Du könntest ja mal erläutern, auf welche Art du die homöopathischen Mittel als "letzte Maßnahme" einsetzen willst.
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Ach so, daran hängst du dich auf :) Dann sag das doch. Ich habe ja sowieso mehr als deutlich geschrieben, dass der gesamte homöopathische Effekt nichtig ist.
Ich glaube allerdings, dass, wenn du mal ernsthaft betroffen bist, und du dieser Methode nicht all zu skeptisch gegenüberstehst, nicht voreilig das Handtuch werfen solltest. Das ist mit "letzte Maßnahme" gemeint. Soweit ich mich erinnere, hat das z.B. Kanken auch aus medizinischer Sicht erläutert. Und dabei habe ich nur die ersten 30 Seiten gelesen. Schlimm, dass man sich dafür jetzt rechtfertigen muss :D
Für mich nicht nachvollziehbar, wie eine nachweislich wirkungslose Therapie eine letzte Maßnahme sein sollte, wenn man "ernsthaft betroffen" ist. Auch ohne den Terminus der "ernsthaften Betroffenheit" überhaupt zu definieren, sollte doch klar sein, dass eine solche Methode kaum sinnvolle Maßnahme sein kann.
In meinen Augen ist das nur schädlich.
- entweder der Patient bekommt etwas, obwohl er gar nichts braucht (nicht sinnvoll, zumal ja schon Kinder von ihren Eltern teilweise so konditioniert werden - blauer Fleck und Aua => Kügelchen - es wird also bei Bagatellen sofort etwas eingeworfen. Das ist kein sinnvoller Lerneffekt)
- oder der Patient braucht etwas wirklich Wirkungsvolles und bekommt etwas Wirkungsloses - ebenfalls nicht sinnvoll
- außerdem wird ein irrationales, falsches Weltbild gestützt, statt Aufklärungsarbeit zu leisten. Das ist weder für den einzelnen Patienten sinnvoll, weil es seine Mündigkeit untergräbt (Mündigkeit setzt gute Informiertheit voraus und ist kein gottgegebener Zustand), noch ist es gesamtgesellschaftlich sinnvoll, weil es unnötige Kosten im Solidarsystem verursacht und ein voraufklärerisches Weltbild stützt.
Wie kann eine Methode "nachweislich wirkungslos" sein, wenn mehr als ein halbes Dutzend Studien renommierter Schulmediziner und Forscher von weltbekannten Instituten, der Homöopathie eine Wirksamkeit über den Placeboeffekt hinaus bescheinigen?!
Bewiesen ist somit maximal eine kontroverse Studienlage.
Nur weil der schulmedizinische und wissenschaftliche Mainstream eine Methode ablehnt, hat das nichts mit einer objektiven Beweislage zu tun.
Ich denke, die Suche nach Alternativen ist immer legitim, nicht nur für Menschen, die austherapiert sind.
Weniger legitim ist es, wenn Snakeoil als Alternative regelhaft angeboten wird, durch Apothekenpflicht, Kassenzuzahlung und ärztliche Zusatzbezeichnungen, wie auch fragwürdige Gesetzgebungen (gesetzlicher Sonderstatus) der Eindruck in der Bevölkerung genährt wird, es handele sich um eine echte Art von Medizin. Dadurch tritt ein wirkungsloses Verfahren plötzlich in Konkurrenz zu wirksamen Verfahren und das ist ein Problem.
Zudem sei noch gesagt (du hast dem natürlich nicht widersprochen), dass auch austherapierte Menschen ein Recht auf medizinische Aufklärung haben, damit sie zumindest nicht unwissentlich zu ausbeutbaren Zielen fragwürdiger Anbieter werden.
Ganz neu und IMHO ganz herrlich:
„Goldenes Brett“ geht an Homöopathie-Firma
Kurzer Auszug zum Schluss:
"Etwas Positives habe das Hevert-Vorgehen aber: Der Satz „Homöopathie wirkt nicht über den Placeboeffekt hinaus“ sei durch die Diskussion quasi zum geflügelten Wort geworden."
Siehe #3150
[emoji16]
Wie die Zeit vergeht ... hier wie Flug.
Gut, dann gerne deutlicher.
Wenn man etwas nicht versteht, dann ist es besser einfach nachzufragen, statt mit irgendwelchem blödsinnig persönlichem Blabla zu antworten. Es geht dich einen Dreck an, was meine Eltern oder ich wie handhaben und hat auch mit dem Thema nichts zu tun.
