Ich hatte gelesen, dass die Polizei dort versammelt war und unterwegs zu einem Fußballspiel. Die sind ja in der Regel immer gut ausgerüstet, mit kräftiger Statur.
Druckbare Version
:D Dann waren es eventuell die Jungs und Mädels aus BBZ ( Motto:" Wir spielen nicht auf Unentschieden ! " ) aber definitiv von der Bereitschaft.
https://www.youtube.com/watch?v=9_O_Jacy3PI
Eine "Sondereinheit" die vom Fußball kam... :rolleyes:
Wird wohl eine MKÜ gewesen sein.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mobile...achungseinheit
Voll rolleyes yeah.:rolleyes:Zitat:
Glück: Zwei Einsatzzüge des Unterstützungskommandos (Spezialkräfte der Bayerischen Polizei) waren auf dem Weg zum Fußballspiel nach Regensburg und zum Tatzeitpunkt in direkter Nähe. Der Täter konnte direkt gefasst werden.
Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil. :cool:
Dachte bei "im Zug" an BPOL.
aber das eigentlich Bedrohliche ist doch nicht, dass man im alltäglichen Leben einem paranoiden Mörder über den Weg läuft,
darauf muss man sich wegen der geringen Wahrscheinlichkeit nicht unbedingt vorbereiten;
was mich viel mehr beunruhigt, ist die Tatsache, dass die Aggressionsschwelle im öffentlichen Raum so stark gesunken ist,
dass 'Vertreter der Obrigkeit' Angst um ihr Leben haben müssen.
Und wer von euch traut sich eigentlich, einen Umweltverschmutzer anzusprechen, den er auf frischer Tat ertappt hat, oder einen 'Nichtmaskenträger' im Bus oder im Laden?
Muss jetzt jeder erst mal einen SV-Kurs absolvieren, um seinen Job oder Alltag halbwegs sicher absolvieren zu können?
Was ist da in unserer Gesellschaft schiefgelaufen?
Genau meine Beobachtung ... erst am Freitag gleich zwei solcher Fälle im ÖPNV erlebt. Alles gutgegangen, aber das blöde Gefühl bleibt. Viele Leute sagen einem, daß sie ihre Umwelt zunehmend als feindlich wahrnehmen. Woher das kommt und wann es anfing, daß weiß ich auch nicht. Wie soll man da reagieren und wie kann man das abstellen. Auf der einen Seite, steigen Wohlstand ( zumindest für einige ) und sinken die Kriminalität. Auf der anderen Seite hört man Sprüche wie:" Da kann man nicht mehr hin. " Stimmt das immer so ? Oder übertreiben die Leute ? Tatsache ist, daß es Angsträume gibt.
Auch hat sich die Qualität von Gewaltdelikten verändert. Auch die Täterprofile an sich haben sich verschoben. Wenn man das über 20 Jahre beobachtet hat, dann kann man das so beurteilen, finde ich.
Was da für Aggrowellen auf einen zurollen können, ist schon krass, da muss man auch mit umgehen können.
Das ist meiner Ansicht nach aber nicht neu, ich habe mich schon vor 20 Jahren gefragt wie das noch geht, dass Menschen in der Straßenbahn zusammensitzen, ohne dass es täglich zu Blutvergießen kommt.
Ob jemand keine Maske trägt ist mir übrigens wumpe, das ist nicht mein Job, Leute auf die Maskenpflicht aufmerksam zu machen, außer er hustet mich an. Wenn jemand Müll rumschmeißt, dann frage ich schon, ob er nicht was verloren hat.
und davor war er voll der oberfighter? ach, komm schon ... ;)
https://www.youtube.com/watch?v=BB1dWkjt-eM
Letzters beobachte ich auch in den letzten Jahren. In meiner Jugend gabs keine Security im Schwimmbad, um nur mal ein Beispiel zu nennen. Wenn der Bademeister eine klare Ansage machte, dann hat man gespurt. Heute müssen die vermutlich mannigfaltige Deeskalations-Kurse machen, um nur ja nicht den falschen Ton zu treffen, der dann KH-Aufenthalt òder Schlimmeres zur Folge hat.
Auch eine meiner Beobachtungen. Heutzutage wird gar nicht mehr diskutiert oder versucht zu deeskalieren. Jeder nimmt gleich eine feste Position ein und meint er ist im Recht. Bloß nicht zurückweichen oder zugeben, daß man falsch liegt ... " Never back down " und ich muß meine Position durchsetzen bzw. verteidigen.
