Fußball gespielt. Überwiegend. Oder Brennball, Völkerball. Staffellauf. Werfen.
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Irgendwie habe ich den Verdacht, dass Du nicht verstehen wolltest ...
ich schrieb in #468:
"na ja, wenn man so aus Schülersicht 'Aufwand' und 'schulischen Nutzen' vergleicht, lohnt es sich wohl doch eher, Vokabeln zu lernen ..."
... und in einem Gymnasium dürfte der Sprachunterricht durchaus einen anderen Stellenwert haben als der Sportunterricht, weil dort nämlich die 'allgemeine Studierfähigkeit' unterrichtet wird ...
Das ist wohl in allen Sportarten so, bei denen es auch im Leistungssport Wertungsrichter gibt.
Allerdings:
Beim Geräteturnen gibt es bestimmte Übungen.
Da gibt es dann zunächst das Kriterium Übung gelungen oder Übung nicht gelungen.
Wenn die Übung einigermaßen erkennbar gelungen ist, kommt es auf die Ausführung und Haltung an.
Da gibt es dann sicher Ermessensspielräume, die sind aber nur ein paar Punkte hoch und runter.
Da war für mich die Notengebung in den Ballsportarten weniger plan- bzw. durchschaubar.
Einen anderen Stellenwert höchstens dahingehend, dass man Englisch oder andere Fremdsprachen mehr Stunden in der Woche Unterricht hat als Sport.
Nichtsdestotrotz ist Sport ebenfalls ein versetzungsrelevantes Fach.
Und "Studierfähigkeit" bedeutet zum einen ja auch eine gewisse "kulturelle Bildung", zu der eben auch die Auseinandersetzung mit musischen Fächern und Sport als "Kulturwert" unserer Gesellschaft gehört.
Zum anderen ist und bleibt auch ein Gymnasium eine allgemeinbildende Schule, in der die verschiedenen Facetten von Bildung ihre Berechtigung haben. Dazu gehören auch Gesundheitsbildung und körperliche Ertüchtigung sowie nicht zuletzt Charakterbildung und Erziehung.
Ob das Schüler dann für wichtig oder weniger wichtig halten, ändert nichts an dieser Sachlage.
@Pharao
Wie regelmäßig und wie lange hast du denn Fußball gespielt? Kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass du als passabler Fußballer so eine Niete im Sportunterricht gewesen sein sollst.
@Aruna
So in etwa ist das richtig. Wenn einer die Übung am Gerät so irgendwie hinbekommt, dann hat er zumeist schon die 4. Und wenn das Ganze dann noch einigermaßen nach Turnen aussieht, gehts schon in den 3er Bereich. Die 1er und 2er muss man sich natürlich entsprechend verdienen. Oder dann einfach Talent haben. Dazu kommt bei uns, dass wir z.B. honorieren, wenn Schüler sich gegenseitig unterstützen und Hilfeleistung geben. Diszipliniert an den Geräte üben, mit diesen verantwortungsvoll umgehen usw. usf. Sowas schlägt sich dann in einer zusätzlichen "Sozialnote" nieder.
Ich habe nur Hobbymässig Fußball gespielt. Und ich hatte eher eine unorthodoxe Spielweise.
ich bin also mehr der Thomas Müller Typ, nicht der Lionel Messi. :D Ich habe früher fast jedes Wochenende gespielt und mind. 1 Stunde lang.
ich hab meine Schulzeit weitgehend verdrängt, daher bezogen sich meine Äußerungen eher auf die Oberstufe.
Im Sport-LK hatten wir die Wahl zwischen verschiedenen Übungen, die entsprechende maximale Punktzahlen (bzw. bei Gelingen einen Punktespielraum) ergaben.
D.h. mit einfacheren Übungen konnte man auch bei bester Ausführung keine 1 oder nicht mal eine 2 erreichen.
Bei sehr schwierigen* Übungen hat man dagegen auch bei Haltungsfehlern eine 1- oder zumindest 2+ sicher, solange die als gelungen galt.
*) das ist natürlich relativ, für 15 Punkte am Reck musste man nicht mal eine Riesenfelge turnen, die von Leistungsturnern eher lediglich zum Schwungholen benutzt wird