Der Vorteil nachzufragen hätte darin gelegen, dass man hätte versuchen können, dir klarzumachen, dass es einen gewaltigen Unterschied zwischen einem "Trostpflaster" und einer früh eingeübten ritualisierten Medikamenteneinnahme gibt, selbst wenn es sich bei dem Mittel um ein Scheinmedikament handelt. Dem Kind ist das ja nicht klar.
Hinzu kommt, in der Regel erkennt man irgendwann (manche scheinbar nicht), dass die eigenen Eltern nicht unfehlbar sind und keineswegs alles richtig gemacht haben. Heute sollte es üblig sein, dass man sich als Eltern Gedanken dazu macht, was man beim eigenen Kind fördert und was man bewusst nicht fördert. Aber gut, jeder wie er mag.
edit: Sorry, Silverback. Versehentlich habe ich dich zitiert. Nix für ungut.
edit
Sonst läufst du noch rund, ja? Kennen wir uns persönlich oder was soll die blöde Anmache? Vlt. sollte man dir auch klar machen, dass es einen gewaltigen Unterschied zwischen einer "ritualisierten Medikamenteneinnahme" (lass mal die Kirche im Dorf :rolleyes: ) und einem Zuckerkügelchen (oder ein Traubenzucker) gegen ein Wehwehchen gibt. Ich gebe dir im Grundsatz ja auch recht, nur fand ich die Darstellung äußerst undifferenziert
Beitrag eines Kinderarztes zu dem von mir angeführten Lerneffekt:
https://www.tagesspiegel.de/gesellsc.../23700004.html
Nur vom gebetsmühlenartigen Wiederholen wird eine falsche Tatsachenbehauptung auch nicht richtig.
Moment, also wenn der (angebliche) Mainstream pro Homöopathie ist, taugt das selbstverständlich als Beweis für die Wirksamkeit der Homöopathie über einen Placeboeffekt hinaus aber wenn andere Nutzer einen solchen Mainstream Dir widersprechend bemühen, hat die Menge plötzlich gar keine Relevanz mehr? Ach, wie einfach kann das Leben auf der Überholspur in den Seitengraben doch sein. :narf:
:halbyeaha
Der Artikel gefällt mir aber die Kommetare zu diesem......teils recht gruselig. Ich habe das Gefühle, dass wenn die dort versammelten Gobuli-Gläubigen es nur könnten, sie - völlig selbstlos und voll des homöopathischen Mitgefühls - den Arzt wohl nackt ("Schande, Schande, Schande!" à la Game of Thrones:D) unter lautem Kreischen durch Dorf oder Stadt trieben, um ihn dann an zentralem Ort seine Seele reinigend bei lebendigem Leibe auf einem Berg aus Reisig zu verbrennen. :o
Das ist keine falsche Tatsachenbehauptung; ich kann die Studien gerne noch mal verlinken.
Nein, taugt dann auch nicht als Beweis. Das habe ich sogar mehrfach explizit hier geschrieben.Zitat:
Moment, also wenn der (angebliche) Mainstream pro Homöopathie ist, taugt das selbstverständlich als Beweis für die Wirksamkeit der Homöopathie über einen Placeboeffekt hinaus
Von "gar keiner Relevanz" war keine Rede. Eine Mehrheitsmeinung ändert nichts an der nachweislich kontroversen Studienlage zur Homöopathie und an der Tatsache, dass mehr als 7.000 Schulmediziner die Homöopathie für signifikant wirksam halten.Zitat:
aber wenn andere Nutzer einen solchen Mainstream Dir widersprechend bemühen, hat die Menge plötzlich gar keine Relevanz mehr?
Schulmedizin und Wissenschaft sind in Sachen Homöopathie ja nicht mal in der Lage die eigenen Reihen zu schließen und da kommen hier User daher, die was von einer "nachweislich unwirksamen Methode" fantasieren... albern. :rolleyes:
Den Konsens der Fachwelt zum Thema widerzugeben ist weder Phantasie, noch albern. Ja, ich weiß, für dich ist ein solcher Konsens sofort nicht mehr gegeben, sobal auch nur ein Einzelner Zweifel anmeldet und dir ist die Qualität der Begründung dann auch völlig egal. Gibt immer Leute, die auch Holzwege konsequent zu Ende gehen.
