IMHO am Ehesten über das 2. K im Namen: Die (früher wohl mal vorhandene) Kunst des Kämpfens - die in vielen Fällen heute eher zur Bewegungs-Kunst mutiert ist (ohne Wertung).
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Deja Vu. Warum ist dann Feldenkrais keine KK? Weil der Kunstaspekt fehlt?
Ich persönlich finde deinen Post davor eingängiger. Wenngleich ich persönlich dass noch nicht einmal unter Marketing (also "böse" Absicht und Etikettenschwindel) verbuchen würde, sondern unter Tradition.
Alle Lehrer vorher haben es KK genannt (ist ja auch schön für die Selbstwahrnehmung), also ist es auch eine.
Ganz im Ernst, ich werte das auch nicht. Schließlich bin ich da ja nicht besser. Ich laufe die Form unter anderem, aber doch hauptsächlich, aus gesundheitlichen und mentalen Gründen, dass die Form auch KK-Aspekte verbessert, streite ich ebenfalls nicht ab, ich bemerke das durchaus im FMA-Bereich.
Allerdings behaupte ich nicht TJQ zu üben und lasse normalerweise das "quan" weg (es sei denn ich habe schneller getippt, als gedacht).
Wobei das aus meiner Sicht jeder halten kann, wie er oder sie mag.
Vor einem Jahr sah das noch anders aus. Heute "berührt" mich das Thema nicht mehr wirklich, heute finde ich das Thema "nur" noch interessant. Vor allem die verschiedenen Sichtweisen.
Liebe Grüße
DatOlli
PS.: Von Yoga habe ich leider keine Ahnung. Denke aber das Yoga bei Leuten wie mir (die keine Ahnung davon haben) als Stressabbau wahrgenommen wird, ebenso wie TJ. Allerdings braucht man für Yoga nur den Platz den die Matte braucht (stimmt das?), für das Formenlaufen benötigt man da schon einiges mehr an Platz, den hat kaum jemand innerhalb der Wohnung. Die meisten Leute die ich kenne trainieren aber auch nicht gerne bei "Wind und Wetter" draußen.
Aus meiner Sicht liegt das also in der (angenommenen) Praktikabilität bei sonst ähnlichem (ebenfalls angenommenen) Sinn und Zweck.
"Assumption is the mother of all fuck-up's"
Interessanter Einwand. Meine (unmaßgebliche) Antwort: Weil der 'Erfinder'/ Urheber (der ja sehr wohl kampferfahren war) es schlicht "Bewusstheit in Bewegung" genannt hat ... mithin: Nix mit Kämpfen. Nur so ne Vermutung.
Auch das (Marketing) sehe ich durchaus wertneutral - i.S.v. "Tue Gutes und rede davon".Zitat:
Ich persönlich finde deinen Post davor eingängiger. Wenngleich ich persönlich dass noch nicht einmal unter Marketing (also "böse" Absicht und Etikettenschwindel) verbuchen würde, sondern unter Tradition.
Halb mit (verbunden mit dem Zusatz, dass ich selbst von Yoga auch nichts kenne (ist einfach nicht meins)). Wahrscheinlich ist "Platz/ Platzgründe" ein Kriterium, IMHO aber bestimmt nicht das Einzige; IMHHHO spielen da auch Faktoren wie "Trend"/ hip/angesagt sein", "Selbst- und Außendarstellung" u.V.W.m. noch eine, z.T. recht große Rolle.Zitat:
PS.: Von Yoga habe ich leider keine Ahnung. Denke aber das Yoga bei Leuten wie mir (die keine Ahnung davon haben) als Stressabbau wahrgenommen wird, ebenso wie TJ. Allerdings braucht man für Yoga nur den Platz den die Matte braucht (stimmt das?), für das Formenlaufen benötigt man da schon einiges mehr an Platz, den hat kaum jemand innerhalb der Wohnung. Die meisten Leute die ich kenne trainieren aber auch nicht gerne bei "Wind und Wetter" draußen.
Aus meiner Sicht liegt das also in der (angenommenen) Praktikabilität bei sonst ähnlichem (ebenfalls angenommenen) Sinn und Zweck.
