Zitat Zitat von Seemann Beitrag anzeigen
Den Konsens der Fachwelt zum Thema widerzugeben ist weder Phantasie, noch albern. Ja, ich weiß, für dich ist ein solcher Konsens sofort nicht mehr gegeben
Einzelne nicht. Wir reden hier aber von tausenden Ärzten und Naturwissenschaftlern. Dass das alles spinnerte Quacksalber sind, ist nicht anzunehmen.

Es gibt eine Mehrheit, einen Mainstream gegen die Homöopathie... aber ob es per Definition zum Konsens reicht? Davon abgesehen, bedeutet Wissenschaftlicher Konsens eben nicht gleich Wahrheit.

Neulich gab es einen Talk im Österreichischen Fernsehen, dabei Prof. Frass, vermutlich kennst du ihn, da glühender Verfechter der Homöopathie und Arzt. Gegen ihn standen ein Physiker und eine Apothekerin.

Da sitzt der Frass da und erzählt von einem Transatlantikflug, bei dem einmal eine Schwangere seine ärztliche Hilfe benötigte und einmal ein junger Mann. Beide mit völlig unterschiedlichen Problemen. Beiden konnte Frass mittels Homöopathie sofort helfen. Ich verstehe, dass sowas Leute beeindruckt. Der ist Arzt, Professor und Homöopath, drückt sich eloquent aus, argumentiert mit Studien usw.

Ich höre seinen Erzählungen vom Transatlantikflug und stelle mir die Frage, mit wie vielen verschiedenen Homöopathika Frass eigentlich seine Transatlantikflüge antritt. Ich finde, sowas sollte sich jeder fragen, der sowas hört.
Die Klassische Homöopathie arbeitet mit 2.000 Ausgangssubstanzen, aber die wenigsten davon kommen häufig zum Einsatz. Wenn ein erfahrener Arzt die 100 gängigsten Arzneien in der sehr beliebten Potenz D6 dabei hat und zwar in der Größe N1 (10g Globuli), dann sind das 100 winzige Fläschchen. Die passen in jede Arzttasche und wiegen zusammen keine 2 Kilogramm. Füllt man die Globuli in Kunststoff-Sortierkästen für Tabletten, wiegt das kaum mehr als 1kg. Damit lässt sich schon ganz vernünftig homöopathisch arbeiten, wenn man mit einer mittelgroßen Arzttasche unterwegs ist.