Ist eine derartige grundlegende Basisfähigkeit das, was man mit "Gong Fu" (im Sinne von etwas, was man "haben" kann) bezeichnet?
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Kann man glaub ich sehr gut so verstehen.
Ich finde es ja immer wieder seltsam, wie man der Meinung sein kann, mit rein prinzipienbasierten Systemen wie Yiquan kämpfen zu lernen, ohne vorher Anwendungen gelernt zu haben. Kein Box- oder BJJ-Trainer würde so seine Leute fit für den Ring machen. Techniken lernen, drillen bis zum Umfallen, dann im freien Sparring schauen, was läuft. Warum sollte das für die CMA nicht gelten? In diesem Licht ist es doch nur logisch, dass, wenn Yiquan keine Anwendungen lehrt, man es erst lernen sollte, wenn man schon halbwegs kämpfen kann, d.h. ein Anwendungsrepertoire hat, das unter Stress abrufbar ist.
Der clip ist in meinen Augen wirklich so richtig gut, da er nicht nur die grundlegende Bewegung zeigt, sondern auch bereits mögliche Transferleistungen,
zugegebenerweise von der lustigen hintergründigen Seite. Dazu Kombination mit überlebenswichtiger Grundfunktion des Körpers, zu vermutender hoher
Wiederholungsleistung, einem essentiellen Prinzip und der Möglichkeiten weiterer "Ura-"variationen.
Mit einer weiteren Übung wäre das schon ernsthaft benutzbar.
Ansonsten sehe ich das wie der Herr von der Olsenbande.
Stellt sich ja auch die Frage, wenn YiQuan ausschließlich prinzipienbasiert wäre, warum dann häufig "Ma" gezeigt wird?
Unabhängig davon, daß ich "Pferd" auch interessant finde, sind animals ja nicht "Prinzip", sondern setzten sozusagen auf den elements auf.
Mein XingYi Mensch spricht von "flavor".
Man könnte jetzt argumentieren, "Tiger" zeigt das Prinzip der Winkelarbeit aber die findet man auch schon in "heng" einem element.
Auffallend ist doch auch, daß ein Großteil der Leute mehrere Stile praktiziert, also ich spreche hier von Leuten, die sich nicht ausschließlich
auf "Gesundheitspflege" (wer hat sich das Wort bloß ausgedacht?) berufen, sondern das praktisch anwenden wollen.
Wie stellst Du Dir denn vor dass Yiquan trainiert? Nur rumstehen und ein paar Zeitlupenbewegungen machen und denken dass man dann fit für den Ring ist?
Gute und solide Grundausbildung ist hauptsächlich ein didaktisches Problem. Jemanden fit für den Ring zu machen ist wieder eine andere Sache. Yiquan hört ja nicht auf nach der Grundschule. Die Herangehensweise bleibt trotzdem eine grundsätzlich andere
Ich kann mir immer noch nicht vorstellen was ein rein Prinzipienbasierter Stil sein soll. Nennt doch mal welche. Auch @Cam67. Oder sagt mal was ihr euch darunter vorstellt. So ist das einfach zu abstrakt.
Das Problem ist, dass im Xingyi schon sehr lange die Grundlagen über Form definiert werden und nicht über Qualität. Denn letztendlich stecken hinter all den Ideen (5 Elemente und Tierformen) ja Qualitäten die man lernen will (sehr vereinfacht gesagt von elastischer Ganzkörperkraft über ringerische Kraft bis hin zu extrem kurzer Kraft (schlagen)).
Dann sind die Elemente und Tiere eben keine Bilder, sondern Ideen. Da findet keine Visualisation statt, sondern es ist einmal ganz simpel eine didaktische Brücke um auf ein bestimmtes Gefühl hinzuweisen, und zum anderen viel wichtiger, wird durch eine Idee der gesamte Organismus nochmal anders aktiviert als wenn man bloss eine "leere" Bewegung/Technik ausführt. Meistens schaltet der Kopf halt ab und man macht stur seine Drills. Funktioniert auch. Ist aber mMn. nicht sehr effektiv und Verletzungsanfällig.