Neulich gab es einen Talk im Österreichischen Fernsehen, dabei Prof. Frass, vermutlich kennst du ihn, da glühender Verfechter der Homöopathie und Arzt. Gegen ihn standen ein Physiker und eine Apothekerin.
Da sitzt der Frass da und erzählt von einem Transatlantikflug, bei dem einmal eine Schwangere seine ärztliche Hilfe benötigte und einmal ein junger Mann. Beide mit völlig unterschiedlichen Problemen. Beiden konnte Frass mittels Homöopathie sofort helfen. Ich verstehe, dass sowas Leute beeindruckt. Der ist Arzt, Professor und Homöopath, drückt sich eloquent aus, argumentiert mit Studien usw.
Ich höre seinen Erzählungen vom Transatlantikflug und stelle mir die Frage, mit wie vielen verschiedenen Homöopathika Frass eigentlich seine Transatlantikflüge antritt. Ich finde, sowas sollte sich jeder fragen, der sowas hört.
Schwieriger handzuhaben sind die Behauptungen von Frass zur Studienlage. Das ist für Leute, die sich nicht tiefer damit beschäftigen eigentlich nicht mehr zu leisten. Zufälligerweise kannte der Physiker in der Runde die Studienlage aber besser als Frass. Traurig genug. Aber aus sowas würdest du dann ableiten, dass die Fachwelt zur Frage Homöopathie nichtmal schaffen würde ihre eigenen Reihen zu schließen... was, nebenbeibemerkt auch schon wieder eine merkwürdige Formulierung ist.
Einzelne nicht. Wir reden hier aber von tausenden Ärzten und Naturwissenschaftlern. Dass das alles spinnerte Quacksalber sind, ist nicht anzunehmen.
Es gibt eine Mehrheit, einen Mainstream gegen die Homöopathie... aber ob es per Definition zum Konsens reicht? Davon abgesehen, bedeutet Wissenschaftlicher Konsens eben nicht gleich Wahrheit.
Die Klassische Homöopathie arbeitet mit 2.000 Ausgangssubstanzen, aber die wenigsten davon kommen häufig zum Einsatz. Wenn ein erfahrener Arzt die 100 gängigsten Arzneien in der sehr beliebten Potenz D6 dabei hat und zwar in der Größe N1 (10g Globuli), dann sind das 100 winzige Fläschchen. Die passen in jede Arzttasche und wiegen zusammen keine 2 Kilogramm. Füllt man die Globuli in Kunststoff-Sortierkästen für Tabletten, wiegt das kaum mehr als 1kg. Damit lässt sich schon ganz vernünftig homöopathisch arbeiten, wenn man mit einer mittelgroßen Arzttasche unterwegs ist.Zitat:
Neulich gab es einen Talk im Österreichischen Fernsehen, dabei Prof. Frass, vermutlich kennst du ihn, da glühender Verfechter der Homöopathie und Arzt. Gegen ihn standen ein Physiker und eine Apothekerin.
Da sitzt der Frass da und erzählt von einem Transatlantikflug, bei dem einmal eine Schwangere seine ärztliche Hilfe benötigte und einmal ein junger Mann. Beide mit völlig unterschiedlichen Problemen. Beiden konnte Frass mittels Homöopathie sofort helfen. Ich verstehe, dass sowas Leute beeindruckt. Der ist Arzt, Professor und Homöopath, drückt sich eloquent aus, argumentiert mit Studien usw.
Ich höre seinen Erzählungen vom Transatlantikflug und stelle mir die Frage, mit wie vielen verschiedenen Homöopathika Frass eigentlich seine Transatlantikflüge antritt. Ich finde, sowas sollte sich jeder fragen, der sowas hört.
Dann muss man mit dem Zeug ja nur noch durch die Sicherheitskontrolle. Weiße Kugeln in größerer Menge dazu offensichtlich nicht industriell abgepackt.
Aber die Jungs an der Sicherheitskontrolle testen ja bestimmt gern mal 100 Fläschchen oder Kunststoffdosen durch... [emoji2]
Und bitte den Aluhut ähm die Aluhülle nicht vergessen, sonst machen die bösen Röntgenstrahlen die Zuckerkugeln kaputt:
https://www.alfred-stellbrink.de/kla...teln/?mobile=1
Du hast das Talent, Tatsachen zu biegen, ohne zu lügen. Beispiel, die "TAUSENDE Ärzte". Stimmt. 7000 von mehreren hunderttausend - also ein verschwindend geringer Anteil. Es sind also sehr auffällig wenig Ärzte Anhänger der Homöopathie und das trotz einer extrem starken Homöopathielobby, hier, im Ursprungsland der Homöopathie.
