Moin Kunoichi Girl, sind wir uns schon mal begegnet? Warst du bei einem meiner Seminare/Trainings?
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Von Kunoichi Girl wurden die Escrimadore Knapp und Schubert erwähnt: Ein schönes Beispiel für die Genialität René Latosas als Escrima Lehrer und Inspirator: Beide Escrimadore hatten andere körperliche und mentale Stärken. René Latosa hat ganz offensichtlich beide individuell passend unterrichtet und ihnen den kreativen Freiraum zur Entwicklung eines individuellen Escrimas gelassen.
Die Individualität ist ein wesentlicher Punkt im Latosa Escrima. Es geht nicht um ein "Nachmachen", sondern um die persönliche Entwicklung und individuelle Gestaltung deines Latosa Escrima Wegs.
Wenn du 10 Latosa Escrima Lehrer aufsuchst, solltest du 10 verschiedene Latosa Escrima Interpretationen vorfinden. Es geht nicht darum, dass sich alle gleich bewegen oder die gleichen Techniken nutzen, sondern darum, dass sich alle im Rahmen der Latosa Escrima Concepts bewegen - unabhängig von der "genauen" technischen Umsetzung. Jedes Latosa Escrima wird beeinflusst von den persönlichen Erfahrungen, Vorlieben, körperlichen Voraussetzungen und Schwerpunkten/Zielsetzungen.
Schubert kennt man ja, das ist ja schon nen recht stabiler Jung', ähnlich wie R.L. selbst auch.
Wie sah denn der Knapp aus - hatte da jetzt bei spontaner Suche kein Bild gefunden, dass ich hätte zuordnen können...
BTW: Ich hatte beim Stöbern hier im Board noch einen alten Fred gefunden, der das Thema auch behandelt (Schwerpunkt "Push & Pull"-Prinzip):
https://www.kampfkunst-board.info/fo...h-Pull-Technik
Auch da ist der Aspekt der körperlichen Voraussetzungen/Attribute diesbezüglich Thema bzw. auch dort gehen die Meinungen diesbezüglich auseinander
Der geschätzte D-Nice, der ja hier leider nicht mehr aktiv ist bzw. m.W. sein Escrima-Training gesundheitsbedingt später leider aufgeben musste sieht das schon als Voraussetzung für gelungene Umsetzung
wohingegen andere da offenbar andere Erfahrungen gemacht haben (bzw. war zumindest der Michel ja auch selbst Trainer bzw. direkter Schüler unter Schubert - allerdings weiß ich bei dem nicht, wie groß/schwer der nun selbst ist)
VG Dorschi
Bin zwar des italienischen nur rudimentär mächtig, aber da scheinst du richtig zu liegen.
https://escrima.it.gg/Chi-sono.htm
http://www.kali.it/datu_fantini.htm
Naja, ich weiß halt nicht so recht, was ich davon halten soll - ich denke schon, dass der weiß, was er macht und sicherlich über jede Menge Erfahrung im FMA-Bereich verfügt.
Allerdings finde ich halt 'bisschen seltsam, dass es kaum nachvollziehbare Infos über den Werdegang gibt bzw. dass sich jemand dann, obwohl er ja im Grunde offenbar nur ein paar Jahre dort Schüler gewesen ist (stattdessen ETF - was zwar verwandt ist aber halt nicht dasselbe, Combat Arnis o.ä.) und von dem man (zumindest außerhalb Italiens) diesbezüglich kaum was mitgekriegt hat (scheint ja vielen der FMA-Fans hier auch nicht wirklich ein Begriff zu sein) dann plötzlich als "Latosa (tm) Legacy Europe" (auch wenn die HP mittlerweile anscheinend down ist bzw. die des deutschen "Headquarters" ebenfalls) in Erscheinung tritt bzw. auch ausgeprägte Expansion-Bestrebungen diesbezüglich an den Tag legt.
Im Grunde wäre mir das zwar eigentlich wurst, was da auf der Packung steht, wenn das was drin ist soweit passt - allerdings hat es so m.E. schon erstmal ein kleines Geschmäckle bzw. hätte ich da auf irgendwelche EWTO-mäßigen Politikscharmützel wenig Bock...
VG Dorschi
Sehr schön beschrieben und zusammengefasst. Top! Danke!
Das meiste kann ich auch so bestätigen, mit mehr als 30 Jahren in der EWTO.