Meinst Du jetzt Yiquan? Dann ist es entweder weil sie nicht den ganzen Kuchen verstanden oder bekommen haben, oder weil sie unterrichten und Geld verdienen wollen. Wang selbst ist das beste Beispiel. Er ist doch nicht in halb China umhergereist und hat das System von den Leuten gelernt die er gut fand weil ihm was gefehlt hat, sondern er hatte schon ein funktionierendes System und hat seinen Horizont erweitert. So wie ein Zimmermann auf die Walz geht und ein Boxer im Laufe der Jahre mit den Wettkämpfen und Erfahrung sein vorhandenes Repertoire verfeinert und reift.
Yao Zongxun und sein Lehrer haben ihr Xingyi an den Nagel gehängt und von vorne angefangen. Bei Yao ist nichts mehr vom alten Xingyi übrig geblieben. In der ersten Generation gibt es einige die als weisse Blatt Papier gekommen sind.
In der zweiten Generation Leute wie Cui Ruibin und Yao's Söhne haben haben auch als weisses Blatt Papier angefangen. Als in den 80er Jahren die SAnda Wettkämpfe anfingen haben sie Yiquan ausgeschlossen weil sie zu hart schlagen konnten. Die Wettkämpfe damals hatten noch keinerlei Schutzausrüstung. Noch nicht einmal Handschuhe.
https://youtu.be/f_sOZzLaWhI
Und es stimmt, Yiquan ist nicht der Turboboost und macht aus jeder Flasche den Ultrakämpfer. Aber jeder kann zumindest auf sehr einfache Weise ne Menge für seine Gesundheit und gute Grundlagen mitnehmen. Aber was Kämpfen angeht, ist das nicht in jeder Kampfsportart so? Es wird doch nicht jeder der in einen Boxclub geht zum überragenden Kämpfer. Da fehlt es entweder an Talent oder auch an Motivation. 90% machen halt Breitensport, ein paar Prozent fehlt das Talent und ein paar Prozent werden zu Profikämpfern. Und an der Spitze ist die Luft immer dünn. Da kommt nicht mal schnell einer und pustet alle Weg bis an sein Lebensende, sondern nach ein paar Jahren kommen neue nach. Weil sie besser sind? Ich denke wohl eher weil die Zeit der anderen abgelaufen ist und sie in der dünnen Luft da oben nicht mehr mithalten können.
Yiquan hat alt einfach eine andere Didaktik, eine andere Trainingsmethode. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. An der Spitze ist die Luft immer dünn und es wird immer Sieger und Verlierer geben. Ist deswegen das ganze System des Verlierers schlechter als das des Gewinners? Wenn man Qualität erkennen will und würdigen will muss man schon ein wenig tiefer blicken. Es einfach nur von Sieg und Niederlage auf der Matte abhängig machen halte ich für sehr begrenzt.
Daher Qualität vor Quantität und auf Grundlage von Qualität die Quantität steigern. Anwendungen und Drills bis zum umfallen üben ist halt der Weg Qualität über Quantität zu erzeugen. Ist ein funktionierender Weg, aber wahrscheinlich nicht der effektivste. Und eben Verletzungsanfällig
Wenn schon kämpferische Grundlagen vorhanden sind, kann man darauf mit anspruchsvolleren Übungen aufbauen...
https://www.youtube.com/watch?v=8INjmc-WWSY&feature=emb_logo
Ich sehe hier auch viel zu viel Text.
Ein Mensch will kämpfen gegen einen anderen. Was braucht man dafür?
1.) Grundlegende Fitness. Kraft, Gewandtheit.
2.) Spezifische Fitness. Also die Fähigkeit, Bewegungen auszuführen, die den anderen mehr oder weniger stark beeinträchtigen, und diese dann auch "an den Mann" zu bringen.
3.) Fähigkeiten in der direkten Interaktion, also die Fähigkeit, mit der Gegenkraft umzugehen, ausweichen, umleiten, aushalten, also das was unter "Annahme" läuft.
