Deswegen steht da auch North South Attacks. Vorher waren es noch einige, jetzt sieht es für dich so aus. Ist es aber nicht. Es ist und bleibt North South. Die Körperpositionierung ist anders.
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ja klar.
Sollte es in einer Schule regelmässig zu sexueller Belästigung kommen - nicht als ein einmaliger Ausrutscher eines Idioten, der darauf gleich in den Senkel gestellt wird - bleiben wohl kaum andere Erklärungen üblich, als dass Sexismus entweder aktiv von der Schulleitung gefördert wird, oder die Schulleitung zumindest die Augen zumacht.
mein Statement war "ich habe so etwas selbst noch nie erlebt, aber ich schliesse selbstverständlich nicht aus, dass es so etwas geben kann.Zitat:
Genau wie dein erstes Statement im Prinzip mal wieder sagt: 'Ich habe das noch nie erlebt, also kann es nicht sein."
zu lesen, was tatsächlich da steht, und auf das tatsächlich da stehende zu antworten, wäre sinnvoll im Sinne einer konstruktiven Diskussion.
Nein ist nicht wie mit Boxen. Da Grappling relativ modern ist und in Deutschland keine Wurzeln hat, ist die Englische Terminologie der Standard und deutsche Wörter werden nahezu gar nicht benutzt.
Es heißt Guard und nicht Wächter, es heißt Heelhook und nicht Fersenhaken, heißt Toehold und nicht Zehenhebel usw usf....
Dir scheint sowohl die Erfahrung im Grappling als auch evtl in der angesprochenen Sexualtechnik zu fehlen, sonst würdest du sehen das die Positionierung, Körperhaltung und Mechanik dahinter eine andere ist und somit der Name 69 anstatt North-South absolut unpassend ist.
Ich hab in über 6 ziemlich aktiven Jahren noch NIE irgendwo diese Bezeichnung dafür gehört und das obwohl ich auf zig Tunieren, Seminaren und Wettkämpfen in halb Deutschland und in Holland+Belgien war.
Klar kann man evtl irgendwo als einzelner irgend eine Assoziation zu irgendwas haben, deswegen wird es aber noch lange nicht für alle anderen allgemeingültig.
Die Motivation ist wie überall woanders auch die Libido. Selbst bei Gymnastik oder Tennis gibt es genug Lehrer/mittrainierende, welche Frauen schon unsachlich berührt haben. Und das obwohl es keine Kontaktsportarten sind.
In dem Moment wo dir jemand versucht im Sparring den Kopf abzureißen und du das Selbe willst, denkst du nicht an Sexuelles. Kämpfen ist asexuell. Habe schon mit genug hübschen Frauen gerollt, aber nicht einmal währenddessen Zeit oder Motivation gehabt mir da irgend ein komisches Kopfkino zusammen zu basteln.
Evtl solltest du eher dein Gym oder deine Einstellung in Frage stellen, als den Sport als Ganzes, da ja mehr als genug Menschen ohne diese Problematik damit klar kommen.
Ich stelle nicht den Sport in Frage. Ich stelle die Naivität in Frage.
Musste mit meinen massigen 100 Kg (Speck und Muskeln) noch nie um mein überleben kämpfen gegen 50 kg Frauen am Boden.. Die pinne ich ohne Technik einhändig. Noch brutaler wirds wenn keine Regeln mich zurückhalten. Dann gehe ich direkt an die Kehle. Vielleicht lässt mir das die Zeit über anderes nachzudenken:gruebel:
Merke es selber im Grappling wenn ich mit Frauen übe. Also dass ich im Zurückhaltemodus bin.
Ich merke gerade dass im Grappling mittlerweile das gleiche Problem vorherrscht wie in den weichen Kampfkünsten. Da man den Sport zusammen ausüben will und man technisch arbeiten will, hält sich der Mann zurück was dazu führt dass die Frauen ein falsches Körperbewussrsein entwickeln.