Wenn du 10 Latosa Escrima Lehrer aufsuchst, solltest du 10 verschiedene Latosa Escrima Interpretationen vorfinden.
Ja, so ist es.
Auch welche die nicht mit "Schlaghärte" (ein Steckenpferd eher von B.N.), sondern auf "schnelle Repeating Attacks" setzten.
Auch welche, die nicht "Push und Pull" häufig anwenden, sondern eher die klas. Dreiecks-Fußarbeit.
Schubert kennt man ja, das ist ja schon nen recht stabiler Jung', ähnlich wie R.L. selbst auch.
B.S. war in seinen frühen Jahren "ein Hemd in Sandalen". Sorry, nicht böse gemeint, aber so war es, ich habe noch Bilder hier...
So trat er auch in den Wettkämpfen an.
Erst später legte er zu.
R.L. hat in den seinen letzten Jahren um die 20 Kilo abgenommen.
Wie sah denn der Knapp aus - hatte da jetzt bei spontaner Suche kein Bild gefunden, dass ich hätte zuordnen können...
J.K. sah Mitte bis Ender 1980er (als er ging) aus wie ein "junger griechischer Gott". Ich weis nicht, ob ich hier Bilder posten darf? Und wie ist das Gesetz?
Knochentrocken, super Athletik..., der machte eine frühe Form des Körpergewichtstrainings (wie heute -phon.- Freeletics oder Hydrox) könnt ihr Euch so wie E.B. in seinne besten Jahren vorstellen..., ..auch ein Grund warum es zum Kampf zwischen den beiden in W. führte.
Sifu KRK konnte es nicht verhindern..., der Kampf ging bis zum Ende...
Mein Lehrer hat hier vor Ort noch VHS/Beta/Video8/pp.-Demos von J.K., auch wo er mit B.N und E.B. wechselweise (Angreifer und Verteidiger wechselten, etwas was man später bei Demos nicht mehr sah) WT und Escrima demonstrierte. (J.K. hatte mind. den 2. TG WT, angeblich war der auch Mannschafts-Amateur-Boxer..., ob das stimmt???, der redete damals auch schon kaum... By the way: Es gab da noch einen - intern sehr bekannt, extern ist der vergessen ..., Wolfgang ... oder so... Wer kennt den noch?, von dem gibt es auch super Videos, der war oft bei Boxmeisterschaften in der Pause im Ring und so... und führte Kämpfe mit Machete gegen Machete vor, damals ein Novum)
Gr. und einen schönen Frühlingsanfang 2026.
Euer R.
Trainingsbeginn ca 1995?
Ist imo unbedenklich.Zitat:
Ich weis nicht, ob ich hier Bilder posten darf?
Wenn Du erst ca 1995 mit dem training angefangen hast/hättest, hast Du es wahrscheinlich nicht persönlich erlebt?Zitat:
... könnt ihr Euch so wie E.B. in seinne besten Jahren vorstellen..., ..auch ein Grund warum es zum Kampf zwischen den beiden ...
Sind ortsnamen bereits ebenfalls datenschutzrelevant?Zitat:
... in W. führte.
Sifu KRK konnte es nicht verhindern..., der Kampf ging bis zum Ende...
Hallo Kai, hallo Uruk,
vielen Dank für weiteren sehr wichtigen und richtigen Hinweise zum Latosa Escrima!
@Uruk: Einen Hinweis erlaube ich mir: J.K. hat natürlich nicht nur Körpergewichtsübungen ausgeführt, sondern auch mit Hanteln trainiert, so wie das früher ohnehin alle zivilisierten Menschen für ihre Pflicht hielten. Damals galt das Motto (auch im Kung Fu, wenn ich mich nicht irre): "Strength is not a choice, it´s an obligation." Kraft ermöglicht Männern und Frauen deutlich mehr mildere Mittel in der Notwehr - was für jeden Menschenfreund stets erstrebenswert ist - und Kraft ermöglicht Männern und Frauen im Alltag sehr vielr Hilfeleistungen für Dritte, was auch für jeden freundlichen Mensch sehr wichtig ist. Deinen Hinweis auf den "jungen griechischen Gott" mit Blick auf J.K. finde ich hervorragend. Ein Grund mehr, den Disney-Film-Hercules mit seinen Lieben anzusehen: Denn dort lernt Hercules, dass die (Schlag)-Kraft, die fast jeder in seiner Jugend für unendlich wichtig hält, doch nicht das Wichtigste ist im Leben. Umgekehrt war aber die Kraft für Hercules am Ende des Filmes doch sehr entscheidend, um seine Herzensdame zu retten. Ein schöner Disney-Film mit sehr viel Tiefgang.