Und @ Platz: Was die Förmchen angeht: Mit. Ein findiger Taiji-Trainer sollte aber mehr im Köcher haben, als nur "das Bahnengehen"; und sei es (wie's ja gerüchteweise auch in China gang und gebe ist), dass er/sie sich Übungen aus dem Qigong 'ausborgt' und "umetikettiert" ... ua. auch, um damit den Aspekt "Platzbedarf" auszuhebeln.
Eigentlich ist das ja auch gar nicht meine Baustelle, bin ja kein TJ-Trainer - aber weil Taiji IMHO z.B. im Bereich der diversen VHS' heutzutage mehr oder weniger vor sich hindümpelt (aber gleichzeitig eben IMHO eindeutige Vorteile hat), finde ich das eine wertvolle, berechtigte und interessante Fragestellung.
... sagte schon BW und noch so'n paar Andere (aber Feldenkrais war glaube ich nicht darunter ... wobei ich mich natürlich täuschen kann) :DZitat:
"Assumption is the mother of all fuck-up's"
Du übst die Form, du übst den Kampf, wenn auch auf der Grundlage der FMA, du stellst fest, dass das Üben der Form hilfreich ist ... also ich würd sagen - Kampfkunst! :D
Ich unterrichte eine Form, die geht auf eine Matte. ;)Zitat:
Allerdings braucht man für Yoga nur den Platz den die Matte braucht (stimmt das?), für das Formenlaufen benötigt man da schon einiges mehr an Platz, den hat kaum jemand innerhalb der Wohnung.
Macht aber einen guten Teil des "Gesundheitsaspektes" aus, und gibt auch Möglichkeiten, denn ein "draußen" hat fast jeder.Zitat:
Die meisten Leute die ich kenne trainieren aber auch nicht gerne bei "Wind und Wetter" draußen.
Macht für mich durchaus Sinn.
Allgemein sehe ich das ähnlich und habe auch nichts gegen Marketing an sich. Es stört mich eigentlich nur irreführende Werbung. Wobei ja gar nicht klar ist, ob das überhaupt irreführend ist.
Bücherwurm nach, macht der Praktizierende etwas zur KK. “Du übst die Form, du übst den Kampf, wenn auch auf der Grundlage der FMA, du stellst fest, dass das Üben der Form hilfreich ist ... also ich würd sagen - Kampfkunst"
Vor gut 3 Jahrzehnten hatte ich schon mal einen TJ-Ansatz, nach Mantak Chia. Da gab es nicht nur Tao der Liebe, sondern auch "Tao Yoga". Damals fand ich die Wortkombi nur lustig. Nach dem Faden hier, war das vielleicht doch eher geschickt als lustig.
Hmm. Habe wie gesagt von Yoga zu wenig Ahnung um mich dazu zu äußern. Allerdings bin ich persönlich durchaus der Ansicht, das es zwischen TJQ und Yoga zwar 'ne Schnittmenge gibt, aber die Zielsetzung verschiedenen ist. Auf der anderen Seite wird es ähnlich genutzt. - Keine Ahnung.
Ne, eher nicht. :D
Das wäre dann nahezu das Gegenteil von Li Mu Bai's Post weiter vorne.
"Um die Frage sauber beantworten zu können, ob Taiji heute eine Kampfkunst ist oder Meditation, muss man aufpassen, dass man die Kampfkunst als solches und diejenigen, die sie praktizieren, nicht gleichsetzt"
Ob das jetzt der Weg ist die "Überlegenheit" des Yoga zu brechen...?
Ich persönlich hab's nix gegen "Bewegung an der frischen Luft".
Liebe Grüße
DatOlli
Da hast du recht, aber es geht nicht um's Curriculum sondern um Training (theoretische Grundlagen, Übungen und Umsetzung).
Dafür wiederum benötigt man aus meiner Sicht einen Trainer/Lehrer und zwar längerfristig.
Ansonsten könnte man eine KK wunderbar aus Büchern lernen. Dann wäre ein Trainer/Lehrer im sportlichen Bereich ja eigentlich völlig überflüssig.
Wobei, manche glauben ja durchaus das so was machbar ist (manch eine Inselbegabung kann das vielleicht wirklich. Die grobe Masse, zu der ich mich zähle, jedoch...?), das sind dann zumeist die Leute die "etwas wissen" mit "etwas können" verwechseln.
Da du vermutlich nicht zu diesen Leuten gehörst, frage ich mich wieder einmal wie du auf so was kommst.
