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Simplicius
welche Studie?
Studien machen immer nur Aussagen über durchschnittliche Studienteilnehmer.
Das ist das Wesen von Studien.
Die Studie auf die sich Berkhan bezog, wenn er sagt dass abendliches Essen besser ist.
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wenn der durschnittliche Mensch mit abendlichem Essen mehr abnimmt, als mit einer anderen Verteilung der Mahlzeiten über den Tag, dann gilt für diesen auf keinen Fall:
Nö. Was dem Menschen letztendlich hilft abzunehmen und was allgemein gültig ist - weil es auf Dinge wie Gefühle, Gewohnheiten etc. nicht eingeht - sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
Es KANN helfen, seine Mahlzeiten zu timen, weil dadurch z.b das Hungergefühl gedrückt, die Portionsgrößen kleiner werden, und dadurch eben halt irgendwie eine Form der Kalorienrestriktion eintritt. Es MUSS aber nicht, weil es auch genügend Leute gibt die z.B Essen können was sie wollen (nach ihrem Hungergefühl), wann sie wollen und trotzdem abnehmen. Oder auch Twinkie-Diät.
Wenn man diesen Leuten dann aufgibt, ein Ernährungstagebuch zu führen kommt dann zu 99,9% dabei raus, dass sie einfach nicht genug Kcal zu sich nehmen.
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Analogie:
Wenn der durchschnittliche Mensch mit Krafttraining Muskeln aufbaut, dann ist es wohl nicht richtig, jemandem, den man nicht kennt, zu sagen: "Krafttraining ist gleichgültig in Bezug auf Muskelaufbau"
Weil folgende Aussage schlicht und ergreifend falsch ist.
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die haben (dazu liegen mir keine Studien vor) eventuell auch größere Erfolge, wenn sie ihren Essenrythmus an ihren Lebensrythmus anpassen, dann ist auch für die die Tageszeiten ihrer Mahlzeiten nicht gleichgültig.
Selbst mit Schlank im Schlaf nehmen ja viele Leute ab, vielleicht weil die keine Chips vor dem TV mher mampfen, oder einfach, weil es teilweise Trennkost ist und, wie Trinculo richtig bemerkte, man von Zucker oder Fett isoliert nicht so viel verdrückt, wie das ganze gemischt.
siehe oben.
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Du willst mir jetzt echt erzählen, dass sich Pustkuchen oder Du konkret auf das Individuum Talisker bezogen haben und ihm aufgrund eurer umfangreichen Kenntnisse des Stoffwechsels von Talisker ihm sagen könnt, dass ausgerechnet er so vom Durchschnitt abweicht, dass er nicht von einem Timing seiner Mahlzeiten profitiert wie der Durchschnitt der Bevölkerung?
Was quatscht du da? Wo haben wir das gemacht oder gesagt?
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Und um das zu belegen führst Du nicht das Stoffwechseprofil von Talisker an oder Beobachtungen an diesen, sondern Studien, die an vollkommen anderen und beliebigen Personen gemacht wurden, um zu versuchen anhand von deren durchschnittlichen Verhalten Schlüsse auf die Allgemeinheit zu ziehen?
Was für viele funktioniert und was richtig ist, sind nicht zwangläufig die gleichen Dinge.
Diese Art Rückschlüsse zu führen ist zumindest äußerst fragwürdig.
Was für viele funktioniert, muss für den einzelnen noch lange nicht gelten.
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Das Problem an der Aussage "Wenn man abnemen will, kommt es nur auf die Kalorienbilanz an" hat Trinculo mal in der Analogie "Wenn man reich werden will, muss man nur wesentlich mehr Geld verdienen, als man ausgibt" verdeutlicht.
Da Fettgewebe ein Energiespeicher des Körpers ist, ist es trivial, dass man eine negative Energiebilanz erreichen muss.
Scheint aber nicht so einfach zu sein, sonst würde in der Abnehmindustrie nicht so viel Kohle umgesetzt.
Doch genau so trivial ist es. Ich restriktriere deine Kalorienzufuhr, du nimmst ab. Die Abnehmindustrie versucht es doch eher mit Phrasen "Friss was du willst, und nimm trotzdem ab" oder "Nimm Pille X". Das das nicht funktioniert ist offensichtlich.
Trinculos Vergleich hinkt an allen Ecken und Kanten. Ein wichtiger Punkt wäre die Abhängigkeit von anderen - mein Gewicht kontrolliere ich im Gegensatz zu meinem Verdienst ganz allein.
Etwas nicht zu tun ist auch immer leichter als etwas zu tun.
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Beispiel: wenn die Kohlenhydrate, die man abends isst, tatsächlich, wie es die Schlank-Im-Schlaf-Jünger behaupten, als Fett angesetzt werden, dann sorgt das dafür, dass, bei gleicher Zufuhr von Kohlenhydraten, man mehr Energie verbraucht, als wenn die Kohlenhydrate gleich verstoffwechselt werden.
Ganz einfach, weil es Energie verbraucht, Kohlenhydrate in Fett umzuwandeln.
Wenn man den Kohlenhydratbedarf des Gehirns (für das Gehirn ist eine Kalorie keinesfalls eine Kalorie, da es mit Fettsäuren nix anfangen kann) über Glukose aus Glukoneogenese deckt, dann hat man einen höheren Energiebedarf, weil es aufwendig ist, Aminosäuren und Glycerin in Kohlenhydrate umzuwandeln.
Ja, richtig. Spielt alles in die Kalorienbilanz mit rein, stützt doch meine Aussage.
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Kalorienzählen als alleinseeligmachende Methode zu verkaufen, ist was für Milchmädchen, die der Ansicht anhängen, der Mensch würde, bei unbegrenztem Nahrungsangebot so viel essen, bis er platzt, weil unsere Vorfahren immer gehungert haben.
Kalorienzählen kann helfen, problematisches Ernährungsverhalten bewusst zu machen und gegen zu steuern.
Kalorienzählen =! Kalorienbilanz. Wie du und ich schon gesagt haben spielen noch andere Faktoren wie Enzymaktivität und Thermogenese mit mehr oder weniger starker Gewichtung rein.
Zu der Milchmädchenunterstellung sag ich nix, das ist ja wohl das letzte...
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Schlau ist es IMO, (auch) das Sättigungsgefühl des Körpers wieder zu entdecken und dazu ist die Nahrungsauswahl wichtig, Timing der Mahlzeiten kann es auch sein.
Und da kann Kalorienzählen sogar kontraproduktiv sein, falls man auf seine Abnehm-App hört, statt auf seinen Körper.
Manche Leute machen intuitiv das Richtige, andere das Falsche. Für die bloße Gewichtsreduktion ist die Nahrungsauswahl und das Timing nicht relevant.
Nehmen wir noch Begriffe wie Gesundheit mit rein und ist das Verhältnis von Fett und Muskeln wichtig, dann geb ich dir recht.
Inwiefern ist Kalorienzählen kontraproduktiv? Aus physiologischer Sicht auf keinen Fall, auch aus psychologischer Sicht halt ich das für fragwürdig.