Viel Spaß beim Training!
Baumgarten
Einen Hinweis erlaube ich mir: J.K. hat natürlich nicht nur Körpergewichtsübungen ausgeführt, sondern auch mit Hanteln trainiert,
Du hast Recht, das hat R. falsch ausgedrückt.
Er meinte nicht "Körpergewichtsübungen" (die hat der natürlich auch gemacht, bis zu 200 Liegestütze - mit allen Teilnehmern im normalen Training -) sondern "Umsetzungsübungen" (und die natürlich mit Hanteln), und die waren schon deutlich anders, als die klas. BodyBuilding Übungen der 1980er Jahre.
Ah wa?! Die Sandalen hatte er zur der Zeit auch schon?
Aber was für Modelle.
:-)
Braunes "Leder" mit messingfarbenen Schnallen zu weißen Tennissocken.
Mode der 1980er Jahre halt.
B.S. klagte auch immer über seine "Schwitze-Füße" - wie er sie nannte -, was auch den einen oder anderen "Trouble" in dem engen Hinterzimmer (wer es kennt, da wo die Höhergraduierten trainierten) auf Schloß Lehrgängen gab.
Sehr cooler Text, danke Dir Baumgarten! Kann man wirklich auch als Orientierung für gute Latosa Lehrer nutzen. Hab viele Zitate wiederentdeckt die ich von ihm auch kenne. Und Kai stimme ich genauso zu. Jeder Latosa Instructor hat seine eigene Interpretation, so hat Rene letztlich auch unterrichtet.
Mal wieder ein guter Thread geworden!
Hallo Yeah-But,
vielen Dank auch an Dich dafür, dass Du neben Uruk, kaikuehn, Michel, borni, amasbaal und einigen anderen hier im Forum der Wahrheit die Ehre erweist, anstelle mit Halbwahrheiten Escrima-Politik zu betreiben.
Baumgarten
Könnte mich jemand erleuchten und sagen für wen oder was das kürzel j.k. steht alles andere kann ich einordnen…Gruß ghostdog
das macht unser ur-gestein uruk doch seit jahrzehnten so. fällt dir das erst jetzt auf? warum willst du das alles so genau wissen? mir ist sowas zb. egal. die stories an sich reichen mir. was interessieren personen, die längst "out" sind oder die vor 4 jahrzehnten mal irgendwas gemacht oder gesagt haben.
diesen personendriss haltet bitte raus aus dem fma forum. das könnt ihr BITTE woanders machen. es ist sehr schade, dass, selbst heute noch, bei Latosa Escrima die EWTO verhaltens- und denkweisen mitschwingen. der arme Rene... ich kann mir vorstellen, was der so alles dulden musste...
Dankeschön…
Na klar!
Aber meine frage ging ja gerade dahin, warum er oder ggf. andere das so machen.
Gut, aber nach dieser theorie könnte man doch die kürzel auch weglassen und statt dessen einfach zb "jemand", "eine person" oder "ein mensch" schreiben?Zitat:
... die stories an sich reichen mir. was interessieren personen, die längst "out" sind ...
Hallo amasbaal,
vielen Dank dafür, dass Du diese unsäglichen Verhaltens- und Denkweisen ansprichst, die in manchen Köpfen auch technisch guter Escrimadore teilweise leider immer noch vorhanden sind und dass Du Mitleid mit René Latosa hast. Das "Mein Sifu/Trizeps/Schüler ist stärker als Dein Sifu/Trizeps/Schüler" Gehabe kann leicht den Blick auf das Wesentliche verstellen und wirkt als Foren-Spaßbremse. Zumal jemand, der heute noch der Stärkste ist oder den stärksten Schüler hat morgen durch Unfall, Krankheit oder sonstige Umstände auch plötzlich der Schwächste sein kann. Das Leben sollte jedem Bescheidenheit lehren, der dem Leben genau genug zuschaut oder zuhört.