4.) (ggf. auf 1 zu setzen): Kampfgeist, Wille.
5.) 1 - 4 müssen in der Fähigkeit münden, den anderen so zu beschädigen, dass der Kampf beendet wird.
6.) Hohe Schule: Den Aggressor "lesen", eigene Aktion starten, bevor er seine Angriffsabsicht in der sichtbaren Bewegung zeigt.
All das kann man trainieren, meist kombiniert. Hab ich was vergessen?
Was ich hier lese ist mir ganz entschieden zu verkopft. Die KS zeigen, dass es einfacher ist.
Das ist einfach zu beantworten. Ein "Stil" ist ja eine Auswahl an Bewegungen und Vorgehensweisen. Und wenn du ne zeitlang darin unterwegs bist, fällt dir vielleicht auf, dass es da ein paar Lücken gibt, die du innerhalb des Stils offenbar nicht schließen kannst. Also machst du dich auf und suchst anderswo. Ist wahrscheinlich schon immer so gewesen, wenn man sich den Werdegang verschiedener Leute anschaut.
Vll. Ist das Wort Prinzipienbasiert wirklich zu irreführend.
Aber es ist nunmal egal , ob ich es nun Ideenbasiert , Kraftqualitätsbasiert oder Elementebasiert nenne , solange mir klar ist das damit der Fokus des Übens beschrieben wird .
Es gibt also Richtungen die ,sagen wir mal , eher Anwendungsbasiert sind . Ihr Fokus , ihre Basis am Anfang wird erstmal über Anwendungsdrills , Techniken einschleifen bestimmt ,um dann nach und nach in tieferer Bewegungsqualität zu kommen .
Und es gibt Richtungen die ihren Fokus von Anfang an auf Bewegungsqualität , Kraftqualitäten richten , um dann nach und nach diese Qualitäten in jede Form von Anwendung einfliessen zu lassen .
Für mich gehört hier ZRM ( in yu Laoshe Linie) und yi quan , hinein.
Vll. Kann man sich darauf erstmal einigen ?
Was ist eine Anwendung ? ..... Ein mehr oder wenige feste Konstellation an Bewegungen mit ganz konkreter Richtung . Das kann in einen Wurf enden ,in einen Hebel, in einem Schlag zu einer definierten Stelle . Das wird immer wieder geübt , bis der Körper es bruchlos , reibungslos als Ablauf , abrufen kann . Ich erarbeite mir die dazu notwendige Ansteuerung.
Die Frage ist nun, wie kommen Ideenbasierte, Kraftqualitätsbasierte stile ( mit Betonung auf Basis) dazu ihre Qualitäten Anzuwenden , wenn es kein Anwendungstraining , keine Drills gibt . ???
Damit es nicht falsch verstanden wird. Selbstverständlich kann ich die erarbeiteten Qualitäten , auch in freier , in unkooperativer Situation benutzen . Keine Frage .
In meiner Erfahrung , helfen sie dir gerade in Grapplingdistanz enorm dabei , zu verhindern das du vom Anderen kontrolliert wirst . Das der Andere sein Zeug an dir durchbringen kann.
Das ist für mich übrigens der grösste Benefit daran.
Aber wenn du nie einen Double Wrist angewendet hast , geschweige denn die daraus möglichen Hebelvarianten , wie willst das im Kampf gezielt abrufen ?
Wenn du nie einen RNC geübt hast , weder als Technik noch als Escape , nie einen Genickhebel mit nen Sprawl verbunden , einen Sprawl mit Opferwurf und darauf folgenden Genickhebel trainiert hast , usw. Usw. Wie soll das funktionieren ?
Wie gesagt, Kräfte wahrnehmen und intuitiv darauf reagieren ist sicherlich machbar. Macht ja jeder der nie trainiert hat und trotzdem sich in der Gegend rumkloppt , und mit genügend Physis und kämpferischen attributen , wie Auge , Timing , mind wird er sich verteidigen können . Nur DAS ist Fighten , das ist keine Kampfkunst. Xd
Du verstehst was ich meine ?
