Mal eine Zwischenfrage: Was sind denn die Kriterien eines guten Schülers? Ab wann sagt ihr: Ich kann nicht anders, als ihn eine 1 oder 2 zu geben?
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Mal eine Zwischenfrage: Was sind denn die Kriterien eines guten Schülers? Ab wann sagt ihr: Ich kann nicht anders, als ihn eine 1 oder 2 zu geben?
Wenn er die geforderten Leistungen erfüllt.
Warum soll man Leistung im Sport nicht messen können?
Ich drücke auf die Stoppuhr und sehe, wann ein Schüler ins Ziel läuft.
Ich lege die Hochsprungstange auf Höhe X, und der Schüler überspringt oder reißt sie. Was soll daran "subjektiv" sein?
Ok, außer das ich beim Stoppen vielleicht ungenau bin. Da werden die Zeiten aber ohnehin zu Gunsten der Schüler gerundet.
Drum bekommt der auch keine 1!:DZitat:
Ja aber du musst ja auch die Voraussetzung mit berechnen. Ein Übergewichtiger wird nunmal nicht so schnell laufen, wie ein Durchtrainierter.
Pharao, deine Noten werden sich nicht verbessern durch das ewige geschreibsel, das können der KK auch nicht. Da hilft nur Training oder eben lernen. Rückgängig machen geht sowieso nich, außer bei Übergewicht.:cool:
Ich verstehe das Argument ja Pharao. Die individuelle Bewertungsnorm kann aber eben nicht die einzige sein. Und wenn ich etwas nicht kann, dann muss ich nunmal an mir arbeiten um es irgendwann zu schaffen. Die Lösung kann doch nicht sein, zu fordern, dass die Norm sich an mich anpasst? Wo soll eine Gesellschaft mit so einem Leistungsverständnis denn enden? Hast du dir darüber mal Gedanken gemacht?
Ausnahmen sind ärztlich bescheinigte Erkrankungen, Behinderungen oder altersmäßige Schranken die dem Organismus von Natur aus gesetzt sind.
Alles andere ist Faulheit und Bequemlichkeit. Auf dem Level, wo man wie etwa im Leistungssport sagen könnte, dass die Gene und Veranlagung mit reinspielen und das Quäntchen Unterschied ausmachen, sind wir doch im Schulsport lange nicht.
Irgendwie habe ich den Verdacht, dass Du nicht verstehen wolltest ...
ich schrieb in #468:
"na ja, wenn man so aus Schülersicht 'Aufwand' und 'schulischen Nutzen' vergleicht, lohnt es sich wohl doch eher, Vokabeln zu lernen ..."
... und in einem Gymnasium dürfte der Sprachunterricht durchaus einen anderen Stellenwert haben als der Sportunterricht, weil dort nämlich die 'allgemeine Studierfähigkeit' unterrichtet wird ...
Das ist wohl in allen Sportarten so, bei denen es auch im Leistungssport Wertungsrichter gibt.
Allerdings:
Beim Geräteturnen gibt es bestimmte Übungen.
Da gibt es dann zunächst das Kriterium Übung gelungen oder Übung nicht gelungen.
Wenn die Übung einigermaßen erkennbar gelungen ist, kommt es auf die Ausführung und Haltung an.
Da gibt es dann sicher Ermessensspielräume, die sind aber nur ein paar Punkte hoch und runter.
Da war für mich die Notengebung in den Ballsportarten weniger plan- bzw. durchschaubar.
Einen anderen Stellenwert höchstens dahingehend, dass man Englisch oder andere Fremdsprachen mehr Stunden in der Woche Unterricht hat als Sport.
Nichtsdestotrotz ist Sport ebenfalls ein versetzungsrelevantes Fach.
Und "Studierfähigkeit" bedeutet zum einen ja auch eine gewisse "kulturelle Bildung", zu der eben auch die Auseinandersetzung mit musischen Fächern und Sport als "Kulturwert" unserer Gesellschaft gehört.
Zum anderen ist und bleibt auch ein Gymnasium eine allgemeinbildende Schule, in der die verschiedenen Facetten von Bildung ihre Berechtigung haben. Dazu gehören auch Gesundheitsbildung und körperliche Ertüchtigung sowie nicht zuletzt Charakterbildung und Erziehung.
Ob das Schüler dann für wichtig oder weniger wichtig halten, ändert nichts an dieser Sachlage.