Mein gepostetes Video gesehen? Eure Erklärungen in Bezug auf meine „ Fehlassosiation „ finde ich dürftig. Wenn einer umgekehrt auf mir liegt und sein Schritt über meinem Gesicht ist???...Aber lassen wir das jetzt. Das ist Erbsenzählerei. Ich habe den 69-Begriff von Grapplern. Nicht aus meinem Kopf.
Zurück zum Thema:
Wie schon erwähnt sind 1/3 Drittel nicht gerade wenig. Von hundert Frauen sind 33,333333 schon mal unsittlich berührt worden. Das finde ich nicht wenig und ich finde es scheis se. Das ist keine Minderheit sondern ein beträchtlicher Teil. Das ist bedenklich aber wie in meinem ersten Post hier, erklärbar. Wenn man endlich akzeptiert das Mann Frau ganz doll lieb hat.
!Ich finde es für diesen Fred echt nicht zielführend wenn wir Sexualität in Wattbäuschchen packen.!
Und was gedenkt man angesichts solcher Zahlen zu tun?
The north–south position and kami-shiho-gatame: "In combat sports, the north–south position (also known as north/south or four quarter) is a ground grappling position where one combatant is supine, with the other combatant invertedly lying prone on top, normally with his or her head over the bottom combatant's chest."
Falls dein englisch nicht reicht: ...,normalerweise mit seinem oder ihrem Kopf auf der Brust des unteren Kämpfers.
Was du schreibst ist einfach nicht richtig. Dazu haben sich in dem Video ein Schwarzgurt und hier im Thread jetzt auch schon mehrere geäussert.
Die Kontrolle wird erreicht durch den Brustkorb über den Kopf. Wenn du mit dem Kopf Richtung Hüfte gehst ist die Position viel leichter zu Escapen.
Das sieht man auch deutlich in dem von dir geposteten Video.
Außerdem nervt diese Sexualisierung des Sportes total. Dont make eye contact, 69, gay... was soll das? Das ist meiner Meinung nach Teil des Problems. Das damit verbundene Männer bzw Selbstbild man sei selbst ja so hyperpotent und triebgesteuert, da müsse ja bei einer gewissen Nähe zu Frauen automatisch und natürlich... und das ist dann gar kein richtiges Kämpfen, das geht nur unter Männern. Ich sehe das anders und bei uns im Team ist ein solcher Umgang unerwünscht. Und es funktioniert in der Praxis gut. Das ist keine Garantie dafür, dass es nie zu Übergriffen kommen kann, macht aber deutlich es hat Konsequenzen. Nein nicht in der Form, dass Frauen nicht mehr zum Training kommen dürfen, sondern Männer die übergriffig sind gehen müssen.
Mich würde manchmal wirklich interessieren, mit was für Frauen du so im Durchschnitt zu tun hast.
Ich bin zum Training Montags bis Freitags immer mit Bus und Nahn unterwegs, oft überfüllt.
Und ich habe noch nicht einmal mitbekommen, daß sich jemand über die Nähe beschwert hat (außer das übliche "Shit, ist das voll, was ein Mist", um das es ja aber nicht geht).
Eher das Gegenteil: Wenn man irgendwie versucht noch etwas mehr Platz zu machen, kommt bei mir eher ein "Ist schon okay, daß passt doch".
Sicherlich gibt es diese Frauen und auch Männer, das wird niemand in Zweifel ziehen, aber ich bezweifel doch sehr, daß diese Anzahl so hoch ist, wie du sie darstellst.
Wo nimmst du denn her, daß das Problem immer wieder in derselben Schule auftaucht?
Gebe ich gerne zurück.
Ich habe von deinem Ausgangspost geschrieben, in dem es heißt:
Ich lese dort kein "da kann es zu kommen" oder ähnliches.
Ich lese, vor allem aus dem ersten Absatz, daß du es noch nie erlebt hast und für sehr unwahrscheinlich hältst.
Wenn du es anders meinst, hätte du es gerne richtigstellen können; aber pampig werden ist natürlich auch eine gute Alternative.
Wegen des BJJ vs. WT.
Ich denke mal, es ging weniger darum, daß eines sexistischer ist, als das andere als viel mehr darum, daß der Körperkontakt im BJJ offensichtlich viel intensiver ist.
