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... Die heutige Gesellschaft befindet sich im Umbruch. Aktuelle Themen wie Inklusion, Diversität und Nachhaltigkeit erfordern Umdenken und persönliche Kompetenz,um zu einer funktionierenden pluralen Gesellschaft beizutragen. Die Lebensrealität und das Bewusstsein vieler Kinder und Jugendlicher spiegelt dies jedoch nicht wider. Holger Ziegler sieht hier eine Problemlage mit langfristigen Auswirkungen: „Die Daten deuten darauf hin, dass wir hier kein Randgruppenphänomen, sondern potenziell einen Flächenbrand sehen. Die gezeigte Entsolidarisierung führt im Ergebnis zu einer gesellschaftlichen Degenerationsspirale. Das Prinzip der Solidargemeinschaft als Grundlage für eine gelingende Gesellschaft läuft Gefahr zu kippen.“,,,
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...Die Studie der Bielefelder Universität hat dazu über 1.000 Kinder zwischen elf, zwölf und sechzehn Jahren befragt, ob sich sie sich beachtet oder unbeachtet fühlten. Demnach fühlt sich gut ein Drittel der Kinder und etwa 17 Prozent der Jugendlichen nicht ausreichend beachtet. Das entspricht einer Zahl von gut 1,9 Millionen Kindern und Jugendlichen. Dazu wurden Aussagen wie „Meine Eltern merken, ob es mir gut geht“ oder „Meine Eltern hören genau zu, wenn ich etwas sage“ herangezogen. So verneinten gut 70 Prozent der Kinder die Frage, ob sich die Eltern gern mit ihnen beschäftigen würden. Zudem scheinen Dinge wie gemeinsame Unternehmungen, Bekundungen der Zuneigung oder die Nachfrage, wie der Tag war, keinesfalls überall üblich zu sein.