Der Titel sagt alles:
Alcohol after strength training boosts testosterone level
Aufmerksam lesen ;)
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Der Titel sagt alles:
Alcohol after strength training boosts testosterone level
Aufmerksam lesen ;)
Ein interessanter Beitrag auf Forbes ueber die mangelhafte Qualitaet von Medienberichten ueber wissenschaftliche Artikel - oder Why 5 coffees a day could kill you
Hier eine Metastudie zum Proteinbedarf von Athleten während einer Diät:
A Systematic Review of Dietary Protein During Caloric Restriction in Resistance Trained Lean Athletes: A Case for Higher Intakes (Leider closed journal, aber es gibt ein Abstract).
Empfehlung der Autoren:
Zitat:
Conclusions: Protein needs for energy-restricted resistance-trained athletes are likely 2.3-3.1g/kg of FFM [Fat Free Mass] scaled upwards with severity of caloric restriction and leanness.
Metastudie, in der die Milchproteine Casein und Whey verglichen werden:
Effect of dairy proteins on appetite, energy expenditure, body weight, and composition: a review of the evidence from controlled clinical trials.
Die Ergebnisse aus dem Abstract:
Zitat:
Data indicate that whey is more satiating in the short term, whereas casein is more satiating in the long term. In addition, some studies indicate that whey stimulates the secretion of the incretin hormones glucagon-like peptide-1 and glucose-dependent insulinotropic polypeptide more than other proteins. However, for the satiety (cholecystokinin and peptide YY) and hunger-stimulating (ghrelin) hormones, no clear evidence exists that 1 protein source has a greater stimulating effect compared with others. Likewise, no clear evidence exists that 1 protein source results in higher diet-induced thermogenesis and promotes more beneficial changes in body weight and composition compared with other protein sources. However, data indicate that amino acid composition, rate of absorption, and protein/food texture may be important factors for protein-stimulated metabolic effects.
Hier ein Blogartikel von Brad Schoenfeld über die Protein-Timing Meta Studie, die vor einiger Zeit von ihm und A. Aragon veröffentlicht wurde
Our Meta-Analysis of Protein Timing: Thoughts and Perspectives
Für die Paper (open access), schaut hier:
Nutrient timing revisited: is there a post-exercise anabolic window?
The effect of protein timing on muscle strength and hypertrophy: a meta-analysis
tl;dr
Zitat:
The take home message from the meta-analysis is that there does not appear to be a narrow “anabolic window of opportunity”; for the vast majority of the population it really doesn’t matter whether you consume protein immediately after training or wait for a couple of hours.
Kurze Quintessenz des Fazits?
Es scheint kein enges anabolisches Fenster zu geben und für normale Menschen macht es keinen Unterschied, ob man Protein direkt nach dem Training oder bis zu 2 Stunden später nimmt.
Was hier nicht erwähnte wurde, aber im Artikel besprochen wird, ist, dass die Gesamtmenge des Proteins wohl einen größeren Einfluss auf Muskelaufbau hat, als das Timing, also die Zeit der Einnahme.
Die Autoren empfehlen für extrem definierte Kraftsportler, auch weiterhin direkt nach dem Training die Proteine zu nehmen, Daten dazu gibt es allerdings wohl nicht.
Schoenfeld und Aragon sind bei Ami Legges großartigem Podcast "Evidence Radio" zu Gast und reden über Post-workout Protein und die Artikel, die ich oben verlinkt habe.
Itunes Link zum Podcast
Evidence Radio Blog, die Folge ist hier noch nicht gelistet.
Ein interessanter Denkansatz.
Verursachen Vegetarier mehr Blutvergießen als Fleischesser?
Demonstrating Strength VS Building Strength
Steve Maxwell Strength & Conditioning
Sven,
wenn du die Artikel liest, widersprechen sie den Titeln.
Der Cell-Artikel, der gerade überall zitiert wird, sagt auch eientlich etwas anderes aus, da geht es mehrheitlich um IGF-1 und die Riskien damit sind bereits bekannt. Die Schlüsse bezüglich der Diäten lassen sich nicht so ohne weiteres aus der Studie herleiten.
Einen etwas differenzierteren Beitrag zu der Veröffentlichung findet man hier:
High-Protein Diets Linked to Cancer: Should You Be Concerned? - Examine.com Blog
Auch der Nobelpreisträger-Artikel weckt falsche Assoziationen, da es eben nicht um das rote/rohe Fleisch geht, sondern um Bakterien und Viren, die in halbrohen Fleisch sein könnten.
Deine beiden Artikel sind ein schönes Beispiel dafür, wie wissenschaftliche Studien falsch interpretiert werden, sowohl von den Medien als leider auch von den Wissenschaftlern selbst.
