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Pansapiens
Du hast doch behauptet, die Homöopathischen Arzneimittel wären entsprechend getestet. Dann sollten die Testergebnisse auch irgendwo vorhanden sein und idealerweise die Tests dokumentiert, so wie der Hahnemannsche Chinarindenversuch.
nun, google ist dein Freund, mich interessiert die Wirkung von Platin auf männliche primäre Geschlechtsorgane wirklich nicht so sehr, als dass ich mich da nun in Recherche stürzen wollte.
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Offenbar sind Dir derartige Dokumente nicht bekannt, und die Behauptung, dass solche Tests durchgeführt worden wären, ist eher eine Vermutung deinerseits.
ich bin nicht Homöopathin und nein ich interessiere mich nicht so sehr für diese Details
Einen Wiki-Artikel googlen hättest du aber wohl auch selbst hingekriegt, falls es dir tatsächlich darum gehen sollte, zu lernen, wie es sich verhält, statt einfach mal völlig aus der Luft gegriffene Behauptungen aufzustellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hom%C3...nd_Repertorien
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Davon abgesehen sagt die Metatheorie der Wissenschaft nicht, dass man gar nix wissen kann bzw. grundsätzlich alles möglich sei, weil es könnten ja in den Elektronenschalen unsichtbare Einhörner wohnen, sondern die Wissenschaft geht selbstverständlich von der Annahme aus, dass es einigermaßen konstante und erkennbare Naturgesetze gäbe.
Dass Naturgesetze konstant und prinzipiell erkennbar sind, da sind wir uns schon mal einig.
Hahnemann dachte das wohl auch, denn wenn da keine Konstanz und Erkennbarkeit wäre, wäre auch ein Satz wie "Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt" absolut sinnlos, da ja mit diesem Satz gerade eine dieser natürlichen Regelhaftigkeiten in Worte gefasst werden soll.
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Hat man sich auf diese Grundannahme mal geeinigt, dann wird man einsehen, dass, wenn etwas mehrmals unter gleichen Rahmenbedingungen von verschiedenen Menschen ausprobiert und das mehrmals zu dem gleichen Ergebnis führt, annehmen kann, dass das auch für die Zukunft gilt.
Das ist grundsätzlich völlig korrekt.
Praktisch ergibt sich in der Homöopathie das Problem, dass "gleiche Rahmenbedingungen" nicht leicht zu schaffen sind.
Apropos, hast DU vielleicht ein paar Millionen übrig, um mal ein paar vernünftige Forschungen zu finanzieren? Dass man eben zum Beispiel genug lange sucht, um hohe Übereinstimmungen zwischen einzelnen Fällen zu finden ?
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D.h. mit der Newtonschen Gravitationstheorie kann man zwar die Periheldrehung des Merkurs nicht korrekt vorhersagen, aber das ändert nichts daran, dass ein Stein, denn man unter Normalbedinungen in der Nähe der Erdoberfläche loslässt, beschleunigt auf den Boden fällt und nicht nach oben.
Das ist im Vergleich zum Studium des Menschen, der ein extrem komplexes System mit extrem vielen (vielen noch unbekannten...) Regelkreisen ist, ein sehr simples System.
und schon dort... in der Physik / Mechanik werden ja des öftern Beispiele mit Billardkugeln gemacht. zum Thema elastischer Stoss, Eintrittswinkel = Austrittswinkel, solche Sachen. Der Physiklehrer damals hatte mal mit ein paar Kumpels im Billiard versucht, diese Dinge nachzustellen... hat fast nie geklappt. Nur schon bei einem so simplen System wie einem Billiardtisch mit Kugeln, der ja extra flach und gleichmässig gebaut wird - gibt's Störungen, weitere Einflüsse, Mangel an Präzision... nur schon bei diesem simplen System stösst man auf Schwierigkeiten, wenn man die ideale Theorie vorführen will.
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Es findet also eher eine Verfeinerung als Anpassung auf genaueres Wissen statt, als das bisher angenommenes komplett über den Haufen und durch das Gegenteil ersetzt würde.
Die Homöopathie will ja gar nichts komplett über den Haufen werfen oder das Gegenteil von allem machen.
Doch da Menschen, wie erwähnt, sehr komplex und kompliziert sind - kann es auch unterschiedliche Ansätze geben, wie man mit Problemen umgeht. unter anderem halt eben der Homöopathische, aber auch ein Funktionieren der Homöopathie würde Allopathie nicht widerlegen, oder abschaffen. Nur weil ich Rinderbraten lecker finde, bedeutet es nicht, dass ich Schokopudding hasse. Aber es hat halt alles seine Zeit und seinen Ort, wo es idealerweise eingesetzt wird, und es hat Zeiten und Orte, wo es nicht passend ist.
