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Trinculo
Das halte ich für ein Gerücht, so dünn wie möglich zu sein war sicherlich nicht das Ziel, als dieses Sprichwort entstand. Das ist ein heutiges Phänomen. Wenn man hart körperlich arbeitet, ist es ganz normal, dass man zum Frühstück nicht nur einen Löffel Yoghurt isst. Und dass man nicht besonders gut schläft, wenn man sich abends vollstopft, haben die Leute wohl auch recht früh mitgekriegt.
Ich denke auch nicht, dass es Ziel dieses Sprichworts war, so dünn wie möglich zu sein.
Nur, dass es darauf basiert, dass man ein Weglassen des Frühstücks mit Übergewicht assoziiert(e).
Night eating syndrome and nocturnal snacki... [Int J Obes (Lond). 2007] - PubMed - NCBI
Ich schlafe ebenfalls ganz hervorragend nach abenlichen Fressorgien. Ich futtere an Trainingstagen regelmäßig 2000kcal+ spätabends in einer Mahlzeit und schlaf danach wie ein Baby.
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Die vom Körper zum Leben benötigte Energie holt er sich aus der Nahrung. Er kann aber nur KH verwerten. KH ist sozusagen der Brennstoff. Alles was nicht KH ist, wird falls sein Energiebedarf noch nicht gedeckt ist in KH zwecks Verbrennung umgewandelt
Das ist auf jeden Fall falsch. Google Fettstoffwechsel, Fettsäureoxidation Zitronensäurezyklus, Atmungskette, Energiegewinnung aus Aminosäuren.
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Was die reinen Kalorienzähler jedoch dabei oft übersehen, ist, dass bei geringer Kalorienaufnahme nicht nur die Fettdepots verbrannt werden, sondern jetzt auch das in der Nahrung enthaltene Protein zum Ausgleich der Energiebilanz herhalten muss. Das Protein wird also zum Brennofen abkommandiert anstatt zu den Muskeln.
Das wird überhaupt nicht übersehen. Genau drum ist es für eine erfolgreiche Diät, (mit möglichst maximalem Fett und minimalem Muskelverlust) notwendig, auf eine ausreichende Proteinzufuhr und regelmäßiges Krafttraining zu achten, da beide Faktoren den Muskelverlust limitieren. Deshalb machen auch Null und Radikaldiäten wenig Sinn (zum abnehmen, aka die Waage zeigt weniger an funktionieren die aber wunderbar)
Darüber hinaus sind die unterschiedlichen Stoffwechselvorgänge kein streng linearer Vorgang, die alle nacheinander ablaufen.
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Mit dem Ergebnis, dass bei einer Diät oft nicht nur die Fettpolster schmelzen sondern auch die Muskeln.
Daher finde ich es durchaus sinnvoll bei einer Diät nicht nur die Kalorien zu zählen, sondern auch etwas auf die Zusammensetzung der Nahrung (KH, Fett, Protein) zu achten. Wennich es mir recht überlege, ist es ja eigentlich immer sinnvoll, auf die Zusammensetzung seiner Mahlzeiten zu achten, nicht nur bei einer Diät.
Ich unterschreibe sofort, dass es bei einer guten und gesunden Diät absolut wichtig ist auf das Verhältnis der Makronährstoffe und Mikronährstoffen zu achten.
Sprechen wir aber vom abnehmen per se, ist das wenig relevant (ja Thermogenese, Enzymaktivität etc.) im Vergleich zur Kalorienaufnahme.
Entscheidend ist immer die Kalorienbilanz (=! Kalorienaufnahme!!!).
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In dem Buch steht im Kapitel "Warum es schlank macht, wenn Sie sich was gönnen", dass ständiges Kalorienzählen dem Abnehmen eher hinderlich ist, da Kalorienzähler häufiger ihre Abnehm-Kur/Diät abbrechen und somit ihr Ziel nicht erreichen als diejenigen, die es von Anfang an etwas entspannter angehen.
Das ist ein pyschologisches Problem, kein physiologisches. Und schon gar keines, dass man auf den einzelnen Anwenden kann.
Wir wissen nicht, welchen Willen und Disziplin der Einzelne in sein Abnehmziel steckt.
In den wenigsten Fällen ist es absolut "notwendig", exakte Kalorienzu- und Abfuhr zu dokumentieren.
Der 0815 Dickmann hat oftmals gar nicht die Zeit und die Lust, auf sowas zu achten, und für ihn "reicht" es, wenn er einfach gesünder und weniger frisst -> Das läuft dann eben unbewusst auf eine negative Kalorienbilanz raus.
Inwiefern es psychologisch besser ist, sich eine bewusste negative Kalorienbilanz zu setzen weiß ich nicht, ich erkenne aber durchaus Vorteile, für allem für ambitionierte Sportler.
/e Wie Pustekuchen schon gesagt hat ist das Kalorienzählen mit etwas Übung auch kein Hexenwerk. Ich überschlage im Prinzip alles im Kopf, und für mich ist das ruckzuck passiert.