Meine Erinnerung war eine andere:
Ich war Heimleiter während Corona. Hatte ständig mit eigenen Mitarbeitern (Impfbefürwortern und -gegnern), mit drei Gesundheitsämtern, einem großen sozialen Träger, der Polizei, dem niedersächsischen und schleswig-holsteinischen Landesbehörden etc. zu tun. Auch da gab es die Maßnahmen-Hardliner, aber auch z.B. Gesundheitsamtsmitarbeiter, die das alles für maßlos überzogen hielten, mich aber baten, das nicht anderen gegenüber zu erwähnen, weil sie Angst vor beruflichen Nachteilen hatten.
Da spielten sich Teile der Wissenschaft, die Politik und die öffentlich-rechtlichen Medien die Bälle zu und bashten alle anderen weg.
Natürlich ging es dabei - leider - kaum um die Kinder und Jugendlichen.
Aber das gesamte Klima war angstgeprägt und vergiftet. Abweichende Meinungen wurden bekämpft.
Ich will das hier alles garnicht mehr im Detail aufarbeiten. Es waren die miesesten 3 Berufsjahre meines Lebens. Privat hat es Freundschaften gekostet. Übrigens sowohl diejenigen, die alles für richtig hielten, als auch diejenigen, die Querdenker wurden. Ich habe in beiden Lagern Menschen verloren, weil Differenziertheit und offener Gedankenaustausch nicht mehr möglich war.

