Zur Erinnerung:
Du warst es, der den 'Wert' einer Note ins Spiel gebracht hatte,
ohne den Begriff näher zu spezifizieren ...
gruß hafis
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'Haben wir nicht nen Sportlehrer hier, der das Pharao anhand eines Beispieles aufschlüßeln kann?
Ich kann leider nur von Geschichte/Geo/Englisch sprechen:
Da sein und den Namen raufschreiben ist immer noch keine 4 oder 5 sondern ne 6.
Erst wenn wenigstens 1 von 10 Punkte da ist nähern wir uns der 5.
Und Du hast behauptet, die Anführungszeichen hätten eine besondere Bedeutung.
Die Dinge haben keinen Wert an sich, sondern den, denen man ihnen zuweist.
Teilweise haben die Dinge einen mittelbaren Wert, da sie einem helfen, etwas anderes zu erwerben, dem man einen Wert zuweist.
Unter anderem hängt der Wert auch davon ab, wie schwer etwas erwerbbar ist, sofern man es denn anstrebt.
Wenn nun einer sagt, er habe sich in Sport stets angestrengt (Pharao, Kajihei) aber alle Bemühungen hätten nicht zu einer Drei gereicht, dann ist diese Drei sehr wertvoll, weil angestrebt und schwer erreichbar.
Wer im Vorübergehen eine Zwei mitnimmt wird einer Drei keinen besonderen Wert beimessen, da nicht schwer erreichbar.
Eine Drei, die man ohne große Leistung ("nicht nerven") bekommt, wird wohl für niemand einen großen Wert darstellen, außer derjenige kann damit einen anderen Wert erreichen, z.B. andere beeindrucken, die nicht wissen, wie leicht die Note zu erwerben war.
Natürlich kann man dann im Nachhinein die nicht erreichte drei in Sport als wertlos erklären, dann wird die Niederlage relativiert.:hehehe:
Auf Universitäten und bei Mr. Yoda gibt es keine 6 :D
Dennoch kennt Sie das Notensystem.
Bei Kensei bin ich mir nicht so sicher. Der gibt Schülern die sich Mühe geben eine 5! Das geht ja gar nicht.
wieso?
Eine 5 ist angemessen für "eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden könnten"
Wer also immerhin den Streckhang am Reck schafft, und erfolglos versucht, seine Beine in Richtung Reckstange zu bewegen, zeigt Grundkenntnisse (wo ist das Reck, was ist das Ziel der Übung) und bekommt für den Felgaufschwung eine 5.
Ich bin keine Sportlehrerin,
schon vergessen?
gruß hafis
ansonsten
Beispiel mathematisches Problem soll gelöst werden:
- Schüler 1 faltet aus dem Arbeitsblatt einen Papierflieger --> Note 6
- Schüler 2 plärrt, noch bevor er die Aufgabenstellung gelesen hat, los: 'was soll ich'n jetz machen?' --> Note 5
- Schüler 3 hat die Aufgabenstellung gelesen, aber nicht verstanden, zeigt aber durch seine Fragen, dass er zu einer Auseinandersetzung bereit ist, und bemüht sich ernsthaft um eine Lösung, die er dann in Teilbereichen auch erbringen kann --> Note 4
- Schüler 4 kann genauer nachfragen als Schüler 3 und kommt mit Hilfen dann zu einer Lösung, die in großen Teilen richtig ist --> Note 3
- Schüler 5 benötigt kaum oder gar keine Hilfen und findet eine weitgehend richtige Lösung --> Note 2
- Schüler 6 benötigt keinerlei Hilfen und findet die richtige Lösung --> Note 1
Das Ziel in der Arbeitswelt ist, dass man seine Aufgaben - innerhalb der eigenen Kompetenz- selbständig erledigt.
Idealerweise noch, bevor jemand darum bittet.
Dass man dabei mit anderen zusammenarbeitet, die andere Kompetenzen einbringen oder sich bei ungewöhnlicheren Problemen mit Kollegen berät, entbindet nicht davon, Standardaufgaben aus einem Verantwortungsbereich alleine zu erledigen.
Stell Dir vor, Hafis geht im Unterricht raus, ruft kurz mal Ihren alten Matheprof. bzw. googelt, wie man den Schülern jetzt den Satz von Pythagoras richtig erklärt.
Das finde ich abereits ungerecht. Da wird einer bestraft weil er den Mut hat um Hilfe zu bitten.
Nein, wenn er den Mut nicht hätte und nicht um Hilfe bäte, dann bekäme er eine schlechtere Note.
Dem mit der 1 mangelt es ja nicht an Mut, um Hilfe zu bitten, sondern er hat es nicht nötig.
Außerdem ist das ja keine Strafe, sondern eine Leistungsbewertung.
Eine vollkommen selbstständig erbrachte Leistung ist natürlich höherwertig, als eine, die man nur mit Hilfe erbringt.
... man kann den 'Felgaufschwung' aber auch unter einer physikalischen Fragestellung betrachten, und dann könnte ein bloßer Theoretiker möglicherweise ordentlich punkten,
ist halt alles eine Frage der Sichtweise ...
gruß hafis
Hafis dich hätte ich gerne als Lehrerin.
Genau, und der Papierfliegerfalter hat seine praktischen Kenntnisse in Strömungslehre unter Beweis gestellt, die ja mathematische Aufgabenstellungen enthält, an denen sich meines Wissens auch Einstein die Zähne ausgebissen hat.
Im Sport LK gibt es einen praktischen und einen theoretischen Teil.
Nur weil man die physikalischen Aspekte einer Riesenfelge fehlerfrei darlegen kann, bekommt man noch keine 1 in der praktischen Prüfung und umgekehrt.
In der Theorie kann der Theoretiker genauso viel wie der Praktiker.
Und in der Unterstufe zählt nur die praktische Umsätzung.
Mit dem einen oder anderen Wartesemester geht das schon. Ansonsten, einfach weniger scheiße sein :D :D
Aber ne mal ehrlich das ist eine von 12 Noten im Abi. wenn du da durchgehend eine 4- hast, könntest du immernoch einen guten Schnitt haben. Auch für Medizin.
Ich würde mich sogar soweit aus dem Fenster lehnen und sagen:
Sport an der Schule könnte man so schlecht wie er ausgeführt wird auch einfach sein lassen. Ich hatte sehr kompetente und fast schon innovative Sportlehrer in meiner Schulzeit, aber diese Lehrpläne in denen man 51234124312 Sachen machen muss, aber für alle 2 Termine hat und deshalb crashkursartig jede Scheiße durchkauen muss ohne irgendwas motorisch erlernen zu können biste schon vom Baseball zum Ausdruckstanz gekommen.
So wie die Schulen das Fach lehren müssen, ist es sowieso reinste Zeitverschwendung. Ich kenne jetzt die Regeln von dutzenden völlig unbrauchbaren amerikanischen Teamsportarten und kann Matten in Rekordgeschwindigkeit stapeln und über die Halle rutschen lassen.