Da kann vieles zunächst erst einmal als "Unfall" getarnt werden.
Sowas geht im BJJ, LL oder auch Judo einfacher, als im Boxen oder eben WT.
Das es kein Grappling-exklusives Problem ist, zeigt ja schon daß es überall vorkommen kann.
(Das übliche WT-Bashing mal außen vorgelassen, aber das muss hier nun wirklich nicht sein).
Und erneut wird ein an sich wichtiges Thema in Grund und Boden geritten ...
Mir persönlich nicht verstehbar, wieso man derart pentrant an der Botschaft des jeweils anderen vorbei interpretieren muss, nur um den dergestalt mühsamst hingestellten Pappgegner dann mit großem Geschrei umzutreten ...
Ich hatte die letzten Tage leider keine Zeit ordentliche Antworten zu schreiben, aber das meiste hat narexis in Beitrag 129 übernommen.
Allerdings wurden einige Fragen für mich noch nicht geklärt.
Gibt es einen Überbegriff für alle die ihr Geschlecht wechseln wollen bzw. es gemacht haben?
Ist es deiner Meinung immer männliches Dominazverhalten wenn ein Mann einer Frau sagt was sie wie tun sollte? Sei es nun als Tipp oder als Anweisung.
Oder kommt es drauf an wie er es sagt?
Und wie sieht es aus wenn eine Frau einem Mann das sagt? Ist es dann auch Dominanzverhalten?
Wäre es ein Unterschied ob es ein Trainer oder eine Trainerin zum Beispiel die Vergewaltigung anspricht? Und wenn ja warum?
Und wie sieht es aus wenn es einfach nur um eine Technikverbesserung geht? Zum Beispiel habe ich gestern einer Frau einen Tip bei einer Technik gegeben, weil sie Probleme hatte sie bei ihrer Partnerin umzusetzen. War das Dominanzverhalten von mir? Sie war jedenfalls dankbar für den Tipp und ich hätte den Tipp auch gegeben wenn es ein Mann statt einer Frau gewesen wäre. Wäre es dann eigentlich auch Dominanzverhalten?
Und was man sich beider Sache auch überlegen könnte wäre wer jetzt das größere Problem hat? Der Mann der der Frau sagt was sie anders machen soll oder die Person die nicht will das der Mann der Frau das sagt. Das ist meiner Meinung nach auch eine Form von Dominanzverhalten, bzw der Kampf darum.
Es kann gut sein dass es manchmal ein Dominanzverhalten ist, wenn Männer Frauen sagen was sie tun und lassen sollen. Es generell zu unterstellen halte ich für falsch. Und meiner Meinung haben Frauen die sich von Männern nichts sagen lassen wollen genauso ein Problem wie Männer die sich von Frauen nichts sagen lassen wollen. Zumal das auch ein sexistisches Verhalten ist.
Ich finde nicht dass das Ansprechen von SV Situationen diese Einigung verletzt.
Also ist das Problem dass du dich nicht mit deiner eigenen Verletzlichkeit auseinander setzen willst?
Was ist whataboutism bzw ein Whataboutist?
Ich finde sogar dass der Vergleich ziemlich hinkt, aber das liegt wohl auch daran dass wir unterschiedliche Auffassungen von Kampfsport bzw unterschiedliche Motivationen diesen auszuüben haben. Für mich ist der Kampfteil im Namen das wichtigste und dazu gehört für mich jeder mögliche Bereich im Leben indem es zu tragen kommen könnte. Der Sport ist nur ein Mittel unter kontrollierten Bedingungen meinen Spaß am Kampf auszuüben und dabei auch zu testen was funktioniert.
Außerdem würde ich jetzt mal behaupten, dass die wenigsten Männer eingeschnappt wären wenn du so einen Spruch in der Sauna loslässt. Du müsstest dann wohl eher damit rechnen dass es irgendwelche Sprüche zurück gibt.