Liebe Grüße
DatOlli
Gut, auf der Ebene einer Einzelbewegung mit gegebenen Rahmenbedingungen und Zielsetzungen.
Ich verwendete den Begriff "Bewegungsmodus", womit auch eine grundsätzliche Art, sich zu bewegen bzw. seinen Körper zu organisieren, gemeint ist.
Jemand, der lange Jahre klassisches Ballett intensiv übt, wird sich vielleicht auch im Alltag anders bewegen als jemand der eine andere Art zu tanzen, eventuell mit lateinamerikanischen / afrikanischen Einflüssen eben so lange übt (Giles möge mich korrigieren).
Ein Bewegungsmodus, der einem auch in ungeplanten körperlichen Auseinandersetzungen helfen soll, wird vielleicht andere Aspekte betonen, als einer, der das Ziel hat, einen zu befähigen, sich locker und leicht durch eine friedliche Gesellschaft zu bewegen.
Konkret wird nach meinem Eindruck, zumindest in Teilen des TJQ, eine eher kompakte Körperorganisation mit dem Gewicht unten angestrebt.
Wenn Du Dich erinnerst, hat mal jemand, der wohl eine Varianten des Chen-Taijiquan betrieb, in der auf so etwas Wert gelegt wird, in Deinem Video mangelnde "Gesunkenheit" kritisiert.
Ich selbst war mal bei einem chinesischen Qigong-Lehrer mit KK-Hintergrund, der bei mir eben diese "Gesunkenheit" regelmäßig während des speziellen Qigongs in die Gegenrichtung korrigierte (also eine Tendenz nach oben, eher leicht werden, statt schwer) und auch mal bei anderer Gelegenheit auf den diesbezüglichen Unterschied zwischen Kampfkunst und Qigong hinwies.
Da hab ich mich gefragt, ob eine Bewegungsschulung, die aus einer Kampfkunst kommt, und für Vorteile in einer körperlichen Auseinandersetzung eventuell andere Nachteile in Kauf nimmt, tatsächlich das Optimale für die Gesundheit ist, wenn man gar nicht kämpft?
ich hab mal ein wenig nach Yang Jun gegoogelt und bin dabei auf einer Seite des ja nicht unumstrittenen Dr. Langhoff auf folgende Aussage gestoßen:
in Zeiten gestiegener Ansprüche an Erwachsenenbildung und die Transparenz der Taiji-Lehrer-Ausbildungen möchte heutzutage längst nicht jeder von einem esoterisch geprägten Lehrer unterrichtet werden.
[...]
In Deutschland hat das Interesse an Esoterik, an Taiji-Geheimnissen der Unbesiegbarkeit stark nachgelassen. Zugenommen hat das Bedürfnis nach Transparenz
http://www.tai-chi-zentrum.de/yang_jun.htm
Dass sich da irgendwelche chinesische "Taijiquan-Meister" von MMAlern öffentlich verprügeln lassen, ist da wahrscheinlich auch nicht förderlich...:p
Den "ehrenwerten" Doktor als umstrittenen zu bezeichnen ist ja schon fast ein Euphemismus.
https://youtu.be/ZbP-EPvqLds
Besonders "schön" finde ich 0:17-0:22.
Liebe Grüße
DatOlli
Körperorganisation, -wahrnehmung, -beherrschung etc. wird auch durch Tanzen etc. verbessert.
Die Bewegungsmuster in den KK findet man schon in den Baduanjin, wobei da die interessante Frage wäre was älter ist ;)
„Gesunkenheit“ über die äußere Form zu korrigieren halte ich, jedenfalls für das Bagua, für einen falschen Ansatz.
Gesunkenheit ist ein Nebenprodukt, wenn andere Sachen passen. Ich kann auch mit starker Lendenlordose extrem stark gesunken stehen, je nachdem was ich gerade übe, bzw. mache, deswegen mußte ich ja auch über die Kritik herzhaft schmunzeln.
Song ist wichtig, keine Frage, aber es entsteht und wird nicht aktiv geübt, bzw. andere Dinge werden aktiv geübt und Song entsteht dann als Nebenprodukt.
Ich kann z.B. auch beim Kreisgehen bewußt eine sehr „gesunkene“ Position einnehmen um so bestimmte Spannungen besser aufbauen und wahrnehmen zu können, das ist aber eine ÜBUNG für die Körperarbeit und hat nix mit der Anwendung zu tun.