Trainierst du aber einen Kampfkunststil , dann klingt das im Moment immernoch ein wenig , als wenn eine nicht unwesentliche Hälfte , fehlt. Du sagst ja auch , das du vorher Formen gelaufen bist, also deine Basis ist auch nicht unbedingt ein Weisses Blatt.
Wie siehst du das mit Bezug auf das Fehlen ?
Das Problem dabei ist halt dass Du Yiquan unter dem Aspekt einer waffenlosen KK siehst. WXZ kannte die alten KK noch, ebenso Zhang Zhao Dong und Zhao Daoxin.
WXZ hat mit dem Yiquan einen Schritt gemacht um die KK in die Moderne zu bringen, daher „boxt“ man da ja auch viel. Das ist dem Geist des China Anfang des 20. Jhd. geschuldet.
Du kannst Cui oder die Yaos im Können nicht mit Zhang Zhao Dong, Zhao Daoxin oder WXZ vergleichen. Das sagen dir alle Schüler der 1. Generation. Die Leute waren ein anderes Level und sie konnten alle die Waffenanwendungen. Zhang Zhao Dong hat damit sogar noch real gekämpft.
Klar, heutzutage kannst du mit Yiquan „boxen“, und evtl. kannst du damit sogar bei Null starten. Wenn du Yiquan jedoch durch die Brille der ursprünglichen, bewaffneten, Prinzipien betrachtest, dann ist es etwas anderes als das, was Cui oder die Yaos unterrichten. Du weißt schon wo Cui seinen Sohn zum Yiquan Lernen hingeschickt hat, oder? Das tat er ganz sicher nicht ohne Grund.
Eine KK für die Bedürfnisse des 20. Jhd. ist eine Andere als eine KK für die Bedürfnisse des 18. oder 19. Jhd.
Hi,
Man braucht keine Formen um eine Kampfkunst zu lernen, die Formen selbst dienen (nur) als Trainingshilfen um bestimmte Fähigkeiten/Qualitäten/Umsetzung von Konzepten zu verfeinern/verbessern.
Wenn man etwas bestimmtes trainieren möchte, kann man auch seine eigene Form kreieren, so kam es letztlich auch zu den gefühlt "over 9000" Formen in einigen Stilen.
Im Bajiquan der Linie in der ich trainiere, haben wir genau 2 Formen:
Xiao Baji
Da Baji
Alles weitere (Liu Da Kai, Ba Da Shi und Speer) sind keine Formen! (Ich glaube beim Säbel und Schwert gibt es wieder Formen)
Jede Form dient einem bestimmten Lernziel, man kann sie später auch frei kombinieren in ihrem Ablauf.
Mein Lehrer hat mal erzählt, dass man in Taiwan nicht allzu beeindruckt ist, wenn jemand eine Form abspulen kann. Dort wird wahres Können mit freier Bewegung/Kombination definiert!
Gruß
Alef
Ich denke es ist eigentlich ganz einfach. Es sind zwei verschiedene !!didaktische!! Herangehensweisen. Keine Anwendungen üben heisst nicht seine Sachen nicht anzuwenden.
Man kann sagen, man übt eigentlich von Anfang an Anwendungsbezogen. Wie schon gesagt, man steht nicht einfach nur rum im Yiquan und macht Bewegungen im Zeitlupentempo. Sondern von Anfang spielt sich das ganze Training in dem für den Menschen natürlichen Bewegungsradius ab und man lernt darin frei und spielerisch seine Kraftqualitäten umzusetzen. Das ganze wird genauso frei und spielerisch mit einem Partner geübt. Das geht von Aufgabenorientiertem Üben bis hin zu freiem Ringen und freiem Sparring. Grundlage ist aber erstmal Kraft vernünftig generieren, übertragen und kontrollieren zu können, bzw. so schlagen zu können dass der Gegenüber merkt die Schläge sind mit Respekt zu geniessen.
