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Das Problem dabei ist halt dass Du Yiquan unter dem Aspekt einer waffenlosen KK siehst. WXZ kannte die alten KK noch, ebenso Zhang Zhao Dong und Zhao Daoxin.
WXZ hat mit dem Yiquan einen Schritt gemacht um die KK in die Moderne zu bringen, daher „boxt“ man da ja auch viel. Das ist dem Geist des China Anfang des 20. Jhd. geschuldet.
Das mit den Waffen mag in Theorie und Praxis in eurer Linie so sein. Aber lass Wang da bitte aussen vor. Der hat genau das Gegenteil mit !!Nachdruck!! gesagt. Eben gerade weil erst ein gewisses Gongfu entwickelt werden muss, was dann den Erfordernissen entsprechend übertragen wird.

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Du kannst Cui oder die Yaos im Können nicht mit Zhang Zhao Dong, Zhao Daoxin oder WXZ vergleichen. Das sagen dir alle Schüler der 1. Generation. Die Leute waren ein anderes Level und sie konnten alle die Waffenanwendungen. Zhang Zhao Dong hat damit sogar noch real gekämpft

Klar, heutzutage kannst du mit Yiquan „boxen“, und evtl. kannst du damit sogar bei Null starten. Wenn du Yiquan jedoch durch die Brille der ursprünglichen, bewaffneten, Prinzipien betrachtest, dann ist es etwas anderes als das, was Cui oder die Yaos unterrichten.
Sag doch mal konkret was der Waffenaspekt für eine andere Dimension reinbringt? Behaupten kann man viel wenn der Tag lang ist.


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Du weißt schon wo Cui seinen Sohn zum Yiquan Lernen hingeschickt hat, oder? Das tat er ganz sicher nicht ohne Grund.
Und wo ist der heute? Bei der Untergrundmiliz und schneidet Köpfe mit dem Breitsäbel ab? Ich hab noch nicht mal gehört dass sein Sohn nennenswert irgendwas drauf hat, geschweige denn trainiert.

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Eine KK für die Bedürfnisse des 20. Jhd. ist eine Andere als eine KK für die Bedürfnisse des 18. oder 19. Jhd.
Wir leben ja auch nicht mehr im 18. oder 19. Jhdt sondern im 20. Jhdt. Eine KK ist lebendig wenn sie das Rüstzeug besitzt sich den Umständen und Erfordernissen die die Welt um sie herum darstellt anpassen kann. Das funktioniert nur wenn ein grundlegendes Verständnis da ist welches sich übertragen lässt und somit den Umständen entsprechend eingesetzt werden kann. Etwas das sich über Formen tradiert stösst eben früher oder später genau auf dieses Problem in dem sich die ganzen Formenbasierten Stile in China heute befinden.