Es gibt echt schlechte Psychologen? Was kommt als nächstes?die Erkenntnis das es auch miese Ärzte gibt? Doofe Polizisten? Liegt wohl daran das die einzig wahren Talente in diesem Land ausgebremst werden....
Druckbare Version
Die Idee dass jeder Psychologe ein Hort der Unfehlbarkeit sei, mit einem wissenschaftlichen Instrumentarium das Erhabenheit über jede Kritik verleiht, kam glaube ich von Dir. Ich habe mir erlaubt eine Bandbreite von bis anzumerken, welche eine Unbotmässigkeit von mir. Kommt nicht wieder vor, versprochen.
Ich sprach von "schlachten" nicht "jagen", da es um den Akt des Tötens geht.
"Jagen" impliziert ja, dass das Essen frei rumläuft und für eine Jägergesellschaft reicht die Fläche nicht.
Wie sich die Ernährung zusammensetzt, hängt natürlich davon ab, was alles zur Verfügung steht und welchen Aufwand man zur Beschaffung treiben muss.
Welcher Gedankengang steckt da dahinter?
Die erwähnten Stammtischler werden nur durch drohende Strafe von Rache an Vergewaltigern abgehalten?
Ach so, ich dachte
"Und wenn der ihre Tochter, Mutter und die halbe Familie vergewaltigt, verstümmelt, gefoltert und ermordet hätte, könnten sies [die Tötung des Täters] trotzdem nicht tun"bezieht sich auf eine angeborene Hemmung und nicht lediglich auf die Angst vor Strafe wegen Selbstjustiz.
Dann hängt das davon ab, wie viel einer zu verlieren hat bzw. wie emotional er belastet ist.
Nein, ich wollte nicht sagen, dass Strafen keinen Einfluss auf Verbrechen haben, das war ein anderer.
Ich wollte vielmehr sagen, dass die überwiegende Mehrheit der Männer andere Menschen töten können und eventuell sogar Freude daran haben.
Ich hatte ja weiter vorne schon eine Doku verlinkt und aus zwei Beiträgen zu Psychopathen zitiert.
Hier nun zwei Zitate aus Beiträgen zu Normalos aus der gleichen Doku:
Neuropsychologe Thomas Elbert:
"Die Frage ist, welche Hemmung hat die Evolution eingebaut, dass wir nicht andere Menschen umbringen. Und da stellen wir fest, diese Hemmung ist eine, die geht über höhere kognitive Zentren, über das Denken, die Erziehung, über das Lehren der Moral. Und da muss ich dem Kind beibringen, wie viel es darf. Wenn diese Sozialisation fehlt, dann wird der Mensch, der Mann insbesondere, zu jemand, der andere tötet.
Und das ist nicht nur aus einer Not heraus, aus Verteidigung heraus, es macht dem auch ... Spaß."
Gleich im Anschluss:
Sozialpsychologe Harald Welzer :
"Ich brauch gar keinen Begriff von Lust an der Gewalt, Freude am Töten, um zu erkären, wieso eigentlich die ganze Geschichte hindurch Gewalt ausgeübt wird.
Die Gewalt braucht man dann, wenn man von einem anderen etwas haben will, was man ohne Gewalt nicht erreichen kann.
That's it. Viel mehr als Erklärungsmodell brauch ich dafür nicht. Ich brauch auch keine Evolutionstheorie dafür.
[...]
Wir haben den historisch und sozial bedrückenden Befund, dass es keine Massenerschießung in der Geschichte gegeben hat, die daran gescheitert ist, dass es zu wenig Schützen gegeben hat. Wir haben keinen Völkermord, der nicht stattgefunden hat, weil es zu wenig Mörder gegeben hätte.
Nun sind diese Mörder und Schützen bei Massenerschießungen in der Regel Menschen, die vorher einer ganz normalen Tätigkeit, einem ganz normalen Leben nachgegangen sind und die in dem Sinne nicht schon das ganze Leben drauf gewartet haben, dass irgendwann die Gelegenheit dazu kommt.
Die haben sich genauso sicher gefühlt, in ihrem Gutsein, in ihrem "keiner Fliege was zu Leide tun können", in ihrem Gerechtigkeitsgefühl, wie ich auch, oder jeder andere auch."
Neeeein, und wenn Einstein sagt:
"Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein."
Dann findet er Schafe eigentlich voll cool und eine Mitgliedschaft in einer Schafherde eine dolle Sache...