Ab einem bestimmten Punkt stösst man natürlich an Grenzen. Das ist aber dann genau der Ausgangspunkt sich weiter zu entwickeln. Davon abgesehen waren die TCMA so gut wie hauptsächlich auf Standup Fight ausgerichtet. Selbst das Shuaijiao hat ja nicht am Boden weitergemacht sondern wer zuerst lag hatte verloren. Das technische Repertoire war da sehr überschaubar.
Heute im Wettkampfsport hat vor allem das BJJ schon etwas die Landschaft verändert und jeder der heute im MMA ernsthaft mitmischen will wird sich wohl damit auseinandersetzen. Aber muss ich das komplette System trainieren und nach Methodik der BJJ Schulen zum BJJler werden nur dass ich damit umgehen kann?
Ein wirklich lebendiger "Stil" (ich würde eher sagen Verständnis von KK) sollte auch in der Lage sein sein Repertoire mit der ihm zu Verfügung stehenden Methodik erweitern oder zumindest darauf reagieren zu können. Wenn aber der gesamte Stil und das gesamte Denken sich über Form zu Qualität definiert wird man mMn. Probleme haben sich auf Neues einzulassen und neigt eben dazu verschiedene Stile zu trainieren um sich eben dort wieder über die Form die Skills zu holen die man bei sich nicht findet.
Ich verstehe gut was Du meinst. Und ich rede ja auch nicht davon so was komplett zu ignorieren und in seiner eigenen Luftblase zu bleiben. Dennoch sehe ich methodisch eine grundlegend verschiedene Herangehensweise an die Problematik.
Und ist es nicht so, dass selbst wenn ich das komplette Wrestling oder BJJ Repertoire draufhabe nicht doch immer wieder in die Falle laufe und von Trainingskollegen oder im Wettkampf von genau den bekannten Techniken und Anwendungen bezwungen werde --- obwohl ich die alle aus dem FF kannte? Position vor Submission. Man kann doch auch sagen Kontrolle vor Submission. Im Yiquan sagt man, man muss erst am Dreh und Angelpunkt sein, dann kann man dominieren und seine Sachen in's Ziel fahren; kontrollieren und nicht kontrolliert werden; seine Mitte wahren und die Mitte des Gegenüber kontrollieren.....
Ich finde das Boxen (Kickboxen, Sanda) ist ein sehr schönes Beispiel (weil es eben Standup Fight ist). Da gibt es doch auch nicht ein riesiges Arsenal an Techniken? Die Frage stellt sich da mMn. eher wie kann ich das wenige Handwerkszeug dass ich habe optimieren und frisieren? Strategie, Anpassungsfähigkeit und Psychologie sind vielleicht eher Qualitäten die neben einem guten Gongfu ausschlaggebend sind. Ein guter Boxer braucht doch kein Arsenal an Techniken und Anwendungen. Da dreht sich doch auch alles viel mehr um Verständnis, Methodik und Taktik/Strategie usw. (wenn es nciht einfach nur ein rumgeholze sein soll)
Sehe ich genauso. Verstehe nur nicht, warum Du Yiquan oder von mir aus ein sogenannter Prinzipienbasierter (siehe oben) Stil unter ersteres einordnest (zumindest scheinbar solange nicht noch Anwendungen gedrillt werden)???
"---kunst" hat für mich etwas mit Kultur und kultivieren zu tun und ist eben gerade kein rumgeholze. Da steckt ein bewusster Lernprozess dahinter. Das Wort Fighten weckt bei mir eher eine Assoziation wo es eben richtig ernst wird und um die Wurst geht. Das kann sowohl im Wettkampf als auch auf der Strasse sein und jeder, egal ob gelernt oder ungelernt kann in die Situation kommen wirklich fighten zu müssen. Ich würde ersteres einfach Schlägerei, Klopperei oder rumgeholze nennen und Yiquan definitiv unter zweites einordnen.
Alles über Bord geschmissen und vergessen. Sehe mich heute viel näher am Boxen dran als an irgendeinem chin. Formenkampfkunststil. Nur die Trainingsmethodik ist eine komplett andere würde ich sagen. Gibt übrigens ein recht ähnliches Zitat von Wang aus dem Interview dazu, wo er sagt, dass die ganzen Formenbasierten Stile in China nicht annähernd vergleichbar sind mit dem westlichen Boxen und den japanischen Kampfkünsten, die jeweils durch einmalige Charakteristika gekennzeichnet sind.