Jein! Sie widersprechen ja nicht den "Titeln" sondern geben wieder was angeblich in den Studien stand/steht. Bei dem WiWo-Artikel wird doch klar gesagt wie umstritten die Studie ist.
Das andere ist "nur" ein Interview, in dem Zur Hausen sagt "Aber ja: Ich meide rohes Rindfleisch." was Focus wiederum in "Er warnt vor rohem Fleisch" umwandelt.
Es gilt eigentlich was in dem Artikel vorher steht. ;)
Doch, der Inhalt widerspricht dem Titel. Diese suggerieren durchaus, dass rotes Fleisch ungesund ist. In den Artikeln wird das dann wieder relativiert, jedoch geht es in den angesprochenen Artikeln jeweils um andere Dinge, nämlich IGF-1 in Maus-Studien und wilde Korrelationen von Proteinkonsum und Todesalter, sowie der Vermutung, dass in halbgaren Fleisch Erreger sein könnten, die Krebs verursachen könnten.Zitat:
Zitat von Svenk K.
Da du diese beiden Artikel unkommentierst hier reinstellst, liegt für mich die Vermutung nahe, dass ein Beweislage für die Aussage demonstriert werden soll, die die Titel suggerieren, nämlich dass rotes Fleisch Krebs verursacht.
Diese beiden Artikel sind für mich zwei gute Negativbeispiele, wie eben durch Medien und die Wissenschaftler selbst ein verzerrtes Bild über Ernährung entsteht.
Lest euch einfach mal die comments section bei Cell durch: http://www.cell.com/cell-metabolism/...062-X#Comments
"valter longo" scheint der verantwortliche Autor des Papers zu sein.
So gehen eben die Meinungen auseinander, warum Ernährungsstudien und damit wissenschaftlich haltbare Ernährungsempfehlungen schwierg sind wurde ja hier schon verlinkt.
Ein Schmankerl aus "Ernährungsstudie warnt: Fleisch, Milch und Eier so schädlich wie Rauchen - WiWo Green"
Stell ich mir schwierig vor^^Zitat:
Der Rat der Experten: Wer sich gesund ernähren möchte, sollte bis ins hohe Alter auf Proteine verzichten
@wmute
Vor allem, da laut paper ein hoher Proteinkonsum ab einem höheren Alter ja wiederum lebensverlängernd sein soll!
Nett ist auch das Kleingedruckte im Paper:Zitat:
V.D.L. [Longo] has equity interest in L-Nutra, a company that develops medical food. The other authors declare that they have no conflicts of interest.
Ein Review paper über die gesundheitlichen Aspekte von Zucker und High fructose corn syrup:
Sucrose, High-Fructose Corn Syrup, and Fructose, Their Metabolism and Potential Health Effects: What Do We Really Know?
James M. Rippe und Theodore J. Angelopoulos, 2013
Du wirst, wenn Du Dich jemals auf einem höheren Level als Dokuserien mit dem Thema auseinander setzen willst, nicht darum herum kommen englisch zu lernen.
Die kommen zu dem Schluss, dass der Zusammenhang zwischen den Zuckerarten und Krankheiten wie Herzkrankheiten, metabolic syndrome oder Fettleber stark von der angewandten Methodik abhängt und die widersprüchliche Datenlage daher zur Vorsicht bei der Interpretation gebietet.Zitat:
Zitat von Abstract
Es scheint allerdings keinen Zusammenhang zwischen den Zuckerarten und Fettleibigkeit zu geben und es gibt den Konsensus, das es keine metabolischen unterschiede zwischen ihnen gibt (in Bezug auf Fettleibigkeit), bzw diese für die menschliche Nahrung keine Rolle spielen, da sie nicht in ausreichend großen Mengen isoliert zu sich genommen werden.
Nein, weil "die" auf englisch schreiben. Auch deutsche Forscher schreiben auf englisch ;)Zitat:
Weil "die" immer am meisten forschen? Ich könnte auch einfach warten, bis die Ergebnisse in deutsch vorliegen.
Nur weil die meisten Sachen aus USA kommen, bedeutet das noch nicht, das es der Weisheit letzte Schluss ist
Die Medien haben den Auftrag zu unterhalten, nicht zu informieren. Da besteht ein großer Unterschied, welche Fakten dann wie interpretiert werden und somit entsteht häufig ein falsches Bild.
Na, ich denke, es ist einfach ein anderes "Forschungwesen" in Übersee. Allein die Förderungen, Renommee, Verdienstmöglichkeiten usw. sind anderes als in DE.
Auch ist in einem 320Mio-Volk einfach mehr "Menge".