Ein Thema möchte ich auch noch ansprechen, das zu Beginn des Threads intensiv diskutiert wurde: Die Distanzen im Latosa Escrima. Natürlich gibt es im Latosa Escrima die lange, mittlere und kurze Distanz (und alles dazwischen und darüber). Und natürlich lernt jeder Latosa Escrima Anfänger in einer guten Latosa Escrima Schule mit allen Waffen und waffenlos alle Distanzen samt der zugehörigen Schrittarbeit. Gleichzeitig haben die Fortgeschrittenen die Möglichkeit, sich auf die Distanz zu fokussieren, die zum individuellen Körpertyp, zur individuellen Strategie, zum individuellen Charakter und zum jeweiligen Beruf am besten passen. Und es steht natürlich es Fortgeschrittenen auch frei, alle Distanzen mit gleicher Intensität weiter zu trainieren.
Die Erfahrung zeigt, dass dass die Lieblingsdistanz, die bevorzugte Schrittarbeit und das Distanzverhalten oftmals vom jeweiligen Kampfsport- oder Kampfkunsthintergrund geprägt wird. Ich habe selbst gesehen, wie René Latosa Menschen, die einen Hintergrund im Boxen hatten, empfohlen hatte, Elemente des Boxens auch für das individuelle Latosa Escrima zu benutzen und Menschen, die einen Hintergrund im Ringen hatten, aus diesem Elemente für ihr individuelles Latosa Escrima zu nutzen und Menschen, die einen Hintergrund im WT hatten, Elemente aus diesem für ihr individuelles Latosa Escrima zu nutzen. Gerade diese Nutzung der individuellen Stärken und die Freiheit, die er seinen Schülern ließ, die ja alle auch bestätigt haben in diesem Thread, die René Latosa persönlich kannten, war eine seiner großen Stärken als Lehrer.
Es liegt ja auch auf der Hand, dass jemand, der vom Boxen oder Taekwondo zum Latosa Escrima kommt oder eine dieser Kampfsportarten mit Latosa Escrima ergänzen möchte, oftmals eine andere Lieblingsdistanz, eine andere Schrittarbeit und eine anderes Distanzverhalten bevorzugt als ein Mensch, der vom WT oder vom Ringen zum Latosa Escrima kommt oder seinen Kampfsport/Kampfkunst damit ergänzen möchte. Genauso ist nachvollziehbar, dass jemand der sein Geld als Polizist oder Türsteher verdient und dafür sein Latosa Escrima trainiert in der Regel andere Distanzen und ein anderes Distanzverhalten bevorzugt als jemand, der sein Geld als Youtuber oder Influencer verdient.
Kurz gesagt: Wenn in einer Latosa Escrima Schule nicht alle Distanzen den Anfängern unterrichtet werden und wenn die Fortgeschrittenen nicht die Freiheit haben, sich ihre eigenen Lieblingsdistanzen inklusive Lieblingsschrittarbeit und Lieblingsdistanzverhalten auszuwählen und in den Fokus ihres Trainings zu nehmen, spricht eine Wahrscheinlichkeit dafür, dass es sich im keine Latosa Escrima Schule handelt.
Baumgarten
das macht unser ur-gestein uruk doch seit jahrzehnten so. fällt dir das erst jetzt auf? warum willst du das alles so genau wissen? mir ist sowas zb. egal. die stories an sich reichen mir. was interessieren personen, die längst "out" sind oder die vor 4 jahrzehnten mal irgendwas gemacht oder gesagt haben.
So ist es.
Wir sollten bei einigen Leuten, die nicht so in der Öffentlichkeit stehen, von einer Namensnennung absehen.
Insider - Wissen wer gemeint ist
Nicht-Insinder - Egal...
Trainingsbeginn ca 1995?
Je nachdem...
Von 1982 - 1989
Ich weis nicht, ob ich hier Bilder posten darf?
Ist imo unbedenklich.
Seit vorsichtig!
Ich denke, da wird es eines Tages noch einen großen Krach hier geben.
hast Du es wahrscheinlich nicht persönlich erlebt?
Doch.
... in W. führte.
Sifu KRK konnte es nicht verhindern..., der Kampf ging bis zum Ende...
Sind ortsnamen bereits ebenfalls datenschutzrelevant?
Ja.
Ich denke ja.
Hast Du verschiedene kampfarten in der ewto zu verschiedenen zeitpunkten zwischen 1982 und 1989 zu trainieren begonnen?
Verfügst Du zu diesem thema wahrscheinlich über insiderinfos, die Dich diese warnung hier aussprechen lassen?Zitat:
Seit vorsichtig!
Ich denke, da wird es eines Tages noch einen großen Krach hier geben.
