt , aber die Erklärungen sind furchtbar , ein sinnvoller Übertrag nicht erkennbar und aneignen kann man es sich auch sehr gut ganz ohne WT . Geht es um Fundamentale Details , um Tiefe , würde ich immer zum Original gehen. Geht es um Anwendung findest du Brauchbareres in vielen Grapplingstilen. Vor allem in dieser Distanz.
Es geht also darum , daß man sich zwar auf SV , auf Kampf letztendlich bezieht ,sogar von mühelos was erzählt , aber nichts dazu gebracht wird was einem in diese Richtung tatsächlich entwickeln lässt . Diesen Part muss man sich dann irgendwie selbst irgendwo holen ...und DAS bei einer KAMPFkunst . ^^ verstehst du ?
Wie gesagt , letztendlich ist es , wie immer , eine Lehrerfrage , an wen gerät man , aber die Vorzeige-Gesichter sind aktuell eben alles andere als überzeugend zu diesem Them. Noch nicht einmal überzeugend in der aktuell abgebildeten Didaktik.