:pLeider hast Du nicht verstanden:
Es gibt hier Verbände mit über 1000 Mitgliedern. Wenn die so verfahren würden, wie von Deinem chinesischen Lehrer empfohlen, könnte jeder, dem gerade danach ist, zu einer Prüfung erscheinen.
Dann wäre das Szenario da, das Du zu recht so erschreckend findest.
Da ich also annehme, das Dein chinesischer Lehrer eine überschaubare Anzahl von Schülern hat ist die Situation nicht vergleichbar. ;)
In dem Verband, in dem ich Mitglied bin, ist für die Zulassung zu einer Kursleiterprüfung die Einverständniserklärung des zuständigen Lehrers + die von Dir genannten Mitgliedschaftszeiten. Danach muss der Ausbildungsleiter noch seine Zustimmung geben.
Dies dient der Qualitätssicherung: durch die Mitgliedszeiten ist ist anzunehmen, dass zumindest die Gelegenheit bestand, dass derjenige oft genug in den Unterricht kommen konnte, durch das Einverständnis des direkten Lehrers sollte gesichert sein, dass der Prüfling auch im Training war und ein Mindestniveau an Können aufweist.
Ich bin froh, dass die jeweiligen Lehrer nicht allein entscheiden können, wer zur Prüfung darf oder nicht, sonst sind Gefälligkeiten und Fehleinschätzungen
Tür und Tor geöffnet.
(Angenommen, du würdest zur Prüfung zugelassen und die auch noch bestehen, würdest Du selbst wahrscheinlich Schüler mit guter Dehnung und akrobatischen Fähigkeiten eher zur Prüfung schicken als Schüler mit wirklichem Verständnis:p)
Werden die Leute dann erst bei der Prüfung ausgesiebt, wie von Deinem chinesischen Lehrer vorgeschlagen, ist das eine Zeit- und Geldverschwendung für die Durchfallenden und eine Beeinträchtigung der Prüfungsqualität für die anderen.
Diese Regelung ist notwendig, da der Ausbildungsleiter nicht mehr alle Schüler persönlich kennt und Ihr Niveau einschätzen kann.
Solche allgemeinen Regeln bergen naturgemäß Ungerechtigkeiten.
Es steht Dir allerdings offen, bei dem Ausbildungsleiter oder bei GM vorstellig werden, Dein Können demonstrieren und um eine frühere Zulassung zu Prüfung, oder die Annahme als direkter Schüler zu erwirken.
Da allerdings meines Wissens auch die Spitzenleute, die teilweise tatsächlich über Jahre Fulltime Taijiquan geübt haben, die Zeiten eingehalten haben, würde mich das eventuell wundern.
Das ist eine gute Idee, am besten auch noch kostenlos oder mit Begabten-Stipendium?
Irgendein Yangstilist in USA hat doch sowas ausgeschrieben, ist wohl leider schon besetzt.
Wenn Dich jemand intensiv und individuell betreut, dann erwartet er eine Gegenleistung dafür.
Aufgrund der höheren Lebenshaltungskosten in Deutschland ist die Gegenleistung hier normalerweise höher als in China.
Die Gegenleistung muss nicht notwendig finanzieller Natur sein, ein
junges hoffnungsvolles Talent wird eventuell sehr intensiv betreut, so wie man auch in seine Kinder schneinbar selbstlos viel Zeit und Mühe investiert (aber das ist eigentlich nur die Rückzahlung der eigenen Betreuung in der eigenen Anfangszeit).
Du kennst Doch nach eigener Aussage einige sehr begabte Leute, bilde mit denen ein Spitzengruppe und sucht euch einen Lehrer, der auf euer Niveau eingeht.
Ansonsten empfehe ich als Erfahrung das
WCTAG-Sommercamp, im Preisleistungsverhältnis in Deutschland konkurrenzlos mit einem höchst kompetenen Lehrer (Meister), der sich über begabte, engagierte Leute mit KK-Hintergrund freut (am besten verbunden mit Bescheidenheit;)).
Dort triffst Du dann zwar auch auf minderbegabte Menschen wie mich, aber eventuell auch auf Deinesgleichen.
:)