Ist es die Entwicklung hin zu einer immer stärkeren Individualisierung ? Ein Zerfall der Gesellschaft in immer heterogener Gruppen ? Und was hält alles am Ende zusammen ? Oder ist es nur noch ein großes Nebeneinanderher und jeder lebt in seiner Blase ?
Ich hatte vor einiger Zeit ein Gespräch mit einer Bekannten. Die ist u.a. " Jobcoach " und hilft Leuten bei Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen. Nun gut ... wir kamen auf das Thema Digitalisierung zusprechen und der Theorie, daß ganz viele Arbeitsplätze wegfallen könnten. Jetzt dient die Arbeit aber nicht nur zum Broterwerb, sondern verschiedene Gruppen begegnen sich dort. Wenn das jetzt auch noch wegfällt ... Sitzen wir dann alle mit unserem bedingungslosem Grundeinkommen, Netflix, Zigaretten, TK-Pizza und Dosenbier in unseren Wohnungen ? Arbeit gibt es nur noch für Spezialisten und einige wenige einfache Tätigkeiten, für die es nicht lohnt, sie zu digitalisieren ?
Was wird daß denn für eine Gesellschaft ? Irgendwann reichen " Brot und Spiele " dann nicht mehr. Die Leute wollen dann Nervenkitzel und den werden sie sich holen. Gleich welcher Art. Oder kriegen wir die Kurve und verlaßen unser Schneckenhaus und sprechen mal wieder mit dem Nachbarn ?
Ich würde sagen, alle genannten Faktoren spielen eine Rolle. Bestimmte positive Werte werden zudem von Eltern nicht mehr vorgelebt und eingefordert, letzters hat auch der Staat lange Zeit nicht getan und die Enwticklungen verharmlos und relativiert. Was sich z.B auch LehrerInnen an Respektlosigkeiten und Drohungen, Übergriffen gefallen lassen mussten. Gibt viel zu wenig und vor allem viel zu spät Konsequenzen, eine Fortführung der familiären Erziehung.
Dazu Digitalsierungsindividualsierung und die Möglichkeit sich als Held feiern zu lassen, selbst für Arschl.taten. Plus "tolle" Vorbilder und Botschaften der Musikszene (Rap).... Eine ungute Gemengenlage.
Ist gut möglich, auch wenns noch dauert. Oder es rummst und wir fangen von vorne an, als Bauern und Handwerker.Zitat:
... Sitzen wir dann alle mit unserem bedingungslosem Grundeinkommen, Netflix, Zigaretten, TK-Pizza und Dosenbier in unseren Wohnungen ? Arbeit gibt es nur noch für Spezialisten und einige wenige einfache Tätigkeiten, für die es nicht lohnt, sie zu digitalisieren ?
Eins steht für mich fest: was da im ICE pasiert ist und was sonst noch an Tendenzen genannt wurde, wird zunehmen. Lasst mal ne große Wirtschaftskrise kommen, die finanziell voll durchschlägt, dann haben wir eine Art US-amerikanische Verhältnisse. Die Anzeichen dafür sieht man ja schon jetzt.
Ich hab neulich jemanden überredet die Shice von seinem Hund weg zu machen. Der war ziemlich uneinsichtig (und voll mit irgendwas). Einer von uns beiden stand kurz vorm Erstschlag-K.O. :ups:
Ansonsten teile ich aber den Kultur-Pessimismus hier nicht. Ich denke, das ist ein Wahrnehmungs-Bias. heutzutage kriegt man einfach mehr mit von der Shice.
PS: Respekt vor Lehrer, Pfarrer, Bademeister, etc. war bei uns nicht vorhanden. Vielleicht war das anderswo anders. Wer meint das früher alles super war, dem empfehle ich die Film „Nordsee ist Mordsee“ und die weiteren aus der Reihe.
Katamaus: 1+
Neu ist es auch nicht,
hier mal wieder (weil es so gut passt),
"Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."
Sokrates
griechischer Philosoph
* um 469 vChr, † 399 vChr
Das zeigt mir dass ich nicht so falsch liegen kann.
