@Kanken Danke für deinen Literatur Tipp. Wollte mich schon länger etwas tiefer in das Thema Boxer einlesen und da kommt dir ein Literatur Tipp sehr gelegen.
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@Kanken Danke für deinen Literatur Tipp. Wollte mich schon länger etwas tiefer in das Thema Boxer einlesen und da kommt dir ein Literatur Tipp sehr gelegen.
Also braucht man einen guten Lehrer. Und wie konnte der gut werden? er brauchte einen guten Lehrer. und wie ist der gut geworden?
Und schwupps hast du eine authentische Linie, vorausgesetzt, jeder von denen konnte das ganze Wissen theoretisch wie praktisch weitergeben.
kann das irgendein Lehrer nicht, kann er die Linie nicht fortführen, seine Schüler sind dann in einer toten Linie.
irgendwie scheint aber der Kahn z.Z den Angriff befohlen zu haben. Ich hab in den letzten 10 Jhren kaum ein Wort über die Truppe gehört und nun höre ich es aus allerhand Ecken schallen. Aus unserem Verband ist ein Verein ausgetreten ...abgetaucht und nun in Verbindung mit der WMMAROC aufgeploppt - in einem eher peinlichen Zusammenhang. Ich hab einem Trainerkollegen diese Mail geschrieben - deckt sich mit vielem von dem was hier schon steht. (Aber copypaste geht ja schnell^^)
"Hey,
da ich ja im Lockdown wenig zu tun habe, habe ich das jetzt auf FB mal abgecheckt. Au Backe, sollte der guten XXXXX eigentlich super peinlich sein. Der BigBoss vom WMAA-ROC ist tatsächlich der berühmtberüchtigte Dschero Kahn, geilo!!!
Auch so eine umstrittene Figur der "80`er Jahre: mit Ninja kann man Geld verdienen"-Typen. Ähnlich wie bei Frank Dux oder Count Dante weiß da niemand was die eigentlich wo gelernt haben und was an den zumeist abenteuerlichen Lebensgeschichten wahr ist. Die absolute Krönung war ja Ashida Kim mit seiner Black-Dragon-Society. https://www.youtube.com/watch?v=1Xw5wjwVkFc
Irgendwas haben die alle tatsächlich mal gelernt wie es aussieht (ausser Ashida Kim, das war tatsächlich pure Hochstapelei) und dann haben die das bissl hollywoodreif mit viel Mystik und Ninja-geheim-Budenzauber aufgepeppt und an die Leute und Institutionen verscherbelt. Mit tollen Fantasie-Kata: https://www.youtube.com/watch?v=Msf4W8kHo7w (jepp, das ist der Khan)
wusste ja damals keiner, dass das absoluter Nonsense ist. Bisschen was konnten die aber alle und auch der Prinz hatte bissl das drauf, was man heute American Kempo nennt - dieses stundenlange Rumgehacke auf einen sich möglichst unnatürlich verhaltenden und zu Stein erstarten Angreifer^^ (ist ja bei uns schon schlimm genug, aber da ... tzzz )
Na jedenfalls ist die deutsche Aussenstellegeführt vom Toni-Finken Schaffrath. Eben mittelmäßiges American Kempo, bissl *ing *ung und möglichst viiieeel Kyusho Jitsu! Weil das beeindruckt immer so - auch wenn es kampftechnisch kaum von Relevanz ist ;-)
Na jedenfalls ist das hier in Deutschland auch nicht viel schlechter oder besser als typisches Breitensportkarate - immerhin kloppen die sich auch mal wirklich.
https://www.youtube.com/watch?v=BteASGsnHPw
Von daher muss man XXXXXXX für ihre Entscheidung gar nicht ganz so sehr auslachen. Dafür, dass sie sich ohne profundes Wissen darüber ständig mit Katana ablichten lässt und sich von diesem halbgewalkten Verband den 5.Dan gekauft (!) hat und dann noch so clever ist, den falschen Verband drunter zu schreiben ... ja dafür schon. Hab mal bissl im KKB gekramt und das hier gefunden (hey, wer hätte das gedacht):
https://www.kampfkunst-board.info/fo...MAAROC-Verband
Ich hatte XXXXXX jetzt nicht zwingend als große geschickte Kämpferin mit tiefem Kampfkunstwissen in Erinnerung. Ist die nicht auch mit nem läppischen Shodan bei uns abgezogen?? - schon ein starkes Stück da als "Instrucktor" aufzulaufen. Da hoffe ich ausnahmsweise mal wirklich, dass YYYYYYY Rabbatz macht und unseren Namen da raushält.
Soweit, schönes WE noch.
