Hatte vorher keine Zeit, um etwas dazu zu schreiben...
Ich lasse mich hier gerne von Leuten mit mehr Fachkunde berichtigen (!!!), aber soweit ich es verstehe, ist es nicht so, dass "Impfen unliebsame Mutationen fordert". Ich glaube, hier liegt eine Verwechslung mit Bakterien und Antibiotika vor. Da ist das sehr wohl so: Es können Individuen (also Mutanten) unter Millionen/Milliarden einer bestimmten Art von pathogenem Bakterium, die sich schon im Körper eines Menschen oder Tiers etabliert haben, zufällig gegen ein Antibiotikum resistent sein und wenn alle andere Individuen abgetötet werden, ist es möglich - wenn man Pech hat - dass diese Überlebenden sich weiter vermehren und ihre Resistenz (verstärkt) weitergeben. So entstehen auf Dauer (super)resistente Bakterien wie MRSA – sehr gefährlich.
Aber bei einer Impfung ist es nicht so, dass Viren wie SARS-CoV-2 schon massenhaft im Körper sind und dann vom Impfstoff komplett oder eben fast komplett abgetötet werden. Sondern die Impfung verhindert, dass das Virus überhaupt im Körper Fuß fasst, also kann es sich nicht wirklich dort vermehren. Also im Fall vom SARS-CoV-2 und von sonstigen menschlich übertragbaren Viren ist es leichter für neue und gefährliche Mutationen zu entstehen, wenn schlichtweg mehr Exemplaren vom Virus in der Bevölkerung existieren. Sprich: Umso mehr Leute infiziert sind, umso wahrscheinlicher werden neue Mutationen. Es ist wohl kein Zufall, dass die bekannten gefährlicheren Mutationen aus Ländern stammen, wo damals oder jetzt besonders viel Leute infiziert waren: Großbritannien, Brasil, Indien. Sondern eine statistische Wahrscheinlichkeit, die sich tatsächlich bewahrheitet hat.
Daher ist verbreitetes Impfen sehr wohl ein sehr guter Mittel, um die Entstehung von Virusmutationen zu verhindern oder zumindest zu bremsen. Es ist nicht vergleichbar mit der Entstehung von resistenten Bakterien durch falsches Anwenden von Antibiotika.