Kannst du denn mal sagen, nach wieviel Monaten/Jahren bei 2x Partnertraining die Woche du im Durchschnitt freies Ringen und freies Sparring bei Yiquanpraktizierenden erwartest? Und hast du irgendwelche Videos, von Yiquanpraktizierenden, die freies Ringen oder freies Sparring zeigen und die du gut findest?
Das mit den Waffen mag in Theorie und Praxis in eurer Linie so sein. Aber lass Wang da bitte aussen vor. Der hat genau das Gegenteil mit !!Nachdruck!! gesagt. Eben gerade weil erst ein gewisses Gongfu entwickelt werden muss, was dann den Erfordernissen entsprechend übertragen wird.
Sag doch mal konkret was der Waffenaspekt für eine andere Dimension reinbringt? Behaupten kann man viel wenn der Tag lang ist.
Und wo ist der heute? Bei der Untergrundmiliz und schneidet Köpfe mit dem Breitsäbel ab? Ich hab noch nicht mal gehört dass sein Sohn nennenswert irgendwas drauf hat, geschweige denn trainiert.
Wir leben ja auch nicht mehr im 18. oder 19. Jhdt sondern im 20. Jhdt. Eine KK ist lebendig wenn sie das Rüstzeug besitzt sich den Umständen und Erfordernissen die die Welt um sie herum darstellt anpassen kann. Das funktioniert nur wenn ein grundlegendes Verständnis da ist welches sich übertragen lässt und somit den Umständen entsprechend eingesetzt werden kann. Etwas das sich über Formen tradiert stösst eben früher oder später genau auf dieses Problem in dem sich die ganzen Formenbasierten Stile in China heute befinden.
Die Frage ist hier weniger wie lange bei so und so viel Partnertraining pro Woche, sondern viel mehr wieviel Zeit du bereit bist in dein persönliches Training zu investieren? Grundlage ist eben erstmal ein gewisses Körpergefühl, eine elastische, ganzheitliche Kraftgenerierung zu entwickeln. Mit der Basis kann es direkt losgehen. Davor ist Partnerarbeit eher etwas um eben dieses Gefühl aufzubauen und zu überprüfen. Freies Ringen und Sparring macht erst dann Sinn, wenn wenigstens dieses Gefühl entwickelt ist. Ansonsten fällt man unter Stress nur ständig in alte Muster zurück. Da ist der Trainingseffekt nicht sehr groß. Oder man macht es halt aus Spass an der Freude. Dann ist es halt mehr ein rumgekloppe.
Das Problem im Yiquan ist vor allem, dass Verständnis extrem wichtig ist. Mann muss halt wirklich eine Idee davon bekommen wo der Hase langgeht. Wenn das klar ist kann es recht schnell gehen. Mit nur in's Training gehen und ein Pensum abspulen wird es im Yiquan eher schwer werden. Hier sehe ich das eigentliche Problem des Yiquan.
Ich werde Wang da ganz sicher nicht rauslassen. Paul hat genug Schüler der 1. Generation kennengelernt und sein Lehrer erst Recht. Die erzählen da ganz andere Sachen. Du kennst schon den beidhändigen Säbel im Yiquan?
Du hast also nichts davon gehört? Na dann...
@beniwitt:
Das ist alles selbsterklärend aber beantwortet in keinster Weise meine Frage.
Freies Ringen im Schnitt wann? 6 Monate, 1 Jahr, 5 Jahre, 10 Jahre? Und freies Sparring ab wann?
Sollte doch möglich sein einen groben Erfahrungswert anzugeben, in jedem anderen KK Bereich können die Leute das auch angeben. Und die Videos würden mich nach wie vor interessieren.
Dann erklär doch bitte warum Wang mit Nachdruck das Gegenteil behauptet und dem sogar ein ganzes Kapitel widmet im Central Pivot? Darüberhinaus ist es sogar ein altes Sprichwort in den TCMA, also Teil des allgemeinen Usus.