"
Glaube versetzt vielleicht Berge, hilft aber eben nicht gegen Kugeln.
Die Boxer waren aber nicht die ersten, und werden auch nicht die letzten sein, die glauben dass ihnen im Kampf irgendwelche höheren Mächte, Götter, oder ähnliches Wesen helfen, zur Steigerung der eigenen Fähigkeiten irgendwelche Substanzen eingenommen oder Rituale durchgeführt haben, dass zieht sich durch die Kulturen und die Jahrhunderte.
In USA waren es die Geistertänzer der Prairie-Indianer, 1870 und 1890, die ebenfalls glaubten ihre Geistertanzhemden würden sie gegen Gewehrkugeln schützen, die Geistertanzbewegung führte letztendlich zum Massaker am Wounded Knee Creek.
Also wenn man Glauben an göttliche Mächte die einem im Kampf helfen oder Geisterglaube als Verarschung bezeichnen will, dann kann man die Geschichte der Menschheit insgesamt als Verarschung betrachten, natürlich waren immer nur die die verarschten, die den Kampf verloren haben, die anderen waren natürlich von ihren Göttern mit dem Sieg beschenkt worden, wofür dann halt in einigen Kulturen die Verarschten diesen Göttern dann auch noch geopfert wurden.
Alles das hat doch mit einem Dorf-Kampfkunstverein wo die Kinder sich über eine Urkunde freuen, nichts zu tun, ist ein völlig anderes Kaliber.
Ich persönlich habe nichts gegen Tradition,Folklore etc. wenn diese Stile keine Blumigen Tanzveranstaltungen sind ,wie man z.B in China sagt : "Flowery Fists and Embroidery Kicks" (花拳绣腿) :blume:.Zitat:
Leute, die sich für ernsthafte Anwendung interessieren suchen keine Folklore - egal ob die nun erfunden ist oder nicht.
Anwendungen, Freikampf sollten Bestandteil eines Kampfsystems sein, Formen,Kata in bunten Pyjamas Tanzen reicht nicht aus ! ;)
Nicht jeder kann z.B. ein krasser MMA Kämpfer sein !
Ich auch nicht. Nur wenn sich das Training in erster Linie um Folklore und das Einhalten von Etikette dreht (z.B. An-, Abgrüßen, übertriebene Betonung der Linie, vorgeschriebene Trainingsklamotten, Wertlegen und Insistieren auf förmliche Anrede wie Sifu, Sigung, etc ...) schrillen bei mir die Bullshido-Glocken.
ich kapiere nicht im geringsten, warum über diese selbstverständlichkeit so lange hin und her geschrieben wird (und über die, das der glaube an kugelfestigkeit auch nicht gerade von einer "realistischen" selbstsicht spricht im sinne einer nüchternen, "westlichen" betrachtungsweise und unter berücksichtigung der reinen "magielosen" physik und biologie).
übrigens finde ich nen kampf "tanzen" ganz toll. bringt ne menge an körpergefühl, rhythmus/broken rhythm und präzision/feinheit in der bewegung.
als solo (oder auch partner) übung vor oder nach dem eigentlichen training sehr sinnvoll - kk und stil unabhängig.
Kann es sein ,das IHR das Wort "Authentisch " völlig anders belegt als seine ursprüngliche Bedeutung ist ?
Authentisch bedeutet für mich so viel wie " echt" oder je nach Kontext auch "Ursprünglich" " ohne künstliche Zusätze" , so in der Art.
Nach deiner Logik wird alles zu einer Authentik sobald mind. Zwei Lehrer gut waren ?
Und selbst wenn ein Lehrer nicht wirklich gut ist in seinen Skills , aber dennoch das authentische Material weiter gibt , ist es plötzlich nicht mehr authentisch ?
Oder andersrum .. Jemand verwässert die ursprünglichen Inhalte weil sie seiner Art zu bewegen entgegen kommen , haben dann aber mit den überlieferten Sachen nicht mehr viel zu tun. Wenn dieser Lehrer aber gut ist mit seinem Mix ,wird/ist es plötzlich " Schwupps" wieder authentisch. ???
Danach wäre ALLES was für einen funktioniert authentisch. Selbst Kempo könnte schwupps authentisch werden ,wenn einer gut damit ist
Sorry das gibt vorne und hinten keinen Sinn.
Es ist natürlich nur Fiktion, aber würdest du meinen, dass eine Kampfkunstkarriere wie in Yoshikawas Musashi vollkommen unmöglich ist?