Vor dem Hintergrund passt "Mainstream" auch nicht so richtig, ebenso wie Mehrheit oder Minderheit. Passender ist, dass nur einzelne Ausnahmen der Homöopathie anhängen.... und da sind dann noch nicht die Gründe für diese Anhängerschaft beleuchtet. Unterm Strich, auch Ärzte können irren.
Jaja, mag alles sein. Ich halte es für unglaubwürdig, dass der mit x unterschiedlichen Homöopathika im Handgepäck durch die Weltgeschichte jettet. Ich finde es auch unwahrscheinlich, dass auf einem Flug gleich zwei Mal ein Arzt ausgerufen wird. Und dann hat er noch zufällig die passenden Homöopathika dabei, die er, wie er berichtete ohne langes Federlesen (sprich ohne die ach so wichtige Anamnese etc) verabreicht. I don't buy it.Zitat:
Die Klassische Homöopathie arbeitet mit 2.000 Ausgangssubstanzen, aber die wenigsten davon kommen häufig zum Einsatz. Wenn ein erfahrener Arzt die 100 gängigsten Arzneien in der sehr beliebten Potenz D6 dabei hat und zwar in der Größe N1 (10g Globuli), dann sind das 100 winzige Fläschchen. Die passen in jede Arzttasche und wiegen zusammen keine 2 Kilogramm. Füllt man die Globuli in Kunststoff-Sortierkästen für Tabletten, wiegt das kaum mehr als 1kg. Damit lässt sich schon ganz vernünftig homöopathisch arbeiten, wenn man mit einer mittelgroßen Arzttasche unterwegs ist.
Da kommt mir gerade noch ein Gedanke, wie ist das eigentlich mit Homöopathie bei Tieren? Wie läuft denn da diese superwichtige Anamnese ab? 1x "muh" = "Ja", 2x "muh" = "nein"?!
Laut HRI (ich grusel mich gerade, da ich das als "Quelle" verwende) benutzen weltweit 200 Millionen Menschen homöopathische Mittel, also nicht einmal 4%.
Es existiert bisher weder ein formaler noch ein reproduzierbarer Nachweis. Eines der wichtigsten Prinzipien der Homöopathie ist nachweisbar (und zwar medizinisch, physikalisch und pharmazeutisch!) widerlegt, siehe u. a.:
Axel W. Bauer: 200 Jahre Homöopathie und die Axiome des systematischen Erkenntnisgewinns in Medizin und Pharmazie. In: B.I.F. Futura. Band 12, Nr. 2, 1997, S. 98–108.
Rainer Wolf: Homöopathie. In: Naturwissenschaftliche Rundschau. 8/2006, S. 457–458; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart.
W. Löscher, A. Richter: Homöopathie und Phytotherapie in der Veterinärmedizin. In: Felix R. Althaus, Hans-Hasso Frey: Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie für die Veterinärmedizin. Georg Thieme Verlag, 2007.
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Das ist jetzt nur eine minimale Auflistung für dich. Du wirst das sowieso wieder umgehend von dir weisen und nicht einmal auf die Inhalte eingehen wollen. Ist ja einfacher, als sich mit Gegenmeinungen, die mit Fachliteratur untermauert sind auseinanderzusetzen. Aber, ich wiederhole es gern: Ich lass mich von dir gerne eines Besseren belehren wenn du es schaffst mit plausiblen und fundierten Gegenargumenten zu kommen. Insgesamt ist ja für dich eh nur "wahr", was dir in den Kram passt. Und für dich war bisher auch nur "wissenschaftlich wahr", was deine Meinung unterstützt. Das nennt man übrigens Dogma. Und Dogma sprechen nicht für die Wissenschaftlichkeit bzw. den Willen zur Konsensfindung einer Person.
