Frag mal Imanari, der hatte nach dem Knie von Hansen glaube ich schon Kopfschmerzen...
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Nur weil sich in Einzelfällen aufgrund eines Fehlers des Angreifers die Möglichkeit bietet heißt das nicht dass es ein legitimes Konzept zu Verteidigung ist, Logikfehler vom feinsten.
Auf jedes KO durch Konter-Knie in nem MMA Kampf kommen vielleicht 500 erfolgreiche Takedowns in anderen MMA Kämpfen, Schlüsse musst du selbst ziehen-
Warum gibts in dieser Meisterliste eigentlich keinen Herbert? Sehr verdächtig...Zitat:
Zitat von die Chisau;3142600 [url=http://www.wingtsunwelt.com/meisterdatenbank
Kann man jetzt ableiten, dass alle Kampfkünste, die keine Takedown Defence gegen Ringer, Judoka, Samboisten, usw lehrt nichts taugt? Heißt das, dass eigentlich jeder Ringen, Judo, Sambo, usw lernen muss um nicht völlig hilflos zu sein? Und wie lange und intensiv muss man das dann machen um ein akzeptables Level zu erreichen?
Bin noch Anfänger was KK angeht und bis auf 2 Semester Boxen beim Unisport(sowas wie Seniorengymnastik) hab ich nur ein paar Probetrainings hinter mich gebracht.
gibt es durchaus, auf alten Listen mit Emin, Dragos und Birol ***** ist auch ein Herbert dabei.
SotLeiTong
http://www.kampfkunst-board.info/for...4/#post2759313
Auf jedenfall ein Mann der ersten Stunden des WT in Deutschland.
Die Frage ist nur welchen Herbert IHR sucht, aber Herbert gibt es bei der EWTO.
Nichts taugt in Bezug auf was? Wettkampf, SV, Freizeitsport?
Pauschal kann man sowas nie beantworten. Willst Du in den Ring solltest Du schon wissen wie man sich gegen Takedowns zur Wehr setzt. Willst Du gute SV dann brauchst Du etwas das in der Praxis funktioniert.
Hier geht es ja primär darum, dass WT den Anspruch erhebt die beste Strategie für SV zu haben (in den Ring traut man sich ja damit gar nicht erst) und überhaupt sowieso immer und überall jeden anderen egal ob mit oder ohne KK Hintergrund jederzeit in den Boden stampfen zu können. Und das ganze wird u.a. damit begründet, dass man bei WT lernen würde nicht hinzufallen - denn wer nicht fällt braucht weder Fallschule noch Bodenkampf oder sonstiges.
Und das ist nun mal einfach grober Unfug. Taugt WT für die SV?
In bestimmten Situationen mag das sein, ist WT die ultimative Lösung für SV oder die beste KK überhaupt? Mit Sicherheit nicht.
Jeder der schon mal das "Vergnügen" hatte sich auf der Straße prügeln zu müssen oder in die berühmte SV Situation zu geraten wird wissen, dass dort eben andere Gesetze gelten als in der Trainingshalle. Und auch wenn es bestimmter User nicht wahrhaben wollen und deswegen groben Stuss erzählen - die Wahrscheinlichkeit in so einer Situation auch mal auf dem Boden zu landen ist recht hoch. Ob hier dann eine KK wirklich taugt welche Bodenkampf und Bodenkontakt per Definition in der breiten Masse ausklammert musst Du selbst wissen/entscheiden.
Neben dem berühmten "Haymaker" wirst Du auf der Straße auch mit diversen Formen von Tritten zu tun bekommen - ob Dir der Angreifer dann den Gefallen tut die von Dir angebotene Fußsohle als Ziel zu nehmen oder ob er nicht einfach durchzieht und Dir die Füße wegtritt steht wieder auf einem anderen Blatt.
Fazit:
Keine KK taugt grds. nichts - genauso ist aber auch keine KK die ultima Ratio.