Das einige Positionen im Grappling sexuelle Assoziationen hervor rufen liegt einfach daran dass sie auch sie ziemlich ähnlich aussehen. Diese Assoziationen auf Krampf leugnen oder verbieten zu wollen ist meiner Meinung aber der falsche Weg bzw auch gar nicht möglich. Zumal das ganze ja geschlechtsunabhängig ist. Wer der Meinung ist das Männer nicht mit Frauen grapplen sollen weil es zu sexuell ist, der sollte dann mal überlegen warum er es bei Männer dann wiederum Ok findet.
Auf der einen Seite wird die sexuelle Revolution als wichtiger Meilenstein bei der Emazipation gefeiert. Auf der anderen Seite fängt man jetzt an sexuelle Themen aus der Öffentlichkeit verbannen zu wollen. Dabei ist das ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Die wenigsten Menschen sind asexuell. Ja, eine Person hat ein Problem, wenn sie die ganze Zeit nur davon redet und zum Beispiel bei BJJ die ganze Zeit sexuelle Assoziationen hat. Aber eine Person welche bei jedwedem Anschneiden des Themas, die bei jeder gewollten oder ungewollten Berührung eine sexuelle Belästigung sieht, sollte sich mal überlegen ob sie nicht auch ein Problem hat.
Das beste Beispiel ist doch die eine Regierungssprecherin, welche jetzt ein Fass aufgemacht hat weil sie schön genannt wurde. Man kann sich jetzt fragen ob der Mann der das Kompliment gemacht hat ein Sexist ist. Man kann sich auch Fragen warum die Regierungssprecherin automatisch davon ausgeht dass das Kompliment sexuell bezogen ist. Nur weil jemand einer Frau sagt, dass sie gut aussieht heißt es ja nicht dass die Person auch mit der Frau schlafen will. Es will ja auch nicht jede Frau die einen Mann anlächelt mit diesem schlafen.
Wenn man nicht aus jeder Mücke einen Elefanten machen würde, dann könnte man sich viel besser um die wirklich problematischen Fälle wie zum Beispiel begrabschen, stalking, Vergewaltigung kümmern.
Ich denke wenn dass viele "Probleme"(damit beziehe ich mich nicht nur auf sexuelle Belästigung) gar nicht auftreten würden wenn einige sich mal nicht ganz so wichtige nehmen würden und mal von ihrer Einstellung wegkommen, dass sie und ihre Meinung der Mittelpunkt des Universums sind und sich alles nur um sie dreht.
Sexuelle Revolution meinte nie, dass Mann beim Ringen langweilige homophobe und anzügliche Sprüche klopfen darf. Grappling ist auch kein sexuelles Thema, welches von irgendwem aus Öffentlichkeit verbannt wird. Es ist nämlich ein Sport und kein sexuelles Thema.
Eine Person die jede Berührung gewollt oder ungewollt als sexuelle Belästigung sieht gibt es gar nicht. Und wenn es sie denn gäbe wäre sie nicht nur im Grappling sehr unglücklich. Und darum geht es auch gar nicht.
Hast du irgendwann nochmal vor die Fragen und Beitäge ausführlich zubeantworten bzw dich mit anderen Meinungen auseinander zu setzen, oder wirst du weiterhin an Kleinigkeiten aufhängen und Fragen/Beiträge mit Worthülsen abspeisen? Dann kann man es sich in Zukunft sparen auf dich einzugehen.
Ich denke nicht, dass es meine Aufgabe ist Fragen dir genehm zu beantworten. Auch Unterstellungen wie in deinen Beiträgen interessieren mich nicht. So zum Beispiel: "Zum Beispiel habe ich gestern einer Frau einen Tip bei einer Technik gegeben, weil sie Probleme hatte sie bei ihrer Partnerin umzusetzen. War das Dominanzverhalten von mir? Sie war jedenfalls dankbar für den Tipp und ich hätte den Tipp auch gegeben wenn es ein Mann statt einer Frau gewesen wäre. Wäre es dann eigentlich auch Dominanzverhalten?"
Als Trainer unterrichte ich täglich Menschen im Sport. Mich interessieren weder deren Geschlecht noch Sexualität im Training und deshalb hat dein Beispiel auch rein gar nichts mit dem Thema dieses Threads zu tun. Und das Beschriebene ist nicht mal ein klitzekleines Problem in meinem sportlichen Alltag.