Aber ich kann schon verstehen wenn Du sagst, dass das alles nur für die Outdoor Students ist und Indoor was ganz anderes gemacht wird.
Na dann.... bin ich eh nicht auf dem Niveau als dass man mit mir reden könnte, oder was?? :rolleyes:
Hab Deine Anspielung in dem Fall also richtig verstanden.
Das ändert trotzdem nichts an der Tatsache, dass Du dich vor den eigentlich Fragen immer wegduckst, sonst aber immer jede Menge Behauptungen hier raushaust ohne dann Deinen Mann zu stehen.
Im Gegensatz zu Dir spreche ich Dir ja nicht Dein Können ab. Nur das was Du hier in den Diskussionen ablieferst ist schon ziemlich mager.
Das ist doch mal eine klare Ausage, und wenns dann doch 8-10 Monate sind ist auch egal, geht ja nur um ne Einschätzung. Gilt das für freies Ringen, freies Sparring oder beides?
Die Videos müssen übrigens ja nicht von dir sein, dein Sandavideo aus den 80igern war interessant, aber du hast ja selbst gesagt, dass man da keine Yiquanpraktizierenden sieht
Was soll das jetzt?? Wo hab ich Ihn hintenrum schlecht gemacht? Jetzt geht's aber schon mächtig unter die Gürtellinie. Was geistern das schon wieder für Sachen in der Gegend rum? Nassem war so freundlich ein Treffen zu arrangieren und ich hab auch gerne mein Feedback hier im KKB veröffentlicht. Das was ich hier geschrieben hab mein ich auch so. Nicht mehr und nicht weniger. Nassem hatte sich dafür sogar bedankt. Das will ich hier nur mal in aller Öffentlichkeit richtig stellen. Das ist extrem Off Topic hier. Wenn Du magst lass uns in die Prügelecke gehen oder schreib mir eine PN.
Ich kann mich da nur ein Gespräch mit Nassem erinnern in dem er ziemlich pisst war, aber gut, das gehört hier nicht hin und ist auch schon lange her.
Uhh, gefährliche Sache das!:D
Ich kenne z.B. alleine zu Yip Man und Bruce Lee mindestens zwei verschiedene Geschichten:
1) Bruce Lee ist früher zum Training gekommen, hat seine Mitschüler weg geschickt mit der Aussage "Unterricht fällt aus!" um alleine von Yip Man unterrichtet zu werden.
2) Bruce Lee ist früher zum Training gekommen, hat seine Mitschüler weg geschickt mit der Aussage "Unterricht fällt aus!" um alleine von Wong Shun Leung unterrichtet zu werden.
Dann haben wir alleine noch die ganzen Geschichten, wer was und in welcher Qualität gelernt hat. Glaub mir, die Aussagen variieren je nach dem wen Du fragst!:biglaugh:
Wenn ein Lehrer/Meister in China ein Buch über seinen Stil schreibt ist das, ist das anders als bei uns, etwas besonderes.
In der Regel zieren sich Lehrer/Meister das zu machen, da sie es zu 150% richtig umsetzen wollen/müssen, damit sie nicht ihr Gesicht verlieren!
Steht jetzt also etwas in dem Buch, sofern es wirklich von ihm ist, kann man eigentlich davon ausgehen, dass diese Aussage stimmt.
Zitat:
WANG XIANGZHAI
CENTRAL PIVOT OF THE WAY OF FIST (1944)
TRANSLATED FROM CHINESE BY ANDRZEJ KALISZ
https://yiquankl.blogspot.com/2018/0...1944-wang.htmlZitat:
UNARMED COMBAT AND USING WEAPONS
Ancient masters said: When you develop unarmed combat abilities, it is easy to learn using weapons, you should not only practice with sable and spear. If you understand essence of combat, functions of various forces, changes in the position of sections and surfaces, empty and full in long and short, diagonal and straight, using three sections and nine parts, paths, directions, high and low, proper timing, when you understand it and master it by intuition, then when you use sable, sword, spear, stick or other weapon, even someone who is specialist of that kind of weapon but doesn’t understand and has not mastered those basics will not be a dangerous opponent for you. This is a difference like between an engineer and a worker, between a doctor and a nurse. These are not levels which could be compared.