Mangelndes Äußeres Song bei den Anwendungen zu kritisieren finde ich sehr lustig. Wurde an anderer Stelle auch schon mal Paul vorgeworfen :biglaugh:
So etwas zeugt, in meinen Augen, von mangelndem Verständnis des freien Kampfes und der Übertragung von Körperarbeit auf den Kampf.
Na das ist natürlich gaaanz was anderes - und gleich um 10 Freiheitsgrade "seriöser" als so ne banale Küche, pah :DZitat:
Zitat:
Aber davon mal ab gibt es ja allein im Taiji ne ziemlich große Zahl an Formenderivaten, die wenig Raum einnehmen, mit so aussagekräftigen Namen wie z.B. "Küchen-TJQ".
Na immerhin macht er Anwendungen.
Ich hab mir mal das Graduierungsystem Im Yang Family Tai Chi Chuan angeschaut.
Ab dem vierten Duan (Kupfer-Tiger) werden Push-Hands-Skills verlangt:
4. Copper Tiger (Rank Four)
• Studied Traditional Yang Family Tai Chi Chuan for at least two years after attaining Rank Three or who have earned 330 Academy credits;
• Achieved a combined score of at least 25.8 points (and no score below 8.3) in the tests of Traditional Yang Family Tai Chi Chuan Hand Form, the Sword Form, and the Saber Form;
• Achieved a score of at least 75 points in the fourth level written test of history and theory;
• Satisfactorily performed the Push Hands Skills requirements for Rank Four; and
• Adheres to the Yang Family Morals and Commandments.
https://yangfamilytaichi.com/yang-fa...anking-system/
Gibt es bei euch noch andere Graduierte, außer Deinem Lehrer?
trainiert ihr Push-Hands?
We have two forms of Push Hands – Fixed step and moving step. In Yang Style it includes 5 different types of push hands – single arm fixed step, double arm fixed step, moving step – straight footwork, moving step – cross footwork and big rollback.
https://yangfamilytaichi.com/yang-fa...tudy-material/
Ja, eine Gruppe Mädels mit dem 1'ten.
PH ausschließlich als fixed Patterns (nicht fixed Step)
Übrigens bin ich mittlerweile da raus.
Aber nochmal in deutlich, er unterrichtet ausschließlich Formen und fixed-pattern-ph, für alles andere verweist er auf bzw. an YJ.
Liebe Grüße
DatOlli
Song ist Song.
Ich sage lediglich man kann Song nicht von außen erkennen. Es gibt Übungen für Song, die man von außen erkennen kann.
Viele verwechseln aber die Übung mit dem Zustand...
„Gesunkenheit“ kann man im Außen nicht erkennen, da man in jeder äußeren Form gesunken sein kann.
Ich denke, wenn er fighting-mäßig was drauf hätte, gäbe es was zu sehen im Netz, und dann stünde auch nicht die Frage, ob es überhaupt irgendeinen Yang-Stil-Vertreter gibt, der irgendwas mit kämpfen am Hut hat. Das einzige, was mir mal untergekommen ist, waren eben die Grundlagen-Übungen im Pushing.
Seine Form sieht dagegen genau so aus, wie ich es erwartet hatte, was wahrscheinlich daher kommt, dass ich einen guten Teil bei Frau Jian gelernt habe, die ja auch Schülerin von YZD war.
Stimmt schon. Wobei er meiner Ansicht nicht mal "fighting-mäßig" was drauf haben muss, ist schließlich eher ein Lehrer/Trainer. Gab aber auf dem 2018er Seminar in D nichts in der Richtung im Seminarplan, aber eben auch nichts in Richtung Mind-Body-Exercises. Weshalb ich mir das auch gespart habe
Aber was soll's. So richtig wichtig ist das nicht.
Hab' ja wenig Ahnung aber YZD's-Form kommt mir zwar äußerlich sehr ähnlich vor (ist ja auch klar), dennoch wirkte seine Körpersprache bzw. "Ausstrahlung" auf mich ganz anders.
Liebe Grüße
DatOlli
Alle sind aber auch nicht GM und Familienstiloberhaupt. Umkehrschlüsse mögen in der Mathematik relativ gut funktionieren aber sonst...?
Allerdings stimme ich dir trotzdem zu, falls du meinst, dass die "Nicht-Existenz" im Netz kein "Beweis" ist sonder bestenfalls ein "Indiz".