Wahrscheinlich praktiziert Herb Boxen und studiert halt theoretisches WT in Bulgarien,
@Herb:
Na ja, ich hab halt nicht so angegriffen, daß ich die Beine des Gegners umklammern wollte. Gibt viele Würfe, die mir sehr viel mehr liegen als ein Double Leg Takedown ...Zitat:
Einen heranstürmenden Angreifer, der einem die Beine umklammern will, mit dem Knie konsequent an den heranstürmenden Kopf ins Koma zu senden, ist nicht jedermanns Sache. Auf einem Prüfungslehrgang sind da schon Zähne drauf gegangen.
:)
@Thiloy:
Ich hab keine Liste geführt ...Zitat:
Hallo Rambat,
in welcher Schule war das denn? Und weisst Du noch wer das denn war denn Du da alles geworfen hast.
Es war z.B. in Halle, meiner Heimatstadt.
Dort haben zwei Leute die Schule geführt, die beide Micha hießen (frag mich bitte nicht nach ihren Nachnamen, die weiß ich längst nicht mehr!). Einer davon war ein ziemlich stämmiger Typ mit Bart.
Beide hatten nicht glauben wollen, daß ich sie werfen kann.
Na ja ... sie waren wirklich nette Kerle, aber irgendwie blind, wenn's um Grappling ging.
Irgendein Andre oder Rene meinte dann auch, mich testen zu müssen, und bei dem ging's dann halt nicht so glimpflich ab (das war der mit der Platzwunde am Kopp, wenn ich mich nicht sehr irre).
Dann gab es da noch einen Typen, der so lang und bleich war, daß wir ihn "Kalkleiste" nannten, und der meinte auch, 'ne Lippe riskieren zu müssen ...
Ach so: Zeugen für all das gibt es.
Ich erinnere mich z.B. an Thomas Schumann, mit dem ich oft zusammen die "Ärmchen gerollt" habe und der das alles aus nächste Nähe miterlebt hat.
Oder Bernd Kretzschmann, (der auch Judoka ist), der wohl immer noch dort trainiert und das alles bestätgen kann.
In Leipzig und Umgebung war ich auch ein paarmal zum Training, und auch da gab es öfter Streß.
An die Namen der Leute dort kann ich mich aber wirklich nicht mehr erinnern.
Soweit erstmal zufrieden?
:)
Es waren, um das ganz deutlich zu sagen, KEINE "Herausforderungskämpfe" in der Art, daß ich von Schule zu Schule gezogen bin, um dort die Trainingsteilnehmer "aufzumischen". All diese Wurfgeschichten ergaben sich aus Trainingssituationen, in denen bestimmte Sachen gezeigt und geübt wurden und wo dann ausdrücklich dazu gesagt wurde, daß man damit auch Ringer, Judoka usw. "problemlos" abwehren könne. Und das hatte ich angezweifelt. Und dann gab es eben jedesmal Knatsch.
Und dann wurde eben gefordert, die jeweilige Meinung zu beweisen.
Und dann ging's halt los.
Nein - die Jungs waren nicht darauf beschränkt, nun exakt die eben geübte "Technik" bzw. Bewegungsabfolge anwenden zu müssen. Sie glaubte alle, ganz genau zu wissen, wie ein Ringer oder ien Judoka angreift - und da hatten sie sich geirrt.
Ich fand es übrigens sehr, sehr gut, daß hinterher keiner von denen versuchte, mir zu erklären, daß ich falsch angegriffen hätte.
Stattdessen hieß es: "Verdammt, damit hätte ich jetzt nie gerechnet. So ein Mist ... also dagegen hilft XY aber nicht ..."
Fand ich sehr ehrlich und sehr sympathisch.
Bei meiner Suche in den unergründlichen Weiten des Netzes bin ich übrigens auf eine echte Diss aus Hamburg zum Thema WT gestossen:
"Die Kunst des Klassischen Gesangs
und die Kunst des waffenlosen Vollkontakt Nahkampfstils
Wing Tsun Kuen
im Vergleich ihrer Körpertechniken
im Hinblick auf ihre Analogien und
einer gemeinsamen holistisch-generischen Tiefenstruktur"
von York Reynolds
Jetzt wird es noch was mit der Wissenschaftlichkeit....:D
@BUJUN:
Yepp, das wollte ich rüberbingen.Zitat:
Es gibt durchaus Vermeidungsstrategien um sich nicht fassen zu lassen - das muss aber ausführlichst mit "echten" Grappling-Gegnern geübt werden.