...ist Unterstellung nicht gemachter, absoluter Aussagen im Sinne, dass früher "alles" besser war. Hab ich nie behauptet.Zitat:
Stammtischniveau
Du kannst dir dein Trollverhalten schenken, deine Beiträge werd ich ab jetzt ignorieren. Du bist es nicht wert mit dir zu diskutieren
nichts desto trotz kann ich nicht umhin, eine allgemeine aggressivitätssteigerung in kombination mit einer steigerung überheblichen und besserwisserischen verhaltens, gepaart mit einer art "größenwahn" festzustellen. das betrifft noch nicht mal so sehr die jugend.
zudem scheint mir alles und jedes einem zum persönlichen lebensstil passenden und es rechtfertigenden dogma, untergeordnet zu werden, dass dann als allgemeingültiger maßstab verstanden wird, dem alle anderen folgen sollten (denen muss das dann "beigebracht" werden) .
psychische störungen und vermeintliche psychische störungen (psycho-hypochonder.... hm, wäre eigentlich ja auch ne störung) nehmen, meiner beobachtung nach, auch erheblich zu.
Sehe ich rundum genauso.
Die gern gemachte Aussage "Das ALLES gabs früher GENAU SO ist ein Totschlargument, dem nie Beweise folgen und das die Fakten konterkariert. Wenn - um bei dem o.a. Besipiel zu bleiben - ein Schwimmbad Jahrzehnte lang ohne Security und Taschenkontrolle auskommt und dann "auf einmal" nicht mehr, dann hat sich offensichtlich etwas verändert. Und das ist nur ein Beispiel von vielen. Und wenn Leute, die in einer Branche schon lange, also mehrere Jahrzente, dabei sind und die nicht zu denen gehören die durch Wichtigtuerei und Geschwätzigkeit auffallen, zu verstehen geben, dass sie Dinge erleben, die es so früher nicht gab oder nicht in der Häufigkeit, dann hab ich keinen Grund das als rein persönliche, pessimisitische Attitüde abzutun, sondern nehm das Ernst. Da könne die Relativierer und Zweckoptimisten sich noch sehr ausm Fenster lehnen und rumkrakeelen.
ich gebe zu: das denk ich dann auch immer ;)
spätestens im straßenverkehr.
"stimmungen" übertragen sich leider recht gut.
Natürlich sind wird alle in unserere Wahrnehmung begrenzt und auch von Emotionen und (teils unbewussten) Bedürfnissen und Erfahrungen beeinflusst. Anderserseits sehe ich darin keinen Grund, die individuelllen Wahrnehmungen und Bewertungen von Menschen von vornerein als nicht aussagekräftig oder rein subjektiv zu (dis-) qualifizieren. Gab es nicht z.b. Leute, die z.B. schon frühzeitig vor drastischen Folgen der politischen Veränderungen des DEs ab den 1930er Jahren gewarnt hatten? Und wieviele andere, auch hoch gebildetet Leute haben gesagt: "Ach, übertreib mal nicht, sooo schimm wirds nicht werden." Haben die richtig gelegenen Mahner nur aufs Grade wohl prognostiziert oder darf man ihnen einen besonders sensiblen Sinn und ein richtiges Gespür für kommenden Entwicklungen unterstellen?
Man muss auch nicht die dunklste historische Seite in unserer Geschichte hervorholen. Hand aufs Herz: wer hätte darauf gewettet, dass es eine Rot-Grüne Regierung sein würde, die die drastischsten Einschnitte im Sozial- und Arbeitsbereich (es gab noch andeer Krasse Sachen) seit Beginn der Nachkrieggeschichte vornimmt. Also ich hab mir das nicht im Leben vorgestellt. So wars aber.
Ok, genug OT meinreseits (obwohl es ja an den Ausgnagspost angelehnt ist).
Diese, generalisierende Behauptung hier: "Bestimmte positive Werte werden zudem von Eltern nicht mehr vorgelebt und eingefordert, "
Dass es einzelne negative Entwicklung gibt dem widerspreche ich nicht. Hat für mich u.a. auch damit zu tun, dass viele nicht mehr bereit sind selbst einzugreifen oder sich Respekt zu verschaffen (teils auch, weil man damit inzwischen schnell rechtliche Probleme bekommt). Auf Festen hat es früher auch regelmäßig gekracht, nur damals haben das halt die Veranstalter noch selbst in die Hand genommen.
Die Sprüche der alten Römer und Griechen sehe ich heutzutage aber aus einem anderen Blickwinkel (den brachte ich früher gerne in solchen Diskussion). Geschichte verläuft in Wellen und tatsächlich sind wir wieder einer Phase des "Niedergangs" (der "Westen" verliert seine Vorreiterrolle). Daher sind solche Beobachtung aus der Vergangenheit nicht zwingend auf Vorurteile der älteren Bevölkerungsschicht zurückzuführen.