Natürlich ist es Tradition, kleinere Fehler mit einzubauen, um Nachahmer zu verhindern, bzw zu erkennen, aber solche Aussagen sind eher nicht davon betroffen!:)
Ich finde übrigens, dass ihr eigentlich nicht wirklich komplett konträr seid bei diesem Thema!:)
Gruß
Alef
Ganz richtig , es gehört nicht hier her , vor allem weil du nicht die Bohne involviert warst.
Gab es Missverständnisse ? Ja . Sind die geklärt worden ? Auch ja .
Was du hier machst ist schäbig . Lass es einfach.
Falls du dich fragst , was ich hier reinfalle. Ganz einfach , weil ich damals hautnah zw. Beiden Seiten stand und vermittelte. Beni hat nie wirklich schlecht geredet , nur halt seine Sicht , und die ist unglücklich angekommen. Nur, das geht dich nichts an und berechtigt dich erst recht nicht Beni hier im Nachhinein und öffentlich so blöde zu kommen
Unbewaffnet zu trainieren ist die Voraussetzung für den bewaffneten Kampf. Ist im Bagua so, im Xing Yi und auch im Yiquan. Handwork first.
Es kommt halt darauf an wie man Yi nutzt und da sind wir dann wieder bei dem bewaffneten Kampf und den Anwendungen.
Das ist nicht begrenzt. Es macht Sinn über das Ringen zum Schlagen zu gehen. Aber nicht jeder mag Ringen lernen. Dann geht's natürlich gleich Richtung schlagen.
Bei den ersten Sanda Wettkämpfen war Yiquan schon dabei. Yao Chengguang und auch zwei andere haben ihre Klasse (ich glaube es waren die Ausscheidungswettkämpfe) gewonnen. Yiquan wurde aber im weiteren Verlauf dann ausgeschlossen weil sie zu hart zuschlugen. Nagelt mich nicht auf Details fest, aber so ähnlich wars.
Irgendwelche Videos gibt es natürlich jede Menge.
Das Videos von Cui Ruibin und den ganz am Anfang von den Yao, auch zusammen mit Cui. Für die richtig krassen Sachen must Du Kanken per PN fragen. Auf meinem Niveau bekommt man so was leider noch nicht zu Gesicht.
https://youtu.be/MtPD1LSfErA
https://youtu.be/576bWq3XzVo
https://youtu.be/Xuha03sTozQ
Ist ein riesenunterschied zw. Schlecht reden und unglücklich ankommen. Beni hatte immer seinen Respekt gegenüber yu als Person und seinem Können unterstrichen. Einfach mal um das deutlich zu machen.
Und er ist eine Person mit der Mann ohne Problem einen ganzen Tag lang hervorragend unterhalten und pushen kann. Ohne irgendwelche Ego allüren
Obwohl das echt extrem Off Topic ist. Aber ein bisschen muss das jetzt schon noch richtig gestellt werden. Mein Post zum Treffen kann ja jeder hier nachlesen und sich ein eigenes Bild machen. Das Feedback von Nassem war erst sehr positiv, genauso wie ich immer sehr gut von Yu geredet habe.
Wo's Probleme gab war ein Facebookpost. Da ist was unglücklich gelaufen und daran hatte sich die Problematik entzündet. Ich hoffe wir können das jetzt wieder ad Acta legen oder in Richtung Prügelecke oder PN verbannen.
Danke für's richtigstellen Cam :blume:
So läuft das jetzt schon seit Jahren hier . Erst immer Behauptungen raushauen und wenn man dann mal genauer hinschaut und nachfragt kommt nichts substantielles mehr sondern nur noch ad hominem. Mach Dir mal Gedanken darüber. Du magst vielelicht sonst ganz nett sein, aber Deine Diskussionskultur hier im Forum ist jedenfalls unter aller S...