Glücklicherweise
Liebe Grüße
DatOlli
Keine Ahnung was du unter „Song“ verstehst. Ich meine damit das Sinken, das „Softness“ (Lockerheit) zur Folge hat, die man für das Loslassen der Kraft (Fali) braucht.
Hier mal eine schöne Beschreibung einer der ÜBUNGEN um Song zu erreichen:
https://ctnd.de/wissenswertes/36/88-...ntqj-2010.htmlZitat:
Soll doch im Taijiquan die Beinvorderseite das Gewicht tragen und man sich auf der Rückseite nach unten hinsetzen, zudem soll der Rücken bis zum Kopfscheitelpunkt unbedingt aufgerichtet, der Brustbereich aber gelöst und entspannt werden, so dass der Körper zugleich aufgerichtet als auch locker steht. Jetzt haben wir die vertikale Achse bereits dargestellt. Auf der Horizontalen verhält es sich kurz so, dass die Rückenseite ebenfalls gestreckt werden soll und die Vorderseite sich dadurch ganz leicht nach vorne rundet. Erreichen wir diese Grundstruktur zunächst unbewegt, so stellen wir hiermit eine statische Balance von Yin und Yang her.Entspannung wird im Taijiquan meist mit dem Begriff des Sinkens – Chen versehen.
Wie gesagt, das ist eine ÜBUNG, bzw. nur eine äußere Form um die eigentlichen Übungen besser machen zu können, da einen diese Form in eine Position bringt, in der man bestimmte Dinge besser wahrnehmen kann.
Die eigentlichen Übungen werden dann in dieser äußeren Form gemacht.
„Gesunken“ kann man immer und überall sein. Das kann man nicht im Außen sehen.
Wenn man song, chen, fa und li verstehen will, muss man nur auf die ursprünglichen Schriftzeichen gucken. Da ist alles erklärt was man braucht.
Die Fähigkeit zum fali entwickelt sich ganz automatisch wenn man chen mit dem richtigen Verständnis übt, da dadurch song entsteht. Um jedoch chen richtig zu üben muss man den Wechsel von Yin und Yang erforschen um das Tai Chi zu verstehen. Das Erforschen geschieht mittels Yi, was jing erzeugt.
Jing ist Bestandteil von Li, was ich durch Yi verstehe.
Um den Zusammenhang von Yi, Li und Jing zu verstehen bedarf es des Verständnis des daoistischen Weltbildes.
Li ist die phänomenale Manifestation von Jing mit Hilfe von Qi, welches durch Yi, der Manifestation von Shen, erreicht wird.
Qi erzeugt durch die Polaritäten das Potential von Jing das zu Li führt. Die Polaritäten werden mittels Yi kommandiert das dazu jedoch die Hilfe von Shen benötigt, da Shen der Teil von Yi ist, der das „Verständnis“ des Tao besitzt aus dem das Qi „geboren“ wurde und das sich in Yin und Yang manifestiert.
Die Arbeit mit den verschiedenen Arten von Jing führt dann zu einer Harmonisierung des gesamten Körpers, was sich in song wiederspiegelt. Dadurch kann ich dann Li gezielt mittels fali einsetzen.
Kampfkunst setzt dann erst ab dem Moment ein indem ich Li gezielt einsetze. Dann am Ende des Tages ist es Kraft, die den Gegner tötet. Egal ob mit Schwert, Speer oder Bogen. Da man jedoch mit Schwertern, Speeren und Bögen nicht auf hohen Intensitätslevel arbeiten kann, ohne ein hohes Gefährdungspotential, übt man das Einsetzen der Kraft in sinnvollen Anwendungen (im Sinne von „relevant für den Kampf mit Schwert und Speer“) ohne Waffen. Da sind wir dann bei Ringen und Schiebenden/Schlagenden Händen.
Ich kann Jing dann mittels Yi erforschen indem ich definierte waffenlose Übungen nehme um das Gefühl zu verbessern, oder aber ich nutze schwere Waffen um die wirkenden Kräfte besser zu verstehen. Oder ich mache beides.
Die waffenlosen Übungen kann allerdings jeder machen, sie sind sehr gut für die Gesundheit geeignet und nicht auf die KK beschränkt, was den Bogen zu Gymnastik und Kampfkunst schlägt.