Von mir dann auch mal was. Völlig subjektiv und wegen mir auch auf Stammtischniveau.
Als ich noch jung war habe ich und die meisten anderen die ich so kannte durchaus noch geglaubt, dass der Mensch da vor mir zu Gewalt greifen könnte und es handgreiflich und schmerzhaft wird.
Dementsprechend hat man sich dann den ein oder anderen Kommentar gespart oder gespurt.
Man hat auch darauf geachtet ob sich die Zeichen für Gewaltanwendung mehren. Wird er lauter, steht er auf, ändert sich die Atmung, die Sprache, der Muskeltonus usw. Also jetzt nicht unbedingt bewusst.
Heute scheint sich jeder bewusst zu sein, dass der andere ja gar nicht zu Gewalt greifen darf.
Da scheint der früheste Punkt des Verstehens zu sein, nachdem es eingeschlagen hat.
Letztens noch erlebt, ein ziemlich schwächlicher Typ (sowas, wo man Angst hat den zu hart anzufassen) pöbelt Gäste im Außenbereich an. Mein Kumpel sagt was und steht auf, sichtlich auf 180. Was macht der Fred? Er pöbelt weiter und erhöht die Eskalationsstufe auch noch. - Weil, darf ihm ja keiner was tun.
Irgendwie bildet sich da ein falsches Bewusstsein. Was man dagegen tun kann? Leider keine Idee. Je mehr Menschen auf engem Raum um so wichtiger wird "Gewaltverzicht". Aber diese so gänzlich zu ächten scheint mir auch keine gute Idee zu sein.
Und nein, ich meine nicht man sollte die Möglichkeit zu Duellen wieder einführen. Obwohl manchmal...
Also keine Idee.
Kurzum, große Anteile der Bevölkerung können mit Gewalt nicht mehr umgehen.
Liebe Grüße
DatOlli
Volle Zustimmung.
Ich sag mal ganz simpel: ich habe als Jugendlicher oft mal ne große Klappe gehabt, aber dann gabs halt auch mal eine drauf. War mir im Grunde klar und nichts, wo ich im Nachgang auf die Idee gekommen wäre, den anderen zu belangen.
Ich bin auch der Meinung, dass ein gewisses Maß an verbaler Gewalt/Beschimpfung/Beleidigung eigentlich angemessenerweise physisch beantwortet werden muss, auch bei Erwachsenen.
Sehe ich ähnlich und deckt sich mit meinen Erfahrungen. Die grösste Eskalationsbereitschaft bzw. regelrechten Eskalationsenthusiasmus sehe ich bei Gruppen, die sich durch die gesellschaftliche Ordnung gedeckt sehen (in der Regel bezeichnen die das als "Zivilcourage" :D). Im Vergleich dazu - alle Leute, von denen ich weiss dass sie einschlägige Vorstrafen haben, waren immer ausgesucht höflich zu mir. Eine Arbeitskollegin hat mal nach einer Eskalation ihrerseits (nach harmlosem Anrempeln durch einen Passanten) zu mir gemeint "Na, Du hast es leicht, Dir weichen die Leute ja auch auf der Strasse aus". Ich habe nicht die rechten Worte gefunden, um ihr klarzumachen, dass das a) das Ergebnis von jahrelangem Vollkontakt ist, der so tief in die Körpersprache gewandert ist, dass ich ihn gar nicht mehr weglassen kann auch wenn ich will, b) ich deswegen auch regelmässig schief angeschaut und z.B. bei Grenzübertritten auch regelmässig genauer unter die Lupe genommen werde und c) ich wesentlich mehr einstecke als sie, bevor ich in irgendeiner Form eskaliere - wenn ich angerempelt werde, entschuldige ich mich z.B. immer (wenn auch oft genug mit dem Ergebnis, dass die Leute erschrocken zurückzucken). Noch schwieriger ist es, jemandem zu erklären, warum einen in bestimmten Kreisen niemand ernst nehmen wird, wenn man verbal eskaliert, und dass die effizientesten nonverbalen Dominanzgesten so subtil sind, dass die Empfänger in der Regel nicht bewusst wahrnehmen, warum sie jetzt plötzlich erschrocken sind.