Ja und im Sexismus kommen auch Männer vor. Doch halt, das eine ist nicht das andere und beide sind auch nicht gleich:
„Die Worte verletzen durch die dahinter verborgene Androhung von Gewalt. Es sind nicht die sexistischen Bilder und Worte, die an sich so schlimm sind, es ist die Macht über Frauen, die Androhung von Gewalt gegen Frauen, die der sexistischen Sprache ihre Sprengkraft verleiht. Wenn surinamische Kinder niederländische Kinder als 'Weißärsche' beschimpfen und als Antwort 'Niggerschwein' zu hören bekommen, können die Vorurteile, die dahinterstecken, ebenso 'rassistisch’ sein, aber sie haben nicht die Drohung von Macht.“– Anja Meulenbelt
Und deswegen habe ich so meine Probleme mit Menschen die andere mit Worten abwerten, die andere vom Sport abhalten, mit Sprüchen oder Taten, weil sie schwul oder nicht männlich oder nicht weiss sind. Oder sich permanent berufen fühlen es besser zu wissen. Wie oft hat eine Frau dir schon erklärt wie du als Mann nicht zum Vergewaltiger wirst? Würdest du das hören wollen beim Training? Während alle im Raum dich ansehen. Denk dran du müsstest dann dankbar sein für die guten Tips.
Klar alles nur Worthülsen und wenn ich so weiter mache wirst du es dir sparen mit mir zu diskutieren...
Ich frage mich ernsthaft wo diese Arroganz von manchem der hier mitdiskutiert herkommt.
m.e. höchstens als potentielles opfer, wobei ich den begriff "identifizierung" unzutreffend finde.
ausserdem verschwinden m.e. mögliche gefahrenlagen, themen, probleme etc. nicht dadurch, dass man sie totschweigt oder als tabu erklärt.
hierfür sind gerade themen wie vergewaltigung, sexuelle belästigung und die grundsätzliche kräftemässige unterlegenheit der frau ggü. dem mann, durch die diese basisgefahr im wesentlichen erst entsteht, ein gutes beispiel.
grüsse
Jetzt platzt mir doch wirklich der Kragen.
Glaubst du ernsthaft, dass irgendetwas davon für irgendeine Frau über 12 Jahren etwas Neues ist?
Nein, wir werden wieder und wieder und wieder darauf hingewiesen. Durch anzügliche Bemerkungen, durch Grabschereien, durch saublöde "Was-wäre-wenn-ich-jetzt..."-Spielchen, durch solch wirklich unsägliche Von-oben-runter-Belehrungen wie die deinen.
Wie arrogant kann man(n) eigentlich sein, sich anzumaßen, wann er (!) Frau und zum wievielten Mal auf ihre körperliche Unterlegenheit hinweisen muss? Wir WISSEN darum! Nicht erst seit gestern. Weil wir es erleben. Wirklich oft genug. Und wir haben es wirklich satt, dass uns MÄNNER ungefragt (!) erklären, wann wir wie zu reagieren haben.
Wisst ihr was? Ich kann derartigen anmaßenden Blödfug echt nimmer lesen.
mir scheint überhaupt, dass du in der letzten zeit hier zunehmend streng wirst.
kenne genug mädchen und eltern, die es "draussen" für gar nicht gefährlich halten nach dem motto: "was soll denn schon passieren?".Zitat:
Glaubst du ernsthaft, dass irgendetwas davon für irgendeine Frau über 12 Jahren etwas Neues ist?
ja und?Zitat:
Nein, wir werden wieder und wieder und wieder darauf hingewiesen.
wer ist "wir"?
glaube nicht, dass das auf die komplette weibliche welt in Deutschland zutrifft.
Geht auch anders.Zitat:
Durch anzügliche Bemerkungen, durch Grabschereien, durch saublöde "Was-wäre-wenn-ich-jetzt..."-Spielchen, ...