Und vielleicht mit etwas mehr Zeitbezug: Welchen Lehrer hatte denn z.B. Kanazawa? War der nicht gut? Hättest du den also „ohne Problem jederzeit kontrollieren“ können?
das kommt doch allein auf den Bezug an. Wo definierst du den Start der Linie? Wenn jemand mit Kempo gut wird und daraufhin Schüler unterrichtet, die ebenfalls gut sind, dann könnte derjenige natürlich der Start einer authentischen Linie werden.
In ner rein theoretischen Betrachtung doch überhaupt kein Problem. In der Praxis sehe ich da nur eher schwarz.
Stile und Linien zeichnen sich in meinen Augen durch Didaktik aus und meinetwegen noch in Bezug auf das zu erreichende Trainingsziel.
Und je tiefer das praktische und theoretische Wissen, desto besser, deswegen sind Linien ja wichtig.
Stell dir vor du müsstest ein Physikstudium komplett ohne Hilfe hinbekommen, du landest niemals bei Quantenphysik. Das Wissen muss über die Generationen kumulieren.
Ich hab zu wenig Ahnung von Musashi, um deine Frage beantworten zu können. Ich weiß nur, was ich in den letzten Jahren gelernt habe und halte es tatsächlich für unmöglich, das ohne authentischen Lehrer hinzubekommen.
Ich hab keine Ahnung wie gut Kanazawa oder seine Lehrer wirklich war, ich würde aber drauf wetten, dass kanken das hinbekommt und Paul erst recht. Bei mir bin ich mir je nach Setting unsicher, aber ich hab auch nur nen Bruchteil der Trainingserfahrung der genannten Leute. Aber ich arbeite dran^^
Mir gehts um deine/eure Sicht auf authentisch und den Bezug zur Qualität.
Vll. Ist das ja nich klar angekommen.
Auch in einem Physikatudium ist nicht automatisch jeder Lehrer gut und auch nicht jeder Student , bei gleichem curriculum.
Ebenso bei KK linien egal welcher Art.
Wieso da authentisch mit gut gleichgesetzt wird ist immernoch ein unbeantwortetes Rätsel.
Um mal beim Gleichnis Physikstudium und authentische Linie zu bleiben:
In einem Physikstudium hast du erstens über Generationen angehäuftes Wissen und zweitens eine allgemeine Qualitätssicherung. Man muss es nämlich bestehen. Man kann natürlich auch ohne Studium sich mit Physik befassen (keine authentische Linie), die Wahrscheinlichkeit, dass man schlechter als ein normaler Physikstudent ist (authentische Linie), ist aber sehr hoch. So gesehen ist eine authentische Linie die Voraussetzung, um wirklich gut zu werden. In Einzelfällen mag es Ausnahmen geben, die interessieren aber nicht, denn es geht um den "normalen Menschen".
Hier vergleichst du authentische Linien mit authentischen Linien. Das ist kein Vergleich von authentischen Linien mit nicht authentischen Linien.Zitat:
Auch in einem Physikatudium ist nicht automatisch jeder Lehrer gut und auch nicht jeder Student , bei gleichem curriculum.
Ok ,hier sprichst du von Linie .und von Lebendig . Und von Wissensweitergabe , ich fragte nach authentisch ....Das sind verschiedene Dinge .
eine Linie lebendig zu halten im Sinne von Wissen weiter geben ist eine Sache , aber zu sagen das die Praktizierenden automatisch gut sind weil sie In der Linie sind , und die Linie authentisch , ist was ganz anderes.
DAS erklärt eben nicht die eigenwillige Definition von authentisch mit automatisch Gut
Lebendig ist auch nicht gleich authentisch. Du wechselst mal so und mal so. Was denn nun ?
Und selbst lebendig ist nicht gleich gut . Eine LINIE kann durchaus noch "leben" ohne das die ursprünglichen Inhalte noch gelebt werden...oder glaubst du das Schwertkampfschulen in Japan noch real in den Kampf ziehen mit Schwert ? Oder töten ? Sind die nun alle tot? Weil keiner mehr real tötet ?
Oder haben sich die Methoden angepasst . Wenn ja, dann können dort immernoch gute Leute sein , selbst ohne ursprüngliches Training und ANWENDUNG .....aber auch hier kann man das nicht voraussetzen .
Und wie ist es mit euch . Keiner hat je real mit Schwert oder Lanze gekämpft . Keiner weiss ob da einer wirklich nun gut ist oder nur denkt er ist gut ....in realem Kampf mit Schwertoder Lanze . Ist eure Iinie nun tot ???
Deshalb nochmal .
Ist authentisch wirklich an Qualität im Sinne von Güte , im Sinne von Meisterung gekoppelt oder vielmehr an das übertragene Wissen , samt Methodik und Didaktik ? Im Sinne von unverfälscht ?