Nur sollte man doch gerade bei Studien aus USA die Augen offen halten. Z.B. welche Interessen die "Deutungen" von Studien haben. ;)
Und woher kommt diese Ansicht?
Na, unter anderem aus amerikanischen Publikationen?
Warum Sie Ernährungsempfehlungen kritisch hinterfragen sollten | EAT SMARTER
:D
Man liest halt so einiges und wenn man ein Thema etwas länger betrachtet merkt man doch recht schnell, das sich Dinge sehr schnell als "falsch" bzw. anders darstellen und wieder über den Haufen geworfen werden, weil z.b. "Erkenntnisse" anderes ausgelegt/gedeutet werden.
Kann ich natürlich nur für mich sagen und nur für die Themen mit denen ICH mich beschäftige.
Natürlich nicht du aber viele (auch hier) sind oft eben "nur" Theoretiker und haben Ihr Wissen nur aus Publikationen. Da kann mir dann aus "haarkleinste" dargelegt/bewiesen werden, warum ich nun falsch liege. Komischer Weise funktioniert "mein Weg" aber u.U. doch. ;)
Du liest also originale amerikanische Publikationen?Zitat:
Na, unter anderem aus amerikanischen Publikationen?
Worin unterscheiden sie sich denn von deutschen oder Publikationen anderer Nationen?
Was liest du denn so? Denn so alberne 08/15 Internetartikel wie der von Eatsmarter kanns ja nicht sein, denn das wäre ja ziemlich dumm, sich von einem Laien erklären zu lassen, wie professionelle Wissenschaftler ihre Arbeit zu tun haben.Zitat:
Man liest halt so einiges und wenn man ein Thema etwas länger betrachtet merkt man doch recht schnell, das sich Dinge sehr schnell als "falsch" bzw. anders darstellen und wieder über den Haufen geworfen werden, weil z.b. "Erkenntnisse" anderes ausgelegt/gedeutet werden.
Was ist denn laut Publikationen so falsch an "deinem" Weg?Zitat:
Komischer Weise funktioniert "mein Weg" aber u.U. doch.
Wissenschaftssprache ist nunmal Englisch, d.h. auch deutsche Gruppen publizieren in englischer Sprache. Auf in deutsch publizierte Ergebnisse kannst Du also warten bis Du schwarz wirst...
Wie beurteilst Du denn das amerikanische Forschungswesen wenn Dein Englisch nicht ausreichend ist um wenigstens den Abstract zu übersetzen? Anhand von Sekundärliteratur (wenn man es denn überhaupt so nennen will) wie dem Eat Smarter Artikel?
Das eatsmarter da einen auf kritisch macht und selbst die typischen Brigitte-Diät Tipps gibt.Zitat:
Zitat von simplicius
Inhaltlich würd ich's wohl unter 'no shit, Sherlock' zusammenfassen, als ob die doofen Wissenschaftler erst jetzt rausgefunden hätten, dass Korrelationen keine kausalen Zusammenhänge bilden.Zitat:
Zitat von simplicius
Versuchst du mir hier was zu unterstellen? :rolleyes:Zitat:
Oder liegt es an der Kniebeugenleistung des Autors?
Ach, komm...Zitat:
Was ist an Brigitte-Diät-Tipps auszusetzen (ich kenn mich da nicht so aus)?
offensichtlich fanden es jetzt Wissenschaftler für notwendig, darauf hinzweisen, dass einige Ernährungswissenschaftler und Entscheidungsträger* die Begrenztheit der Aussagekraft der üblichen Studien unterschätzen.
http://advances.nutrition.org/conten...abstract#aff-1
*) Ernährungsempfehlungen finden sich ja nicht nur in Frauenzeitschriften und entsprechenden Internetseiten, sondern werden durchaus auch von Regierungsstellen rausgegeben.
Man denke z.B.: an die Fettsteuer bei den Schweden, die auch bei uns diskutiert wurde.
Im ersten Artikel heisst es:Zitat:
Die Schlussfolgerungen der beiden international besetzen Forscherteams lauten: Trotz hunderter Übersichtsarbeiten und Metaanalysen gebe es keine überzeugenden Belege für den Nutzen einer Vitamin-D-Gabe. Unter bestimmten Umständen sei jedoch vorstellbar, dass Vitamin D gesundheitliche Vorteile habe. So ist unter jenen, die Vitamin D3 als Nahrungsmittel einnehmen, die Sterblichkeit geringer im Vergleich zu Personen, die darauf verzichten. Das war immerhin auch ein Ergebnis einer der aktuellen Studien.
In den Kommentaren steht einiges nützliches bezüglich Vitamin K2Zitat:
Supplementation with vitamin D3 significantly reduces overall mortality among older adults;