So sehe ich das auch.Zitat:
Das Zeitfenster einen Grappling-Angriff zu stoppen ist winzig und jeder kleine Fehler führt zum Untergang.
Allerdings ist Grappling nicht die Wunderwaffe ... auch Grappler kann man "abschießen".
:)
@Openmind:
Mist.Zitat:
Ich kann Herbs Darstellung nur unterschreiben. In meinen 300 Straßenkämpfen habe ich persönlich jedem einzelnen Gegner mit der Kniekehle die Zähne ausgeschlagen. Auch hochgraduierte Judoka hatten danach ein fleischiges Lächeln.
DU warst das ...?!
Bitte erinner mich daran, deiner Kniekehle nie zu nahe zu kommen ...
:D
@FaulerSack:
Nöö.Zitat:
Kann man jetzt ableiten, dass alle Kampfkünste, die keine Takedown Defence gegen Ringer, Judoka, Samboisten, usw lehrt nichts taugt?
:)
Aber dazu hat Budo-Sensei ja schon gesagt, was zu sagen war.
Ok, das macht Sinn. Danke Leute.
Ich kenn halt von meiner Schulzeit einen Judoka und obwohl der mitte 20 mit den Wettkämpfen aufgehört hat und das nur noch zum Spaß macht ist das trotzdem noch ein 100kg Brocken der so breit wie hoch ist und auch regelmäßig Gewichte stemmt. Für mich wäre es halt lächerlich, wenn jede KK eine Antwort auf so ein Kerlchen liefern soll.
Dajnke , dass reicht mir völlig aus.
Ich habe selbst erlebt wie ein 3 TG einen 3SG (Luta Livre Erfahrung) auf den Boden gezogen hat und meinte zu zeigen was er den könne,
leider ist das für den 3 TG völlig nach hinten losgegangen. Er wurde in einen Armhebel genommen und der Drops war dann Sprichwörtlich "gelutscht" ....
Man sollte einfach über den Tellerand schauen.
Danke
Nein, das wichtige bei den ganzen Judo-Sachen sehe ich eigentlich woanders: Den meisten Judoka wird zu wenig Respekt gezeigt. Die machen doch nur Ringen und so am Bodenrumrollen.
Und da erlebt man dann halt auch manche Überraschung, vielleicht auch weil man zu nachlässig an die Sache rangeht. Wenn ich an meine drei Jahre Judo zurück denke, dann fällt mir vor allem viel Grundlagentraining und jede Menge Randori in allen Position ein. Kampferfahrung en masse!
Daneben gibt es in meinen Augen keine bessere Art der Körperertüchtigung als mit einem Partner zu ringen. Eventuell sollte man statt Löcher in die Luft zu schlagen, sich einfach mal einen Partner schnappen und mit dem Rumrollen. ;)
0:55
:-§
Hallo rambatNaja, ich kann ja auch nur auf das reagieren, womit der Andere halt ankommt.
Im Grunde führt uns diese Diskussion nicht weiter, weil dazu zu viel vorausgesetzt wird. Fehlerfrei das System angewendet, kann ein WT-ler nicht geworfen werden, fehlerfrei Judo angewendet, geht der Andere zu Boden.
Um die Verhaltensweisen des WT gegenüber Personen zu verstehen, die einen greifen, halten, ziehen, zerren wollen, muß man versstehen, wie "das System" schon im Ansatz auf derartige Handlungen reagiert. Es wurde schon angesprochen, dass jede Verzögerung schädlich ist. Ebenso jede "Zurückhaltung" gegenüber einem so agierenden Angreifer. Wer sich konsequent verhält und dabei jeden "Kontakt" mit dem Gegner unmittelbar beantwortet, steht länger, als derjeinge, der sich "erst mal anschaut", was da gerade Ungewohntes abgeht.
Gruß, WT-Herb
Was ist denn, wenn beide ihr System fehlerfrei umsetzen, entsteht ein Raum-Zeit-Paradoxum und das Universum kollabiert?