Reicht der "Mainstream gegen Homöopathie" zum Konsens? Jop. Ende des Jahres 2018 verzeichnete die Bundesärztekammer deutschlandweit rund 392.400 berufstätige Ärzte. Davon sind nicht mal 10.000 Homöopathen/Anteilig arbeitend in der Homöopathie. Das sind weniger als 3%. Weltweit sieht das nicht anders aus. Warum reicht es zum Konsens per Definitionem? Weil die Definition von "Konsens" hier zutrifft, denn Konsens ist eine weitgehende Übereinstimmung in Fachkreisen was den Stand der Wissenschaft zu einer Frage angeht. 3% vs 97% sind somit ganz im Konsens, dass Homöopathie nicht über den Placeboeffekt hinaus wirkt. Oder stellst du dich bei einer Wahl, wo Partei A 3% der Stimmen und Partei B 97% der Stimmen bekommt hin und sagst "hmmm, na mal abwarten, Partei A hat gute Chancen das Land zu regieren!"? Wissenschaftlicher Konsens bedeutet zwar nicht die 100% Wahrheit, er bedeutet aber, dass sich der Großteil der Wissenschaftler einig ist, dass die Gegenmeinung schlecht oder gar nicht belegter Firlefanz ist.
Zu deinem Arzt mit 100 kleinen Fläschchen a 10g Globulipotenzenmittel: Und du meinst, dass du als normaler Arzt mit 100 Fläschchen so ohne Weiteres durch die Zollkontrolle kommst? Meinst du nicht, dass der Zoll da Nein sagt, weil das illegaler "Medikamentenhandel" wäre (insofern denn die Mittel wirklich als "Medizin" gelten würden). Um jetzt mal deinen Sprachduktus aufzunehmen: Es ist mehr als unwahrscheinlich, dass der Zoll das durchlassen würde.
Vielleicht schaffst du es ja dieses Mal, richtige Argumente und nicht nur Plattitüden und Nebelkerzen abzufeuern. Einfach mal auf Gegenargumente antworten und dir nicht nur die Rosinchen rauspicken wollen wäre eine angenehme Überraschung.
Mann oh Mann... :rolleyes:
Nicht-flüssige Medikamente sind überhaupt kein Problem. Ärzte und Pharmavertreter melden ihre Koffer im Idealfall schon vorher bei den Behörden und Fluggesellschaften an, bekommen eine Bescheinigung und haben dann überhaupt kein Problem damit bei der Kontrolle, kann man doch im Netz nachlesen.
Ich bin kein Arzt und habe mehrfach eine kleine Sammlung Homöopathika unangemeldet in die USA ein- und ausgeführt und zwar ohne Probleme. In der Regel wird in der betreffenden Tasche ein Wischtest auf Drogen und Gefahrstoffe durchgeführt; einmal hat ein Drogenspürhund kurz in die Tasche geschnüffelt; das wars.
Also komm ihm doch nicht mit der Wissenschaft, die kann eh nichts beweisen, weil sie sich morgen selbst widerlegt hat.
Fragt sich nur, wie man mit dieser Argumentation jemals einen wissenschaftlichen Nachweis der Homöopathie erbringen will.
Nimm lieber dein Spray mit, das ist sicherer.
Und du weißt doch das man Homöopathische Mittel nicht jeden Tag futtern muss? Höhere Potenzen soll man eh nur alle paar Wochen nehmen, das reicht also wenn du sie vor der Reise einnimmst.
Aber stimmt ja, du nimmst nur D12. Verstehe wirklich nicht wie du damit auf Dauer was erreichen willst, du scheinst wirklich die Homöopathie selbst nicht ernst zu nehmen.
Wenigstens hast du immer was zum Kaffee süßen dabei, das ist auch schon mal was.
Zwischen kleiner Sammlung und 100 Flaschen ist aber ein gewaltiger Unterschied.
Mag alles sein, Damiano. Das spielt aber für das Thema keine Rolle. Sicherlich kannst du mit deinen Zuckerkügelchen verreisen. Dass Frass mit einer ganzen Batterie "verschiedener" Homöopathika im Handgepäck verreist finde ich dennoch unwahrscheinlich. Dass der gleich 2x ausgerufen wird, zu zwei verschiedenen Fällen und dann mit seinen Kügelchen ernsthaft helfen kann erscheint mir ebenfalls unwahrscheinlich.
Dann kommt noch hinzu, dass Homöopathen so ja eigentlich nicht arbeiten. Oh, Sie haben starkes Nasenbluten, nehmen Sie doch mal dieses Kügelchen.
Kann alles so passiert sein, ich finde es aber unwahrscheinlich.
Ob du privat mit deinem Eigenbedarf durch die Gegend fliegst ist eine ganz andere Sache.