@Pharao
Wie regelmäßig und wie lange hast du denn Fußball gespielt? Kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass du als passabler Fußballer so eine Niete im Sportunterricht gewesen sein sollst.
@Aruna
So in etwa ist das richtig. Wenn einer die Übung am Gerät so irgendwie hinbekommt, dann hat er zumeist schon die 4. Und wenn das Ganze dann noch einigermaßen nach Turnen aussieht, gehts schon in den 3er Bereich. Die 1er und 2er muss man sich natürlich entsprechend verdienen. Oder dann einfach Talent haben. Dazu kommt bei uns, dass wir z.B. honorieren, wenn Schüler sich gegenseitig unterstützen und Hilfeleistung geben. Diszipliniert an den Geräte üben, mit diesen verantwortungsvoll umgehen usw. usf. Sowas schlägt sich dann in einer zusätzlichen "Sozialnote" nieder.
Ich habe nur Hobbymässig Fußball gespielt. Und ich hatte eher eine unorthodoxe Spielweise.
ich bin also mehr der Thomas Müller Typ, nicht der Lionel Messi. :D Ich habe früher fast jedes Wochenende gespielt und mind. 1 Stunde lang.
ich hab meine Schulzeit weitgehend verdrängt, daher bezogen sich meine Äußerungen eher auf die Oberstufe.
Im Sport-LK hatten wir die Wahl zwischen verschiedenen Übungen, die entsprechende maximale Punktzahlen (bzw. bei Gelingen einen Punktespielraum) ergaben.
D.h. mit einfacheren Übungen konnte man auch bei bester Ausführung keine 1 oder nicht mal eine 2 erreichen.
Bei sehr schwierigen* Übungen hat man dagegen auch bei Haltungsfehlern eine 1- oder zumindest 2+ sicher, solange die als gelungen galt.
*) das ist natürlich relativ, für 15 Punkte am Reck musste man nicht mal eine Riesenfelge turnen, die von Leistungsturnern eher lediglich zum Schwungholen benutzt wird
Um in Mathe gut zu sein musst du ja auch nicht jede einzelne Rechenmethode beherrschen sondern nur die die gerade dran sind. Wenn du in Volleyball schlecht bist und dafür trotzdem ne gute Note haben willst, musst du eben in deiner Freizeit Volleyball üben. Da bringt es nichts zu sagen man will trotz schlechter Leistung eine gute Note weil man ja so toll schwimmen kann.
Würdest du dich auch wundern das du nicht ordentlich Boxen lernst, wenn du fast jedes Wochenende mind. 1 Stunde lang unsystematisch auf einen Sandsack einprügelst?
... nur,
für ein Sportstudium sind sehr wohl auch ausreichende Kenntnisse in Physik erforderlich ...
und Leistung ist nun mal Kraft mal Weg dividiert durch Zeit,
da überlegst Du Dir als Schüler schon sehr genau, in welchem Fach Du welche Leistung erbringen willst,
und Hafis hat schon Recht, wenn sie sagt, dass es eine Frage der Gesellschaft ist, welche Leistungen gerade angesagt sind ...
@Kensei: 'die fachdidaktische Welt' ist nur eine Welt von vielen ;)
Ich wollte mich eigentlich raushalten, aber das ist hochradiger Unfug.
Ohne Grundlagen der anderen Systeme fällt man spätestens bei Integral / Differential etc sofort und unwiderruflich auf die Nase.
Jedenfalls zu meiner Zeit, vielleicht lernt man ja heut nur noch Bananen-Zählen in der Schule ?;)
Das ist übrigens auch eine, aus meiner Sicht wichtige Unterscheidung zwischen Sport und den anderen Fächern.
Im Sport kann man wirklich nur in einem Gebiet gut sein, da es eben Allles nicht aufeinander aufbaut.
Soll das jetzt irgendwie ein Argument für irgendwas sein, oder einfach freies Assoziieren?
Ich habe nicht gesagt, dass man für ein Sportstudium lediglich Sport braucht, sondern dass eine allgemeine Studierfähigkeit auch die Fähigkeit zur Aufnahme eines Sportstudiums beinhaltet.
Der hatte keine Stoppuhr, sondern hat die Geschwindigkeit geschätzt?
welche Zeiten hast Du denn auf 100m und 1000m geschafft in welchem Alter?
Für die Grundlagen der Infinitestimalrechnung braucht man Stochastik? Oder für lineare Algebra auf Schulniveau?