Deine Argumentation erklärt für mich jedes Mal auf neue, warum sich die EWTO nur sehr ungern einer offenen Evaluierung unterzieht und lieber unter sich bleibt.
Merkt da eigentlich keiner, was hier für ein Druck auf die Praktizierenden ausgeübt wird?
Der Tenor ist: "WT funktioniert perfekt wenn es richtig angewendet wird. Verlierst du, hast du es nicht richtig angewendet."
Tja das sag mal jemandem der Jahre, wenn nicht Jahrzehnte und viel Geld in diese Kampfkunst gesteckt hat. Der ein rotes/gelbes T-Shirt trägt und vielleicht sogar selbst Schüler unterrichtet, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.
Dem vermittelt man mit so einer Aussage: "Du hast verloren weil du es nicht kannst, weil sonst hättest du ja gewonnen."
Hey ganz im ernst, da würde ich mich auch keinem Kampf und schon gar keinen Wettkampf mehr stellen. Eine Niederlage und ich beweise, dass ich die Jahre zum Fenster raus geschmissen habe.
Warum also nicht einfach sagen: "Du hast verloren weil der andere besser war."?
Der hat sein Ding eben besser durchgezogen, war stärker, schneller, technisch Versierter oder what ever.
Kommt vor, es gibt immer größere Fische im Teich, also wenn´s dich ärgert ab in Training und noch ne Schippe drauf legen.
Dummerweise beißt sich das allerdings mit diesem furchtbaren Unbesiegbarkeitsanspruch den die EWTO vor sich her trägt und an dem sich jeder Ausübende messen lassen muss.
Warum dieser ganze Druck, warum nicht eingestehen, dass da Menschen und keine Systeme kämpfen und es nun mal keine Garantie für einen Sieg gibt, ganz egal was und wie hart ich trainiere.
Solange die Kampfkünste von Menschen ausgeübt werden, wird es das "perfekte System" nicht geben können, dass ist nun einmal Fakt.
Kämpfen Menschen und nicht Systeme gegeneinander (sicherlich nicht ganz unrichtig), dann stimmt es doch vielleicht sogar erst recht, dass nur der Mensch mit seinem falsch angewandtem WT versagt hat, WT aufgrund seiner überlegenen Prinzipien an sich aber EIGENTLICH unbezwingbar ist.:rolleyes: Mit diesem Argument ließe sich sogar belegen oder zumindest nicht widerlegen (was für eiserne Verfechter von "unbesiegbaren" Stilen stets auf Daselbe hinausläuft, nämlich die offensichtliche Überlegenheit des eigenen Systems), dass Papierhüte zu falten die ultimative K ist, wenn es um echte SV geht.:D
Ich denke schon, das es Stile mit bestimten Vor- und Nachteilen gibt, deren Vertreter je nach Reglement im Schnitt besser oder schlechter abschneiden würden. Ich bezweifle alerdings, dass alle Ausagen von Kritikern über WT unglaubhaft sind, weil sich Anwender von WT ja angeblich wie bei den ninja und anderen supertödlichen Stilen nur in echten SVfällen beurteilen lassen würden (deshalb ja auch keine Wetkämpfe). Dagegen spricht ja auch und WT-Herb als inofizieller Feuerwehrman der EWTO widerspricht sich da selbst imer wieder sehr gerne, das Kindergartenkämpfe wie der hochgelobte und auch verlachte berühmte Boztepeüberfall SEHR WOHL als Beweis der vermeintlichen Überlegenheit des WT angeführt werden.
Ich denke also man wird Stile zwar sehr wohl grob einteilen können (orientiert am Bodenkampf, Standup, Wettkampf, Theorien zur SV, an Hebeln, Schlägen, Tritten, Würfen, Waffentechniken) aber an einer hundertprozentig sicheren Einordnung ihrer Wirksamkeit im Ring, auf der Straße, im Training, gegen andere Stilisten, gegen fiese Gangster zwangsläufig scheitern müssen, selbst wenn man den Faktor Mensch bewusst außen vor ließe.