Von einer belehrung meinerseits war ich gar nicht ausgegangen. Wollte lediglich meine meinung mitteilen. Scheint mir eine (erneute) interpretation deinerseits zu sein.Zitat:
... durch solch wirklich unsägliche Von-oben-runter-Belehrungen wie die deinen.
wer ist "wir"?Zitat:
Wie arrogant kann man(n) eigentlich sein, sich anzumaßen, wann er (!) Frau und zum wievielten Mal auf ihre körperliche Unterlegenheit hinweisen muss? Wir WISSEN darum! Nicht erst seit gestern. Weil wir es erleben. Wirklich oft genug.
kenne genug frauen und mädchen, welche (noch) falschen diesbezüglichen vorstellungen verhaftet sind.
im übrigen wurde m.e. im rahmen der sog. sexuellen revolution, dem gleichstellungskampf, der frauenbewegung etc. lange zeit propagiert, dass eine grundsätzliche unterlegenheit der frau nicht bestehe.
soweit der trainer das im training zum thema macht, ist das m.e. seine sache; das war die situation, von der ich bei meinen diesbezüglichen äusserungen ausgegangen war (s.o.).Zitat:
Und wir haben es wirklich satt, dass uns MÄNNER ungefragt (!) erklären, wann wir wie zu reagieren haben.
andere leute haben im training m.e. eh´nichts zu schwätzen.
mit deiner zunehmenden strengheit hier liege ich , glaube ich, schon gar nicht so falsch.Zitat:
Wisst ihr was? Ich kann derartigen anmaßenden Blödfug echt nimmer lesen.
grüsse
Man wird also als Opfer identifiziert, weil man drauf hingewiesen wird, daß man sich so (hier: = wie gerade gezeigt wird) auch gegen eine Verteidigung helfen könnte?
Werden Boxer auch zu Opfern gemacht, wenn man ihnen sagt: So (hier: = mit Hilfe des Pratzentrainings) könnten sie sich auch helfen, wenn sie geschlagen würden?
Oder leicht umgedreht: Wenn eine Frau bein Pratzentraining drauf angesprochen wird, daß sie sich auch verteidigen könnte, wenn sie angegriffen wird - ist das dann auch schon sexuelle Belästigung?
Oder völlig herablassend und zum Opfer machend?
Wenn ja, bin ich fast schon froh, daß die Grenzen sehr individuell sind, denn das wäre mir zu empfindlich.
Irgendwie habe ich scheinbar den falschen Umgang, denn ich bekomme das so nicht ständig mit.
Dieses pauschale "wir" nervt ürbigens auch.
Macht einen viel größeren "Wir armen Opfer"-Eindruck, als eine einzelne Bemerkung darüber, daß mir etwas den Hintern bei einer Vergewaltigung retten könnte.
Aber darf ich dem entnehmen, daß Frauen dir ungefragt Tipps geben dürften und auch erklären, wie du doch zu reagieren hast?
Wenn ja - Warum?
Warum, kann sie dir sagen, wie du zu reagieren hast?
Das finde ich zum Beispiel viel zu individuell + situationsabhängig, als daß ich dafür gerne eine Patentrezept bekäme.
Ein Problem von vielen Frauen ist in der Tat diese unselige Diäterei. Wenn sie das nicht täten, wären sie wohl 10-20 kg schwerer in vielen Fällen und das würde auch gar nicht schaden. Fürs Kämpfen wäre es gut und für die Gesundheit vermutlich auch.
Augen auf und andern keinen solchen Unsinn durchgehen lassen, falls man es bemerken sollte.Zitat:
Und was gedenkt man angesichts solcher Zahlen zu tun?
Da es ja immer offizielle Hierarchien gibt, aber auch inoffizielle Hierarchien, ist eigentlich immer eine Person dominanter als die andere.
Die Frage ist, ob es der jeweiligen Situation angemessen ist. Wenn ein Lehrer einer Schülerin etwas erklärt und sie lauscht respektvoll und aufmerksam, ist das angemessen. Wenn ein Schüler einer Lehrerin erklären will, was Sache ist, ist das dummfrech.
und auch unter grundsätzlich gleichrangigen Kollegen gibt es immer jemanden, der etwas besser kann, und ich denke, meist fühlt man leicht, ob ein Tip tatsächlich einfach hilfreich und nett ist, oder in erster Linie ein Ausdruck von Dominanz; also wo es um sozialen Status geht und nicht darum, etwas zu lernen.