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Entsprechend ist anzunehmen, dass sich an der Erkenntnis, dass randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudien hoher Güte und mit ausreichender Probandenzahl eher keine Verumwirksamkeit für Homöopathie zeigen, wohl nicht viel ändert.
Die Frage ist noch, wie diese nach evidence based medicinee hoch bewerteten Studien im homöopathischen Sinne bewertet würden? Ob das für einen kompetenten Homöopathen noch als "gute Homöopathie" gilt, was dort getestet wird?
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Selbst wenn man die unsichtbaren Einhörner, die in den Elektronenschalen wohnen, entdeckt.
man muss nicht unbedingt Einhörner jagen gehen, um zu wissen, dass in Elektronenschalen jede Menge passiert.
Das hier ist "nur" Wasserstoff, das einfachste Atom, was das alles tun kann:
https://upload.wikimedia.org/wikiped...sity_Plots.png
... und es ist damit zu rechnen, dass man, wenn man endlich realen Wasserstoff unter live-Bedingungen beobachten können wird... noch mehr finden wird, was Wasserstoff alles tut. Und selbstverständlich entsprechend mehr bei grösseren Atomen, und noch mehr bei Molekülen, Geweben, Organen... vielzelligen Lebewesen...
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Du verwechselst Technologie mit Wissenschaft
Tschernobyl wurde von einem dämlichen Ingenieur ausgelöst, der sich nicht an die Sicherheitsvorschriften hielt.
Der grossartige Claim "Atomkraft ist sauber und sicher!", der propagiert wurde, stimmt eben trotzdem nicht. Egal was es war, was man da genau übersehen hatte.
Aber Modell-Platonismus - also die geistige Krankheit, ein Modell für realer zu halten als die Realität mit ihren Ecken und Kanten - ist durchaus ein häufiges Problem.
Dass Menschen Fehler machen, wissen alle, die regelmässig mit Menschen zu tun haben. Ebenso wie dass Menschen gelegentlich faul, blöd oder unzuverlässig sind.
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Der Zusammenhang zwischen Contergan und den verstümmelt geborenen Kindern wurde durch wissenschaftlch arbeitende Mediziner aufgedeckt:
aber bis der Zusammenhang aufgedeckt wurde... gab es keinen Beleg dafür, dass Contergan etwas anderes sei als ein mildes Mittel gegen Übelkeit in der Schwangerschaft.
Es kommt des öftern vor, dass Leute argumentieren "dies ist nicht belegt!" - aber vergessen zu erwähnen, dass es nur darum nicht belegt ist.... weil es gar nicht untersucht wurde. Das heisst aber nicht, dass etwas, das noch nicht ausreichend untersucht wurde, nicht existiert! Es gibt Radioaktivität nicht erst sei Marie Curie, sondern schon immer, es hat bloss niemand davon gewusst.
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Das war übrigens meines Wissens der Auslöser für die Verschärfung der Zulassungskriterien von Arzneimitteln, von denen Homöopathie weiterhin ausgenommen ist.
Homöopathika sind, ausser Niedrigpotenzen, ja nicht giftig im allopathischen Sinn. Darum brauchen sie auch keine solche Prüfung. Mit Ausnahme der niedrigen Potenzen, wo Vergiftung ein Problem sein kann.
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Antibiotikaresistenz ist ein durch Wissenschaft bekanntes Phänomen dessen Wirkzusammenhänge gut verstanden sind, wenngleich die teilweise falsch wieder gegeben werden.
.. nachdem die Wissenschaft als Ganzes während Jahren jubelte, wie toll das alles doch sei, Infektionen sind ab sofort besiegt... denkste.
Eine weitere unselige Tendenz ist, das Neue hochzujubeln - da man sich davon ja viel Gutes erhofft (was nicht falsch ist), aber vergisst, dass alles seine Probleme und Nebenwirkungen hat, abe die man am Anfang eben einfach nicht kennt, man aber damit rechnen muss, dass diese Dinge sich noch zeigen werden.
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Ist die Wissenschaft auch am Klimawandel schuld und Homöopathie kann den verhindern?
Wissenschaft ist eine super Sache, wenn sie korrekt angewendet wird und nicht zur Pseudoreligion umstilisiert wird.