Zitat:
Die Yang Texte zum Taijiquan (Yang Chengfu) passen zu 100% zu Turnvater Jans Idee des Wehrsports, und die in seinen Augen schwachen deutschen jungen Männer für den fälligen Kampf gegen die Franzosen zu stärken. Gleiches tönen die Japaner in dem 1930'ern über das Budo (Kendo, Judo und Sumo) - die Stärkung der jungen Männer für den Krieg.
Diese Motive sind (Yang Chengfu, Jan) politischer Natur, genauer gesagt nationalistsich-politisch (es werden gleich Feindbilder mitgeliefert). Das ist eine recht moderne Angelengenheit, grob im 19. Jhd. zu finden. Und das muß vor allem keine KK sein, Wehrsport ist zumeist eine Vorbereitung auf die KK.
Muss nicht, kann aber. Prinzipiell sehe ich bei der Suche nach "nationalistisch" genutzten, sagen wir, Bewegungsübungen (der Begriff "Kampfkunst" ist m.E.n. ein außerordentlich vielschichtiger, und daher hier wenig geeignet), drei Möglichkeiten: Man nimmt etwas, das man bereits vorfindet, und nutzt es zu "neuem" Zweck, man nimmt Vorgefundenes und ändert es mal mehr, mal weniger für diesen Zweck ab, oder man erfindet komplett Neues (und gibt ihm dann, typisch für Nationalismus ist ja die Rückdatierung in legendäre Zeiten, eine alte Geschichte).