C'est le ton qui fait la musique, ohne Zweifel.Zitat:
Oder kommt es drauf an wie er es sagt?
Männer und Frauen haben sehr unterschiedliche Perspektiven. Am besten bei solchen Kursen ist vermutlich, wenn sowohl Männer wie Frauen als Experten auftreten. Manchmal mag es sinnvoll sein, das nur unter Menschen vom selben Geschlecht zu bereden.Zitat:
Wäre es ein Unterschied ob es ein Trainer oder eine Trainerin zum Beispiel die Vergewaltigung anspricht? Und wenn ja warum?
Zitat:
Wer der Meinung ist das Männer nicht mit Frauen grapplen sollen weil es zu sexuell ist, der sollte dann mal überlegen warum er es bei Männer dann wiederum Ok findet.
+1
Andererseits wäre es auch bestimmt kein Kompliment, wenn ein Mann sagt, dass er mit einer bestimmten Frau bloss nicht schlafen will! das wär ja auch wieder nicht recht.:rolleyes:Zitat:
Man kann sich auch Fragen warum die Regierungssprecherin automatisch davon ausgeht dass das Kompliment sexuell bezogen ist. Nur weil jemand einer Frau sagt, dass sie gut aussieht heißt es ja nicht dass die Person auch mit der Frau schlafen will.
JA da es eine Bemerkung ist die mit der aktuellen Trainingssituation in keinem Zusammenhang steht.Zitat:
Zitat von Syron
Es ist eine Bemerkung die die betroffene Frau in diesem Moment auf ihr Rolle als schutzbedürftiges Lieschen am Herd reduziert.
Gruß
Alfons.
Da liegt das Problem wohl doch eher in der Position des "Schülers" und des "Lehrers" und hat nichts mit dem Geschlecht zu tun.
Ich verstehe noch immer nicht, wie ich jemanden als hilfbedürftig abstempel, bloß weil ich drauf hinweise, daß dieser Jemand (völlig egal, ob Männlein oder Weiblein) mit Technik x/ Übung y jemandem aufs Maul geben könnte.
Für mich persönlich gibt man damit einer simplen Bemerkung einen viel zu großen Stellenwert.
Und es gleichzeitig auf die Schiene der sexuellen Belästigung zu schieben, spricht "richtige Belästigungen" (ich habe es bewusst in Anführungszeichen gesetzt, falls sich jemand beschweren will) irgendwie den Ernst ab.
Wieder: Für mein Gefühl.
Das schlimme mMn. ist dabei, dass man sowas mit einem simplen Gespräch aus der Welt schaffen könnte. Jeder sieht so eine Bemerkung anders, aber anstatt zu reden wird versucht eine allgemein gültige Regel für den zwischenmenschlichen Umgang zu erlassen.
Bei solchen Nichtigkeiten rücken die echten Missbrauchsfälle völlig in den Hintergrund und machen solche Befragungen gerade so schwammig da anscheinend jede Handlung sobald sie entfernt einen sexuellen Hintergrund hat und dem persönlichen Gusto einer beider Personen nicht entspricht schon als sexueller Übergriff gewertet werden kann.
+1
Man sieht es ja selbst hier schon live: Für mich wäre Vergewaltigungs-Satz halt eine Info; kann man brauchen oder nicht, ist aber absolut nichts schlimmes.
Andere springen deswegen auf und ab, man würde ja so zu einem Opfer gemacht.
Und über so einen - sorry - Blödsinn, gehen dann "echte" Fälle unter oder werden im schlimmsten Fall gar nicht erst angesprochen, obwohl tatsächlich mehr passiert ist, als nur ein einzelnenen Satz auszusprechen.
Gibt es sicherlich auch anders herum: Das es Bemerkungen in anderen Bereichen gibt, denen ich mehr beimessen würde, als andere.