Zum Zeitpunkt des K. warst Du auch in W.?Zitat:
hast Du es wahrscheinlich nicht persönlich erlebt?
Doch.
Führst Du diese vermutung (ebenfalls) auf gewisse Dir bekannte insiderinfos zurück?Zitat:
...
Sind ortsnamen bereits ebenfalls datenschutzrelevant?
Ja.
Ich denke ja.
Da ja hier gerade von den beiden die Rede war :D :
https://www.youtube.com/watch?v=yNiXKKk0g8U
Vielen Dank, Dorschbert.
René Latosa hatte immer betont, dass jeder, der sein System trainiert, seine Schüler und sich selbst nicht nur hinsichtlich der äußeren, sondern auch bezüglich der inneren Seite der Latosa Escrima Concepts verbessern sollte.
Wenn man den YouTube Videoverlauf der beiden sieht, wird deutlich, dass von ihnen auch die innere Latosa Concepts Seite gelebt wird: Kraftvolle Spendenaufrufe für Menschen in Not, Stärkung der inneren Balance von Kindern und Frauen, Fokus auf positives, Freude stiftendes kraftvolles Denken etc.
Latosa Escrima ist mehr als hart und präzise zuzuschlagen. Das zeigt der YouTube Videoverlauf von D-Nice und Michel ganz wunderbar.
Baumgarten
Nochmals zur Frage, ob man schwer und muskulös sein muss für Latosa Escrima Push Pull: Jeder, der Latosa Escrima betreibt, kennt auch leichte Frauen und leichte Männer mit vergleichsweise wenigen Muskeln, die eine große Energie in jeden Latosa-Push und Latosa-Pull bekommen und das im Bedarfsfall auch in Notwehr anwenden können. Und jeder, der Augen im Kopf hat und ehrlich ist, sieht auf YouTube Aufnahmen von schweren oder mittelschweren Latosa Escrimadoren mit guten Muskeln, die ganz ganz dringend an ihrer Power arbeiten müssen, weil sie sich mit ihren Pushs und Pulls in Notwehr nur selbst in Gefahr bringen würden und niemandem damit in Nothilfe beistehen könnten!
Baumgarten
Hallo Kunoichi Girl,
vielen Dank für Deine Frage!
Die Antwort besteht aus zwei Teilen.
1) Du hast völlig Recht, es liegt an der Technik. René Latosa sprach immer vom "Concept of Connection": Alle Muskeln müssen als Einheit wirken. Daher stellt man immer wieder fest, dass es vorkommt, dass jemand, der sehr viel Kraft hat im Kreuzheben, Bankdrücken und der Hantelkniebeuge keinerlei Energie in einen Latosa Escrima Push bekommt bzw. sich selbst aus der Balance bringt wenn er einen Latosa Escrima Push versucht. Eben weil die entsprechende Person noch nicht gelernt hat, wie die Muskeln als Einheit wirken müssen, um den Push auch wirklich kraftvoll ausführen zu können. Und weil die entsprechende Person noch nicht gelernt hat, ihre eigene Balance beizubehalten während Druck entsteht.
2) Da ich den Aspekt der Notwehr gestreift habe, erlaube ich mir auch dazu einen Hinweis: Wenn jemand im Latosa Escrima Training in der Lage ist, enorm viel Energie in einen Latosa-Escrima-Push oder Latosa-Pull zu bekommen heißt das noch lange nicht, dass die Person in einer Nothilfesituation auch nur die geringste Energie in einen Latosa-Push bekommt. Auch wenn eine Person bei Turnieren welcher Art auch immer tolle glänzende Preise gewonnen hat, bedeutet das noch lange nicht, dass diese Person in einer Nothilfesituation auch nur die kleinste Technik anwenden kann.
Immer wieder fällt auf: Es gibt nicht wenige Menschen, die im Training oder in Turnieren echte Energie-Riesen sind. Die dann aber in der Nothilfe einfrieren und sämtliche Energie verlieren und daher keinen Schwachen helfen, die angegriffen werden. Umgekehrt gibt es Menschen, die deutlich weniger Energie im Training generieren können, die aber ein großes Herz haben und daher nicht wegsehen können, wenn jemand angegriffen wird und die dann eben wegen ihres Großes Herzens im Ernstfall auch enorm viel Power in einen Latosa Push oder in die anderen Latosa Escrima Techniken bekommen.
Baumgarten