Hier ein Bild für das Zusammenspiel:
https://bagua-zhang.eu/wp-content/up...9/Didaktik.png
https://bagua-zhang.eu/?page_id=33
Sehr gute Zitaten von Nabil. Wie üblich.
Von einem früheren Lehrer von mir, Lau Kim Hong aus Malaysia:
"The form [is one way of] training song. If you’re not song and chen then you will be forced to rely on crude or 'unintelligent' strength when it comes to pushing hands [and fighting]. One important distinction that must be made however is between song and ruan (the limpness of cooked spaghetti). If you are song but not chen then in my opinion you are ruan and this is not a quality that is part of tai chi chaun. If you are song and chen then you will have acquired central equilibrium / zhong ding."
Ich stimme dem auch zu, aber ich hab im Moment nicht so den Draht für Haarspaltereien.
Das hier ist das "härteste", was ich bisher von YJ gesehen habe.
https://www.youtube.com/watch?v=rpdJ0NvRdZ4
https://www.youtube.com/watch?v=TBr1ZIsw_Ow
Bei Frau Jian gab es eigentlich gar nix, Erklärungen, wenn Mädels mal nachgefragt haben ... dazu möcht ich lieber nix sagen. Bei Herrn Yang (Zhen He) gibt es gerne die "doppelhändige", verbunden mit einem (3)-Schritt-Muster. Kann man mal üben.
Am weitesten ging noch Dr. Bob Bacher, bei dem ich 97 oder 98 drei Tage für PH und Anwendungen war. Leider hat er kurz darauf verkündet, dass er nur noch Chen macht in der Zukunft, und er kommt wohl auch nicht mehr nach DL.
Ansonsten bin ich für Tips offen. Wenn also Pansapiens einen Yang-Vertreter weiß, bei dem man was lernen kann, dann sollte er es einfach raushauen.
Ist schon richtig, Haarspaltereien muss nicht sein, falls so angekommen, sorry.
Die beiden Videobeispiele sind Welten von dem entfernt, was ich in anderen Gruppen in der Schule gesehen habe. Auch wenn das nicht direkt was mit "Kampf" zu tun hat, gefiel mir das gut. Aus der Bewegung, schön "lebendig" u.s.w.. Außerdem fällt er dabei nicht fast selbst um, so wie der gute Doktor in meinem Beispielvideo.
Als Ziel in der Schule, in der ich war hätte mir das schon gereicht. Aber wie schon getippt, nur Form und "fixed-pattern" ohne "Techniken" ein zu flechten. Quasi reines und festgelegtes "Rühren".
Ja, das wäre schon freundlich.
Liebe Grüße
DatOlli
Dürfen auch andere eine Empfehlung für einen Yang-Lehrer aussprechen? Na, ich mache einfach mal...
Also ich habe zumindest bei Yang Jian Chao das Gefühl bekommen das er jemand ist von dem man gut und gerne lernen kann wenn man sich für Yang TJQ
interessiert. Soweit ich es in den beiden Begegnungen mitbekam wurde auch von Keinem über Graduierungen, Tests und das man mindestens 25.8 Punkte
in selbigen bekommen müsste oder derlei gesprochen. Da wurde einfach in einer Turnhalle miteinander geübt.
Wie "kämpferisch" er drauf ist kann ich nicht beurteilen, aber er hat gut spürbare Skills und es wurden PH Drills geübt (Fixed step und moving).
Schöne Grüße aus dem Kampfkunst-Schlaraffenland ;)
Nachtrag: Disclaimer: im Yang TJQ - Subuniversum kenne ich mich herzlich schlecht aus (also quasi gar nicht) und eine kurze Suche ergibt
- oh Wunder - das dessen Linie nicht unumstritten ist. Dennoch bleibe ich dabei das ich YJC von meinem Eindruck her sowohl menschlich als
auch fachlich empfehlen kann. Letztlich macht man sich selbst & persönlich ein Bild oder man lässt es. ;)
Dieses Video ist allerdings sehr, sehr alt. Das war eine Reihe von ca. 5 (oder 7?) VHS-Kassetten. Ich hatte die mal, vor ca. 12 Jahren. Ich schätze, das Video dürfte so 20 Jahre alt sein. Zu dieser Zeit war man froh, wenn man überhaupt irgendein Video über Tai Chi hatte.Zitat:
Zitat von DatOlli