Deswegen hab ich mir auch anzugewöhnt, etwas anzusprechen, wenn es mir nicht passt; nihct zwingend vor allen und ich hole mir auch vielleicht zuvor eine andere Meinung ein, aber ich versuche es nicht totzuschweigen oder gar den Verein zu wechseln.
Denn wie du sagtest: Wie viel kann vielleicht schon aus der Welt geschaffen werden, wenn es nur angesprochen wird?
MMn. sehr viel, dazu müsste man aber das Gespräch suchen und andere Meinungen zulassen. Das passt halt vielen nicht, sieht man auch hier, die Umfrage ist so, daran gibts für einige nichts zu rütteln.
Dass die Sachlage anscheinend nicht so einfach ist liest man aber schon aus einigen Beiträgen.
Oft resultieren Missverständnisse aus verschiedenen Sichtweisen auf eine Situation, darüber könnte man reden und/oder das in seiner Gruppierung persönlich klären.
Viele finden es aber anscheinend einfacher nach einer höheren Instanz zu schreien oder vor dem Problem schlicht wegzulaufen.
Dadurch verschwimmen die Grenzen zwischen Missverständnis und echten Problem nur völlig.
Edit: Was in welchen Kontext angebracht ist ist nämlich auch oft sehr individuell verschieden, gibt schon Frauen die beim in einer Bar gerne angesprochen werden, andere finden das ganz furchtbar unpassend weil man will ja nur was trinken gehen.
Da stimme ich dir zu. Mir kommt es oft auch so vor, dass diejenigen die sich darüber echauffieren die gleichen sind die sich die Vorteile mitnehmen. Studien belegen dass gutaussehende Menschen mehr verdienen als andere. Wo bleibt der #Aufschrei der Gutaussehenden? Das ist natürlich nicht schlimm, aber wenn man das aussehen mal anspricht, das ist natürlich ein Skandal :rolleyes:
Inwiefern ist das eine Unterstellung? Ich will einfach nur wissen was wann ein Dominanzverhalten ist/sein soll, und was wann keins ist.
Noch nie. Genauso wenig wie ich es einer Frau erklärt habe.
Wäre ich auch. Vielleicht ist der Unterschied, dass ich beruflich gezwungen war mich mit meiner Verletzlichkeit und Vergänglichkeit auseinandern zu setzen und ich daher kein Problem habe wenn mir jemand erzählt dass die Welt da draußen voller Löwen und Wölfe ist.
Wie würdest du reagieren wenn eine Frau dir ungefragt im Training erklärt was dir bei einer SV Situation helfen kann?
Warum reitest du so darauf rum das Männer nicht das Recht haben einer Frau zu erklären was sinnvoll ist/sein kann und was nicht? Haben sie automatisch unrecht weil sie ein anderes Geschlecht haben? Und haben Frauen dann auch nicht das Recht einem Mann zu sagen was sie tun sollen?
Schon mal überlegt das es auch einfach Freundlichkeit sein kann?
Und worauf wird ein Mann reduziert wenn ich ihm erzähle dass die Technik auf der Straße nützlich sein kann?
Mir geht es da wie Syron. Ich verstehe nicht wie man sich von einem Tipp so angegriffen fühlen kann.
Boah wie einfach nur zum Kotzen diese Pseudo-Gleichmacherei ist!
Egal ob es nun gut oder schlecht ist, einer Frau beim Pratzentraining zu sagen, dass es in SV-Situation was bringt, Frauen sind nun mal schutzbedürftiger was SV Situationen angeht. Ach ne vergessen, es ist sexistisch das zu sagen..
Auf der einen Seite überall #Aufschrei und #metoo und Frauen sind die Opfer, auf der anderen Seite darf ein Trainer in dieser Hinsicht nichts sagen, weil keine Opfer und so
Glaube ich nicht
Ich denke mal, das man dabei immer die Gesamtsituation betrachten muss.
In einem Wettkampftraining hat solch ein Spruch mMn. absolut nichts verloren.
Bin ich hingegen in einem SV Training und der bereich der sexuellen Übergriffe war/ist ein Thema, kann solch eine Anmerkung passend sein.